14407	Pollendiagramm\
4 km nrdlich Lgumkloster. Hier 2 Lagen marinen Tons, geschieden voneinander durch Morne. Oberes Marin aber nach PF umgelagertes unteres Marin: Glazialtektonik. Quartre Sedimente nehmen tiefe fjordhnliche Oberflchenform des Tertirs ein.\
lter als Eem, da unter Morne! 82-94 m Elphidium clavatum - Cassidulina crassa-Zone: kaltes Wasser; 81-77 m Elphidium clavatum - Elphidium orbicularis: Ansteigende Temperatur; 27-76 m: Elphidium - Streblus Beccari-Zone, hnlich wie heutige Nordsee.\
Klares Interglazial, aber dieser Typ bisher nicht aus Dnemark unbekannt.\
\
Zone H1: ?-76 m: Betula dominant, Pinus recht zahlreich; recht hufig Populus, Salix, Juniperus und NBP.\
Zone H2: 75.7 m: Pinus-Maximum, Betula nimmt ab; Alnus Anstieg; kleines Max. von Fraxinus (6%). Populus und Juniperus Abnahme.\
Zone H3: 75-53 m: Kiefer und Erle dominant. (Pinus 30-40%, Alnus ca. 20%). Birke geht zurck bis 10%; Picea, Quercus, Corylus 5-10%; Carpinus 0.5-1.0%.\
Zone H4: 50-40 m: hnlich wie vorige, aber Carpinusanstieg bis fast 6%. Abies vorhanden, aber kleiner 1%.\
Zone H5: 37-28 m: Abies bis 5%, Carpinus leicht verringert. Pinus etwas ansteigend.                                                                             Zu Beginn und Ende keine subarktische oder arktische Vegetation angetroffen: Zu geringe Pollenproduktion? H1 wohl Pioniervegetation, mit Resten offener Vegetation.\
H2: Zunahme der Bewaldungsdichte.\
H3-H5 recht monoton. Corylus fast immer kleiner 10%. Taxus meist vorhanden, um 5-8%. Bden vielleicht unfruchtbar? Wegen Taxus, Ilex und Myrica wohl feucht-ozeanisch.\
Acidophile Calluna, Myrica, Pteridium und Sphagnum recht bedeutend von frh an: Saurer Boden und Moore vorhanden. Auerdem stets Salzmarschen: Plantago maritima.\
Diagramm von Haweskow, Starup und #275lgod sehr hnlich untereinander und nicht vergleichbar mit Holstein. Diese vielleicht Cromer.\
Anmerkung: Einordnung in Cromer-Komplex richtig, doch welches dieser Interglaziale?
16029	\
Hringtyp auerhalb Dnemarks angeblich nicht gefunden. Arbeit zur Kontrolle von Jessen und Milthers wieder aufgenommen.\
Hinweise auf Pollenidentifizierung. U.a. Osmunda regalis, nicht von Osmunda claytoniana zu unterscheiden, da Osmunda regalis zu groe Variationsbreite.\

16030	\
dnische Zusammenfassung\
Hier Eiche, Birke, Erle, Carpinus, Ulme, Buche, Linde, Esche. Relative Produktion auf die der Buche bezogen. Korrekturfaktoren fr Kiefer, Fichte, Tanne hiernach errechnet.\
Draved und Longelse Wald. Draved 10 km nordstlich von Tnder in SW-Jtland. Draved etwa 1.5 x 1.5 km, aber viel Fichten-Pflanzungen drin, sonst laubwerfender Wald von Moor und Feldern umgeben. Longelse Wald 5 km sdstlich. Rudkbing auf Langeland. Von Buchen-Wald und Feldern umgeben; seit 1955 nicht mehr genutzt. Gre nicht angegeben.\
\
R = Pollen-%-satz \
     Flchen-%-satz\
\
S. 48:" Davis pointed out that the R-values of a species are not constant, as they depend on the species combination "....". Another point which has been overlooked, is the fact that the R-values vary with the areal frequency of the species even in cases where the species combination is the same."\
Aufgrund sehr sorgfltiger Arbeit Kiefer 1:4, Eiche 1:4, Birke 1:4, Erle 1:4, Carpinus 1:3, Ulme 1:2, Fichte 1:2, Buche 1 x 1, Tanne 1 x 1, Linde 1 x 2, Esche 1 x 2, Ahorn 1 x 2 (?).\
Anmerkung: Verhltniszahlen gelten nur fr das untersuchte Klima- und Vegetationsgebiet.
14404	\
Herning und #275lgod (Cromer?) palaeoklimatologisch und edaphisch diskutiert. Wichtig fr Klimaarbeit: Bodenversauerung wichtiger Faktor der Vegetationsgeschichte.\

14975	\
Sporomorphengehalt von Mornen. Hieraus diese in Bildungen verschiedener Schubrichtungen zerlegt. Alter unklar.\
Pollenflora von Till.
16028	\
Abb.\
In Pollenzone W2b (Andersen, Fig. 1) wohl 10 tiefere Julitemperatur, als im Eem. W2c ("Rodebaek I") 5 wrmer im Juli als in W2b. In Zone 2d bis 3a wohl Anstieg der Sommertemperatur um 7-9 C. Brrup (mit mehreren kleinen Oszillationen) sicher mehrere 1000 Jahre lang.\
\
Zone W4   : Gro 1470 : 59430  1000 v.h.\
Zone W3c  : Gro 1729 : 58740  1000 v.h.\
\
In Holland in Pleniglazial A sehr kaltes und feuchtes Klima mit sehr viel Kryoturbation und Solifluktion, oft Dryasfloren Torf und Gyttjen.\
Pleniglacial B sehr kalt, aber trocken! Keine groen Kryoturbationen mehr, sondern Eiskeile. Nur noch sehr selten Torfbildung. An Basis und Ende von Pleniglacial B tundrahnliche Spektren. An bergang A/B vielleicht Temperaturzunahme und Wiederbewaldung: Nach C14 = Paudorf\

14400	\
Karten des heutigen und des sptglazialen Schneegrenzverlaufes. Jngere Dryas = Troms-Lyngen-Stand, hier Depression der Schneegrenze um 550-570 m gegenber heute; in Troms, am Gretangfjord, 535 m; Grovfjord = 515 m; in allen anderen Gebieten von Troms 475  50 m Depression; Depression der Schneegrenze wuchs nach Nordland an, ebenso an Kste in Richtung auf Bod.\
Prboreale Schneegrenze 270-300 m unter heutiger. In Troms ca. 200 m  50 m.\
S.58: "This suggests that the climatic amelioration since Younger Dryas and Pre-Boreal times has been greater in the oceanic coast of Nordland than in the more continental parts of Troms."\
Entsprechende Werte fr andere norwegische Gebiete auf S. 59.\
Karte der submarinen Mornen.\
Egga I und Egga II-Mornen: Wohl maximal Weichselstnde im Meer.\

16026	\
Fester Torf bzw. Braunkohle. Unterlauf der Kama, bei Juski-Tekemen. Hier dnnschichtige, graue Tone, mit eingeschalteten Torf- oder Braunkohlenflzen. In den grauen Tonen, die nach unten in glimmerhaltige Schiefertone bergehen, Cardium, Corbicula, Hydrogia und Dreissensia: Ak#260agyl (N2ak). Dieses kohlenfhrende Pliozn hier entspreche nach Kirsanow dem oberen Horizont des unteren Ak#260agyl der Tatarischen ASSR.\
Hier aus mehreren Proben und Bohrungen 57 Pollentypen bestimmt. Nach ihnen sogar neue Arten aufgestellt! BP dominieren. Unter ihnen Pinaceae bis 60%, im wesentlichen Picea, Abies und Picea cf. !! schrenkiana; gering Picea sect. omorica. Weniger als Fichte ist die Kiefer vertreten. Unter ihr berwiegen Vertreter der sect. cembra (Pinus prosibirica sp.n.). Daneben eine Kiefer, die Pinus funebris sehr hnelt. Auerdem Pinus cf. strobus. Weiter Tsuga canadensis, Abies sibirica, Larix u.a. Nadelhlzer.\
Laubhlzer 15-20%: Alnus + Betula + Salix meist 5-8%. Quercus, Tilia, Ulmus grere Artenzahl. Besonders Ulmus rotundata (nahe der Ulmus pumila) und Tilia incerta n.sp. (nahe der Tilia amurensis): Zus. 9-12%.\
Dann noch Viburnum, Lonicera, Diervillea cf. japonica; Brasenia cf. schreberi, Cladium pliocaenica, Vaccinium vitis-idaea, Empetrum nigrum, Polemonium coeruleum, Linaea borealis, Lycopodium annotinum, Lycopodium clavatum u.a.: an geschtzten Stellen EMW. Kalt-gemigtes Klima mit warmgemigten Sommern (wegen Tsuga canadensis, Pinus strobus, Carya, Abies cf. firma) und luftfeuchten Sommern.\
Anmerkung: Pollenanalytische Artbestimmung geht in der Regel viel zu weit. Zeitliche Einordnung wahrscheinlich richtig.
16025	\
PD's\
Frher von Krasnov beide in Mologo-#282eksna gestellt. Jetzt aber: Malaja Ko#281a bei Lo#281akovo: Oben Morne. Drunter Sande mit Flora: 80% BP: 60% Alnus, 20% Kiefer; noch weniger Birke und Fichte. Quercus um 40%, Ulme um 10%, Carpinus um 15%, Linde wenige %; Corylus bis 140%. Sei wohl Brrup. Drunter Morne, dann erneut Interglazial: Mikulino. Dieses klar, mit normaler Abfolge (ist cf. Brrup nicht einfach umgelagertes Material? Fr.).\
Drunter Tongyttja mit starker Fichte-Kiefer-Dominanz und nach unten stark Zunahme umgelagerten Materials: Mglicherweise Rest von Lichwin.\
Anmerkung: Nach Pollenflora sicher nicht Br#274rup, ehr St. Germain I oder II, falls diese selbstndige Warmzeiten sind. Meines Erachtens aber umgelagertes Eem = Mikulino, und zwar wegen der sehr hohen Thermophilen- und besonders Coryluswerte.
16024	\
Proben von U#281ko entnommen. Nur PF.\
Jetzt nicht mehr PK von Ilex aquifolium und von Pinus sect. Haploxylon gefunden. Dafr aber Juglans regia. Zum ersten Mal PK von Ligustrina amurensis und von Larix. Holz von Larix schon von Suka#260ev gefunden. Ein defektes, unentwickeltes Pollenkorn von cf. Tsuga (Bild sehr undeutlich, Fr.).\
Erstfunde von Coniogramma fraxinea und Adiantum sp., Sambucus ebulus, Rumex maritimus, Gypsophila fastigiata, Myriophyllum spicat., Lythrum salicaria, Valeriana officinalis, Centaurea cyanus.\
Nicht gefunden Lycopodium inundatum (von Gricuk vielleicht verwechselt mit recht hnlichem Ophioglossum vulgatum?).\
Gefunden PK von Castanea sativa, schon frher von Gricuk beschrieben. Osmunda im wesentlichen Osmunda cinnamomea; nur 2 hnlich Osmunda claytoniana. Pk von Fagus silvatica erneut gefunden!\
Auerdem Tilia cordata, Salvinia natans, Trapa natans, Typha latifolia. Wenig Tilia platyphyllos und Carpinus betulus. Stellt Flora in Holstein. Knne nicht Eem sein, da darin Picea omorica, Juglans regia, Ligustrina amurensis, die im Eem fehlen. Knne auch nicht lter sein, da im Oberpliozn viel mehr Exoten! (Rechnet also offenbar nicht mit lteren Interglazialen! Fr.)\
Monographische Beschreibung der Pollenkrner (PK).\
Anmerkung: Einstufung wahrscheinlich richtig.
16022	\
Bohrung 2382, 145.1 m Hhe, 80 km nrdlich des Sakovi#260sker Sees in Weirussland. Hier in 21-25 m Tiefe unter Sand und einem Lehm mit Geschieben kristallinen Gesteins (wohl Morne? Fr.) Lehme ber interglazialer Gyttja.\
Von unten nach oben:\
Komplex 1: humoser Sand: 55-70% BP; NBP 19-22%, Moossporen 10-25%. 32-36% (von Ges.-Summe) Pinus silvestris; wenig Picea excelsa, Picea omorica, Abies alba; 1x Tsuga cf. canadensis. Sonst noch wenig Betula, Alnus, Quercus, Carpinus, Corylus, Ulmus, Tilia; am hufigsten noch Quercus und Carpinus.\
NBP besonders Cyperaceae, Artemisia, Gramineae, Polypodiaceae. Also Misch-Kiefern-Wlder, vielleicht Eichen-Hainbuchen, Birken-Wlder, Erlengebsch.\
Komplex II: Sande und Gyttja: Absolute Vorherrschaft der BP (90-98%). Kiefer 44-55%; stets mit 1-3% Abies alba, ganz oben auf 10% ansteigend. Fichte 1-3%; unterer Abschnitt der Phase 1x Tsuga canadensis. Sehr viel Alnus (13-20%). Deutlicher Anstieg der Thermophilen (20-28%): Carpinus 12-17%, Eiche 6-7%; Ulmus 1-3%, Tilia vereinzelt, Corylus 2-3%. Vereinzelt Carpinus orientalis, Buxus sempervirens: Klima wrmer und feuchter.\
Komplex III: Gyttja: Thermophile und Alnus starker Abfall. Pinus silvestris 77-78%, Abies alba 10% weiterhin. Picea eupicea 6-10%, vereinzelt Picea sect. omorica. 1x sehr gut erhalten Sequoia. Osmunda claytoniana: Fichten-Tannen-Wlder und Kiefern-Wlder. Sequoia-PK als Ferntransport aus westlichen Gebirgen: khler und trockener.\
Komplex IV: Oberster Teil der Gyttja. Kiefer bis 80%; Picea und Abies Abfall bis 1-2%; Thermophile 00. Jetzt Betula cf. nana. BP 89-92%. Betrchtliche Abkhlung.\
Komplex V: Lehm. BP 40-50%. Moose Anstieg (30-50%), NBP 10-15%. Birke bis 26%; Kiefer 10-17%; vereinzelt Picea, Abies, Alnus; stets Salix. Artemisia 10-13%, Gramineae 3-5, Cyperaceae 2-5, Chenopodiaceae 1-2%. Durch starken Frost Vernssung.\
Komplex VI: Lehme. BP 25-18%; NBP bis 46%; Bryales 30-40%. Kiefer 5-10%, Birke 10-12%; vereinzelt Picea, Tanne, Erle, Weide. Artemisia bis 22%, Cyperaceae bis 7%, Gramineae bis 6%, Chenopodiaceae bis 4%: Periglazialer Typ, als Gletscher in Weirussland lag. Interglaziale Flora besonders hnlich der von Laperovi#260i, aber auch von #290ydowszczyzna, Lichvin,  Bol'#281aja Ko#281a.\
In Profil von Sakovi#260e 1x Pterocarya (wo?).\
Keine Carya, kein Taxus baccata gefunden.\
8 Etappen fr dieses Interglazial insgesamt aufgestellt und nher geschildert.\
Fund von Juglans cinerea (PK) im #290ydowszczyzna durch Kac und Kac als Fehler erklrt.\
Also = Holstein-Mazowec-Interglazial.\
Anmerkung: Wahrscheinlich richtig eingestuft.
16021	\
Unterlauf der Kama, 0.5-1,0 m Torf- oder Braunkohleschichten. Proben, die schon von Dorofeev auf Makrofossilien untersucht worden sind. Oberer Horizont des unteren Ak#260agyls, stratigraphisch unter typischen Lagunen- und marinen Sedimenten des Ak#260agyl.\
Gut erhaltene PK. 60% Nadelholzpollen. BP herrschen vor. Am wichtigsten Picea, besonders Eupicea. Sect. omorica sehr selten. An 2. Stelle Pinus, besonders Sect. cembra; vereinzelt Pinus cf. strobus. 15-20% Laubholzpollen Birke und Alnus 5-8%; Thermophile sehr artenreich, 9-12%, besonders Ulmus und Tilia. Nachweis: Pinus prosibirica, Pinus cf. Strobus, Pinus cf.silvestris, Picea Sect. Eupitys (2 Arten); Picea excelsa, Pinus cf. schrenkiana, Betula sp., Alnus quadrangula, Quercus cf. robur, Ulmus rotundata, Acer cf. platanoides, Tilia platyphyllos, Tilia incerta, Picea sect. omorica, Abies sibirica, Abies cf. firma, Tsuga canadensis, Larix, Carya, Salix, Betula, Ligustrum, Tilia tricolpata, Rosac., Viburnum sp., Lonicera cf. xylosteum, Weigelia japonica var. sinica, Weigelia sp., Lycopodium annotinum, Lycopodium clavatum, Polypodiaceae, Cladium plioc., Cyperaceae, Gramineae, Thalictrum sp., Brasenia cf. schreberi, Caryophyllaceae, Lythrum salicaria, Epilobium, Umbelliferae, Pirolaceae, Vaccinium cf. vitis idaea, Empetrum nigrum, Polemonum coeruleum, Uticularia minor, Linnaea borealis, Artemisia sp., Cirsium cf. heterophyllum, Compositae gen., Bryales, Sphagnum.\
Hauptteil der Flora auch heute dort (15 Formen).\
Taxodiaceae offenbar damals nicht dort!\
Im oberen Pliozn (Ap#281eron) viel rmere Nadelholzflora, da im Ak#260agyl Kaltzeit.\
Damals dort also dunkle, artenreiche Taiga; in Tlern Tilia- und Ulmenwlder, kalt-gemigtes Klima, thermisches Jahreszeitenklima, im Winter viel Schnee, warmgemigte Sommer. Winter milder als heute. Hohe Luftfeuchtigkeit im Sommer. Beschreibung der einzelnen Pollentypen.\
Anmerkung: Pollenanalytische Artbestimmung zu weit getrieben. Auf diese "Arten" sollte biostratigraphisch kein Wert gelegt werden.
16020	\
Bohrung, nrdlich von Elista, bei Troickoe, unter Sedimenten der Ergeni-Serie (Gebiet von Rostov am Don). Hier wasserhaltige, bis 100 m mchtige Sande, auf dunkelen Tonen angetroffen, die auf Maikop-Sedimenten liegen. Erwhnte Sande und Tone von rtlichen Geologen als "Jaschkul'-Serie" bezeichnet, als problematisches Neogen angesehen. Gesamtmchtigkeit dieser Serie: bis 200 m.\
Nach PF (Diagramme und Liste) wahrscheinlich mittelmiozn.\
Anmerkung: Ja
16019	\
Hufig in kaltzeitlichen Sedimenten (nie in interglazialen Schichten) PK abweichenden Typs: 1.) nicht richtig ausgebildete Exinenstruktur;\
2.) kleiner oder viel kleiner als normale PK;\
3.) glasig;\
4.) gelbgrne Farbe;\
5.) platt; Colpi nicht offen; PK erscheinen lnger als gewhnlich;\
6.) oft im Haufen\
Derartige PK seien zuverlssige Hinweise auf kaltzeitliche Sedimente.\
Anmerkung: Ja
16018	\
Mittel-Pliozn: im Don?-Gebiet: Vegetation wie im Alt-Pliozn, aber Vegetations-Zonen weiter nach Norden verschoben. Daher damals Miozn Relikte an der Kama.\
Ober-Pliozn, ab sptes Kinel' und besonders im Ak#260agyl umgekehrter Vorgang. Picea, mit etwas Pinus, Ulmus, Tilia, Quercus dominant im N-Teil des russischen Flachlandes. Weigelia als Relikt dort. Im Zentrum des russischen Flachlandes alle thermophilen Arten und Miozn-Relikte vernichtet, auer Tsuga, Staphylea, Morus, Weigela, Farnen und Wasserpflanzen. Ak#260agyl klteste Zeit des Pliozns. Damals dunkle Nadelwlder weit nach Sden; Steppen im Sden des russischen Flachlandes Ende Ober-Pliozn (d.h.= Mittel Apseron) Klima wieder wrmer und Steppen weiter nach Norden.\

16017	\
Europischer Teil der UdSSR. Wichtig sei Vegetationswandel, nicht Florenwandel. Im ganzen Oligozn und im grten Teil des Miozns im S-Teil des russischen Flachlandes reiche Waldvegetation. Im Oligozn unter Coniferen besonders wichtig Taxodiaceae, im unteren und mittleren Miozn aber im wesentlichen Pinus diploxylon und Pinus haploxylon. Wichtig werden jetzt auch Quercus, Fagus, Ulmaceae, mit wenig Castanea und anderen Tertirpflanzen. Im oberen Teil des Sarmat und im Mot Zunahme der Trockenheit: Wlder vernichtet, Steppen stellen sich im S-Teil des russischen Flachlandes ein. Unter BP jetzt dominant Pinus, Quercus und Ulmus. Unter NBP besonders Chenopodiaceae, Compositae, Gramineae. Jetzt Ephedra, Dipsacaceae, Plumbaginaceae u.a.. Steppen vollends herrschend im Pont. Ebenso im Mittel- und Oberpliozn.\
Besonders wichtig sei Unterlauf der Kama: Unterstes Kinel' sei = oberer Teil des Unterpliozns. Damals in N-Hlfte des russischen Flachlandes dunkle Nadelwlder, bestimmt durch Picea. #261elninsker Horizont (oberes Kinel'): Verringerung der dunklen Taiga. Jetzt dominant Pinus mit viel Taxodiaceae: Sequoia oder Metasequoia, Glyptostrobus, Sciadopitys u.a.. Zunahme der Artenzahl breitblttriger, wrmeliebender Arten: Carya, Pterocarya, Juglans, Fagus, Quercus, Liquidambar, Nyssa; stets Ericaceae: Wrmeres Klima, wohl = Kimmerij. Ebenso im Wolgagebiet bei Samarskaja Luka: Frhere Waldzonen also damals nach Norden verschoben.\
Im Sokol' Horizont des Kinel' erneut Dominanz von Picea, ebenso Anstieg von Pinus Cembra, Strobus, Tsuga, Abies. Miozne Pflanzen deutliche Verringerung. Relativ viel Tilia und Ulmus (12-20%). Dies  = Kujal'nic!: Klima wird khler und feuchter.\
#261istopol'- und Ak#260agyl-Horizont: noch geringere Artenzahl. Breitblttrige Wlder stark verringert. BP fast nur Picea, mit Beimengung von Pinus Cembra, Tsuga, Abies. Dunkle Wlder (mit nur sehr geringem Anteil von breitblttrigen Pflanzen) damals nach Sden bis Ob#281#260ij Syrt: Verstrkte Abkhlung und Anfeuchtung des Klimas; aber im Vergleich zum Sokol' kein einschneidender Umbau der Vegetation.\
Ap#281eron T: Weiterhin dominant dunkele Wlder aus Picea und Pinus cf. sibirica, Abies sibirica und Tsuga. Aus breitblttrigen Arten verschwinden miozne Pflanzen: nur noch Tilia, Ulmus, Quercus.\
Venedsker Horizont: Jetzt dominant NBP: Waldtundra, Wald, Steppe und "Unkruter".\
Hieraus: Quartr = Pliozn + Pleistozn + Holozn. Untergrund des Quartrs an Grenze Miozn/ Pliozn. Grenze Pliozn/ Pleistozn an. bergang Ap#281eron/Vened.\
- Westeuropa kalt wegen ozeanischen Klimas, untypische Vegetationsgeschichte. Solle daher zur Gliederung nicht herangezogen werden.                             Anmerkung: Generelle Schlufolgerung zum Umfang des Tertirs verstndlich, aber nicht akzeptabel, da Pliozn doch noch sehr reich an tertiren, anspruchsvollen Taxa. Grenze zu Quartr wahrscheinlich an unterer Grenze des Ap#281eron oder im Ak#260agyl.
16016	\
Wendet sich gegen Vorhandensein breitblttriger Arten im Sptglazial: Das sei alles umgelagert.\
Wichtig: horizontweise Analyse: Unruhiger, vllig unregelmiger Kurvenverlauf deutet auf umgelagerten Pollen.\
Oft von Nutzen Grad der Mineralisierung, Fossilisation, Verfrbung, usw. Dies aber nicht stets zuverlssig, besonders wenn Zeitabschnitt zwischen primrer und sekundrer Lagersttte nur kurz.\
Sehr heikel Relikte. Deren Pollenkrner meist kleiner, dnnere Exine als selbe Art unter optimalen Verhltnissen.\
Im brigen sehr wichtig Kenntnis der frheren, in Frage kommenden (als Lieferant sekundrer Pollen) Zeit, besonders auch Entwicklungstendenz der einzelnen Arten (dies allerdings nicht zweifelsfrei, da Reliktarten neue Blte erfahren knnen).\
Zu beachten weiterhin, da bei der Umlagerung Krner bestimmter Arten (so bsonders der Coniferen) leichter zerstrt oder beschdigt werden als diejenigen anderer Arten.\
Anmerkung: Zustimmung
10642	\
Unterlauf der Kama, bei Nabereznye Celny. Venedsker Suite. Cervus elaphus, also nicht lter als Oka-Vereisung (Mindel), aber lter als Chazar, da Chazar im Hangenden der Venedsker Suite. Nach Goreckij = Okainterstadial (MI/MII).\
Palynologisch 65 Formen bestimmt. Mineralische Sedimente. Permische, tertire und pleistozne Sporomorphe.\
In der Regel etwa 73% NBP, 10-28% BP (nur 2 Horizonte bis 51% BP). NBP sehr gut erhalten, BP nicht (oft beschdigt); BP zum grten Teil wohl aus Tertir umgelagert. Aber auch ohne diese Annahme keine Wald, sondern Steppenflora (hoher NBP-%satz).\
Wenn Umgelagertes eliminiert, dann 84% NBP, 10% BP. BP: Picea excelsa, Pinus silvestris, Betula cf. pubescens, Betula nana, Alnus incana, Alnus fruticosa, Tilia cordata, Humulus lupulus. Nur Pinus und Betula cf. pubescens stets, wenn auch nur in geringer Zahl. NBP: Chenopodiaceae und Artemisia im Mittel 60%. Chenopodiaceae 11 Arten, besonders Corispermum, Chenopodium album, Chenopodium foliosum; seltener Kochia laniflora, Kochia scoparia, Eurotia ceratoides; vereinzelt Salsola cf. tamariscina. Artemisia 3 Formen. Centaurea cyanus wichtig. Leguminosen bis 10%. Wesentlich weniger Gramineae (wenige %). Artenreich Polygonaceae. Ephedra, Selaginella selaginoides, Botrychium boreale, Cassiope tetragona oder Harrimanella hypnoides, Lemna.\
Steppenspektrum: Steppenpflanzen sehr wichtig, z.T. aber mglicherweise berbetont. Waldzonenpflanzen (Picea, Pinus, Betula pubescens, Alnus, Tilia, Humulus, Stellaria cf. holostea, Centaurea cf. phrygia, Botrychium lunaria, Polygonum bistorta).\
Tundra-Waldtundrapflanzen (Alnus fruticosa, Betula nana, Selaginella, Botrychium boreale, Cassiope).\
"Ruderalpflanzen" (oder Erosiophile Pflanzen) recht zahlreich.\
Wasserpflanzen - Vereinzelte Kiefer-Birken-Haine, an geschtzten Stellen kmmerliche Fichten- und Lindenexemplare.\
Es berwogen xerische Elemente, aber Steppen vielleicht nicht so wichtig, wie man annehmen knnte. Vegetationsmosaik, mit Tundrenelementen.\
Steppenzone nicht nach Norden geschoben (Gramineen zu wenig), sondern nur einzelne Steppenpflanzen nach Norden gewandert. Landschaft hnlich heutigem Jakutien (Oberlauf der Lena).\

10637	\
2. Terrasse der Flsse Ural und Uj u.a. aus 2 Komponenten aufgebaut: Untere: lakustrin-sumpfige und Altwassersedimente; obere: typisch fluviatile und proluviale Sedimente. Terrasse in Ende mittl./ Anfang oberes Pleistozn gestellt. In lakustrinen Sedimenten PF aus Tilia, Quercus, Corylus, Ulmus, Picea und Abies (wo, wieviel): betrchtlich feuchtes Klima damals. Im oberen Teil dieser lakustrinen Sedimente jetzt am Srendnij Togusak auch Populus-Holz.\

10614	\
Kopie der Stationskarte. 1004 m hoch. Ausfhrlich Methodik der meterologischen Messungen und ihre Fehlerquellen.\
Langwellige Strahlungsbilanz der Gletscheroberflche bei 0/10 Bewlkung: Grnland -4.0 cal cm-2 h-1. Vernagtferner (tztaler), schmelzende Oberflche -5.1 cal cm-2h-1. -4.9 ...; Akkumulationsgebiet des grnlndischen Inlandeises -6 cal cm-2h-1. Antarktis, Winternacht -4.2; bezogen auf Schneeoberflche -3.6 cal cm-2 h-1.\
10/10 Bewlkung: Grnland (diese Arbeit) -1.2 cal cm-2 h-1. Vernagtferner bis +2; +1.2; +1.2; Grnlndisches Inlandeis -1.2 cal; Winternacht Antarktis -0.4 cal. Dort auch +0.1 cal. Fehlergre aber  2 cal cm-2h-1.\
Albedo: Bei deutlicher Ablation Abfall der Albedo: Dunkeles, hartes Eis gebildet. Bei niedrigeren Temperaturen (unter 0C) Ausbildung einer Oberschicht: Albedo Anstieg, von 55 auf 63%. Neuschnee: bis 85%. Bei white out 86%! Mittelwert der Albedo dort (13.7.-5.8.59) 43.1%; Hintereisferner trockenes, reines Eis: 41%; Krsa-Gletscher 46.5%; reines, trockenes Gletschereis (allgemein) 33% bis 37%.\
Trbungsfaktor der Totalstrahlung: Umfat Extinktion der Sonnenstrahlung durch Dunst und Absorption in Gasen. "Sein Betrag gibt die Anzahl der reinen, trockenen Atmosphren, die zur Erzeugung der gemessenen Extinktion erforderlich wre". Werte am Meplatz zwischen  2.24 und 2.01 schwankend. Sommer am Sdpol 1.40. Bei selber Sonnenhhe im Oktober in Little America 1.68. Grnland Juni-Juli 90-60N im Mittel 2.3. 1938 in Grnland 2.81 im August ; 2.81 im Oktober. 2.89 Knigsbucht (79N; 23 m).\
Windgeschwindigkeiten: Fr Zeit 27.5.-11.8.59: 315 cm Hhe mittlere Windgeschwindigkeit 785 cm/sek.; 191:739 cm; 80 cm: 642 cm/sek; 41 cm: 570 cm/sek. Winde bevorzugt aus ESE. Sehr selten aus NW, nie aus NE.\
Rauhigkeitsparameter ber Eis viel hher als ber Schnee: Bei Eisoberflche durch Ablation Eishcker gebildet, die hohe Rauhigkeit verursachen.\
Austauschkoeffizient (Kopie der Formel): In 100 cm Hhe, Grnland, diese Arbeit: zwischen 3.34 g/cm sek. und 0.504 g/cm sek. Alpengletscher im Mittel am Tage 0.5 g/cm sek. Nachts 1.1 g/cm sek.\
Chogo Lungma-Gletscher, Karakorum: Firn im Mittel 0.65 g/cm sek. Eis tags 0.30 g/cm sek; nachts 0.25 g/cm sek.\
Fhlbare Wrme als Energiezufuhr: 25.5. bis 8.8.59 im Mittel 59.1 cal cm-2d--1. Vernagtferner, August, ca. 80 cal cm-2d-1; Hornkees, September, 830-1630, im  Mittel 43 cal cm-2. Chogo Lungma, 4000 m: 78 cal cm-2d-1; 4300 m 41 cal cm-2d-1.\
Latente Wrme (Kopie): Sublimierte und kondensierte Massen fr Massenhaushalt sehr klein. Trotzdem starker Einflu der latenten Wrme auf Energieumsatz: Fhlbare Wrme durch latente vollkommen kompensiert. Latente Wrme bei Verdunstung mit schneebedeckter Oberflche > Energieverlust durch langwellige Strahlungsbilanz.\
Superimposed Ice: Unterste Schneeschicht der winterlichen Akkumulation nach Beginn der Schmelzperiode von Schmelzwasser durchtrnkt. Schnee-Wasser-Gemisch friert an alter, noch kalter, wasserundurchlssiger Eisoberflche wieder auf, wenn die freiwerdende Schmelzwrme vom kalten Gletschereis aufgenommen werden kann. Optimaler Fall: Gesamtes Schmelzwasser wieder als superimposed ice gebunden: Zum vollstndigen Abbau der winterlichen Schneedecke mu nochmals geschmolzen werden. Dies bei Gletschern des Baffin-Typs. Dies bei Angabe der Gleichgewichtszone zwischen Ablation und Akkumulation ernste Fehlerquelle, da nicht immer als superimposed ice erkannt.\
Synthese des Energieumsatzes:  QSt  QF  QL  QN  QW  QA= 0 cal cm-2\
QSt = Gesamtstrahlungsbilanz\
QF  = fhlbare Wrme\
QL  = latente Wrme\
QN  = durch Niederschlag ausgetauschte Energie\
QW  = zur Eiserwrmung verbrauchte Energie\
QA  = verbrauchte Schmelzenergie\
(Kopie der Abb.)\
\
Energieberschu: Schmelzenergie + Energieverbrauch zur Eiserwrmung (Wrmeleitung). Energieberschu bei schneefreier Oberflche: 85% durch Strahlung, 15% durch dynamische Konvektion (Energieaustausch der Oberflche mit angrenzender Luft). Im wesentlichen (92%) zum Schmelzen, um 8% zum Temperaturanstieg des Eises benutzt.\
Schneebedeckte Oberflche: Ansublimation? (102%) durch Strahlung geliefert, da fhlbare und latente Wrme  gleich. Jetzt 71% zum Schmelzen, 29% zum Temperaturanstieg benutzt.\
Allgemein: Energieberschu im wesentlichen durch Strahlung bestimmt; berschu zum Schmelzen und Erwrmen des Eises benutzt; Einflu des Windes auf Ablation ist klein. Bedingungen fr Verdunstung viel hufiger erfllt als fr Kondensation. Verdunstete Eismasse gegenber geschmolzener zu vernachlssigen.\
Ablation eines Jahres im Hhenbereich 800-1220 m in Grnland konstant (Abb. 76). Im Randbereich aber fast 50% grere Ablation. Bei > 1220 m starker Abfall der Ablation. Ablation hauptschlich durch Wert der absorbierten Strahlungsmenge bestimmt.\
Tabelle 64: Energieumsatz in verschiedenen Klimaten: In verschiedenen Klimaten variiert Beitrag der Strahlungsprozesse stark, da stark von Albedo abhngig. Auch brige Beitrge zum Strahlungshaushalt stark unterschiedlich (+ 109 bis -2 cal cm-2d-1). Energiehaushalt im Sommer an Schneeoberflche mit hoher Albedo (Grnland, Site 2) und in Polarnacht (Antarktis, Little America V) erlaubt nur geringfgige thermische Zustandsnderungen der Schneedecke.\

10639	\
Waldsteppenzone. Proben aus verschiedenen sedimentologischen Fazies entnommen. Durch geringe und wechselnde Wasserfhrung der Flsse im lithologisch gleichen Sedimenten Unterschied des Pollengehaltes um 20-30%. Vorhandensein von Wldern in den Flugebieten prgt sich kaum aus, falls Wlder stlich der Flsse. Wenn Probeentnahmestelee nur 10 km stlich des nchsten Waldes, BP-Gehalt nur noch etwa 40% der Gesamt-Summe.\
In feinkrnigem Material zweier verglichener Flsse nur geringe Unterschiede des relativen Pollengehaltes. In grobkrnigen aber sehr starke Schwankungen, so da aus Anteil des BP, NBP und Sporen in grobkrnigem fluviatilem Material kaum etwas geschlosen werden kann. Dies sowohl im S-Ural, als auch im mittleren Ural.\
Im Waldland des mittleren Urals Waldvegetation besser wiedergespiegelt als im S-Ural mit seinen Waldsteppen. Aber auch im mittleren Ural Kiefer und Birke stark berbetont.\

10635	\
Bericht ber Fragebogenaktion: Meinungen erfragt, keine eigenen Untersuchungen.\

13407	\
berblick mit radiometrischen, palontologischen und palobotanischen Daten, ber Zeitraum ab 5 000 000 v.h.\

10606	\
Mitte Mai bis Ende Juli 1967, Station Carrefour, 1850 m hoch; 6949'25''N; 4725'57''W. In Akkumulationszone. Nur fr kurze Zeit an Oberflche Schmelztemperatur erreicht.\
13.5. bis 27.7.:\
G Einfallende Globalstrahlung     54402 ly    (Langley-Einheit)\
R Reflektierte Globalstrahlung    45752 ly    Albedo = 84,1%\
                                                             \
  Absorbierte  Globalstrahlung   + 8650 ly      = 114 ly/d\
  langwellige Strahlungsbilanz   - 7548 ly      = - 99 ly/d\
                                                             \
  Gesamt-Strahlungsbilanz        + 1102 ly      = + 15 ly/d\
  Schnee-Erwrmung               -  672 ly      = - 10 ly/d\
  Schmelzung                        000 ly\
  Dynamische Konvektion\
          (fhlbare und latente Wrme)            - 5 ly/d\
\
Kopie des Tagesganges der Albedo\

14638	\
Firndichte, Firnstratigraphie (diese mit Pollenanalysen berprft).\

13196	\
Sommer- und Winterschichten durch PA auseinander gehalten.\

13332	\
Darstellung der Brauchbarkeit der Methode.\

10595	\
Messungen nur von 27.6. bis 7.7.1959. Hier sehr hoher Beitrag der Strahlung, aber geringer der Konvektion (Kopie). Durch in Eis eindringende Strahlung wird Eis pors. Damit hhere Reflexion und Bremsen des Schmelzens. Auerdem durch Strahlungsabsorption im Eis 50 cm dicke isotherme Schicht gebildet. Verhindert Wrmeflu durch sich hindurch.\

10592	\
Schmelzwasser des Schnees versickert in Schneedecke, gefriert dort zu Eislagen im Schnee. Wenn es auf Gletschereis-Oberflche trifft, bildet es dort superimposed ice. Nach Schneeschmelze im Frhjahr also nicht eigentlich Gletschereis angetroffen, sondern zunchst superimposed ice. Hieraus \
a) z.T. falsche Schneedickenmessungen und \
b) Energiebetrag zum Abbau der winterlichen Schneedecke grer als der fr Schneeschmelze allein bentigte. Im Idealfall zweimal zu schmelzen. \
c) superimposed ice wesentlich fr Umsetzung Firn im Gletschereis. \
d) Bei Angabe der Firnlinie (=Schneegrenze, Fr.) knnen erhebliche Fehler auftreten, wenn aufgefrorenes Eis zu Eiskrper gerechnet oder nicht. Je geringer die Schneetiefe, desto grer die Bedeutung des superimposed ice, da in diesem Fall starke Speicherung des Winterfrostes im Gletschereis. S. 174:" So ist durchaus mglich, da in den hchstgelegenen Gletscherteilen der Alpen in bestimmten Jahren in der Ablationsperiode ein erheblicher Teil des entstandenen Schmelzwassers nicht abrinnt sondern durch den Frost entweder bereits in der Schneedecke oder an der Eisoberflche friert! So auf Barnes Ice Cap und Penny Ice Cap, wo keine Firnansammlung, sondern Zuwachs nur durch superimposed ice. hnlich auch starke superimposed Eismassen auf Zunge (mit geringer Schneedecke). Am wenigsten nahe Firnlinie, da dort grte Schneemengen.\
Fehler der Firnlinienbestimmung bis 200 m.\
Anteil der Energie, der zur Schmelzung der aufgefrorenen Eisschicht erforderlich am Hintereisferner 1952-1958 1.5 bis 8.6% des Energiebetrages der Jahresablation. Betrag nach oben ansteigend. Verhltnis Schmelzenergie des superimposed ice zu der der gesamten Schneedecke dort zwischen 5 bis 20% (max. 42%).\

10590	\
Etwa vor 34x10000000 Jahren. Damals Massenaussterben im Meer und auf Festland. Mit Iridium-Maximum viel Tektikte und Mikrotektite: Wohl Einschlag eines groen Meteoriten.\

10589	\
Mexico.\
Arten haben unterschiedlichen Pollenkonsum und fressen Pollen verschiedener Arten (Pro Tierart 2-3 wichtige Pflanzenarten). Kot z.T. nur aus Pollen bestehend.\

13313	\
1.) Weinberg bei Schadeleben am Ufer d. ehemaligen Ascherslebener Sees: Auf Elster-Morne Weichsel-L und spt- bis postglaziale Flugsande. Allerdtuff in Schwarzerde (aus Flugsand). Drunter schwache Verbraunung. Allerd-Schwarzerde mit hochwertigen Humusstoffen, die denen heutiger Schwarzerden entsprechen. Boden bedeckt von Flugsand, wohl jngere Dryas. Darauf Lessivierung eines fBt: Wohl frhes Postglazial. Dann darber erneut Flugsande mit 2 Humushorizonten. An Basis des unteren Mesolith; an Basis der oberen Scherben der frheisenzeitlichen Hausurnenkultur.\
Vegetationsarm wohl nur Zeiten der Dryas und zeitweise des Frhholozns.\
\
2.) Salziger See: An ehemaligem SO-Ufer Weichsell unter Seekreide. In oberen Schichten des Lsses Schwarzerde, mit Krotovinen. In unteren Sedimenten des Seemergels und oberen der Schwarzerde PF des ausgehenden Atlantikums. Malakofauna des Seemergels: offene Steppen. Also dort auch noch Steppen nach Bildung der Tschernoseme.\
Folgen: Allerd: Tschernosem. Frhholozn bis vor Ende Atlantikum schon strker versauerter, basenverarmter Tschernosem. Durch Dngung diese Tendenz abgestoppt. In feuchteren Gebieten des Trockengebietes im Atlantikum bereits degradierter Tschernosem.\
Auf nhrstoff- und wahrscheinlich kalkarmen Flugsanden aber statt Schwarzerde des Frhholozns Bildung eines Lessivs. Lessivierung also zu sehr verschiedenen Zeiten: Sptglazial (Brunnacker), Frhholozn und noch spter, abhngig von Bodenart.\

13095	\
Gebiet bei Elster- und Saale-(Drenthe!) Eiszeit vergletschert. In Warthe-Stadium nicht. Foss. Boden in foss. Tal, das Schmelzwasserbahn des Saalegletschers war.\
Heute dort degradierter Tschernosjom. Fossile Bden als stark durchschlmmte Parabraunerde zu bezeichnen. Offenbar Eem-Boden. Vielleicht drber noch weichselfrhglazialer Humushorizont.\

10581	\
ca. 76 m mchtig. Kohle durch 2 Tonlagen in Unter-, Mittel- und Oberflz gegliedert. - Hier Gliederung in historische Florenelemente durchgefhrt:\
1.) Reuverelemente, die mit Praetegelen verschwinden: cf. Sequoia (= Sequoia, Cryptomeria und evtl. Metasequoia), cf. Taxodium (= Taxodium und evt. Glyptostrobus), Sciadopitys, Liquidambar, Nyssa, Cedrus und Zelkova.\
2.) Tegelenelemente, die bei uns Gnzeiszeit nicht berleben: Tsuga, Pinus haploxylon, Phellodendron, Carya, Pterocarya, vielleicht auch Juglans und Castanea.\
3.) Jungquartre Elemente: Picea, Abies, Pinus silvestris, Betula, Corylus, Alnus, Carpinus, Quercus, Fagus, Salix, Ulmus, Tilia, Ilex.\
Unterer Teil des Unterflzes dominiert von Pinus und Sequoia ungefhr gleichstark. Ebenso gleich alle 3 Elemente. Carya > Pterocarya; Zelkova und Ulmus ungefhr gleich. Pinus haploxylon > diploxylon.\
Oberer Teil des Unterflzes: Sequoia uerst stark abnehmend, bis fast 0. hnlich Summe der Reuverelemente. Pterocarya > Carya; Ulmus viel > Zelkova.\
Mittelflz Spiegelbild des Unterflzes.\
Oberflz Anstieg zur und Durchfhrung der sehr starken Sequoia-Dominanz. Pinus (diploxylon gegenber haploxylon relativ angestiegen); Carya und Pterocarya, sowie Ulmus und Zelkova  untereinander gleich. Reuverelemente starke Dominanz.\
Klima: Unterteil des Unterflzes: gnstig, warm. Oberteil des Unterflzes bei starker Hochmoorbeteiligung offenbar deutliche Klimaverschlechterung: Khler und sicher feuchter!\
Mittelflz: unterer Teil khler, oberer wrmer.\
Oberflz betrchtliche und langanhaltende Klimaverbesserung.\

10578	\
Typen der Moorvegetation der Reuver-Kohle von Wallensen: 1.) Offene Seen; 2.) feuchtere Bruchwaldmoore: a) Alnus-Bruchwald mit Taxodium; b) Nyssa-berschwemmungswald. 3.) Trockene Moorbruchwlder bzw. Stillstandsphase: a) Sequoia-Moorwald mit dichtem Baumbestand und hufigen Waldbrnden; b) Pinus-Moorwald ebenfalls dichte Baumbestnde und Waldbrnde; c) Betula-Brandflchenwald. 4.) Ombrogene hochmoorartige Bildungen: a) Pinus-Hochmoorwald mit dichtem Baumbestand; b) Pinus-Waldhochmoor mit lockerem Baumbestand; c) Sciadopitys-Moorwald mit Hochmoorelementen und  offenem Bestand.\

10576	\
SO der USA. Ab spt-miozn. Orangeburg Scarp: 200-250 ft. hoch. 90-100 ft: Pliozner Surry Scarp. Zwischengeschaltete Meeresspiegelstnde nicht von genereller Bedeutung und nur von kurzer Dauer. Dieses Absinken von Spt-Miozn bis Pliozn als eustatisch gedeutet, Folge des jetzt anwachsenden antarktischen Inlandeises. Rckzug von plioznem Stand wohl durch Beginn der nordischen Vereisung. 40-45 ft, wohl = Aftonian-Interglazial. 25-30 ft, sehr gut entwickelt, langes Yarmouth-Interglazial. 5-10 ft relativ kurzes Sangamon-Interglazial.\

10575	\
Villafranchien- Mollusken\

10571	Exaration\
Kraft der Hobelwirkung des Eises m/2 v2. Schneelawinen kalter Lnder, wo Schnee trocken ist, knnen hohe Geschwindigkeiten erreichen, 150-200 km/h. Feuchte Schneelawine nur 40-100 km/h.\
Geschwtz ber Eiserosion in Karen (Tag-Nacht-Gefrierrythmus?) und ber Lawinenerosion alpiner und arktischer Gebirge.\

10568	\
Aus frheren Beobachtungen des Verfassers: Gletscher arbeitet schnell. Je lnger Auftauphase und je grer Temperaturamplitude, desto schneller arbeitet er. Usw.: reine Theorie.\

10567	\
Nivation: Zerstrung der Felsen unter Eisoberflche durch Wechsel von Auftauen und Wiedergefrieren (offenbar an bergwrtiger Rckseite des Eises).\
Hier 0-Flanke des Pelvoux, Glacier Blanc; Temp.-Messungen in Querspalten, an Basis dieser Spalten. Messung auf Eis (im Schatten) und in Spalte:\
\
                              Basis der Spalte          auf Eis\
                               2463 m                    2485 m\
10.8.1920   9oo               0.3C                      5.9C\
           12                   4.5                        9.7\
           15                   6.8                       11.5\
           18                  -0.1                        8.2\
           21                  -1.9                       -0.1\
\
11.8.1920   3                  -2.7                       -2.6\
\
Also starke Temperaturschwankungen tatschlich in Spalte nachgewiesen. Hierdurch an Gletscherboden Frostsprengung, Fortfhren des gesprengten Materials durch Schmelzwasser. Dadurch stets frische Felsflche und damit krftige Abrasion, von mindestens 1 cm/Tag. Dies als corrosion sous-glaciaire bezeichnet.\
(Diese nicht gemessen, geschweige denn bewiesen. Friert das Wasser auch durch?)\

10556	\
Abb.\
In Essex! 3/4 Meile oberhalb Broxburne-Bahnhof, stlich des Flusses. Hier alter Flulauf mit Sedimenten aus Zonen III bis VI (nach Godwin). Kanal eingeschnitten in eiszeitliche Schotter ("arctic bed").\
In sptglazialen Schichten: Arvicola sp., Ochotona spelaea, Microtus raticeps, Microtus sp., Dicrostonyx henseli, Microtus anglicus, Microtus aff. malei, Lemmus lemmus.\
In Abb. 9 und 10 in Zone III wrmeliebende Bume (Tilia, Corylus, Alnus, Abies), die wohl an sekundrer Lagersttte liegen. (Lokalitt MA; dasselbe in M4).\
Kopie von Tabelle 4, Site Y: auffallend: geringer Pollengehalt, hoher Kraut-Artenreichtum sptglazialer Elemente. Teichsedimente also entweder Zone III oder "a closely equivalent stage of an earlier zone". In fahl-grauem See-Schlamm (D) etwas oberhalb Schotter: 3 Pollenproben (I, II und III: Nr. der Pollenproben). In diesen bei flchtiger Nachuntersuchung Polemonium, Helianthemum, Thalictrum, Valeriana, Epilobium, Ulmaria, Sanguisorba. Also sehr hnlich Lokalitt Y.\
S. 205: See entstand im Sptglazial mit vereinzelt Birke-Pinus und sehr reicher Krautflora. Danach reiche interglaziale oder prglaziale Flora akkumuliert. Anschlieend Einschneiden : Channelbildung. Dieser zunchst von Zwergweiden und Birken bewachsen. Dann ansteigen des Wasserspiegels und Schlammakkumulation in Zone III. Damals sehr viel Frchte und Samen akkumuliert. Schlielich bei Klimaverbesserung (Zone IV) organischer Schlamm und Torf akkumuliert.\
Gewinnung des makroskopischen Materials: In groes Bassin, mit Wasser bedeckt, einige ml techn. HNO3. "The deposit in question was left until digested". Dann durchgesiebt. Aufbewahrt (nach Identifikation) in kleinen Rhrchen mit 95%-igem Alkohol, etwas Glycerin, einige Tropfen 10%-iges Formalin.\
In Broxburne-Flora von Reid Linum praecursor Reid neu aufgestellt. Aber nur deutlich kleiner als L. anglicum Mill.; sonst dieser sehr hnlich (dies Ansicht von Frau Reid? (ihr Mann hatte L. praecursor aufgestellt) und von Godwin). Geographische Florenlisten vgl. Photokopie, ebenso Liste der gefundenen Fossilien.\
Vegetations-Geschichte-Diagramm Vgl. Tabell 10 (Photokopie).\

10553	\
Staat Washington, gegen Oregon. Gebiet von Bretz geschildert, als von katastrophaler Flut von Eisstauseewasser gebildet. Hier jetzt: Oberflchenformen nicht durch eine einzige, katastrophale Flut, sondern durch "moderate flow of water, now here and now there, over an extended period of time". Hierbei Geschiebe von Eisbergen mitgenommen und an verschiedenen Orten abgesetzt.\

10552	\
S-Grenze bildet 7630' n.Br. 6 marine Terrassen: 100-110 m, 3 bis 7-8 km breit; 60-70 m, an O- und W-Seite der Halbinsel; 20-25 m, deutlich ausgeprgt, teils 5-7 km breit; 10-15 m, nicht berall vorhanden; 5-7 m, 50-200 m breit, nicht berall gut ausgeprgt. Bei Sturm noch berflutet; 2-3 m, maximal 150 m breit, nur an Kaps gut ausgebildet.\
Hchster Berg 350-355 m hoch.\
Die meisten Tler rein fluviatil, nur ganz wenige von Gletschern berschliffen; diese in Richtung SSW. In Tundra Polygonbden weit verbreitet.\
Heute nur noch in geschtzten Lagen Firnfelder, keine Gletscher.\
2 verschieden alte Mornen; die ltere anscheinend sehr weit verbreitet: Erratische Granitblcke ber ganze Halbinsel verstreut. Die jngere mit wohl ausgeprgten Oberflchenformen nur mehr im hohen Westteil. Hier kleine Talgletscher wohl gewesen.\
Idealprofil:\
1.) Subaerische Sedimente und marine Sedimente der postglazialen Transgression (25-30 m)\
2.) Glaziale Sedimente der letzten Vereisung (5-10 m)\
3.) Marine Sedimente einer interglazialen Transgression (100-110 m)\
4.) Glaziale Sedimente einer frhen Vereisung (2-5 m, teils geschichtet, also vielleicht teils im Wasser abgelagert).\
\
Zu interglazialer Transgression gehren die Terrassen in 100-110 m und die in 60-75 m. 1. Vereisung umfate wohl ganzes Gebiet. 2. (jngere) umfate Severnaja Zemlja, Halbinsel Celjuskin und Halbinsel Taimyr. Dies keine lokale Vergletscherung, sondern stets Gletscherschliffe, Seen und Tler in Richtung nach S oder SSW-SW bearbeitet. Auch N- und NO-Hnge der Berge flach, S- und SW-Hnge steil. Gletscher kamen also wohl von Severnaja Zemlja. \
Talgletscher bezeichnen Rckzugsstadien. Postglaziale Transgression: 3. und 4. Terrasse (von oben gezhlt). Darauf starke Regression mit Einwanderung der Tiere in Neusibirische-Inseln. Waldgrenze damals bis 74-75 n.Br.. Darauf erneut Transgression und Abkhlung mit Entstehung jetziger Gletscher auf Severnaja zemlja., Novaja zemlja und Franz Josef Land. Hierauf wieder Erwrmung: heutige Vertorfung kleiner Bereiche.\

10550	\
Auf Blanket bogs nach Brennen kein mebarer Abwrtstransport der Mineralsalze. Hier jetzt 7 Pltze unterschiedlicher Bodenart ausgewhlt.\
K als am leichtesten transportiertes Element fr Wanderungsuntersuchungen whrend eines Jahres gewhlt. Nur auf Sandbden K innerhalb eines Jahres ber 5 cm hinaus nach unten abgefhrt. Entscheidend hierbei geringer Anteil an Ton und an organischem Material. hnlich gut Cu, Zn nach unten auf Sandboden transportiert. Ca, Mg, P, Mn faktisch immobil.\
Nhrsalzmenge, die von regenerierender Vegetation aus Heideasche aufgenommen wird, sehr abhngig von Bodenart und Nhrsalzgehalt des Bodens vor Aschedngung. Strkste Nhrsalzaufnahme dort, wo vorher geringster Nhrsalzgehalt.\
Im Feldversuch alle getesteten Elemente schneller verschwunden aus Oberflche als in Blockversuchen. Salzzufuhr durch Regenwasser viel strker als gleichzeitiger Salzabtransport durch Auswaschung. Salzgehalt im Regenwasser etwa gleich stark wie der der Verbrennungsasche.\
Entscheidend fr Mineralernhrung nicht so sehr mineralische Zusammensetzung des Bodens, sondern organisches Material, das auf Oberflche liegt. Rckhaltevermgen hngt von Dicke der organischen Schicht ab. Fast keine Nhrstoffe von Bodenoberflche verloren, wenn organische Schicht > 5 cm dick. Sehr viel zurckgehalten, wenn organische Schicht nur 1 cm dick. Wenn organische Schicht nur dnn, dann durch Brand leicht zu vernichten, so da Material ausgewaschen werden kann. Insgesamt: Hiernach Brennen nicht bedeutungsvoll, zumal da Salzzufuhr aus Regenwasser sehr stark. Aber auch Rauchverluste, Erosion und Weidegang bercksichtigen.\
Genaue Ortsangeben der untersuchten Moore: Nordwestengland \
Abbot's Moss (Ceshire Plain)\
Bolton Abbey (East Pennines)\
Burn Moor (Forest of Bowland)\
Corndavon (East Grampians)\
Kerloch (Kincardine)\
Kirkby Moor (Furness)\
Lockton (NE York Moors)\
=> ozeanisches Klima => Salzzufuhr durch Regen hoch! (4.7.95, Dambach). 
10532	\
Aus Unterquartr nur wenige Funde: Unterquartre Gletscher stieen im Vergleich zu denen der Maximalen Eiszeit nur wenig nach Sden vor. Im darauffolgenden Interglazial starke Sedimentation in flieenden und stehenden Gewssern. Whrend maximaler Eiszeit (Samarov) Bewegungsrichtung des Eises im W-Teil der Tiefebene : SO; im O-Teil: SW. \
In San#260ugovzeit im N Meeresbecken mit arkto-borealer, arktischer und subarktischer Fauna. Transgression im S durch Wasserscheidenhhen begrenzt. Im O drangen die Transgressionswsser am Eniseij bis zur Mndung des Eloguj, am Pur bis nach Samburg, am Ob bis nach Muzi. Am Ende des Sancugovinterglazials Abkhlung. Diese leitete in 1. jungquartre Vereisung ber (Tazeiszeit). Deren Gletscher nach S bis 62 n. Br. Gletscher kamen von NW und berschritten nicht den Meridian des Pur. Darauffolgendes Interglazial (Kazancevo) mit viel wrmeliebenderer Fauna als im vorangegangenen Interglazial.\
Zyrjanska-Eiszeit kaum Inlandeischarakter. Im W nur bis zum linken Ufergebiet des Ob'und Halbinsel Jamal, im O nur unbedeutenden Teil des linken Ufers des Jeniseij erfassend.\

10531	\
Untergrenze des Quartrs wegen Palontologie, Tektonik und physischer Geographie an Beginn der Baku. Von dieser Grenze (S. 212) aber schon Eiszeit! Baku-Transgression fllt mit dem Beginn eines Interglazials zusammen.\
Palaeogeographische Karten ber Meeresausdehnung.\
Ak#260agylflora: Bei Mouzukla: Cinnamonum polymorpha, (trop.-subtrop.); auf Celeken Juniperus kalizkyi; Kalkalgen: Acicularia italica, Ovulites renata, Chara meriani.\
In Grusinien: (bei Kirovabad) Fagus orientalis, Quercus sp., Salix alba, Prunus spinosa, Punica granatum: Vegetation also wie an selber Stelle in Grusinien heute.\
Ost Grusinien: Salix apada, Salix purpurea, Zelcova crenata, Acer velutinum. Acer insigne, Pyrus communis, Prunus mahaleb, Tilia platyphyllos, Ligustrum vulgare, Populus tremula, Fagus orientalis, Ostrya carpinifolia, Pterocarya caucasica, Juglans regia, Alnus glutinosa, Alnus subcordata, Quercus sp., Morus andrussovi, Prunus spinosa, Laurocerasus officinalis, Viburnum opulus, Viburnum orientale, Cornus mas, Cotinus coggygria, Cynanchum funebris, Pinus pithyusa, Sequoia langsdorfii.\
Bei Syzian' gleichzeitig Waldflora mit Abies, Picea, Pinus, Abies: cf. sibirica; Picea: cf. excelsa, Pinus silvatica, Pinus cembra.\
Im Norden also Taiga, im Sden subtropische Waldvegetation. Dies stets im Ak#260agyl. Vereisungen habe es nicht gegeben, a) weil immer wieder warme Floren im Ak#260agyl, b) diese Zeit Abschnitt tektonischer Ruhe (S. 255, 256) und damit keine Vergletscherung denkbar.\
Kritik: klimatische Interpretation zweifelhaft.
10530	\
Altes und Mittleres Pleistozn hier an Diatomeen steril oder doch sehr arm. Wohl aber in Jungpleistozn Diatomeen gefunden: El Ouata (Saoura) und Hassi Mauda (Gebiet von Tabelbala).\
Oase El Ouata 40 km sdstlich von Bni-Abbs. Hier 20 m Jungpleistozn = Saourien. 4 Horizonte reich oder sehr reich an Diatomeen : Horizont 35, etwas jnger als 38 000 v.h.; Horizont 29, etwas jnger als 33 900  1900 v.h.; Horizont 28, 32 700  1700 v.h.; Horizont 27, etwas jnger als voriges.\
Hassi Manda, aus 2. Sedimentationsphase des Jungquartrs, des Guirien, 6310  70 v.h.\
El Ouata 36 Arten und Varietten; Hassi Manda 19.\
Alle Flachwasserformen, halophil bis brackig. Beide Gebiete in sich ziemlich gleich.\
Pollenflora Pinus vorhanden. Teils Typ lasiocarpa. Pinus halepensis wohl auszuschlieen. Kiefer wohl im wesentlichen Ferntransport oder umgelagert. Horizont 29 und 27 von El Ouata, in Reihenfolge der Bedeutung: Cyperaceen, Ephedra alata, Gramineen. Unter Cyperaceen wahrscheinlich Cyperus. Ephedra alata charakteristisch fr Sanddnen. Typhaceae keine vorhanden.\
Hassi Manda: recht trocken. Keine hygrophile Flora um See: Im wesentlichen viel Paronychia, Sclerocephalus cf. arabicus; mehrere Artemisia-Arten. Chenopodium vereinzelt. Viel Cornulacca und Ephedra alata: Sandformen. Also Saharaflora, allerdings mit 23% Artemisia.\

10665	\
Stratigraphisch sehr wenig genau. Hier sehr verschieden alte Lsse, auf fluviatilen Terrassen, die sich im Gebirge mit Mornen verzahnen. Gegliedert in loess rcents und loess anciens. Nach Abb. aber Alter entgegen Angaben des Verfassers: So ber W1-Terrasse "Ri-Terrasse". Auf ihr loess ancien I und II und loess rcent I. Das geht bei Ri wohl nicht. Terrassen wahrscheinlich um eine Eiszeit zu jung! (Fr.)\
1.) Bei Juillan (Gave de Pau) ber Ri-Fluvioglazial gelb-brauner Lehm (wohl L, Fr.): 180 PK: Gramineen 47.3%, Compositen 12.65, Ericaceen 9.95, Pinus 8.8, Sporen 4.95, Quercus 4.4, Corylus 4.4, Alisma plantago 1.65, Alnus 1.65, Abies 1.1, Leguminosen 1.1, Carpinus betulus 0.55, Nymphaeaceae 0.55.\
\
2.) Unter fossilem Boden dort in Lehm (Ri-L) 400 PK: Liguliflorae 99%, Gramineae 0.5%, Corylus 0.25, Oleaceae 0.25%.\
\
Sonst noch mehrere Angaben; alle aber stratigraphisch zu ungenau, als da sie genutzt werden sollten.\

10658	\
Extrem Holzkohlen-reiche Schicht: 4470  250 v.h. = 2520 v.Chr. Art der Holzkohle unbekannt.\

10654	\
L wichtig im Becken von Barcelona und in SO-Frankreich. Weniger auf N-Fu der Pyrenen. Hier meist nur 1-3 m mchtig, von kryoklastischen Steinen durchsetzt.\
Von Verfasser beobachtet im Gave de Pau, Adaur- und Nestetal.\
Wrml vorhanden (auf Wrmmornen); ebenso Ril und Mindell. Der letztgenannte orange-gefrbt.\

10653	\
Rechtes Ufer der Seine, 2 km oberhalb Mndung der Loing. Auf altem fluviatilem Material.\
Hohe Terrassen altquartr.\
30-35 m Terrassen (Sockel bei 15 m) mit Elephas trogontherii, Elephas antiquus, Rhinoceros merckii, Hippopotamus maior und Chellen und Acheul I-III Mindel bis Beginn Mindel/Ri. Entsprechende Terrassen d. Somme??? mit 2 Lssen!\
15 m-Terrasse (Sockel im heutigen Talung-Niveau) mit Elephas antiquus, Rhinoceros merckii, Elephas primigenius, Elephas tichorhinus; mit Acheul VI und VII und Levallois-Moustier. Terrasse Ri bis Ri/Wrm.\
Tuff liegt auf Schotter in 15 m Hhe.\
Tuff Eem. Enthlt nicht nher erwhnte oder zitierte "trs belle flore".\

10652	\
In Stadt Kauniainen. Gegen 5500-6000 v.h. von Clypeus-Lagune des Litorina See isoliert. Dann 2 Hoch- und ein Niedrigwasserstnde: Hoch Atlantikum und Subatlantikum; Niedrig im "trockenen Subboreal". Genauer, mit Fichten-Anstieg bergang alkaliphile --> acidophile Diatomeen-flora; Maximum der benthont. und epiphytischen Diatomeen. Beginn der Entwicklung der benth.-epiphyt. Diatomeen bei ersten kleinen Fichten-Maxima. Damals noch recht viel Tilia, Eiche, Ulme, Hasel. Mir fraglich, ob dies wirklich Hinweis auf trockenes Klima.\
In Zone IX (Subatlantikum, angeblich seit 2500 v.h.) wieder Anstieg der alkaliphilen und etwas auch der benthisch-planktonischen Arten. Gleichzeitig aber auch pltzlicher Abfall von Quercus, Linde, Ulme, Hasel; starker Anstieg von Kiefer, NBP. Jetzt auch Carpinus, als Ferntransport gedeutet. Jetzt auch Sphagnum, Ericales recht viel! Sieht mir mehr nach anthropogener Strung aus. Hierfr spricht m. E. gleichzeitiger Abfall des Glhverlustes, Anstieg von P und sedimentiertem Chlorophyll. Bei erstem Anstieg der Benthonten und Epiphyten steiler Anstieg des Glhverlustes. Kurz vorher deutlicher Anstieg des P.\
Weder Seespiegelschwankungen noch Klimainterpretation.
10651	\
PD\
40 km nrdlich von Tampere. Eine der nrdlichsten Trapa-Funde, von Auer 1925 entdeckt. Trapa-Schicht hier in 185-200 cm Tiefe in Detritus-Schlamm ber Ton und Detritus-Schlamm; unter Carex-Torf mit Phragmites; im unteren Teil dieses Torfes viel mineralisches Material und Schwamm-Stacheln.\
Unterster Ton: Betula-Zone und Kiefer = Zone IV nach Sauramo. An Grenze IV/V tritt Pinus Herrschaft an. Grenze V/VI charakterisiert durch steilen Anstieg von Alnus. Mit Trapa-Schicht (6620  120 v.h. = 4670 v.Chr.) Beginn der Tilia-Kurve. Schon vorher (ab 1. Teil von V) Quercus und Corylus vorhanden. Tilia-Beginn = VI/VII. Ganzes Stck spter tritt erst Picea auf (in VIII). Grenze VIII/IX charakterisiert durch Ende der kontinuierlichen Kurven von Corylus, Ulmus, Quercus, Tilia, gleichzeitig mit Fichten-Gipfel und steilem Anstieg zu Gipfel. Im oberen Teil von VIII, aber schon frher als Gr. VIII/IX, Artemisia und Chenopodium: Eingriff des Menschen?\
VI/VII = Grenze Frhes/Sptes Atlantikum. Im benachbarten See Nsijrvi. Ende des Atlantikums bei 3040 v. Chr. (Hypp, Isola and Hoffrn, Radiocarbon, 5, 1963).\

10390	\
Bei Vergleich der Angaben von ca. 100 Datierungen weiterhin Arbeitshypothese klimatisch bedingter Rekurrenzflche. Denn Hufung der Daten um  1500 v. Chr.; 1000 bis 500 v. Chr.; 200 vor bis 200 n. Chr.; 400 n. Chr. und 500 bis 700 n. Chr.\
SWK benachbarter Moore kann ungleichaltrig sein: Einflu der hydrologischen Verhltnisse eines Moorkrpers. Dasselbe trifft auch fr RY eines Moores zu.\

10389	\
Neumnster: Jahr 8.0C, Juli 16.7C, Januar 0.1C; Jahresniederschlag 773 mm; relative Feuchte April bis September 77,7%.\
Ausfhrlich Sptglazial. Massenausbreitung der Hasel sei  synchron und klimatisch bedingt: Verbesserung der Temperaturen.\
Kurz vor Ende des Boreals (VII nach Overbeck) in Dtgen Vernssung: Phragmites-Cyperaceen-Torf ber Braunmoostorf: atlantische Vernssung? -\
Seit Atlantikum bis Subatlantikum Abfall von Hedera und Viscum (so auch zwischen Atlantikum und Subboreal); Ilex aber langsam ansteigend. !(Abb. auf S. 38!). "Ulmensturz": Da in Dnemark und Schleswig-Holstein Hedera und Ulmus Abfall, nach Iversen Anstieg der Winterklte; Subboreal sei auch kontinentaler geworden, d.h. trocknere Sommer. Firbas: Abfall der Sommertemperatur. Anstieg der Feuchtigkeit; Schmitz: allgemein Temperaturabfall. Fries in S-Schweden: Subboreal gnstigere Temperaturen. Kein krftiger Klima-Umschlag nachweisbar. Wenn aber nur geringe klimatische Vernderungen, dann unwahrscheinlich, da Ulmenabfall berall synchron. Vielleicht Versptung dieses Vorganges nach SO?: England 3500-3000 v. Chr.; Gifhorn anscheinend 2600 v. Chr.: Dies wrde auf Abfall der Sommertemperatur verweisen. Vielleicht auch Krankheit?\
Zonen IX bis XII schwer richtig voneinander abzugliedern.\
Zonengrenze X/XI: 150 v.Chr.: Falls klimatisch, dann allmhlicher Temperaturabfall und Feuchteanstieg im Verlauf des letzten vorchristlichen Jahrtausends.\

10388	\
7 S. Sptglazial. Profile wie in Nova Acta Leopoldina.\

10387	\
Gepretes und lignitisiertes Holz von glazialen und lakustrinen Sedimenten von Pianico, 4548'N, 1002'E. 4 Proben, alle > 43 000 v.h. Untersuchung sollte zeigen, ob Interstadial oder Interglazial.\

10386	\
Provinz Lecce, Apulien, Tiere: Equus caballus, Equus hydruntinus, Bos, Cervus: 3957'34''N, 1812'31''E: 15 500  150, 16 050  160, 15 600  120, 16 000  150.\
Flugeschichte: Florenz, Quercus-Stamm, 6.5 m Tiefe in Grobsand mit Kies, linkes Ufer des Arno: 4870  50.\
Mehrere dutzend Stmme am Arno unterhalb von Florenz, 2 m Tiefe im Schotter: 4000  50, 3960  50.\

10385	\
nur englische Zusammenfassung\
Gebirgsterrassen beginnen im Polar-Ural bei 300 m Hhe, im Subpolar-Ural bei 400-500 m Hhe und gehen bis 1700-1800 m Hhe hinauf. Am typischsten aber zwischen 600-700 und 1000-1200 m Hhe. Gebirgsterrassen seien entstanden durch abschrfende Wirkung des Eises. Kleinere Terrsschen und kleine Verebnungen aber bei Zerfall des Inlandeises in kleine Schnee- und Eisfelder.\

10384	\
Neu: Kargletscher zwischen Didkovskij und Narodna-Berg; Hngegletscher an Melda; Kargletscher an Saleda; Kargletscher im Quellgebiet der stlichen Chaima (Oberlaufgebiet der Ljapina).\
Somit im Subpolar-Ural jetzt 16 Gletscher bekannt: Sablja 7; Narodna 8; Chaima und Kolokol'naja je 1.\

10383	\
englische Zusammenfassung\
Zwischen Saranpaul und Oberlauf des #282#260ugor im Gebirge Golecterrassen (Hhe?) mit deutlicher Fleckentundra. Am Tel'pos-Iz in 800 m Hhe Karsee beobachtet.\
Letzteiszeitliche Schneegrenze (Zeit?) 800 m.
10382	\
An Sablja 1929 Gletscher entdeckt. Kare auf 0-Abfall des N-S-streichenden Gebirges. 3 Gletscher. 2 davon nur kleine Firngletscher ohne Zunge. Der dritte 950-1000 m lang, Zunge etwa 200 m lang, zwischen 720 m (unteres Gletscherende) und 900 m (oberes Ende). Orographische Schneegrenze 1930 um 900 m NN.\

10381	Hier Berg #282arpyldak am S-Ufer des Sees, und Berg Tepke am O-Ufer.\
Im #282arpyldak: Unten D#291uukin-Serie: Disloziert, wechsellagernd Schluffe und Sande der Litoralfazies. Hangende grnliche Schluffe dieser Serie nach TL: >1.5 x 10#2956#296 Jahre.\
Drber nach Diskordanz #282arpyldak-Serie: schlecht sortiert: Sande, Schotter, Schutt, lehmiges Bindemittel. Unterer Teil (105-80 m) schwach-dislozierte lakustrin-proluviale Sedimente. 80,0-36,5 m proluviale, 36,5-0,0 m schwach versteinerte proluviale Sedimente. 35.5-36.5 m Konglobreccie mit karbonat. Zement: An Basis TL: 680 000  78 000 Jahre. In 38 m 730 000  82 000, in 32 m 570 000  63 000 v.h.\
Bei 36.5 m Brunhes/Matuyama-Grenze. Palomagnetisch sehr sorgfltige Methoden- und Materialkritik, Grenze aber offenbar zuverlssig. Dies Grenze sptes Pliozn gegen frhes Pleistozn. PD ohne Angaben ausgezhlter Menge. Meist weitaus berwiegend NBP, BP in Regel nur einzelne Horizonte recht viel. \
Im Prinzip stets weitaus vorherrschend Ephedra (30-40%), Chenopodium (15-20%), Artemisia (20-30%), Kruter um 20%. Unter BP weitaus vorherrschend Birke, dann Kiefer. Fichte nur zeitweise und dies in Regel zu Zeiten sehr hoher NBP-Werte, nicht bei BP-Zeiten. Darstellung der Autoren viel detaillierter, doch dies bei ca. 2 Proben/10 m kaum realistisch (Fr.). Angebliche nderungen der Vegetation mit Tektonik verknpft.\
D#291uukin-Serie bisher mit Ak#260agyl verknpft, da beide invers magnetisiert. Unterer und mittlerer Teil der #282arpyldak-Serie mit Alter 730 000  82 000 v.h. wohl = Ap#281eron. Jngere Daten wohl = Baku. Berg Tepke: 110-43 m proluvial: rotbraune, sandige, schlecht sortierte Lehme mit Kies und Schotter. TL: 56.5 m 763 000  86 000; 51.5 m 719 000  84 000.\
43.0 - 16.2 m: Diskordant ber Liegendem. Sande mit Lehm und Schotter. Litoralfazies.\
16.2 - 0.0 m: Sand, Kies, Schotter; im wesentlichen fluviatil.\
Normale Magnetisierung oberhalb 25 m, invers unterhalb 43. Dazwischen unklar. Fr PA besserer technischer Aufwand bei Probenentnahme erwhnt, auch, da hhere Pollenmenge. Nicht angegeben, wie viel! Unterhalb 28 m NBP 70-80%, Rest BP. Darber genau umgekehrt. In unterer NBP-Zeit z.T. bis 40% Hippophae, bis 40% Juniperus (beide entgegengesetzt verlaufend).\
BP insgesamt ziemlich gleichmig. Birke um 20-40%, Kiefer (Dipl. + Hapl.) um 30%, nach oben auf 50%, Fichte 5-8%, nur 1 x bis etwa 50%. Ende in NBP-Zeit um 10-20%, sonst wenige %.\
NBP: In NBP-Zeit um 30-40% Chenopodiaceae, spter um 20-25%. Sonst gleichbleibend: Artemisia um 30-40%, Kruter um 20-25% (rel. hufig- zeitlich und quantitativ-Polygonaceae, Ranunculaceae, Cruciferae, Compositae). Ephedra in Spuren. Gramineen stets um 5%, Cyperaceen sehr wenig. Wieder sehr detaillierte Gliederung. Lohnt sich auch hier nicht (Fr.).\
Bei 51.5 m, 719 000  84 500 v.h.: Canis cf. lupus, Hyaena cf. sinensis, Equus ex. gr. sanmeniensis, Bison sp., Cervidae gen.: Nichts Umgelagertes. Hyaene und Pferd verweisen auf sptes Pliozn. Unter-Sanmn-Fauna Chinas entspricht Chaprovsker faunistischer Komplex.\

10379	Issyk Kul' am Ende des Pliozns s. Danach insgesamt viele S- und Salzwasserseen dort, teils wohl miteinander verbunden. See heute 1600 m hoch. Frhpleistozne Terrassen zwischen 1700 und 1500 m schwankend. Aus See- und Fluterrassen erschlossen, da um Issyk-Kul' u.a. groe Seen (diese um 1600 m Spiegelhhe), Berge 800-1000 m hher, jedenfalls nicht > 1200 m, also etwa 2800 m absolut. Heute im Mittel um 4400 m. Chan Tengri mag damals schon 4000-4200 m hoch gewesen sein, heute 6995 m. Grundlage der Berechnung anscheinend recht dubios: Seeterrassen, die als  gleichhoch angesehen werden, Fluterrassen, die etwas ber Tiefe der Seen aussagen sollen, Hhe alter Denudationsflchen.\
Klima: Feuchter und wrmer als heute: Erhhter Tonanteil, autigener Pyrit. Nach PA strkere Bewaldung der Berge (Fichte, Kiefer, Birke, Erle, Eiche, Carpinus, Buche, Ulme, Linde, Hasel, Juglans, Karkas, Sumach, Chmelegrab, Tutovnik). Tieflagen Steppe: Gramineen, Chenopodiaceen, Artemisia, Ephedrae. Jahresmittel wohl 12 C, Januar um 0, Juli 24, 750 mm. Hieraus und aus heutigen vertikalen Temperaturgradienten (0.6-0.8 C/ 100 m): Vergletscherung mglich gewesen. \
Am S-Hang des Tien Schan auerhalb der UdSSR mchtige fluvioglaziale Schotter, Pliozn-Pleistozn, verworfen. Seien vielleicht Ausdruck (Lit.) damaliger Vergletscherung des Chan Tengri um Ak#260agyl, Ap#281eron. Aber nicht erwiesen. Grenze Plio-Pleistozn und im frhen Pleistozn aktive Tektonik: Seen flossen ab, von SW her beginnend, nach O, N und S fortschreitend: Seen folgender Senken: Katmen'-Tjubin, #261aek, Susamyr, Naryn, Arpin. Es entstanden heutige antezedente Schluchten. Einschneiden bis an Beckentiefstes der ehemaligen Seen, damit Seetiefe, ca. 200 m, feststellbar. Im Mittelpleistozn dann dort berall Fluterrassen. Jetzt am Issyk Kul' starke tektonische Vertiefung des Beckens und starkes Einschneiden in Umgebung; Denudationsflchen inaktiviert, nur noch linienhafte Erosion. Xerotisierung der Umgebung; Gehlzvegetation degradiert.\
Hebung damals, (frhes Pleistozn) zwischen einigen 100 und 900 m. Am Ende Gebirge zwischen 1800 und 3700 m hoch: Vergletscherung gefrdert, zumal Abkhlung. Am besten bekannt #261olponatinsker Morne an Wasserscheide zwischen #261olpon-Ata und #261on-Aksu, S-Hang des Kurgei Alatau: stark zertalt, in 1800-1900 m Hhe, auf alter Denudationsflche. Andere  gleichalte mornenhnliche Sedimente (Kirgizengebirge, Transili Alatau usw.) fraglich.\
Mittelpleistozn: Jetzt meist Verwerfungen. Flunetze angelegt. Sediment meist hinaustransportiert. Kaum Schwemmkegel. Durch Hebung an Brchen jetzt etwa 36% des gesamten fluviatilen, pleistoznen Einschneidens bedingt: Mittelpleistozn fluvioglazial und proluvial-deluviale Sedimente auf einer der ltesten Fluterrassen, so etwa Naryn- und #261aek-Becken. Spteres Einschneiden lie sptpliozne lakustrine Sedimente erkennen. Hebung zwischen 200 und 700 m, damit Relief bis 4400 m, also nahezu wie heute. \
Um Issyk Kul' und an unteren Hangpartien Steppen und Wiesen (Chenopodiaceae, Artemisia, Cyperaceen, Gramineen, Kruter). In Vorbergen und Gebirgen Nadel-Laubholzwlder: Untere Stufe: Eiche, Carpinus, Ulme, Buche, Linde, Esche u.a.; weiter oben Fichte, Kiefer, Birke, Erle. Vorhanden auch Juglans, Chemelegrab, Karkas, Rhododendron, Corylus. Reicher Unterwuchs: Ericales, Farne, Lycopodium, Selaginella, Sphagnum, Bryales. So auch in Kokmajnok- und Naryn-Senke! (Lit.). \
Klima recht feucht und gemigt warm. Jahresmittel (welche Hhe? Fr.) 6, Juli 20, Januar -7, 750 mm. Maximale Transgression des Issyk Kul'. Maximale Vergletscherung in Tlern bis 2100 m hinab, doch meist anschlieend vernichtet.\
Sptes Pleistozn: Ansteigen der Geschwindigkeit der Hebungen: Etwa 16% des gesamten fluviatilen Einschneidens damals erreicht. Hebung um 100-350 m, Wasserscheiden damit auf 4400-4700 m angehoben. Anfangs Abnahme der Bewaldung, spter wieder Zunahme. Issyk-Kul' Senke sehr weit verbreitet Gras-Krutersteppen. In Gebirgen Birkenwlder mit wenig Fichte, Kiefer, Ulme. Klima von trocken-hei zu feucht-khl. Bei feuchterem Klima hohe Seespiegelstnde des Issyk-Kul', Son-Kul', #261atyr-Kul'. Issyk Kul' diese Terrasse 26340  540; #261atyr Kul': 20280  250, 18380  200, 16300  420.-\
2. Hlfte des Sptpleistozns erneut Vergletscherung. Im Flugebiet des #261oktal Fluvioglazial und Morne mit proluvial Hangmaterial verzahnt, ber Uferlinie des Issyk Kul' bei 1635 m hinaus, also gleichzeitig mit Hochstand des Sees. Verschiedene Vergletscherungstypen: \
1) Eiskappen auf Hochflchen, etwa Arabel'ski Syrt oder Oberlauf des Sary D#291az.\
2) Groe Talgletscher, Typ Fed#260enko: Inyl'#260ek, Aksaj, Karasaj u.a.\
3) Typ Malaspina: Vorlandgletscher: S-Hang des At-Basi, N-Hang des Terskij Alatau.\
4) eigentliche Talgletscher zu parallel gelegenen Transversaltlern, Firnfelder zusammengewachsen\
5) Fleckenhaft, meist N-seitig, Kar-, bzw. Kar-Talgletscher, bei nicht > 4200-4300 m hohen Spitzen.\
Schneegrenze nordseitig im O-Teil des Issyk Kul'-Beckens 3100-3200 m; 3900-3950 m im Kok#281altau. Stieg von W-->O und von N-->S an. Depression im Mittel um 500 m. Vergletscherungsflche 7x grer als heute. Groe Gletscher bis 1800-->2100 m hinab, N-Hang des Terski-Alatau am Ende 220-250 m mchtig, im Oberlaufe 500-550 m.\
Einzelne Kare auffallend in Hhe von anderen, ohne klimatische Erklrung: Tektonisch seither bewegt. Z.T. auch fehlende pleistozne Vergletscherung, obwohl Gebiet heute verfirnt: Hebung seither um 300-350 m ntig, in en bloc - Holozn: Tektonische Bewegungen stark beschleunigt: Fluviatiles Einschneiden 4-5% des gesamten. Rhythmische Verkrzung der Gletscher: Im Mittel 5-8 Endmornenstadien, doch auch Abweichungen von dieser Zahl. Im Kok#260altau bei Wasserscheide zwischen #261on-Uzengegu#281a und #261olokkap#260igaj heutige Schneegrenze etwas <4300-4400 m. Dort keine eiszeitlichen Gletscher. Etwas stliche Kare aber bei 3900-3950 m: Junges Ansteigen so viel wie Depression der Schneegrenze dort: 300-350 m.\
Mittelpleistozne Vergletscherungsflche viel strker als die des Spten Pleistozns, zumal da damals Gebirge noch betrchtlich tiefer.\

10377	Sdlich von Tigil', in heutiger Tundra des Flachlandes. Gebiet der Flsse Chomutinka, Utka, I#260a: Bis 20 m mchtige Tone, undeutlich geschichtet: 67,7% Schluff, 32% Ton. Hornblende 32%, Hypersthen 20%, monokline Pyroxene 14%, Ilmenit 8.7%, Granat 4.7%. Normal magnetisiert. PF mit Tsuga, Pinus, Juglans, Carpinus, Alnus u.a. (Wie viele PK?): Nadel- und Laubwald, unten mit Osmunda: Sptes Pliozn; groe Seen.\
Diskordant darber bis >40 m gut diagonal geschichtete, verschiedenkrnige Sande, mit 20 nach S und SO einfallend. Schwerminerale unten wie in liegenden Tonen und Schluffen, oben Vorherrschaft des Hypersthens. PF: BP unten, wie in Tonen, vorherrschend. Aber Pinus diploxylon fehlt; dafr Larix, Abies. Picea starker Anstieg. Tsuga, Pinus exotisch, Juglandaceae sporadisch. Nach oben Exoten verschwindend. Dafr Anstieg von Larix. Betula sect. nanae erwhnt, zusammen mit Pinus pumila. Dazu vorhanden Diatomeen. Tetracyclus lacustris, Actinella sp., Stauroneis phoenicenteron, Pinnularia viridis, Cymbella aspera: Wohl Ende Pliozn, Anfang Pleistozn (im europischen Sinne).\
Darauf scharf diskordant Lehme und Schotter. Nach oben Schotteranteil Anstieg. Lehme 20-25 m. 31.5% Hypersthen, 19.5% Ilmenit, 11.8% Granat. PF: Vorherrschaft der NBP. Betula exilis, Alnaster. Viel Ericales; dazu Dryas und Rubus chamaemorus. Mehrere Lycopodiumarten der Tundren: Kruter-Zwergstrauchtundra. \
Klima rauher als heute: wohl mittleres Pleistozn, da nur an Basis heutiger Gelndeformen. Kalte gletschernahe Gewsser: Tetracyclus emarginatus, Pinnularia borealis, Cymbella gracilis; Eisberge. Drber Sedimente kleiner Gewsser: Unten geschichteter Feinsand mit Torf. Drber Tuffsande und Schluff, mit Schotter. 33200  1100, 36850  2100, 38500  1100, 39400  2000 v.h. \
Im unteren Teil viele PK: Alnus, Alnaster, Larix, Myrica, Betula costatae, Betula exilis, Betula middendorfii. Viel Ericales, dazu Gramineen, Cyperaceen, Rubus chamaemorus, Umbelliferae; Bryales, Lycopodium. Nach oben Betula exilis zunehmend. Ende des spten Pleistozns. Klima hnlich wie heute. Nach oben klter als heute, u.a. Melosira distans, M. d. var. lirata, Eunotia robusta, Pinnularia borealis, Cymbella gracilis. Darauf Torf mit vulkanischer Asche: 7330  810 v.h, 7890  810 v.h.. Gestruche aus Birke und Erle, mit baumfrmigen Formen. Melosira distans var. lirata, Eunotia fallax, Eunotia praerupta var. muscicola.\
In I#260a auf Enemten-Serie Schotter und Sande, mit 2 Tundrenzeiten und zwischengeschalteter Warmzeit: 63% BP: Picea bis 23%, Pinus sect. cembrae 3%, Larix 1%, Myrica 19%, Betula sect. costatae 20%, Betula nanae 20%, Alnus 9%, Alnaster 7%: Wohl nach Vergleich = Interglazial des zentralen Kam#260atkas. Ericales 47%, Polypodiaceae bis 88%: Ende Mittleres, Anfang Sptpleistozn. Lichte Wlder mit Arten der dunklen Fichten-Taiga.\

10376	\
Aue in Sedimente der maximalen Vereisung eingesenkt. Etwa 30 m mchtiger Schotterkrper. Aus Diatomeenanalyse (auch Profile mitgeteilt) Art des Sediments oder des Sedimentationsraumes erschlossen. ber Altwassersedimenten bisweilen Torf, dessen Hangendes Auensedimente darstellen. Bei Surguticha Pollendiagramm (Fig. 4, S. 340): letztes Interglazial bis Eiszeit (Verfasser geben keine Zeit an, unten nur "sehr rauh", drber milder) oder nur Ende der letzten Eiszeit und postglaziale Wrmezeit. (Nur Aue geht ja nach N durch! Fr.)\

10373	\
Im Mittel- und Oberquartr fast alle heutige Arten schon vorhanden. Tetracyclus emarginatus und Tetracyclus lacustris, Tetracyclus lacustris var. capitata nur im Mittel- und Oberquartr, nicht heute; Stephanodiscus niagarae nur im Kazancev.\
Besonders kalt Samarov-Gewsser; kalt sonst noch Taz-Sancugov und Zyrjanka, mig prsamarov.\
Am wrmsten Kazancev, warm prsamarov. ber #282irtin-Messov-Salemal nichts erwhnt.\
\
Bohrung Nr. 9 am Turuchan, nahe Farkovo. 250 m tief. An Grenze Taiga/Tundra: In pr-Samarovsedimenten (graue Lehme) (6 m mchtig, in 139 m Tiefe): Diatomeenflora eines Klimas, das dem heutigen hnlich ist. Drber 60 m Sande, die auch noch prsamarov sind: zuerst vielleicht etwas khler als heute, dann in Hauptmenge des Sandes etwas wrmer als heute. Deltaflora, nach N und W in Salzwasserformen bergehend. Dann 4 m Lehm und Ton: starke Abkhlung (hnliche Diatomeenflora in Salemal'-Horizont. des S-Teiles der Taz-Halbinsel). Drber gering mchtige Morne der maximalen Vereisung. Sancugov-Taz- und Messov-Horizont.\
In Sancugov-Taz-Horizont an anderer Stelle (Mndung der Fokinaja in Eniseij; Mndung der Steinigen Tunguska) kalte Diatomeenflora und Molluskenfauna: Klima rauh, klter als heute. Im Kazancevo Klima betrchtlich wrmer als heute. Temperatur im Schelf des Karischen Meeres 3-4 hher als heute (Molluskenfauna):\

10368	\
Schlssel, Mikrophotographien.\

10366	\
Abb.\
Niznedujsker Serie, Eozn, besteht aus den liegenden Konglomeraten und der hangenden Niznedujsker Suite. In Konglomeraten: Sequoia langsdorfii, Sequoia brevifolia, Taxodium distichum miocaenum, Ficus cf. densifolia, Ulmus planeroides, Platanus Guillelmae, Juglans nigella, Trochodendroides arcticus.\
In niznedujsker Suite: Osmunda sachalinensis, Sequoia langsdorfii, Zingiberites sachalinensis, Myrica vindobonensis, Trochodendroides arcticus, Trochodendroides Richardsoni. Sachalin damals Gruppe meridional streichender hoher Gebirgszge (Konglomerate!), mit Festland verbunden, umgeben von Flachlndern, in denen Kohle akkumuliert wurde. Wahrscheinlich in O, S und SW Meer, aber unklar. Im oberen Teil dieses Zeitabschnittes (niznedujsker Suite) aber Absenkung des Gebirges (nur feines Material).\
Chandasinsker Serie: Weiter starke Absenkung, fast berall auf der heutigen Insel Transgression; Oligozn.\
Chojudzinsker Serie: unter/mittel-Miozn. Starke submarine magmatische Ergsse, bei Hebung, so da vielfach Flachwasserfazies, teils auch Swasserfazies.\
Verchnedujsker Serie: mittel-Miozn. Trapa borealis. Comptonia cf. acutiloba, Ficus tiliaefolia u.a. Hauptteil Sachalins wieder ber dem Wasser. Aber wohl nur Tiefland, mit einzelnen Erhebungen. Schmidt-Halbinsel damals stets Meer, ebenso weitgehend an S-Ende Sachalins.\
Okobykajsker Serie: Ober-Miozn. In 1. Hlfte wieder fast berall Meer, nur nicht NW-Ecke. In 2. Hlfte wird Meer flacher, viele Inseln.\
Nutovsker Serie: Pliozn. Starke vertikale Bewegungen. Kohlebecken, aber ebenso auch noch marin.\

10365	\
Beschreibung der neuen Art Archidiskodon gromovi; Aus Livencovsker Sandgrube bei Rostov am Don. Dort bisher als Elephas cf. planifrons bzw. als Elephas meridionalis beschrieben.\
Elephas planifrons im Zahnbau dem Archidiskodon meridionalis hnlich. Daher von Pohlig beide zusammengefat zu Archidiskodon. Anscheinend aber Zahnbau hier nicht mageblich, da wohl nur gleiche Nahrung. Daher planifrons in neue Gattung Protelephas (Garutt 1957) gestellt.\
Nach Ansicht von Schaub und Garutt alle Literaturbeschreibungen von Elephas planifrons Europas tatschlich zu frhen Vertretern von Archidiskodon, d.h. wahrscheinlich nahe oder identisch zu/mit Archidiskodon gromovi.\
Elephas planifrons groznensis (Serstjukov 1954, 1958) aber typischer Archidiskodon meridionalis oder gar Mammontheus trogontherii.\
Archidiskodon gromovi gehre ins untere Eopleistozn im Sinne Gromovs oder ins obere Pliozn (alter Terminologie).\
Sei Charaktertier des Chaprovsker faunistischen Komplexes.\

10361	\
Equus ex gr. stenonis, Dicerorhinus cf. etruscus, Antilope sp., Euctenoceros cf. senezensis, Paracamelus sp., Archidiskodon (?) sp., Ursus sp., Vulpes sp.\

10363	\
Roussillonfauna weist starke Bindungen zu Chaprovsker Fauna auf. Damals erschienen Equus, Cervus, Capreolus, Lepus usw. Sollte damit noch in Anthropogen gestellt werden. Da diese Fauna zuerst in Moldau beschrieben wurde, wird sie von Alekseeva als "Moldau-Komplex" bezeichnet. Im Chaprovsker faunistischen Komplex starke Ausdehnung des Areals der Elefanten, Pferde, Kamele. Hier noch letzte Reste der Hipparionfauna (Mastodonten, Hipparions).\

10362	\
Ionium-Anreicherungsmethode:\
\
#261ou Kou-din, Fundort 1, untere Schicht,        160000  35000\
Nashorn-Knochen\
dito, oberste Schicht, Knochen eines Rindes      135000  18000\
Volgograd, mittleres Palolith                    38400   1500\
Il'skaja Stojanka, Wisent                        47200   1900\
Mezin, Magdalen, Mammut                          21600   2200\
Ulan-Ud (Osurkovo), Magdalen                     23200   1800\
Kostenki, Tel'manovskaja Stojanka                19200   1400\
Markina Gora, obere Schicht                       9600    700\

10360	\
In 2. Hlfte des Pleistozns erschien Dauerfrost.\
bersichtsreferat\

10357	\
Nach Periglazialformen Zunahme der kryogenen Strungen von Samarov- und Taz- Vereisung zu Zyrjanka- und Sartan-Vereisung. Im gleichen Sinne Anstieg des Xerophytismus und Ausdehnung des Areals der Lbildung: Klima immer kontinentaler.\
Kazancevo am wrmsten von allen Interglazialen = Eem = Mikulino.\
Erosionszeiten: An Basis des Eopleistozns; zwischen mittlerem und oberem Eopleistozn; vor der Samarov-Vereisung; im Kazancevo-Interglazial; in Karga-Zeit und zu Beginn des Holozns; Dies z.T. tektonisch, z.T. klimatisch.\
Whrend des Anthropogens Aufsteigen der sibirischen Plattform.\
Jeniseij: Klimaoptimum des Postglazial 8500-4600 v.h.; Karga: 21350  650 bis 27000 v.h.\
Untere Lena: Feinsande in 17-20 m-Terrasse mit Mammutresten an der #261ekurovka : > 26000 v.h.\
Unterer und Mittlerer Viljuij: Oberes Torfmoor in Deckschichten bei Viljuijsk: > 24000 v.h.; schwacher Boden mit Pflanzenresten im mittleren Teil der Alluvionen der 1. (15 m) Terrasse: > 20000 v.h.\
Daten sagen nichts.
13502	\
Insel Sardach an Lena-Mndung: Sardach-Serie, ltester Teil des Anthropogens. BP herrschen vor: Lrche, Fichte, Erle, Birke, Tsuga. Makrofossilien: Picea wollosowiczi, Picea obovata, Juglans cinerea, Larix dahurica, Pinus monticola. Dazu Gramineen, Artemisia, Cyperaceen, Polygonaceae, Filices, Sphagnum, Lycopodium sp., Ophioglossum, Selaginella sp., Selaginella sanguinolenta, Selaginella borealis: Gemigtes Klima.\
Stratigraphisch hher Sande, so am rechten Ufer der Krestovka: Holz und PK: Larix, Picea, Picea Sect. omorica, Pinus sp., Pinus pumila, Betula, Alnus, Ericaceae: BP  NBP! Gemigtes und feuchtes Klima. (Wirklich)\
Vermutlich hieraus Praeovibos sp., Mimomys cf. saveni. In frhem Anthropogen auch Aufschlu an Vetrennyj: Trogontherium cuvieri, Praeovibos sp., Mimomys cf. savini. Zu frhem Anthropogen auch Aufschlu an Vetrennyj: Trogontherium cuvieri, Praeovibos cf. priscus. Jnger wohl Elephas wsti am Dzolon-sise. Aus unterem Anthropogen Fehlen klarer Gefrornisspuren. \
Erst am Ende des mittleren Anthropogens Abkhlung: An Cukocij Waldtundra. Drber fast berall lange Unterbrechung. Dann Edomnaja-Serie: Mit syngenetischen Gefrornisspuren, Holz- und Torfresten usw. Dazu jungpalolithisch faunistischer Komplex: Mammut, Coelodonta antiquitatis. Bison pr. deminutus, Ren, Equus cab.). Serie polygenetisch, aber stets Gefrornisspuren charakteristisch. \
Im N-Teil des Gebietes 2 Torfhorizonte. Oberer mit Stammstcken der baumfrmigen Birken, z.T. mit Kryoturbation und cf. Thermokarst. Torf 42800  400 oder mehr: Wohl Kazancevo = Eem. Drber und drunter Gefrornislehme, ohne Torf und Holz. \
Unterer Torfhorizont am Bol'soj und Malyj Anjuij verdichtet, mit Lrchen-Holz: Wohl frhere Erwrmung im mittleren Anthropogen. Karginsk und Thermokarstspuren (doch nicht datiert). Vegetation dieser Warmzeiten dort Tundra oder Waldtundra, z.T. mit etwas mehr Lrche (Karginska = Karga).\

10180	\
In 4. Viljuij-Terrasse an Mndung des Billjach (siehe Vangengejm!): Steppenflora, mit vorherrschend Gramineen, Krutern und Artemisien. Unter BP nur vereinzelt Betula. Ebenso am Viljuij bei Lancholoch: NBP 84-27%, Gramineen 56-60%, Artemisia, Kruter. BP: Betula, Pinus, Larix, Alnus. Ebenso bei Viljuisk. An Basis dieser Terrasse aber viel Pflanzenmaterial: Picea obovata, Larix dahurica, Picea anadyrensis (cf.). Im mittleren Teil in Torf Larix sp. (dahurica), Menyanthes, Potamogeton perfoliatus, Potamogeton acutifolia, Viola, Chara, Carex rostrata, Carex sp.(warmzeitlich). Rhinoceros mercki, Elephas wsti; herausgefallen Equus cf. mosbachensis: lter als Chazarkomplex (dieser in 3. Terrasse).\
2. Terrasse mit Elephas primigenius, Rhinoceros antiquitatis, Bison priscus deminutus, Alces alces, Rangifer, Equus caballus: Sehr hnlich dem oberpleistoznen faunistischen Komplex. Gleichalt in der PF.: Vorherrschend NBP: Gramineen, Chenopodiaceen, Selaginella borealis, Selaginella sibirica.\
1. Terrasse sehr fossilienarm. Nur vereinzelt Strauchreste und Lrchenzweige.\
Hohe Aue: Vorherrschend BP, viele Sporen. NBP nur 15-20%. Unter BP: Pinus, Betula, Picea, Larix (teils bis 21%); viel Bryales, Sphagnum, Filices, Lycopodium selago, Selaginella selaginelloides, Selaginella sibirica. Darber 2 fossile Bden in 1 und 2.5 m Tiefe. Holz hieraus nicht > 800 C14-Jahre.\
Marcha-Tal: In Sedimenten der sechsten Terrasse PF (bei Malykaj) Larix 10%, Picea 15%, Pinus 25%, Betula 38%, Alnus 10%, Salix 2%. BP 68%. NBP 13%, Sporen 19%. Auerdem Carpinus, Quercus, Cupressaceae, Juglans, Ulmus, Tilia, Tsuga, Pinus(ungelagertes Tertir).\
Unterlauf der Lena: Pollendiagramm der Sardach-Insel, ins Eopleistozn gestellt, ebenso 100 m-Terrasse. In dieser 100 m-Terrasse bei Tabaginsk sehr grobes Material: intensive Erosion weiter im Sden: PF beim Kangalassker Kap an Lena Picea, Pinus, Betula; bei Tabaginsk auch Corylus, Carpinus (?), Juglans, Pterocarya, Ulmus, Tsuga (diese vielleicht umgelagert). Westlich hiervon Sande und Tone, die altes Tal ausfllen: Pflanzenreste von Larix sp, Larix minuta; von Bidziev und Lungersgauzen als eigene chancalinsker Serie ausgegliedert, mit vorherrschend NBP. Unter BP Pinus silvestris, Pinus diploxylon, Betula, Picea, Salix, Alnus. Unter NBP heutige Flora. Dies westlich Jakutsk. Sollte bezglich Verbreitung und Umfang nach Alekseev noch weiter verfolgt werden.\
In 3. Terrasse (40-45 m am Unterlauf der Lena). Hierin Bison priscus aff. longicornis. Gleichalt mit Vereisung des Verchojansker Gebirges, der maximalen Vereisung. Bei Natara auf rechtem Ufer, wechsellagernd und bedeckt von Morne: Pflanzendetritus: Larix dahurica, Zapfen; und Samen von Carex sp.. PF: Betula 87%, meist Zwergform; Alnus 10%, Picea 1%, Pinus sect. cembra 1%, Pinus sp. 1%, Salix 1%. Unter NBP (26%) Artemisia und Kruter. Holz nur von Struchern. Am Linde von Eiskeilen (nicht Pseudomorphosen nach Eiskeilen, Fr.) durchsetzt.\
20-25 m Terrasse (2.) deutlich zwischen Sangar und Govorovo. Bei Govorovo: Pinus silvestris, Alnus fruticosa, Betula, Carex, Vaccinium oxycoccus, Myosotis palustris. Vorherrschend Samen von Bumen. NBP fast nicht, vorherrschend BP: Alnus, Pinus sect. cembra, Pinus silvestris, Betula (baum- und strauchfrmig). Umgelagerte Tertirpollen. Diese Terrasse enthlt an Basis umgelagertes Mornenmaterial!\
1. Terrasse meist 14-18 m, teils aber auch 25-28 m. Elephas primigenius spter Typ. Eiskeile, Kryoturbationen: unter rauhen Bedingungen gebildet. Im oberen Teil Neolithikum.\
Hohe Aue: Bei Kuraanach (nahe Kjusjur). Larix dahurica, Papaver, Carex rostrata, Carex diandra, Cruciferae: PF der heutigen Vegetation, nur im Lenadelta Tundra.\
Keine Spuren einer prmaximalen Vergletscherung.\
Tandinsker Serie unter Vorbehalt ins Oligozn. Namsker Serie Mio- oder Miopliozn.\
Dygdal'sker Serie Pliozn-Eopleistozn. Diese nur an Unterlauf und Mndung des Aldan: Picea jacutica, Picea obovata, Pinus monticola, Juglans cinerea; PF: Pinus, Picea, Betula, Abies, Alnus, Tsuga, Pterocarya, Quercus, Ulmus, Juglans: Schon sehr stark verarmt (Pliozn).\
Alluvionen der 6. Terrasse der Marcha und des Viljuij mit quartrer Pollenflora und umgelagerten Tilia, Quercus, Cupressaceae, Sequoia. Da quartre Flora, aber lter als 4. Terrasse mit Tiraspol-Komplex, gehrt sie in Eopleistozn; gleichalt Chancalinsker Serie und Tabaginsker Schotter der 100 m-Terrasse, sowie Sardach-Insel.\
Im oberen Teil der Chancalinsker Serie NBP 55-65%, Sporen 23-27%. BP 12-17%: Pinus silvestris, Pinus diploxylon, Betula, Picea, Salix, Alnus; Cyperaceae, Gramineae, Artemisia, Compositae, Chenopodiaceae, Leguminosae, Polygonaceae, Caryophyllaceae, Rosaceae, Ericaceae, Onagraceae, Umbelliferae, Geraniaceae, Cruciferae, Campanulaceae, Ranunculaceae, Labiatae, Typhaceae, Selaginella sibirica, Sphagnum, Botrychium, Lycopodium alpinum, Ophioglossaceae, Lycopodium appressum; mglicherweise einiges aus jngeren Schichten nach unten durch Solifluktion. \
Wahrscheinlich im Eopleistozn auch Omoloj-Flora, auf kohlefhrendem Tertir und unter sptquartren Lehmen: Picea cf. wollossowiczi, Pinus cf. monticola, Pinus silvestris, Larix sibirica. Stets alles in Sanden und Tonen: Sehr weiches Relief. In jngeren pleistoznen Sedimenten treten sehr hufig Windkanter, Kryoturbation und Pseudomorphosen nach Eiskeilen auf.\
Unteres Pleistozn, also Tiraspol-Komplex, 5. und 4. Terrasse am Viljuij und an Marcha. Schon in 5. Terrasse am Wiljuij umgelagerte Windkanter. Hier in dieser Terrasse, und in siebenter an Lena, grobes Material: Intensive Hebungen.\
Unterer Abschnitt des mittleren Pleistozns: 3.Terrasse am Viljuij und Marcha = 35-40 m-Terrasse, "Bestjach-Terrasse" an Lena (= 5. dortige Terrasse) (Altpleistozn). Diese unter wrmeren Verhltnissen gebildet: Keine Gefrornisspuren; wohl aber in nchst tieferer, der 4. der Lena: Syngenetische Kryoturbation und Eiskeile. 4. = 2. des Viljuij = maximale Vereisung des Werchojansker Gebirges. Gehrt mit 3. der Lena zusammen.\
Bei Verchne-Viljuysk in 2. Viljuij-Terrasse Rhinoceros-antiquitatis-Knochen: 0.11% Fluor, 37.29% P2O5. Schon kurz nach Tod in Dauerfrost gekommen und stets darin geblieben; anders so niedriger Fluorgehalt nicht zu erklren (vergl. Danilova und Alekseev, DAN SSSR, 19, 1958, Nr. 5)\

10179	\
Wie in ausfhrlicher anderer Arbeit\

10177	\
Nach A.A. Grigor'ev in Viljuij-Senke 17-18 Terrassen. Deutlich ausgeprgt (nach Verfasser) aber nur 6 berauenterrassen (zwischen 110 und 15 m ber dem Flu) und vielteilige Aue. Am Unterlauf des Viljuij sehr charakteristisch Dnenlandschaft auf 4. berauenterrasse. Dnen teils in Bewegung. Besonders wichtig hier runde Thermokarstsenken "Alase" und brotlaibfrmige Aufblhungshgel, bis 10 m hoch: "Bulgunnjachi". Sehr wichtig fr Reliefgestaltung Solifluktion, die flache Hnge schafft und schlingenfrmige Wlle (was ist das? In Mooren oder auf mineralischem Boden?)\
ltestpleistzn: lteste pleistozne Sedimente hier in 6. berauenterrasse. Diese in etwa 100-120 m Hhe. Besteht aus: gelbem, tonigem Sand mit Schotter, der taschen- und linsenfrmig liegt: 1.0 m; drunter gelber Sand, mittelkrnig, mit Schotter- und Ton-(grau)-Linsen. Einzelne, unregelmig geformte Schuttlagen (Braunkohle). In Sand und Ton Pollen von Picea, Pinus, Larix, Betula, Alnus, Gramineen und umgelagerte Tilia und Corylus.\
Drunter gelber, inhomogener Sand mit Quarzschotter. Wahrscheinlich Ende Pliozn, Anfang Pleistozn, da in 4. Terrasse Fauna vom Ende des Unteren oder Beginn des mittleren Pleistozns. In Museum in Viljuysk vorhandener Zahn von Elephas meridionalis Nesti wahrscheinlich aus dieser Terrasse.\
5. berauenterrasse: Sande und Schotter. Aus Verhalten zu anderen Terrassen vermutet, da sie ins Untere Pleistozn gehre. ca. 75 m.\
4. berauenterrasse: 45-65 m hoch. Grobe geschichtete Sande und Schotter. Vereinzelt graue Tone mit rotbraunem Treibholz (Strucher) und Braunkohlenschotter. Bis 45% Quarzschotter. Viele Gerlle aus dem westlichen Bergland. Sehr gut erhaltene Zhne von Rhinoceros mercki und Elephas wsti : Unterpleistozn oder Beginn Mittelpleistozn. (Altpleistozn)\
3. berauenterrasse: 30-35 m. Besonders gut um Suntar. Im Unterschied zu allen anderen Terrassen sehr feinkrniges Material (so auch an Marcha). Auch hier Dnenbildung, drunter 20 cm fossiler Boden. Elephas trogontherii-zahn: Mittelpleistozn.\
2. berauenterrasse: Unterer Abschnitt (im Profil) fluviatile Sedimente; oberer feinsandige, lehmige Sedimente oder typische lakustrine Lehme.\
Im oberen Abschnitt viel fossiles Eis. In 2. berauenterrasse gehren auch weit verbreitete Solifluktionserscheinungen (offenbar fossil, Fr.). Bei Verchne-Viljuijsk 10 km diese Sedimente der 2. berauenterrassen aufgeschlossen: Unter Vegetationsdecke lhnliche Lehme, 1.7 m (grau-grn) mit Kohlestckchen. Drunter lakustrine Sande, Feinsande und Lehme. In ihnen bis 5 m mchtiges Steineis mit Luftblasen, Pflanzenresten und Schlamm, deutlich geschichtet. Steineis hier meist wohl See-Eis, selten flieendes Wasser. \
In diesem eisfhrenden Horizont viele Knochen: Elephas primigenius, Rhinoceros antiquitatis, Bison priscus deminutus, Alces alces, Rangifer tarandus, Equus caballus: Oberpleistozn. Dieser Horizont 8-14 m, drunter 5-10 m fluviatile Sande, die wohl ins Mittelpleistozn gehren. Sockel der Terrasse 1.5-2 m ber Flu. Die Steineis- und Fauna fhrenden lakustrinen Lehme nicht nur auf 2. berauenterrasse beschrnkt, sondern auch auf allen anderen Terrassen anzutreffen. Fauna erweist, da alle diese Seebildungen gleichalt, oberpleistozn, sind. \
Ganz hnlicher Horizont auf rechtem Uferbereich der Lena zum Verchojansker Gebirge hin. Hier Steineis aber bis 25 m mchtig: So tiefe Thermokarsterscheinungen dort. Hier auch Elephas primigenius und Bison priscus. \
Diese Lehme liegen hier (an dem Balamakan) ber einer Verchojansker Morne.\
In Viljuijsenke zeigen diese Lehme mit klteliebender Steppenflora und Mammutfauna kaltes, rauhes Klima an. Grere Llehm- und Steineismchtigkeit am Verchojansker Gebirge durch grere Nhe des Gletschers und somit rauheres Klima.\
1. berauenterrasse, 14-18 m. Im oberen Teil der Senke unter Dnensand 10-12 m gut sortierte und feingeschichtete Flusande. Drunter wenig mchtige Tone mit Holz- und anderen Pflanzenresten, sowie mit Elephas primigenius, Bison priscus deminutus, Rhinoceros antiquitatis, Equus caballus: Oberpleistozn.\

10176	\
Eopleistozn: 6. Terrasse von Vilyuij und Marcha. Boreale Waldvegetation mit Elementen der wrmeliebenden tertiren Flora.\
Unteres Pleistozn: Fluviatile Sedimente der 5. und 4. Terrasse. Elephas wstii und Rhinoceros mercki.\
Mittleres Pleistozn: 2 Unterabteilungen:\
Untere: Sande und Schotter der 3. Terrasse von Vilyuiy und Marcha mit Elephas trogontherii.\
Obere: fluviatile Sedimente der 2. Terrasse der beiden Flsse und wahrscheinlich unterer Teil der Decklehme und Feinsande. Klteliebende Sugerfauna, im wesentlichen zum oberpalolithischen faunistischen Komplex.\
Oberpleistozn: 2. Terrasse der groen Flsse und 1. Terrasse, sowie Akkumulation der Decklehme und -Feinsande. Klteliebende Flora offener Landschaften und Fauna des oberpalolithischen (Jung- ) Komplexes. Oberpleistoznes Alter auch durch C14.\
Holozn: Auenterrasse. Weite Verbreitung der Taiga. Klimaverbesserung.\

10175	Rezent!\
Wo Eisenbahn den Samur quert, Ulmus campestris L., Alnus glutinosa W.; Bei Derbent Quercus pubescens Willd., Ulmus campestris L.. In Schluchten hier auch Carpinus betulus L., Corylus avellana L., Fagus orientalis Lipsky, Quercus pubescens W., Quercus sessiliflora Sm., Ulmus elliptica C. Koch. Bei Kullar (bei Belidzi) Carpinus betulus L., Quercus pedunculata Ehrl., Ulmus campestris L.\
Bei Chaltan am N- und S-Hang des Hauptkammes Buchenwlder. Bei Lagic in einem Tal Lonicera caprifolium L., Pterocarya fraxinifolia Spach., Juglans regia L. (kult.), Ulmus campestris L. In Nhe des Geokcai-Tales in einer Bachschlucht Pterocarya fraxinifolia Spach. Quercus castaneifolia C.A.M., Amblyocarpum inuloides F. et M., Smilax excelsa L., Periploca graeca L., Clematis vitalba L.. Lianen hier sehr zahlreich. Auf den Bergrcken dagegen Steppenvegetation. In kleinen Schluchten Ulmus campestris L. Hier auf felsigem Boden Carpinus betulus L., Carpinus duinensis Scop., Quercus castaneifolia CAM, Quercus sessiliflora Sm., Celtis sp., Ulmus campestris L..\

10174	\
Linkes Ufer der Selenga, 18 km oberhalb von Ulan-Ud. Pleistozne Schichtfolge hier zwischen 2 Granitbergen. Schichtfolge bis 50-70 m ber den Flu reichend, nach SW geneigt. 3 Serien (von oben nach unten):1.) gelbgraue Feinsande, mit recht viel Kies, grberen Sanden und Schotter. 7.43 m mchtig. Solifluktionshorizonte in rund 220 cm, rund 300 cm und rund 600 cm Tiefe. Besonders diese unterste Lage (kleine Kiese) bis 1 m hoch in nchst hhere Lage eingewrgt. \
Gesamte Schichtfolge greift kryoturbat in 2. Serie ein: gelbgraue Feinsande, feinerkrnig als 1. Serie. Insgesamt 18 m mchtig. An Oberkante mit ca. 0.6 m mchtigem fossilen Boden, der oft durch Solifluktion zerstrt ist. 0.5-0.7 m unterhalb dieses Bodens und 2 m tief dann hinabreichend Krotowinen, teils noch mit Resten alter Ochotonae sp., Boden besteht aus Humushorizont (0.2 m) und weiliche, karbonathaltigem B-Horizont (0.3-0.4 m). In obersten 3 m dieser 2. Serie zahlreiche Reste von Equus ex gr. sanmeniensis. Im unteren Teil, in 2.0-2.8 m Tiefe rotbrauner, 0.3-0.4 m starker Rest eines fossilen Bodens. \
2. Serie liegt mit scharfer Erosionsdiskordanz auf 3. Serie, grobe, rote Tone, undeutlich horizontal geschichtet (ca. 3-5 m), mit Hipparionfauna. 3. Serie offenbar lakustrin (mit Fischresten); 1. und 2. Serie aber wohl proluvial? Jedenfalls nicht lakustrin und auch nicht fluviatil, da sehr unsortiertes Material. In 3. Serie: Nach Ivan'ev: Mus sp., Marmota cf. sibirica, Mustella sp., Felidae, Dicerorhinus sp., Hipparion sp., Gazella cf. gutturosa, Cervus (cf. elaphus), Canidae, Bovinae. Die Gazelle vielleicht eher G. sinensis. Neufunde aus dieser Schicht: Ochotona tologoica, Ochotona sp., Mus sp., Siphneus sp., Mimomys ex gr. redii-pusillus.\
2. Serie: Verbesserte Liste (1954) von Verescagin: Ochotona sp., Ursus ex gr. arctos, Crocuta spelaea, Felidae (groe Form), Elephas sp., Rhinoceros sp., Equus caballus ssp., Cervus ex gr. elaphus, Ovis cf. ammon, Spirocerus, Bison priscus ssp. Spter mehrfach Equus ex gr. sanmeniensis gefunden. Ivan'ev bestimmte auerdem Cuon alpinus, Canis sp. (kleine Form), Vulpes corsac ?, Martes zibellina, Marmota aff. sibirica, Ochotona tologoica, Mus sp., Spiroceros hiakhtensis, Ovis aff. ammon, Equus cf. hemionus, Cervus sp., Parabubalis capricornis. Elephas zu trogontherii oder frherem E. primigenius von Ivan'ev gestellt. Nach Garutt dieser Elefant aber zu Paleoloxodon sp.. Bestimmung von Parabubalis capricornis auf Grund nur eines Extremittenknochens unmglich, da diese Art nur nach Schdelfragment aufgestellt ! Crocuta spelaea nach Ansicht des Verfassers eher Hyaena sinensis. Spirocerus wahrscheinlich auch nher der Spiroceros peii aus Cou Kou Tian I.-\
PF: 3. Serie pollenfrei. In mittlerer Serie (Profil 126 und Teils Profil 125) berwiegt bei weitem NBP (bis 98%), und zwar besonders Artemisia und Chenopodiaceae; Auerdem viele Compositen u.a.. Unter Chenopodiaceen bisweilen Kochia prostrata (Pollen!). Unter 1-17% BP. Betula Sect. Albae und Pinus silvestris. Daneben aber auch fast immer Tilia; vereinzelt Quercus und Corylus. Tiliapollen am meisten der von Tilia amurensis hnlich. Nur 2x Tilia-sibirica-PK.\
1. Serie (Profil 125) Anstieg der BP, aber breitblttrige Arten Abfall. Aber auch hier bergewicht der NBP: 50-99%. Artemisia, Chenopodiaceae, Ephedra, Betula Sect. Nanae.\
3. Serie gleichzeitigen Vorkommens von Hipparion und Mimomys redii-pusillus nur = Unter-Sanmen, = Nihowan = Villafranchien: Heies und periodisch trockenes Klima (faunistisch und sedimentpetrographisch belegt!)\
2. Serie sehr hnlich dem Ober-Sanmen, d.h. Zeit des Sinanthropus. Wegen Fehlen gemeinsamer Arten mit Europa wohl nur Stufung in 2. Hlfte des Eopleistozns mglich. Vielleicht = Tiraspol ? (aber unklar). Offenbar Steppen, mig warm, mit breitblttrigen Gehlzen am Flu.\
1. Serie offenbar in kalten Steppen sedimentiert (Betula nana, Lycopodium alpinum, Kryoturbation). Jnger Terrassen I und II. In obersten Schichten von I Station von Osurkovo, Palaeolith, wohl = Zyrjanka. Terrasse II wahrscheinlich = Taz. Dann 1. Serie wahrscheinlich = Samarov-Eiszeit.\

10173	\
Bols. Ljachov-Inseln; zentraler Teil, in Ebene "Kallan-Aly", Mittellauf des Eterikan. Fossiles Moor untersucht. In Umgebung Wlle aus quartren staubigen Lehmen, mit Alassen; Fleckentundra mit Salix polaris, Dryas punctata und vielen  Moosen. Papaver polare, Papaver lapponicum, Ranunculus nivalis, Ranunculus sulphureus, Saxifraga-Arten, Drabae, Oxyria digyna, Festuca brevifolia, Luzula confusa, Luzula nivalis. Flecken nehmen 40-50% der Oberflche ein. \
An frostgefhrdeteren Stellen Polygontundra mit bis 70% offener Flche. In den Alassen tetragonale Moore mit nur 15 cm Torf. In einem Nebental fossile Torfe, 5 m mchtig; in Hgelform; an Basis 5-15 (-20 m) ; Torf bedeckt von lhnlichem Material, auf dem bliche Fleckentundra entwickelt ist. Zwischen Torfhgeln Spalten ausgetauten Eises. In Spalten vielfach kleine Holzstckchen, selten bis 4 cm . Alles Salix. Auf den Hgeln Salix polaris, Calamagrostis groenlandica u.a.\
Torf liegt - jedenfalls stellenweise - auf Alluvionen mit Holzstckchen: Weide. Torf aus Hypnaceen, besonders Calliergon giganteum u.a. Calliergon-Arten. Im unteren Teil auch Sphagnum sect. Squarrosa; viel Equisetum dort; Hippuris vulgaris, Eriophorum scheuchzeri, Menyanthes (?), Comarum palustre. Weiter oben besonders Drepanocladus vernicosus, Drepanocladus sendtneri; aber auch Sphagnum sect. Acutifolia.\
Torf insgesamt sehr homogen. PF: Alluvionen mit Holz an Basis: 59.8% BP und Strucher (Alnus 33.8%, Betula 52.4%, Betula nana 12.3%, Salix 1.5%), 26% NBP, 14.2% Sporen. Torf darber: BP und Strucher 69.0% (Pinus silvestris 1.5, Betula 51.2, Alnus 46.6, Salix 0.7), 22.3% NBP, 8.7% Sporen. Angeblich Flora im Torf hnlich dem am Popigaj (rezent dort). Von Alnus Stammstcke von Romanovskij 1958 dort auf B. Ljachovskij gefunden. So schon 1897 von Toll: Mit Blttern und Ktzchen (fest gefroren im Sediment), faktisch unbeschdigt: Kein Ferntransport. Diese fossile Vegetation in der der heutigen subarktischen Tundra!.\
In PF vorhanden z.T. viel Ericaceae und Rubus chamaemorus. Sei postglazial. Damals Insel mit Festland verbunden, da groe Massen Hochflutlehm und mchtige Moore nur in Aue groer Flsse mglich.\

10172	\
Durchquerung, meist aber Gusinnaja Guba.\
Sieversia glacialis auf O-Seite, neu zugewandert, wahrscheinlich innerhalb der letzten 3 Jahrzehnte. Lehnt Mglichkeit, da sich Interglazialrelikte erhielten, ab. Relikte nur aus postglazialer Wrmezeit: Vaccinium uliginosum, Vaccinium vitis idaea, Pyrola grandiflora, Betula nana, Comarum palustre; vielleicht auch Rubus chamaemorus. Reste von Hgelmooren an O- und W-Ufer (Relikte der postglazialen Wrmezeit). Damals hier Strauchtundrazone. Torf 1 m.\
Fleckentundra, mit aufgewlbten Rndern sehr weit verbreitet.  meist 150 cm, aber bis 300 cm. Zentrum etwa 15 cm aufgewlbt. An Hngen als Flieerdegirlanden. Steinpolygone von 50-150 cm  mit aufgewlbten Zentren.\
In Fleckentundra umgibt Vegetation oft als erhhter Ring den Fleck. Steinstreifen an Hngen. In Mooren auf W-Seite Flachhgelmoore: Carex-Wollgras - oder Dupontia - Hypnaceenschlenken und bis 20 m  und 50 cm hohe Hgel, unter denen meist mineralische Erde aufgewlbt ist und Eislinsen enthlt. Hgel an Rndern von Bulten umgeben. Auf Hgeln (je nach Entwicklungsstufe) Dicranen, Sphagnen oder Flechten und Poa arctica, Luzula confusa. Schlielich Hgel von Spalten zerrissen und Abbau. Hgel meist rund, regellos verteilt.\

10171	\
Fossiles Holz berall anzutreffen, besonders am See Kieng-Kjuel' (hart nordstlich Dorf Novyj). Von Einheimischen als Brennholz benutzt, wie auch in Taimyrtundren (Tjulina, Avramcik). Alles Lrche. Ein Teil ehemaliges Treibholz, ein Teil aber sicher dort gewachsen. Am Fu des sdlichen Berglandes auf Anstehendem 1 m mchtige Morne mit Quarzgeschieben, die herantransporteirt sein mssen. Teils auch fluvioglaziale (?) Sedimente beobachtet. Ganzes Gebiet sonst wohl von ortsfesten Eisfeldern bedeckt (keine genauere Beweisfhrung!).\
Sehr weit verbreitet Flechtentundra.\
Betula exilis, Salix reptans, Salix glauca, Salix pulchra\
In Senken weit verbreitet Flachhgelmoore.\
An Hngen und auf Kuppen niedriger Hgel und Hhenrcken Fleckentundra. Flecken umgeben von Spalten. Diese 5-15 cm breit, 30-40 cm tief; in diese Spalten hngt Rasendecke hinab. Netzflchen zwischen den Spalten 1-2 m , unregelmig geformt. Flche 15-20 cm aufgewlbt. Im Zentrum dieser flachen Hgel tritt bisweilen nackter Boden zu Tage, umgeben von einem Rasenwall.\
Hgeliges Mikrorelief und nackte Flecken entstehen wohl durch Volumenzunahme der Hgel und Aufwlbungen der Oberflche bei Eisbildung im feuchten Lehm im Herbst. In diesen nackten Flecken im Herbst oft Eislinsen. Boden bleibt nach Auftauen des Eises pors und locker. Auerdem Spalten beteiligt, die immer tiefer werden und in denen sich Vegetation hlt. Hier spteres Gefrieren, als auf dem nackten Hgel. Schneekorrosion fehlt hier fast vllig. Hier auch kein Bodenflieen.\
Auf sandigem Boden Kleinhgeltundra. Hgelchen 20-50 cm hoch. Oberflche der Hgel von Spalten zerfurcht, entblt; zwischen den Hgelchen 5-20 cm breite Senken. An stark windexponierten Stellen Dryas-Polygontundra. Dryas nur in Spalten der sonst nackten Polygone. Salix rotundifolia.\
Sehr weit verbreitet Flachhgelmoore. Hgel 50 cm hoch, leicht hgelig in sich. Nehmen etwa 28% des gesamten Gebietes ein. Flche vergrert sich, da Seen zunehmend versumpfen. Im Norden des Popigaitales Polygonmoore. Torf bis 2 m mchtig. Wlle am Rand etwa 25 cm hoch. Abstand zwischen den Wllen bis 50 m. Wlle senkrecht zueinander. Teils treffen sie sich, teils verlieren sie sich in Schlenken. Auf hheren Terrassen Wlle 50 cm hoch, teils 1 m; 5 m breit, schlieen Quadrate von 10-15 m Kantenlnge ein. Innen Senken. An wasserzgigen Stellen wird aus isolierten Wllen Flachhgelmoor.\

10170	\
In Barguzin- und Tunka-Senke sehr mchtige tertire und pleistozne Sedimente. In Tunka-Senke auch Braunkohle. Diese kohlefhrende Serie aus diatomeenreichen Tonen, Sanden, Feinsanden, Sandsteinen und Braunkohle. \
Aus dieser Serie PF: Picea sp., Pinus sp., Tsuga, Taxodium, Betula, Alnus, Corylus, Carpinus, Pterocarya, Carya, Fagus, Quercus, Ulmaceae, Tilia; subtropische Moraceae, Magnolia, Ilex, Ericaceae, Chenopodiaceae, Leguminosae, Compositae, Polypodiaceae, Lycopodiaceae: (dies anscheinend am West-Rand der Barguzin-Senke, bei Mogojto). hnlich bei Suvo-Teljatnikovo, ebenfalls an W-Teil der Barguzin-Senke. Dort auch Rhus, neben sonst mit 74% dominanten Coniferen. Breitblttrige Arten 3-15%, bisweilen 26-56%! NBP < 6%. Also warmes und feuchtes Klima, wie bei Kohlebildung im mio-unterplioznen Tunka-Becken. ber dieser Kohle -Serie im grberen Material bei Mogojto in Sanden und Schottern erbohrt:\
PF: Pinus sp., Picea sp., Tsuga, Taxodiaceae, Corylus, Ulmaceae, Juglandaceae, Alnus, Betula, Polypodiaceae. Entsprechende PF aus 200 m wechsellagernden Sanden und Tonen bei Suvo-Teljatnikovo (W-Ende der Barguzinsenke): Coniferen> 80%; 50-75% Picea, Betula 20%, Alnus 16%. Juglans 1%, Corylus 4%, Quercus 4%. Ganz vereinzelt Fagus, Ulmus, Carpinus. Subtropische Exoten fehlen. \
Bei Suvo in 147-330 m Tiefe selbe Sande und Tone, mit Picea 0-37%, Pinaceae 0-10%, Pinus 1-19%, Pinus diploxylon 0,1-25%, Larix 0-3,2, Quercus 0-10, Betula 37-12, Alnus 0-4, Polypodiaceae 0-14, Compositae 0-1,7, Artemisia 0-16, Leguminosae 0-6,5, Chenopodiaceae 0-17, Caryophyllaceae 0-2, Gramineae 0-6, Umbelliferae vereinzelt. Ranunculaceae 0-2, Lycopodiaceae 0-4.7, Botrychium 0-3.2%. Also recht verarmte Flora! \
hnlich Ergebnisse von Zaklinskaja (1950) bei Alga am Rand der Barguzin-Senke (nach V. V. Lamakin, 1954, Jungtertir). Hier in sogenannten Alga-Tonen: Coniferen um 50%; einige Pinus-Arten (Pinus sect. cembra, Strobus, Eupitys); Tsuga (8-0,5%); Alnus 41-51%, Corylus, Carpinus, Pterocarya, Juglans 0,1-0,5%. Wenige Lauraceae. Diese aber wohl angesichts sehr hohen Prozentsatzes kleinblttriger Arten umgelagert.\
Grenze Tertir/Eopleistozn also wohl zu ziehen ber der Kohle-Serie und unter den erwhnten Sanden und Tonen mit den verarmten Pollenfloren.\
In Tunka-Senke und bei Mogojto in Barguzinsenke zwischen den beiden ockerfarbenen Horizonten (Tunka-Senke) oder dessen quivalent (graue und ockerfarbene Sande, Kiese und Schotter: Mogojto). In beiden gleiche PF, und zwar zu unterst Coniferen-Flora mit besonders Picea, mit wenig breitblttrigen Arten, aber viel Betula und Alnus (20%); im oberen Abschnitt neben Picea, auch viel Pinus, und starker Anstieg von Betula und Alnus. Breitblttrige Arten bleiben gleich. Aus unterem Eopleistozn Fauna des Berges Tologoj und Mimomys ex gr. redii-pusillus von Novo-Nikol'skoe.\

10166	\
Groe Ljachov-Insel, Kap Salaurov.\
Bultige Fleckentundra und Polygontundra.\
Thermokarstsenken\

10167	\
In Polarwsten vorherrschend Krustenflechten (und Algen). Moose, Grser und Kruter und Zwergstrucher nur noch an ganz besonders bevorzugten Stellen des Mikroreliefs, ohne eigentliche arktische Tundrengesellschaften zu bilden, sondern nur Tundrenfragmente. Keine Schichtung der Gesellschaften.\

13412	\
Draved Mose, Fugls Mose, Blling Mose, Store Borremose. Bei Draved Mose 54 14C-Daten; an den anderen nur einzelne SWK datiert, und zwar an einzelnen Punkten. Fr Draved Mose hier nur Humifizierungsgrade untersucht, sowie Assulina spp. und Amphitrema flavum. 14C-Daten auf Kalenderjahre gem DAMON et al. (1973) umgerechnet, also ohne wriggles !(Fr.) Hieraus da angeblich diese SWK auf 30m Profilrand verfolgbar, auf Allgemeingltigkeit geschlossen: SWK folgen- generell- in ca. 260 Jahresrythmen aufeinander. Einzelne Cyklen knnen mal ausfallen. Aber aus Trgheit der Moore knnen\
 diese -angeblich- nur 260 Jahrescyclen widerspiegeln, nicht 150-200 Jahrescyclen (vgl. aber GEEL, B.V.! Fr.). Eustatische Schwankungen, da noch trger, zeigen aber nur 520 -Jahrescyclen Blekinge  (dies einzige Landschaft, deren Resultate herangezogen wurden) Amphitrema und Assulina verhalten sich gegen SWK keineswegs stets gleichartig. Es fehlt generell jede palokologische Analyse. (Fr.)\

13475	\
Rythmik wie in anderen Arbeiten. Vorsichtige Prognose. Ansicht des Profils im Draved Mose. Nur Humifizierungsgrade eingezeichnet.\

13455	\
Wie in anderen Arbeiten.\

10078	\
Hochmoor Draved Mose. Hier 59 Kalibrierte C14-Daten an 2 Profilen. Humifizierung nach Overbecks Methode, verbessert von BAHNSON (1968). Hier Methode der kolorimetrischen Bestimmung des Humifizierungsgrades ausfhrlich.-Fr C14 keine Huminsureextraktion vorgenommen, da in jungen Sphagnumtorfen wenig oder kein vertikaler Huminsuretransport feststellbar. Datierung in konventionellen C14 Jahren. Daten dann an bristlecone pine kalibriert. Hier Kurve von DAMON et al. (1973) benutzt. Dann bei 55 C14-Daten 5-er Mittel gebildet, um ausgeglichene Wachstumskurve zu erhalten. Inversionen der C14-Daten bei: 3300 v.Chr., 3150 v.Chr., 2550 v. Chr., 800 v. Chr. (konventionelle Daten)- Wachstumsrate 0.16 bis 0.8 mm/Jahr; im Mittel 0.44 mm/Jahr.\
                                                                  -1-\
Im oberen Teil 2 Phasen des schnelleren Torfwachstums. Jngst etwa 0.74 mm/Jahr gewachsen. Nach genauer Analyse des org. Materials: Oben (18.08 bis 18.88 m) bei feuchten Bedingungen hohe Torfbildungsrate, mit geringer Humifizierung. Bei trockenen umgekehrt.- Unterer Teil (16.65 bis 17.65 m) hohe Wachstumsrate in trockenen Bedingungen; nimmt ab zu feuchten hin.- Mittlere Zone (17.65 bis 18.08 m) keine klaren Abhngigkeiten.- Pflanzen an feuchten Standorten geben geringeren Humifizierungsgrad als Pflanzen trockener Standorte (z.B. Calluna).- Im allgemeinen hier Anstieg d. Rhizopoden-Gehaltes begleitet von Abfall im Humifizierungsgrad. Hieraus: Wechsel des Humifizierungsgrades scheint wesentlich abzuhngen von Feuchte oder Trockenheit zu Zeit der Torfbildung. Humifizierungsgrad hngt wesentlich davon ab, wie lang es dauert, bis Torf in anaerobe Verhltnisse gelangt.\
                                                                   -2-\
Draved Mose. Meist alle 1 cm Proben entnommen. 55 14C-Daten. Sph.-bltter bestimmt. 14C-Daten als weiche Regressionskurve in absolute Daten umgerechnet.- An Basis olischer Sand, berdeckt von hydromor. Darber armer Niedermoortorf, reich an Cyperaceen, Poac. und wenig Calluna. Nach ca. 20 cm sehr viel Calluna und Erscheinen der Rhizopoden: offenbar Wechsel minerotroph zu ombrotroph. Dieser bergang 4600 v.Chr. absolut = 3800 v.Chr. konventionell. Holzkohlenstaub in 16.90, 16.95 und 17.68 mNN. 16.90 m = 3800 v.Chr. absolut oder 3000 v.Chr. konventionell: recht trocken, da starke Humifizierung und wenig Rhizopoden. wohl auch Hiatus, obwohl dies nicht vom PD wahrscheinlich gemacht wird. 16.95 m und 17.68 m recht feucht;\
                                                                   -3-\
dies besonders fr 17.68 m, da Holzkohle im Sph. cuspidatum (dies aber auch schon bei 16.95 in Spuren und nicht ausgezhlt, da zu schlechte Erhaltung. Darunter berhaupt nicht mehr bestimmbar; Fr.) Brnde also entweder oberflchlich oder Kohle von anderen Moorteilen zugeweht. (Anm.: alle 3 Lagen in Zonen aberranter 14C-Daten: gleichalt mit hheren Proben. Horizont 16.90 als trocken angesehen wegen geringen Rhizop.-Gehaltes. Dieser aber = oder > an schwach zersetztem Hochmoortorf viel weiter oben, auf jeden Fall bedeutend > 17.68 m! Fr.)\
Beginn Sph.-imbricatum-Torf hier gegen 400 n.Chr.; bei v.GEEL : ca. 850 v.Chr. in Engberts dijksveen; ca. 600 v.Chr. in Wietmarscher Moor. OVERBECK :noch viel frher, S.584 ff.). Wriggles in 14C-Kurve hier statistische Streuung oder, bei strksten, als mgliche Probenverwechslung angesehen und damit eliminiert. Aus gleitenden Fnfermitteln Wachstumskurve gezeichnet, in mm/Jahr. Hiermit prgen sich natrlich 14C-Schwankungen als Wachstumsschwankungen aus (Fr.). Auerdem m. E. besser, Wachstum in Trockenmasse/ Jahr auszudrcken, um Kompaktion zu eliminieren.-Fr kologische Analyse hier bes. Humifizierungs-Werte und Rhizopoden-Analysen verwandt. ber ganzes Profil "trockene" und "feuchte" Abschnitte verteilt, sowohl im S-Torf als auch im W-Torf. Verf.: Im oberen Teil lokal feucht mit hoher Wachstumsgeschwindigkeit und niedriger Humifizierung korreliert; im unteren Teil genau umgekehrt; Mittelteil unausgesprochen. Assulina und Amphitrema flavum zeigen feuchte Moorpartien an (vgl. jedoch v.Geel !)\
                                                               -4-\
Rhizopodenkurven und Humifizierungs-kurven seien stark miteinander korreliert (finde ich nicht). Das treffe fr 71.1% der geprften 52 Flle zu (mag sein, aber auffallend starke Abweichungen, Fr.) Beziehung feuchter Mihen und schnelles Torfwachstum mit geringer Humifizierung erklrt. Gegenteil, das ja im unteren Profilteil herrscht, aber nicht (kein einziges Wort !)-Vergleichende Analyse des Hhenwachstums im Ablauf der Zeit bei mindestens 25 Mooren. Hieraus generell Anstieg der Wachstumsrate mit Abnahme der Tiefe. Dies nie auf Trockensubstanz bezogen.!\

10079	\
Genera Potamogeton und Groenlandia. Recent u. subfossil. Mehr als 17000 Objekte untersucht, davon 2000 rezent. 22 Arten. Neue diagnostische Merkmale der Anatomie und Histochemie. Schlssel der Arten, zahlreiche Bilder. Anscheinend sehr sorgfltige Arbeit.\

10080	\
Hinsichtlich der Klimainterpretation nur sehr vage: Hinweis auf Mglichkeiten.\

10085	\
Sehr ausfhrlich Versumpfung der Wlder auf wasserundurchlssigem Boden oder auch auf durchlssigem Boden; dann aber mit Anstieg des Grundwassers.- Ungefhr 77% der Gesamtmoorflche des Untersuchungsgebietes aus Versumpfung von Waldboden entstanden. Die groen Moore in N-Satakunta meist primr durch Verlandung von Meeresbuchten. Verwachsen von Seen und Weihern im Gebiet nicht zahlenmig wichtig. Wohl aber dadurch, da hierdurch Primrversumpfung veranlat worden ist, die dann durch Transgression weite Flchen erobert hat. Flora der Moore bei Entstehung und heute weitgehend dieselbe. In einigen Mooren in 40-100 m Hhe aber\
Verwachsung durch anspruchsvollere Vegetation, als die der heutigen Verhltnisse.-Dominierender Moortyp: Sph.-Moor. Andere Typen durch Alter oder durch lokale Bedingungen.- Typische Schichtenfolge: Gyttja - Krauttorf - Carex- und Bruchtorf - Erioph. vaginat. Torf - Sph. Torf.. Nie 2-Gliederung des Sph.-Torfes. Ebenso nicht einheitliche, synchrone Humifikationsschicht oder Stubbenhorizont.- Die einzelnen Torfschichten in Mooren (vom Boden an) in selber Reihenfolge bereinander, wie Moortypen von Kste --> Binnenland; also Entwicklung stets dieselbe gewesen.\

10084	\
Salix weder den BP noch den NBP zugerechnet, da Auftreten zu `launenhaft'. NBP in 3 Gruppen geteilt: 1.) Ericaceen einschlielich Rubus chamaemorus; 2.) Seggen und Grser; 3.) brige NBP.  NBP a) auf 100 BP und  b) auf 50 mg Torf berechnet.\
Ausfhrliche Zhltabellen bei Bedarf erneut einsehen!\
S.90: "Pollen des Chenopodiaceentypus wurde in insgesamt 7 Proben von 200 angetroffen, und zwar verteilt sich diese Zahl relativ gleichmig auf die verschiedenen Regionen. Da die Chenopodiaceen in Petsamo sehr selten sind und da solche auch in der Nhe der Probeentnahmestelle nicht vorkommen, ist es kaum glaublich, da es sich wirklich um Chenopodiaceenpollen handelt, falls man es vielleicht nicht mit einem Fall von Fernflug zu tun hat."- Nichts ber Artemisia, Helianthemum, Filipendula, Hippopha (Frenzel).\
\
\
u.a. Oberflchenproben der Tundra:\
\
1.)Insel Iso Heinsari, in offener See 6 km vor Kste bei Halbinsel Pummanginniemi Tundra:\
Eric.  Rub.Cham.  Cyp.  Gram.  Caryoph.  Compos.  Cornus  Umb.\
39        2       14    26       29       12        20     6\
\
Varia.   NBP %-Summe\
 45       193\
\
2.) Vaitolanti in N-Teil d. Fischerhalbinsel, Tundra\
\
 17       2       30     9       +         7        3       -\
\
 6       74\
\
dort, Bi-Proben\
\
 32       4        8      6      +          +        +      1\
\
 1       53\

10083	\
viele PDs\
Ermittlung der Tundra auf pollenanalytischem Wege. Wie in Arbeit von 1944.\
Detaillierte Angaben zur Klimageschichte (PD fast ohne NBP). Karten zur Vegetationsgeschichte.- Angeblich letzter Teil von Ancylus khler als heute in Petsamo, sonst aber deutlich wrmer: Nordatlantisches Tief habe sich verschoben. Klimaschwankungen mit 800- jhriger Periodik: 1200, 400 n.Chr., 500 oder 600 v.Chr., 1200, 2300, 2800-2900 und 3700 v.Chr.\

10082	\
Petsamo-Gebiet, nicht lokalisiert. NBP-Spektren, in % der BP:\
\
                 Eric./Rubus.cham./Cyp./Gram./Kr./   NBP\
\
Tundra            27    2          20   16   57     122\
bauml. Fjeld      14    -           4     +          19\
Bi-Gebschzone    20    2           8     1    2      33\
Bi-Stufe an       22    1           6     +    1      30\
 Fjeldhngen\
Bi-Wald           14    7           4     +    1      26\
\
Bei NBP= 100% Tundra, falls Pollen nicht nur von 1-2 Arten geliefert wurde, was auch lokal im Waldland vorkommen kann. S. 338: "Ein NBP-Bestand ist also umso zuverlssiger als Kennzeichen der Tundra, je mehr Pollentypen darin reichlich auftreten." Relative NBP-Zahl auf Tundra viel hher als im Waldland; absolute aber in Tundra viel geringer als im Waldland: geringere Produktion. NBP-Menge in Waldgrenznhe in Tundra bisweilen niedrig. Aber andererseits an Waldgrenze (ohne Ericac.) Nie hohe NBP-Werte (100 und mehr).-Pollendichte vielleicht noch zuverlssigeres Hilfsmittel; Bei BP je 50 mg Torf (lufttrocken)<100: Tundra; bei> 200 Wald oder Birkengebsche . Unstimmigkeiten aber durch lokal geringes Torfwachstum (z.B. Fjelde innerhalb des Waldlandes, oder Alpen). Schlielich in anderen Vegetationsgebieten andere Verhltnisse wegen genderter Pollenproduktion.\

10081	\
Oberflchenproben verschiedener finnischer Waldregionen.\

10088	\
10 km nrdlich Iyvskyla, nrdlich d. Sees Tuomiojrvi. 9 m tief, in Oskessel mit sehr steilen Rndern. 100 m hoch. Mittelfinnland.\
Flschung des vegetationsgeschichtlichen Bildes durch Rutschungen.\

10087	\
Hier Steilanstieg der Pollenzonen datiert: Karelische Landenge gegen 5500 v.h.; Mittelfinnland zw. 4500 und 5000 v.h.; SW- u. W-Finnland um 4000 v.h.; Aalandsinseln 2000 v.h.; NW- Finnland 3500-4000 v.h." Ihr Vordringen folgte dem Ausdehnen des ihr zusagenden Klimaraumes". Konnte sich als Schattholzart im Ki-Bi-Wald schnell durchsetzen. Nach Westen fortschreitende Massenausbreitung also gedeutet als Folge in selber Richtung langsam voranschreitender Zunahme der Kontinentalitt.- Gleichaltrig in Finnland und Mitteleuropa scheint Grenze III/IV\
zu sein . Ungleichzeitig ist aber Beginn der Kie-Zeit (IV/V), Erlenphase (V/VI), Beginn d. EMW-Phase (VI/VII), Ende der EMW-Phase und Beginn d. Fi-Phase (VIII/IX), eben bedingt durch Einwanderung.\
Gleichzeitig sollte  Max. des EMW sein. Dieses aber oft nur schwer zu fassen.\

14273	\
Annahme, bei Atlantikum ca. 2 oC hhere Jahresmittel als heute (aus IVERSEN, AARIO, ANDERSSON). Bei Anstieg Februartemperatur Anstieg Niederschlagsmenge des Februars. Bei Anstieg Julitemperatur Abfall Niederschlagsmenge. Bei Anstieg Jahrestemperatur nur ganz schwach bis gar nicht Anstieg Niederschlagsmenge. Hieraus: bei hheren atlantischen Jahresmitteln wohl Jahresniederschlag nicht oder nur kaum verndert. Dann aber mu Jahresevaporation vergrert worden sein, soda Abflu wohl nur 70% des heutigen.\

10086	\
Flint 1955: Ground moraine: Morne mit geringem Relief, ohne transversale oder lineare Elemente; dick genug, um Oberflche von der des Anstehenden unabhngig zu machen.-Falls so, dann dieser Typ fast nie in Finnland. Hier viel mehr Tilldecke, die Relief des Grundgebirges abschwcht. \
Daraus nach AARIO neuer Begriff :" Cover moraine": " a veneer of till, the surface of which consists of a low relief dominantly devoid of transverse or linear elements." Ground moraine sensu Flint dann nur ein Typ dieser cover moraine. Begriff cover moraine knnte dann noch untergliedert werden, etwa ...dominantly composed of ablation till usw..- Begriff "kuppige Morne" deskriptiv. Besser genetische Unterscheidung: hummocky disintegration moraine, hummocky squeezed-up moraine (=Typ Veihi-Morne), hummocky active ice moraine. Letzte hngt aber stark mit Drumlins und fluting zusammen.\
                                                              -1-\
In Koillismaa: Drumlins meist aus sandigem till, wohl im wesentlichen basal. Sortiertes Material seltener. Vielfach Scher- und Schieferflchen, Falten, Verwerfungen, Geschiebepflaster. Teils feinkrnige Lagen, die als Flchen zwischen 2 Eisblttern angesehen werden. Sonstiges Material meist als Einschlu im Till. Hufig Kreuz- und Rippelschichtung, oft postsediment gestrt. bergang Till/ sortiertes Material sowohl kontinuierlich als auch abrupt. Material also aus ganzer Folge von Ereignissen. \
Scherflchen oder Einregelung zeigen meist lokale Eisbewegung schrg oder quer zu Drumlins an. Hierbei allerdings nderung nach oben: Unten parallel zu Drumlins, oben immer querer dazu!- Active-ice hummocks: Teils intern so wie Drumlins, dann als Mammillary hills (Chamberlin, 1894) anzusehen. Teils aber auch viel mehr sortiertes Material. Till aber noch dominant. Vielfach in Vertikaler mehrere genetisch verschiedene Schichtglieder. Hufig geschichtet, teils Kreuz- und Rippelschichtung, weniger gestrt als in Drumlins. Till teils Ablation, teils flow till (nach oben). Oben vielfach Scherflchen. Eisbewegungsrichtung vielfach anders als die des gesamten Gebietes. Teils bergang zu Rogen Morne.- Generell bei Drumlins, fluting und Hummocks offenbar fortlaufende Sedimentation, kein einmaliger,  Kollaps-hnlicher Vorgang. Formen nicht stets ideale Stromlinienform. Entscheidend ihr Erosionswiderstand.\
                                                             -2-\
Rcken oft sehr regelmig nebeneinander: Von Eis selbst abhngig nicht von Unterlage. S.93: " Conditions within the trough did not favour the creation of relief, thus the flat-bottom trough was the best-fit form. Erosion tended to smooth out the irregularities and only such deposition occured which helped to maintain the trough shape." Bei Drumlinbildung anscheinend hchste Fliegeschwindigkeit in Vertiefungen, parallel der Lngsachse, dann zu Drumlins abdrehend, sich verlangsamend und spiralig werdend (geht das? Fr.) Frage, was Ursache und Folge. Bei Eisflu parallelen Rcken lokale Eisbewegung auch quer zur Richtung des Rckens. Rogenmorne z.T. aus transversalen Mornen und Drumlins. In Rogenmornen sonst aber welliger Eisflu.- Gruppe von deGeer-Mornen als "Waschbrett-Morne" bezeichnet.\
                                                               -3-\
Genetisch nah verwandte Landformen als assemblage bezeichnet; Genetisch unterschiedliche, aber rumlich nahe beieinander liegende aber als complexe.\
\
sehr schne Luftbilder.\

10092	\
Sehr schne Arbeit mit Karten des sptglazialen Eisrckzuges, ber Gebiet des Bottnischen Meerbusens hinaus. Arbeit ber Buchhandel bestellt.\

10093	\
Karte\
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Annahme: Fichte zwar frher eingewandert, auch in S- u. SW-Finnland, aber steiler Anstieg der Fichtenkurven klimatisch verursacht: langsames Fortschreiten der Sommer- und Winter- Abkhlung nach Westen. Auf keinen Fall subatlant. "Klimasturz" hierdurch beweisbar: Tritt vielmehr bei Ausbreitung und Zunahme der Fichte berhaupt nicht in Erscheinung.\

10094	\
Fernpabergsturz, 1 km3, nach N in Lermooserbecken, nach S bis in das Gurgltal, d.h. 6,5 bzw. 11,5 km weit gelaufen. Quer zum Tal hohe Schuttwellen, bis 90 m hoch! - Bergsturz von Rhzuns 14 km weit gelaufen.- In der Regel oben auf grobes Material, darunter feines. Auf kantigem Trmmermaterial in der Regel isolierte Mornen-, Schotter- und Sandlager; teils auch drin.- Morphologisch steil aufragende Hgel: Tomahgel, mit 35-39 Hangneigung. Oben platt oder scharf geschnittene Firste. Daneben tiefe, geschlossene Hohlformen.- Hgelflanken\
teils fluviatil bersteilt. Aber dies nur Ausnahme, da oft von trichterfrmigen Hohlformen ringfrmig umschlossen. Definition: S. 125" Tomahgel sind berwiegend aus Bergsturzmaterial bestehende kegel-, pyramiden- oder dachfrmige Aufragungen mit mehr oder weniger glattflchigen Bschungen konstanten Geflles." Trichter in der Regel keine Dolinen.-Da oft von Mornen berdeckt, wohl sptere Eisberfahrung z.T..\
 Andererseits Mornen oft nur fleckenhaft: Erklrbar durch Bersturz auf Eis, das unregelmig niederschmolz. Besser wohl insgesamt Niedergang an Eis, beim Schmelzen bersteilt, Mornen durch Gehngeschuttbildung lokal freiprpariert und umgelagert. Aber Mornen vielfach schichtweise im Bergsturzschutt: Morne kann mitgenommen worden sein; es knnen mehrere Bergstrze ber Gletscher gewesen sein, oder Gletscher berfuhr Bergsturz. Hohlformen: Slle auf Bergsturz nach dessen berfahrung oder Toteislcher von unterliegendem Gletscher.\
Beschreibung der einzelnen Bergstrze.\

10096	\
Wohl spte Kreide\

10097	\
1609 hhere Pflanzenarten. Davon Holarktisch 9,1%, Palarktisch 17,6%, Europ. 8,0, Atlantisch 0,3, Medit. 16,9, Pannonisch 1,4, Pontisch 1.6, Sarmatisch 0,3, Vorderas. 13,0, Zentralas. 1,2, Turanisch 0,2, Kaukasisch 20,1, Kolchisch 7,8, Hyrkanisch 0,9, brige 1,6%.\
Laubmoose: Bipolar 17,3%, Kosmop. 1,3, Holarktisch 58,2, Palarktisch 7,6, Europ. 5,0, Medit. 8,3, Vorderasiatisch 0,3, Kaukas. 2,0,\
Rolle der borealen meist berschtzt, denn Palarktische sind keineswegs alle boreal, sondern gehen viel mehr auf alte Anfnge zurck.\

10098	\
Theoretische Abhandlung, Kaukasusflora sei von Florenentwicklung der nrdlichen Waldzone im wesentlichen schon seit langem getrennt gewesen. Daher auch nur sehr wenige Eiszeitrelikte. Zur Wiederbesiedlung des ehemals vergletscherten Gebietes weniger Nunatakflora als Einwanderer niedriger Hhenstufen wichtig. Starke floristische Beziehungen nach Vorder-Asien. Wlder auch in Sd-Ossetien ehemals weiter verbreitet, durch Menschen in #282bljak berfhrt. So in sptbronzezeitlichen Kulturresten der Stalinir nach B. A. Kuftin Hinweise auf damalige Bewaldung des Gebietes.\

10099	\
Kinel'= Mittel Pliozn. Damals pliozne Taiga mindestens bis Breite von Woronez-Kujbysev. In Kinel'-Bryoflora des Kama-Gebietes: Moose feuchter Stellen: Cratoneuron filicinum, Thuidium recognitum, Drepanocladus sp.\
Moose dunkler Taigatypen: Hylocomium splendens.\
Artenreichere Wlder: Anomodon viticulosus, Thuidium philibertii, Homalia trichomanoides, Eurhynchium pulchellum, Claopodium subpiliferum, Ceratodon purpureus, Rhytidium rugosum,\
Thuidium abietinum. Diese z. T. auch an offeneren Stellen. Wichtig Claopodium: heutiger N-Amerikaner! Also offenbar im Pliozn in Taiga recht uneinheitliche Waldtypen: Dunkle und lichte Taiga.\
Quartre Moose aus jngerem Mittelpleistozn, Tundra, mit Waldinseln.\

10100	\
Rayon Macharadzewsk, linkes Ufer des Cachvat (Flugebiet der Nataneb'). Aufsammlungen von #261o#260ieva:\
Epipterygium tozeri, Eucladium verticillatum, Neckera complanata, Neckera cf. crispa, Thamnium alopecurum, Isothecium myosuroides, Isothecium myurum, Clasmatodon parvulus, Anomodon rugelii, A. attenuatus, A. viticulosus, A. longifolius, Thuidium cf. philibertii, Homalothecium philippeanum, H. sericeum, Pleuropus euchloron, Brachythecium sp., Eurhynchium pulchellum, Eu. zetterstedtii, Ctenidium molluscum.\
Bryoflora fast identisch mit heutiger desselben Gebietes.\

13113	\
W von Teplice. Auf Altquartr. Hier Dellenfllung. Von unten nach oben: Stark kalkhaltiger, weilich-ockerfarbener L mit dunklen Zwischenschichten und verkohlten Pflanzenresten: Wohl Ablagerung in vernter Dellensohle, da Wassermollusken. Dann Parabraunerde mit unterem rostroten und oberem graubraunem Horizont mit Frostspalten. Dann Hangmaterial, stark kalkhaltig, mit reicher Molluskenfauna: a) Steppengesellschaft, gleichzeitig mit Hangmaterial; b) ltere, interglaziale Waldfauna mit Helicigona banatica. Dann Pararendzina, kalkhaltig, parautochthon; Fauna mit viel\
Helicopsis striata: erneute Steppenphase, Zeit der Bodenbildung. Darber rostfarbener, grobkrniger L mit Helicopsis striata. Dann letzter Steppenboden, mit zahlreichen Spalten, stark braungefleckt. Drber verschwemmte Staublehmlage; darauf ehemals postglaziale Parabraunerde.\
Unterster Bodenkomplex (Parabraunerde, zweigeteilt) nach Geomorphologie Mittelpleistozn, hnlich PK IV. Nach Mollusken aber Eem.\

10101	\
Vgl. Arbeit von Kornilova. Hier im wesentlichen PF aus liegenden Sedimenten: Abies-Pin.-Bet.-Wlder mit Alnus, Jugl., Acer, Magnolia, Qu.. Gehen nach oben, noch unter mittelmiozner Fauna (mit Ictitherium hipparionum, Cervidae indet., Gazella sp.) in Waldsteppen-flora ber mit Ephedra, Chenopodium, Artemisia, Gramineae und Pinus, Ulmus, Castanea, Juglans, Alnus, Pinaceae. Viel artenrmer als A#281utas. Untere Flora miozn nach Flora-charakter.\
\
Pollenanalysen in den von Kornilova makroskopisch untersuchten Sedimenten.\
bergang recht artenreicher Laubwlder (mit Juglans, Quercus, Magnolia (und Abies)) zu artenarmen Mischwldern und schlielich Kiefernhainen in offenen Landschaften. Ist wesentlich artenrmer als oligozne Asutas-Flora und wird deshalb vom Verfasser ins Miozn gestellt.\

9568	\
Karten, C14\
\
Grte Endmornen in O-Norwegen: Ra-Mornen. Diese nach C14= Jngere Dryas.\
Hordaland: Meiste Endmornen sehr niedrig (nur 1-5 m hoch) und vielfach Eisfrontsedimente dort keine Konstruktionsformen. Mornen hier zur Hlfte ihrer Erstreckung am Meeresboden. Hier Echolotungen einigermaen genau bis minus 300 m.\
Beschreibung der einzelnen Teilstcke. Karte der Isobasen des Jngere Dryas -Meeresspiegels. Eis anscheinend in III erst im Norden bis an uerste Lage, dann aber spter- gegen Ende III- erst im Sden (Herdla und Os). Andererseits innerhalb Herdla-Mornen C14 von eisfreier Gegend 9760  180 v.h..\
Oberster Teil des Hardangerfjordes vor 9720  330 v.h. eisfrei geworden; Oberlauf des Sognefjordes vor 9790  160 v.h.. Rckzug von Herdla-Mornen mu also sehr dicht an 10 000 v.h. begonnen haben. Also Herdla=Ra= Mittelschwedische= Salpausslk.\
Wichtig: Auch zusammenhngende Endmornen mssen nicht berall gleichalt sein. Auerdem: Datierung der Endmornen immer sehr schwierig. Da III 800-900 Jahre lang war, jetzt die Frage, wohin verschiedene Endmornen dieser Zeit In Norwegen III-Morne meist ein Wall; nahe schwedischer Grenze Aufsplitterung in mehrere, meist kleine Wlle.\
Herdla-Mornen zwischen 10 500 und 10 000 v.h., mglicherweise zwischen 10 200 und 10 000 v.h.. In O-Norwegen vermutlich kein wichtiger Vorsto; vielmehr Ra ber gesamte III abgelagert.\

10102	\
Oberoligozn. Hier Pollenfloren.\

10103	\
Aus Elementanalyse von Wssern, die in pleistoznen Sedimenten enthalten sind, da es marines Wasser sein msse, das am ehesten whrend des letzten Interglazials und des Postglazials dorthin gekommen sein knne.\

10105	\
viele PDs\
Kermi = schmale, lange Reisermoorstrnge. Senkrecht zu Geflle und Wasserstrmung. Der einzelne Kermi oft lobenfrmig nach auen durchgebogen. Kleinste Anfnge 1-2 m lang, 0,5-1,0 m breit. Kleinste eigentliche Kermis 5-6 m lang, 1-2 m breit. Meist aber 100-150 m lang, 4-10 m breit. Meist aus verschiedenen, ungleich hohen Teilen zusammengesetzt; anastomosieren. Meist nur 15-35 cm hoch, bis max. 50 cm hoch. Dem Zentrum des Moores zugewandte Seite in der Regel bedeutend steiler als abgewandte. Meist auch hchste Stelle an steilster Seite. An Grenze zu Schlenke meist Erosionseinschnitt. Am hchsten, wo am breitesten. Tragen Bulten und Schlenken: Pro- und regressive Teile. Kermis nach auen immer deutlicher. Schlenken in Gre ebenfalls variabel. Kleinste 2-4 m lang, 1-2 m breit. Teils bis 400 m lang; meist aber 10-15 m lang und 3-8 m breit.\
Auf vielen kleinen Hochmooren und steilen Randgehngen weder Kermis noch Schlenken. Derartige Moore trockener als grere und ebenere. Bei unterschiedlicher Verteilung der Feuchte ungleichmiges Gefrieren und Auftauen. Auf Weimooren durch Absinken des Wasserspiegels (auch knstlich) progressiv sich ausweitende Differenzierung erzeugt, mit Gliederung in Kermis und Schlenken. Geht innerhalb weniger Jahre. Dies geht aber nicht auf Reisermooren, bzw. auf Weimooren bei zu starker Wasserabsenkung. \
Im Gebiet keine Hinweise auf Torfrutschen oder -flieen bei zu hoher Feuchtigkeit. S. 74:" Im Herbst, wenn das Moor schon teilweise gefroren ist, habe ich auf sanft abfallenden Randgehngen unmittelbar auf die Reisermooroberflche geronnenes Wasser angetroffen, das vor behindernden geringfgigen Bulten seitlich ausgewichen war. Aus diesen durch das Geflle lnglich gewordenen Verwsserungen und Erhhungen entwickeln sich Schlenken und Kermis." Auch Querrippen durch Schlenken, wie bei Ruuhijrvi beschrieben. \
Bei relativ starkem Geflle sammelt sich Wasser vor Kermi. Dort durch Wasserdruck Torf verdichtet, Sphagnum pavifol. und fuscum wachsen nicht mehr hinein. Distalseite aber immer mehr vernt und Torferzeugung langsamer. Dadurch unregelmige Regelation: Asymmetrie nimmt zu. Hiernach Kermis und Schlenken langsam hangab. Nach v. Post und Sernander aber hangauf! S. 78:" Das Eis der Verwsserungen pret beim Ausdehnen die oft noch ungefrorenen Erhhungen zusammen." Jetzt bei Aufgraben der Kermis unter gefrorener Oberflchenschicht  lockerer oder gar kein Torf: Durch Eisdruck der Seiten oder eigenes Ausdehnen der Oberflchenschicht Erheben ber Umgebung. Bei herbstlichem Gefrieren pret Eis nicht. Zieht sich vielmehr zusammen, reit auf, Spalten gefrieren erneut. Volumenzunahme. Wenn jetzt Erwrmung, Druck zu den Seiten.\
Wiederholtes Frost- und Tauwetter frdert. Hierbei Kermioberflche hochgewlbt. In Raum drunter strmt Wasser ein, gefriert. Im Moor generell unter Oberflche aus fast reinem Eis bestehende Schicht durch kapillaren Wassernachsog von unter her. Eisschicht in Kermis 5-15 cm dicker als in Schlenken; in Kermis oft 2 Schichten. Dadurch Kermis im Winter 3-10 cm hher als im Sommer. Wenn Mooroberflche ganz gefroren und Eis dicker wird, Zunahme des Druckes gegen Torf und Moorwasser. Jetzt bei Tauwetter an Grenze Kermi/ Schlenke Druckausgleich: Wasser tritt schwallfrmig aus, mit Bildung eines Eiswalles. Ausdehnung des Schlenkeneises in Schlenkenrichtung strker als quer dazu: Schlenke verlngert sich.\
Bei Frhlingstauwetter Schlenken zuerst aufgetaut: Kermis bleiben hoch, Schlenken berflutet.\
Moore recht verschieden alt. Meist wohl Beginn in IV und V. In der Regel drin Stubbenschicht. Diese aber Folge der natrlichen Moorentwicklung und damit nicht gleichalt, nicht einmal innerhalb eines Moores, und auch nicht klimatisch zu deuten. Moore zwischen Ende VII und Gegenwart in Zustand der Ombrotrophie bergegangen. Bisweilen Unterscheidung zersetzter und unzersetzter Sphagnumtorf. Dies aber zeitlich selbst innerhalb eines Moores ungleich und auf keinen Fall scharf. \
Meiste Hochmoore hier anfangs ziemlich trockene Sph.-fuscum Moore. Relativ viel Pilzzellen und Erica- und Empetrum-Pollen. Differenzierung in Kermis und schlenken in SW-Hme erst nach Fichten Anstieg. Betrchtlicher Teil der Schlenken um ersten Fichten Gipfel. Zweites Schlenkenmax. um 2. Fi Anstieg. Aber auch zu allen anderen Zeiten. lteste Kermis und Schlenken regressiv entstanden. Spter auch progressiv.\
Anscheinend vor Fi Anstieg und whrend dieses Vorganges Weimoore in trockene Hochmoore bergegangen. Hierbei heutiges Kleinrelief gebildet. lteste Kermis und Schlenken in mittleren Teilen der Hochmoore entstanden, aber nicht direkt im Zentrum, das zu trocken gewesen war.\
Kermis bleiben Kermis, Schlenken aber Schlenken. Dies durch Torfanalysen erwiesen. Reisermoor auf Randgehnge geht nicht aus Schlenkentorf, sondern aus Lagg hervor.\
In Mooren hier 1-6 Rekurrenzflchen. bergang Weitorf-> Schwarztorf flieend; Schwarztorf-> Weitorf pltzlicher. Dabei aber kein Wechsel in Sphagnenflora. Im Schwarztorf mehr Zwergstrucher, bes. Calluna, als im Weitorf. RY hier bevorzugt am Rand der Moore, nicht aber im Zentrum. In heute nassen Mooren schlecht, in heutigen Waldhochmooren aber gut. Zersetzte Schichten bes. unter Kermis, in Schlenken kaum. Wenn unter Kermis und Schlenken im selben Niveau, nicht gleichalt.\
In Schlenken zersetzte Schicht z.T. Torfschlammschicht. Dies aber genetisch gerade entgegengesetzt zu zersetzter Schicht der Kermis. Zersetzte Schichten z.T. in einem einzigen Moor sehr unterschiedliches Alter. RY verschiedener Moore ebenfalls sehr unterschiedlich alt, so da keine Zeiten der RY-Bildung fabar. S. 161:" Es ist offenbar, da die Entstehung der Rekurrenzflchen von natrlicher Moorentwicklung und lokalen Faktoren (Gre des Moores, Abfluverhltnisse, Topographie, Hhen- und Umfangszuwachs usw.) in hherem Mae als vom Klima abhngig ist."\
Fi Anstieg etwa um 2400 v. Chr.. Thermophile auch noch danach dort, also Klimaverschlechterung spter als 2400 v. Chr. Erste Kermis und Schlenken erst nach Fi Maximum, d.h. zu Beginn des Subatlantikum. Nur in Klima mit kaltem Winter, also erst nach Klimaverschlechterung entstanden.. In Russisch-Karelien aber erst in 2. Hlfte des Subatlantikum. Dies alles bisher nur SW-Hme.\
N-Satakunta: Kermis hher (bis 100 cm). Auf ihnen meist reichlich Bume, die in SW-Hme fehlen. Auch hier Moore und ihr ombrotraphenter Zustand sehr verschieden alt. Auch hier Kermis und Schlenken sehr bestndig, noch bestndiger als in Hme. Alter der Kermis und Schlenken nach Fi Anstieg, aber nicht genau fabar; nur auf subatlantische Klimaverschlechterung verwiesen. Auch hier zwar viele Rekurrenzflchen; diese aber nicht synchron.\

10106	\
Verhltnis R= Eichen zu (Eichen + Pinus) in Abhngigkeit von Hhe als Grundlage fr Transfer Functions genommen. Hierbei Temperatur mit 100 m Hhe um 0,6C abgesenkt, Feuchte um 170 mm Anstieg. Danach Letztes Interglazial etwa 1,0 bis 1,5C wrmer als Holozn. Stadiale, auch etwa 5 d und 5 b, etwa 7 bis 8C klter als Holozn, faktisch= Hochglazial. Frhe Interstadiale nur 2 bis 4C khler als Holozn. Feuchte- von Autoren als unsicher eingeschtzt- bei Hochglazial etwa 200 mm hher als heute.\

10107	\
Zeichnung auf Karteikarte\
Bei Verden an der Aller. Hier PD von Rein, 1938. Kadaver steckte in Kalkmergel ber Torflage. Das Reinische PD nicht von dieser Stelle, da 10 Jahre frher. Hier: Kalkmergel bis 10 m mchtig. Beim Kadaver anscheinend, jedenfalls im Text erwhnt; drber nochmals an Oberkante des Kalkmergels ein Torfhorizont.\
Elephas antiquus Falconer, 2 m unter heutiger Oberkante des Kalkmergels.\
Zeitliche Fixierung, auer mitteldiluvial, faunistisch nicht mglich. S. 83:" (Die Frage nach dem Bildungsalter der Interglazialablagerungen sdstlich von Verden an der Aller ist noch umstritten, eine Klrung keineswegs erreicht)".\
Gegen 30 Feuersteinartefakte (Kultur); 2,15 m langer Eibenspeer.\

10108	\
Abb.\
Elephas meridionalis des Villafranca (Stammform d. jngeren Wald- und Steppenelefanten) in Flora und Fauna warm-gemigter Klimabereiche. E. antiquus: Waldelefant; E.primigenius: Eiszeittier.\
Nashrner, Dicerorhinus etruscus Begleiter der Steppen- und Waldelefanten. Lebensgebiet waren die Auenwlder. Dicerorhinus merckii Leitform der Interglaziale.\
Hippopotamus standortgebunden und sehr klimaempfindlich.\
Falsch daher Versuch Hellers, Fauna der Tone von Jockgrim in Gnz I-Glazial zu stellen, Hauptfauna von Mosbach aber in Gnz II/ Mindel I-Interglazial zu verlegen. Gliederung nur mglich: ltere Steppenfauna; zwischengeschaltete Waldfauna, jngere Steppenfauna.\
Erst in oberer Stufe der Mosbacher Sande mit Aussterben des Dicerorhinus etruscus, mit Abwandern von Dicerorhinus merckii und Elephas antiquus und beginnender Umwandlung El. trogontherii.\
E. primigenius Klimaverschlechterung. Wird kompensiert durch nachfolgendes groes Interglazial. Klimadepression also die des Mindel-Elster-Glazials (Frenzel: Es ist fraglich, ob die alpine Mindel-Eiszeit der norddeutschen Elstereiszeit entspricht.)\
Cromer Forest Bed= ltere bis jngere Steppenfauna (Frenzel: Cromer-Forest-Bed am locus typicus enthlt vegetationsgeschichtlich ein klares Interglazial und eine Kaltzeit).\

10109	\
Abb.\
bersichtsreferat\
(neu zu excerpieren)
10110	\
Zusammen mit Alces latifrons und Equus sssenbornensis. Ebenso in Rosenstein-Schottern in Stuttgart, und auch untere Stufe der Sande von Mosbach, sowie die Tone von Jockgrim. Adamsches Schema:\
1.) ltere Steppenfauna (sensu Adam) (z. B. untere Stufe der Sande von Mosbach)\
2.) Waldfauna (sensu Adam)(Waldelefanten von Mauer)\
3.) Jngere Steppenfauna (z. B. mittlere Stufe der Sande von Mosbach) Goldshfer Faunula an Basis des Altpleistozns.\

10111	\
Gliederung von oben nach unten: Jngere Mammutschotter -> Haupt-Mammutschotter -> Waldelefantenschotter -> ltere Mammutschotter.\
Waldelefantenschotter stets als mittelpleistozn angesehen. 1/3 der Backenzhne antiquus aus Waldelefantenschotter. 2/3 aber trogontherii-primigenius-Formenkreis. Letztere vermittelnd zwischen echtem trogontherii, von dem nur einzelne im lteren Mammutschotter vorhanden, und dem Mammut. Im Haupt-Mammutschotter neben noch trogontheroiden und schon primigenoiden Hauptmasse bergangsform. Im Jngeren Mammutschotter im wesentlichen M. primigenius. Haupt-Mammutschotter faunistisch gut vergleichbar mit Schottern aus Vorsto der Saale-Eiszeit Sachsens.\
In Waldelefantenschicht, die danach Mindel/Ri ist, Dicerorhinus hemitoechus, der fast identisch mit dem des Heppenloches bei Gutenberg ist. Dort auch Inuis suevicus.\
In Steinheim Wasserbffel (Buffelus murrensis). So auch in Welslebener Schottern bei Schnebeck a. d. Elbe. Diese Elbeschotter wahrscheinlich = Elster/ Saale-Interglazial, bis Beginn Saale.\
\
2. Excerpt:\
Elefantenzhne der "Haupt-Mammut-Schotter" (oberhalb der "Waldelefantenschotter) im wesentlichen bergang trogontherii-primigenius. Darin sehr hnlich Elefantenfauna der Vorstophase der Saalevereisung. Somit Haupt-Mammut-Schotter = Beginn der Saale-Eiszeit. Waldelefanten-Schotter mit Homo steinheimensis aber Elster/ Saale-Interglazial. Interglazial (und nicht Interstadial) deswegen, weil E. antiquus hier im Optimum seiner Entwicklung.\

13197	\
u.a. Fauna der Stuttgarter Travertine; C14-Datum des postglazialen Stuttgarter Travertins (Basis 9690  180 Jahre v.h.), Fauna der altpleistoznen Frankenbacher Sande bei Heilbronn.\

10112	\
Als Fehldeutungen und Schwindel die von Itermann aufgefhrten "Artefakte" erwiesen.\

10113	\
Ausgeprgtes Wintermax. des Niederschlags in der Sierra, durch Winterzyklonen. Bis 22,5 m jhrlich Schneefall. Aber sehr milde Sommer mit hoher Schmelzung und Ablation. Im Sommer ber Sierra stabile Hochdruckzelle: starke Insolation: Nur Sommerwetter verhindert hier heute strkere Gletscherbildung. Im Great Central Valley Populus, Salix, Qu. lobata;\
Fuhgel mit Pinus sabiniana, Qu. wislizenii, Qu. douglasii;-\
Pinus ponderosa-Zone mit P. lambertiana, Pseudotsuga menziesii, Abies concolor, Libocedrus decurrens, Qu. kellogii, Acer macrophyllum, Cornus nuttallii.\
Lodgepole-pine-Red fir belt mit: Pinus murrayana, P. monticola, P. jeffreyi, Abies magnifica, Juniperus occid., Populus tremuloides, Qu. vacciniifolia, Arctostaphylos patula.\
Subalpiner Grtel mit Pinus albicaulis, P. balfuriana, P. murrayana, Tsuga mertensiana.\
Alpiner Grtel mit Gramineen, Cyperaceen, wenige Angiospermen.\
Im Great Basin noch Sagebrush-Grtel mit Pinus monophylla, Juniperus utahensis, Artemisia tridentata. Gesellschaft dieses Grtels aber auch um Lake Tahoe in greren Hhen.\
Kein Versuch zur Artbestimmung der Kie nach Pollen. Tsuga mertensiana nicht pollenanalytisch gefunden. Libocedrus, Juniperus, Sequoiadendron, Taxus und Cypressus zu einer Gruppe vereinigt.\
Eiche vielleicht z.T. mit anderen Pollentypen verwechselt. Qu. vacciniifolia bis 1750 m hinauf; Qu. kellogii bis 2400, beide strauchfrmig.\
Compositen gegliedert in Artemisia, Liguliflorae, langstachelige (>1) und kurzstachelige Tubuliflorae.\
Chenopodium mit Amaranthus zusammengefat. Oberflchenproben in 2 O-->W Profilen, aber zu ungenau, um Hhenabhngigkeit zu erfassen.\
4 Zhlverfahren: 1.) 200 PK aller Arten; 2.) 100 PK aller Arten, doch ohne Pinus; 3.) 100 PK von Isotes plus andere PK; 4.) 100 Nupharblatthaare, plus alle PK-Arten.\
Im Osgood Swamp lakustrische Sedimente, auer basalen 80 cm Bnderton. In 170 cm Tiefe vulkanische Asche, nach Brechungsindex und Lage im Profil= Mazama-Asche, d.h. 6600 v.h. im C14-Alter direkt unter der Asche: 6990 300 v.h.\
Sedimentation hier seit Tioga-Gletscherrckzug. In gesamter Zwischenzeit im Becken kein Gletschervorsto mehr. Neue Gletschervorste wohl erst ab Beginn Little Ice Age.\
Annahme, da Vegetationsgrtel intakt hin und her wandern, in Abhngigkeit von Klimaschwankungen und zwar besonders in Abhngigkeit von Temperaturschwankungen. Wohl stets wichtig Winter-Niederschlag. "Dry periods seem less likely to occur than warm periods." (Warum?) Daher hier alles als Temperaturschwankung ausgedrckt. Im gesamten langen Profil fehlen von Picea. Offenbar Klima stets sommertrocken.\
Profile statistisch ausgeglichen durch dreifaches berlappen.\
Arceuthobium als Parasit auf Coniferen in BP-Summe eingeschlossen.\
Als Wasser- und Uferpflanzen angesehen: Alnus, Acer, Betula, Salix, Shepherdia, Cyperaceen, Cruciferae, Typha, Nuphar, Liliaceae.\
Kruter und Strucher: alles andere, besonders Artemisia, Quercus (bes. Qu. vacciniifolia), Ericac., langstachelige Compositae.\
Zone 4: Glazial (Mitte Zone 3, von oben gezhlt! 9900 800 v.h.) ca. 60% BP, 40% NBP, sehr wenig Ufer- und Wasserpflanzen. BP bes. Pinus (<1/2 der Pollenmenge) und Taxodiaceae, Cupressaceae, Taxaceae; ca. 10% Quercus (ohne Ki berechnet!).\
Zonen 3-1 recht einheitlich: In 2 Anstieg der Wasser- und Uferpflanzen auf ca. 10% (schwankend); In 1 Anstieg der NBP und Strucher. Kie-Pollen wohl Ferntransport von Westen her. Vergleichbare Vegetation heute auf hchsten Gipfeln (alp. Steppen) des Gebietes: also sicher nicht bewaldet. Diese Gebiete heute sehr trocken, bes. Sommer; im Winter Schnee auf Kmmen weggeblasen. Dies aber nicht bei Osgood Swamp mglich. Dort damals vielleicht Gletscherfallwinde. Hoher Taxodiac., Cupressac., Taxac.-Anteil vielleicht aber Hinweis auf unbekannte Periglazial-Gesellschaft, mit viel Juniperus?\
Zone 3: Ende der Eiszeit: Noch khl, aber > 70% Pinus; Abies jetzt stets TCT Abfall; Artemisia stark abfallend. Cyperaceen Anstieg. Jetzt Eichen-Ericaceen-Gesellschaft wichtig an Stelle von Artemisia: Wohl montaner Chaparal, aus Arctostaphylos patula, Qu. vacciniifolia, Ceanothus sp. Gleichzeitig sehr viel Isotes: Zeichen fr frhe Oligotrophie?\
Zone 2: Beginn: TCT und Artemisia minimal, so auch Tanne. Ericaceae verschwunden. Diese alle als Taxa kalten Klimas angesehen, da sie im Little Ice Age wieder auftauchen. Jetzt maximales Wasserpflanzenvorkommen, besonders in Zone 2a und 2c: Sehr viel Nuphar-Haare: Seespiegel wohl abgesenkt in trockenen Sommern. In 2b vielleicht noch tiefer abgesenkt, soda keine Nupharhaare mehr (oder aber zu tiefes Wasser, soda Nuphar nicht mehr vorkommen konnte). Aber in 2b vulkanische Asche horizontal abgelagert und mehr TCT, Abies und Ericaceae. Wohl tiefes  ruhiges Wasser. Artemisia-maxima in 2a und 2c wohl durch Tieflandartemisien verursacht.\
Nach Heusser Zone 2b vielleicht = Gletschervorsto am Mt. Garibaldi in British Columbia, 5260  200.\
Zone 1: Little Ice Age: Abies und Ericaceae Anstieg, wrmeliebende, besonders Wasser- und Uferpflanzen Abfall. Basis der Zone I 2920  200. Gleichzeitig in Seaview, Washington, um 2950  200 bergang von Sitka-Fichte und Hemlock zu lodgepole pine, Farnen und Sphagnen: Anstieg der Sturmttigkeit und der Dnenstabilitt, khl-feuchtes Klima. An Lasal Mts. in Utah 2800  200 Sander und Mornen d. Temple Lake Glaciation. Temple Lake Stadium nach Richmond 3100 und 1800 v.h. Yosemite Profile a) Hodgon Ranch Section: Oberhalb der Obergrenze des von Libocedrus beherrschten Waldes. Nahe der Untergrenze des Kie-Waldes, des oberen westlichen Hanges. Profil dreigeteilt: Untere Kie-Zone mit wenig Abies, rel. viel Arceuthobium; mittlere Zone hoher TCT-Werte, wenig Kie, kein Abies. Obere Kie-Zone mit relativ viel Abies: Little Ice Age, sei hier klteste Phase des Postglacial gewesen,= Zone 1. Untere Kie-Zone vielleicht = 2b; TCT-Zone = 2a.(Wie ermittelt?)\
Crane Flat: nchst hherer Platz. In oberer Hlfte 3 C14-Daten: 950 70 v.h., 1580  80 v.h., 2040  100 v.h. Hiernach Basis des Schluffpakets ca. > 4000 Jahre. Umgeben von Kie-Wald auf den Hngen. Theoretisch aber oberhalb des Libocedrus-Waldes und unterhalb der Lodgepole Pine- Red Fir Zone. Mittlerer Abschnitt (um oder > 2040 Jahre)= Zeit d. hohen TCT-Werte angesehen, da auch hier angeblich dies zu beobachten (doch sehr starke Fluktuationen.) Rodungsphasen nicht nachweisbar: Eiche dort stets sehr hufig, produziert sehr viel Pollen.\
Soda Springs, am hchsten gelegen. Nahe an Tannen-Obergrenze. 2 Tannen-Maxima, als Aufwrtswanderung gedeutet: Angeblich = 2a und 2c. Hierfr sprche gleichzeitiges Vorkommen von Pseudotsuga (doch nahezu unverndert auch im angeblichen 2b, Fr.)\
Alle Pollenprofile umfaten  gleichen Zeitraum. Kann ich nicht finden, Fr.\

10114	\
Abb.\
Schotter lokal in tektonischer Mulde akkumuliert. Daher hier lange Sedimentationsfolge, mit jngerem auf lterem.\
Berckhemer unterscheidet 1940:  /Adam jetzt systematisch richtiger\
Jngere Mammut-Schotter          /= primigenius-Schotter\
Haupt-Mammut-Schotter            /= trogontherii-primigenius-Schotter\
Waldelefant-Schotter             /= antiquus-Schotter\
ltere Mammut-Schotter           /= trogontherii-Schotter.\
In trogontherii Schottern arme Faunula: Mammonteus cf. trogontherii (Pohlig), Equus cf. mosbachensis v. Reichenau, Dicerorhinus kirchbergensis (Jger), Cervus elephus L., Bison priscus (Bojanus).\
In primigenius-Schottern: Mammonteus primigenius (Blumenbach), Tichorhinus antiquitatis (Blumenbach).\
In beiden mittleren Horizonten aber sehr reiche Fauna.\
Elephantidae, etwa 36% des Fundgutes: Palaeoloxodon antiquus, Mam. trogontherii, M. primigenius fraasi (Dietrich), M. primigenius.\
Bovidae, etwa 21%: Buffalus murrensis Berckhemer, Bos primigenius Bojanus, Bison priscus (Bojanus), B.cf. schoetensacki Freudenberg (Waldwisent; B. priscus: Steppenwisent)\
Cervidae, etwa 17%: Megaceros giganteus antecedens (Berckhemer), M. gig. (Blumenbach). M.g. antecedens als Waldriesenhirsch bezeichnet. Cervus elaphus angulatus Beninde; C. elaphus L.. C.e.angulatus geht mit bergngen zu reinem C.e. im hangenden trog.-primi.-Schotter ber: Geweih durch Klimawandel gendert! Capreolus capreolus priscus (Soergel)\
Equidae, etwa 13 %: Equ. steinheimensis. In trog.-prim. Schottern vielleicht anderes Pferd?\
Rhinocerotidae, etwa 7%: Dicerorhinus kirchbergensis (Jger), D. hemitoechus (Falconer). D. hemitoechus entspricht sehr stark dem vom Heppenloch bei Gutenberg in der Schwbischen Alb, der ins Elster-Saale gestellt wird.\
Tichorhinus antiquitatis (Blumenbach): Wollnashorn; als groe Seltenheit erstmals in trog.-prim.-Schottern.\
Suidae, etwa 1%: Sus scrofa L.\
Castoridae, Einzelfund von C. fiber L.\
Canidae, Einzelfund von Canis lupus L.; wahrscheinlich trog.-prim.-Schotter.\
Ursidae, etwa 3%: U.spelaeus Rosenmller. In antiquus-Schottern hnlicher dem U.arctos als im trog.-prim.-Schotter.\
Mustelidae, Einzelfund von Meles meles (L.) in Waldelefanten-Fauna.\
Felidae, etwa 2%: Panthera cf. leo (L.) in antiquus- und trog.-prim.-Schottern.\
Auf Waldzeit (antiquus-Schotter) folgt Kaltzeit. Elefanten des bergangstyps trog.-primig. in Sachsen in Sedimenten der Vorstophase der Saale-Vereisung. Damit Stellung hier klar: Antiquus-Fauna in M/R.\

10117	\
Interessante Mischfauna aus Wald- und Steppentieren, deren Reste genau beschrieben und dokumentiert werden. Tiere beider Biotope offenbar gleich alt. Fr Steppe u. a. Steppenwolf, Steppennashorn, Wildpferd, Steppenbisonten. Diese htten auf der Albhochflche gelebt, Waldtiere aber am Abhang (Heppenloch 700 m hoch!). An Gleichaltrigkeit der Knochen nicht zu zweifeln. Fauna jnger als die des Mosbachiums; jedoch lter als Eem von Taubach und Wrttemberg. Msse daher gleich Holstein sein, zumal da sehr hnlich der Fauna von Steinheim an der Murr. Dort allerdings Wald- und Steppentiere auch stratigraphisch voneinander getrennt.\
Fauna des Heppenlochs recht nahe der von Thringen, mit ihr frher vielfach verknpft. Gehe aber nicht, da Thringer Fauna in vergleichbaren Sippen weiter entwickelt. (Kann es nicht eine interstadiale Fauna sein oder bergang Interglazial --> Interstadial? Fr.)\

5733	\
Eigene Skizze nach Adamenko`s Angaben vorhanden (Fr.)\
Oberpliozn-Unterpleistozn: Ko#260kov-Serie: lakustrin-fluviatil, blulich, braungraue Lehme und Tone; bes. in kleinen Vertiefungen, teils aber auch auf alten Wasserscheiden. Immer unter lterem Material. 10-30 m mchtig. Auf Wasserscheiden hnlicher bergang nach unten zu Pavlodar-Serie; nach oben zu mittelpleistozner Krasnuodubrov-Serie. In Tlern in lteres Material eingeschnitten. Fi-Ki-Wlder mit offener Vegetation: BP 59-78%, Pinus 32-52%, Pc 13-16, Bet. 0,4, Alnus 0,4; Larix, Qu., Carp., Coryl. u. Tilia. NBP 20-40%, bes. Chenopodiac., Artemisia, Gram., unter Sporen wenig Lycopodium und Bryales.\
Unteres bis Mittleres Pleistozn: Monastyr-Serie: fluviatil, in begrabenen Tlern. 10-40 m unter heutigen Flssen. Unterer Teil von S#260ukina als Baskauss Horizont ausgegliedert; oberer Teil von ihr als #282ouskani#260hi-Horizont des Mittelpleistozn bezeichnet. Nach Nagorskij Monastyr-Serie = Barnaul-Serie. Entsprechende Tler ehemals sehr breit: Pr-Ob-Tal bei Bijsk 70 km breit, bis nach Barnaul in Bohrungen verfolgbar. \
So auch unter vielen anderen (Bija, Katun`, Kamenka, Pes#260anaja, Isa, Belokuricha u. a.) 15-50 m mchtig. An Bija bei Monastyr oberer Teil dieser Sedimente aufgeschlossen, in Sockel der 1. Terrasse: Blaugraue Schluffe mit Resten fossiler Bden. Drunter feinkrnige, polymikte Sande mit Pflanzenresten; drunter Schotter, gut gerundet, 0,1-0,2 bis 1-2 m . Dieser Schotter Grund fr Vereisungsannahme. Bei Monastyr aus blaugrauen Schluffen nach S#260ukina: Elephas trogonth., Equus sp. (gro), Rhinoceros sp. (Chazar-Typ). Bison priscus longicornis. Bei Bol`#281e-Jeniseiskoe Ursus arctos. In Sedimenten dieser alten Tler vielfach Corbicula fluminalis (wrmeliebend). Auerdem Bunias Sukaczewii , Selaginella selag., Azolla interglacialica.\
PF: NBP 53,1%: Chenop. 16%, Ranunc. 5, Compos. 4, Gramin. 3, Labiatae 5;\
BP 44,7%: Pinus 23%, Pc 8, Bet. 3, Alnus 1, Salix 1, Tsuga 1;\
Sporen 2,3%: Polypodiac. und Selaginella. Im oberen Teil Anstieg der BP (bis 60%): Pc. 90%, hufig Pinus sibirica, Abies, Alnus, Larix. Ganz oben scharfe Dominanz der NBP, Xerophyten.\
Oberer Teil des Monastyr nach Sugern Chazar = Beginn des Mittelpleistozn. Unterer Abschnitt wegen PF vielleicht noch Unterpleistozn, da PF sehr hnlich der der Ko#260kov-Serie. Anscheinend Tler des Monastyr gebildet, als auf Wasserscheiden noch Ko#260kov-Sedimente. Im frh- und Beginn des Mittelpleistozn dort etwas feuchtere und viel wrmere Klimate als heute. Keine Abkhlungsspuren erkennbar.\
Mittelpleistozn: Krasnodubrov-Serie: Weit verbreitet braungelbe, gelb-graue und dunkelbraune Tone, lhnliche Lehme und Feinsande mit fossilen Bden. Als Decke auf lterem auf Hhen und in Tlern. Drber 5-15 m oberpleistozne lhnliche Lehme. Serie deluvial-proluvial und olisch. Bei Srostki im unteren Teil dieser Lehme Equus caballus chosaricus, El. trogontherii, Bison prisc. longicornis. Im mittleren und oberen Teil Mammut, frher Typ.\
PF: Im unteren Abschnitt der Krasnodubrov-Serie 50-70% BP: Pc 13-16%, Pinus 32-52, Alnus. NBP 20-40%.\
Mittlerer Abschnitt: NBP 67-83%, bes. Chenopodiaceae, Artemisia, Gramineen; BP: Pinus (teils bis 50%), Pc 10%, Abies 1,9%.\
Unterer Teil synchron mit oberem Monastyr.\
Mitte = Samarov = Haupt-Lzeit. Gletscher gingen nicht aus Hochgebirgs-Zone hinaus.\
5. Terrasse ("Bija-Terrasse"), an rechtem Ufer von Bija und Ob. 60-75 m hoch. An Steppenplateau aus Krasnodubrov-Serie angelagert. Sockel 3-5 m hoch. Untere 15-25 m grober Schotter und Sande. Drber 4-6 mal Abfolge fluviatiler Aue. Nach Norden Akkumulations-Mchtigkeit von 60-75 auf 100-120 m Anstieg: Folge einer Senkung. Im oberen Teil der Terr. bei Bijsk Mammontheus primigenius, Coelodonta antiquitatis, Bison prisc., Alces sp., Cervus (Megaloceros sp.). Auch an anderen Stellen oberquartre Fauna. Im oberen Teil auch relativ wrmeliebende Gyraulus acronicus. Im mittleren aber klteliebende G. gredleri.\
Nach Fedorova aus grobem Material d. unteren Abschnittes PF: Steppe: BP 13-36%, (Pinus, P. sibirica, Betula, Pc). NBP 60-80%: Compositen, Chenopodiaceen, Artemisia.\
Mittlerer Teil: Pollen 00.\
Oberer: in Bijsk an 2 Stellen (10-12 m Tiefe) BP 75-90%; Pc, Pin., Salix, Betula. NBP 25-10%: Kruter und Wiesenpflanzen > Steppenpflanzen.\
Ganz oben BP 26%, NBP 71%. Oberer Teil offenbar Oberpleistozn, so auch mittlerer Teil. Unterer vielleicht noch 2. Hlfte Mittelpleistozn?\
Oberpleistozn: Alluvionen der 4. Terrasse der groen Flsse. 35-45 m hoch, Sockel 1-2 m tief. Unterer Teil Sand und Schotter. Dann wechsellagernd Feinsande und Lehme, die allmhlich in Lsse, prismatisch, bergehen. An Bija bei Bol`se-Ugrenovo in 9,5 m Tiefe in Llehmen: Mammontheus primigenius und Bison priscus (nach Collagenmethode Wrm). 3 m tiefer Coelod. antiquit., Mammontheus primigenius. An Bija bei Souskanichi Equus equus, Citellus sp. Tetrao tetrix.\
Oberer Teil bei Novosustaevka Columella columella gredleri, Vertigo alpestris: kalt!\
Pf: unterer Teil 00; mittlerer: NBP 57-68%: Chenopodiaceen, Gramineen, Compositen. BP: Pinus, Pc, Bet..\
Drber BP 42-94%; Pc 17-62%, Pinus 16-20%, P.sibirica 7,2%, Betula 1%. NBP 6,7-57,6%: Xerophyten 3-36%; stets Mesophyten: 2-14%.\
Noch hoher BP 17,2%, NBP 77,4%. Kalter Abschnitt oben sicher = 1. Hlfte Wrm.\
3. Terrasse: 20-30 m hoch. Sockel 5-7 m hoch. Auf Terrasse Dnen. Sande und Schotter. Im obersten Abschnitt Werkzeuge des Oberpalolithikums. (Station Bechtemirskaja): Frhes Sptpalolith, Verwandtschaft zu Mal'ta und Pereselenceskij Punkt. Mammut spter Typ in dieser Terrasse. An Isa in blauen Schluffen an Basis der 4. Terrasse, die 3. an Katun' entspricht, BP 79-81%: Pc 13,5-45%, Pinus 44-26%; NBP 15-18%: Xerophyten. Mittlerer Teil BP 16,6-24,4%, NBP 69,9-74,8%. Oberer Teil BP 27,1%, NBP 68,2%, Sporen 7%. Ganz oben 66-84% BP, fast nur Birke, mit geringer Kiefer-Beimengung. NBP 11-28%: Terrasse entsteht, Birken-Haine weit verbreitet.\
3.Terrasse: Teil des Oberpleistozn, recht gemigtes Klima.\
1.Terrasse: frhes Holozn mit Vegetation und Klima hnlich wie heute.\

5744	\
Stationen Bechtemirskaja, Svetloe und Talickaja.\
Bechtemirskaja (anscheinend lteste) in Schlucht, die 4. Terrasse zerschneidet (der Bija, 40 km stlich von Bijsk), und die auf 3. Terrasse ausmndete, 20-25 m ber der Bija. Entspricht altersmig den hangenden lhnlichen Lehmen, die auf den obersten fluviatilen Sedimenten der 3. Terrasse liegen. Hier Equus equus und Bos sp. . Letzte Phase des oberen Paloliths. Analogien: Zabo#260ka, Pereselen#260eskij Punkt, Kjachta. Aber auch einige Analogien zu Mal'ta. Also etwas lter als die erwhnten Stationen (auer Mal'ta)\

10118	\
Meist Serbien, Bosnien und Bulgarien zum mitteleuropischen Florengebiet oder zur "westpontischen Waldregion" gerechnet. Besser wre es, Sdserbien und Sdbulgarien auszugliedern. Mediterrane Elemente machen hier etwa 15% der Arten der Gefpflanzen aus. Diese Elemente "in besonderen Formationen, die homologen Gebilden echter mediterranen Gegenden in ihrem Aufbau vollkommen entsprechen". Endemismen stehen nicht mit mitteleuropischen, sondern mit mediterranen Arten in phylogenetischer Verbindung. Auch Hochgebirgsarten meist endemisch oder mediterran-orientalisch. Familien, die im Mittelmeergebiet grte Gattungs- und Artenzahl haben, sind auch in S-Serbien am strksten vertreten.\
Mittelmeerelemente: Carpinus duinensis Scop., Juglans regia L., Castanea sativa Mill., Fraxinus ornus L. (Keine einzige Eiche erwhnt!?).\
Mediterrane Elemente wanderten wohl auf 2 Wegen ein: 1.) Von Dalmatien ber Hercegovina oder Montenegro nach Novi Bazar und Altserbien; oder 2.) von Griechenland ber Macedonien nach Serbien und Bulgarien. Dieser 2. Weg krzer und besser, also wohl auch strker beschritten: (Griechenland, Vardartal, Moravatal nach Serbien!)\
Einzelne Arten auch auf 3. Weg von Osten her: von Asien ber Thrakien, Rumelien, S-Bulgarien bis Serbien.\
In alpiner Region u.a. Alnus viridis DC., Abies alba Mill., Picea excelsa (Link.) Lh.,Pinus mughus Scop., P. peuce Griseb.,P. leucodermis Ant.\
Hochgebirgsarten: 36,1% Endemiten, 13,9% mediterran-orientalische Arten; 11,5% karpathisch-transsilvanische Arten, 19% Alpine, 18,5% Arktisch-glaziale (hierbei Vacc. Myrtillus, V. uliginosum, V. vitis idaea, Arctostaphylos uva ursi u.a.). Mediterrane Arten wohl schon im Tertir eingewandert. In Eiszeiten an Ksten verdrngt, bis auf wenige Arten an besonders geschtzten Stellen im Lande. Durch Isolierung der Halbinseln durch geologische Vorgnge seit dem Tertir und durch klimatische Isolierung whrend Eiszeiten bildete sich der starke Endemismus aus.\

10119	\
Faunenstatistisch, besonders des mittleren Miozns: Heute marine Molluskenprovinzen von S-->N: Panamaisch, einschlielich des Golfes von Californien; Surian vor S-Hlfte der californischen Halbinsel; Californian vor N-Hlfte dieser Halbinsel. N-Grenze des Californian heute bei 35oN. Im mittleren Miozn bei San Joaquin-Becken bis 50oN, ebenso am Santa Cruz-Becken und vor sdlichen Kstengebirgen bis 60oN. Danach, noch im spten Miozn schneller Rckzug nach S. Etwa mittelmiozn Abkhlung in alaskanischer Yakataga-Formation als lokale Besonderheit beginnender Vereisung gedeutet.\

10122	\
Korngrenkurven genetisch und vom Alter her verschiedener fluvialer Fazies.\

10123	\
Flsse periglazialer Klimate dort gegenber denen gemigter Klimate (Interglazial oder Postglazial) durch sehr schnelles Erreichen schluffig-toniger Korngren ausgezeichnet. Grund hierfr wahrscheinlich vor allem, da damals Verhltnisse, hnlich den heutigen trockenen Steppen oder Waldsteppen geherrscht hatten, mit sehr kontinentalem Klima und vieljhriger Gefrornis.\

8443	\
Verwandtschaftspaare:\
Pinus peuce Griseb. (Mazedonien, Bulgarien, Montenegro)<--> Pinus excelsa (Himalaya)\
Picea omorika Panc. <--> Picea ajanensis Fisch., Picea sitchensis Trautv. et Mey in Japan\
S. 65:" Aus allem Angefhrten ist mehr als klar, da die Wiege der Tertiren Vegetation Sdeuropas in Ostasien, ja fr viele Arten sogar weiter noch in Nordamerika zu suchen ist."\
Durch tertire Gebirgsbildung und Absenkung der Meeresbecken wurde alttertires geschlossenes Areal zerstckelt und isolierte Entwicklungszentren geschaffen.\
Whrend Eiszeit hhere Gebirge stellenweise vergletschert. Diese Klimaeinflsse mssen sich auch auf die tieferen Regionen ausgewirkt haben.\
Mitteleuropische und arktische Elemente fanden Zuflucht auf Balkanhalbinsel.\
Glaziale Elemente wanderten auf zwei Wegen: 1.) direkt von den Alpen aus oder 2.) ber die Karpaten. Die des ersten Weges unbedeutender als die des zweiten Weges.\
Mit Austrocknen des Pannonischen Meeres entstand dort xerisches Entwicklungszentrum, von dem aus Einwanderungen in die Balkanhalbinsel stattfanden.\
Nach Ende der Eiszeit wanderten viele glaziale Elemente wieder zurck, und an ihre Stelle traten mediterrane, die z. T. Vernderungen durchmachten.\

5794	\
Abies alba Mill.:Suva Planina und Stara Planina (West Balkan) recht selten. Etwas hufiger im Groen Balkan auf Vitosa und in Ostrhodope. Recht hufig in Osogovska Planina, in Westrhodope und besonders in Rila Planina und auf dem Perin.\
Alnus glutinosa (L.) Grtn. und Alnus incana Willd. berall, aber zerstreut an Fluufern. Alnus viridis D. C. nur in vor- und subalpiner Stufe, namentlich auf Stara Planina, Balkan, Vitosa und Rila Planina.\
Betula alba L. in allen Gebirgen; Betula pubescens Ehrh. nur im Hochmoor Vlasina (westl. Sofia)\
Carpinus betulus L. hufig berall im Buschwald. Hochstmmig im Bergwald.\
Carpinus duinensis Scop. = Carpinus orientalis Lam.; berall in Hgel- und submontaner Stufe. Hochstmmig nur im Ornusmischwald.\
Castanea vesca Gaertn. berall kultiviert. Spontan nur im Balkan oberhalb Berkovica (hart westlich des Isker.)\
Corylus avellana L. sehr hufig und berall\
Corylus colurna L. auf fast jedem Gebirge stellenweise, aber ziemlich seltenes Bergwaldelement.\
Fagus silvatica L. : wichtigster Baum der bulgarischen Hochwlder.\
Picea excelsa Link. Auf meisten Gebirgen des Territoriums. Fehlt auf Streser, Besna Kobila, Paterica und Tromegja (westl. Sofia!)\
Pinus nigra Arn. Nur kleinere Bestnde, oder mit Eichen untermischt. Am hufigsten in Ostrhodope und Balkan, auch Jarlova, nicht auf Rila.\
Pinus silvestris L., hhere montane und voralpine Stufe. Meist nur vereinzelt und in kleineren Bestnden, so auf Rila, Perin, Vitosa, Rhodope, und Balkan.\
Pinus peuce Grieseb., endemisch, Voralpenwald. Perin, Rila, Westrhodope, gering auch groer Balkan.\
Pinus montana Duv., Rila und Perin als Unterholz. Sonst nur als subalpine und alpine Stufe (Rila, Perin, Westrhodope, Osogovska, kaum in Westbalkan)\
Quercus pubescens Willd. = Quercus lanuginosa Lam. bis 800-900 m berall; Quercus pedunculata Ehrh.= Quercus robur L.; nicht > 1000 m, in Au- und Ornuswald, wie auch submontanem Wald. Quercus conferta Kit.= Quercus hungarica Hub. nicht > 1100 m, sehr hufig berall. Quercus austriaca Willd. = Cerris Adamovic nicht L.. Hufig bis 1200m .Quercus rhodopea Vel. endemische Rasse der stlichen Balkanlnder. Besonders Rhodope; Quercus sessiliflora, wichtiges und hufiges Element bis 1300 m.\
Salix: Fluuferformationen des Tieflandes: fragilis, alba, amygdalina, triandra, incana, pentandra, purpurea, cinerea, viminalis.\
Hochmoore, Gebirgsbche, Bergwlder: caprea, grandifolia, nigricans, arbuscula, Lapponum.\
Alpenmatten: herbacea\
Tilia: alba W. K. berall im ganzen Land.\
grandiflora Ehrh. und parviflora Ehrh. submontane und montane Wlder.\
Ulmus: campestris L. berall vom Flachland bis zur submontanen Stufe.\
effusa Willd. bes. in illyrischen Laubwldern und Sibljak-Formation.\
montana Witk. Bergwald bis Voralpenwald.\

10125	\
Bei Anrcken des Eises Stausee von Kaluga bis Lichvin, mit Abflu nach SW. In Seesedimenten teils Nagerakkumulationen, so besonders bei Lichvin selbst: 590 Knochenstcke: Soricidae gen. (1), Citellus sp. (1), Ochotona sp. (1), Lagurus sp. (5), Dicrostonyx cf. simplicior (301), Lemmus cf. sibiricus (48), Microtus sp. (187). Microtus cf. oeconomus (31), Stenocranius gregarius (14). Offenbar Tundra bei vorrckendem Eis.\
Oberland der Wolga, bei Rybinsk: Zwischen Kopaevo und #261ermenino. Hier fluvioglaziale, feingeschichtete Sande. 149 Zhne: Dicrostonyx cf. simplicior (91), Lemmus cf. sibiricus (27), Microtus (Stenocranius) gregalis (30), Arvicola (?) sp. (1): Typische Tundrenfauna. Unter Dneprovskmorne.\
Lemming entspricht dem Hudson-Lemming aus Jngerer oberer Mittelterrasse des Rheins (Heller und Brunnacker).\
Rostov-Senke, Jaroslavl Oblast, bei #261eremo#281nja, ber Mikulino-Torf in grauen, staubigen Sanden: 276 Fragmente: Citellus sp. (3), Lagurus sp. (3), Microtus (Stenocranius) gregalis (16), Microtus sp. (34), Dicrostonyx ex. gr. guilelmi-henseli (153), Lemmus cf. sibiricus (67): Tundrenfauna.\

10126	\
Venetz und Charpentier beschrieben zum ersten Mal Erratica-Transport von Alpen zu Schweizer Jura, wobei Alpen hher als heute gewesen sein sollen.\
Agassiz wendet sich gegen Hypothese ehemals hherer Alpen, da dies nicht zu beweisen sei. Auerdem Erratica so weit im gemigten Europa, Asien und Amerika verbreitet, da hierfr nicht lokale Ursache ehemals hherer Alpen angenommen werden knne. S. 327:"...that the formation of glaciers did not only depend upon the actual configuration of the globe, but was also connected with the last great geological changes in its surface, and with the extinction of the great mammifers which are now found in the polar ice."\
Gletscher htten sich auch nicht von Alpen in Ebenen ausgebreitet, sondern htten sich schrittweise in Alpen zurckgezogen.\
Fand jetzt Gletscherspuren auch in Schottland, N-England und Irland.\
Aus Beobachtungen, " that not only glaciers once existed in the British Islands, but that large sheets (nappes) of ice covered all the surface." (S. 331).\
Koppelt damit aber groe Strme bei Rckschmelzen der Gletscher, die die Eismassen und obere Blcke mitnahmen. S. 331: " He believes that the Norwegian blocks found on the coast of England have been correctly assigned by Mr. Lyell to a similar origin."\

10128	\
Eisrckzug: Genfer See: Tiefe 0,3 m: 12120  215;\
0,3-0,56 m: 13330  230;\
0,56-0,9 m: 7010  110;\
0,9-1,2 m: 15440  265;\
1,2-1,44 m: 13240  195;\

10127	\
Krishna-Godavari-Serie, Andhra Pradesh. Ziel: heutige Sedimentfllung eines Deltas.\
16o38'N, 82o13', 1,5 m Tiefe modern. 17o55'N, 83o28E 15,1 m Tiefe 5650  120; 18o05'N, 83o30E, 1,2 m Tiefe 5550  110.\

10129	\
Karten der Fundverbreitung.\
Prboreal:Ein Fund von Skaelskv auf Seeland, einer bei Ringsj in Schonen.\
Boreal: Dnemark und Schonen reichlich: wichtigstes gejagtes Wild. Halland an West Kste ein Fund; keine weiter im Norden oder gar in Norwegen.\
Atlantikum: Mehrfach in Dnemark. Dazu Schonen, land, Bohusln. Nichts von Norwegen.\
Subboreal: Zahlreich in Dnemark. Dazu Schonen, Blekinge, Bokusln, stergtland, Gotland. Norwegische SW-Kste bis etwa Bergen. Wenige Funde aus Bronzezeit in Dnemark und Norwegen.\
Subatlantikum: Seltener als Neolithikum.\
Etwa 25% der dortigen Funde aus Subboreal und Subatlantikum.; etwa 40% aus Prboreal und Boreal!\
Starker Rckgang im Mittelalter und in beginnender Neuzeit, offenbar wegen starker Waldweide des Viehs. Erst ab letztem Jahrhundert wieder deutliche Erholung des Rot-, Reh- und Elchwildes infolge genderter Wirtschaftsweise bei Viehhaltung.\

10138	\
Da in Jotunheim einzelne scharf geformte Berge, kann Eisoberflche nicht viel hher als 2200 m ber Meeresspiegel selbst bei Max. der letzten Eiszeit gelegen haben.\
Heutige Firngrenze von 1600 m im NW auf 2200 m im SO ansteigend, d.h. innerhalb 45 km um 600 m.\
Aus Vergleich der Gletscherbewegungen und klimatischer Fakten: Nichts spricht gegen kausale Verbindung zwischen Sommertemperatur und Winterniederschlag auf der einen und Gletscheroszillationen auf der anderen Seite. Eher direkte und unmittelbare Beziehungen zueinander.\

10131	\
Tiefenkarte der Fjorde. Aus ihnen und aus Sedimenten abgeleitet, da Fjorde nicht tektonisch, sondern durch Flu und wiederholte Eiswirkung geschaffen.\
Karten 00: nachbestellen!\

10132	\
Gute Bilder aus Schwabenland (Antarktis).\

10135	\
Island.\
Wie in spteren, zusammenfassenden Arbeiten. So auch die Abbildungen. Maritimes Klima frdert Vergletscherung, bis allerdings feucht-warme Luft Ablationsperiode oder Ablationsrate steigert (bei Zunahme Ozeanitt). Auch dann, wenn Hhe zwischen Akkumulation- und Ablationsgebiet gering, kann Zufuhr feucht-warmer Luft fr Gletscher kritisch werden. S. 434:" There is a critical point in the ratio of altitude and size of accumulation and ablation areas, at which the effect on the glaziation of air bringing more heat and increasing precipitation changes from positive to negative. It is therefore natural that in the differing altitudes of mountain regions different glaciers react differently even to minor climatological changes, and some of them may be advancing, others receding, and others stagnant."\

10137	\
Gletscher in Norwegen (Krsa; Horung Massiv in Jotunheimen), Island, O-Grnland, NO-Land auf Spitzbergen verglichen.\
Schnee bei Akkumulation besonders wichtig, aber in humiden Gebieten mit Zutritt feuchter Winde, wie W-Kste Norwegens und auf Spitzbergen, auch Rauhreif wichtig. Hufig Schnee im Lee abgesetzt, aber dies keine feste Regel. Noch falsche Annahme, da Gletscher generell nach Lee orientiert (Fr.).\
Styggedal-Gletscher im Horung Massiv bei Schneegrenze in 1600 m Hhe pro Jahr 1100 mm Wasserniederschlag; Krsa-Gruppe.: bei 1200 m wohl 1700 mm Wasser/Jahr; NO-Land wohl 520 mm/ Jahr. Winterklte dringt hier etwa 10-15 m ein.\
W-Spitzbergen: Hier Firn in 850 m Hhe sehr gut durch Eislagen geschichtet. Ihre Unterflche eben, obere  undulierend. Eisschichten im wesentlichen = herbstliches Gefrieren nach Sommer-Ablation. Firndichte nach unten ansteigend von 0,54 fr 1933-34 zu 0,64 fr 1924-25. Firnkrner-  von oben nach unten ansteigend. Auch Krneragglomerate in selber Richtung ansteigend. Sommerliche 0o-Zone sommers an Mchtigkeit zunehmend. Dies von Ort zu Ort aber verschieden. Genereller Vorgang erklrt: Hitze verursacht Schmelzen. Schmelzwasser sickert durch Firn; gefriert schlielich. Hierbei freiwerdende, latente Wrme lt Firntemperatur grerer Tiefen ansteigen.\
1934: Ablation 430 mm Wasser; Regen 55 mm. Von diesen 485 mm 145 mm -> Eis und Firn; 340 mm flossen ab. Wasser sinkt sehr schnell ab, soda Firn praktisch trocken, wenn Winterfrost kommt. Abkhlung im Winter und Erwrmung im Frhling damit fast nur Wrmeleitung. Wasserabflu aber durch Eisschichten gebremst. Diese nehmen daher unregelmig an Dicke zu.\
Haushaltsjahr 1933-34 724 mm Wasser zugefhrt.\
14.Juli-Gletscher (auf Spitzbergen): Jahresakkumulation von Osten bis etwa 550-650 m Hhe Zunahme, dann durch starke Windwirkung wieder Abnahme (Niederschlag selbst steigt weiter an!)\
Vatnajkll: In Hhen < 1300 m Eis zwischen -4,5oC und 0oC. Dies schichtweise wechselnd. Weicht also deutlich ab von Isachen-Plateau! Gesamtniederschlag nimmt hier von S -> N deutlich ab: Breidabunga im S 2770 mm, Zentrum 2550, N-Seite 1820 und 1690 mm. Trotz unterschiedlicher Gesamt-Niederschlagsmenge/ Jahr %-Anteil der einzelnen Hhen am Gesamtniederschlag  gleich.\
Friya-Gletscher in O-Grnland: Hier sehr wenig Ablation und Regen fast 00. Firn von oben an gefroren. Hier auch sehr starke Windwirkung, so da fast aller Schnee weggeblasen. Aber starke jhrliche Unterschiede.\
Ablation: S.26: "A. is the glacier-wasting process: In the first instance, melting and evaporation." Dazu Winddrift = Corrasion, Kalben und interne Ablation in Spalten und Hhlen. Gross-Ablation: Gesamt-Menge des Schmelzens u. a. Ablations-Vorgnge; Netto-Ablation: Menge, die insgesamt von Gletschern durch Abflu, Evaporation, Corrasion, Kalben entfernt ist.\
Stygedal-Gletscher Ablation auf Eis viel > ber Schnee. Im unteren Teil des Gletschers Differenz um 30%! Abflu von Umgebung eines Gletschers bei bedecktem Himmel grer als bei klarem.\
NO-Land, Sveanor: Hier hherer Stahlungsgenu als in Stockholm, trotz starker Bewlkung dort: Wolken sehr durchlssig. Bedeckter Himmel, bei 80oN lt dort 54% der Sonnenstrahlung durch, in 60oN nur 23%. Auerdem dort vielfache Reflexion zwischen schneebedecktem Grund und Wolken. Dort durch Strahlung 37% der Ablation, 58% durch Wrmeleitung, 18% durch Kondensation. Dort an Firngrenze Sommerablation in 450 m Hhe mm 400-500 mm im Sommer.\
W-Spitzbergen, Isachsen-Plateau: Verhltnis Strahlungsgenu an wolkigen zu klaren Tagen dort 0,6; Sveanor 0,41: Abisko 0,27: Stockholm 0,23. Grund: Hohe Durchlssigkeit im Norden! Albedo dort:\
            Neuschnee  gefr.Schneeoberfl.  schmelzende    schneefreies Eis\
                                          Schneeoberfl.\
Klare Tage     81             75              59               50\
Bewlkt        75             65              65               50\
Ablation auf Isachsen-Plateau und Sveanor vergleiche Kopie: Isachsen Strahlung wichtiger als Wrmeleitung; Sveanor umgekehrt.\
W-Spitzbergen, 14.Juli-Gletscher: An temporrer Schneegrenze Ablation stark reduziert (Kopie), da Albedo ber Eis < ber Schnee. Abnahme der Ablation mit Anstieg Hhe in schneefreien Gebieten viel grer als in schneebedeckten: 24.6. bis 18.8. von 0 bis 300 m Abnahme 340 mm/ 100 m; in schneebedeckten Hhen (600-950 m) nur 70 mm/ 100 m. In geringen Hhen Verstrkung der Ablation besonders durch Anstieg der Windgeschwindigkeit. Wichtig - wegen Albedo - auch Verschiebung der temporren Schneegrenze.\
Vatnajkll: (Kopie) in 72 m Hhe Juni bis August - Ablation 55% der Gesamtsumme; April und Mai und September und Oktober 33%; Winter 12%. ber Firngrenze Sommeralbedo 78% der Gesamtsumme. Starke Ablation (insgesamt) in geringer Hhe dort durch Tatsache, da Gletscher staubbedeckt und dort von schneefreien Gebieten umgeben. Hier auch ber Schnneegrenze steilere Abflle der Jahresablation mit Anstieg der Hhe als im mittleren Bereich wegen Kaltlufteinbrchen ber Plateau von Norden her. \
Temperaturanstiege haben in geringen Hhen grere Wirkungen als in groen, d. h. Wirkungen bei hheren Temperaturen > bei niedereren. Regenmenge hat geringen Einflu, nur falls bei relativ hohen Temperaturen von 7-8oC. Hier im Akkumulationsgebiet zwischen 27 und 45% der Ablation; auf 14. Juni-Gletscher nur 14%: anderer geomorphologischer Typ und anderes Klima. Kurve des monatlichen und jhrlichen Abflusses (berechnet, nicht gemessen). Extrem maritimes Klima reduziert Strahlungseinflu, verstrkt aber Bedeutung der Wrmeleitung (Konvektion).\
Schneegrenzkarte nach Gipfelmethode fr N-Atlantik.\
Diagramm des Verhltnisses Sommertemperatur zu Akkumulation an Vergletscherungsgrenze (diese in Karte dargestellt): Je hher die Temperatur, desto hher mu Niederschlag sein, aber dies nach Exponentialfunktion. Oder: Je hher die Temperatur, desto grer die Auswirkungen kleinerer Temperaturvernderungen.\
Regime oder material balance (C.Troll: Massenbilanz oder Materialhaushalt): Gesamt-Akkumulation whrend einer Akkumulationsperiode und Gesamtablation whrend folgender Ablationsperiode. Summe beider ist " glacier's balance-sheet total". Diese = Akkumulation und Ablation an Firngrenze, mal Flche des Gletschers. Tabelle des Haushalts der untersuchten Gletscher: Styggedal im Gleichgewicht. Hoffell z.T. positiv. Alle anderen negative Bilanz. Kopien der Bewegungsgeschwindigkeiten.\
Gletscherklassifikation nach geomorphologischen Gesichtspunkten vgl. Kopien.\
Gletscher kann aktiv sein, obwohl sich Zunge zurckzieht (Massentransport hierdurch ja nicht unterbunden!) Auch Toteis kann sich noch bewegen. Dies dann aber von Relief der Unterlage bestimmt.\
sar entstehen nur in inaktiven Gletschern.\
Geophysikalische Klassifikation (Kopie).\
Je kleiner der Gletscher, desto schneller folgt er Klimaschwankungen; oder: Ausflsse des Inlandeises knnen noch sehr aktiv sein, wenn Massenbilanz im Zentrum schon lngst negativ ist.\

10136	\
In Maudheim Temperatur im Inland- oder Schelfeis unter 20 m Tiefe = lokaler mittlerer Lufttemperatur.\
Noch recht unklar Beziehungen zwischen Gletscher und Klima. Ablation oder Schmelzen und Evaporation genauso entscheidend wie Niederschlag. Gletscherhaushalt abhngig von : 1) Jahresniederschlag in fester Form; 2) Temperatur in Jahreszeit oberhalb des Schmelzpunktes; 3) Lnge dieser Periode; 4) Betrag der Zu- und Abstrahlung, beides durch Bewlkung beeinflut; 5) Windgeschwindigkeit; 6) Feuchte.\
Relative Bedeutung dieser Faktoren von Beginn der Ablationsperiode zu ihrem Ende sich verschiebend. Hinsichtlich Ablation Convection und Strahlung wichtigste Faktoren. Condensation spielt geringere Rolle; Evaporation noch viel geringer. Strahlungseinflu scheint zuzunehmen mit abnehmender Breite. Je maritimer und humider das Klima, desto wichtiger ist Convection. Da bei Gletscherbewegungen auch noch Relief modifizierend wirkt, sollten Vorste und Rckzge selbst im selben Gebiet asynchron sein. Auerdem unterscheiden zwischen Inlandeismassen und ihren Ausflugletschern. Deren Variationen abhngig von viel frherer Eisakkumulation im Inlandeisgebiet. Nach E.F. Roots "the lag between climatic change and change in form of the glacier may be longer than the period of climatic change itself". \
In Peary Land Evaporation bei Ablation vorherrschend. Hiernach Fristrup Eiskappe im Prinzip Toteismasse. hnliche Eismassen in Baffin, Bylot, Devon, Ellesmere Island nach Baird " Baffin Type": Ernhrung nicht durch Akkumulation, sondern durch Wiedergefrieren des Sommerschmelzwassers. Nach Matthes Eis in Reservoir erst trge, unter stets ansteigendem Druck, bis Grenzwert erreicht. Dann Beginn des Ausflusses, erst langsam, dann immer schneller, obwohl Druck konstant bleiben kann oder sogar abfllt. Dann Absinken der Fliegeschwindigkeit, bis Reservoir leer. Vielfach in Akkumulationsgebiet Eis angehuft, im Zehrgebiet aber stark abgebaut, bis Reibungsgrenze berschritten und Gletscher abrutscht. Aus allem unwahrscheinlich, da Gletscherschwankungen mit etwa 11 Jahreszyklen verkoppelt.\
Fr Gletscher der gemigten Breiten Winterklte unbedeutend. uerst wichtig aber Schmelzen in Ablationszeit.\
Jeder Gletscher hat eigene Periode der Schwankungen. Zwar diese klimatisch ausgelst, doch viele zwischengeschaltete Faktoren:\
1947-48 im Rckzug 100% franzsische Gletscher, 77% Schweizer, 98% italienische, 89% sterreichische, 97% schwedische und norwegische, 88% islndische. von 282 Gletschern 88% Rckzug, 6,5% Vorsto.\
1949-50: Rckzug bei 93% franzsisch, 99% schweizerisch, 96% italienisch, 100% sterreichisch, 91% schwedisch und norwegisch, 67% islndisch: von insgesamt 318 Gletschern 96% im Rckzug, 3,5% Vorsto, 0,5% stationr. Im Juneau Ice-Field Gletscher im frhen oder mittleren 18. Jahrhundert Gletschervorsto, der sicher nicht seit vor 1300 berschritten - Lapplndische und Alaskanische Gletscher im Haushaltsjahr 1948-49 bei stark positiver Bilanz in beiden Gebieten deutliche Akkumulation. Gegenwrtige Klimaschwankungen gebietsweise verschieden. Anstieg der mittleren Jahrestemperatur auf der Nord-Halbkugel am strksten auf Spitzbergen und Grnland. Nichts derartiges in Hohen Breiten der Sd-Halbkugel beobachtet. \
Klima bis in dreiiger Jahre ozeanischer geworden. Gegenwrtige Klimaverbesserung kulminierte in dreiiger und vierziger Jahren. Teils in letzter Dekade Januartemperatur niedriger als je seit Beginn des Jahrhunderts. Doch Frhling- und besonders Herbsttemperatur weiterhin Anstieg. In Karesuando und Troms Julitemperatur seit 1930-39 kontinuierlicher Abfall. In Lund und Stockholm Maximum erst vor wenigen Jahren erreicht. In Island (Reykjavik) Klimaverbesserung kulminierend in vierziger Jahren: gefolgt von Verschlechterungen, besonders im Frhling und Herbst, doch Winter und Jahresmittel immer noch hher als vor 1925-30. Offenbar fr Gletscherrckzug dieser Jahre um nrdlichsten Atlantik Anstieg der Temperatur in Ablationsperiode und deren Verlngerung sehr wichtig.\
Sehr enger Circulations-Zusammenhang zwischen Alaska und West-Skandinavien, so auch in 700 mb Flche sichtbar. Nach Willett dies alles verursacht durch nderungen im UV-Bereich.\
Ende des 19. Jahrhunderts scheint N-Wanderung der nordeuropischen und asiatischen Vgel begonnen zu haben, stark beschleunigt seit 1910: 25% aller nordeuropischen Vgel nahmen daran teil: Winter milder und Frhlinge wrmer geworden. Auerdem afrikanische Seen Afrikas stark durch Trockenheit eingeengt.\
Seit 1850 bis gegen 1910 an arktischer Baumgrenze kein Samenjahr. Jetzt alle Altersklassen. Vegetatiosvernderung im hohen Norden strker als im Sden, vermutlich weil im Norden Temperatur strker ansteigt als im Sden. Obere Waldgrenze um 20 m angestiegen, besonders in vierziger Jahren, vermutlich wegen schnelleren Verschwindens des Schnees und rascheren Austrocknens des Bodens. Seit 1930 Evaporation von 8 schwedischen Flugebieten stark ansteigend.\
Nach Matthes letzte 4000 Jahre "little ice age". Aber Verfasser: Regeneration der Gletscher begann gegen 500 v. Chr.; zunchst schnelles, dann immer langsameres Wachstum. Im 13. und 14. Jahrhundert erneut beschleunigt; max. Stand in 1.Hlfte des 18. Jahrhunderts und gegen 1900 erreicht.\

10169	\
land.\
Schlecht drainiert; zeitweise berschwemmt. Kalttemperiertes Klima; in Bezug auf Niederschlge ziemlich kontinental. 450 mm, zeitweise 250 mm! - Sehr starke Frostwirkungen in den Boden.\
In Festuca ovina - Festuca rubra v. oelandica - Tortella tortuosa - Ass.: (S. 289 ff.) auer den beiden Festucen wichtig Agrostis stolonifera, Agrostis gigantea, Poa alpina, Allium schoenoprasum, Sedum album, Cerastium pumilum, Hornungia petraea, Hieracium spp., Artemisia rupestris, Helianthemum oelandicum, Leontodon autumnalis, Sagina nodosa, Euphrasia cf. condensata.\
Helianthemum oelandicum - Festuca ovina - Cetraria islandica Ass.:\
Auer den genannten beiden Phanerogamenarten, Thymus serpyllum, Helianthemum canum, Helianthemum italicum rupifragum, Fumana procumbens, Agrostis gigantea, Phleum nodosum, Poa compressa, Carex caryophyllea, Carex flacca, Galium pumilum oelandicum, Gypsophila fastigiata, Silene maritima v. petraea, Anthericum ramosum, Globularia vulgaris, Cynanchum vincetoxicum, Cerastium pumilum, Hieracium pilosella, Hornungia petraea, Linum catharticum, Anthyllis vulneraria, Arenaria serpyllifolia, Galium pumilum, Galium triandrum (= Asperula tinctoria), Satureja acinos, Arabis hirsuta v. glaberima, Oxytropis campestris, Artemisia campestris.\
Avena pratensis - Sesleria coer. - Camptothecium lutescens - Ass.:\
Helianthemum oelandicum ("allgemein"), Juniperus communis, Festuca ovina, Briza media, Phleum phleoides, Poa angustifolia, Carex flacca, Agrostis tenuis, Anthoxanthum odoratum, Sieglingia decumbens, Avena pubescens, Carex caryophyllea, Luzula campestris, Brachypodium pinnatum, Anemone pratensis, Artemisia laciniata, Aster linosyris, Fragaria viridis, Medicago falcata, Polygala comosa, Primula veris, Prunella grandiflora, Ranunculus illyricus, Ranunculus polyanthemus, Scabiosa columbaria, Orchideen, Globularia vulgaris, Oxytropis campestris, Potentilla arenaria, Galium triandrum, Filipendula hexapetala, Antennaria dioica, Anthyllis, Carlina.\

13473	\
Am Nordende des Bottnischen Meerbusens 35 m ber Meeresspiegel sehr reiches Muschelvorkommen gefunden: Meist Mytillus edulis. Dazu wenig Macoma baltica und Hydrobia ulvae. Elphidium albiumbilicatum. Salinitt mu damals 7 o/oo (Promille) betragen haben; heute dort 3-4 o/oo. Material in Mornengrube gefunden. Nichts ber Stratigraphie gesagt, noch ber geologische Bedeutung.\

10139	\
Mndet in Meerwasser-erfllten Fjord. Dieser leicht nach N gebogen. Es schwimmt auf Wasser, luft dann aber teils auf Grund (an Auenseite der Biegung), so da sich weiterhin bewegender Teil scherend daran vorbei schiebt. Dadurch, von Scherflchen begrenzte groe Eisschollen (Karte u. Luftbild), nicht aber normales Kalben.\

10140	\
S-Ontario:\
Nach Tyler und Barghoorn Blaualgen und einfache Pilzformen in nicht eisenhaltigen Kieselschiefern in Mittel- bis Unter-Huron. Magnetit im Hangenden 800-1650 x 106 Jahre. Die organischen Reste mglicherweise (wegen Lagerungsverhltnissen) ca. 2000 x 106 Jahre.\
S-Rhodesia:\
Nach Macgregor (in Holmes) Konkretionsstrukturen, mglicherweise Algen, in graphitischem Kalk der rhodesischen "Basement Schists"; z.T. vom Collenia-Typ. Diese > 2700 x 106 Jahre alt. Falls tatschlich Lebensspuren, dann bisher lteste.\

10144	\
Methode und Fehlerquellen sehr gut. Ergebnisse noch ungenau, jedoch sicher, da "kurze", bisherige Chronologie des Neolithikum falsch. Viel eher  gleich der korrigierten (=kalibrierten) #29514#296C-Chronologie neueren Datums.\

14326	\
Sedimentpetrographischer Unterschied der einzelnen altpleistoznen Hauptterrassenstufen untereinander auf deutschem Gebiet gering, dagegen scharf gegenber plioznem Kieseloolith. Im NW-Teil des groen Hauptterrassen-Schwemmfchers der Niederrheinischen Bucht - also im deutsch-hollndischen Grenzgebiet zwischen Venlo und Roermond, an Rur unterhalb von Linnich und im Selfkantgebiet Ablagerungen der lteren Hauptterrassen bzw. des Prtigliens den Kieseloolithschichten nher als der Jngeren Hauptterrasse. Daher wohl auch in Niederlanden Prtegelen zu Kieseloolith-Formation gerechnet.\
Altpleistozn in Niederlanden nach oben durch Unterkante Cromer begrenzt. Im Mittelrheintal wohl durch Beginn der Engtalaustiefung.\
1.) Grobblcke und "Sandgerlle". Beide in lterer Hauptterrasse, hufiger aber in Jngerer Hauptterrasse beobachtet. Ihr Transport vielfach auch unter heutigen Bedingungen mglich. Nicht aber, wenn mit bis mehreren m Kantenlnge und aus Taunus, Hunsrck (Quarzite) oder Odenwald, Schwarzwald, Vogesen (Granite). Hieraus also klteres Klima abzuleiten! (zumal da niemals Vergleichbares in Kieseloolithschichten).\
Aus Jngerer Hauptterrasse verschiedentlich syngenetische Eiskeile und Kryoturbation erwhnt (Karte). Alter der Bildungen in "Papsanden" der Kedichemserie ber Tegelen-Ton: Eiskeile weisen hier auf mindestens kurzfristigen Dauerfrostboden hin. Im Brachter Wald (Tongrube der Gebr. Laumans) aus vergleichbarem stratigraphischem Niveau unter Jngerer Hauptterrasse hnliches erkannt. Da aber ber wasserstauendem Horizont auch nicht-kryogene Entstehung mglich.\
Beobachtungen von Walters nicht zwingend, da auch als tiefreichende Trockenrisse im Ton deutbar. Hier jetzt aber Beobachtung bei Herzogenrath: W-Hang des Wurm-Tales, bei Burg Herzogenrath. Hier Maaskiese der lteren Hauptterrasse ber lockeren, hellen Quarzfeinsanden des Miozns. Deren oberer Teil von zahllosen Spalten zerrissen, an Oberkante wenige mm bis 50 cm Breite, und bis 200 cm Tiefe. \
Mioznsande von Material der lteren Hauptterrasse (blockartig mit eckigen Kanten) umgeben. Kiesspalten also nicht lter als basaler Teil der lteren Maas-Hauptterrasse. Das Abbrechen der Sandschollen und ihr Sturz in z.T. Kies-erfllte Spalten nur unter Bodengefrornis mglich. Allerdings fraglich, ob echte Eiskeile. Ebenso hieraus nicht Dauerfrost beweisbar, sondern nur Klima, das mindestens ebenso kalt wie heute, also betrchtlich khler als frher war. Aufriss der Spalten vielleicht durch Erdbeben.\
Jlich: Ziegeleigrube H. Lamers, nrdstlicher Stadtrand. Hier Schotter der lteren Maas-Hauptterrasse ber plioznem Kieseloolith. Ganz oben drauf Jngere Hauptterrasse. Kieseloolithschichten schlieen hier nach oben mit humoser Tonlage mit wrmeliebender PF ab (Spektrum-Zhlung wegen schlechter Erhaltung nicht mglich). Darber mehrere Meter Kiese. Dann auffallend kryoturbat verwrgte Sandschicht (Amplitude einzelner Faltenwrfe bis 90 cm). Drber Erosionsdiskordanz und dann erst ungestrte grobe Schotter. \
Genauso in benachbarter Grube. Dort Eiskeilpseudomorphose mit 50 cm Keilbreite und 150 cm Tiefe; durchsetzt die Verwrgungszone. Mindestens dieser Eiskeil Hinweis auf Dauerfrost. Aber auch Kryoturbationen dieser Strke wohl nur so zu erklren: Offenbar "Brggen Kaltzeit". Kryogene Strungen hneln in Form und Ausma denen der Jngeren Tundrenzeit.\

10147	\
Cellulose, Hemicellulose, Lignin lslich in Acetylbromid. Humus nicht. Hieraus insgesamt: Je lter das Material, desto weniger acetylbromid-lsliches Material vorhanden.\
Proben mit aqua dest. waschen, im Ofen bei 105oC trocknen (vorher in kleine Stcke zerschneiden). Dann im Mrser zerkleinert, dann bei 105o abermals getrocknet und im Exsiccator aufbewahrt. 0.3 Gramm 72h bei 40o mit 7 ml Acetylbromid versetzt. Schwarze Lsung unter Vakuum filtriert; Rckstand mit Acetylbromid gewaschen. Dieses bei 90o verdampft. Rest mit 20 ml ther gewaschen, dann 0.5 mol Kalium-Thiosulfat, dann heies Wasser. Dann bei 110o 2h getrocknet, in Exsiccator aufbewahrt, dann zurckgewogen. Dann verascht, damit Humus (H) beseitigt. Acetylbromid lsliches Material in % der Ausgangsmenge bestimmt : S= W-H/H x 100\
Werte dann an absoluter Zeitskala aufgetragen. (absolutes Alter aber doch fast gar nicht bekannt Fr.)\

10145	\
Decksand abgelagert: a) Pleniglacial B, nach Paudorf und vor Blling: lterer Decksand; b) zwischen Blling und Allerd: Jngerer Decksand I; c) in jngerer Tundrenzeit: Jngerer Decksand II\
PD von borealer Gyttja und Sand aus lterer Dryaszeit.\
Angabe der Windrichtungen\

10153	Im See, gelegen 6131'n.Br. und 2342'.L. von Pulkovo, nahe Ust'kulom an Oberlauf der Vy#260egda, Chitonosperma spec. nov. und viele Diatomeen salziger Wsser: Diploneis, Navicula.\
Chitonosperma sonst noch bekannt aus Finnischem Meerbusen und Karischem Meer. Da einige Terrassensedimente der Umgebung sehr an marine Sedimente erinnern, er auerdem diese marinen Formen enthlt, ohne salzig zu sein, Annahme, es handele sich um ein Relikt der borealen Transgression.\

10156	\
Ren, Pferd; beide recht reichlich. Selten Hase und Eisfuchs.\
\
Daten: 11975  100 v.h. (H 5209-4865)\
       12160  95 v.h.  (H 5210-4866)\
       12650  100 v.h. (H 4277-3531)\
       12940  125 v.h. (H 5211-4891)\
       11700  90 v.h.  (H 4276-3535)\
       11300  85 v.h.  (H 4741-4145); sollte erste Hlfte der lteren Tundrenzeit sein.\
       11890  130 v.h. (H 4743-4137)\

10158	\
Karte der Eisrandlagen\
Rckzugsstadien: 1.) Beresina-, 2.) Dvina-, 3.) Luga-, und 4.) Newa-Stadium (die 3 letzten mit z.T. mehreren Oszillationen).\
Beresina-Dvina-Interstadial: Damals sehr starker Eisrckzug und darauf folgender betrchtlicher Eisvorsto. Klima "nach Pflanzenresten" hnlich dem heutigen derselben Gebiete. Sptere Interstadiale mit subarktischem oder arktischem Klima.\

10157	\
Rckzugsgeschichte des Inlandeises\

10163	\
PD, geol. Profile\
Marine postglaziale Terrassen dort sehr weit verbreitet. Bilden Akkumulationsterrassen von 3-8 m Hhe. Hier Aufschlu Nr. 7, Terrasse 6 m hoch, auf W-Ufer einer Insel in Mndung des Orokes. Basis bei 6 m Tiefe, also 0 m! Entstanden offenbar im Sublitoral eines swasserreichen Beckens, wohl hinter Nehrung. Auch Mollusken dafr charakteristisch: Macoma quinata, Macoma baltica, Corbula amuriensis.\
4 Pollenzonen: 1: (ganz unten). BP weitaus dominant. Sehr viel Birke, Erle mig. Wenig Eiche, Ulme, Juglans. Tanne 00; wenig, doch Anstieg Picea.\
2: Tanne wandert ein, Picea relativ viel (15-20%). Alles andere unverndert.\
3: Erlen- und Gramineen-Ausbreitung, Juglans mehr als vorher!\
4: Um 20% Picea, um 10% Tanne. Erlen wieder unbedeutend, dafr erneut viel Birke.\
In 1, 2, 4 viel Artemisia. Diese fehlt in 3.\
Verfasser: 1 warm und relativ trocken; 2 Feuchtezunahme (1 und 2 = Boreal); 3 Abkhlung und kontinentaleres Klima. 4: wieder feuchter. Phase 3 = IIIB im Moor Uandi (Chotinskij, Palinol. Goloc., 1971, S. 171): zwischen 8370  120 und 7940  130 v.h.\
M. E. Diagramm vllig falsch interpretiert: Wenn Erlen und Birken abgezogen, anfangs Eichen-Ulmen-Juglans-Phase. Dann Tanne-Fichte-Phase, mit weniger Eiche und Ulme, aber recht viel Juglans. Dazu ganz oben von Verfasser nicht bemerkt, starker NBP-Anstieg, starker Anstieg von Tanne, besonders Fichte, Gramineae. Alles andere starke Abnahme, besonders anspruchsvolle Pflanzen fallen aus! Ursache Alter unbekannt.\

10164	\
Beschreibung und Kartierung der lakustrischen und subarischen Sedimente. Thermokarst nach Sden nur bis 49o n. Br.: S-Grenze der Periglazialzone im Sptpleistozn.\
Periglazialsedimente hier aus Sptpleistozn: Progressiver Mammutzahn bei Vladimirovo, wie auch auf Hokkaido = Kontinentale Tatikava-Serie Japans, zwischen 28770  210 und 11840  300 v.h.\

3797	\
An O-Ufer, auf 6. Terrasse, die 2.5 m hoch ist. Ein Profil in dieser Terrasse, das andere auf ihr (Bucht Nabil'). Im Torf "Grenzhorizont" (im russischen Sinne) mit 2 Lagen schwach zersetzten Torfes. Torfbeginn 4320  60 v.h. Dann noch Datum 3880  80 v.h. im "Grenzhorizont". Endet etwas vor 2530  45 v.h.; dort dann nur noch schwach zersetzter Torf. In Terrassensediment 2 fossile Bden. PD: Phase I (Terrasse) BP herrschen vor; anfangs bes. Picea (30-58%), nach oben Pinus pumila Anstieg (57-58%), Alnaster sehr viel, aber stark schwankend. Fast nichts an Thermophilen, sei frh subboreale Abkhlung gegen 4200-4600 v.h.\
Phase II: In Grenzhorizont, = mittelsubboreale Erwrmung 3400-4300 v.h. BP und NBP  gleich stark vertreten. Picea fehlt. Pinus pumila sehr wenig. Dafr viel Myrica, baumfrmige Birke. Durchlaufend Quercus mongolica und Ulmus, sowie Osmunda. Zunehmend Ericales. Viel Cyperaceen, Abnahme Gramineae.\
Phase III: schwach zersetzter Torf, Subatlantikum. Strauchfrmige Birken bis 60% kontinuierlicher Anstieg. Wieder Fichte, Ulmus, Quercus; wenig Myrica und Pinus pumila. Recht viel Artemisia, Myriophyllum, Typha bei Abkhlung.\
\
(Kommentar Frenzel: Klimainterpretation berzeugt mich nicht. Unterschiedliche Sedimentart und Lokal-Regionaltransport nicht diskutiert.).\

10159	\
Stadien der letzten Eiszeit: Beresina-, Dvina-, Luga-, Newa-, Finnisches Stadium. Morne des Beresinastadiums liegt direkt auf Interglazial. Beresina-Dvina-Interstadial war (auf Grund der Pflanzenreste) khl-gemigt, hnlich dem heutigen. Das Klima der anderen Interstadiale war subarktisch bis arktisch. Sedimente des Newastadiums liegen auf denen der Mgatransgression. \
Diese fllt aber nicht in das Luga-Newa-Interstadial, sondern in das Prberesina-Interglazial, denn Sedimente der Mga-Transgression liegen im gleichen stratigraphischen Horizont wie die kontinentalen, letzinterglazialen Sedimente im Liegenden der Beresinamorne. Auer Sedimenten der letzten Eiszeit noch marine und kontinentale Sedimente des letzten Interglazials gefunden: Gletscher der Dnjeprowskeiszeit war wohl vollstndig damals verschwunden.\

10161	\
Abdrcke als Ober-Oligozn angesehen. Jetzt PF: Juglandaceae, Juglans, Pterocarya, Carya), Ulmaceae (Ulmus, Celtis), Fagus, Quercus; selten Castanea; Tilia, Liquidambar, Corylus, Carpinus; bisweilen Myrica, Ilex, Magnolia, Oleaceae, Loranthus, Parthenocissus; Betula, Alnus; wenig Salix. Pinus haploxylon, Pinus diploxylon, Tsuga; selten Keteleeria, Picea, Abies; vereinzelt Podocarpus. Gewhnlich Taxodiaceae (Taxodium, Glyptostrobus, Sequoia). Sehr oft Arten bestimmt (u.a. 4 Tsuga-Arten; 3 Eichen usw.).\
\
Wie soll das mglich sein ? (Fr.) Sei Spt-Oligozn\

2143	Nrdlich von Maastricht, nahe Beatrix-Hafen an Meuse; genau an\
Geul-Flu in Dorf Bnde. Hier 4,5-7,0 m L; drunter\
Deltasedimente des Geul (2,5-3,5 m); darunter Sand, Ton und\
Schotter der Meuse. L wahrscheinlich der "junge L", letzter\
Teil der letzten Eiszeit. Sehr hoher Kalkgehalt, mit\
Kalkkonkretionen.\
Alces alces, Bos sp. div. (2 Typen), Capreolus capreolus, Castor\
fiber, Cervus elaphus, Equus caballus (2 Typen), Ovis cf. ammon\
ssp., Saiga tatarica, Sus scrofa, Ursus arctos, Circus cf.\
aeruginosus, Corvus frugilegus frugilegus, Grus grus.\
Verteilung auf                                 (Individuenzahl)\
                              fluviatile Sedimente    und   L\
Alces                                   1                    - \
Bos sp., klein                          2                    - \
Bos sp., gro                           1                    - \
Capreolus capreolus                     4                    1\
Castor                                  1                    - \
Cervus elaphus                          5                    2\
Equus caballus, schwerer Typ            2                    1\
Equus caballus, leichter Typ            1                    1\
Homo sapiens                            1                    - \
Ovis ammon                              1                    - \
Saiga                                   1                    - \
Sus scrofa                              2                    2\
Ursus arctos                            1                    - \
Circus                                  1                    - \
Corvus                                  1                    - \
Grus                                    2                    - \
\
Wohl Steppe mit Gehlzen am Flu. Nach Schdelvergleich gleich\
Maglemose-Kult (nach Magdalnien).
2144	Mu von Osten her schon im Sptglazial eingewandert sein. Karte\
ist verndert nach Rubner, BBC, 49, Ergnzungsband.
2145	Hinweis auf falsche Unterschrift in Rudolph und Firbas. Hier mit\
"Salix" Artemisiapollen bezeichnet!\
Empetrum hermaphoditum-Tetraden 34-47 m (im Mittel 41 m),\
Empetrum nigrum 22-34 m (im Mittel 28 m).
2146	Bemerkungen: Abbildungen\
\
Bei Pollenfangversuchen in Vsters 1937 Erlenpollen vor\
Erlenblte in Mlardalen aufgefangen: mglicherweise durch\
SO-Winde aus Ruland!\
\
Abbildungen von Pollen von\
Helianthemum nummularium\
Helianthemum nummularium var. articum\
Fumana procumbens\
Helianthemum ovatum\
Helianthemum oelandicum\
Helianthemum canum\
\
Geringe Bedeutung der Ericaceenpollen in sptglazialen Sedimenten\
knnte auf geringe Pollenproduktion damaliger Arten\
zurckzufhren sein. Artemisiapollen braucht auch nicht Steppe\
anzuzeigen, da sie sowohl in Bndertonen als auch in W-Irland\
auftritt.
2147	Bemerkungen: Abbildungen\
\
Nach Nathorst, Andersson u.a. in Schweden direkt auf Morne\
Bltter von Arctostaphylos alpina, Dryas, Oxyria, Salix herbacea,\
Salix polaris, Salix reticulata.\
Unter Pollen aber besonders interessant diejenigen offener\
Standorte. S. 293:" For dylika element synes en mer eller mindre\
utprglad friket frn konkurrens ofta spela en strre roll n de\
klimatiska frhllandena." - Salixpollen tricolpat; Artemisia\
tricolporat wie die brigen Anthemideae und Chrysanthemineae.\
Artbestimmung "lmnas tillsvidare ppen!". Bei Neuberprfung\
mgliche ltere "Salix"-Angaben tatschlich Artemisia: So\
Lundqvist: Lunda-Moor auf land.\
Vergleich rezent (Vickleby) und sptglaziale (Lunda) Pollenflora\
von land (%)\
                         rezent              Sptglazial\
Alnus                    4,5                       -  \
Betula                   35,0                     22,0\
Fraxinus                 +                         - \
Picea                    2,0                      0,4\
Pinus                    57,0                     77,0\
Quercus                  1,5                       - \
andere Baumpollen        -                        0,6\
                         100,0                    100,0\
\
Corylus                  0,5                      0,2\
Hippopha                -                        1,0\
Juniperus                10,0                     1,2\
Salix                    0,5                      1,2\
Artemisia                8,0                      4,0\
Chenopodiaceen           4,5                      0,5\
Cyperaceen               9,0                      4,0\
Galium                   2,5                       +\
Gramineen (spontan)      8,5                      1,5\
Helianthemum             1,5                      0,3\
brige                   16,0                     8,1\
                         60,5                     22,0\
\
Also recht hnlich, obwohl rezent in Moos, sptglazial in\
limnischem Sediment. Im Sptglazial noch Betula nana, Empetrum.\
Im unteren Abschnitt der sptglazialen Sedimente von Lunda mehr\
Artemisia (Probe 1-8) als im oberen, wo Hippopha und Ericaceen\
strker als unten sind (Kopie der Tabelle!). Einzelpollen:\
(Ziffern gleich Ziffer der Probe): 2 cf. Anthemis, cf. Asplenium\
viride, cf. Chelidonium majus; 3 und 11 Oxytropis campestris.\
Empetrum nigrum in Ericaceen berechnet. ( Saxifraga cf.aizoides\
(vielleicht aber Saxifraga oppositifolia?); Dryas-hnlicher\
Pollen: 4 und 10. 11 Thalictrum. Auerdem Filipendula- und\
Myricaria-hnliche Pollen beobachtet. Makrofossilien von Dryas\
und Salix polaris. - Artemisia und Helianthemum als ausgesprochene Pionier- und Vagabundenelemente gekennzeichnet. - Es sollte\
geprft werden, ob hierfr Bezeichnung "Tundra" angewandt werden\
kann. Diese Pionierpflanzen heute eher sdlich als auf Fjll oder\
Tundra. "Synanthrope" vielleicht sehr frh eingewandert?
13147	Schon Abbildungen. Hier Sptglazial vom Omberg in Ostgotland.\
Hier auch rezente Pollenspektren, aber ohne Angabe ber\
Entfernung zum nchsten Wald.\
Angaben zur Bestimmung wichtiger Sptglazialpflanzen.\
Zhltabelle sptglazialer Sedimente mit Vergleich gegen\
Oberflchenproben.\
Beschreibung Artemisiaarten, Diapensia, Salix, Helianthemum,\
Filipendula ulmaria (mit Abbildung).\
Probe 1 Allerd. Proben 2-4 ltere Dryaszeit.\
In transuralischer "Vorsteppe" Stipa pennata zusammen mit Betula\
nana.
2148	Bemerkungen: Abbildungen.\
\
Bei Alnus glutinosa, 1.) Konvexer Teil, der ffnung trgt, krzer\
und niedriger als bei Alnus incana\
In Abbildung: A = Alnus glutinosa, B = Alnus incana\
2.) uerer Teil der ffnung bei Alnus glutinosa sehr schmal und\
scharf abgesetzt, im Gegensatz zu breiteren und weniger scharf\
abgesetzten ffnungen bei Alnus incana\
3.) Innerer Teil der ffnung nur schwach markiert bei Alnus\
glutinosa, stark jedoch bei Alnus incana.
2154	Inhalt des bersichtsreferates: Mikroskopische Technik;\
Palynologie und Cytotaxonomie; Palobotanik und Geologie;\
Palynologie und Kriminaltechnik.
10736	Rassen verschiedenen Polyploidiegrades haben hier\
unterschiedlichen Pollenbau.\
Danach sptglaziale Sanguisorba officinalis vom Niederhein\
(Arbeit Averdieck und Dbling; Fortschritte der Geologie\
Rheinland und Westfalen, 4, 341-362, 1959) mit 2n = 56, nicht 2n\
= 28.
2155	Alnus, Betula, Carpinus: spinuloide Strukturen auf Exine.
2156	Nach "NPC"-System: N = Zahl, P = Position, C = Charakter der\
Aperturen. Mit Schlssel mit Dezimalklassifikation.
2157	Glossarium der Terminologie, Liste der synonymen Bezeichnungen.\
Beschreibung der einzelnen Arten, ohne Schlssel. Sehr schne\
Mikrophotos. Nicht vollstndig. (u.a. nur 3 Arten der\
Chenopodiaceae [Atriplex patula, Chenopodium album, Suaeda\
maritima]). Nur wenige Artemisien (6 Arten).
10735	berblick ber die Entwicklung der palynologischen Mikrotechnik\
am Beispiel der Pollenkrner von Alnus, Betula, Juglans, Myrica.\
Mit verbesserter Technik vielleicht Evolution besser zu fassen\
aber auch Artdiagnostik leicht hybridisierender Arten?
2158	Bemerkungen: Englische und franzsische Zusammenfassung.\
\
Hnge zwischen den Kerben und Rinnen patiniert (maximal 1/10 mm\
Mchtigkeit). Dies nach Ausweis von vorislamischen Grabsteinen\
innerhalb weniger hundert Jahre. Hieraus aber: Fehlende\
tiefgreifende Hangdenudation unter heutigen Bedingungen. Bei\
heute episodischen Niederschlgen aus Schuttdecken Schluffe und\
Feinsande ausgesplt. Aussplen aber nur bei stundenlangen\
Niederschlgen, da Lehme und Schluffe durch langanhaltende\
Trockenheit fest verbacken. Da Schuttdecken stlich abseits der\
Hangkerben vllig abgetragen, mu frher Abtragungsvorgang sehr\
viel intensiver gewesen sein. Intensivste Formung der Hnge heute\
in unpatinierten Hangkerben und -runsen. Hierbei ltere\
Hangkerben im Hangfubereich in kleine patinierte Sohlentler\
bergehend. Diese mnden auf Niederterrasse aus gleich unterste\
patinierte Talbodenakkumulation. - Hangschuttdecke und\
Hauptterrassenakkumulation synchron. Beide gertet; gehen\
ineinander ber. Matrix der Schuttdecke ist hellgrauer Lehm.\
Rotverwitterung geht bis in 2 m Tiefe Nach Pachur (1970) in\
Schuttdecke wegen der "chaotischen Struktur" zhflieendes\
Abwrtswandern gefrdert. Hier aber Hangmaterial geschichtet:\
Wohl Feinerdematerial von oben her ausgesplt, grberes Material\
sackte und rollte dann nach. Wichtig hier, da Hangformung durch\
Absplung und Abschwemmen der liegenden weichen Schiefer\
hervorgerufen wurde. Hierdurch Unterschneiden des Sandsteins, mit\
Nachstrzen. Dieser "Schwemmschutt" auf Hauptterrasse\
eingestellt. Kaolinit, Illit, Montmorillonit nachgewiesen: Wohl\
semiarides Klima. Heute dort in 1000 m Hhe  20 mm/Jahr. In\
Mauretanien hnliche Decken bei 100 mm/Jahr zerschnitten. Besser\
wohl 200-500 mm/Jahr zu fordern (nach Teridale). Bei mehr als\
500-600 mm/Jahr aber in Obervolta kein Schwemmschutthang mehr. -\
Mit neolithischer Niederterrasse korrespondiert keine\
Schwemmschuttdecke mehr. - ber Hauptterrasse noch\
"Oberterrasse", 15-20 m ber heutiger Talsohle. Hauptterrasse\
hier gleich Mittelterrasse anderer Autoren; nach 14C 14000-8000\
vor heute. Diese feuchte Zeit (7-10mal mehr Niederschlag als\
heute) demnach Pedimentzeit. Heute diese zerschnitten!
13074	Beginn Pleistozn markiert durch Verschwinden der Discoasteridae\
und durch abrupten Wechsel der planktontischen Foraminiferen von\
mioznem Habitus zu typisch pleistoznem Aspekt. Im spten\
Pliozn hiernach anscheinend sculare Klimaverschlechterung mit\
Temperatur-Oszillationen, die zu Vergletscherung der Antarktis\
fhrten. Unklar, wo dieser Wandel. Wahrscheinlich vor\
Gnz-Nebraskan. Im Pliozn des Indischen Ozeans bereits\
eistransportiertes Material: Mindestens teilweise Vergletscherung\
in Antarktis also schon damals vorhanden. Grenze\
Pliozn/Pleistozn wohl 800000 Jahre alt, aus Sedimentmchtigkeit\
erschlossen. 
2159	Im oberen Teil einiger mittelatlantischer (in N-S-Richtung!)\
Profile recht gute bereinstimmung der Temperaturanalysen aus\
zoogeographischen Befunden an Foraminiferen und der\
O18/O16-Analyse. Letztgenannte aber viel detailliertere Kurven. -\
Weiter unten, d.h. etwa ab Beginn Ri/Wrm, recht groe\
Abweichungen beider.
2160	Nach Selli prglaziales Pleistozn 1-1,5 mal so lang wie das\
glaziale Pleistozn. Fr glaziales Pleistozn hier 2000000 Jahre\
angenommen. Hier interessante Arten/Gewichtseinheit der Formen\
>74 m bestimmt, sowie Anteil der links- und rechtsdrehenden\
Globorotalia truncatulinoides. Als Klimaarten wichtig\
Globorotalia menardii, Globorotalia menardii tumida, Globorotalia\
menardii flexuosa. - Z-Zone: wohl Postglazial: Viel Globorotalia\
menardii und Globorotalia tumida. - Y-Zone: Globorotalia fast\
fehlend; (Main Wisconsin); - X-Zone: Globorotalia menardii,\
besonders an Unterart flexuosa sehr reichlich; schmale Zone. Noch\
Wisconsin. - W-Zone: Globorotalia fehlend: Early Wisconsin. -\
V-Zone: Starke Schwankungen (mehrfach) des Globorotalia\
menardii-Komplexes: Sangamon. - U-Zone: Globorotalia fehlend:\
Illinoian. - Ende Nebraskan an Ende Olduvai-Event gesetzt gleich\
1,8 Millionen Jahre. - Bei Globorotalia truncatulinoides\
Linksdrehung an kaltes Klima gebunden (im frheren Teil des\
Pleistozns). Heute ndert sich Drehungsrichtung mit\
geographischer Breite. - T-Zone: gleich Yarmouth Interglazial:\
Globorotalia menardii relativ schwach vertreten, ebenfalls\
mehrfach schwankend: Wassertemperatur geringer als in frheren\
und spteren Interglazialen. - S-Zone und Q-Zone: Kansan und\
Nebraskan. In beiden Globorotalia menardii fehlend. - R-Zone:\
Aftonian: Mehr Globorotalia menardii als in T-Zone, aber weniger\
als in V-Zone. - Pliozn-Pleistozngrenze durch erstes Auftreten\
von Globorotalia truncatulinoides bezeichnet. - Im Globorotalia\
menardii-Komplex innerhalb der 1,8 Millionen Jahre offenbar keine\
Evolution. Pliozn-Pleistozngrenze definiert durch: Aussterben\
der Discoasteridae, Erscheinen von Globorotalia truncatulinoides;\
Globorotalia menardii drunter divers, oben viel einheitlicher;\
drunter 95 % rechtsdrehend; drber 95 % linksdrehend; Aussterben\
von Globigerinoides sacculifera fistulosa. - Literatur zu\
absoluter Datierung, besonders K/Ar und Palaeomagnetismus. - Nach\
neuen Schtzungen der Autoren: Wisconsin 10000-160000; Sangamon\
(3 Warm-, 2 Kaltzeiten) 160000-380000; Illinoian 380000-545000;\
Yarmouth (4 Warm-, 3 Kaltzeiten) 545000-910000; Kansan\
910000-1400000; Aftonian (4 Warm-, 3 Kaltzeiten) 1400000-1725000;\
Nebraskan 1725000-2000000 vor heute.
13392	Warmes Wasser: Globorotalia menardii menardii, Globorotalia\
menardii flexuosa, Globorotalia menardii tumida. Relativ kaltes\
Wasser: Globorotalia hirsuta, Globorotalia scitula, besonders\
Globorotalia inflata. Wenn Globorotalia menardii fehlt, dies als\
Hinweis auf Eiszeit angesehen. - Oberflchenwasser des Ozeans hat\
3% hheren 14C-Gehalt als heutiges Holz. Tiefes Ozeanwasser hat\
10% geringeren 14C-Gehalt. Annahme, da im Mittel 14C-Werte an\
Carbonaten mehr oder weniger zutreffen werden. Fehler sollte <300\
Jahre sein. - Inkorporation toten Materials verursacht im\
allgemeinen Fehler von weniger als 1000 Jahren. - Nach Daten\
Mittelpunkt des Wechsels von glazial zu postglazial bei 11000 vor\
heute. Wechsel mehr oder weniger zeitgleich und in Intervall von\
etwa 1000 Jahren. In Karibischer See und im quatorialen Atlantik\
Hinweise darauf, da Klimabesserung etwa 13000 - 15000 vor heute\
begann. Maximaler Bruch aber 11000 vor heute. Mglichkeit zur\
Differenzierung dieses Vorganges aber abhngig von\
Sedimentationsgeschwindigkeit. Entscheidender bergang also\
charakterisiert durch starke Erwrmung des Oberflchenwassers. -\
Maximale Vergletscherung wohl 18000 vor heute. Wahrscheinlich\
zwischen 18000 und 11400 vor heute (Tazewell bis Maukato) nur\
Eisverringerung um 10%. Nach Palotemperaturen offenbar kein\
gradueller bergang glazial/postglazial, sondern recht pltzlich.
13606	Hier 26 Bohrprofile (in Teilstcken des gesamten Pleistozns)\
zusammengesetzt. Alle aus Atlantischem Ozean. Hier faunistische\
Analyse: Globorotalia menardii menardii, Globorotalia menardii\
tumida, Globorotalia menardii flexuosa, Globorotalia hirsuta\
hirsuta, Globorotalia hirsuta punctulata, Globorotalia\
truncatulinoides, Globorotalia scitula, Globorotalia inflata;\
Globigerina bulloides, Globigerina pachyderma, Globigerina\
eggeri; Globigerinoides rubra, Globigerinoides sacculifera,\
Globigerinoides conglobata; Hastigerina aequilateralis, Orbulina\
universa, Pullenratina obliquiloculata, Sphaeroidinella\
dehiscens. Rassen von Globorotalia menardii zeigen khles Klima.\
Nach Emiliani Sphaerodinella dehiscens und Pullenratina\
obliquiloculata bessere Warmklima-Indikatoren als die\
Globorotalia menardii-Gruppe: Hier festgestellt jetzt, da\
Globorotalia menardii-Gruppe und die von Emiliani hervorgehobenen\
Arten zunchst gleichsinnig. Tiefer unten im cf.\
Yarmouth-Interglazial Angaben beider Gruppen ungleich und hier\
nach Emiliani die von ihm genannten Arten besser parallel seiner\
O18/O16-Kurve. Noch tiefer unten Emilianis Arten aber stets mehr\
oder weniger gleich; andere Arten dort aber deutliche Hinweise\
auf Klimaschwankung. - Grenze Pliozn/Pleistozn dort angesetzt,\
wo: 1.) Discoasteridae verschwinden; 2.) Drehrichtung bei\
Globorotalia menardii von 95 % rechts zu 95 % Linksdrehung\
bergeht; 3.) Globorotalia truncatulinoides in Menge auftritt;\
4.) Globigerinoides sacculifera fistulosa verschwindet (im\
Atlantischen Ozean); 5.) Globorotalia menardii-Komplex in\
Formenzahl stark reduziert und 6.) deren Gre zunimmt, deren\
Gesamtmenge bezogen auf brige Foraminiferen aber abnimmt. Da\
diese Vernderungen recht stark, Annahme, nicht mehr pliozne\
Klimaschwankungen, sondern jetzt Gnz gleich Nebraska-Eiszeit. - \
Hinweise auf 4 deutliche kleinere und eine undeutlichere kleine\
Klteschwankung im Yarmouth-Interglazial, verglichen mit\
Rozyckis??? Befunden aus Polen. In diesem Interglazial Ergebnisse\
der Globorotalia menardii-Gruppe nicht sehr deutlich (vgl. oben).\
Im selben Interglazial Windungsrichtung der Globorotalia\
truncatulinoides, die sonst im Interglazial immer rechts ist, im\
Yarmouth-Interglazial sowohl nach rechts als auch nach links:\
Klima offenbar anders als in anderen Interglazialen.\
Aus Tiefsee 14C-Analysen ermittelt, da\
Akkumulationsgeschwindigkeit von Stelle zu Stelle sehr variabel.\
Damit verknpft Sedimentwechsel. Hieraus Annahme: Wo kein\
Sedimentwechsel, konstante Akkumulationsgeschwindigkeit.\
Bohrkerne mit hnlicher Textur haben hnliche\
Sedimentationsgeschindigkeit. Hiernach Alter, aus obersten\
14C-Daten, extrapoliert! Grberes Material langsamer akkumuliert\
als feineres! \
Beginn des Pleistozns danach vor 1500000 Jahren. 1380000 Ende\
Gnz (Nebraskan). 1200000 Ende Gnz-Mindel (Aftonian), ohne\
strkere Klimaschwankung. 1060000 Ende Mindel-Kansas; kleineres\
Interstadial um 1140000. Mindel-Ri (Yarmouth) bis 420000 vor\
heute. Khlere Phasen dazwischen: 960000 bis 910000, 790000 bis\
740000; 660000 bis 620000; 570000 bis 530000 vor heute. - Ri\
(Illinoian) ohne Gliederung: 420000 bis 330000 vor heute. -\
Ri/Wrm-(Sangamon) ohne nennenswerte Schwankungen 330000 bis\
120000 vor heute. 120000 bis 95000 vor heute erste Wrm-Kaltzeit.\
Dann 95000 bis 65000 Wrmephase (ungefhr wie heute und Eem).\
Dann 65000 bis 11000 einheitlich Wrm.
2161	Sedimentologie und Klimarckschlsse aus\
Foraminiferen-Arten-Hufigkeit. Vergleiche mit den wesentlich\
detaillierteren Klimakurven von Emiliani.
2163	Bemerkungen: Englische Zusammenfassung\
\
Zu Beginn dieses Jahrhunderts verbreitete Ansicht, bei\
Abschmelzen haben zwischen Wasser- und Eisscheide groe\
Eisstauseen bestanden. Heute: Nichts davon brig geblieben,\
vielmehr viel Toteis und wenige kleinere Seen in den Tlern.\
Kopie der Karten mit Eisstadien und Stauseen. 1) Skrsdal-Stadium\
wahrscheinlich gleich Nunatak-Stadium Mannerfelts; 2)\
Rekdal-Stadium wohl gleich Division Stage Mannerfelts; 3)\
Gul-Stadium nach Warren nur 60 Jahre; dann 4) Hckren-Stadium. -\
Im Hottjen aus bergang Tongyttja/Gyttja 2 14C-Proben, am Beginn\
des Alnus-Anstiegs: 9305  180 vor heute und 9255  185 vor\
heute. Nach Lundqvist 1969 sollte das Jmtland bei ca. 7950 bis\
8450 vor heute liegen. Proben hier durch etwas kohlehaltiges\
Sediment des Kambrosilurs zu alt? Bei Gestein Probe aus Grenze\
anorganisch/organisch: 10640  170 vor heute; auch zu alt? -\
Immerhin in allen - sehr schlechten - Pollendiagrammen\
Kiefern-Birken-Zeit vor Erlenanstieg erfat.\
An 2 Stellen postglaziale Torfe unter glazigenem Material, das\
solifluidal darber gebreitet worden war: Obergrenze des Torfes\
2800  80 vor heute und 740  70 vor heute.
2164	Hier - undatiert - postglaziale, sehr frische Mornen auf\
eiszeitlichen. Seither Rckzug. Postglazialer Vorsto offenbar\
bis zweimal grere Flche als heute einnehmend.
2165	Bemerkungen: Finnische Zusammenfassung.\
\
Klimanderung 1910 bis 1940 (Anstieg der mittleren\
Julitemperaturen) auf Erde recht verschieden (Kopie). Auf\
Nordhalbkugel offenbar hnlich Bild postglazialer\
Klimaschwankungen (eigene Arbeit Norwich!). - Begriff\
"ibosonische"??? Klimaschwankung gleich die des 20.\
Jahrhunderts. - Im Untersuchungsgebiet in Finnland Winter fast\
berall 3 bis 4 Wochen krzer geworden, Sommer 16 bis 24 Tage\
lnger. Frhling von Mittelfinnland bis Lappland 2 bis 7 Tage\
krzer geworden; Herbst, auer in Lappland, um 3 bis 12 Tage\
verlngert. Vegetationsperiode um etwa 2 bis 3 Wochen lnger\
geworden. Bodenfrostfreie Zeit etwa 3 bis 4 Wochen verlngert.\
(Gilt fr Zeit 1934 bis 1938 gegenber 1901 bis 1930). 3 oder 4\
Sommer der dreiiger Jahre dieses Jahrhunderts um 2 bis 3C (4)\
wrmer als Sommer der letzten Jahrzehnte des vorigen\
Jahrhunderts. \
Ausfhrliche Literaturbersicht zu Wachstum der Bume an\
Waldgrenze.
2166	Achtung: 2 Excerpte zum gleichen Aufsatz!\
\
Pinus silvestris var. lapponica. Bume bis 460 Jahre alt.\
Tornetrsk, Kiruna, Karesuando. Auflichten der Wlder fhrt zu\
starkem Wachstum, so da nach Mglichkeit ungestrte Wlder\
analysiert werden sollten. Formel fr Ausgleich des Alterstrends.\
Korrelationen: a) Vegetationsperiode, 1.6. bis 31.8.:\
Lufttemperaturen. Alle mit Jahrring positiv korreliert, besonders\
Juli: Karesuando r = +0,70 0,07; Kiruna r = +0,65 0,10; Abisko\
r = +0,77 0,10; Sodankyl r = +0,46 0,24. (Sodankyl nur 12\
Beobachtungsjahre). Wenn mittlere Lufttemperatur gesamter\
Vegetationsperiode, Korrelation schlechter. - Korrelation mit\
heuriger Julitemperatur realistisch; kein zweijhriger Einflu\
erkennbar. \
b) Vergleich mit Tagen maximaler Temperatur: Hchste Korrelation\
in Kiruna bei 17 bis 18C, in Karesuando bei 19 bis 20C.\
c) Korrelation mit Sonnenstrahlung sehr gering.\
d) Mit Niederschlag. Oktober bis Mai gleich Winter; Juni bis\
September gleich Sommer. Winterniederschlag: Kiruna r = +0,32\
0,17; Karesuando r = +0,39 0,12: Offenbar beide tatschlich\
positiv. - Sommerniederschlag im heurigen Jahr: Kiruna r = -0,03\
0,19; Karesuando r 0 -0,19 0,13. Sommerniederschlag des Jahres\
x und Jahrringbildung des Jahres x + 1: Kiruna r = +0,16 0,18;\
Karesuando r = +0,02 0,14.\
Dann ausfhrlich Periodizitt und Wachstumsprognosen.\
\
Pinus silvestris ssp. lapponica. Korrelationskoeffizienten\
zwischen Julimittel und Jahreszuwachs sehr hoch: Karesuando +0,70\
0,07; Kiruna +0,65 0,10; Abisko +0,77 0,10. - Anscheinend\
keine Korrelation zu Temperatur des Vorjahres. - Keine\
Korrelation zu Niederschlag. - Wie Enquist verlangte, hohe\
Korrelation zwischen Jahrringbreite und Zahl der Tage mit mehr\
als 17C bei Kiruna (17 bis 18) und Karesuando 19 bis 20C. -\
Lufttemperatur wichtiger als Grad des Sonnenscheins (gemessen in\
zehnteiliger Skala der Bewlkung). - Nur schwache Korrelation mit\
Winterniederschlag in Kiruna (+0,32 0,17) und Karesuando (+0,39\
0,12); negative bis keine Korrelation zu Sommerniederschlag.\
S.61: "In the greater part of Scandinavia the temperature during\
the period of vegetation is of greatest influence on the\
development of the annual ring, but in Central Europe and North\
America the precipitation seems to regulate the growth of the\
annual ring."\
Sehr ausfhrliches Literaturverzeichnis.\
\
\
Pinus silvestris ssp. lapponica. Bume bis 460 Jahre alt.\
Tornetrsk, Kiruna, Karesuando. Auflichten der Wlder fhrt zu\
starkem Wachstum, so da nach Mglichkeit ungestrte Wlder\
analysiert werden sollten. Formel fr Ausgleich des Alterstrends.\
Korrelationen: a) Vegetationsperiode, 1.6. bis 31.8.:\
Lufttemperaturen. Alle mit Jahrring positiv korreliert, besonders\
Juli: Karesuando r = +0,70 0,07; Kiruna r = +0,65 0,10; Abisko\
r = +0,77 0,10; Sodankyl r = +0,46 0,24. (Sodankyl nur 12\
Beobachtungsjahre). Korrelationskoeffizienten zwischen Julimittel\
und Jahreszuwachs also sehr hoch. Wenn mittlere Lufttemperatur\
gesamter Vegetationsperiode, Korrelation schlechter. -\
Korrelation mit heuriger Julitemperatur realistisch; kein\
zweijhriger Einflu erkennbar, d.h. keine Korrelation zu\
Temperatur des Vorjahres.\
b) Vergleich mit Tagen maximaler Temperatur: Hchste Korrelation\
in Kiruna bei 17 bis 18C, in Karesuando bei 19 bis 20C. Also\
wie Enquist verlangte, hohe Korrelation zwischen Jahrringbreite\
und Zahl der Tage mit mehr als 17C .\
c) Korrelation mit Sonnenstrahlung sehr gering, d.h.\
Lufttemperatur wichtiger als Grad des Sonnenscheins (gemessen in\
zehnteiliger Skala der Bewlkung). \
d) Mit Niederschlag. Oktober bis Mai gleich Winter; Juni bis\
September gleich Sommer. Winterniederschlag: Kiruna r = +0,32\
0,17; Karesuando r = +0,39 0,12: Offenbar beide tatschlich\
positiv, aber nur schwach. - Negative bis keine Korrelation zu\
Sommerniederschlag im heurigen Jahr: Kiruna r = -0,03 0,19;\
Karesuando r = -0,19 0,13. Sommerniederschlag des Jahres x und\
Jahrringbildung des Jahres x + 1: Kiruna r = +0,16 0,18;\
Karesuando r = +0,02 0,14.\
S.61: "In the greater part of Scandinavia the temperature during\
the period of vegetation is of greatest influence on the\
development of the annual ring, but in Central Europe and North\
America the precipitation seems to regulate the growth of the\
annual ring."\
Dann ausfhrlich Periodizitt und Wachstumsprognosen.\
Sehr ausfhrliches Literaturverzeichnis. 
2167	Maare datiert.
2168	Mammutstozahn von Tettenhausen in Bayern, 4757,6'N, 1245,7'E,\
bedeckt von 460 cm "Laufenschotter" (Ebers): 3620 70, 4030 80,\
4070 60.
2169	Neuste Daten in Diagrammen fr Zonengrenzen I bis V\
(Vorwrmezeit). Vergleiche auch Arbeit Straka (Novosibirsk).\
Dieses Maar entgegen dort (-700) jetzt als -2000 angegeben. Grund\
hierfr sei unbekannt. Hier offenbar Standard fr C14-Zerfall von\
5568 Jahren verwandt. Verweis auf richtigeres 5730 40 Jahre.\
Dadurch Differenz von ca. 300 bis 400 Jahren, so da hchstens\
+1500 Jahre zu alt. Sei nicht Ergebnis von 14C-Variationen\
sondern typisch fr lakustrine Sedimente: 14C-Gehalt von\
Pflanzen, die in hartem Wasser assimilieren, sei geringer als der\
der Landpflanzen. Dies als "See-Effekt" bezeichnet. Dies reiche\
hier aber bei hohen Abweichungen nicht aus: Wohl juveniles CO2\
beigemischt. 
1846	Verglichen Fagetum carpaticum mit Querceto-Carpinetum. In Gory\
Klasztornej, an Sdostecke Polens. 50 bis 70 Jahre alte Bestnde.\
In Hhe von 495 m (Buchenwald) und 365 m (Eichen-Hainbuchenwald).\
Kopie der Artenlisten.\
In Buchenwald meist klter als in Eichen-Hainbuchenwald (1,5 bis\
2,0C). Luft des Stammraumes im Buchenwald in der Regel von oben\
erwrmt (Ausnahme: Oktober). Die des Eichen-Hainbuchenwaldes\
lnger von unten her erwrmt, also lichter: Oktober, sowie April.\
Bodenschicht (5 cm Hhe) in der Regel 1,35C im Buchenwald klter\
als im Eichen-Hainbuchenwald (bis +2,54C).
2170	Im Buchenwald hhere relative Feuchte, geringerer Dampfdruck und\
geringeres Wassersttigungsdefizit als im Eichen-Hainbuchen-Wald.\
Beleuchtungsintensitt im Buchenwald sehr viel geringer als im\
Eichen-Hainbuchen-Wald (etwa nur die Hlfte im Buchenwald!).
2171	Besonders physikalische Zerkleinerung des Gesteins. Bei starker\
Abkhlung des Bodens intensive Spaltenbildung. Daher in Tundra\
besonders ausgeprgt die Spalten im Gestein, und zwar in\
feuchtem. - Starke Solifluktion durch Sttigung und bersttigung\
des Bodens mit Wasser. Dies besonders in sdlicher Tundra,\
Waldtundra und Fernem Osten. Hierdurch begnstigt wieder\
Spaltenbildung im Boden und Entstehung von Hgeln und\
Fleckentundra. Durch berfeuchtung auerdem Steinpolygone,\
Karree-Polygone, Palsmoore u.a.. Solifluktion sehr stark in\
Gydatundra: Kleingestufte, bltige Oberflche, besonders an den\
nach S gewandten Hngen. Im S macht ppigere Vegetation diesem\
Vorgang ein Ende. Nur noch schwach in Transbaikalien. - Durch\
unterschiedliche Insolation Asymmetrie der Tler, Mulden, Berge\
usw.. Besonders in transbaikalischer Waldsteppe und im Fernen\
Osten. Besonders schn im Granitgebiet an der Zeja zu beobachten:\
Nach N gewandte Hnge flacher und weniger zerfurcht als die nach\
S gewandten. In Gydatundra unter Einflu der Insolation strkeres\
Bodenflieen. S-Seite der Wasserscheide steiler und strker\
zerteilt als N-Seite. Auf N-Seiten "Thufur". - Im S\
(Transbaikalien usw.) an S-Hngen verstrktes Austreten von\
Quellen, Auftreten von Eishgeln, Naledi, Hydrolakkolithen usw..\
Dies also in festem Gestein. - In lockerem Material ist N-Hang\
steiler, S-Hang durch starke Solifluktion aber flacher. - Dnen\
nur uerst selten im Gebiet der ewigen Gefrornis. - Durch\
Gefrieren des Auftaubodens entstehen durch Wasser: Fleckentundra,\
Palsen, Grabhgel, Bulgunjachi usw.. Grte Hgel dort, wo Wasser\
grten Druck hat. - Gefrornis wirkt verzgernd auf Denudation\
und Erosion. Durch Bodenfrost mu Regen- und Schmelzwasser vom\
Flu abgefhrt werden, kann nicht versickern. Daher groe\
Hochwsser und starke Seitenerosion. - Karsterscheinungen, wenn\
Steineis schmilzt: Unterlauf der Lena, Neusibirische Inseln,\
Indigirka. Aber auch dort, wo Gefrornis auftaut (besonders an\
S-Grenze). Hier aber neben Formen degradierender Gefrornis solche\
neu entstehender.\
\
Bezeichnung der Reliefform       Tundra   Waldtundra   Waldsteppe\
                                          und Wald     und Steppe\
------------------------------------------------------------------- \
A. Elemente des Makroreliefs\
1 Asymmetrische Tler und Wasser- \
  scheide                           +           +           +\
2 Hgel auf N-Hngen (Baidzarach)   +           +           - \
3 Groe Breite der Tler            +           +           +\
4 Starkes Geflle der Terrassen     +           +           +\
5 Starke Entwicklung seereicher\
  Tler (Rosenkranztler)           +           +           - \
6 Steilheit der Flu- und Seeufer   +           +           +\
7 berhngende Ufer                 +           +           - \
8 Hangstufung                       +           +           - \
9 Groe Aufblhungshgel (Bulgun- \
  jach)                             +           +           +\
10 Bildung von Seen in Tlern       +           +           ?\
11 Naled'-Hgel und Targui          +           +           +\
12 Karsterscheinungen im Steineis- \
   gebiet                           +           +           +  \
13 Bildung verkrauteter Tler (Na- \
   ledigebiete)                     -           +           - \
14 Blockstrme                      -           +           + \
\
B. Formen des Mikroreliefs                                \
15 Groe und kleine Polygone        +           +           ?\
16 Fleckentundra                    +           +           - \
17 Kleine Senken                    +           +           +\
18 Hgelige Torfmoore               ?           -           +\
19 Hgelig-lakustrine Moore         -           +           - \
20 Aufblhungswlle                 ?           +           +\
21 Grabhgel                        -           +           +\
\
Von N nach S: Seite 387\
1.) "Landschaften der Polygontundra des uersten Nordens.\
2.) Landschaft der Hgel und Fleckenbildungen der sdlichen\
Tundra und der Waldtundra.\
3.) Landschaft der Hgelmoore der Waldtundra\
4.) Landschaft der Hgelmoore der Ostsibirischen und\
Fernstlichen Taiga (Grabhgelmoore)."\
\
Lexikon:\
Baidzarach = Hgel auf N-Hngen\
Bulgunjach = groe Aufblhungshgel\
Gydatundra = ?\
Naledi = verkrautete Tler\
Rosenkranztler = seereiche Tler\
Targui = ?
2174	F2-Generation spaltet sehr formenreich auf. Einige dieser\
Exemplare der Primula elatior (L.) Schreber sehr hnlich. Diese\
also vielleicht Bastard aus Primula vulgaris und Primula veris?
2175	Verteilung der Schlschden abhngig von: 1) Entfernung der\
Dickung von nchsten Flchen mit weicher sung: Grenzen diese\
unmittelbar an, dann hchste Schlschden am Dickungsrand. Falls\
weiche sung weiter entfernt, Zone strkster Schden etwa 60 bis\
100 m vom Dickungsrand. 2) Strfaktoren, wie etwa stark befahrene\
Strae: Hier Zone strkster Schlschden 60 bis 100 m vom\
Dickungsrand: Sammlungs- oder Stauraum. 3) Vorhandensein lebender\
harter oder zher sung in der Dickung. sungsflchen haben\
grte Wirkung, wenn sie im Zentrum der Dickung liegen. 4)\
Schadensschwerpunkt entsteht, wenn Dickung mehr als 10 ha gro.\
5) Hauptwechselschneisen. Lngs ihnen starkes Schlen. Kiefern\
vorwiegend auf N-Seite des Stammes geschlt: von 100 geschlten\
Stmmen 97 auf N-Seite!
2176	Ab Oberkreide bis Pliozn einschlielich; einige palobotanische\
Befunde alter Sammlungen. Palogeographische Karten, so fr\
gesamtes Pliozn.
2177	Oligozn. Makro- und Mikrofloren.
2109	Hier allgemein Unteres Anthropogen: Brester Prglazial - Weirussische Vereisung - Nalibok-Interglazial - Berezina-Vereisung;\
Mittleres Pleistozn, Alexandijsker Interglazial - Dneprovsk-\
Vereisung - Sklov-Interglazial - Soz-Vereisung, Oberes Anthropogen: Muravin-Interglazial - Poozersker Vereisung. Sklov gleich\
Dneprovsk/Moskau gleich Odincovsk. Roslavl' gleich 2. mittelpleistozne Vereisung. Im Sklov-Interglazial 2 Klimaoptima (Glazovo -\
unten - und Roslavl'- oben). - Sehr ausfhrlich Forschungsgeschichte mit reichhaltigen Zitaten. In Lehmen von Odincovo, zwischen beiden Mornen, Elephas primigenius, Equus caballus fossilis, Ovibos Mackenzi: Widerspricht etwas dem Saale/Moskau-Alter.\
Daher u.a. erwogen, obere Morne in Weichsel zu stellen. In Lehmen Pseudomorphosen nach Eiskeilen, von fossilem Boden bedeckt.\
Sei Interglazial, aber untypisch, da Kuppenlage. - 1953 Capenko\
und Machnac in Weiruland aus dieser Zeit Abies sibirica, Pinus\
sibirica, Larix, nur bis 8 % Thermophile. Im selben Horizont Elephas primigenius-Skelett (Gebiet Petrikov) und Moustier! (? Fr.).\
- Im "Odincovo" von Troickoe Elephas trogontherii. - Bei Suchoj\
Pocinok ausgeprgte Waldzeit: Kiefer um 80 %, Fichte um 10 %,\
Birke um 10 %, Thermophile nur in unregelmigen Spuren. In Nadelwaldzeit etwas Larix, zum strkst bewaldeten Teil auch Ericaceen. Anfangs und zum Ende viele Kruter, in Warmzeit viel Sphagnen. - Bei Krasnyj Bor nur 20 - 50 % Baumpollen: 40 - 50 % Pinus,\
15 - 20 % Picea, 15 % Betula; stets Abies und Alnus. Stets viele\
Kruter, Cyperaceen, Compositen, Bryales, Sphagnen, Polypodiaceen. In Maximum der Kiefer-Zeit einige Ericaceen. Alles in Sand!\
Keine Einwanderungsfolge erkennbar; meiste Thermophile in Nicht-\
baumpollen-Zeiten! Gerade Krasnyj Bor sei feucht wegen Picea bis\
20 %, Tanne bis 9 %. - Diese Zeiten entweder mittlere Abkhlung\
des Odincovo oder nach Autoren irgend ein Interstadial in Dneprovsk- oder Moskau-Vereisung. - Glazovo: in Schluff --> Gyttja\
--> Mergel --> Gyttja anfangs offenbar viel Umgelagertes (: Thermophile und sehr viel Nichtbaumpollen und Ephedra). Nur im Mergel\
ca. 70 % Baumpollen! Eichen, Ulmen, Erlen. In anschlieender\
Nichtbaumpollen-reicher Zeit erst Corylus bis 10 %, vorher fehlend, zusammen mit Larix und Pinus cembra. Dies sei Glazovo-Optimum. - Nach Moskvitin bei Galic Odincovo klarer als bei Roslavl'. 2 obere Mornen (Moskau), 2 untere Mornen; dazwischen\
interglaziale Schichten: Sapropel, Tongyttja, Ton, z.T. Torf.\
Pollenflora: Fichte - Birke - Kiefer weitaus berwiegend;\
zeitweise, besonders in Tongyttja und Ton, seltener in Torf,\
wenig Thermophile mit Spuren von Carpinus. Angeblich 3 Thermophilen-Maxima (aber nicht aufgeschlsselt, Fr.). Untere beide\
nach Moskvitin Glazovo und Roslavl', obere gleich Galic-Optimum.\
Kaltzeit zwischen Roslavl' und Galic gleich Pepelov-Kaltzeit,\
oder auch gleich Gorki-Kaltzeit. Unter Thermophilen hier (bei\
allen 3) Tilia vorherrschend. Gorki sogar fast ausschlielich\
Tilia! Nach Moskvitin 2. Hlfte des Interglazials feucht-kalt:\
Damals so mchtige Podsolbden gebildet (etwa bis 45 cm Ae, bis\
2,5 m B-Horizont). - Ausgehend von Galic vom Moskvitin auch Zidovscizna, Capervici, Starye, Stajki, Rubez, Ljachi u.a. zu Odincovo gestellt, die allgemein als klar Lichwin angesehen werden. -\
Nach Gubonina in 3. berauenterrasse der Wolga bei Stavropol',\
Kujbysev-Oblast, fluviatile Sande dort aus Roslavl'-Interglazial,\
hier jetzt besonders viel Steppenelemente (aber: liegender Teil\
der Sande Baumpollen etwa dreimal soviel wie Nichtbaumpollen:\
besonders Picea, dann Pinus, viel Carpinus, Abies, Quercus, Alnus. Nach oben Baumpollen Hlfte bis ein Drittel des Nichtbaum-\
pollens. Picea fehlt; sehr viel Pinus, um 20 % Betula; Thermophile wenig aber konstant, neben sehr viel Chenopodiaceen, dazu Artemisia, Kruter, Cyperaceen, Gramineen; meines Erachtens unten\
mglich Lichwin, oben umgelagert.). - Sovchoze Avantgard, Rayon\
Aleksinsk, Tula-Oblast, auerhalb der Moskau-Morne, in fossilem\
Tal mehr als 60 m lakustrine Sedimente, von 8 m Decklehmen verhllt. Ein Spektrum in 45 m Tiefe in lehmigem Material Baumpollen-Zeit: Eiche, Ulme, Erle, wenig Tilia, bis 60 % Polypodiaceen:\
Sei Glazovo. Dann ein Spektrum bei 30 m nichtbaumpollen-reich\
viel Birke; drber 4 Spektren zwischen 15 und 20 m Tiefe Kiefer -\
Birke, wenig Picea, bis 40 % Ulme, um 20 % Eiche, 10 % Tilia. Sei\
gleich Roslavl'. - Bei Chmel'niki, Rayon Znamensk der Smolensk-\
Oblast nach Guzman klares 1. Klimaoptimum des Roslavl'-Interglazials: Zwischen 2 Mornen Tone. In ihnen Baumpollen weitaus hufiger als Nichtbaumpollen, besonders Kiefer, Fichte, Birke; dazu\
Zunahme von Alnus, Quercus, Tilia, Ulmus; wenig, doch stets Corylus; vereinzelt zum Schlu Carpinus. Stets sehr viel Polypodiaceen (warum nicht 1. Teil von Lichwin?). - Bohrung 27 bei\
Zachar'ino, Kostroma-Oblast, unter 2 Mornen und ber dritter:\
Lehme, Sand und sandiger Ton. In ihnen angeblich "typisches"\
Odincovo: Nichtbaumpollen einhalb bis ein Drittel des Baumpollens, stets sehr viel Polypodiaceen. Baumpollen Betula um 60 %,\
Kiefer um 20 %, teils etwas Fichte. Nichtbaumpollen: Artemisia,\
Chenopodiaceen, Kruter, Ephedra, Lycopodium pungens. Relativ\
viel Betula humilis und Betula nana. Dazu in unregelmigen Spuren Thermophile. (meines Erachtens umgelagert in Kaltzeit). -\
Pepelov an der Suja, selbes Gebiet, stlich der Moskau-Endmornen. Hier in fossilem, 50 m tiefem Tal ber Sanden Morne. Dann\
Sande, Kieselgur, Sande, die in jngere Morne eingeschnitten\
sind. Pollenflora sei klar Odincovo. Aber bergang Kalt-/Warmzeit. Warmzeit beginnt mit Birken-Phase, wenig Picea und Kiefer.\
Dann Birken, Erlen, Eichen, Linden, Ulmen mit wenig Corylus.\
Anschlieend Corylus-Maximum mit etwas Carpinus, viel Birke,\
wenig andere Thermophile (warum nicht Lichwin?). - hnliche\
Lagerungsverhltnisse Bohrung am Anjug, Rayon Kologriv, Kostroma-Gebiet; Glazovo und Krasnobor: ber Morne Ton, toniger Sand.\
Baumpollen viel mehr als Nichtbaumpollen. 2 Kiefern-Fichten-Birken-Zeiten und mittlere Birken-Zeit. ber ihr Ulmen-Erlen-Gipfel,\
wenig Linde, Eiche (in nur maximal 2 Spektren!). - Oka-Dongebiet\
auerhalb Moskau-Vereisung bei Micurinsk in Schluffen, Lehmen,\
Sanden, Tonen ber einziger dortiger Morne "typisches Roslavl'"-\
Interglazial, mit 2 Klimaoptima, nach Sik nur eines. (Aber: Eichen-Ulmen-Linden-Haselphase im wesentlichen nur in Sand und\
Schluff, pltzlich da, ohne Anfang. In zwischengeschalteter Kieselgur fast nichts dergleichen (meines Erachtens klarer Beweis\
fr umgelagertes Material). - Stratigraphie analog Tambov und\
Chutor Niznedolgovsk, Rayon Nechaevsk, Wolgograd-Oblast: Auf\
Morne Ton und Lehm. Im Ton Spuren des Baumpollens, besonders\
Kiefer, wenig Birke, etwas Fichte, z.T. Spuren der Thermophilen;\
im Lehm bei 20 % Baumpollen Ulmen-Eichen-Erlen-Linden-Phase, abrupt beendet, dann Birken- und Kiefern-Phase, mit bis 60 % Baumpollen. Dann wieder wie anfangs. Kein Nichtbaumpollen abgebildet.\
- Flugebiet der Cna nahe Selezriy und Zapadnaja Starinka auf Morne und unter fluviatilen oder deluvialen Sedimenten der Moskau-\
Vereisung Roslavl'-Interglazial: Selezna im Mergel zwischen Feinsand und Ton kurze Eichen-Linden-Ulmen-Acer-Erlen-Phase, pltzlich beginnend und endend. Bei Zapadnaja Starinka in Kieselgur\
klarer bergang Kalt-Warmzeit: Bei viel Nichtbaumpollen anfangs\
Kiefer - Birke - Fichte - Lrche, dann Birke - Kiefer - Lrche,\
dann Kiefer - Fichte - Lrche (wenig Birke); ab Birken-Phase\
langsam Thermophile anlaufend. Dann Eichen-Phase mit Ulme, Linde\
Erle, sehr wenig Kiefer, Birke, Fichte, wenig Corylus; Ende mit\
Birke - Kiefer, dann Kiefern-Birken-Phase. - Fossiler Boden\
dieses Interglazials auf rechtem Ufer des unteren Don vielfach\
bisher als Lichwin angesehen. - Oblast Ivanovo bei Bibirevo, Bohrung 19, lakustrine Sedimente, typisches Roslavl' (nach Autor).\
Nach Moskvitin aber Stratotyp fr Ivanovo-Interglazial vor Dneprovsk! Zwischen -32,6 m und -55,0 m Tiefe, zwischen 2 Mornen,\
drunter nach Lehm noch tiefere Morne. Hier von zweitunterster\
Morne nach oben Sapropel --> Mergel --> Torf --> Ton --> Morne.\
In lakustriner Folge hier, ganz allmhlich, Birken-Kiefern-Fichten-Zeit, wenig Nichtbaumpollen --> Birke - Erle - Eiche - Linde\
- Ulme --> Eiche - Linde - Ulme, sehr wenig Hasel, vereinzelt\
Carpinus, Acer, sehr wenig Kiefer, Fichte, mig Birke --> Hiatus\
zu Torf: Pinus sibirica - Picea, Betula, mit viel Artemisia, Chenopodiaceen, Selaginella, Cyperaceen --> Kaltzeit im Ton --> im\
Ton unter oberer Morne Kiefern-Fichten-Betula nana-Kaltzeit mit\
Thermophilen einschlielich Carpinus und vielen Krutern. Sei\
Maksinskij-Interstadial, doch wohl sicher umgelagert, Frenzel. -\
<- In anfnglicher Birken-Kiefern-Thermophilen-Zeit des Interglazials Larix z.T. kontinuierlich. - Stratigraphisch hnlich Maksino, von Moskvitin erst als Lichwin, dann als Ivanovo angesehen.\
Von Salov als Roslavl' gleich vor-Dneprovsk, Gricnk und Sik:\
Oberpleistozn! Profil nur in Feinsand, Sand, Morne: Kiefer -\
Fichte - Birke, mit viel Alnus. Dazu Eichenmischwald, nicht aufgeschlsselt, Carpinus- und Corylus-Spuren. In mittlerer Morne\
besonders viel Pinus, Picea, auch Birke, Erle, Thermophile. Keine\
Nichtbaumpollen dargestellt!! - Weiruland: Ugla, Rayon Bobrijsk: Lakustrine unter glazifluviatilen und Mornen-Sedimenten\
der Moskau-Vereisung, von 2 Mornen unterlagert. Alles Torf: Bei\
sehr wenig Nichtbaumpollen und Sporen: Birke - Fichte - Kiefer\
--> Kiefer - Birke - Fichte - Alnus - Eiche - Ulme --> Kiefer -\
Birke - sehr wenig Picea --> Erlen-Zunahme - Eiche - Linde - Ulme\
(Corylus fehlt). Zum Schlu Corylus schwach --> Kiefer - Eiche -\
Hasel bei Zunahme der Nichtbaumpollen --> Kiefer - Birke - Fichte\
- wenig Erle, Thermophile unregelmig in Spuren. Offenbar Hiatus\
nach Thermophilenphase! - Schlielich in oberem Torf bei Kiefer -\
Birke - Fichte ganz wenig Alnus, Linde, Ulme, Eiche fehlt. Dies\
auch als 2. Klimaoptimum angesehen!! - Starobina: Zwischen 2 Mornen Sand, dann Mergel, ganz oben etwas Torf, im Mergel eingeschlossen. Im unteren Sand vorherrschend Baumpollen: Kiefer -\
Birke - Fichte mit stets Erle, Eiche, Ulme, Hasel, etwas Linde.\
Sei unteres Klimaoptimum. - Drber im Mergel Birken-Kiefern-Phase, dann Kiefer - Birke - Erle, Ulmen, Eiche - Linde, spter Hasel; pltzlicher bergang zu Birke - Kiefer (im Mergel), und ganz\
wenig Thermophile. Torf frei von Thermophilen!! Im hangenden Mergel wieder Birke - Kiefer - Fichte, mit Thermophilen! - Poctari:\
in Feinsand, dann Gyttja Abfolge: Kiefer - Birke - Fichte - wenig\
und unregelmig Thermophile --> Dito, mit recht viel Erle, Eiche, Linde, Ulme, Acer, zum 2. Teil auch Corylus. - Borki: Ende\
des Interglazials, kontinuierlich: Eiche - Erle - Ulme - Linde -\
Acer - Hasel, ganz vereinzelt Carpinus, sehr wenig Birke, Kiefer;\
Fichte fast fehlend. Dann langsam zu Kiefer - Birke mit etwas\
Fichte. Acer fehlt, alles andere nimmt langsam ab. - Sekotovo\
hnlich, doch mglich komplettes Interglazial, doch im Feinsand\
und Sand. Chotljany: Unter 2 Mornen Gyttja, bei sehr hohem Sporenanteil, wenig Nichtbaumpollen: Hier sei Krasnobor-Abkhlung\
erfat (warum?): Kiefer - Birke - Fichte, wenig Thermophile -->\
Birke - Kiefer - Erle - Ulme - Eiche - Linde - Acer, Corylus. -\
Sklov, Nizninskij Rov: Zwischen 2 mittelpleistoznen Mornen\
Torf, z.T. auch Dy Entwicklung: Birke - Kiefer, Fichte in Spuren\
--> Eiche - Ulme, wenig Birke, Kiefer, Zunahme von Alnus und\
Ulmus; Corylus fehlt. --> sehr hohes Haselmaximum (100 %), mit\
wenig Carpinus. Viel Erle; Eiche, Linde, Ulme zurckgehend -->\
Kiefer - Fichte - Birke mit Zunahme von Nichtbaumpollen, Thermophile in Spuren. Oberer Torf, nach Lehm, Birke - Kiefer -->\
Kiefer - Birke - Fichte - Erle - Eiche - Linde - Ulme - Carpinus,\
sehr wenig Corylus --> Birke - Kiefer - Fichte mit abklingenden\
Thermophilen und stark zunehmenden Nichtbaumpollen. - So anscheinend in 2 Bohrungen. - Pivazi, Rayon Soligorsk, Minsk-Oblast:\
Zwischen 2 Mornen "Pogost"-Serie, lakustrin-fluviatil (Lehm,\
Schluff, Torf). Pollenanalysen hnlich Sklov, auch hinsichtlich\
Nichtbaumpollen, trotz Schluff und Lehm. - Eigentliches Odincovo\
angeblich gleich Glazovo, jedenfalls nur Fragment. Von dort nur\
bruchstckhaftes Pollendiagramm, aus torfigem Lehm. Sei wegen\
Carpinus angeblich gleich Roslavl' (Verfasser; doch sehr\
bruchstckhaft!). - Litauen: Snajgupele und Bujvidzaj bisher\
Mikulino gleich Mjarkinskij. Jetzt: Snajgupele gleich Sklov, da\
unter 2 Mornen und da Pollenflora wie Sklov (finde ich nicht:\
typisches Mikulino, mit Birke - Kiefer - Fichte --> Kiefer -\
Birke - (Fichte) --> Eiche - Ulme - Erle (Linde) --> Erle - Hasel\
(bis 80 %) - Eiche - Linde - Ulme (vorher Linden-Phase) -->\
Carpinus (bis 70 %) - Hasel - Erle - Eiche - Linde - Birke -\
Kiefer). Auch palokarpologisch gleich Sklov. Meines Erachtens\
ganz klar Eem!! - Skobelevo, Rayon Zagorsk, Jaroslav Oblast sei\
auch Roslavl'. (Aber - in Lehm - Eichen-Ulmen-Phase, Carpinus und\
Corylus nur in Spuren.) - Dubokolicka, Oblast Ivanovo. Hier in\
Sand und Ton nur fragmentarische Pollenspektren. Torf aber frei\
von Thermophilen! - Umgebung von Leningrad zahlreiche angebliche\
Odincovo-Interglaziale. Das beste von ihnen - das an der Tuksa -\
ber Morne ber Lichwin und unter Moskau-Morne (wie erwiesen?)\
2 Thermophilen-Horizonte mit Exoten, Alnaster fruticosus, Betula\
nana, Ephedra, Botrychium boreale: Nach Verfasser Exoten umgelagert. - In NO-Europa hierhin "Severnaja Transgressija". - Zahlreiche Korrelationen in N-Eurasien vgl. S. 47 - 62, u.a. Wacken,\
Dmnitz, Rgen hierhin gestellt. - Auch nicht zulssig, vegetationskundlich mit Cromer zu vergleichen da von Cromer nur sehr\
wenig bekannt und da die meisten westeuropischen Cromervorkommen\
aus dem Holstein. - Ins Odincovo gehriger Kajdak-Boden von unten\
--> oben grauer Waldboden oder podsoliger Boden --> Lschicht\
--> kalkhaltiger Cernosem. So auch Pollenflora daraus: 2 Thermophilenzeiten und eine Kiefern-Kruterzeit. - Podrudnjanska und\
Roslavl' in starker Glazidislokation auerhalb der Moskaumornen.\
(Skizze S. 58). Da aber Oberkante der interglazialen Sedimente\
betrchtlich hher als die der Juratone, mu Stauchung vorher erfolgt sein (meines Erachtens berhaupt kein Beweis). - Moskau-Morne 223000 Jahre, Dauer 28000 Jahre. Roslavl'-Interglazial\
260000 - 227000, Dauer 13000 - 20000 Jahre. (Methode?). - In\
groen synthetischen geologischen Profilen Weirulands manche\
Schichtkonnektierung dubios, damit stratigraphische Position anzweifelbar (S. 64 - 68). - Moskau-Vereisung zweigeteilt, getrennt\
durch "Goreckij-Interstadial". Maximales Stadium "Slavgorod",\
kleineres "Mogilev". - Als Beispiel dafr, da Sklov nicht vor\
Aleksandrin-Interglazial (gleich Lichwin) Abb. 51, S. 72 und 73,\
da hier Sklov ber Morne, diese ber Aleksandrin. Aber gerade\
hier beide "Interglaziale" meines Erachtens vllig gleichartig,\
beide auch in Feinsand und Sand. - Beschreibung von Typ-Lokalitten: a) Podrudnjanskoja bei Roslavl', Oblast Smolensk: Unter\
Sanden und Lehm: Ton und Sand des angeblichen Sklov, von 12,30 -\
43,40 m. Darunter Ton und Geschiebelehm. Nach Text in Mornen,\
glazilakustrinen und kalt-klimatischen lakustrinen Sedimenten\
stets Thermophile. Dazu hufig sehr viel lteres, bis Karbon.\
Werte leider nicht angegeben, doch angeblich Umgelagertes bei\
Pollendiagrammen bercksichtigt (wie?). Von unten nach oben 8\
floristische Komplexe: \
1) Birken - Kiefern und Kiefern - Birken lichte Wlder, mit Erle\
und gut Krutern. \
2) Fichten-Birken-Wlder mit Kiefern und gut Nichtbaumpollen.\
3) Lichte Birken-Wlder mit Kiefern und gut Nichtbaumpollen. \
4) Birke - Kiefer mit wenig Thermophilen, Erle, Hasel.\
5) Eiche - Ulme - Linde - Esche - Acer, mit Hasel und Erlen. \
6) Birke - Kiefer, zeitweise Kiefer - Fichte - Tanne, mit wenig\
Thermophilen, Erle, Hasel, Weide, gut Nichtbaumpollen.\
7) Eiche - Linde - Ulme - Hainbuche, mit viel Birke, Kiefer,\
Erle, Hasel. \
8) lichte Birken-Kiefern-, Kiefern-Birken- und Fichten-Wlder mit\
Erle und Nichtbaumpollen.\
Artbestimmung der Bume nach Pollenkrnern. bersehen, da jede\
Phase mit Hiatus im insgesamt mineralischen Material beginnt.\
Hier Phase 5 und 7 nahezu identisch, auch in innerer zeitlicher\
Abfolge. - b) Nizninskij Rov, Rayon Sklov, Oblast Mogilev: Hier\
Aufschlu mit 3 Torfhorizonten, getrennt voneinander durch Lehm.\
Merkwrdig dabei, da Lehm auf Torf, oder erst nach Dy. Nahe\
benachbarte Bohrung Nr. 30 (Lage zu Aufschlu nicht angegeben)\
zeigt nur einen Torfhorizont. Dieser mit starker Neigung (30).\
Pollendiagramme entsprechen einander nicht. Dennoch Typlokalitt.\
- c) Kostesi, Rayon Ljubansk, Oblast Minsk: Innerhalb der Moskau-\
morne, doch nahe ihrem Sdrand. Hier interglazialer Torf zwischen 2 Mornen. Obere knne nach Lage der Dinge nur Soz, also\
Moskau sein. Mehrere geologische Profile: Starke Strungen. 6\
Pollendiagramme verschiedener Leute: Interglazialbeginn 1) Birke\
- Kiefer - Lrche, mit stark zurckgehender Fichte von Morne\
her. --> 2) Kiefer - Birke - Lrche --> 3) Erlen-Eichen-Linden-\
Zeit --> 4) Hasel - Ulmen - Erlen - Linden - Eichen --> 5) Erlen\
- Eichen - Linden - Ulme --> 6) Kiefern - Fichten - Tannen - Spuren Thermophiler. Teils im Pollendiagramm deutliche Wiederholungen. Dies berhaupt nicht bemerkt, sondern als typisches Sklov\
gedeutet. In Torf faktisch keine Carpinus, wohl aber im hangenden\
Sand, bei ganz unausgesprochenen Thermophilenkurven. Rolle der\
Polypodiaceen nicht verstanden. - Nach Makro- und Mikrofossilien\
Kostesi und Nizninskij Rov 198 Taxa. 63 % der Flora auch heute\
noch dort, 4 % ausgestorben. Umfassende Florenliste, doch meines\
Erachtens Pollenanalyse berfordert. Versuch der geographischen\
Zuweisung: Zentren fr Lichwin am Oberrhein; Mikulino N-Tschechoslowakei; Sklov in Umgebung von Budapest.\
Interglaziale mit viel Carpinus: Pivazi 7, Snajgupele 79, Bujdvidzaj 80.\
Interglaziale mit viel Corylus: Maksimenki (40 %) 38, Poctari\
(68) 25, Nizninskij Rov 19, Pivazi vor Carpinus-Phase? 7, Snajgupele 79, Bujdvidzaj 80, Podrudnjanskoja? 22, Kostesi 9.
2107	Profile Nizninskij Rov und Kascjasi als Standardprofile. Artbestimmung der Holzarten nach Pollen, u.a. Quercus pubescens und Tilia tomentosa dort (sicher?):\
Kiefern-reiche Eichen-Linden-Ulmenwlder; zum Teil mit recht viel Corylus (60 -\
100 % Baumpollen); Carpinus nur in Spuren. Zweite Thermophilenphase mit hherem\
Carpinus-Anteil, aber in Sand (Kascjasi), oder in Lehm und Torf: Beginn ganz\
pltzlich. Vor erster und zweiter Thermophilenphase bei Kascjasi lngere Zeit\
Larix. (Ob zweite Thermophilenphase eigentlich Kiefern-Birken-Lrchen-Zeit, mit\
etwas Fichte und viel Umgelagertem? Fr.). Keine klare Beschreibung der Geologie.
2108	Bemerkungen: Pollendiagramme\
\
Gutes geologisches Profil. Vegetationsfolge: 1) Birken-Kiefern-Wald mit Fichte\
und vielen Krutern; - 2) Fichten-Birken-Wald mit Kiefer und Erle. - 3) Birken-\
Kiefern-Wald mit wenig Fichte und Breitblttrigen, Unterholz aus Erle und Hasel;\
- 4) Breitblttriger Wald (Eiche, Ulme, Linde); - 5) Birken-Kiefern-Wald, zeitweise Nadelholz-Birken-Wald (Fichte, Tanne), mit wenig Breitblttrigen. Unterholz\
aus Weide und Hasel und reichlich Krutern. - 6) Laubmischwlder aus Eiche,\
Ulme, Linde, Hainbuche; mit viel Birke, Kiefer, Fichte, Erle und Hasel. - Alter\
unklar, am ehesten noch Odincovo und dann wohl nach Dneprovsk.
10666	Strukturbden auf Bndnerschiefer, Kalk und Verrucano, Flysch und Granit untersucht; Steinstreifen unabhngig von Gesteinsart. Je platter die Steine, desto\
eher Steine in Steinstreifen auf Kante gestellt. - In Frost- und Strukturbden\
auch hier in der Regel geringer Anteil der Tone; aber hoher der Schluff-Fraktion. Strukturbden in allen Gesteinen, wo mindestens 30 cm dicke Schuttdecke\
vorhanden. - Obergrenze des Dauerfrostbodens senkt sich anfangs in Zentren des\
Zwischenstreifens im Frhsommer schneller als in Steinstreifen. Hierdurch Muldenbildung. Wenn Dauerfrostgrenze einige cm unter Steinstreifen, dann verluft\
sie fast horizontal. Bei Heben der Frostgrenze dies anfangs horizontal, dann\
unter und in den Steinstreifen schneller. Frost greift von Oberkante des Dauerfrostes an, nicht von Bodenoberflche her (Kopie S.47). Wichtig vielleicht\
starkes Austrocknen der Bodenoberflche. Wenn diese von Schnee bedeckt, dann\
hufig Gefrieren von oben her. Diese Beobachtungen im Gegensatz zu denen von\
Schenck. - Freie Solifluktion: Maximal (12 Neigung) 5 cm pro Tag gleich 55 cm\
pro Jahr. Bei 12 Neigung in 77 Tagen 18 cm; auf 8 Neigung nur 9 cm (Mittelwerte). Bodenflieen ruckartig. Bewegungsgeschwindigkeit und Grad der Durchfeuchtung eng korreliert. Seitliche Verschiebung der Mepunkte (maximal 5 cm) zu\
vernachlssigen gegen Bewegung in Lngsrichtung. In Mitte des Zwischenstreifens\
strkste Bewegung, und an Oberflche grer als tiefer unten, z.B. 0 cm: 8 cm\
Bewegung pro Jahr; 15 cm Tiefe: 5 cm pro Jahr; 30 cm Tiefe: 2 cm pro Jahr. 
10664	Durch Vernderungen der Feldstrke der Erde wird Hhenstrahlung und 14C-Produktion verstrkt. Whrend letzter 2000 Jahre in Frankreich Feldstrke auf 65 %\
gesunken. Trfe das fr gesamte Erde zu, dann befnde sich entstehender Fehler\
noch in Fehlerbreite der Methode. Knnte aber fr frhere Zeiten bedeutsam werden.
10647	Ursache unbekannt; nur offenbar Hinweis auf anderen Chemismus.
2111	Bemerkungen: Abbildungen\
\
Foraminiferen aus Pazifik und Atlantik auf Grund des 18O-Gehaltes des Oberflchenwassers und der aus Literatur bekannten Temperaturschichtung in Tiefen\
des Lebensraumes eingeordnet (also nicht umgekehrt von Funden in bestimmten\
Meerestiefen ausgehend). Temperaturschichtung der Lebensrume vergleiche Photokopie.\
Nur Orbulina universa macht in Lebenszyklus Tiefenwanderungen durch: Steigt mit\
zunehmendem Alter nach oben! 
2110	Bohrprobe Nr. 189 von Schwedischer Tiefsee-Expedition 1947-48:\
3354`N, 2829`E. 2664 m Tiefe. 8,43 m lang.\
Globigerina dubia, Globigerina inflata und Globigerinoides rubra\
aus jeder Probe geholt (alle 10 cm). Letztere relativ oberflchennah, aber oft nur sehr selten, so da keine Isotopenanalysen\
durchgefhrt werden konnten. Andere haben tieferen Lebensraum und\
daher tiefere Temperaturen. Bei Globigerinoides 2 Formen. In 3\
Proben wiesen Individuen der greren Formen auf 2 - 2,5 hhere\
Temperatur als die kleineren hin. In 2 anderen Proben mehr oder\
weniger gleiche Temperaturen. Grere Formen ehemals oberflchen-\
nher oder Saisonunterschied? Temperaturangaben pelagischer Foraminiferen beziehen sich auf Jahresmittel, wenn keine Jahresschwankungen der Temperatur oder auf Sommermittel, wenn Jahresschwankungen der Temperatur, da anscheinend besonders im Sommer\
Karbonat abgelagert wird. Jahresschwankungen im Mittelmeer! -\
Temperatur (T) berechnet aus O18/O16-Verhltnis (A) und dem aus\
diesem Wasser abgeschiedenen CaCO3 ():\
                  T = 16,5 - 4,3 ( - A)\
In O18/O16-Verhltnis geht ein, da Dampfdruck von H2O18 geringer\
als der von H2O16 ist, so da letzteres besonders aus Ozean verdampft. Daraus resultierender Niederschlag O18-rmer als Ozeanwasser. So rezentes O18/O16-Verhltnis in Gletschereis 25 Promill\
niedriger als im Ozeanwasser; in pleistoznem Eis vielleicht 15\
Promill niedriger. Durch pleistozne Eisbildung nahm O18/O16-Verhltnis im Ozean um etwa 0,4 Promill zu. Andererseits durch\
Schmelzen des Eises mehr oder weniger pltzlich viel O18-armes\
Wasser freigesetzt, das mindestens lokal starke Vernderungen im\
Isotopengehalt verursachen konnte. Aus Formel ersichtlich, da\
nderung von 0,23 Promill in A Vernderung von etwa 1C anzeigt\
(positive Werte fr A reduzieren Temperatur und umgekehrt). S.\
88, 90: "Thus, if fossils are analyzed which grew in waters\
richer in O18 than present average marine waters, temperatures\
are obtained which are too low and if the waters contained less\
O18, the indicated temperatures are too high."\
Oberster, etwa 17000 Jahre alter Teil fehlt. - Rezentes August-\
mittel: 25 - 26C. Im Profil 11 verschiedene Stadien. Minima zwischen 8 und 13, Maxima zwischen 27 und 33C. S. 90: "Possibly\
part of this temperature differene may be related to variations\
in isotopic composition of the sea water". Besonders bei 32C im\
Stadium 5, das in anderen Profilen nicht hhere Werte aufwies als\
die anderen Maxima. Wenn Temperaturwerte um die Werte korrigiert,\
die durch Festlegung des Eises resultieren, dann Minima etwa 10 -\
15C, d.h. so wie heute bei Neufundland. Benthontische Foraminiferen (Miliolidae) von 52 und 62 cm-Probe gaben Temperatur von\
5,7C: Temperatur des Bodenwassers oder der tiefsten Oberflchentemperatur. Also jahreszeitliche Temperaturschwankung von 6\
bis 11C. Stage 1 = Postglazial; 2 = Wrm II; 3 = Wrm I/II; 4 =\
Wrm I; 5 = Ri/Wrm; 6 = Ri; 7, 8, 9 = Mindel/Ri; 10 = Mindel;\
11 = Gnz/Mindel. Angeblich relativ korrekte Konnektierung bis\
Stage 9; ltere unsicher. Stage 2 als Wrm II auch durch C14 bestimmt: niedrigste Temperatur berhaupt! Ri/Wrm dreigeteilt?\
Mit wrmster Zeit zu Beginn? Riminima etwa gleich Wrm I.
13605	Bemerkungen: Mehrere Abbildungen.\
\
S. 539: " Molecular energy may be divided into a) translational\
energy, b) vibrational energy, c) rotational energy, and d) electronic energy. In chemical reactions, the various isotopes of the\
different elements present in a system tend to concentrate to\
different extents in different compounds, so as to produce the\
maximum decrease in the free energy of the system. At ordinary\
temperatures and above, and for all elements except hydrogen,\
only the vibrational energy of the molecules affects isotopic\
distributions." - Bei Gleichung: 1) CO2 + H2O --> H2CO3 : Ein\
O-Atom von 500 ist O18, eines von 2700 ist O17 (O17 kann deshalb\
vernachlssigt werden). In System 1) also innerhalb von 166 Paaren dieser Art ein O18-Atom. Dies entweder in CO2 oder H2O. Sie\
kombinieren zu H2CO3 und zerfallen wieder in CO2 und H2O. Hierbei\
Aussicht, da O18 in CO2 bergeht in Bezug auf H2O nicht wie 2:1,\
sondern etwas grer als 2:1, "because the total vibrational\
energy of the couple CO18 O16 - H2O16 is somewhat smaller than\
the total vibrational energy of the couple CO216 - H2O18" (S.\
539). Der O18/O16 "fractionation factor (a)" zwischen CO2 und H2O\
ist bei 0C 1,045, d.h. bei 0C Verhltnis O18/O16 im CO2-Molekl\
ist 45 Promill grer als selbes Verhltnis im H2O-Molekl.\
hnliche Systeme: CO2 + H2O --> H2CO3; H2CO3 --> H+ + HCO3-; \
                  HCO3- --> H+ + CO3=; CO3= + Ca++ --> CaCO3\
S. 539: "The decrease of the free energy of a system, when exchange reactions take place and a given isotope is preferentially\
concentrated in a given compound, becomes less important with\
respect to the total energy of the system with increasing temperature, because of the increase of the total energy. Thus, the\
preferential concentration of a given isotope in a given compound\
will matter less and less with increasing temperature, and the\
fractionation factor "a" will decrease and tend toward unity."\
Fractionation factors O18/O16 zwischen CaCO3 und H2O bei 0C\
1,025, bei 25C 1,021. Aus dieser Abnahme also mglich diejenigen\
Temperaturen zu ermitteln, bei der CaCO3 gebildet worden war. In\
Praxis aber nicht "fractionation factor", sondern Promill-Differenz  zwischen O18/O16 Verhltnis der Probe und eines Standards gemessen:\
\
       = 1000 *   O18/O16 (Probe) - O18/O16 (Standard) \
                         O18/O16 (Standard)\
\
Gemessen im Massenspektrometer. Hierzu CaCO3-Probe mit 100 %iger\
H3PO4 behandelt. Im entstehenden CO2 nur 2 der 3 O-Atome vorhanden. Diese Fraktionierung aber konstant und unabhngig von ursprnglicher Isotopenzusammensetzung der Probe. - Fehler in der\
Bestimmung geben Fehler von 0,8C. - -Werte des CaCO3, das im\
Gleichgewicht mit Wasser stehend gebildet wird, ist abhngig von\
Temperatur (T), bei der Bildung stattfindet. Beziehung zwischen \
und T empirisch gefunden durch "determining the  values for calcium carbonate deposited by marine organisms at various temperatures ranging from 7,4 to 29C." (S. 540). -  aber nicht nur\
abhngig von T, sondern auch von isotopischer Zusammensetzung des\
Ausgangswassers (A): T = 16,5 - 4,3 ( - A) + 0,14 ( - A)\
\
         A = O18/O16 (W') - O18/O16 (W) \
                  O18/O16 W\
\
A ist also die Korrektion, die angewandt werden mu, "if the oxygen isotopic composition of the water (W') from which a given\
sample was deposited is different from that of average marine\
water (W)." (S. 541). - Sauerstoff-Isotopen-Zusammensetzung des\
Seewassers variiert stark von Ort zu Ort: Dampfdruck von H2O16\
hher als der von H2O18, infolgedessen besonders in Tropen und\
Subtropen mehr H2O16 als H2O18 verdunstet von Meeresoberflche,\
so da Oberflchenwasser hier etwa 1 Promill reicher an O18 als\
Durchschnitt. Wasserdampf aus diesen "Verdunstungsgrteln" wandert im allgemeinen zu den Polen und fllt z.T. als Regen oder\
Schnee aus. S. 541: "Because isotopic equilibrium seems to obtain\
in atmospheric condensation processes..., the residual water vapor will become progressively "lighter", that is, progressively\
depleted in O18". Dadurch letzte Fraktion, die ber Grnland,\
Canadian Rockies, Antarktis oder Skandinavien ausfllt, 15 - 30\
Promill leichter als durchschnittliches Ozeanwasser. Kehrt es in\
Ozean als Schmelzwasser zurck, dann verdnnt es in betreffenden\
Gebieten das Ozeanwasser. "This ocean water, therefore, possesses\
an O18/O16 ratio lower than average." Und zwar in hohen Breiten\
oder im Bereich kalter Strme, die von Polen kommen, so auch in\
Tiefsee, O18/O16-Verhltnis 0,5 - 1 Promill niedriger als Durchschnitt. (Tiefseewasser 0,2 - 0,4 Promill). S. 541: "Sea water in\
marginal marine environments near melting ice or river mouths or\
in tropical lagoons, etc., may exhibit O18/O16 ratios which deviate noticeably from average marine water." Diese Vernderungen\
sicher besonders stark bei Eiszeiten.\
\
Sauerstoff-Isotopen-Zusammensetzung der Hydrosphre ( Promill)\
         Volumen als H2O bei         Durchschnittliche\
            STP (* 106 km3)   Sauerstoff-Isotopen-Zusammensetzung\
----------------------------------------------------------------- \
Ozean       1360,0                           0\
Eis           16,5                        - 25  \
Swasser      0,5                         - 7\
Wasserdampf    0,01                    - 7 bis -16\
\
S. 543:" The weighted average oxygen isotopic composition of the\
whole hydrosphere, calculated from the data of table 3, is - 0,3\
promill. Therefore, if all present ice melted, this would be the\
composition of the ocean, and a correction of - 0,3 should be\
added to A in equation (7) if fossils from nonglacial epochs are\
analyzed. This correction reduces the isotopic temperatures by\
1,3C." berschlagsweise errechnet, da bei Eiszeit 40,2 * 106\
km3 Eis mehr als heute vorhanden. Da dieses weiter nach S bzw. N\
reichte als heutiges, erhielt es mehr Niederschlag aus niederen\
Breiten und somit geschtzt durchschnittliche Isotopenzusammensetzung des pleistoznen Eises etwa - 15 Promill; das wrde\
O18/O16-Verhltnis im Ozean um etwa 0,4 promill erhhen; also in\
eiszeitlichen Proben Korrektur von 0,4 zu A in Gleichung 7 einfhren. Diese Korrektur erhht die Isotopentemperatur um 1,7C. -\
Wegen rtlicher Unterschiede im O18/O16-Verhltnis besonders in\
der Nhe des Festlandes: S.544: "Generally, shelf fossils especially from the littoral environment, are less likely to give\
reliable temperatures than fossils from the open ocean. For the\
latter, the assumption is reasonable that, in the low and middle\
latitudes, the present geographic distribution of isotopic composition in the sea is much the same as in the past, and corrections given by present measurements may be applied to fossil determinations." - Weitere Fehlerquellen: Isotopenaustausch nach\
der Sedimentation durch durchlaufendes Wasser fhrt zur Verringerung des ursprnglichen O18-Gehaltes des Carbonates, "because\
these waters generally have an isotopic  composition similar to\
that of fresh water." Also kein rekristallisiertes Material verwenden. - Einige Organismen der euphotischen Zone, wie Echinodermen und Korallen scheinen CaCO3 nicht im Gleichgewicht mit umgebendem Wasser abzusetzen, knnen daher nicht zur Temperaturbestimmung verwandt werden. \
- Verhltnis zwischen Isotopentemperatur und Temperatur des\
Ozean-Oberflchenwassers: Im Idealfall CaCO3, das von planktontischen, oberflchennahen Organismen in Gebieten mit fehlender\
Jahresschwankung der Temperatur gebildet wurde, benutzt. Dieses\
gibt somit Jahresmittel wieder. Bei Jahresschwankung kommt es\
darauf an, wann Tier Kalk bildet. "Isotopic temperatures obtained\
from pelagic Foraminifera are probably close to the yearly mean\
at low latitudes, where seasonal temperature variation is small."\
Bei Jahresschwankung der Temperatur meist gleich Sommertemperatur. So Globigerinoides rubra von einem Gebiet des Golfes von\
Mexico, wo Temperatur zwischen 22 und 29 schwankt, gab 27,5C.\
S.545: "If isotopic analysis is based upon extant species, the\
rather arbitrary assumption must be made that the depth habitats\
have not changed with time. On the other hand, if extinct species\
are used, interpretation of isotopic data may be difficult and\
sometimes impossible." Globigerinoides rubra und Globigerinoides\
sacculifera leben in wahrscheinlich obersten 30 - 40 m des Meeres. Diese daher am besten fr Palotemperatur geeignet. 5 mg\
reichen; das sind aber mehrere 100 Stck, also immer Mittelwert\
einer ganzen Population. Wenn beide fehlen, dann Globorotalia\
tumida, Pulleniatina obliquiloculata und Globigerina inflata\
benutzt, die tiefere Biotope bewohnen, bis etwa 140 m. S. 546:\
"Temperature records from the cores indicate that the specific\
populations maintain the same depth habitats through time, in\
spite of rather wide temperature variations." - Sedimentiertes\
Material kann durch ungesttigtes Meerwasser, wie es besonders in\
groen Tiefen vorkommt, aufgelst werden, so da dadurch Verflschungen auftreten, und zwar besonders dann, wenn Lslichkeit\
Artunterschiede aufweist! - Nach Ioniumbestimmung dreier N-Atlantikbohrkerne und eines aus Karibischem Meer Beginn des auf letzte\
Eiszeit einsetzenden Temperaturanstieges bei ca. 15000 Jahren vor\
heute; Beginn der Abkhlung zu letzter Eiszeit bei (colder stage)\
60000 - 65000 Jahre. - Aus Bohrkernen alle 2 oder 10 cm Proben\
entnommen, Foraminiferen (jeweils 100 - 400 Stck) unter Mikroskop ausgesucht. Zerrieben, 15 Minuten mit aqua dest. in Rhrwerk\
gewaschen, 90C getrocknet, in Achatmrser pulverisiert, bei\
475C in He-Strom erhitzt (um organisches Material zu entfernen),\
bei 25C mit 100 %iger H3PO4 versetzt und so gewonnenes CO2 massenspektrometrisch untersucht. - In Karibischem Meer im Pleistozn Temperaturschwankungen (Isotopenwerte) von 8 - 9C, nach\
Einfgen der Korrekturen: ca. 6C. Maxima untereinander mehr oder\
weniger gleich und gleich mit Gegenwart. - Bei Bohrung A 172-6\
(Abbildung!) in 55 cm Tiefe: 17500 Jahre alt (C14). Andere Werte\
liegen um diese Zahl herum. Beginn der anathermen (zunehmende\
Wrme) Phase 2 - 1 also etwa 16500 vor heute. Ende der\
catathermen (abnehmende Wrme) Phase 5 - 4 nach Ioniumbestimmung\
bei 60700 und 61000 vor heute. Probe von SO-Pazifik : 65000\
Jahre. - Postglazial zwar in mehreren Kurzbohrungen erfat, aber\
keine deutlichen Klimaschwankungen erkennbar trotz sptglazialer\
Gletschervorste. S.559: "Agreement between cores makes\
improbable total smoothing of record by reworking." Kleines\
Minimum aber mehrfach erkennbar: Mankato? (Abbildung). -\
Prozentsatz der grberen Fraktion (> 62 oder 74 m) kann als\
Index der planktontischen Foraminiferenproduktion angesehen\
werden.
2112	Bemerkungen: 2 Abbildungen.\
\
Methode und Prinzip geschildert!\
Jede taxonomische Gruppe weist eigene Schwierigkeiten der\
O18/O16-Temperaturbestimmung auf. S. 834: "Generally, however, a\
factor which must be accurately known in all interpretations of\
palaeotemperature data is the depth habitat of the animals, because the temperature of ocean water varies rapidly with depth."\
Belemniten lebten oberflchennah. Jahresgang der Temperatur des\
oberen Jura auf Isle of Skye an Wachstumszonen eines Belemniten\
untersucht (Abbildung). - Tabelle der Foraminiferen-Lebensrume.
2113	Wenn Konnektion der Bohrkernhorizonte des Karibischen Meeres mit\
den Sedimenten des Festlandes korrekt ist, dann seit Ende Gnz\
nur 300000 Jahre verstrichen. hnlich Zeitraum Pliozn/Pleistozn\
bis Gnz. Temperaturangaben beziehen sich auf Oberflchenwasser.\
Meersbodennchste Horizonte vielleicht etwas durch Tiere gestrt,\
Tendenz aber wohl richtig. Im Karibischen Meer Oberflchenwasser\
Wrm I 23,2, Wrm I/II 25, Wrm II 23; postglaziales Wrmemaximum 29, heute 28,5C. In quatorialem Atlantik Kltemaximum\
von Wrm: 19,6, Allerd 24,9, Jngere Tundrenzeit 24,5, Atlantikum 20, heute 25,2C.
2114	Globigerinoides sacculifera (und, um ntige 5 mg fr Analyse zusammenzubekommen, gelegentlich auch Globigerinoides rubra). Oberflchennahe Lebensrume. - Es scheint kein nennenswerter Isotopenaustausch stattgefunden zu haben, da ermittelte Werte wesentlich hher sind als die am heutigen Meeresboden der jeweiligen\
Probenstelle. Temperaturgang sehr gleichmig. Aber nur oligozne\
Temperatur ungefhr der heutigen Augusttemperatur gleich\
(2950'N, 7628'W); Miozntemperatur etwa 4 niedriger als heute\
(545'N, 2143'W; 3004'N, 7657'W). Erklrt durch 2 oder 3 bereinandergelagerte Faktoren: Tertir zwar wrmer als heute, aber\
allgemein langsame Temperaturabnahme vom Oligozn an. Damals andere Land/Meer-Verteilung und somit andere Strmungsverhltnisse\
(warmer und kalter Strme). Dies im Oligozn ausgeglichen durch\
insgesamt sehr hohe Temperaturen, im Miozn aber nicht mehr.\
Vielleicht auerdem aber auch noch berlagerte Polverschiebungen,\
die ebenfalls im Oligozn noch durch hohe Temperaturen kompensiert werden konnten, im Miozn aber nicht mehr?
13075	Versuch, Unterschiede in Interpretation durch Ericson und\
Mitarbeiter einerseits, sowie Emiliani, Rubin und Suess andererseits zu analysieren und eventuell zu berbrcken.\
Einzelne Foraminiferenarten (genutzt von Ericson u.a.) zeigen\
nicht selbe Milieuvernderungen wie Palotemperaturwerte der\
O18/O16-Analyse, und zwar auch nicht im selben Profil.
2115	Bemerkungen: 5 Abblidungen.\
\
Hinweise auf Umlagerungen am Meeresboden, Abgleiten der Sedimente\
an Steilstellen des submarinen Relifs usw.. S. 264: "Thus sedimentation in the deep sea is largely controlled by bottom morphology." - Globigerinenschlamm bietet meist aerobe Lebensverhltnisse. Somit Gefahr der Vermischung durch grere benthontische\
Tiere. - Bohrung 280 (Schwedische Tiefsee..) 3457'N, 4416'W;\
4256 m Tiefe, 18,5 m lang. Proben fr O16/O18-Analyse alle 10 cm\
entnommen. In diesem Falle Oberflchenbewohner Globigerinoides\
rubra und Globigerinoides sacculifera selten; daher Globigerina\
inflata stets benutzt. Rezentsedimentation dieses Tieres zeigt\
18C. Oberflchentemperatur an betreffender Stelle 25,5C (August) bis 18C (Februar). Also entweder Massenpopulation im Winter; oder im Sommer, dann aber in etwa 200 m Tiefe. Fr letzteres\
scheinen heutige Verbreitungsangaben zu sprechen. Oberste 12 cm\
fehlen. 0 - 1012 cm wohl ungestrt; 1012 - 1532 cm anscheinend\
verrutscht, da beide Kurven so zahlreiche, unregelmige Zacken\
aufweisen. Dann wieder (ab 1532 cm) ungestrt. Durch Vergleich\
mit einzelnen Proben von oberflchennahen Globigerinoides rubra\
und Globigerinoides sacculifera zeigt es sich, da in kalten Stadien Temperaturwerte der Globigerina inflata um ca. 4,5C, in\
wrmeren Stadien um ca. 6,5C erhht werden mssen. - Temperaturwerte vergleiche die 4 sehr instruktiven Abbildungen.
2116	Aus Zentral Karibischer See Core A 240-M2 (nach Rosholt u.a.)\
Palotemperaturkurve, mit 14C- und Pa231/Th230-Methode zeitlich\
fixiert: Wrmephase (schwach) in letzter Eiszeit etwas jnger als\
51000 Jahre. Maximum der Erwrmung um 93000 vor heute. Von etwa\
65000 bis 69000 vor heute Anstieg zu hherer Temperatur, die mit\
Unterbrechungen bis 77000 konstant bleibt, dann nach kleinen\
Minima Anstieg auf Maximum bei 93000.\
Absolutes Minimum kurz vor sptglazialem Anstieg ca. 21C (heute\
dort 28C). Um 51000 ca. 23, danach 22; 65000 24, 69000 27.5,\
danach 26, dann 77000 27,5; kurz vor Steilanstieg 26,5; 93000\
29,5C.\
Davor um 106000 21,5 (dies nach Kltezeit 22 und kurzer Wrmezeit, ca. 25,5C), dann langsamer Anstieg auf 24,5 bei 123000\
und mehrfaches (dreimaliges) Pendeln zwischen 25,5 und ca. 28C\
(hohe Temperatur dreimal erreicht, ltestes Mal vor 148000 Jahren). Dann Minimum bei etwa 150000 - 155000 mit 22 und neuer\
Anstieg, der um 175000 bereits wieder etwa 24C erreicht hat. Von\
etwa 130000 - 180000 als Mindel/Ri aufgefat. Etwa 70000 - 95000\
als Ri/Wrm, wobei aber erste Schwankungen ab 80000 schon in Beginn Wrm gehren knnten.\
Parallelisiert Wrmkurve mit Abfolge Kremser Boden-Komplex\
(gleich Eem) bis L ber Paudorf. Hierbei Paudorf (3 Bden) und\
Fellabrunn (Verwitterungsdecke und nur 1 Humushorizont) aber\
falsch gezeichnet.
2118	Bisheriges Material zeigt Temperaturschwankungen im Oberflchenwasser tropischer Meere schon vor dem Pleistozn. Schwankungen\
nehmen im Calabrian an Intensitt zu ; vor 300000 Schwankungen\
maximales Ausma erreicht, das seither konstant blieb. Nur dieser\
letzte Abschnitt als hauptschliche Eiszeiten und Interglaziale\
anerkannt. - Bohrung A 254-BR-C: 1517'N, 7253,5'W, 2968 m Tiefe, 1033 cm lang; - CP-28: 1647,7'N, 7426,4'W, 3036 m Tiefe,\
1406 cm lang. - Meist Globigerinoides sacculifera genutzt; nur im\
untersten Abschnitt Globorotalia menardii. Letztere lebt etwas\
tiefer als die erste. Dadurch stets einige Zehntelgrade geringere\
Temperaturen. - Datiert mit C14- und Pa231/Th232-Methode. Hier\
Gnz geteilt in Gnz I und II, gleichgesetzt mit Eburon und Menap\
gleich Mizerna I und I/II, sowie Mizerna II/III. Bis 150000 Jahre\
datiert.lteres aus Sedimentationsgeschwindigkeit des Jngeren\
extrapolierend datiert. Gnz etwa von 325000 bis 265000 vor heute. Frhe Vergletscherung der Sierra Nevada in Californien auf\
Grund von K/Ar-Methode auf 960000 vor heute datiert. Vulkanisches\
Aschenmaterial in Jngerer Hauptterrasse des Niederrhein 350000\
oder weniger, nach Woldstedt Gnz. Also vor Gnz noch lange Zeit\
zu Pleistozn zu rechnen. 
2119	Becken des Crotone in Calabrien, aufgeschlossen an Meereskste.\
Untersucht Aufschlu von La Castella. bergang Plio/Pleistozn\
O18/O16 untersucht. Auerdem Zuflu von Crotone durch Verhltnis\
C13/C12 bestimmt. - Keine starke oder irgendwie auffalllende\
O18/O16-Schwankung an bergang Plio/Pleistozn, die palontologisch definiert: Auftreten von Arctica (Cyprina) islandica und\
Hyalinea (Anomalina) baltica. - Oberflchenwasser der Globigerinoides rubra ca. 8C wrmer als mehr als 50 m tiefes Wasser der\
Globigerina bulloides. Ausma der Temperaturschwankungen unbekannt, da O18/O16-Verhltnis des Crotone unbekannt. Immerhin am\
Ende Pliozn und Anfang Pleistozn bedeutende Temperaturschwankungen, allerdings geringer als im spteren Pleistozn desselben\
Gebietes.  
13099	Glaziale und Interglaziale hatten Periodizitt von 50000 Jahren.\
Amplitude der Temperaturschwankungen des Oberflchenwassers niedriger Breiten scheint zu heute hin um 10 % zugenommen zu haben,\
aber Zeit 3 (Warmzeit vor heute) khler als Warmzeiten vor- und\
nachher. Daher letztes Interglazial Zeit 5. Dies in 12 Tiefsee-\
Bohrungen erfat. Zeit 7 vorangegangene Warmzeit. Von ihr langsame Abkhlung zu Kaltzeit 6. Diese 105000 vor heute. Dann steiler Anstieg zu 7, mit kleinerer Klimaschwankung. Maximum von 5 um\
95000 vor heute. Dieses Maximum so warm wie postglaziales Klimaoptimum, nur wenige 1000 Jahre Dauer. Dann Temperaturrckgang zu\
Werten halbwegs glazial: 90000 und 80000 vor heute. Dazwischen\
und danach Temperaturmaxima zu Werten halbwegs interglazialer\
Verhltnisse. Fr viel von 5 daher Temperatur niedriger als heute. 5 beendet um 70000 vor heute mit Temperaturrckgang zu Glazialmaximum 4. Gleichzeitig Aussterben von Globorotalia menardii.\
Minimum von 4 um 60000 vor heute erreicht. Amplitude der isotopischen Schwankungen von Karibischem Meer zu Nordatlantik zunehmend. Anstieg 6/5 und 2/1 sehr steil. bergang 2/1 wahrscheinlich\
innerhalb 1000 Jahren, gegen 11000 vor heute. Damals mindestens\
70 % des Eises verschwunden: Abnahme in Albedo? - In Stalaktiten\
Sdfrankreichs Phase 5 97000 - 91000 vor heute. (Maximum dieser\
Phase; Folgezeiten nicht erfat). Vorangegangene Kaltzeit 120000\
- 97000 vor heute. Maximum von 5 95000 vor heute (Th230/U234).\
Dort Stalagmitenwachstum: 120000 - 100000 vor heute 3,2 cm pro\
1000 Jahre: In maritimen Gebieten mit heute trockenen Hhlen\
(Sdfrankreich, Italien, Neuseeland) scheint maximales Stalagmitenwachstum bei kleinen interglazialen Temperaturdepressionen\
gewesen zu sein; minimal in Kaltzeiten; in Warmzeiten mittlere\
Werte. (Wieso? Frenzel.).\
Anstieg des 18O/16O-Verhltnisses von Interglazial zu Glazial von\
1,2 bis 1,3 Promill in Hhlenkalken Sdfrankreichs und Neuseelands durch Anstieg des 18O-Gehaltes im ursprnglichen Seewasser\
um 0,5 Promill und durch Karbonatausfall in Hhlen bei niedrigen\
Temperaturen.
2120	Mittelmeergebiet: Submarine Bildungen in 80 - 100 m Tiefe zeigen\
eiszeitliche Temperaturen. Terrestrische Bildungen ehemaliger\
mariner Terrassen zwischen 1 und 150 m zeigen interglaziale\
Temperaturen an.                                         \
Klimaarbeit!
2122	NO-Ecke des Golfes von Mexico, beiderseits des De Soto Canyons.\
Zwei Kerne. Einer, mit ungefhr 75000 Jahren Lnge, genutzt. In\
ihm 13 14C-Daten. Inversion bei etwa 21600 bis 23300 Jahren.\
Letztes Datum als durch zugefhrtes rezentes C gedeutet.\
Schwierigkeit der kologischen Analyse von Foraminiferen durch\
Ausfall einzelner Arten oder allgemein durch nichtlineares\
Verhalten. Beispiele dafr. - Gegen 11600 hier offenbar starke\
Zufuhr von salzarmem Wasser: Valders Readvance-surge, mit Platons\
Erzhlung einer groen Flut 9000 Jahre vor Solon gleich 11600 vor\
heute zusammengebracht. - Gegen 18000 vor heute Kltemaximum mit\
sehr hoher Sedimentationsrate. Aus Vergleich mit heutigen Werten\
Annahme, Wintermittel dort gegen 16C, Sommermittel um 22C\
(heute 22 bzw. 29C). - Stadium 3 der Tiefseekurve, als etwas\
wrmere Phase vor Kltemaximum der letzten Eiszeit, mehr als\
30000 vor heute, nach Foraminiferen "khl", mit Temperaturen\
nher an Eiszeit als an Interglazial. Aber damals Meeresspiegel\
nicht viel unter heutigem: Annahme, auf laurentischem Schild\
groe, aber dnne Eismasse, die im Gleichgewicht mit Klima stand,\
so da hohe Schmelzwasserzufuhr in Golf von Mexico.
2123	Nach weit verbreiteter Ansicht calabrische Sedimente im Gnz\
gebildet, sizilische Sedimente aber im Mindel. Hier nun aus\
Sizil-Sedimenten Palaeotemperaturen an Hand von Globigerinoides\
rubra: Starke Schwankung von +19C (hher als Minimumtemperatur\
bei Vereisungen, daher sicher damals keine wesentliche nordische\
Vereisung) bis +28C (Wert der wahrscheinlich nur im Eem noch\
etwas berschritten worden ist): Also sicher sehr zweifelhaft,\
da Sizil gleich Mindel.
2124	Bei Crotone. Grenze markiert durch Erscheinen von Anomalina baltica und andere nordische Foraminiferen.\
Oberflchentemperatur, wahrscheinlich Sommer, (Globigerinoides\
rubra, Globigerinoides sacculifera): In Spt-Pliozn 21 bis ber\
30; 16 bis ber 30 an bergang, 12-28C im spten Pleistozn.\
Tieferes Wasser (oder andere Jahreszeit) (Globigerina bulloides,\
Globigerina inflata): Spt-Pliozn: 20-28, bergang 11-22,\
Spt-Pleistozn 9-18.\
Benthos: Spt-Pliozn 14-20, bergang 11-22.\
An Grenze keine ausgeprgten greren Temperaturschwankungen.\
Sculare Temperaturminima des Sptpliozns etwas tiefer als heutige Sommertemperatur: Damals vielleicht etwas grere Vergletscherung als heute. Ausma dieser Vergletscherung nahm in jungpleistoznen Kaltzeiten wahrscheinlich zu, aber echte Eiszeiten\
wohl erst spter bei noch tieferer Temperaturabsenkung.
2125	Alvar heute praktisch unbesiedelt. In Eisenzeit dort aber ca. 50\
Husergruppen. Allgemein in Europa von etwa 200 n.Chr. bis 5.\
oder 6. Jahrhundert Rckgang der Bevlkerungsdichte von etwa\
67x106 zu 27x106. Niedrigster Stand im 6. Jahrhundert. Justinianische Plage (543-545) ttete etwa ein Drittel. Gro Britannien\
im 5. und 6. Jahrhundert sehr stark entvlkert. Dort Rckkehr zur\
Jagd. Sehr fraglich, ob dies alles durch Krieg. Gleichzeitig\
Wanderung oder Ausbreitung zu trockeneren Stellen des Reliefs,\
bzw. von leichteren zu schwereren Bden, so da erneut schwere\
Rodungs- und Landwirtschaftsarbeit. Gegen 200 n.Chr. auch Anstieg\
des Meeresspiegels und damit Zwang, Kstengebiete zu verlassen. -\
Gebiet whrend groer Teile des Postglazials bewaldet.\
Entwaldung, anfangs schwach, begann im Neolithikum. Alvar-hnliche Vegetation aber 0 bis etwa 400 n.Chr., dann dort Rckkehr zu mehr oder weniger ursprnglicher Vegetation; damals\
erneut Ausbreitung der Alvar-Vegetation. - Literatur ber Gesamtbevlkerungszahlen, diskutierte Ursachen der damaligen Bevlkerungsbewegungen, kalorische Werte der Nahrung und daraus Errechnung der maximalen Bevlkerungszahlen: Auf 16000 ha Wiesen\
und Weiden 200 Leute, 50 ha Ackerland 75 Leute, d.h. insgesamt im\
Gebiet etwa 300 Personen maximal mglich gewesen. Dies im autarken Zustand; aber Handelsbeziehungen nach auen, also Exporte -\
wahrscheinlich Hute - zu vermuten. In diesem Fall Boden in etwa\
150-200 Jahren erschpft. - berschlagsweise Familie aus 6 Personen. Holzbedarf (fr Feuerung) nach rezenten Analoga 1500 kg pro\
Person und Jahr. Familie somit 7,5-9 t Holz pro Jahr. Das geben\
Alvar nicht her. Damit Dung als Feuerung ntig; Verwendung des\
Dngungspotentials. - Annahme: Entscheidend Stabilisierung des\
imperium romanum gegen 0 v.Chr.; Handelsbeziehungen zu land und\
anderen Gebieten der kologischen Peripherie. Dort bernutzung\
Zusammenbruch des Limes, gefolgt von Aufgabe peripherer,\
bernutzter Gebiete. 
2126	Wenige 14C-Daten, diese fr absolut gehalten. Daraus: Periodik\
der Vereisungen alle 1850-1900 Jahre. Auerdem alle 26000 Jahre\
Kalt- und Warmzeiten. Extreme der Warmzeiten: 12000 und 38000 vor\
heute; die der Kaltzeiten: 25000 und 51000 vor heute. Vor letzter\
Eiszeit wegen Versptung in randlichen Gebieten Eurasiens keine\
Vereisung.
2127	Profil: Humus 0,3 m; Aulehm 2 - 2,5 M; Sand und Kies mit eisverfrachteten groen Basaltblcken 3 - 4,0 m; dann Tertir, und zwar\
reiner blaugrauer Sand, da und dort kleine Lettenknollen und Bnder mit Pflanzenresten.\
Floren vgl. bei Mdler, 1939; dort Revision.
2083	Hier unter ca. 21 m Tonen, Sandtonen und Sanden 0,6 m starkes\
Braunkohlenflz. In ihm Pinus cortesii (grere Zahl), Pinus montana (auerordentlich groe Zahl), Pinus pinastroides (einige),\
Larix europaea (einige); Betula (hufig), Arundo sp. (selten),\
Pteris (selten) und 2 Carpolithes (hainstadtensis und aff. seifhennersdorfensis).\
Also auerordentlich arme und wegen Pinus montana kalte Flora:\
Diluvial und nicht einmal interglazial.
13613	687 m hoch. Funde: Neolithikum, Urnenfelderzeit, 1. oder schon 2.\
Jahrhundert v.Chr. keltisches Oppidum gebaut. Wlle 8,2 km lang,\
240 ha. Aus spter Latnezeit berwiegende Zahl der Steufunde. Zu\
unbestimmter Zeit aufgegeben, in Rmerzeit nicht wieder strker\
besiedelt. Rmer- und Merowingerzeit: Keine schriftlichen Quellen. Karolinger: Wald Knigsland. Im 14. Jahrhundert Reichslehen.\
1335 drauf Eremitagenkapelle erwhnt, dann Kloster geworden.\
Hier: Viereckschanze spt-latne. Kein direkter Hinweis auf\
Kultplatz. In Umgebung sehr viel Wasser: Quellheiligtum? Begleitender Graben z.T. in Fels geschlagen. - Unter dem Wall aufgetragene Lehmschichten, einmal mit Feuerstelle. - Anlage im 9. Jahrhundert wieder benutzt, entgegen der bisherigen Annahme der Nutzungslcke. Torbereich dann dauernd bewohnt. Wohl aber nicht als\
Wehrbau genutzt: Jagd- oder Forststation?\
Viereckschanze mehr oder weniger zeitgleich im Oppidum. Diesem\
vielleicht ein bichen vorausgegangen. lter als die Viereckschanze aber ein Schlackenwall, dessen Alter sonst unklar ist.\
\
Lexikon:\
Oppidum: In der Regel keltische, befestigte, groe Siedlung;\
         meist mit Herrensitz. Mu nicht daurend besiedelt\
         gewesen sein, kann auch als Fiehburg benutzt worden\
         sein. Also mehrere Oppidatypen.
2128	Lexikon:\
Liu-Kiu-Inseln auch gleich Riu Kiu Inseln.
2129	Quercus phillyreoides A. Gray       Kiusiu, Kago-sima\
Quercus cuspidata Thunb.   Liu kiu, Amami Osima\
? Pinus densiflora Sieb. et Zucc. oder Pinus Thunbergii Parl.??
2130	Sehr gute allgemeine Aussagen ber Methode, Ziel und Zuverlssigkeit der Forschungen zur Entwicklungsgeschichte der Florengebiete\
und der Phylogenese der Sippen.\
Alpine Flora (Hochgebirgsflora) eine in der Eiszeit entstandene\
Mischlingsflora, aus Elementen asiatischer Gebirge, aus arkto-tertiren Elementen und z.T. aus Elementen, die in den Alpen\
selbst entstanden.\
Nur wenige Familien und Gattungen waren befhigt, Hochgebirgsarten auszubilden.
2131	Bei Trockenzeiten abflieende Wassermenge im bewaldeten Sperbel-\
graben zu 73-83 % aus Sickerwasser; im grtenteils entwaldeten\
Rappengraben nur 40-56 %. - In obersten 10 cm Volumengewicht des\
gewachsenen Bodens im Freiland wesentlich hher als im Wald. Spezifisches Gewicht der festen Bestandteile im Walde etwas kleiner\
als im Freiland: Hherer Humusgehalt. Waldboden um 3-8 % hheres\
Porenvolumen als Freilandboden. In 40-50 cm Tiefe keine Unterschiede mehr. - Frste lockern Bden auf: Gnstige Wirkung auf\
Wasserhaushalt! - Waldboden: Wassergehalt im Frhling und Herbst\
in 20-85 cm Tiefe (Wurzeln!) bedeutend kleiner als ober- und unterhalb. Schwankungen im Wassergehalt ber das Jahr sehr gering.\
- Weideboden: Im Frhling oben am feuchtesten; auch in 15-85 cm\
noch sehr feucht, dann weniger. Im Herbst Wassergehalt in 15-85\
cm Tiefe stark abgenommen: Starke Verdunstung im Sommer! In sehr\
trockenem Jahr Weideboden bis 85 cm viel mehr ausgetrockenet als\
Waldboden. Da Weideboden dichter, kann er mehr Wasser aufnehmen\
als Waldboden, der schneller durchlaufen lt. - Benetzungswiderstnde im Walde kleiner als im Freiland, da stets feuchter und\
hheres Porenvolumen. - Wasserdurchlssigkeit der obersten 10 cm\
im Sperbelgraben etwa siebenmal grer als im Rappengraben. Waldbden: Niederschlge ca. fnfzigmal mehr Zeit fr Durchsickern\
verbraucht als typische Weidebden. - Im Wald fliet Wasser nie\
auf Oberflche ab, sondern sinkt schnell in betrchtliche Tiefen.\
- Vegetationsloser Freilandboden gibt etwa dreimal mehr Wasser an\
Atmosphre ab als Boden des gut bestockten Plenterwaldes und des\
gleichalten Buchen-Waldes.        - Pro 100 ha und Jahr\
                     Sperbelgraben              Rappengraben\
Direkte Verdunstung\
des Bodens              123000 m3                  302500 m3\
Transpiration           300000 m3                  134359 m3   \
                        423000                     436859\
\
Wald wirkt verteilend und vermindernd auf Abflu bei raschem Abschmelzen versptet gefallenen Schnees.\
Schwankungen des Abflusses im bewaldeten Gebiet gedmpft gegenber unbewaldetem. Abflumaximum im bewaldeten Gebiet spter als\
im unbewaldetem. Maximaler Abflu pro Sekunde im Wald nur ein\
Drittel bis die Hlfte desjenigen des Freilandes. Bei Gewitterregen im Wald Abfluprozent viel kleiner als im Freien. - Abflu\
insgesamt stark von vorangegangenem Wetter abhngig: Trockenperioden frdern Retentionsvermgen, so auch starke Winterfrste.\
Anhaltende Nsse und Fehlen der Frste nachteilig. - Bei lange\
anhaltendem Regen fliet im Wald genau so viel ab, wie im Freien.\
- Bei Gewitterregen ist Abfluprozent insgesamt sehr gering (um\
20-30 %); bei Landregen aber 80-90 %. - Die niedrigsten Abflumengen im Sommer und Herbst viel weniger voneinander verschieden\
als im Freien. Im Freien verursacht Sommertrockenheit viel grere Verminderung des Abflusses als im Herbst. - Bei sehr langen\
Trockenzeiten Bche im Freien z.T. ber 46 Tage trocken. Im Wald\
aber weiterhin Abflu: Wald also wichtiger Wasserspender. Bume\
trocknen den Boden hier also nicht aus. - Pro Jahr im Freiland\
und Wald mehr oder weniger gleiche Abflumenge.\
                      Sperbelgraben          Rappengraben\
Abflu                543 mm = 59,3 %        1026 mm = 61,9 %\
Interception          230 mm = 14,5 %        195 mm =  11,8 %\
Transpiration         300 mm = 18,9 %        134 mm =   8,1 %\
Evaporation d. Bodens 116 mm =  7,3 %        302 mm =  18,2 %\
                     1589 mm = 100,0 %       1657 mm = 100,0 % \
\
Wald liefert in Gebirgs- und Hgelland viel mehr Grundwasser als\
unbewaldete Flchen. - 1916-1918 Sperbelgraben an Schuttsammlern\
25,9 m3 Gerll gefangen; Rappengraben 90,2 m3. - 1905-1915 pro ha\
und Jahr aus Rappengraben 2,22 m3 Schutt; Sperbelgraben 0,85 m3.
2132	Picea excelsa (Lam.) Link geht nach O in Picea obovata Ledeb.\
ber, die nur eine geographische Variett der ersten ist.\
Abies sibirica bis in Altai (nach Schmucker aber bis in Tien\
Schan !)\
Im W im Gegensatz zu Schmucker bis Kasan, Kostroma, Wologda.\
S. 171: "Mit Abies sibirica nahe verwandt sind folgende Varietten und Arten des temperierten Ostasiens: Abies nephrolepis Maxim. (Mandschurei - Amurgebiet, Schensi, Kansu); Abies holophylla\
Maxim., Abies gracilis Kom. in Kamtschatka.\
Pinus coronans Litwinow in Sajan und Gebirgen Transbaikaliens\
wahrscheinlich nur Unterart von Pinus cembra.\
Kamtschatka: O- und N-Kamtschatka Picea obovata, Abies sibirica,\
Larix sibirica Ledeb., Pinus silvestris, Pinus cembra in groen\
Bestnden. Kamtschatka-Flu und Ssjemjatschikvulkan (5630'N)\
Picea jezoensis (Sieb. et Zucc.) Carr. gleich Picea ajanensis\
Fisch., Picea hondoensis Mayr, Picea obovata, Abies sibirica,\
Larix dahurica bis 300 m. Darber Pinus pumila.\
Mandschurei im weitesten Sinne: Im N-Teil des Amurlandes Larix\
dahurica Turcz., Picea jezoensis (P. ajanensis) in den sumpfigen\
Niederungen des Angun. Unterlauf des Amur, nrdliches und mittleres Gebirgsland, Bureja mit Nebenflssen: Pinus koraiensis Sieb.\
et Zucc.. Amurland Picea obovata und Abies sibirica (var. nephrolepis Trautv.). Auf 2500 m hohem Schan Alin (???) Picea jezoensis, Picea obovata, Abies sibirica var. nephrolepis, Larix dahurica, Pinus koraiensis. Seltener Pinus silvestris var. funebris\
(Kamarov), Abies holophylla Maxim. - Sachalin: Larix dahurica\
var. pubescens, Picea jezoensis, Picea glehnii (Schmidt) Mast.,\
Abies sachalinensis.\
Jesso: Krummholzregion aus Pinus pumila. Sonst gleiche Pflanzen\
wie in Sachalin. Auerdem im N: Picea bicolor (Maxim.) Mayr\
gleich P. alcockiana (Pavl.) Carr., Pinus koraiensis. In der Mitte um Sapporo: Picea polita (Sieb. et Zucc.) Carr.. Im S: Pinus\
parviflora Sieb. et Zucc. (gleich P. pentaphylla Mayr), auerdem\
Pinus densiflora Sieb. et Zucc. (diese aber wohl nicht spontan?)\
Auf Iturup und Rubetz auerdem Larix dahurica Turcz. var. japonica Maxim. (gleich L. kurilensis Mayr, gleich L. kamtschatica\
(Rupr.) Mayr). Sonst wie N-Yesso. Von Sd- bis Nordende von Hondo: * Pinus densiflora, * Pinus thunbergii (besonders an Kste!),\
Picea jezoensis (Sieb. et Zucc.) Carr. gleich P. ajanensis\
Fisch., * Abies firma Sieb. et Zucc. (bis 40), Abies veitchii\
Lindl., Abies mariesii Mast. (* auch stlich und sdlich von\
Sul!). Insel Quelpart: Pinus thunbergii, Pinus densiflora (von\
1100 m), Abies veitchii (von 1600 m).\
Zentral-Hondo: Bis 400 m: Pinus thunbergii; 400-1000 m: Pinus\
thunbergii (bis 700 m); Abies firma, Pinus parviflora, Pinus koraiensis (erst oberhalb 700 m), Pinus densiflora; 1000-1600 m:\
Abies homolepis Sieb. et Zucc. (gleich A. brachyphylla Maxim.),\
Picea thunbergii (Lindl.) Aschers. et Graebn., Picea polita\
(Sieb. et Zucc.) Carr., Picea maximowiczii, Pinus parviflora,\
Pinus koraiensis, Pinus densiflora; 1600-2300 m: Abies mariesii\
Mast., Abies veitchii, Picea bicolor (Maxim.) Mayr (gleich P.\
alcockiana (Lindl. et Veitch) Carr., Larix kaempferi (Lamb.) Sargent gleich L. leptolepis (Sieb. et Zucc.) Gord., Larix dahurica\
var. japonica Maxim.; oberhalb 2300 m: Picea jezoensis, Larix\
kaempferi, Larix dahurica var. japonica, Pinus pumila.\
Auf (Kiushiu, Shikoku und) Hondo beschrnkt: Zentraler Gebirgsstock von Hondo: Larix kaempferi (Lamb.) Sarg. gleich Larix leptolepis (Sieb. et Zucc.) Gord..\
N-China nrdlich vom Tsinlingshan: Im Wei chang schan bei Dolonor\
nrdlich Peking Larix dahurica, Larix sibirica, Picea obovata,\
Abies sibirica. Westlich Peking im Nankangebiet und Shia wu tai\
shan Larix dahurica und Larix sibirica, die im Wu tai shan ihre\
Sdgrenze erreichen. Ferner die bis Formosa reichende Pinus massoniana Lamb., Pinus bungeana Zucc., Pinus densiflora Sieb. et\
Zucc., Pinus thunbergii Parl.. Auf Laushan in Shantung nur Pinus\
densiflora. In Kiangsu, Ngankwai, Honan, Ost- und Zentralhupeh\
keine Pinus nachweisbar.\
Tsinlingshan: Abies veitchii, Pinus koraiensis, Pinus densiflora,\
Pinus thunbergii; Larix potaninii Batalin gleich Larix chinensis\
Beiner, Pinus armandii Franch., Pinus sinensis Lamb., Pinus bungeana Zucc. (beide im nrdlichen China bei Tempeln angepflanzt!),\
Picea brachytyla (Franch.) Pritz., Picea watsoniana Mast., Abies\
chensiensis van Tiegh., Pinus massoniana.\
Westchinesisch-osttibetanisches Hochgebirge vergleiche Tabelle im\
EP, 13, S. 184-185. \
Temperierter Himalaya: Bhutan bis Afghanistan oberhalb 3000 m:\
Pinus excelsa, Picea smithiana (Wall.) Boiss. gleich Picea morinda Link. Nicht Pinus silvestris und Picea excelsa (vergleiche\
Patschke, dort Irrtum!). - Nur im westlichen Himalaya und Afghanistan Pinus gerardiana und Abies webbiana. Bhutan und Sikkim:\
Abies densa Griff.. Tibetanisches Grenzgebiet Larix griffithii.\
Ostasiatisches bergangsgebiet: Hupeh: Pinus massoniana Lamb. im\
Tiefland. Pinus bungeana Zucc. (1000-1250 m), Pinus sinensis\
Lamb. (1400-2500 m, im W Sz-tschuan bis 4000 m gleich Pinus tabulaeformis Carr. gleich Pinus leucosperma Maxim. gleich Pinus funebris Komarov gleich Pinus henryi Mast. gleich Pinus prominensis\
Mast. gleich Pinus wilsonii Shaw, wahrscheinlich auch gleich Pinus tryyi Leme et Lveill, Pinus nana Faurie et Lemre, Pinus\
cavaleriei Leme et Lveill); Pinus armandii Franch.\
(1500-2000m).\
Tapashan-Plateau (bei Kwei chou): Pinus armandii (2000 m). In\
sdlichem Mittelgebirge von Sz-tschuan fehlt Pinus bungeana. \
Kiangsu: Pinus massoniana, ebenso in Tschekiang. Wuji Gebirge von\
Fukien Pinus massoniana.\
Mount Phoenix von Hongkong Pinus massoniana. \
Aus Kwangshi nichts bekannt.\
Sd-Yunnan bei Mng-tsue und Sz-mau: Pinus armandii, Pinus sinensis, Pinus massoniana. Bei Yunnanfu und nordstlich davon Pinus\
armandii und Pinus massoniana.\
Oberburma Pinus khasya (Hook.), ebenso in Naga, Chittagong, Manipur und Assam. Sdliche Schanstaaten Pinus merkurii. Pinus longifolia Royle von Bhutan ber Afghanistan bis Kafiristan.\
Riukiu-Inseln: Oshima-Okinawa-Gruppe: Pinus massoniana, Pinus\
thunbergii. Letztere auch auf Yakushima. Zweifelhaft Pinus luchuensis Mayr.\
Formosa: 500-1800 m Pinus massoniana, Pinus aff. thunbergii,\
2600-3200 m: Pinus formosana Hayata (aff. Pinus morrisonicola\
Hayata, Pinus parviflora), Pinus armandii Franch. (gleich Pinus\
scipioniformis Masters, Pinus mastersiana Hayata, Pinus levis\
Lem. et Lveill), Pinus uyematsui Hayata (aff. Pinus formosana).\
3200-4000 m: Pinus brevispica Hayata, Pinus taiwanensis Hayata\
(aff. Pinus densiflora), Picea morrisonicola Hayata (aff. Picea\
glehnii), Abies kawakamii (Hayata) Ito.\
Zentralasiatische Gebirge: Turkestan, Alatau, Sungarei, Tienschan, Nanschan und Alaschan Picea schrenkiana Fisch. et Meyer\
einzige Abietinee. Picea tienschanica Rupr. nur wenig von ihr\
verschieden. Im N des Kuku nor Picea crassifolia Kom.. Alatau\
oberhalb 1000 m Pinus cembra.\
Nanschan und Alaschan auer Picea schrenkiana noch Pinus silvestris var. leucosperma.\
Mittelmeergebiet: Pinus peuce Griseb. (gleich Pinus vermicularis\
Janka): stliches Montenegro auf Sjekirica planina, NordAlbanien, Rila Planina, West-Rhodopen, Balkan, Perin Planina,\
Ost-Mazedonien, Peristeri Kaukasus: Abies nordmanniana (Steven)\
Spach und Picea orientalis (L.) Link. Es fehlen dort Pinus montana, Pinus cembra, Pinus peuce. \
\
\
Lexikon:\
Jesso = Yesso = Hokkaido \
aff. = affinis = verwandt
2136	Kiefern-Holz ber Waldgrenze in N-Skandinavien: Abisko 525 m:\
5620  100; 575 m: 6130  115; 5175  100; 530 m: 3900  80.\
Kvikkjokk, 576 m: 6430  100; 6810  110. Strimasund, 550 m: 4485\
 80, 2690  80; - Dkkejaure, 664 m: 6630  120; 819 m: 5315\
85; Kelottijrvi, 369,5 m: 5410  100; Dyllen, 820 m: 265  90.\
Daten fr Kanto Loam Research Group!
1706	Gletscher heute bevorzugt auf Leeseite der Berge und Gebirge. So\
auch perennierende Schneefelder: Offenbar viel strker abhngig\
vom vorherrschenden Winterwind, als von Exposition gegenber der\
Sonne. - Fhrt Begriff der Vergletscherungsgrenze ein: Flche,\
die die gerade noch vergletscherten von den nicht mehr vergletscherten Bergen trennt. Einflu der Topographie hier gering einzuschtzen, da vielfach in einem Gebirgsstock gleiche Bergformen;\
trotzdem ganz unterschiedliche Vergletscherung.\
Vergletscherungsgrenze einige hundert Meter hher als klimatische\
Schneegrenze. - In Karte der Schweiz: O Berggipfel unter 2900 m,\
die noch vergletschert sind; O Gipfel ber 2900 m, die nicht\
vergletschert sind.\
Eisscheide lag stlich des skandinavischen Fjlls. 
10751	Bemerkungen: Abbildungen.\
\
Monatsmittel (z.B. Juli) sei nicht sinnvoll, da diese Mittelwerte\
nur selten erreicht werden, meist hhere oder tiefere Werte und\
da Werte des Juli-Monatsmittels schon im Mai tagweise meist berschritten werden.Wichtig ist Wahrscheinlichkeit, mit der gewisse\
Werte ber- oder unterschritten werden.\
Seite 208: "Fyra villkor mste uppfyllas, av vilka tv berra\
maximitemperaturen och tv minimitemperaturen. Dels mste ett\
visst antal dagar verskrida en viss maximitemperatur, dels maste\
ett visst antal dagar verskrida en viss minimitemperatur. Dessa\
tva villkor ("vrmekrav") begrnsa artens utbredning emot kallare\
trakter ("kldgrnser"). Dels fr ett visst antal dagar med en\
visst maximitemperatur icke verskridas och slutligen fr ett\
visst antal dagar med en viss minimitemperatur icke verskridas.\
Dessa tv senare villkor ("kldkrav") bestmma artens begrnsning\
emot varmare trakter ("vrmegrnser")."
13533	In Schottern und Sanden, in allen Bereichen der Terrassenkrper\
zu finden, durch scharfkantige Form und Erhaltung von Basisblocklage verschieden. In Prater- und Gnserndorfer Terrasse und in\
Terrasse westlich Seyring. Zunahme von W nach O zu Hainburger\
Pforte. Im Tullner Feld sehr selten Vergleichbares. An keinen\
bestimmten Horizont des Terrassenkrpers gebunden. Bis 30-50 dm3\
(= 80-150 kg), bis 0,25 m3 (= 700 kg). Scharfkantige Bruchflchen, aber auch vom Wasser ausgekolkte Teile: Offenbar Stcke aus\
der Sohle eines Bachbettes, nach Ablagerung schnell berschottert. Dellen zum Teil liegende Sande krftig ein. Wohl nur Eisdrift auf sehr groen Schollen, wie heute in Tundra. Fr Transport von 800 kg-Block ist Eisscholle von 10 m3 erforderlich. Wohl\
aus Zeit erster groer Frhjahrshochwsser. Damals - wie heute - Eisstau an ungarischem Mittelgebirge, mit groen berschwemmungen\
fluauf.
2137	An Los'va 0,5 km oberhalb Tan'sina (sicherlich unterhalb Polunocnoe, Fr.): Aufschlu: Unter ungeschichtetem und geschichtetem\
schwerem Ton zwischen 2 Sandlagen oberer Wrgeboden in 2,5 m\
Tiefe. Darunter in 5 m Tiefe zweiter Wrgeboden und Eiskeile.\
Nirgends im Profil Morne gefunden. Die betreffende Terrasse ist\
7-15 m hoch, steigt fluab relativ an. Dieses die dritte Terrasse. Drunter noch 2 (einschlielich der Aue). Ganz hnlich an\
Tura. Hier in zweiter Terrasse Mammutknochen, d.h. diese Terrasse\
wohl gleichalt mit zweiter Terrasse der Sos'va, in der Elephas\
primigenius, Rhinoceros tichorhinus, Cervus sp. und Equus sp.\
gefunden wurden. - Schotterkrper der dritten Terrasse entstand\
wohl zu Beginn der Nordsibirischen und Ural-Vergletscherung. Neues Einschneiden bei Rckzug der Gletscher. Ausbildung des tonig-\
sandigen Krpers der zweiten Terrasse wohl zu Zeit neuerlicher\
Vergletscherung, als Abflu nach N gesperrt war. Nach Gromov der\
gefundene Sugerkomplex in Ri/Wrm oder Wrm. Neues Einschneiden\
bei Rckzug der Gletscher. Auenterrasse wieder bei Aufstauung,\
diesmal durch postglaziale Transgression.
16560	Herbe Kritik an Aufsatz Libby et al.: Fast nichts stimme, Verweis\
auf eigene #327 D-Arbeit ber letzte Eiszeit, Spt- und Postglazial.
2138	Ermittlung der Gleichung zur Temperaturbestimmung und der entsprechenden Konstante.\
Gleichung: t = 11,88 - 5,91  (O18)\
t = Temperatur in C;  (O18) = Promill-Differenz zwischen Verhltnis der 46 und 44-Massen der Probe und des Standardgases;\
1,88 fr benutztes Standardgas gltige Konstante.
2139	Beschreibung des Verfahrens und Ermittung der neuen Formel:\
t(C) = 16,5 - 4,3  + 0,14 ٲ
2140	D/H-Verhltnis der C-H-Bindung in Cellulose von Temperatur abhngig. Auerdem 18O und D im Niederschlagswasser durch Gleichung\
verbunden: D  = 8 18O + 10. Daraus Annahme, 18O in Cellulose\
sollte auch etwas ber Temperatur aussagen. Dies bei Wasserpflanzen theoretisch klar, da CO2 und H2O im Gleichgewicht. CO2 der\
Luft aber sehr konstant fraktioniert ber gesamte Erde: 18O in\
Luft CO2 etwa 41 Promill. Dies dann nicht thermisch nutzbar. Wohl\
aber, falls O2 z.T. auch aus Wasser. Hierbei aber hufige Fraktionierung durch Transpiration. D/18O-Kurve des Vakuum-destillierten Wassers verschiedener Pflanzenbltter hat Neigung von\
2,5; die des Niederschlagswassers aber von 8,0 (in Citrusfrchten\
anscheinend 4,0): Effekt der Fraktionierung bei Transpiration.\
Neigung bei Pflanzen hherer Luftfeuchte wahrscheinlich grer,\
da kinetische Isotopen-Effekte reduziert, wenn Wasser bei hherer\
relativer Feuchte transpiriert. Dieser Kurvenverlauf nur einmal\
(also fr einen Tag) getestet. Verfasser vermuten hiervon Abweichungen bei lngerer Versuchsdauer, nehmen Steigung von 2,5 aber\
als Anhaltswert. - Aus fractionation factor in Cellulose und\
Wasser der Wasserpflanzen geschlossen, da etwa ein Drittel des\
O2 der Cellulose aus umgebendem Wasser stammt, zwei Drittel aber\
aus CO2 mit 18O von 42 Promill. Fractionation factor temperaturabhngig: 0,25 Promill pro C. - Bei Landpflanzen sind Mepunkte\
D/10O stark gestreut; auerdem 18O der Cellulose nur wenig\
beeinflut von D oder 18O des ernhrenden Wassers: Offenbar\
klimatischer Temperatureinflu auf 18O der Cellulose in Landpflanzen viel geringer als in Wasserpflanzen. Hierbei dann Fraktionierung durch Transpiration sehr wirksam: 18O bei Landpflanzen offenbar besser Indikator fr Transpiration als fr Temperatur! Bei gleichem D knnen 18O-Werte sehr stark variieren, und\
zwar in Abhngigkeit von Feuchte und Niederschlag. - Nochmals\
Kritik an Arbeit Libby et al.: Es wird bezweifelt, da berhaupt\
klimatischer Einflu in den Werten liege. \
Auch Arbeit von Gray und Thompson nicht zu diskutieren, da DWerte dort fehlen.
2141	Nager aus Tologoj und Dodogol. Osteologische und kraniologische\
Beschreibung.\
\
Lexikon:\
Osteologie: (griech.) Knochenkunde\
Kraniologie: (griech.) Lehre vom menschlichen Schdel
13143	Aufzhlung der bisherigen Makrofunde.\
Literaturbersicht, einschl. Pflanzenlisten.
15670	Wie in Forschungen und Fortschritte 1966.
13142	Literaturbersicht, mit Pflanzenlisten.
13144	Bohrung A159/57, im Innern eines Stauchfaltenlobus. Folge von\
Gyttja und Ton; kein Torf. Ehemals ruhiges, offenes Gewsser. - \
Zonierung nach Selle (rmische Ziffern) und Jessen und Milthers\
(lateinische Buchstaben in Klammern). - IIa (d): Kiefern-Birken-Zeit: In 1. Hlfte Birke bis 60 %, vielleicht Birken-Wald? Im\
oberen Teil Kiefer dominant; Birke dort bis 25 % zurckgehend.\
Hier oben erscheinen auch Eiche und Ulme. Eichen-Anteil steigt\
schnell an; dann wenig Hasel und Alnus. - IIb (e) Kiefern-Eichen-\
mischwald-Zeit: Eiche erste Kulmination mit 34 %; Ulme erstes\
Maximum mit 6 %; Kiefer um 50 %; Birke zurckgehend bis 11 %;\
Hasel steigt auf 17 %; Erle bis 9 %. - IIIa (f) Kiefern-Eichen-\
mischwald-Haselzeit: Eichenmischwald, Kiefer und Hasel beherrschen Vegetation. Eiche 2. Maximum mit 33 %; Ulme nur 2 %; Hasel\
um 50 % (bezogen auf Baumpollen-Summe). Erle steigt auf 16,5 %\
an. Fichte erscheint im 2. Teil, maximal 2 %. - IIIb (f) Eichen-\
mischwald-Haselzeit: Hasel 111,5 %. Eiche 42 % Kulmination; Ulme\
um 1 %; Kiefer 31,5 %; Erle 20 %. Picea 3 %. - IIIc (f) Linden-\
Haselzeit: Linde erstmalig geschlossen vorhanden: Maximum 10,5 %;\
Kiefer gleichzeitig bis bedeutungslos. Quercus weiterhin bis 25\
%; Ulme bis 5,5 %. Hasel geht zurck bis 65 %. 1. Erlenmaximum\
30,5 %. Im 2. Teil erscheint Carpinus und erreicht schnell 17,5\
%. - IVa (g) Hainbuchenzeit: Absolute Vorherrschaft der Hainbuche, maximal 62,5 %! Ulme kulminiert zu Beginn, mit 6 %. Linde\
anfangs noch hufig, um 5 %, dann aber wie Ulme stark zurckgehend. Eiche um 6-13 %. Hasel im 2. Teil nur noch rund 15 %.\
Kiefer nur noch 8,5 %: Wohl dort nicht mehr vorhanden. Erle\
anfangs um 25 %, dann aber auf 15 % zurckgehend. Im obersten\
Teil erscheint Tanne mit 0,5 %. Hier auch Anstieg der Fichte. -\
IVb (g) Hainbuchen-Fichten-Tannen-Zeit. Carpinus rasch bis 30 %\
zurckgehend. Tanne bis 9,0 %, Fichte bis 14 %. Eiche um 5 %;\
Linde und Ulme wenige % bis fehlend. Hasel bis 10 % zurck.\
Kiefer noch so gering wie vorher. Erle rund 20 %. Birke kleines\
Maximum um 11,5 %. - Va (h) Fichten-Tannen-Zeit: Tanne anfangs\
bis 24,5 %. Fichte gleichzeitig um 12 %. Im 2. Teil Fichten-Maximum mit 25 %. Tanne gleichzeitig nur noch 7,5 %. Carpinus zurckgehend auf 6,5 %, im Zentrum der Phase aber noch um 20 %.\
Kiefer auf 36 % ansteigend. Eichenmischwald und Hasel um 2,5 %.\
Nur noch Eiche regelmig; Linde zur Zeit des Tannenmaximums um\
0,5 %, dann fehlend; Ulme am Ende des Abschnittes 1,5 %, dann\
ebenfalls fehlend. Erlenmaximum am Ende 29 %. - Vb (h) Kiefern-\
Fichten-Tannen-Zeit: Kiefer dominant (rund 60 %); Fichte anfangs\
17,5 %, aber zurckgehend. Tanne nur noch 3-4 %. Zuletzt Tanne\
nur noch in Spuren unter 0,5 %; Fichte dort aber noch 10 %. Carpinus auf 3 % zurckgehend. Eiche 1-2 %. Ulme erneut um 0,5 %,\
dann fehlend. Geschlossenes Haselvorkommen oben zu Ende. Erle\
nochmals um 17 %, dann endgltig zurckgehend. Birke ansteigend,\
wohl lokal, da Birken-Pollenhaufen. - VI (i) Kiefern-Zeit: Noch\
zu Interglazial gerechnet! Bis 93 %. Birke bis 19,5 %. Fichte\
durchgehend rund 2-3 %. Hasel am Beginn zum letzten Mal (0,5 %).\
Eiche, Carpinus, Tanne verschwinden vollstndig. - Schichten mit\
arktischer oder subarktischer Flora fehlend. - Klimatische Ausdeutung: Anfangs khl-kontinental. Kiefern-Eichenmischwald-Zeit\
warm-kontinental; Linden-Hasel-Zeit: Hhepunkt der Warmzeit:\
warm-atlantisch; Hainbuchen-Zeit: atlantischer Einflu zunehmend;\
Klima aber khler, da Vordringen von Fichte und Tanne. Nach Tannen-Vorkommen aber noch relativ milde Winter. Dann Klima immer\
klter, bis schlielich fast subarktisch am Ende der Kiefernzeit.\
Atlantische Verhltnisse bis zum Ende des Interglazials vorhanden. - Zonen Vb und VI Zunahme von Sphagnen und Ericales, die\
aber auch whrend aller briger Phasen des Interglazials vorhanden (Ericales). Artemisia relativ viel in IIa, IIb, IIIa; dann\
wieder in VI. Ebenso Salix. Ilex ab Beginn IIIc bis Beginn Vb\
einschlielich. Vereinzelt vorher vielleicht schon in Ende IIIa.\
- Viscum gleichzeitig mit Linde auftauchend und verschwindend. -\
Hedera im "warmen" Interglazialabschnitt. Fagus nur viermal; ob\
umgelagert oder verwechselt (so Verfasser): Va und Vb! Osmunda\
Zone IV bis Beginn Zone VI. Nach Stark, Firbas und Overbeck in\
Rinnersdorf nochmalige berschwemmung der Torfbildungen zu Beginn\
der Hainbuchenzeit, angeblich durch Zunahme der Niederschlge.\
Rinnersdorf ca, 70 km nordstlich von Kerkwitz! - In\
Hainbuchenzeit anscheinend auer viel Ilex als Hinweis auf\
ozeanisches Klima, auch Ausdehning des Sees: Zunahme der Niederschlagsmenge? So auch in Schilling und Mhlrose bei Spremberg.
13140	Kurzes Autorrefarat. 1.) Kerkwitz-Atterwasch bei Guben (vgl.\
Wiss. Z. pd. Hochsch. Potsdam, math-nat. Reihe, 6, 107-117,\
1960): Teils unter Sandersanden des brandenburgischen Stadiums,\
teils unter weichselglazialem Geschiebemergel rund 10 m mchtige\
Feindetritus- Und Kalkgyttjen. Drunter saaleglaziale Sande und\
Bndertone. Typisches Eem, aber ohne Tundrenvegetation. - 2.)\
Eichow sdstlich Vetschau. Unter weichselglazialen Sanden 3 m\
mchtige interglaziale Sedimente. Drunter Geschiebemergel. Vollstndiges Eem ohne obere und untere Tundrenzeit. - 3.) Mhlrose\
sdstlich Spremberg: Unter weichselglazialen Sanden und ber\
warthestadialen Talsanden 0,4 m Faulschlamm, 2,40 m Diatomeenerde: Nur oberer Teil des Eem, ab Carpinus-Zeit.
13141	Holstein: Von 20 nur 1 Profil mit vollstndiger Folge.\
Mit Beginn der Zone III (nach Szafer: Tannen-Hainbuchen-Zeit)\
erhhter Niederschlag, Anstieg des Grundwassers: Nach kontinentaler Fichte in Zone II jetzt in III atlantische Tanne dominant. In\
dieser Zeit "wrmste und ausgeglichenste klimatische Bedingungen"\
des Holstein. Hier relativ hufig Buxus und Pterocarya (bis 2 %\
der Baumpollen).\
Eem: 13 Profile, davon 7 erst ab Beginn der Carpinus-Zeit. Zu\
Beginn des Interglazials Artemisia, Gramineen, Chenopodiaceen am\
wichtigsten, nehmen immer mehr ab. Aber keine Steppe; dafr zu\
geringe Pollenwerte. Ilex ab Eichenmischwald-Haselzeit (Zone f),\
zusammen mit Carpinus. In oberer Hlfte der Carpinus-Zeit (Zone\
g) und Fichten-Tannen-Zeit (Zone h) Ilex am meisten verbreitet,\
zusammen mit Fagus, Osmunda, Vitis, Buxus: Strkster Einflu der\
atlantischen Bedingungen. Fagus fehlt im Holstein; im Eem mit\
weniger als 0,5 % "eindeutig" vertreten.\
Hohe Fichten-Beteiligung in atlantischster Zeit des Eem (Gegensatz zu Holstein!) als Folge starker Podsolierung gedeutet.
13139	Palobotanische bersicht Postglazial, Eem, Holstein, zur Einordnung stratigraphisch unbekannter Einzelproben.
13138	Hier 2 alte Interglaziale:\
1.) lteres Interglazial von Voigtstedt, Muscheltone: a) Wald-tundrenzeit. Weitaus vorherrschend Gramineen,; etwa gleich stark\
Pinus. Ganz wenig Picea, Eichenmischwald. Auerdem umgelagertes\
Tertir. Ephedra distachya und Polygonum bistorta-viviparum-Typ:\
Wohl Waldtundra whrend betreffender Kaltzeit, die im N Vereisung\
greren Ausmaes gebracht hatte. - b) Kiefern-Zeit: berwiegend\
Pinus, um 10 % Picea; sehr viel Polypodiaceen und Wasserpflanzen;\
Botrychium und Lycopodium annotinum relativ viel: Nadelwaldzone\
heutiger Holarktis. - c) Kiefern-Eichenmischwaldzeit: 2 Proben.\
Sehr viel Gramineen, Cyperaceen, Chenopodiaceen. Unter Baumpollen\
Kiefer um 45 %, Eichenmischwald um 30 % (Eiche 20 %, Ulme 10 %,\
Linde 1-2 %). Fichte ca. 10 %. Abies und Carpinus fehlend! Liguster und Stratiotes vorhanden: wrmer als heute dort. Damals wohl\
wie heute Salzquellen mit "Salzsteppen". - d) Waldtundrazeit.\
Weitaus dominant Gramineen. Dann noch wenig Chenopodiaceen, Cyperaceen, Filipendula. Unter Baumpollen Kiefern und Birken hufig,\
Fichte und Weide wenig. Thermophile faktisch fehlend: Neuer Eisvorsto. Myriophyllum spicatum, Hippuris, Filipendula. Hangende\
"untere Kiese" nach Ruske kaltzeitlich. - 2.) Jngeres Interglazial von Voigtstedt (Lehmschichten): Hier im wesentlichen unterer\
Teil dieser Lehmschichten ber "unteren Kiesen" untersucht. Hierin auch Sugerfauna. lterer Teil der Warmzeit mit Pollenanalyse\
nicht fabar: Korrosion in austrocknenden Gewssern. Nur oberer\
Teil des Wrmeoptimums: Hainbuchen-Tannen-Eichenmischwald-Zeit:\
Carpinus, Abies, Ulmus beherrschten das Bild. Carpinus um 25 %;\
Erle und Fichte reichlich; Linde, Birke, Hasel selten. Fichte\
nach oben zunehmend. - Kiefern-Fichten-Zeit. Kiefer um 85 %,\
Fichte 10-20 %; Fichte abnehmend. Thermophile nur noch sporadisch. Botrychium und Myriophyllum spicatum: Herannahen neuer\
Kaltzeit. - Waldtundrazeit: Besonders Gramineen; auch Polygonum\
bistorta-viviparum: Nordisches Inlandeis bereits weit nach S; nur\
noch Kiefer vorhanden. - Also: 3 Kaltzeiten, 2 Warmzeiten. Darber, nach feuersteinfhrenden Kiesen, L und Bnderton Elster-\
morne! Wirbeltierreste (unterer Teil der Lehmschichten): Endphase des Cromer-Komplexes. - lteres Interglazial von Voigtstedt\
wahrscheinlich jnger als Waal-Interglazial wegen Fehlens der\
tertiren Thermophilen. - Jngeres Interglazial von Voigtstedt\
nur vergleichbar, wegen viel Carpinus und Abies mit oberem Abschnitt des Kohletons von Bilshausen. - Elster nach Cepek dreigeteilt. Mglich, da lteres Interglazial zwischen Elster I und\
Elster II; jngeres zwischen Elster II und Elster III.
10668	80 km sdstlich Berlins: Unter weichselperiglazialen Sedimenten \
geringmchtige Tongyttjen, dann mchtige Kalkgyttjen. Drunter\
Sande, Geschiebemergel usf.. Bohrung 3/59: 28,3-27,8 m Ende Saale; 27,8-18,2 m Eem; 18,2-5,1 m Weichsel-Frhglazial. - Saale-\
Sptglazial: Kiefer (wohl mugo), weniger Birke, Juniperus, Populus, Salix, Hippophae; viele Kruter: Gramineen, Artemisien,\
Cyperaceen, Chenopodiaceen, Thalictrum, Dryas, Ephedra, Helianthemum, Salsola). Saale-sptglazialer Braunmoostorf mit Holz\
von Pinus cf. mugo durch Kalkgyttjen mit Birke berlagert. Eem\
begann also mit Birken-Phase. Kiefer erst spter wichtig. Keine\
sptglaziale Interstadiale. Birken-Anstieg sicher nicht gegen\
Temperaturanstieg verzgert, da schon vorher hier vorhanden. - Im\
Eem Taxus vom Corylus-Maximum bis Steil-Anstieg von Carpinus\
reichlich. Wichtig zu erwhnen auch Acer, Buxus, Ilex, Ligustrum,\
Fraxinus ornus-Typ, Olea europaea-Typ, Viburnum lantana, Vitis,\
Hedera, Viscum, Tuberaria, Cladium mariscus. Meiste von ihnen in\
Carpinus-Phase: Klima gnstiger als heute? Fagus von Ende Carpinus-Phase bis Beginn Pinus-Phase im Gebiet vorhanden. Nie mehr\
als 0,5 %. - Ohne Hiatus deutliches Stadial, kurzes Interstadial,\
schwcheres Stadial; ausgedehntes Interstadial mit Picea omoricoides. War schon in Pinus-Phase des Eems dort vorhanden. Larix bis\
zu 5 %!: Brorup. Fraglich, ob frheres Interstadial gleich Amersfoort. Nach Brorup 2 weitere Stadiale und ein Interstadial. Eem\
lithologisch nicht vom Frhglazial trennbar.
859	Mittlerer Meeresspiegel von 1890 bis 1940 um 45 mm angestiegen. Dies wohl nicht nur durch thermisches Ausdehnen. Sicher dazu auch Schmelzen vonPolareis. Etwaiger Temperaturanstieg durch Ansteigen des CO#2972#298 z.T. wettgemacht durch Hitzeentzug infolge des Schmelzens des Eises. W{hrend letzten 40 Jahren mehr als 50000 km#2953#296 Eis geschmolzen. Hierdurch Meererw{rmung gegen}ber theoretisch m|glicher um Faktor 2 vermindert. Durch Massenverlagerung des Schmelzwassers Erddrehungsgeschwindigkeit um 1,5 Teile pro 10#2958#296 reduziert. Dies gleich dreiviertel der Reduktion der Winkelgeschwindigkeit seit 1940. Man m}~te noch viel mehr wissen, um klar zu sein.
860	Moskenberg bei Leoben, hellbraungrauer, von Glimmer gl{nzender Schiefer. 216 Arten. Von 136 auch in anderen Terti{rlokalit{ten 69 ein h|heres Alter anzeigend als \ningen. 5 nur in dieser Stufe gefunden gleich Lausanne- oder Mainzer Stufe K. Mayers. Moskenbergflora wohl {lter als die des plastischen Tons von Priesen, d.h. aus Mittelmioz{n. 
862	Warnung davor, alle [nderungen einer Gesellschaft als umweltbedingt anzusehen, zumal da Mensch selbst [nderungen der Umwelt verursachen k|nne, die als nat}rlich angesehen werden. Umfassender ]berblick, ab 300 v. Chr., }ber arch{ologische, geologische, sedimentologische, palynologische und dendrochronologische Befunde: Starke, aber regional verschiedene, Abh{ngigkeit der Kulturentwicklung von Klimaschwankungen, die tabellarisch aufgef}hrt sind. \

863	In Finnland - nach Cajander -: Wei~moore, Braunmoore, Reisermoore, Bruchmoore. - Ombrogen: wenigstens in oberen Torfschichten nur von Niederschlagswasser gespeist; topogen: In Gel{ndevertiefungen an Bodenoberfl{che heraustretendes Mineralbodenwasser entscheidend; soligen: Mineralbodenwasser, das aus geneigter Fl{che hervorsickert (beide zusammen nach Sj|rs geogen). Linnogen - nach Sj|rs - an Seen oder sonstigen Gew{ssern durch dauernde oder zeitweise Wirkung dieses Wassers hervorgehend. - Hier ombrotroph und minerotroph. - Moorkomplexe Finnlands: Hochmoor-, Aapamoor-, Palsamoor-, karelischer??? Moorkomplex. Hochmoore hier gut gew|lbt, d.h. mit steilem Randgeh{nge aber mehr oder weniger planer Oberfl{che. - Kurilischer??? Moorkomplex: Mehrere Moortypen, die buntes Netzwerk bilden; unabh{ngig voneinander entstanden, nachtr{glich durch schmale Bruchmoorstreifen vereint; sehr labil: Durch Wasserstr|mungen an einzelnen Teilen vern{~t, an anderen trocknend. Wichtig: h}geliges Mor{nengel{nde, hohe Bodenfruchtbarkeit (viele B}sche???), wasserdurchl{ssiger Boden. Also nicht klimatisch! - Aapamoorkomplextyp: Oft sehr gro~ mit Rimpis, Wasser str|mt nur einseitig. Klimatisch bedingt. - Kermis: Lange und schmale Torferhebungen der Hochmoore. Auf Aapa-Mooren dies als Str{nge bezeichnet. Beide senkrecht zur Gef{llsrichtung. - Schlenken auf Hochmooren, stets zu ombrotropher Vegetation; Rimpis auf Aapamooren: minerotrophe Vegetation. Hochmoorgebiet Finnlands (nach Gliederung Ruuhij{rvis) am {rmsten an Mooren (meist weniger als 10 % der Fl{che). Weiter n|rdlich meist mehr als 40 %! Fl{chenanteil der Bruchmoore im Hochmoorgebiet etwa 30 %, im Aapamoorgebiet etwa 18 %! - Waldwei~moore im Aapamoorgebiet h{ufiger als im Hochmoorgebiet. - Aapamoor: Mineralbodenwasser bis zur Oberfl{che oder bis nahe heran. Ausnahme hierbei nur Str{nge, Paumikkos??? und Palsen. Zur Differenzierung Aapa-/Hochmoorgebiet nicht Feuchte entscheidend. Hochmoore im Gebiet mit mehr als 200 Tagen Tagesmitteltemperatur }ber 0#248C. Grenze zu Palsmooren - nach Karte - offenbar bei mehr als 200 (oder 195-200) Tagen mit Tagesmittel unter 0#248C. Hochmoorgebiet auch bei mehr als 9,5 bis 10,0 mm mittlerer Feuchtigkeitsdruck der Luft im Juli (1901-1930). - Im Hochmoorgebiet Verdunstung im Verh{ltnis zu Niederschlag h|her als im Aapamoorgebiet: 1) In Aapamooren Fl{che der Rimpis h|her als der der Schlenken im Hochmoorgebiet. 2) Nasse Moorgesellschaften im Aapagebiet > im Hochmoorgebiet; 3) an Grenze beider auf Hochmooren Anstieg des Teppichhorizontes und der Schlenken; 4) Hochmoorgebiet deutlich {rmer als Aapamoorgebiet. - Im Hochmoorgebiet beginnende Vermoorung durch Empetrum-Sphagnum fuscum-Reisermoor. Torf oft nur d}nn, um 1 m; noch mit minerotrophen Arten, wenn auch nicht h{ufig. - Hochmoore mit Kermistruktur geh{uft dort, wo Verdunstung im Verh{ltnis zu Regenmenge gro~ ist, wo also hoher Feuchtigkeitsdruck der Atmosph{re. Nach Verfasser Gang der Dinge: In hygrisch kontinentalem Gebiet Oberfl{che des Torfes stellenweise austrocknend. Hier Flechtendecke installiert, l{~t Sphagnum fuscum v|llig absterben. Dazwischen geht Wachstum aber weiter: Bulte entstehen. In Flechten-Vertiefungen sammelt sich Regenwasser, ern{hrt Bulten usf. Hinsichtlich Hochmoorwachstums }bernimmt er die Darstellung Kulczynskis. Schema f}r Genese eines "Reliktweihers" im Kermi-Hochmoor. - Hochmoortypen Europas schematisch.  
866	Nach Echolotung offenbar glazial }bertiefte Verwerfungen. Karte (bathrigenetisch???).
870	75% der Fl{che von organischem Substrat bedeckt. Material begann gegen 10550 v.h. zu wachsen, verst{rkt ab 9000 v.h. Damals abrupter ]bergang zu feuchteren Bedingungen. In gesamter Zeit keine bedeutenden floristischen Ver{nderungen.
10713	Priob-Plateau. I. Bodenbildungsphase am Oberlauf des Ob', besonders bei Belovo: 4 fossile Bden im L. Sehr weit verbreitet. Nach Bodenkunde: In Steppen oder Waldsteppen gebildet, in schwach zertalter Landschaft. Offenbar tiefgreifender Grundwasserspiegel. In 9. bis 6. fossilem Boden bei Belovo Gastropoden feuchter Standorte mit reichem Kruterwuchs. Diese Phase 610000  70000 (MGU-KTL-13) bis 536000  56000 (MGU-KTL-12). Oberkante der liegenden Lsse dort 863000  96000 (MGU-KTL-48).\
- II. Bodenbildungsphase: 5. fossiler Boden, mchtig, Aufschlu bei Belovo. Weit verbreitet. Automorphe Bden, jetzt auch auf Wasserscheiden. 5. Boden polygenetisch: Anfang und Ende unter kalten Taigabedingungen. Haupt-(Mittel-)Teil zur Zeit einer Steppe: Unterkante 410000  40000 (MGU-KTL-11 II); Oberkante 340000  36000 (MGU-KTL-10). Dies bereits an basalen Schichten des hangenden Lsses (was sagt Thermolumineszenz-Alter eines fossilen Bodens im L? Frenzel). Nach dnner Lschicht dann Sand mit Kies. Drber wieder Lsse und fossiler Boden.\
- III. Bodenbildungsphase: Gut entwickelte ABC-Bden: So etwa 4. fossiler Boden bei Belovo und fossile Bden im Sockel der 5. Terrasse der Bija bei Bijsk: Gegen 240000 v.h.. An Flu damals Waldsteppe bis Steppe. Nach Pollenanalysen offene Kruterlandschaften. Insgesamt Phase III 250000 bis 220000 v.h.\
- IV. Bodenbildungsphase: 125000 bis 140000 v.h.. Jetzt Gebiet zertalt. Mchtige ABC-Bden. Jetzt versalzene Bden. Nach Pollenanalyse und Boden: Steppe! In Vorgebirgssenke Reihe von Humushorizonten im Aufschlu von Brijsk.\
- V. Bodenbildungsphase: 90000-60000 v.h.: Waldsteppenbden auf hheren Teilen des Reliefs, so 2. fossiler Boden im Aufschlu.\
- VI. Bodenbildungsphase: 50000 bis 30000 v.h.: 1. fossiler Boden, offenbar teils aufgespittert. Krutersteppe, viel Kruter; wenig Artemisia, Chenopodium, Gramineen.
10710	Sp{tes Jura. Vegetationskarten, mit Relief. 
13619	Revier Dapfen auf Schw{bischer Alb, 5 km s}dwestlich M}nsingens. Revier ca.1000 ha, 570 ha davon geschlossener Waldkomplex: 65 % Buche, 35 % Nadelholz. Buche verj}ngt sich nat}rlich, Fichte und Tanne m}ssen gesch}tzt werden. Rehwild hier im dichten Wald und in Dickungen zum Einstand; von dort aus nur 350-400 m in Felder hinaus. Nach Ueckermann Wildpretgewicht ausgewachsener Rehb|cke in kalten Lagen (Januarmittel mehr als -2#248C) und bei schlechten Standortverh{ltnissen h|her als in w{rmeren Gegenden. Mit zunehmender Standortbesserung wird Unterschied immer geringer. - Makro- und Spurenelementanalysen wichtiger [sungspflanzen dort. Dann Absch{tzung, nicht Ermittlung, des t{glichen N{hrstoffbedarfes von Ricken, B|cken und Kitzen, analog zu den Verh{ltnissen beim Schaf. Liste der ge{sten und verschm{hten Pflanzenarten, nach Verbi~analysen. Nur 25 Pansen untersucht. In ihnen wegen selektiver Zersetzung Schwierigkeit der quantitativen Analyse. Bei [sungspflanzen angegeben, wann genutzt. Hier Quercus, Tanne,Fichte als nur selten ge{st angegeben, doch auch gesagt, da~ Tanne und Fichte nur im Zaun hochkommen k|nnen. Von 160 dort vorkommenden (in nennenswertem Umfang) Pflanzenarten 100 = 60 % als [sungspflanzen anzusehen; 32 Arten = 20 % streng gemieden. Restliche 20 % bedeutungslos. Von gemiedenen Pflanzen 15 f}r meiste Tiere giftig. - Chemische Analyse der ??? u. d. Winter??? (summarisch).
13549	Karte der Moortypen. Beschreibung der einzelnen Moortypen. Karte wie in Ruuhij{rvi. Diskussion der Bedeutung des Frostangriffs. Karte }ber die Verbreitung der Palsamoore. Qualitative Angaben }ber die klimatischen Ursachen der Moorprovinz-Gliederung, besonders hinsichtlich der Aapamoore.
13287	In Ohio bisher nur wenig Periglazialerscheinungen bekannt. Hier wahrscheinlich keine intensive und weit verbreitete Periglazialt{tigkeit. Aber dies vielleicht nur scheinbar. - Ohio Route 16, |stlich Licking County, Ohio, bei Boston. Hier auf verwittertem Illinoian Schmelzwassermaterial steinhaltiger Schluff unter L|~. Grenze beider verw}rgt, mit L|~ eingew}rgt. 11 km |stlich der Wisconsin Endmor{ne. Kryotubationen 1,5 m unter heutiger Oberfl{che, 15 cm maximal gro~. Periglaziales Klima dort wohl nur von kurzer Dauer.   
2106	Nach Griffey und Ellis (1979) im sdlichen Okstindan: Morphologisch klarer Podsol vor 3000 v.h. gebildet. Da Gebiet gegen 9000 v.h. eisfrei geworden, fr Bodenbildung 6000 Jahre verfgbar. - Nach Alexander und Worsley (1973) erkennbarer\
Podsol innerhalb letzter 3000 Jahre an Grasvatn nach menschlicher Strung gebildet. - Dies bisher einzige Angaben ber Alter und Dauer der Podsolbildung in\
Skandinavien. - Okstindan 66N, 1415'E, 720 m hoch. Hier: Profil auf uerster\
neoglazialer Endmorne, 2 km vor heutiger Gletscherstirn. Auf steinigem Till. -\
Klarer Podsol, von insgesamt 19 cm Mchtigkeit, auf Morne von vermutlich nur\
1000-1250 Jahren Alter. In N-Amerika und Canada wiederholt nur 75 bis 1000 Jahre\
genannt. Dort aber ca. 6C hhere Jahresmitteltemperatur (+4 bis 7C gegenber\
-2C). Auerdem bei Okstindan recht hoher Eisen-Gehalt im Ausgangsgestein, also\
relativ lngere Zeitdauer, bis Bleichung zu erkennen, erforderlich. 
13260	Ringporig Eiche, Esche, Ulme.\
Zerstreutporig Buche, Linde, Ahorn, Birke, Erle Pappel.\
Bei zersteutporigen sehr undeutliche Jahrringgrenzen. Bisweilen Doppelringe/Jahr\
durch ungnstige Zeiten. Diese dann noch undeutlichere Grenzen. - Besonders bei\
Erle falsche Jahrringgrenzen durch Reaktion auf Minierlarven. - In extremen Fllen bei Erle bis zu 40 % Jahrringausflle. - Ungnstig Vorkommen von Pappel und\
Erle an Wasserlufen: Besondere hydrologische Bedingungen. 
2105	In weitgehend mit Rehwild besetzten Biotopen Abwanderung kein Regulationsmechanismus der Population. Zwei Jahreszeiten besonders kritisch: 1) Brunft, Hochsommer: Ende der Sugezeit, Juli, Nahrungsbedarf lektierender Geien besonders\
hoch. Verdaulichkeit des natrlichen Nahrungsangebotes schon abgenommen. Nahrungslage kann dann kritisch werden. Folge: Ovulationsrate auf 50 % derjenigen\
gut ernhrter Tiere gesenkt. So auch Trchtigkeits- und Geburtenrate. Schlecht\
ernhrte Geien haben bei Kitzen Verhltnis  :  = 3 : 1, bei gut ernhrten genau\
umgekehrt. - 2) Zeit der Geburten im Frhjahr: In letzten Wochen der Trchtigkeit Futterbedarf der Geien besonders hoch. Jetzt legen Ften Fettreserven an.\
Hieraus: Kitze gut ernhrter Geien in guten Biotopen fast alle berlebend. Bei\
entgegengesetzten Verhltnissen hohe Sterblichkeit, besonders bei weiblichen\
Kitzen. - Direkte Hungersterblichkeit selten. Betrifft zuerst Kitze und sehr alte Tiere. - Bock sorgt fr konkurrenzarmes Aufzuchtgebiet fr die von ihm im\
Vorjahr begattete Gei. - Wesentlicher Teil des krperlichen Wachstums der Kitze\
und einjhrigen Jungtiere in Frhjahrs- und Sommermonaten; deutlich verlangsamt\
im Herbst bis etwa Laubfall im Oktober. Sptherbst nur wenig; Winter - selbst\
bei optimaler Ernhrung - nur noch kaum. - Bei unterschiedlichen Biotopbedingungen knnen sich Rehpopulationen in lngeren Zeitrumen anpassen. - Territorien\
der Bcke variabel, doch im Gatter etwa 8000 bis 16000 m. 
13273	Indirekt erschlossen, da in etwa 1000 Jahren auf knapp 1 m mchtiger Flugsand-\
decke ber schwach lehmiger Grundmorne typischer Heidepodsol entstand. - Forst\
90 Jahre alt, auf ehemaligen ckern und Heiden. Pflanzensoziologisch die verschiedensten Standortstypen. Trotz geringen Alters in ihnen schon gut unterscheidbare Pflanzengesellschaften. 
13101	Pflanzengeographie und -soziologie.
10698	Sieht Pampa als Degenerationsprodukt eines lichten Trockenwaldes an, vernichtet\
durch den Menschen in mehr als 5000 Jahre alter Besiedlungsgeschichte (Feuer!).\
- Baumarten, die in Frage kmen: Pampa humeda bis mehr als 100km landeinwrts\
vom Meer aus: Celtis spinosa. Im Milderen meernahen Bereich auch noch Phytolacca\
dioica, Fagara hiemale, Prosopis nigra, Prosopis alba. - Im klteren S-Teil:\
Celtis spinosa, Parkinsonia (Strucher: Cestrum parqui, Baccharis-Arten, Colletia spinosissima) - W-Teil der Pampa: Prosopis caldenia, Geoffroea decorticans.\
- Alle nie mehr als 15m hoch; unter ihnen leicht Vorkommen der heute so wichtigen Pampasgrser mglich.\
Fast nirgens naturnahe Pflanzengesellschaften zu finden.
2102	Tagungsbericht mit nicht palontologisch belegten Pleistozngliederungen.
2101	Andassajsker Serie ins mittlere bis obere Miozn gestellt. Damals schon recht\
trocken: Kensagyr-Tal, sdlich von Tortkul': Pollenkrner: Pinus 2, Alnus 2, Betula 2, Ulmus 1, Tilia 2, Artemisien 34, Kruter 17, Sphagnen 2, Farne 1. Im Andassajsker Tal: Pinus 4 Pollenkrner, Alnus 1, Betula 1, Betulaceen 2, Compositen 1, Artemisia 90, Chenopodiaceen 200, Ephedra distachya 3, Caryophyllaceen 1,\
Ranunculaceen 10, Euphorbiaceen 1.\
Quartr: Kensagyr-Serie im Oberpliozn gleich Beginn des Eopleistozns. Nach\
Fedorovic seit Pliozn, genauer seit vielleicht Pont in Mittelasien Saksaul-Formation typisch. - Obergobi-Konglomerat hier als Buruntau-Serie ausgegliedert,\
hier gleich Unteres Pleistozn, das Eliseev auf Mindel ausdehnt!\
Eopleistozn, Kensagyrserie: Saroj-Mulde: Pollenkrner: Pinus 4, Alnus 1, Betula\
1, Ephedra 6, Artemisia 181, Kruter 107. Kensagyrtal, bei Berg Tortkul': Pollenkrner: Ephedra 2, Artemisia 11, Chenopodiaceen 17. Tal Kyzylkokan, am See\
Malyj Kamkalykul Pollenflora: Pollenkrner: Chenopodiaceen 260, Artemisia 96,\
Compositen 3, Gramineen 21, Rosaceen 1, Papaveraceen 4, Ephedra distachya 1, Ranunculaceen 2, Umbelliferen 1, Sparganiaceen 8, Leguminosen 30, Valerianaceen\
17, brige 1. - Brunnen Moldybaj: Pollenkrner Centaurea 1, Artemisia 1, Chenopodiaceen 10. - 20 km sdlich hiervon: Pollenkrner: Alnus 2, Corylus 1, Compositen 6, Artemisia 118, Chenopodiaceen 196, Polygonaceen 1, Gramineen 10, Leguminosen 34, Rosaceen 29, Valerianaceen 30, Ephedra 6, Kruter 7. Sdstlich des\
Sees Kokujdenkul', weiter oben am Cu Pollenkrner: Artemisia 15, Chenopodiaceen\
40, Rosaceen 19, Leguminosen 6, Lythraceen 2, Valerianaceen 5. - Bei Kokterek\
Pollenkrner: Pinus silvestris 2, Betula 3, Betulaceen 1, Corylus 1, Ulmaceen 1,\
Myriophyllum alterniflorum 1, Artemisia 247, Chenopodiaceen 200, Gramineen 63\
u.a. - Noch andere, sehr hnliche Steppenfloren, so bei Brunnen Beskatynkuduk.\
Unterpleistozn: fluviatil: Muyunkum-Serie; proluvial: Buruntau-Serie. Diese bei\
Tortkul'mit Artemisia und Chenopodiaceen. Mittelpleistozn: Fluviatil:\
Soskaul'gen-Serie. In 1. Hlfte feuchteres Klima als heute: Grobe Sande und\
Schotter. Pollenflora 20 km sdlich Brunnen Moldajby, Pollenkrner u.a.: Pinus\
silvestris 6, ltere Pinus 2, Fagus 3*, Ulmaceen 2*, Tilia cordata 1, Betula 5,\
Corylus 9*, Salix 1, Aster 2, Compositen 8, Scorzonera purpurea 7, Echinops 3,\
Centaurea 6, Artemisia 403, Caryophyllaceen 13, Chenopodiaceen 431, Gramineen\
56, Ephedra 9. Mit * wohl umgelagert.\
Oberpleistozn: Steppenfloren (S. 132), stets desselben Typs, in Saroj-Senke und\
bei Semisuzak.
2100	Hier folgende, fr viele Diagramme charakteristische Horizonte untersucht:\
1) Oberes subatlantisches Fichtenmaximum; 2) subboreales Fichtenmaximum; 3) oberes subboreales Maximum der breitblttrigen Arten; 4) unteres atlantisches Maximum der breitblttrigen Arten; 5) berkreuzung oder nahes Zusammengehen der Kurven von Kiefer und Birke an Boreal/Atlantikumgrenze; 6) rationelle Erlengrenze\
an Untergrenze des Atlantikums; 7) Prboreales Birkenmaximum. Phasen 1, 5 und 7\
offenbar von allgemeiner zeitlicher Gltigkeit. Restliche nur zustzlich, nicht\
stets deutlich. In 6 meiste Moore in oligotrophes Stadium bergegangen. Jetzt\
besonders Hochmoorpflanzen wichtig, mit Herrschaft der Sphagnen. - Moorbildung\
in Karelien begann 9000 - 8500 v.h.. - 7500 - 8000 v.h. (Beginn des Klimaoptimums) in Karelien Moore strker verbreitet. Es herrschten eutrophe und mesotrophe Flachmoore. - 6000 - 5500 v.h. in S-, Mittel- und O-Karelien Beginn der\
Fichten-Ausbreitung. Jetzt sehr intensive Moorbildungsprozesse, weite Gebiete\
umfassend. Immer wichtiger oligotrophe Moore. 
1582	Bemerkungen: Englische Zusammenfassung, Pollendiagramme\
\
Gebiet um Weies Meer. Torf- und Pollenanlyse! 11 Profile. lteste Schichten\
frhes Holozn: Gyttjen. Waldspektren. Baumpollen 50-80 %, Nichtbaumpollen 12-40\
%, Sporen 10-30 %. Sehr viel Birke (um 80 %), nur ca. 10 % Kiefer. Weide bis 6\
%. Nichtbaumpollen besonders Gramineen. Sehr viel Phragmites-Makrofossilien.\
Dazu Dryas, Betula nana, Ephedra (als Pollenkrner): Lichte Birken-Wlder mit\
guter Krautschicht. Dazu wohl Tundrengesellschaften auf Felsen. - Mittleres Holozn: Sehr weit verbreitet: Gyttjen und Torf. Baumpollen dominieren. Kiefer und\
Birke je mehr oder weniger gleich, um 20-60 %. Alnus stets, 10-15 %. Fichte wandert langsam ein: anfangs selten, am Ende gegen 15-20 %. (gleich 1. subboreales\
Fichtenmaximum.). Eichenmischwald selten mehr als 3-4 %. Am meisten Ulmus, aber\
Ulme, Linde, Eiche nur unterbrochene Kurven. Maxima im Subboreal (wie datiert?).\
Durchlaufend, 2-4 %, Hasel. Nichtbaumpollen 5-10 %.: Kiefern-Birken-Wlder, mit\
wenig Breitblttrigen, aber stets mit Alnus und Corylus im Unterwuchs. - Sptes\
Holozn: Stets Torf; Waldspektren. Kiefer 40-75 %, Birke 20-40 %, Fichte 10-25\
%, Alnus 5-7 %. Wenig Nichtbaumpollen. Unter Sporen Sphagnum-Dominanz, nur im\
Aapa-Gebiet stets Selaginella selaginoides. Damals mehr Fichte als heute. - Moorentwicklung: Beginn im frhen Holozn. An Basis oft Pollenkrner von Potamogeton, Sparganiaceen, Alismataceen, Typha, Phragmites, Menyanthes: Optimale Lebensbedingungen, reichliche Wasserzufuhr. Mit Aufwachsen des Torfes Verminderung\
des Einflusses der versalzenen marinen Sedimente: Als Folge davon entstehen\
Cyperaceen-Sphagnum-Gesellschaften. Hierbei erst Zunahme der Pollenproduktion\
der Cyperaceen, danach auch ihr Makrofossiliennachweis. Hauptmasse der Moore\
dort erst im Mittleren Holozn entstanden, begnstigt durch feuchtes Klima, fast\
vollstndiges Fehlen des oberflchlichen Abflusses, schwaches Flunetz, wasserundurchlssige Tone. Jetzt Waldmoore mit eu- bis mesotropher Sphagnum- und Cyperaceendecke. Jetzt Bruchwaldtorf. Bedingungen nur kurz, dann oligotrophe Moore. Dies in flachen Terrassen und tiefen Senken. Sphagnum fuscum auf Rippen;\
Sphagnum lindbergii, Sphagnum balticum in Schlenken. Offenbar im wesentlichen\
generative Verbreitung!: Sphagnumsporen drei- bis viermal strker als Baumpollen. Teils besonders starke Sphagnumsporenproduktion bei bergang bergangs-Cyperaceentorf zu fuscum-Torf. Im Subboreal sehr hoher Sphagnumsporenanteil. Kaum\
(trotz angeblich trocken-warmen Klimas) strkere Torfzersetzung. In Mitte und\
zweiter Hlfte des mittleren Holozns weitflchige Vermoorung auch der terrestrischen Standorte und Zuwachsen tiefer Kames-Senken. - Sptes Holozn: Phase\
ausgeprgter Vermoorung tiefer Terrassen: Anfangs Phragmitessmpfe, schon bald\
aber oligotrophe Sphagnum-Gesellschaften mit viel Schlenken. Auerdem Vermoorung\
der Wlder, mit Strangmoorbildung. Stets vor Sedimentwechsel entsprechende Sporen- oder Pollenmaxima: kologische Vernderungen gehen nderungen der Pflanzengemeinschaften voraus. Daher vielleicht aber auch Bultenkomplexe als erste\
Schritte sich ndernden Milieus!   
2099	2 km sdlich dieser Stadt, an Strae Nr. 89. Unter einem Basaltstrom. ca. 10m\
Basalt; 30-40cm feiner schwarzer Sand; 40-50cm gelbe Sande und Kiese; 50cm lignitische Tone, teils sandig (hier Pollenprobe Nr. 1); 2-3cm harte Bank (Nr. 2\
der Pollenanalyse); 50cm lignitischer Ton mit Pflanzenresten (Nr. 3 der Pollenanalyse); Lignit, sehr reich an Pflanzenresten (Nr. 4 der Pollenanlyse).\
Makrofossilien: Carya minor Sap et Mar., Bltter. - Pterocarya sp. Blatt; Carpinus suborientalis Sap., Bltter. Zelkova ungeri Kov., Bltter, teils hnlich\
der Zelkova crenata. - Fagus silvatica L., Bltter. - Quercus roburoides Ber.,\
viele Bltter. Quercus sessiliflora Salisb. wegen 17mm Blattstiel wohl vorhanden. - Buxus cf. sempervirens. - Geringe Artenzahl entweder Erhaltungs- und Bergungsschwierigkeiten oder gewisse Verarmung der Flora. Es fehlt hauptschlich\
Fagus pliocenica Sap.. Florula also wohl jnger als die von La Gratade, die aus\
Ende Pliozn stammt, oder Beginn des Villafranchien.\
Pollenanalyse: Nr. 3 und 4 viel reicher als 1 und 2. In 3 und 4 berwiegend Picea (41,2 bzw. 61,4%), Pinus Typ silvestris 10-18%, Pinus haploxylon 0,4-2,5%;\
Abies, Sciadopitys, Tsuga, cf. Cupressaceen, cf. Taxodium; Carya 4,5-1,4%, Pterocarya, Juglans; Fagus 13,7-1,1%, Quercus, Carpinus, Tilia, Ulmus, Alnus; Buxus\
1,5-0,6 %; Coryloide 0,4-0,6%; Gramineen 1,5-1,4%, Cyperaceen 0,4-0,0%; Ericaceen 1,5-1,3%; andere Kruter 0,0-1,2%. - Proben 1 und 2 faktisch reiner Fichten-Kiefern-Wald (Pinus silvestris bis 46,5%). Tsuga 3,6-4,0%, Abies 11,0-0.0%,\
Sciadopitys 0,8-0,0%. Ganz vereinzelt Pterocarya, Carpinus, Ulmus und Coryloide.\
Pollen hier insgesamt seltener: Klimaverschlechterung oder nur geringe Pollenmenge? \
Vielleicht gemigte Phase des Villafranchien?  
2098	Abbildungen.\
Gemigte Zone des Villafranchien. Mont-Dore. Blatt- und Pollenfloren. Nach Abdrcken (Grangeon): Basis des Villafranchien. Einfallen 45 nach W. Hier Aschen-\
und Lignitschichten. Aus beiden Typen Pollenfloren. Relativ warme Periode des\
Villafranchien. Vorherrschend Pinus silvestris-Typ. Sehr wenig Pinus haploxylon-\
Typ. Zum Teil beachtlich viel Picea, bis 63,9 %! Abies und Larix vereinzelt.\
Tsuga stets wenige %. Vereinzelt Sciadopitys, Cupressaceen, Sequoia-Typ und Juglans. Regelmig aber wenig Carya und Pterocarya. Vereinzelt Liquidambar. Fagus\
bis 16,3 %!; d.h. mehr als Betula! Carpinus regelmig aber wenig, etwas Corylus.
13157	Allgemeiner berblick, als Lehrbuch gedacht.
2097	Lakustriner Ton von La Londe (Eure) aus cf. Oberpliozn: Dominant Pinus silvestris, um 50-60%; Cupressaceen um 10%, Sequoia um 10%. (S. 58). Auerdem noch\
Taxodium, Sciadopitys, Liquidambar, Nyssa, Carya, Juglans, Pterocarya, sehr wenig Tsuga, Picea und Abies; schwach Pinus haploxylon. Recht viel Ericaceen und\
wenig Eichenmischwald-Pollen, einschlielich Fagus. Wegen Fehlen miozner Arten\
nicht ins tiefere Pliozn zu stellen.\
S.144: Pollenflora offener letzteiszeitlicher Flora (78 Pollenkrner Gramineen,\
8 Artemisia, 5 Cyperaceen, 11 Plantago lanceolata, 18 Plantago sp., 2 Chenopodiaceen) von rechtem Ufer der Dives bei Qutiville.\
Nachweis von Cryptogramma aus Allerd von Bellengreville (Calvados). Vitis dort\
zu Beginn des Subboreals. - Pollenanalyse von Gathmo (vgl. van Zeist): Fraglich, ob am Ende des Atlantikums Bauern oder Viehzchter: Vielleicht beides,\
vielleicht auch nacheinander? 
2096	Normandie; Torfhorizont.   head = gris trs argileux.\
Torfhorizont eingeschaltet im unteren Teil des head. Da Torfhorizont von Solifluktions-Massen umgeben, in Zone i von Jessen und Milthers gestellt. Baumpollen\
114 Stck (Pinus 89,5%; Betula 2,5%, Quercus 5,5%, Alnus 2,5%, Corylus 3,5%,\
Salix 4,5%, Ilex 1,5%). Unter Nichtbaumpollen (687 Stck) vorherrschend Cyperaceen (580%), viel weniger Compositen (28%), Gramineen (15%), Caryophyllaceen\
(10%). Keine Artemisia. Alisma plantago 5%, Filipendula ulmaria 1,5%. Meer weit\
weg, da nur 1% Chenopodiaceen. - Vergleichbar mit Torf von St. Come bei West und\
Sparks. 
2095	Gebiet von Lisieux, bei La Londe (Eure). Pollendiagramm der Reuvertone (wahrscheinlich Reuver, vielleicht auch etwas lter, aber sicher Oberpliozn). Ohne\
prononcierte Schwankungen. 
2094	Beginnt mit Ende Atlantikum/Beginn Subboreal. Stets sehr hohe Alnuswerte, erreicht mehrmals 60 und 80%. Eichenmischwald (Quercus, Ulmus, Tilia) nur selten\
mehr als 20%. Stets vereinzelt, ohne geschlossene Kurve, Quercus Ilex. Pinus nur\
anfangs mehr als 20%, dann  0% . - Grenze Atlantikum/Subboreal nicht feststellbar, da Ulmenkurve zu niedrig (wenige %), um Abfall zu zeigen, der als Grenze\
dient. Ulme durch Schneiteln wahrscheinlich zu stark durch Menschen geschdigt.\
- Fagus erst in 3 m Tiefe mit wenigen Promill: Kommt in Normandie versptet an.\
Buche kam von O, konnte aber mglicherweise im S der Normandie an besser bewsserten Stellen schneller nach W vorstoen? Abiespollen ganz vereinzelt, aber so\
schon in 7 normannischen Mooren gefunden. - Quercus ilex verschwindet meist am\
Beginn des Subboreals. Geht hier aber bis ins Subatlantikum: Sdlicherer Standort? Subatlantikum: Fagus erreicht schnell 45,5%. Gleichzeitig starkes Sphagnum-Wachstum: Feuchtes Klima. - Carpinus nur ganz vereinzelt. Alnus verliert an\
Bedeutung, Eichenmischwald bertrifft sie oft (besonders Eiche). Pinus fehlt\
faktisch: verschwand wohl im Subboreal in Normandie (Leme).\
Am Ende Atlantikum Baumpollen (bisher etwa 70% der Gesamtmenge) auf 25% fallend.\
Gleichzeitig Gramineen 125%, Cyperaceen 168%, Compositae, Artemisia-Gipfel. Danach Corylus-Gipfel 143 und 325%. Ephedra vorhanden. Pinus- und Betulagipfel.\
Kurz danach wieder Baumpollen gleich 70%. Hier offenbar Lichtung und noch vorhandene, heute verschwundene Ephedra konnte sich ausdehnen. Das wrde Ttigkeit\
des Menschen um vor - 3000 bedeuten. In anderen normannischen Profilen nichts\
dergleichen. Dann whrend ganzen Subboreals Gebiet wieder bewaldet. Erst am Beginn des Subatlantikums neue Rodung: Nichtbaumpollen 25-50%. Sehr viel Gramineen\
und fast stets auch Cerealia. Calluna dehnt sich aus (bis 35%).  
2093	Durch hollndische Barendt-Expedition nach Novaja Zemlja und Vaigac von Novaja\
Zemlja mitgebracht: Salix polaris Wg., Salix reticulata L., Salix arctica Pall.\
var., Salix lanata L. var.\
Keine genauen Fundortangaben: "Meiste Pflanzen bei Matockin Sar, einige auch\
zwischen 73 und 74 n. Br." 
2092	Salix reticulata x arctica Ekstam nov. hybr. Zusammen mit den Stammarten an Gribovaja guba und bei Matockin Sar gefunden. Salix reticulata x polaris Ekstam\
nov. hybr. wie vorige.\
Neu fr Zone 72-73 n. Br., aber sdlicher schon bekannt: Salix tajmyrensis\
Trautv.. Neu fr Zone 73-74, sdlicher schon bekannt: Salix rotundifolia\
Trautv. (auch in Gribovaja guba), Salix reticulata L. (auch bei Gribovaja guba),\
Salix reptans (Rupr.) Lundstr., Salix tajmyrensis Trautv., Salix arctica x polaris Lundstr. - Neu fr Gribovaja guba (73 5'), aber frher schon innerhalb\
Zone 73-74 n.Br.: Salix arctica Pall., Salix Brownei (Ands.) Lundstr., Salix\
lanata L.\
Nach Kjellman (Vega-expeditionens vetenskapliga iakttagelser, Bd. 1, Stockholm\
1882) in 73-74 nur 41,66 % der fr Novaja Zemlja und Waigatsch insgesamt\
bekannten Weiden. hnlich auch Lundstrm. Nach Ergebnissen von Ekstan aber 75 %.\
\
Art                               74-75  73-74  72-73  71-72  70-71  69-70\
\
Betula nana L.                      -       +       +       +       -       +\
Salix polaris                       -       +       +       +       +       +\
Salix herbacea                      -       -       -       -       -       +\
Salix rotundifolia Trautv.          -       +       +       +       -       +\
S. reticulata L. f. typ. Lundstr.\
                 f. denticulata     -       +       +       +       +       +\
                     Lundstrm\
Salix arctica Pall.                 -       +       +       +       +       +\
S. Brownei (Ands.) Lundstr.         -       +       +       +       -       - \
S. glauca L. f. genuina Lundstr.    +       +       +       +       -       +\
             f. subarctica Lundstr.\
S. reptans (Rupr.) Lundstr.\
      1. f. typica Lundstr.\
      2. f. subarctica Lundstr.     -       +       +       +       -       - \
      3. f. glaucoides Lundstr.\
S. ovalifolia (Trautv.) Lundstr.\
  f. typica Lundstr.\
  f. subarctica Lundstr.            -       -       -       +       +       - \
  f. glaucoides Lundstr.\
  f. nummulariaefolia Lundstr.\
Salix tajmyrensis Trautv.           -       +       +       +       -       - \
Salix lanata L.                     -       +       +       +       -       +\
Salix myrsinites L.                 -       -       -       +       -       +\
\
Zonen 72-73 und 73-74 haben 137 bzw. 125 Gefpflanzen, welche mit nur 13 bzw.\
26 der Anzahl bekannter Arten auf Vaigac nachstehen und mit Zahl in Spitzbergen\
verglichen werden knnen.\
Vaigac darf pflanzengeographisch nicht von Novaja Zemlja getrennt werden.
13454	Bemerkungen: engl. Zusammenfassung.\
\
Formeln fr Ausgleich des Alterstrends. Kiefer: Noch die letzten 3 - 4 Jahre\
stark mit jhrlichen Breiteschwankungen korreliert, so da Jahrringkurve der\
Kiefer nicht unmittelbar Ausdruck der jeweiligen Klimabedingungen. Fichte\
spricht viel direkter an. Schon Korrelation zum Vorjahr macht bei ihr nur wenig\
aus. - Wichtig bei Kiefer also, sogenannte Auto-Korrelation zu eliminieren.\
Hierbei dann ganzer Teil starker Schwankungen verloren gegangen. - Zapfenertrag\
prgt sich deutlich bei Fichten-Jahrringen aus, nicht aber bei Kiefer!! - Allgemein: Je rauher Gro- oder Kleinklimabedingungen, desto schrfer accentuiert ist\
Jahrringkurve. - Selbst innerhalb Schwedens in verschiedenen Landschaften z.T.\
nur sehr schlechte Korrelation in Jahrringverhalten: z.B. Kiefer 60-62N gegen\
66-68N nur 0,522; oder Fichte 66-64N gegen 66-68N nur 0,584. - Auto-Korrelation der Kiefer nimmt nach N betrchtlich zu: "The further north one goes, the\
more marked the annual ring formation of pine appears to be dependent upon the\
weather conditions during the period in which the immediately preceding annual\
ring is formed." (S. 148). hnlich fr Fichte, aber bei weitem nicht so ausgeprgt. Hhenunterschiede von < 200 m bis > 400 m treten kaum in Erscheinung. -\
Bestandesklassen untereinander in Weiserjahren mehr oder weniger gut korreliert.\
Doch Kiefer Klasse II-III gegen VII bis VIII nur 0,519. Fichte insgesamt viel\
besser korreliert. Bestandesdichte bt keinen Einflu aus. Anscheinend auch\
nicht Feuchte des Standortes.\
Heutige Klimaschwankungen (zurckgehende Zahl der extremen Winter) nicht\
erfat.  
2091	Beschreibung eines Memikroskopos mit angebauter Rechenmaschine 
2090	62-64 nrdliche Breite; 908 Bume; Abschnitt 1900-1944; 460 Proben aufgegliedert auf Frhlings- und Sommerholz. Hohe Korrelation zwischen Frhjahrs- und\
Sommerwachstum untereinander, sowie mit Jahreszuwachs. Sommerzuwachs also wohl\
nicht nur abhngig von Klimaverhltnissen des Sommers. - Zuwachs des Frhlings-\
und Sommerholzes gnstig beeinflut durch hohe Temperaturen Ende Mai und Anfang\
Juni, wenn Bildung des Sommerholzes noch nicht begonnen hat. In dieser Zeit also\
anscheinend Assimilate gebildet und bereitgestellt. bergang Frhlings-/Sommer-\
holz aber durch endogenen Rhythmus, oder im Zusammenhang mit Fruchtbildung? Warme Frh- und Hochsommer verursachen geringen Sommerholzzuwachs; khlere Sommer\
strkeren Sommerholzzuwachs. Korrelation zwischen Zahl der Tage mit mehr als\
16C Maximaltemperatur im Zeitraum 16. Mai bis 31. Juli hher als die zwischen\
kumulierter Temperatur dieses Zeitraumes und Jahreszuwachs. - Zapfenjahre drcken Jahreszuwachs herab. Zapfenjahre abhngig im allgemeinen von hoher Temperatur in 2. Hlfte Juni bis 1. Hlfte Juli des vorausgegangenen Jahres. Niederschlag mehr oder weniger bedeutungslos. Dies Gegensatz zu Holmsgaard. Annahme:\
In Norrland Boden mit ausreichend Feuchtigkeit versehen, so da niederschlags-\
arme Sommer bedeutungslos sind. 
13381	Bei Nivation durch ruhenden Schnee Felsen zerstrt: Schnee schmilzt langsam,\
fliet nicht oberirdisch ab sondern durchtrnkt Gestein und fliet langsam als\
Grundwasser ab. Wichtig, da Schnee durch Relief und Wind unterschiedlich stark\
verteilt. Schneeflecken verschiedener Typen: a) Kuppelfrmig: auf Plateaus, z.T.\
dnenfrmig. - b) Piedmont-Schneefelder: Entlang Steilabhngen, jeweils in Lee.\
- c) Schneewchten. - Typ a: Schmelzwasser nahe 0C. Dadurch schnelles Gefrieren\
bei jedem Frostwechsel. Hierdurch intensive Kombination mit Solifluktion und anschlieender Altiplanation. - Typ b: An Oberkante Rckverlegung der Steilkante;\
unten Solifluktion. Hierdurch viele kleine Terrassen entstanden. In V-frmigem\
Tal tendieren sie zu Bildung U-frmigen Tales. - Typ c, wenn am Anfang von Tlchen, baut Kar-hnliche Oberflchenformen auf. Kein Bergschrund vorhanden, und\
Bodenoberflche rauh, nicht poliert, wie bei echtem Kar. - Hier Solifluktion\
noch als Erdflieen bei starker Wasserbersttigung angesehen. Verweis auf Arbeit Eakin, ohne nhere Diskussion. - In Grnland Solifluktion klar an Nivation\
gekoppelt. Wichtig Bodenfrostoberflche als Wasserstauer. Tler in Grnland z.T.\
durch Solifluktion aufgestaut. - Nivation und Solifluktion seien von hervorragender Bedeutung bei Einebnung des Reliefs in Grnland. 
13043	Sedimentologie. 2 Elstermornen! Quartre Tektonik.
10701	Interessante Flugeschichte: Verlagerung eines vielfach W - O gerichteten Laufes\
in einen S - N gerichteten.
10700	In W-Sachsen, Gebiet zwischen Mulde und Elbe, sowie in benachbarten Gebieten\
auerhalb Sachsens 2 meist mehrere Meter mchtige Grundmornen auerhalb und\
unterhalb der Rimorne nachweisbar. Niemals allerdings Fluterrasse nachweisbar, die diesem Zwischenraum zwischen den 2 Eisvorsten entspricht. Also kein\
Interglazial, sondern Interstadial der Elstereiszeit, wobei in W-Sachsen ein\
Mindestwert des Eis-Rckzuges von 80 - 90 km belegt ist. 
13612	Nach Bubenk 40 g Rohprotein pro Tier von 20 kg Lebendgewicht zur Erhaltung des\
Stoffwechsels ntig, nach Ueckermann 50 g Rohprotein. Hier Stallversuche mit 4\
Bcken (1,5 bis 6,0 Jahre alt): 24,3 g Rohprotein pro Tag und Tier notwendig. 
2089	Morphologie frischer Pollen. Sinkgeschwindigkeiten, Nah- und Ferntransport. 
2087	Ist gegen diese von Evitt (Micropalaeontology, 7, 385-420, 1961) geuerte\
Ansicht.\
Nimmt aber an, aus manchen Hystrichosphren-Gruppen htten sich manche\
Dinoflagellaten-Gruppen entwickelt.
2086	ffnungen (Pylome) selbst kein diagnostisches Merkmal, da sehr wahrscheinlich\
Schlpflcher. Wohl aber Ausgestaltung der Schlpflochrnder und Bau der ffnungen. - Entgegnung zu Staplins Gliederung der Hystrichosphren aus dem Oberdevon\
Kanadas (Palaeontology, 4, 392-424, 1961). - Nach Wetzel (N. Jb. Geol. Palont.,\
Abh., 107, 261-277, 1959) werde tierisches Eiwei im UV-Licht zur Lumineszenz\
erregt, pflanzliches nicht. Die betreffenden Stoffe aber kein Eiwei, da nicht\
mit entsprechenden Reagentien abgebaut. Die betreffende Hlle stelle vielmehr\
Hlle von Algen dar: Nur Pflanzen erzeugten derart widerstandsfhige Substanzen.\
- Farbe der Mikrofossilien nicht als Art- und Gattungsdiagnose verwenden: Von\
Aufbereitung abhngig und vom Sediment. 
2085	4 neue Arten; Morphologie 
2084	Angeblich nur wrmeiszeitliche Periglazialerscheinungen besprochen. Wrm hier\
allerdings mehrphasig aufgefat.
1497	Annahme, Gebiet sei tektonisch stabil. Grund, Meeresspiegelschwankungen seien so\
schnell verlaufen (5 m/1000 Jahre), wie es tektonisch nicht gehen knne. Hier\
Meeresstnde:\
Nouakchottian  4000 - 6000 v.h.           + 2 bis +3 m\
Inchirian      30000 - 40000 v.h. (?)     4 --> 6 m\
Aioujian       70000 - 100000 v.h. (?)    6 --> 10 m\
Tafaritian     150000 - 200000 v.h. (?)   12 --> 15 m\
\
Diese Kstenlinien in selber Hhe ber lange Strecke zu verfolgen: Weiterer Hinweis auf Stabilitt des Gebietes. Am Senegalflu jngste Terrasse etwas verstellt. 14C-Halbwert 5568 Jahre. Hier: Maximum des Nouakchottian (N1) 5400\
v.h. (gegen +3 m). Gleich danach wieder Beginn des Absinkens des Meerespiegels.\
Minimaler Stand gegen 4100 v.h. erreicht (N2, -3,3 m). Gleich danach Beginn\
des Anstiegs. Maximum (N3, ca. 1,30 m) erreicht gegen 3400 v.h.. Dann langsamer Abfall auf etwa -0,5 m. Dies (N4) gegen 2400 v.h. erreicht. Danach wieder\
leichter Anstieg zum Maximum um 2000 v.h. (N5, +0,4 m). Bewegungen sicher\
nicht durch Kompression zu erreichen, da im wesentlichen Sand und Muscheln. \
Grnde wohl klimatisch zu deuten.
2082	Wie in ausfhrlicher Arbeit.
2081	Zonierung im wesentlichen auf Grund der Schwankungen der Betula-Kurve. - Zone A:\
In Mooren S- und W-Islands fehlt primre Betula. Im stlichen N- und O-Island\
erste Schwankung der Betula-Kurve. - Zone B: Erste Groschwankung der Betula-\
Kurve: Massenhaft vorhanden. - Zone C: Untergrenze in SW- und N-Island oberhalb\
der etwa 5000 Jahre alten Tephraschicht K bzw. N. Zweite Groschwankung der Betula-Kurve. - Zone D: Landnahme um 870 n. Chr.. Rascher Anstieg der Gramineen-\
und Kruterkurve, Abstieg der Betula-Kurve. - Sogamyri und Seltjrn bei Reykjavik: Grenze A/B um 9000 v.h., d.h. Prboreal/Boreal. Gegen Ende B Birkenrckgang\
und Vernssung des Moores Sogamyri: Hoher Sphagnumanteil; im heute vom Meer\
berfluteten Seltjrn ebenfalls Betula-Rckgang und viel Myriophyllum. Vorher in\
B Betula Bruchwald in beiden. Zu Bildungszeit des Seltjru-Moores mu Meer 2-4 m\
tiefer als heute gelegen haben. Kurz nach Landnahme vom Meer berflutet. - Borgamyri 7 km  stlich von Reykjavik, 40 m hoch. Myrica gale und Artemisia in D.\
Heute nicht mehr in Island (beide), in frheren Medizinbchern aber als Arzneien\
erwhnt: Angebaut und ausgestorben (angebaut im 10.-12. Jahrhundert). - Birke im\
Gebiet von Reykjavik von N her eingewandert. - lfus (sdstliches Flachland,\
westlich von Ingolfsfall), 40 m hoch. In A wie schon bei Sogamyri hohe Salix-\
Werte. Birkenwald in sehr moorigem Gelnde immer nur sehr wenig (maximal 35 %).\
- Im gesamten Landkreis Hunavatnssysla heute kein Birkenwald mehr; frher aber\
vorhanden: alles abgeholzt. - Ingesamt 13 Pollendiagramme - Zone A: In N- und\
O-Island Betula im Gegensatz zu brigen Gebieten vorhanden, mit kleinem Gipfel\
(um 30 %). Dieser wohl gleich Allerd? Betula pubescens auch whrend letzter\
Eiszeit dort vohanden . SW-Island dagegen 40-50 m berflutet: Birke konnte Psse\
des Gebirges nicht berschreiten. Hier im SW aber Initialgesellschaft mit Weiden. - Zone B: Klimabesserung, Betula tritt aus Refugien heraus. Zone beginnt\
aber im N und O mit dem Prboreal, im S etwa 1000 Jahre spter, ungefhr mit Boreal. Bei B Rckgang der Vermoorung und Bewuchs der Moore mit Betula: Wrmeres\
und trockeneres Klima.\
   Vor etwa 6000 Jahren, d.h. vor Tephraschicht K bzw. N Klima wieder feuchter:\
Rckgang des Birkenwaldes. Sphagnum, heute selten in greren Decken, erst damals sehr bedeutend (bis 300 % der Pollensumme). Betula-Minimum gleich oberstes\
Atlantikum. - Zone C: Beginn vor etwa 5000 Jahren, Ende mit Landnahme. Erstes\
Birken-Maximum schon vor 3800 v.h., zweites ungefhr um 2700 v.h.; danach langsamer Rckgang, wohl gleich Klimaverschlechterung um 500 v. Chr. an Grenze Bronze-/Eisenzeit in NW-Europa.- Jetzt zum zweiten Mal Birken-Bruchwald weit verbreitet; Land berhaupt strker als jemals vorher mit Vegetation bedeckt: Gering\
nur noch Flugstaubanwehung. Zone D: In 60 Jahren Island dicht besiedelt. Wald\
abgeholzt: Birken-Kurve sinkt schnell, Staubzufuhr steigt rasch an. Birkenwald\
Ausrottung wohl um 1500 schon vollstndig. Im ersten Jahrhundert der Besiedlung\
Getreidepollen; erlischt aber um 1500. In D sehr viel Unkrautpollen.\
Die hchsten und zugleich ltesten Strandlinien wohl 13000-15000 Jahre alt.  
2079	Groe Teile des Berglandes W-Palstinas wohl ehemals von Quercus calliprinos-\
Macchie bedeckt, die Sekundrformation ehemaliger Hochwlder war. Wichtigste\
Waldtypen waren: Pinetum halepensis, Quercetum ithaburensis, Quercetum calliprini. Garigue und Batha folgen auf verwstete Macchie in Palstina. Degradation\
also: Wald dann Macchie dann Garigue dann Batha. Nicht in sommerfeuchten oder\
kalten Gebieten, hlt sich meist an die Ebenen und unteren Hangpartien! Bildet\
sehr lichte Wlder.\
Quercus aegilops L. ssp. ithaburensis Desc. zusammen mit Quercus calliprinos auf\
westlichen Nazareth-Hgeln und in Samaria- Bergen. Wurzeln der Quercus aegilops\
durchdringen meist nur die dnne Terra rossa-Schicht, dringen aber nicht in liegende Kalke ein. Anders aber Quercus calliprinos und Pinus halepensis, die auch\
in Felsen und Kalkbnken tiefer eindringen knnen. Quercus Aegilops am besten\
von O bis 500-600 m Hhe. Drber lt Konkurrenzkraft gegen Quercus calliprinos\
und Pinus halepensis nach.\
Wahrscheinlich Ende des 2. vorchristlichen Jahrtausends Beginn der starken Waldzerstrung in Palstina. Schon vorher holte sich gypten von dort und von Libanon Holz. Besonders im Weltkrieg starke, letzte Waldverminderung durch Trken!\
3 Eichen in Palstina: Quercus aegilops ssp. ithaburensis, Quercus calliprinos, Quercus infectoria.\
Quercus aegilops: Auf westlichen Nazareth-Bergen und in Esdraclon-Ebene. Ehemals\
auch am Acre?. SW-Grenze dieser Wlder am Carmel?. Hier weiter oben im Gebirge\
Quercus calliprinos und Pinus halepensis. In zentralen Nazarethbergen fehlt\
Quercus aegilops wieder. Ist aber um Tabor vorhanden. Reichte entlang westlicher\
Wasserscheide (Jordan/Mittelmeer) bis zum Djebel Djeianah westlich Safed. Samaria-Berge zwar auch ehemals viel waldrmer als heute, aber dort stets auch lichte bis schne Quercus aegilops-Quercus calliprinos-Wlder. - Quercus aegilops\
(z.T. auch heute noch) in Hasharon-Ebene. - In Philisten - (gleich Hashfela-)\
Ebene heute kein Wald mehr, auch nie von Frher erwhnt. Uraltes Kulturland,\
Wald schon sehr frh vernichtet. Hier wohl ehemals nur Quercus aegilops: auch\
keine Pinus halepensis. Quercus aegilops, Quercus calliprinos und Pinus halepensis auch in Transjordanien von Djebel Ailun bis N-See Genezareth (Sea of Galilea).  
2078	Analysen, ber ein Jahr verteilt, an Ca, Mg, K, Na, P, Cl, S, N.  
2077	Durch berbesatz an Schalenwild Wlder in Baumartenzusammensetzung und Struktur\
im Begriff, sich zu ndern. Rotwild im 17. Jahrhundert allgemein in Schweiz vorhanden; damals weit hufiger als das Reh. Im Verlaufe des 19. Jahrhunderts ausgerottet, nach 1900 spontan von O eingewandert. Heute in 16 Kantonen als Standwild, ca. 13000 Stck, jhrliche Strecke von 2200 Stck. Geht jetzt von Alpen in\
Mittelland.\
Eiben, Linde, Carpinus, Abies u.a. noch in Baumschicht; nicht mehr in der Naturverjngung.
2075	2005 m Meereshhe. Holzkohlen: Pinus cembra,Picea excelsa, Taxus baccata, Pinus\
silvestris, Pinus sp.. "Mindestalter" von 34000 3000 Jahren! (14C). Fraglich,\
ob Gttweig, oder Eem (letzteres Brandtner auf Grund von Pollenanlyse, vgl.\
Quartr 10/11, 1958/59).
13614	Thematik der Sitzung vom 18. - 20. 5. 1980 ber Terminologie und Klassifizierung\
der Mornen, sowie ber Arbeitsmethoden der Mornenforschung. Geleitet von\
Grube.  
13610	Hier Geschiebezhlung/Feinkiesanalyse (2-5 mm Durchmesser) und Glazialtektonik.\
Tagung von Grube ausgerichtet, 7 Vortrge.
13611	Grndung der Regionalgruppe "Glacigenic deposits in the southwest parts of the\
Scandinavian Ice Sheet" der INQUA-Kommission. "On Genesis and Lithology of Quaternary Deposits". Ab 1972 vorbereitet, 1977 de facto. Angabe ber Literatur zu\
Glazialtektonik und Feinkiesanalyse und Geschiebezhlung: Gehaltene Vortrge\
1977 oder 1978.
2070	Bei Ust'-Enisejskij Port unter Morne maximaler Vereisung und ber noch lterer\
Morne 77-83 m Sande mit Lrchenstmmen.  
2068	Nichts fr Vegetations- oder Landschaftsgeschichte Wichtiges. 
2067	deutsche Zusammenfassung\
\
Am Boden im Sommer austrocknender Teiche, was wohl mit Verlagerungen der Obergrenze der Gefrornis zusammenhngt, Steinpolygone. Am schnsten bei Imandra\
selbst: Konvexe Feinerde- und Feinschuttmedaillone zwischen Schotter- und Geschieberingen (sehr schnes Bild). Grbste Blcke (20-25 cm Durchmesser) in der\
Mitte der Ringe. Feinerdematerial-Medaillon 1,5-2 m Durchmesser. Im Gebiet\
Steinpolygone nur aus alpiner Region der Berge beschrieben. Dort aber nie so\
schn wie am Seeufer, wo sie sehr oft auftreten. Hier ovale Medaillone, Dreiecke, Sechsecke, Vielecke verschiedener Form, schlielich parallele Reihen sortierten Materials (wie ? Fr.). Fraglich, ob hier ewige Gefrornis, oder ob kurze\
Zeit des Jahres ohne Gefrornis. Ende Juli jedenfalls noch Gefrornis gefunden. -\
An Einmndung der Galcovka in Imandra-See, hart sdlich Station Imandra, Grohgelmoor (Palsen, Fr.), 4,5 m mchtig, reicht 1,5 m unter Seespiegel und wird vom\
See erodiert. - Peca-Guba (anscheinend am Sdende der Chibini Berge) Palsmoor,\
das bis an See reicht, aber nicht unter Seeoberflche abtaucht.
2066	Hier Gebiet stlich von 168 stl Lnge, Flugebiete der Pachaca, Apuka und des\
Vivniak. - Nur Pliozn excerpiert: Pliozn hier gleich "Korfovsker Suite": Ufer-nahes, kontinentales und kohlefhrendes Material. Hierher auch oberer Abschnitt\
der "Apukvajamsker Suite" (Synonym mit Korfovsker Suite). In ihr mchtige Stmpfe von Taxodioxylon. Im oberen Teil dieses oberen Abschnitts der Apukvajamsker\
Suite Asche und Kieselgur. In Asche Pollenflora: Sphagnum, Lycopodium, Leiotriletes, Polypodiaceae, Taxodiaceae, Alnus, Betula u.a. - Am Oberlauf der Pachaca\
sogenannte "Ecvajamsker Suite". In ihr (vulkanisches Material und Konglomerate,\
Tone, Sandsteine und Braunkohle) Pollenflora: Juglandaceae, Fagaceae, Cedrus,\
Picea sp., Alnus sp., Betula sp., Larix sp., Tsuga sp., Corylus sp., Carpinus\
sp., Sphagnum sp., Ericaceae, Chamaecyparis sp., Cyperaceae (Carex sp.), Hymenophyllaceae u.a. Nach dieser Flora als pliozn eingestuft. brige, bisher erwhnte Floren, durch Meeresmollusken datierbar, zwischen deren Horizonte die pflanzenfhrenden Schichten eingeschaltet sind.  
2065	Tertir, wegen Flora wohl Oligozn: Pollenflora: Betula 28,4 %, Alnus 11.8 %,\
Pinus diploxylon 10,6 %, Pinus haploxylon 8,0 %, Picea 5,2 %, Corylus 3,8 %,\
Abies 2,0 %, Salix 1,0 %, Pterocarya, Carpinus 0,8 %, Rhus 0,8 %, Juglans 0,4 %,\
Nyssa 0,4 %, Myrtaceae 0,7 %, Taxodiaceae 0,2 %; Ericaceae 7,2 %, Leguminosae\
0,2 % - Sphagnum 8,0 %, Lycopodium 0,6 %, Dicksonia 0,6 %, Polypodiaceae 4,0 %,\
Leiotriletes 3,2 %. Holz: Pinus sibirica, Larix sibirica, Picea obovata, Cupressaceae. Dies auf Insel Komsomolec; hnlich oligozner Turgai-Flora.\
Im Karginsk-Interglazial 30-40 m-Terrasse, also Transgression!   
2064	Verbreitungskarte im Text\
\
Seite 283: " Wir knnen daher unser Quercetum pubescentis graecense in geschichtlicher Beziehung.......wohl als Reliktgesellschaft der illyrischen Vegetation aus der postglazialen Wrmezeit ansehen, was nicht ausschlieen soll,\
da sie, wie Beck angibt, schon in der Interglazialzeit in unserem Gebiete vorhanden gewesen sein kann und nach Gayer Beziehungen zur spteiszeitlichen Flora\
hat."\
In diesen Flaumeichenwldern, deren nchste Vorkommen in 60 - 100 km Entfernung\
in Jugoslawien und im Burgenlande zu treffen sind, u.a. noch: Tilia platyphyllos, Carpinus Betulus, Tilia cordata, Quercus petraea, Fagus silvatica, Corylus\
Avellana, Quercus Robur, Pinus silvestris, Picea Abies.
1474	engl. Zusammenfassung
10707	Palaeobotanische Charakterisierung der unter- bis mittelquartren Sedimente am\
Sdwestrand der Culym-Eniseij-Senke.\
\
Trudy Sibirsk naucno-issledov. in-ta geol., geofiz. i mineral'n. syr'ja, 117;\
Ser. stratigr. i palaeontol., vgl. Il'enok, 92-97\
\
\
bergang Kuznecki Alatau zu Flachland. Schichten in Terrassen des "Elansker Niveaus", oder Pr-Kija-Terrassen. Wasserscheide Kija-Tyly, Oberlauf des Kamennyj\
Kljuc. - Profil von 1050 m von Mndung der Samaraka: Humus 20 cm; brauner Lehm\
200 cm; dichter Ton, mit Sand und Kies, 14,3 m; gelber, verschiedenkrniger Kies\
1,2 m; dunkelgrauer , dichter Ton mit Sand und Kies (Schicht 5) 0,8 m; dunkelgrauer, schlammiger Lehm mit organischem Material (6) und Mollusken 2,1 m; 7)\
dunkelbrauner, toniger Torf 0,6 m; 8) dunkelgrauer, kalkfreier, schlammiger\
Lehm, 1,0 m; 9) nichtsortierter sandiger Schotter, bis 7 cm groe Gerlle, 2,0\
m; - Aus Schichten 5-8  Pollenanalyse: 2 Etappen: 1): Waldsteppe. Nicht-Baum-\
Pollen 33,0 - 75,5 %; Gramineen 22,5 - 10,0 %. Bis 60 % Cyperaceen; Artemisien\
von unten nach oben zunehmend. Wasserpflanzen stets, aber wenig. Baumpollen 11,5\
- 39,2 %, unregelmig. Vorherrschend Fichte, mit Tanne. Extrem wenig Kiefer\
(beide!). Viele Bryales. Wenig Weide und Erle. - 2): Steppe. Nicht-Baum-Pollen\
80,4 - 83,5 %. Kruter 33,1 - 42.2 %. Nach oben Compositen zunehmend. Wenig\
Plumbaginaceen, Artemisien und Wasserpflanzen. Unter Baumpollen Picea vorherrschend. Birke zunehmend. Unbedeutend Kiefer. - Liste der Makrofossilien. Unter\
ihnen Pc nur ganz vereinzelt: Pollenkrner (PK) von Plateaus zugeweht? Alle Arten auch heute noch dort. Heute Areale einiger aber in borealer Taiga und Hochgebirge. - Auerdem heute ausgestorben: Potamogeton microcarpus v. Nikit., Ranunculus padatifidus Gm: Nur aus Pr-Ri-Flora bekannt. Klima offenbar feuchter\
und klter als heute.\
Wahrscheinlich gleich Monastyr-Serie in begrabenen Tlern des Altai. Fauna, Elephas primigenius, frher Typ, Elephas cf. trogonth.: Wohl unteres bis mittleres\
Pleistozn (na, na, Fr). 
2063	Obwohl er bis 3000 m hoch ist, nicht eiszeitlich vergletschert. In Vorbergen und\
Tlern Llehm wohl whrend feuchterer Zeit abgelagert. Darauf folgt vermutlich\
oberquartre Hebung mit Einschneiden jngster Terrassen. (Keine saubere Stratigrafie gegeben, ebenso auch keine Angaben, wo L und Llehm).
2062	Glazigene Sedimente des Eopleistozns fehlen hier. (Tertire Kohlenflora aus\
Miocn/Anfang Pliozn).\
Nach Scukina im Kubardatal (linker Nebenflu des Baskaus) Pollenflora (302\
Stck): Baumpollen 84 %: Pinus silvestris und Pinus sibirica zusammen 75 %, Picea 21 %, Betula 4 %; Gramineae, Carex, Chenopodiaceae, Compositae, Artemisia,\
Caryophyllaceae (auch Elemente der tertiren Flora; diese aber nicht genannt).\
Kein sicheres Interglazial nachgewiesen.
2061	Wie in ausfhrlicher Arbeit.
2060	Oberlauf der Karga, in alter Dzulukul'-Senke am Fu des Sapsal'-Gebirges, in\
2200 m Hhe. Hier Braunkohle mit mio/pliozner Pollenflora (sehr ungenaue Angaben im Text) disloziert:\
\
Fall-Richtung teils auf Gebirge zu, teils von ihm weg. Hangendes, stark verwittertes grobes Material ebenso disloziert. Da in kohlefhrender Serie kein grobes\
Material, mu damaliges Relief viel ausgeglichener gewesen sein. - In diesem\
Gebirge (Sapsal) Flutler tief eingeschnitten. Gegenber weich geformten Oberlaufgebieten um 200-400 m eingetieft.\
Ansicht vieler Forscher, da starke Hebungen, die zu diesem Einschneiden fhrten, erst in Zeit zwischen Maximaler und letzter Eiszeit erfolgt sei, als unbegrndet zurckgewiesen.
2059	Klimanderungen wahrscheinlich vielfach noch innerhalb physiologischer Toleranzbreite der Sippen. Klimaschwankungen auch nie sehr schnell, so da Tiere folgen\
konnten. Im frhen Pleistozn trotz gleichstarker Klimaschwankungen nicht derart\
starke Aussterberate wie am Ende des Pleistozns. - Epidemien scheiden auch aus,\
da mit Rckgang der Wirtzahl Wahrscheinlichkeit fr Befall ebenfalls sinkt und\
andererseits resistente Mutanten zunehmen. - Bevlkerungs- und Kulturentwicklung\
exponentiell. Dabei sehr pltzlich durch Jagd Vernichtung vieler Pflanzenfresser\
und indirekt dazu auch der Raubtiere. Besonders wichtig bei Abnahme der Jagd als\
Nahrungsquelle Aufkommen des Ackerbaus: Populationsdichte der Bevlkerung ansteigend trotz Sinken der Dichte der Tierbevlkerung. S. 148: "The decline and\
extinction of mammalian population undoubtedly hastened economic changes that\
culminated in the Neolithic revolution". - Literatur ber Gren-Rckgang der\
pleistoznen Faunen: Meist mit Ansteigen der Temperatur in Zusammenhang gebracht. Wenn aber Alterspyramide gedrckt, dann Erwachsene bevorzugt, die\
schneller werfen: Diese aber kleiner! Hier nun, bei verstrkter Ttigkeit des\
Menschen Verminderung der Krpergre der gejagten Tiere. Bei Rckgang der Jagd\
nimmt Krpergre der Tiere wieder zu (Literatur).
2058	Fr Kupfer und Tpferei berechnet: etwa 1,15 miles pro Jahr. Interessante\
Diskussion.
2057	Fehlen in England erklrt durch Unvertrglichkeit gegenber kalkreichen Bden\
und aus niedrigem Niederschlag.\
Samt in England gut, yet self-sown seedlings are only occasionally encountered\
in our woods. Grtes Individuum in Studley Royal nahe Ripon: 156 ft (47,58 m)\
hoch, 14 ft (4,27 m) girth (Brusthhenumfang). Alle Weihnachtsbume heute in\
England aus Samen gezogen. (Woher Samen, ungenannt).
2056	Hier helle Schichten als Sommerschichten angesehen, dunkle als Winterschichten.\
In hellen ca. 35 % Wassergehalt (in % des Trockengewichts); in dunklen Schichten\
ca. 75 % Wassergehalt. Hieraus Porenvolumen (Volumen der Poren zu Volumen des\
festen Materials) von 1,69 zu 2,83 in dunklen Schichten gegen 0,56 bis 1,11 fr\
helle Schichten. Spezifische Dichte des Gesteins der dunklen Schichten 2,80; das\
der hellen 2,76. - Plastizittsgrenze: Wassergehalt, um Sediment gerade plastisch zu machen; Fliegrenze: Wassergehalt, um Sediment gerade flieen zu lassen. Fliegrenze hier in dunklen Schichten bei ca. 80-90 % Wassergehalt in % des\
Trockengewichts. In hellen Schichten bei etwa 25 %. Plastizittsgrenze in dunklen Schichten bei etwa 30 % Wassergehalt; in hellen bei ca. 20 %. - Dunkle\
Schichten enthalten 65-95 % Partikel der Tongre; helle nur 18-35 %. Dies aber\
nur bei ungewhnlich dicken Warven. Bei normal- dicken Warven keine Unterschiede\
feststellbar. - Helle Schichten: Quarz, Carbonate, Feldspat, wenig Ton, Spuren\
organischen Materials; - dunkle Schichten: Quarz, Feldspat, Ton mehr als in hellen Schichten, wahrscheinlich Montmorillonit, etwas mehr organisches Material\
als in hellen Schichten.\
Carbonatgehalte in hellen (gegenber dunklen) Schichten so erklrt: Im Winter\
Wasser relativ viel Kohlensure, kann damit viel CaCO3 in Lsung halten. Im\
Frhling wird Wasser warm, Kohlensure entweicht, Carbonate ausgefllt.
2055	An Vizas-Mndung (in bultiger, hgeliger Tundra mit Spalten und vielen Seen) unter Torf verschiedene Mornenhorizonte (sandig und tonig). Zwischen Morne und\
Torf bisweilen Sand. Auf halbem Wege zwischen Mndung und Dorf Vizas hellgelbe,\
diagonal geschichtete Sande mit Linsen groben Schotters und kopfgroer Geschiebe. In diesen Sanden Bruchstcke von Meeresmuscheln. Seite 132: "Anscheinend\
stellen die Sande fluvioglaziale Sedimente dar, die Mornen verschiedenen Alters\
und die Sedimente der borealen Transgression umlagerten." - Dorf Vizas auf Morne, die Hangendes fluvioglazialer Sedimente darstellt. Diese enthalten Meeresmuscheln (Fragmente). Geschiebe: Nephelin-Syenite: Morne kam, wenn nicht ausschlielich, so doch hauptschlich von NW.  - Zwischen Vizas und Perepusk Flechtentundra. 13 km oberhalb Perepuskmndung Geschiebesande, drunter Tone, die zu-\
unterst blau, oben knallrot sind. - An B. Gubistaja Flechten-, Bulten- und Hgeltundra. - An Mndung der Nottej 2 Mornen, voneinander getrennt durch Bnderton, der nicht gestrt ist. ber oberer Morne Torf. Hier, nrdlich und sdlich\
auer Mornen immer wieder viel fluvioglaziale Sande und Schotter. An Oma bei\
Cupovo: Torf, 0,5 m; Geschiebelehm 2 m; geschichtete Sande und Schotter 3 m;\
grobgeschichtete Sande und Schotter mit Meeresmuscheln 0,5 m, Feinsand 3 m, gerundete Geschiebe und Schotter 0,2 - 0,3 m. Muscheln: Cyprina islandica (?) L.,\
Astarte borealis Chemn., Astarte compressa L. (= A. elliptica Brown), Tellina\
(Macoma) calcarea Chemn., Tellina baltica L., Mya truncata L., Saxicava arctica\
L., Balanus sp., Trophon elatratus L. var. grandis Mrch., Neptunea despecta L.\
var. carinata Penn., Buccinum undatum L., Astarte borealis Leach., Saxicava arctica L. var. pholadis L.. - Warmwasserformen nur Cyprina und Neptunea. Wahrscheinlich zu borealer Transgression gehrig. - Allgemein: Geschiebeanalyse der\
oberen Morne (die unter dem Torf liegt): Kola: Nephelin-Syenite, Porphyrite,\
(Lujavrite = Lorvikite ?), Quarzite u.a.. - Ural-Timan: Chloritschiefer u.a. -\
NZ-Geschiebe, lokale Geschiebe von Kanin.
2053	Dnen selten: Isim- und Kulundasteppe an Flssen. Auerdem auf Jamal. Lsse und\
lhnliche Lehme weit verbreitet, besonders in Flutlern des Ob, Irtys, Isim,\
Tobol und einiger anderer groer Flsse. Bedecken im S auch die Wasserscheiden.\
Kommen noch bei Tobolsk vor.\
S. 38: "Bisher wurden nirgends in der westsibirischen Tiefebene zweifelsfreie\
interglaziale Sedimente, sowie typische Bndertone gefunden." Fraglich, ob Gletscher der maximalen Eiszeit Abflu nach N ganz versperrten. Jedenfalls keine\
Anzeichen fr groen Stausee bekannt. Boreale Trangression im Obtal bis 66 3/4,\
Enisej 67 3/4. Nimmt an, Land habe sich bei maximaler Eiszeit gehoben, beim\
Abschmelzen gesenkt (boreale Transgression), sei dann wieder um 50-60 m angestiegen. Jetzt wieder Transgression: stuarbildung. - Nach Zubkov am Juribej\
unter 7037` nrdl. Breite im Moor Holz von Betula alba (viel), Equisetum silvaticum, Equisetum limosum, Lycopodium annotinum (die heute dort nicht mehr vorkommen): "Klimatisches Optimum". Klima sei hier im O doch so anders als im W\
(Europa), da es nicht verwundern knne, wenn in Sibirien nicht alle Eiszeiten\
Europas wiedergefunden werden knnen. Jedenfalls drfe man nicht schematisch\
Zahl der europischen Eiszeiten auf die Sibiriens bertragen. - Im Zentrum Jamals hufig Dnen, die noch heute in Bewegung sind. - Sym schneidet bis 13 m\
mchtige grn-graue lhnliche Lehme an, die auf geschichteten Sanden liegen,\
an deren Basis Geschiebesande liegen (maximale Eiszeit). - Hart nrdlich Wasserscheide Agan/Pur Grohgelmoore mit Gefrornis in 40-60 cm Tiefe, Gefrornis fehlt\
aber in umgebenden Flachmoorbereichen.\
Nrdlich des Pjaku-To (See am Pjaku-Pur, Nebenflu des Pur) in Waldtundra Gro-\
und Flachhgelmoore weit verbreitet. Hgel bis 3 m hoch. Anscheinend auch hart\
sdlich des Sees.
2052	Dasselbe wie in Tschr. Kon. Nederl. Aardr. Gen. 56, 502, 1939.
2050	Auf hollndischer geologischer Karte II8 = Postglazial entspricht norddeutschem\
Jungpleistozn! Jungpleistozne Sande in den Niederlanden vielfach bisher als\
fluviatile Bildung angesehen, und zwar als solche, die bei letzter Eiszeit von\
Stauchmornen-Landschaft zur See entwsserten.
2049	Forstamt Schleswig. 20-40 m hoch. Standort, in dem whrend letzter 90 Jahre keine Insektenkalamitt. Frh- und Sptholz getrennt bearbeitet. 26 % der Frhholz-\
breitenstreuung gehen auf Unterschiede zwischen den Bumen zurck; 60 % auf Unterschiede innerhalb der Bume. Daher Frhholz weiter nicht mehr bercksichtigt.\
Bei Gesamt-Jahrringbreite bzw. Sptholzbreite von Gesamtvariabilitt 38 % bzw.\
37 % in allen Radien und Bumen identisch, also durch Mittelwertbildung nicht\
eliminiert. Durch Unterschiede zwischen den Bumen 33 % bzw. 31 % der Streuungen\
verursacht; durch Unterschiede innerhalb der Bume 29 % bzw. 32 %. - Sptholz-\
chronologie fr klimatologische Auswertung am besten geeignet. - Breiter Jahresring begnstigt durch berdurchschnittliche Temperaturen im Juli und Oktober des\
Vorjahres und in Zeit von Januar bis August der laufenden Vegetationsperiode,\
sowie durch unterdurchschnittliche Temperaturen im August und November des Vorjahres, verbunden mit unterdurchschnittlichen Niederschlgen im Dezember und\
Mai. Zugleich mssen die letzten beiden Jahrringe berdurchschnittlich breit\
sein. Bei umgekehrten Bedingungen entsteht ein enger Jahrring. Meist Verhltnisse nicht eindeutig! Insgesamt durch Klima 26 % der Jahrringbreitenstreuung,\
durch Zuwachs des 1.-3. Vorjahres 36 % bestimmt. Temperatur wichtiger als Niederschlag. Von Sptholzbreitenstreuung 33 % durch Klima der Beobachtungsperiode\
(Juli des Vorjahres bis August des laufenden Jahres) und 28 % durch Jahrringbreiten der drei letzten Vorjahre bestimmt.
13553	Haithabu: lteste Einzelprobe 787; geschlossenes Probenpaket 811- 1020. Datierungen der Umgebung. Bebauungsperioden innerhalb ausgewhlter Teile der Siedlung. Innerhalb eines Hauses z.T. sehr viele Hlzer eines einzigen Baumes.
13552	Holzanatomische Untersuchungen an den Befunden der frhmittelalterlichen Siedlung Haithabu (Ausgrabung 1966-1969). \
\
Berichte ber die Ausgrabungen in Haithabu, Bericht 11, 112-119\
\
\
9000 Proben! 27 Holz-Taxa. Zustzlich Behres Angabe: Buxus, Cedrela, Cornus,\
Ilex, Rhamnus, Rosa, Sambucus, Sarothamnus, Tilia, Ulmus, Picea. Eiche mit 51,6\
% vertreten, Hasel 14,8 %, Tanne 6,2 %, Esche 4,6 %, Erle 4,0 %, Ahorn 3,7 %,\
Eibe 3,1 %, Buche 2,6 %, Holunder 2,0 %, Weide 1,9 %, Kiefer 1,6 %, Fichte 1,1\
%. brige < 1 %. Import wohl Tanne, Kiefer, Fichte, Buxus. - Acer campestre und\
Acer pseudoplatanus wohl aus nherer Umgebung, obwohl dies fr Acer pseudoplatanus aus heutiger Verbreitung nicht anzunehmen.\
Cedrela sekundr in Fundgut gelangt (Zigarrenkiste!).
2048	Hier 114 Tannen abgebohrt. Sehr unregelmiger Dickenzuwachs ber die Jahre, so\
da Alterstrend schwach bis gar nicht zu finden. Alter angeblich 600-700 Jahre,\
doch dies methodisch, da extrapoliert, wohl anzuzweifeln.\
Weiserjahre: Maxima 1903, 1907, 1914, 1916, 1919, 1921, 1923, 1925, 1928, 1932,\
1941, 1946, 1951, 1955. - Minima: 1901, 1908, 1913, 1915, 1922, 1924, 1930,\
1935, 1940, 1942, 1945, 1947, 1952, 1956.\
Zum Teil einjhrige Verschiebungen zum Jngeren hin. Kurve bis 1650, ab 1700\
aber nur noch sehr schwach belegt. Interessant, da 1845-50 nur schwacher Abfall, 1865 aber bei kaltem Winter deutlicher Einbruch. 1820 nichts, wohl aber\
kurze Depression 1811-1813. - Tannen erholten sich offenbar ab 1870, so da groe Zuwchse anschlieend. Rckgang wieder ab 1939. - Dendroklimatologie oft ergebnislos oder gar versagt; teils gute Korrelation mit einem Faktor, teils wieder nicht.
2047	kosystem: Une subdivision de la biosphre possdant une certaine individualit\
structurelle et fonctionelle. Oberflchlich  fllt ganz oder teilweise zusammen\
mit Wald, Wiese, Teich, Flu, Ozean usw.. Insgesamt in sich  homogen. Geschlossenes System vom Kontrollmechanismus her; offen hinsichtlich Energie und Information. In Zeit  stabil. Regelmechanismus nicht immer ganz perfekt.
2044	Zwischen Kara-Bogaz und Bol'soj Balchan. Am N-Rand Uferlinie des Mittelakcagyl-Meeres, in Gestalt 10-15 m hoher Uferwlle.\
Mittelakcagyl bis Unterapseron Meer, allerdings mit bewegter Geschichte.
2043	Wackersberg sdlich Bad Tlz: Schon von Penck beschrieben: Liegende Mornen -->\
Seekreide --> Schotter --> hangende Morne. - An Sylvensteinenge Bohrungen: 90 m\
tiefe, heute verschttete Klamm. Tal mit Seekreide und Schottern aufgefllt. -\
Fall: Bei epigenetischer Klamm der Isar, verursacht durch Schuttkegel der Drrach: bis 140 m Seekreideausfllung des alten Tales. - Isartal am "Horn": Erosionsschlucht mit Seekreiden und hangendem Interglazialschotter. Drber Morne.\
- Kreidegrube sdlich des "Hornes": besonders schn aufgeschlossen. Seekreide\
gedeutet als lokale Fllungen von Toteisbecken, kein zusammenhngender interglazialer See.
2042	Kann die begrabene Landoberflche von Hrmating letzt-interglaziales Alter\
besitzen?\
\
Jahresber. u. Mitt. d. oberrh. geol. Ver. N.F. 45, 87-92
2041	Sdlich Ruhpolding in Schotter bzw. Grundmorne in 300 und 930 m Hhe 2\
Elefantenzhne. Annahme, aus "Gttweiger Interstadial".
2040	Drumlinkerne, ltere Wrmschotter und das Wrm-Interstadial-Profil von\
Hrmating/Obb.\
\
Eiszeitalter und Gegenwart, 11, 64-76\
\
Hrmating bei Tuntenhausen, 2 km SW der Bahnstation Ostermnchen (Strecke\
Mnchen-Rosenheim).\
\
\
Schotter c und h sei Wrmschotter (nicht begrndet), und zwar Laufenschotter\
Pencks. - Kaffebraune Verwitterungslage (2-3 m mchtig) berziehe auch "Seeton",\
dieser andererseits in die Verwitterungslage flach eingesenkt. Jnger als kaffeebraune Verwitterungsdecke eine "krefarbene" an Grenze Schotter/Morne im\
Querprofil des Drumlin.\
14C-Alter: Torf des Torfbndchens Gro 2593  45300 1000 v.h.\
               "eingeschwemmtes Holz" Gro 2595 >53000 v.h.\
Holz vielleicht aus Eem? Picea.\
Pollenanalysen: Seeton: leer; Seekreide: leer.\
Torf (von oben nach unten):\
   Alnus  Betula  Picea  Pinus  Salix  Cyperac.  Gramin.  Varia\
1.)  6      3      44     40      -       4        -        3  \
2.)  3      3      43     48      -       2        -        1  % \
3.)  2      3      27     51      2       7        1        7\
Feinsand und Ton in Torf eingeschwemmt: Trockenheit oder kaltes, mehr oder\
weniger subarktisches Klima. Auffallend pollenanalytische hnlichkeit zu\
Schieferkohlen. Molluskenfauna temperiert, etwas klter als heute. - Die\
Verwitterung (kaffeebraun) jnger als Torf, msse 44000-42000 v.h. begonnen\
haben. Damit Laufenschwankung gleich Gttweig.
2039	Asymmetrische Trockentler. Die nach Ost und Sdost geneigten Hnge der autochthonen Tlchen hufig stark verflacht. Grund unklar; wohl aber Periglazial-Erscheinung. - Teils bis 3,5 m Llehm drauf. Kein Windschliff an Basis. - Ein\
"sehr schner" epigenetischer Eiskeil bei Speckmhle am SO Ende des Waginger\
Sees im lteren Wrmschotter, von 2 m Grundmorne berdeckt. - Eindeutige Hinweise auf Dauerfrost fehlen: Boden nicht geeignet oder spter abgetragen?
2038	Vorgeschlagene neue Terminologie: Niederterrassen = Wrmschotter; Hochterrassen\
= Rischotter (dies wie bisher; dann aber:); Altterrassen = Mindelschotter =\
jngerer Deckenschotter; Deckterrassen = Gnzschotter = lterer Deckenschotter.\
Wichtig sei Hinweis auf Charakter als Terrasse, da auch die Deckenschotter Terrassenausfllungen alter Tler sind und nicht Reste flchenhafter berflutungen\
darstellen. - Gliedert WI, WII und WIII- Mornen aus. WII am weitesten in Vorland vorgestoen, hat WI-Mornen berfahren. Auf WI-Terrassen z.T. eine bis 50\
cm mchtige Lschicht ber einer "ganz dnnen Verwitterungsschicht". Diese hufig (30 bis) 35 cm; auf WIII-Terrasse nicht > 20 cm. - Ri gegliedert in lteres\
RI und jngeres RII. Schotterkrper beider verflieen talab miteinander. Auf\
RI-Terrasse aber am Falkenberg (Lechgletscher) 3 Lhorizonte, sdlich vom Falkenberg auf jngerer Hochterrasse nur 2 Lhorizonte. - Mindel auch gegliedert\
in I und II. Ebenso GI und GII. Hierbei GII-Endmorne auerhalb der GI-Endmorne; MI-Eisrandlage aber auerhalb der GII-Eisrandlage. - Nur in Alt- und Deck- terrasse treten die groen geologischen Orgeln auf. Die jngsten im Becken von\
Obergnzburg im lteren, gelblich verfrbten Schotter eines Mindel-Rckzugsstadiums!\
Donau-Schotter: Nrdlich der Nordgrenze des Deckterrassenschotters fehlen zunchst vergleichbare Sedimente. Dann nrdlich der Bahn Buchloe-Memmingen hohe\
Sporne. Passen in Hhenlage ihrer Schotterdecke nicht zu denen der Deckterrasse:\
sind hher (Bauhofer Berg bei Eisenburg, Dachsberg, Hohenberg bei Sontheim, Angelberg bei Tussenhausen, Rauschbhl bei Schnerzhofen).\
Schotter im Gegensatz zu Deckterrassenschotter sehr reich an Kristallin; strker\
verwittert; hufiges Auftreten von "Rotkies". Schlielich alle sdlichen Schotterdecken, soweit sie diese Sporne berhaupt erreichen, zwischen diese hohen\
Schotterdecken hinein, die flacheres Geflle haben als die im Sden anschlieenden Gnz-Schotter. Sehr alte Schotter haben Geflle nach Nordwesten und nur im\
uersten Westen Rheinmaterial: Kristallin kann also nicht vom Rheingletscher\
gekommen sein, sondern mu vom Iller-Lech-Gletscher stammen. Schotter uerst\
stark in ganzer Mchtigkeit verwittert. - Bei Gnzburg-Burgau (Kiesgrube von\
Limbach) trennt ein Llehmband einen liegenden von einem hangenden Donau-\
Schotter. Der liegende an Oberkante verwittert, also DI. In DII aus entsprechendem Schotter L ausgeblasen und hier abgelagert (Llehmband sehr weit verbreitet). Bei Buch stlich von Illertissen hierin diluviale Molluskenfauna "wie sie\
dem Verwitterungszustand des Llehms entspricht". Hangender Schotter offenbar\
DIII. - Staufenbergschotter: (bei Welden). Liegt hher als der Donau-Schotter.\
Bisherige Annahme, tektonisch gehobener (Donau-) Schotter. Aber ganz andere petrographische Zusammensetzung. Liegt auf 40 cm grobem Quarzsand mit krftigen\
Bnken von Quarzriesel (Graupensand). Schotter alpiner Herkunft. Viel Kristallin. Aber Menge des Quarzriesels viel geringer als im tiefer gelegenen Donau-\
Schotter. Dieser verschaffte sich diesen hohen Anteil offenbar erst durch Erosion des Staufenbergschotterkrpers bis ins Liegende! Hierher vielleicht auch\
die rein fluviatilen, nicht fluvioglazialen Ottobeurer Schotter. - Zu fluvioglazialen DI-DIII-Schottern fehlt Verknpfung mit Endmornen. Morne aber (aus\
Donau-Eiszeit) an "Schleifhalde" sdlich von Obergnzburg. Morne liegt hier\
unter GI-Schotter, der unter G-Morne liegt; aber ber cf. Ottobeurer Schotter. 
2037	Vom ltesten zum jngsten: Double Bluff Drift: Geschiebelehm, z.T. in mariner\
Fazies, Schotter und Sande. Darauf kein Verwitterungshorizont. Daher wohl nicht\
sehr alt. Wohl nicht gleich Salmon Springs Drift, wie frher angenommen. Nachweis, da gleich Stuck Drift, noch unsicher. - Whidbey Formation: Sand, silt,\
Lehm, Torf, mehrere 100 ft ( 30,5 m) mchtig. Oberkante denudativ-erosiv beansprucht, so da wahre Mchtigkeit unklar. Whidbey wohl floodplain. 12 14C-Datierungen, alle unendlich. Nach Pollenanalyse Klima hnlich dem heutigen. Wohl\
gleich Puyallup gleich Sangamon. - Possession Drift: Geschiebelehm, teils auch\
Lehm mit Kies und Muscheln. Possession Drift recht selten anzutreffen, bis 80- 100 ft (24,4-30,5 m) mchtig. Vielleicht gleich Salmon Springs Drift. Diese aber\
an Typlokalitt 2 Mornen und zwischengeschalteter Torf. Dort 14C: > 38000 v.h.,\
> 51000, > 49000, 50100  400 v.h. (dies alles fr den Torf!). Holz aus Possession Drift > 40000: Holz vielleicht aus liegender Whidbey-Serie aufgearbeitet.\
Bei Strawberry Point in Possession Drift 2 4-8 inches (10-20 cm) dicke Torfbnder. Oberes 34900 +3000 -2000 v.h., unteres > 39900 v.h. - Torf an Oberkante der\
Drift 27200 +1000 -900 v.h.. Also wahrscheinlich: Ablagerung der Drift begann\
noch vor 39900; endete zwischen 34900 und 27000 v.h.. So wohl auch gleich spte\
Phasen der Zyrjanka-Vereisung und gleich Frhwrm. - Quadra-Sediments: = Olympia\
Interglaciation. Im Seattle-Tacoma-Gebiet dies gleich 15000  400 bis 24300 \
700 v.h.. Hier im Gebiet tiefster Torf der Quadra-Serie 27200 +1000 -900, hchster 22700  550 v.h.. Anderes Datum 26850  1700 v.h.. Pollenanalyse von unten\
nach oben: Unterster Torf: Basis sehr reich an Gramineen, dann viel Gebirgstsuga\
(Tsuga mertensiana): kalt und feucht. - Mittlerer Torf: Viel Kiefer und Erle,\
Zunahme an Tubuliflorae, Gramineen, Artemisia: kalt und feucht. - Oberster Torf:\
Viel Kiefer, wenig Nicht-Baum-Pollen, bedeutend western Hemlock (Tsuga heterophylla), Cupressaceen, keine Pseudotsuga: khl und feucht. Auf jeden Fall khler\
als heute. Olympia Interglacial: British Columbia 36000 - 24000, sdl. Puget\
Sund 35000 - 15000 v.h. gleich Karginsk Interglazial gleich Farmdale gleich Paudorf gleich Plum Point. \
- Fraser Glaciation: Letzte groe Vergletscherung. Heute gegliedert in: Evans\
Creek Stade (teils noch gleich Olympian age) --> Vashon Stade --> Everson Interstade --> Sumas Stade. - Vashon Drift: Vom Gebirge bis ins Tiefland. Endete mit\
marinen oder glazimarinen Bedingungen .- Esperance Sand: Schmelzwassersande, die\
spter vom Vashon-Eis berfahren worden sind. Dnner Torf aus unterem Teil des\
Esperance Sandes 18000  400 v.h.. Vashon Gletscher rckte etwas nach 20000 v.h.\
ber kanadische Grenze nach Sden vor. - Vashon Till: Recht kompakter, schlecht\
sortierter Geschiebelehm, bis 50 ft (15,25 m) dick: Grundmorne, schneidet meist\
diskordant Esperance Sand. Mt. Constitution (2409 ft = 734,745m) noch eisbedeckt. Nach Erraticis auf Cascaden-Gebirge Oberflche wohl aber 5500 - 6000 ft\
(1677,5 - 1830 m)! - Eisbewegung und morphologische Ttigkeit beschrieben. Vashon Till gleich Tazewell gleich Classical Wisconsin gleich Woodfordian gleich\
Hauptwrm gleich Sartan (dieses 12940  400 bis 21700  1700 v.h.). - Everson\
Glaciomarine Drift: Kiesiger Schluff und Lehm. Damals relativer Seespiegel hher\
als heute. Bis 25 ft (7,625 m) dick. Hchste Funde 125 ft (38,125 m) ber heutigem Meeresspiegel, auf Festland aber bis > 400 ft (122 m). Liste der Fossilien. Besonders wichtig Chlamys, Hiatella (Saxicava), Macoma, Saxidomus. Damals\
viel Treibeis im Meer. 10370  300 bis 13010  170 v.h. (18 14C-Daten). Everson\
Glaciomarine Drift gleich Two Creeks gleich Allerd gleich warmer Teil von Sartan. - Sumas Drift: Geschiebelehm, Schmelzwassersedimente, Eiskontakt-Sedimente.\
Schmelzwas- sersedimente im heutigen Niveau: Aufsteigen sehr schnell erfolgt!\
Auf Morne Toteislcher mit Torf. Basale torfige Schichten 9920  760 und 9300 \
250 v.h.. Im Torf Ascheschicht. Torf direkt unter Asche 7140  600 v.h. - Asche\
wohl aus Mt. Mazama (6700 v.h.), der ganz in der Nhe. - Obergrenze des Sumas\
Till wohl dicht bei 10000 v.h.. Eis im Columbia Tal wohl 500 - 600 ft (152,5 - 183 m) dick. Gleich Late Pinedale gleich Valders gleich Jngere Tundra.
2036	Verbreitung glazigener Sedimente. Vergletscherungsgeschichte einschlielich Eisstauseen. - Solifluktion: Tiefe des Auftauens abhngig von Textur, Permeabilitt, Relief, Pflanzendecke. Je grber Material und je steiler das Relief, desto\
tiefer das jahreszeitliche Auftauen. Liegt Grundwasserhorizont dicht unter Oberflche; dann minimale differentielle Hebungen. Mehr horizontaler Schub.  \
- Solifluktions-Hnge: Hier besonders auf Granitschutt. Bei metamorphem Gestein\
an Hngen mehr Altiplanations-Terrassen. Solifluktionshnge ganz sanft kontinuierlich geneigt. Bei reifen Talformen Gleichgewicht hergestellt zwischen Solifluktions-Zufuhr und Flu-Abtransport. Wichtig: feinkrnige Matrix, einheitlich;\
dazu ruhig grere Blcke. \
- Altiplanations-Terrassen: Begriff von Eakin geprgt: Spezielle Phase der Solifluktion: Terrassenhnliche Formen, abgeflachte Gipfel, schuttbedeckte Psse.\
(Sehen Golec-Terrassen sehr hnlich, Fr.). Weit verbreitet in Alaska. Zahl sehr\
variabel: Pro Hang eine bis viele. Stets oberhalb Waldgrenze. Flche wenige\
rods (= 25,3 m) bis zu hunderten von acres (= 40,5 a). Terrassenstufen einige\
bis hunderte Fu (= 30,5 cm) hoch. Stufenrand vegetationslos. An seiner Basis\
hoher Feuchtigkeitsgehalt, der auf angenzender Stufe immer geringer wird. Solifluktion im Zentrum am strksten, geht auf Null am bergang zu Kante zurck. Im\
Zentrum sehr hufig Frosthgel, umgeben von ringfrmigen Depressionen ohne Feinmaterial. Weiter zu oberer Begrenzung hin immer feineres, toniges Material vorherrschend. Theorie der Frosthebung und Steinringbildung: Im Steinring dringt\
Klte tiefer ein, dort frheres Gefrieren als im zentralen Ton. Oben im Ton aber\
strkerer Frostchub als im Schutt. Dadurch Steilstellen der Steine. (Nichts ber\
Grlehm, Fr.).
10155	\
 Versteht unter "aktiver" ewiger Gefrornis eine Gefrornis,die den heutigen klimatischen Gegebenheiten entspricht. "Passive" Gefrornis ist Produkt eines frheren,khleren Klimas, wird heute degradiert.\
-Am Sdrand des Gebietes der ewigen Gefrornis diese sicher passiv. In anderen Gebieten, so im NO der UdSSR sicher aktiv. Im Gebiet von Allach-Jun' (6108'N, 13803'E) postglaziale Schuttmassen ewig gefroren,liegen auf fossilem Eis der letzten Eiszeit. \
Zone der passiven Gefrornis zeigt an, da Gebiet der aktiven Gefrornis ehemals grer war, nicht aber, da sich Gefrornis noch heute zurckzieht.\

10190	\
 Bagmere ist Niedermoor,mit ertrunkenem Bruchwald.\
Chat Moss aber Hochmoor: von unten her bis III einschlielich Tone und Tongyttja( in II).Ab IV bereits Sphagnum imbricatum-Hochmoortorf, allerdings mit vielen "Braunmoosen"( Kopie ). \
Damals wohl "valley- bog",das im Staugebiet auf grund basenarmen Wassers der Umgebung entstand.Dieser imbricatum Torf unhumifiziert.Darber dann deutlich bergang in humifizierten Sphagnum (acutifolia) Torf, bis 2 m unter Oberflche. Darber erneut frischerer Sphagnum imbricatum-Torf. \
An Grenzen beider Band von "pool peat",reich an Resten von Sphagnum cuspidatum;oft Rhynchospora alba, Menyanthes trifoliata, Andromeda polifolia, Cladium mariscus.\
\
Oberer Torf nicht homogen, sondern mit mehreren strker humifizierten "retardation layers". Dies ausfhrlicher in Birks,1964\

10160	\
 W-Limousin. Hier Humushorizont auf saurer Braunerde, zwischen Tal der Vienne und der Maulde. Zersatz auf weissem Granit. Kuppiges Gelnde, <600m hoch. 980mm Niederschlag bei Eymoutiers (461m), 1500 mm auf Plateau von Millevaches. Mitteltemperatur in Limoges (294m) 10,5 C. \
Bodentypen hier: \
-1) saure Braunerden: A-Horizont: 5 YR 3/3; teils leicht ockerfarbener (B),ohne Tonverlagerung. Auch keine Fe- oder Al-Verlagerung. Sandig-lehmig, krmelig. Organisches Material als saurer Mull, 2,7% organisches Material.- Nehmen 2500 Hektar ein\
-2)Krftig entwickelte Braunerden: vermitteln zwischen 1 und 3. 10 YR 2/2 in 0-20 cm Tiefe. Organischer Gehalt 5,6%, saurer Mull. A in Ap (0-20 cm) und A1-2 (20-45 cm) geteilt. Direkt auf C. Tongehalt geht hierbei scharf zurck.-Flche beschrnkt.\
-3)schwarze Boeden,etwa 2000 Hektar. A1-1(0-20cm) sehr schwarz (5 YR 2/1), bis 10% organisches Material. sandig- tonig, krmelig. Organisches Material gut an anorganisches gebunden. -A1-2 (20-40cm) 7,5 YR 4/4. \
Etwa 3,7 % organisches Material, leicht polyedrisch. -B(40-60cm) 7,5 YR 5/6:ockerfarben -C unterhalb 60 cm Tiefe. \
-Alle 3 Typen auf kleinster Flche abwechselnd ohne erkennbaren physisch-geographischen Grund. \
-Moor von Lailloux als Vergleich: Anfangs Birke-Eiche-Haselphase mit Ulme und Linde:Atlantikum. -Dann bei Ulmen Rckgang bis 00 Beginn des Subboreals, gekennzeichnet durch sehr viel Erle und langsam einwandernde Buche. Im obersten Drittel auch schon Castanea. Subatlantikum beginnt hier approximativ bei Ende Linde, Abfall Buche, aber Beginn fast aller Kulturbegleiter, einschlielich Ericaceen und Calluna und Getreide. \
-Profile der "schwarzen Bden". \
1)im Tal. Unterer Teil (wo im Bodenhorizont?) beherrscht von Linde mit Eiche, Ulme kaum, relativ viel Erle. Fast keine Synanthropen, allerdings etwas Getreide. -Oberer Teil: Rodungen Linde starker Rckgang, Birke und Erle Anstieg: Tanne, Castanea, Juglans erscheinen. Viel Getreide, Calluna, Plantago, Linaceen usw.\
2)Flaches Torfvorkommen im Tal, gleich neben 1: Anfangs Buchenwald, wenig Eiche, noch weniger Linde. Ulme 0+, viel Erle, Castanea beginnt. Auer Plant. keine Synanthropen.\
\
Drber klare Rodung mit starker Ausbreitung der Ericaceen und Calluna. Viel Getreide.- 3 und 4 an Hang drber. Zeigen oberen Teil der ersten beiden Diagramme. Stets Castanea, Juglans vorhanden. \
-Ausfhrliche Diskussion der Entstehung von Boden- pollenprofilen. -Entstehung der schwarzen Bden hier offenbar an Rodungen und Ausbreitung von Calluna gebunden. Calluna fehlt auf typischer Granitbraunerde.\

10178	\
Wisent schlt, ebenso Elch. Damwild nur gelegentlich, Muffelwild schlt unterschiedlich: Reinrassiges Muffelwild schlt nicht. Gamswild, Rehwild unbedeutend. Hasen, Kaninchen, Biber schlen, Winterschle schwierig, da Vegetationsruhe. \
In Vegetationszeit wegen Saftfhrung Schle (Sommerschle) leicht mglich. Grtes Ausma des Schlens aber meist im Winter.\
\
Hirsch Reinshagen (1962) und Gronbach (1964): Winter 49%, Frhling 23%, Sommer 25%, Herbst 3%. Knig (1968) Winter- zu Sommerschle bei Fichte 63.7 : 36.3; Tanne 68.7 : 31.3; Buche 10.5 : 89.5. Ueckermann (1960): Sommerschle in % der Winterschle Fichte 63%, Esche 65%, Douglasie 45%, Ahorn 63%, Kiefer 41%, Lrche 62%, Eiche 58%, Buche 3% \
- Gebiete milder Winter haben hchste Schlintensitt im Winter (Krim, Kaukasus, Primorje). -Verbi schon bei 0.9-1.0 m niedrig, meist nicht > 1.5m . Liste der beim Schlen bevorzugte Bume (Kopie), meist am strksten Fichte und Esche geschlt, am schwchsten Birke und Erle, Tanne. Buche, Eiche sehr hufig geschlt. \
- Verbi in 64 deutschen Rotwildrevieren nach Ueckermann 1960: Winter bevorzugt Espe, Roteiche, Tanne, Ahorn, Esche, Eiche. Sommer: Weide, Pappel, Eberesche, Ahorn, Linde, Erle, Buche. \
Stark bis mig verbissen winters: Kiefer, Fichte, Buche, Douglasie, Strobe (Pinus strobus), Lrche; sommers: Hainbuche, Esche, Eiche, Ekastanie, Ahorn.\
Selten oder gering verbissen: Winters: Sitkafichte, Erle, Birke, sommers: Birke, Strobe, Lrche, Douglasie, Fichte. \
sung des Rotwilds: Winter 53% Rinde und Zweige der Bume und Strucher, 43% Halbstrucher. Frhling: 54% Bume und Strucher, 9% Halbstrucher, Kruter 19%, Grser 7%. - Sommer: 38% Bume und Strucher, Kruter 36%, Grser 19% - Herbst: 37% Grser, Bume und Strucher 22%, Halbstrucher und Kruter je 15%. \
- Wilddichte des Schalenwildes in Urwldern der Ostkarpaten 0.2-0.4 Stck /100 ha (Rotwild). \
Andere Angaben 0.1 bzw. 0.2/100 ha - Schlschden im Mischwald am geringsten\
-Wirtschaftlich tragbare Wilddichte: diejenige Stckzahl/ha, bei der Bejagung noch mglich, und andererseits solche Wildschden weitgehend ausgeschaltet sind, die mit den gegenwrtig zur Verfgung stehenden technischen Schutzmanahmen nicht wirtschaftlich abgewehrt werden knnen. - Untere Bejagbarkeitsgrenze (Oloff, 1955) fr Rotwild bei 0.6-0.7 Stck/100 ha \
- Biologisch tragbare Wilddichte: Stckzahl/100 ha, die dort ohne Beeintrchtigung ihrer krperlichen Entwicklung leben kann. \
Unabhnigig davon: Borgmann (1953) 2 Rotwild+4-6 Rehwild/100ha. \
Dombrowski (1878) und Seibt (1911): 4 Stck Rotwild. \
Burgsdorff (1800) 50 Stck Rotwild. Grande (1930) 1,5 Stck Rotwild und 3-4 Damwild+ 10 Rehwild / 100 ha. \
Gruschitz (1938) fr Hochgebirge: 7 Rotwild. Schwind (1950) 1. Nlein (1951) eher 1 als 1.5. Mller-Using (1950) und Schwerdtfeger (1944) 1-2, Rock (1932) 3, Ratzeburg (1869) 1, 6 Stck Rotwild /100 ha. Ueckermann (1951) wirtschaftlich tragbar 1.5-2.5 Stck Rotwild. Mottl (1954,1956,1962) 0.4-2.5, Mller (1963,1964,1965) 0.8-2.5. Neumann (1963) 0.8-3.3.\

10186	\
 Wo hier im Waldland Waldbrnde oder Taiga abgeholzt, da sinkt Obergranze der Gefrornis ab, und Boden sinkt ein. \
- Zahllose Seen im Gebiet des Steineises. Entstehen im wesentlichen durch Abschmelzen des Eises. \
Oft in diesen Seen Bume, die Brandspuren tragen: Gefrornis schmolz nach Zerstrung des Waldes. Aber auch andere Ursachen als Brand fr Waldzerstrung mageblich: so z.B. Windbruch. \
Seen rundlich bis oval\

13760	Bei Brzeziny, nahe Czorsztyn in Zentral-Karpathen. Hier Torfschicht in fluvioglazialem Schotter. Torf durch Lehmhorizont in 2 Abschnitte geteilt. Torfschicht wohl durch Fluverlagerung?\
Waldtorfe. Vegetationsphasen fallen nicht mit Sedimenttypen zusammen. Scheinen also tatschliche Verhltnisse widerzuspiegeln (Fr.) \
1.Phase: Kiefer-Fichte-Lrche-Haine. Daneben weite alpine Wiesen. \
Am Flu Dickichte von Alnus incana, Hippophae. An sumpfigen Stellen Betula pubescens, Sambucus racemosa, Salix, Rubus. \
2.Phase: Fichtenwlder mit Kiefer und Lrche. Viel Erle am Flu, Hippophae verschwindet. \
3.Phase: Kiefern-Fichten- Haine mit Lrche und zunehmend Birke. Artemisia Maximum. Viel Filipendula, Ericaceen, Helianthemum, Selaginella, Botrychium und Chenopodiacea. \
Interessant Pleurospermum austriacum in 1.Phase! In selber Terrasse bei Katy ebenfalls Aurignacien- Interstadialtorf (Dyakowska 1947, Srodon 1952) Bei Katy aber (Kalk!) Tanne und mehr Alnus incana!. Stellt diese Vorkommen in WI/II von 42000-27000 v.h.\

10191	\
Bemerk.: zahlreiche PD\
\
 In Trias-Ebene von S-Lancashire und Cheshire. Holcroft Moss 16 km westl. Manchester, 23m hoch. Lindow Moss 19 km sdlich Manchester.60 m hoch. \
Hier in beiden Fllen  ebergang VIIa/VIIb erfasst, d.h. Beginn des Subboreals. In Holcroft Moss an dieser Grenze Alnus steil Abfall,Betula steil Anstieg. Auch an anderen Stellen (Chat Moss, Danes Moss) Betula jetzt stark auf Moor verbreitet: Lngere Trockenzeit zu Beginn der Zone VIIb (Beginn Subboreal). \
Etwas hher drber pltzlicher Anstieg von Sphagnum; Funde von Scheuchzeria palustris, Menyanthes trifoliata: Moor berschwemmt: Vorlaufstorf oder precursor peat. (Ilex und Hedera fehlen, wie vorher; treten erst spter auf). \
- Drber noch 2 Lagen stark humifizierter Sphagnum-Torf: Wahrscheinlich trockener. Auch in Lindow Moss an Grenze VIIa/VIIb bergang Erlen-Bruchwald zu Birkenherrschaft. \
Schlielich darber hoher Sphagnum- Gipfel, mit erstem Mal Narthecium. - Beginn Zone VIIb: Ulmus Abfall. Dies etwa 3000 v.Chr. Gleichzeitiger Anstieg von Plantago lanceolata (erstes Auftreten), Pteridium und Gramineen: \
C1 : erste Rodungsphase. Spter zum ersten Mal Fraxinus, mit Anstieg von Ulmus: R1 : erste Erholungsphase. In C1 offenbar echte Rodung, nicht nur Laubgewinnung. Rodung wahrscheinlich im wesentlichen fr Weide. \
- Sptere Rodungsphase (C2) unter wichtigster Rekurrenzflche. Diese = 500 v.Chr. gesetzt = "Grenzhorizont"Webers. C2 danach frhe oder mittlere Bronzezeit. Datierung der Rodungszeiten nach Rekurrenzflchen, die ihrerseits hier nicht datiert sind.\

13601	\
Bemerk.:8294\
\
 Pollen-und Makrofossilanalyse. %-und Konzentrations- bzw. Influx- Werte.Im Sptglazial (Beginn der erfaten Sedimentation mit sehr geringen Influxwerten gegen 12200 v.h.) sehr klare Phasen. \
AFP-1: 12147-11646 v.h.: Salix, Cyperaceen, Gramineen, Rumex acetosa- Typisch viele Kruter.Nur hier Saxifraga nivalis, Veronica, Parnassia palustris, Epilobium-Typ, Anthyllis vulneraria - \
AFP-2: 11646-11180 v.h. Starker Anstieg des Polleninflux. Besonders Betula (bis 30%) und Empetrum (35%); Cyperaceen und Gramineen relativ hoch. Salix, Rumex acetosa- Typ und alle fr vorangegangene Zone typische Kruter Abfall, ersetzt von Urtica und Filipendula.\
Im Wasser besonders Myriophyllum alterniflorum. Dies +/- = Allerd; etwas krzer. \
Von Windermere-Interstadial keine Spur, allerdings auch nicht weit genug zurck verfolgt. - \
AFP-3: 11180-9673 v.h. Viel geringerer Influx (im Text genau umgekehrt dargestellt). Sehr viel Artemisia, bis 50%. Sehr viele Kruter - \
AFP-4: 9673-8737 v.h. Starker Anstieg des Polleninflux auf 10-15 x hhere Werte als in vorangegangener Zone. Birke bis 60%. Juniperus bis 35%, dann Abfall auf 10%. Krter sehr niedrig. Kein Hinweis auf Piottino(Fr.). - 8737-7500 v.h. Birken-Haselphase, mit, von Anfang an, wenig Eiche und Ulme. Ab 7225 v.h. dominant, +/- unverndert Kiefer, mit etwas Erle. \
Wasserpflanzen-Serie sehr schn. Vergleich Makro/Mikrofossilanalyse. Sorgfltige Rekonstruktion der Vegetation.\

10211	\
Zu Gunsten der Konstraktionshypothese: Messungen im Winter 1949-1950. Ausdehnungskoeffiziet reinen Eises gegen 51x10 -6 . \
Bei Schotter geringere Werte, und zwar in dem Mae, wie Feuchtigkeit und Sortierungskoeffizient abnehmen. Grter Teil der aktiven Schicht im Winter und oberer Teil des Permafrosts whrend ganzen Jahres ist Suspension festen Materials im Eis. - \
Hier:1) altes Gebiet mit hohen Zentren und 3 Eiskeilgenerationen; 2) junges Gebiet mit hohen Zentren; 3) junges Gebiet mit tiefen Zentren in Schluff, Feinsand und Lehm; 4) altes Gebiet mit hohen Zentren und 2 Eiskeilgenerationen in hochgehobener Schotterzunge;\
% aufgerissener Keile im       37    65    58    46%\
Winter\
Breite der Eisfllung in       generell 1-3 mm\
den Rissen\
Durchschnittl.Breite der Keile 2.5   1.5   1.3   1.5m\
1.Ordnung\
Falls gleichmiges Wachstum, Kstenebene 1000 Jahre in jngeren Gebieten, 3500 Jahre in lteren.\
2.Karteikarte:\
Messungen zu Gunsten Leffingwells Kontraktions-Hypothese.\
Ausdehnungskoeffizient reinen Eises hier 51x10 -6. Werte fr Schotter werden kleiner, wenn Feuchtigkeitsgehalt und Sortierung abnehmen. \
Grter Teil der aktiven Schicht im Winter und oberer Teil des Permafrostes whrend des ganzen Jahres ist Suspension fester Partikel im Eis. \
- Untersucht altes Eiskeilnetz mit hohen Zentren und 3 Generationen: 37% der Keile aufgerissen, junges Eiskeilnetz mit hohen Zentren: 65% gerissen; \
junges Netzsystem mit tiefen Zentren: 58% aufgerissen; altes System mit hohen Zentren und 2 Generationen: 46% aufgerissen. \
Reale 1.Generation oben 2.5m, 1.5m, 1.3m und 1.5m breit. Eisfllung pro Spalte und Jahr 1-3mmm; Systeme dort also etwa 1000-3500 Jahre alt.\

10198	\
Terassenmorphologie und -stratigraphie. Entspricht Alekseevs Arbeiten.\

10207	\
Bemerk.: Pollendiagramme\
\
In Sredne-Zemajtijsker Hhenrcken. Limno-telmatischer Kontakt zu Anfang des Boreals. Anfangs sehr viel Sphagnum teres: Einflu reicher Grundwsser. Nach etwa 0.7m mehr Sphagnum warnstorfii, Sphagnum obtusum, Sphagnum angustifolium: Mesotroph. In 4.2-5m Tiefe (Moor bis 8 m tief)einige Sphagnum Spitzen bis >100%. \
Hier auch 5-20% Kruter, viel Makrofossilien von Carex, Scheuchzeria, teils Menyanthes. Im Atlantikum hier 10-15% Quercus, Ulme; Linde bis 20%. Viel Erle. Fichte nimmt stets zu. Birke und Kiefer Abfall.\
- Dann Holz-Torf. Viel Sphagnum warnstorfii, Sphagnum obtusum. Gleichzeitig viel Sphagnensporen, Krautschicht gering; am meisten Carex appropinquata.\
\
In 2.9-3.5m Tiefe, also drber, stark zersetzter  Erlentorf. Beigemischt Carex, Phragmites, Farne. Drber dnne Schichten von Kiefern-Niedermoortorf. \
Ende des Atlantikums deutliche nderung der Vegetation: Erlenbrcher verschwinden, Niedermoor Carex-Sphagnum-Torfe breiten sich aus. Vorherrschend Carex lasiocarpa und Sphagnum obtusum. \
- 1.Hlfte des Subboreals Carex-Sphagnum Torfe mesotropher Bedingungen. bergang zu Oligotrophie im "trocknen" Subboreal. Jetzt dnne Schichten von Scheuchzeria-Sphagnum-Torf (Sphagnum angustifolium). Wenig Sphagnum cuspidatum. \
Am Ende dnne Lagen mittelzersetzter Eriopherum- Sphagnum-Torfes. 10% Kukuskin ljen und 25% Anlacomnium palustre: Nicht nur durch trockenes Klima, sondern auch durch Ttigkeit der Menschen. \
Bei Oligotrophierung Anstieg der Sphagnen und der Ericales. Sph. besonders viel Sporen vor ihrem massenhaftem Makronachweis im Torf. Linde und Ulme hren auf. Jetzt Eiche, Hainbuche,Hasel. Jetzt Plantago, Hahnenfu, Sauerampfer, Urtica. Zum Ende auch Weizen.\
- Subatlantikum: Herrschaft oligotropher Bedingungen. Dicker fuscum-Torf. Viel Sphagnum magellanicum, Sphagnum angustifolium, ganz oben etwas Sphagnum balticum. Linsen mit Eriophorum-Sphagnum- oder Carex-Torf: Mikrorelief entsteht.- \
Innerhalb letzter 2200 Jahre feucht-kalte und trocken-warme Perioden. In feucht-kalt Anstieg der Plantagines, Ranunculus, Grser, Abfall der Ceralia. Trocken-warm: Kiefer und Birke Anstieg, Erle, Fichte, Eichenmischwald Abfall. Weizen und Roggen angebaut.\

10197	\
 Gebiete: Uludag, NW- Trkei; Taurus- Gebirge; Mt. Ercyas im Zentrum; Ararat; Pontisches Gebirge. - Zahlreiche Spuren einer jungen Vergletscherung, wohl gleich Wisconsin gefunden. Gebirge vielleicht frher tiefer, so da keine ltere Vergletscherung? Zahlreiche Detailkarten und schlechte Photos\

10195	\
In Toimi - Drumlinfeld. Liegt zwischen ehemaligen Lake Superior und St. Louis-Loben: 15850-13600 artenreiche, offene Tundra. 14300 bis 13600 v.h. Artemisia Anstieg. 13600-12000 v.h. Zwergstrauchtundra, mit einwandernder Fichte und Lrche. \
Ab 10700 v.h. Fichte- Kiefer Mosaik. Ab 9250 v.h. Vegetation hnlich wie heute im nrdlichen Wisconsin. Offenbar Temperaturanstieg ab 14300 v.h.. Demgegenber Gletscherfluktuationen; diese aber wohl durch Schneeakkumulation whrend der Winters im Nhrgebiet bedingt.\

10202	\
Bemerk.:russ., engl. Zusammenfassung         Abb.\
\
 1) Czarna Wes, 17 km nrdlich von Bialystok. Hie Bohrung Nr. 86: Unter 4.5 m Lehm (mulek) von 4.5-6.25m Torf, zu unterst Holztorf (ab 5.5m).\
Drunter wieder Lehm: Gesamtes Interglazial erfat (Nach Srodon Zonen IV bis VIII). Klares Eem! Viel Eriophorum vaginatum im Holztorf und im Eriophorum-Torf in 4.5-5.0m Tiefe. In 6.00-6.25m Tiefe mehrmals Menyanthes und Corylus Makrofossilien.\
 2) Nowo Miasto an Drweca, Kreis Bromberg. Bohrung Nr.13. Hier: 70 cm heutiger Boden; 70- 460 cm sandiger Ton; 460-1030 cm feiner Sand; 1030-1160cm Torf; 1160-1200cm sandiger Schlamm. \
Hier nur Anstieg zu sehr starker Fichten-Phase erfat, dem Anstieg von Abies (bis 13%) parallel geht. Daher in untere Fichtenphase des Masovien II unter Vorbehalt gestellt, dann entgegengesetzt zu Anstieg von Picea und Abies: Abfall von Pinus und Betula (war aber in unterer Fichtenphase des Eem Abies dort so stark beteiligt? Fr)\
 3) Klekowek, 5km nrdlich von Lodz. Unter 10m fluvioglazialen Sanden und 40 cm sandigem Ton > 3m Torf, der in obersten 70 cm sehr sandig ist, drunter Holztorf. \
Proben entnommen: 1) brauner, staubiger Schlamm; 2) Torf mit amorpher Gyttja, mit Sphagnum-Blttern; 3) Holz-Hochmoor-Sphagnum-Torf; 4) schwach zersetzter Sphagnum-Hochmoortorf, Sphagnum cymbifolium, Sphagnum medium, Ericaceen, Holz; 5) schwach zersetzter Calliergon- Torf. Alles von Kiefern-Birken Wald bestimmt. \
Damals offenbar kalt- subarktisches Klima. Vielleicht dieser Torf gleichalt mit dem des Hangendteiles von Horoszki. Da drber (in Klekowek) Morne fehlt, wohl nicht Masovien I. Vielleicht Interstadial der letzten Eiszeit?\

10204	\
Bemerk.: russisch, engl. Zusammenfassung          Abb.\
\
 Alles Eem! \
Hier 3 Fundorte: Ludomirowo, Zacisze und Michelewszczyzna. \
\
Ludomirowo: ber Geschiebelehm der Varsovian I Vergletscherung lakustrine Schluffe. Dann Kalk-Gyttja, dann Detritus-Gyttja. Darber wahrscheinlich kryoturbat gestrte Seesedimente, Sand und Kies. \
Darber typische Solifluktionslage (die letzten beiden wohl Varsovian II Vergletscherung gleich Weichsel); schlielich holozne Bden. Mit Mhe Folge bis Carpinusperiode erkannt: Zone V (Tilia und Hasel) und Zone VI (Carpinusperiode)kryoturbat gestrt. \
Wichtig aber hier klarer Nachweis des Beginns des Interglazials: Zone I (nach Srodon , 1950): Zwergstrauchtundra, bes. Pinus und Betula; vereinzelt Hippophae; viel Artemisia, Caryophyllaceen, Cyperaceen und Gramineen. Dann starker Nichtbaumpollenabfall und Zone II:"Untere Fichte", mit vielen klaren Makrofossilien von Picea obovata. \
- Zone III, Kiefern-Birken Zeit mit Birken Maximum und Kiefern Minimum. Picea fast vllig fehlend. Nichtbaumpollen schwankend. Im Mittel vielleicht etwas hher als in II, aber auf jeden Fall vielleicht 3 mal so hoch, wie im eigentlichen Interglazial. \
\
Zacisze: Nur Birken-Phase erfat, und zwar in Holztorfschicht, die spter unter Wasser gesetzt wurde. Im See Tone sedimentiert, die spter kryoturbat verformt wurden. Aus dieser Kryoturbationszone einzelne Pollenanalysen, die zeigen, da tatschlich letztes Interglazial vorliegt. \
\
Miklewszczyzna: Hier gesamtes Interglazial, organogene Sedimente, kryoturbat verwrgt, so da kein echtes Interglazial mehr vorhanden. Nach Pollenanalyse aber wohl Eem ehemals gewesen.\

10206	\
 Bei dendroklimatischen Arbeiten wichtig Kenntnis der Herkunft des Holzes: Unkenntnis schmlert Kraft der Aussage. \
In Litauen Kiefer auf frischen Standorten 9-13 jhrige Rhythmik des Wachstums, im Mittel 11-jhrig; auf vermoorten oder Moorstandorten 20-23 jhrige Rhythmik; auf feuchtem Boden 13.jhrige Rhythmik.\
- Auf Verhltnis Frh- zu Sptholz wirken ein Alter des Baumes, Hhe des Stammes, Standorttyp und Lage des Baumes im Bestand.\
Auf vieljhrige Vernderlichkeit des Frh- und Sptholzes wirkt meist ein und derselbe Komplex meteorologischer Faktoren ein. In einzelnen Jahren aber in der Regel ziemlich starke Abweichungen vom "Normalen": Wohl Ausdruck kurzer Vernderungen des Milieus.\

10183	\
 Kippbewegungen der Eisisostasie gehen heute wohl noch weiter. Erosionskraft des Inlandeises in N-Canada meist unbedeutend: Granit-tors und Felsenmeere vermutlich interglazialen Alters noch heute erhalten.\

10194	\
 Statistische Methoden spiegeln in der Regel frhere Zonierungen gut wieder. Nur Ulmenabfall wird nicht als Zonengrenze erfat, da Ulmenkurve nicht gewichtet worden war und somit dieser Wechsel statistisch nicht besonders hervortrat.\

10196	\
 Pollendiagramme. Auffallend Beginn des unzersetzten Sphagnum -Torfes mit Beginn starken menschlichen Eingriffes in den Haushalt der Natur. Dieser Zusammenhang vom Autor nicht gesehen, obwohl Rodungen gut beschrieben, auch mit Wald- Erholungszeit zwischen Rodungsphasen.\

10192	\
 Pollenkornmorphologie reicht nicht aus. Grenstatistik unterscheidet Betula nana von B. tortuosa. Korndurchmesser zu Porentiefe unterscheidet Betula nana von Betula pubescens. \
Beide Verfahren mssen angewandt werden. Sieht zuverlssig aus. Doch wohl auch auf Einbettungsmittel achten!\

10188	 Hier Mornen unter 610m Hhe. Gebirge bis 1220m. Weitverbreitete Podsole mit Rohhumusauflage. An Hngen aber oft gekpft, und skelettreiche Bden an exponierten Stellen von Periglazial- erscheinungen erfat. \
Auf Monadliaths auf Plateaux um 610 m Hhe dicke Torfe, die heute erodiert werden. Baumwuchs bis 610m klimatisch mglich. Darber hufiger Frostwechsel. \
Klimatische Schneegrenze wahrscheinlich bei 1615m. - Keine historischen Hinweise auf verbreitete Eichen-Wlder in Gebiet. Fehlen der Eichen, Ulmen, Eschen dort erstaunlich.\
- Kiefer bildet Waldgrenze, aber auf kalkhaltiger Morne auf Morrone, nahe Braemar, auch Birken-Wald an Waldgrenze. Waldgrenze heute bei 396m, anthropogen abgesenkt, heute aber wohl auch klimatisch, besonders durch Wind dort gehalten. \
Gerodeter Kiefer-Wald geht in Calluna-Moor ber, oft mit Arctostaphylos uva-ursi. \
- Hier Abernethy Forest, 221 m hoch.\
\
An Bohrstelle kaum Naturverjngung des Kiefern-Waldes. - Hier Assemblage Zones. \
- AF.1: Gramineen-Rumex-Artemisia.: Nichtbaum- pollen grer 70% der Gesamtsumme. \
Cyperaceen und Weiden gut vertreten. Floristisch reich. Viel Empetrum, Juniperus bis 10%. \
Unter Baumpollen Birke vorherrschen. Obergrenze bei Rumex acetosa und Artemisia je unter 5%, Nichtbaumpollen aber unter 20% der Gesamtsumme. Vermutlich Sptglazial, doch genaues Alter? \
- AF.2: Birke-Juniperus: Juniperus stets grer gleich 10%. Birke dominanter Baumpollen; Populus tremula stets, doch wenig vorhanden. Kiefer um 10%. Corylus/Myrica Anstieg. Obergrenze bei Abstieg von Juniperus auf stets niedrige Werte. Wohl Beginn des Flandrian? Alter unbekannt.\
- AF.3: Birke - Corylus/Myrica: Birke vorherrschend. Corylus/Myrica ber 40%. Stets Espe. Kiefer 10%; Ulme und Eiche kleiner 5%. Wenig Juniperus. - Obergrenze, wo Birke kleiner 40%. Corylus/Myrica kleiner 20%. \
Diese Zone im Norden und Westen der Britischen Inseln weit verbreitet!. Grenze zu AF4 aber nur im stlichen Hochland deutlich. \
- AF.4: Kiefer: Kiefer mehr als 60%. Alnus glutinosa wird zu Beginn zusammenhngend, steigt auf 10-20%. Eiche 5-10%, Ulme kleiner 5%. Unter Nichtbaumpollen Calluna am wichtigsten. Obergrenze bei Abfall des Baumpollens auf weniger 50% der Gesamtsumme. \
Zone anscheinend beschrnkt auf Gebiet heute natrlicher Kiefern-Wlder in Schottland. Beginn nach anderen Vorkommen gegen 7000 v.h. \
- AF.5: Calluna-Plantago lanceolata: Nichtbaumpollen 70%, am meisten Calluna; dann noch Gramineen und Cyperaceen; Plantago lanceolata, aber auch schon frher. Kiefer vorherrschende Baumart. Zone weit verbreitet, Untergrenze wohl metachron., abhngig vom Menschen.\
\
Geschichte der lokalen Vegetation: \
- AF.1: Tongyttja, Ton nach oben abnehmend. Viel Myriophyllum alterniflorum, Pediastrum, Botryococcus, Chara, Potamogeton, Batrachium, Nymphaea alba, Sparganium. Wohl langsam flieender Flu. \
- AF.2: Sediment hnlich 1, doch weniger anorgan. Material. Jetzt Littorella uniflora, dazu Filipendula, Rubiaceae, Valeriana officinalis, Menyanthes, Epilobium. Umgebung vielleicht langsam Flachmoor? (da Ende des anorgan. Materials). \
- AF.3: Grobdetritus starker Anstieg: Phragmites, Carex, Juncus, Nymphaea alba, Potamogeton natans, Najas flexilis. Ruhiges Flachwasser, Kanal vielleicht blockiert.\
- AF.4: Schon ab Ende 3 Phragmites-Carex- Torf, mit Anlacomnium palustre. Pediastrum und Botryococcus fehlen: Sediment bildete sich an oder leicht ber Grundwasserhorizont: Moorphase eingeleitet. Osmunda regalis vorhanden. Viel Salix-Dickichte. Aber kein Bruchwald. \
Anfangs viel Sphagnum. Ab 250 cm Tiefe Eriophorum vaginatum Anstieg, Callunareste erscheinen, Pilzhyphen, Cenococcum geophilum- Sklerotien, strker zersetzter Torf: Oberflche wurde trockener. Auch Erica tetralix vorhanden: Gesellschaft wie heute dort. Kein Kiefern-Holz im Moor. \
- Da Abflu des Loch Garten biogen blockiert, Anstieg des Seespiegels. \
\
- Geschichte der regionalen Vegetation: \
- AF.1: Birken Bume lokal. Kiefer damals wohl nicht hier. Weit verbreitet Empetrum-Heiden. \
Kein modernes Analog. Vermutlich Empetrum nigrum, trotz heute weit verbreitet Empetrum hermaphroditum im Gebirge. \
Heliophythen: Rumex cf. acetosella, Armeria , Chenopodium, Plantago maritima, Helianthemum, Matricaria Typ, Botrych. lunaria, Selaginella selaginoides. Vorherrschend Gramineen. \
- AF2: Baum- und Strauchgesellschaft dehnen sich aus. Offene Birken-Wlder, vielleicht mit etwas Hasel, wohl teils vorhanden auf sdexponierten Hngen. \
Weite Juniperusheiden. Empetrum aber deutlich seltener. Hufig aber noch in greren Hhen (5-600m). \
Ulme und Eiche vielleicht lokal vorhanden,da geringe Pollenproduzenten. Espe aber wohl hufig. Ephedra frag. zwar 1 mal, aber dies sicher Ferntransport. Dies gilt insgesamt fr britische Ephedrafunde! \
- AF.3: Birkenwald weit verbreitet, mit Hasel in Baumschicht, oder eigene Haselwlder. Eiche und Ulme noch selten.\
- AF.4: Ab 7000 v.h. hier Kiefernwald; vielleicht mit Birke, oder Birke eigene Wlder?. Vereinzelt Ericaceae, Melampyrum, Pteridium. Wenig Espe. Erle wohl nur wenig hier. \
- AF.5: Ausbreitung der Callunaheiden und Reduktion der Wlder hier nicht so deutlich wie im Hochland: Kiefernwald hier nicht endgltig gerodet. - Klima in AF.3 wohl mindestens so warm wie heute, aber nicht viel wrmer; jedoch weniger Sptfrste (Corylus!). - Umschlag Birken-Hasel gegen Kiefern Zeit vielleicht durch inzwischen ausgelaugte, podsolierte oder gar vergleyte Bden? \
In Sdengland Kiefer vor Hasel angekommen, in Cairngormes umgekehrt. - Kiefer und Birkenholz in blanket bog in 793m Hhe.- Ausbreitung von Calluna anthropogen, aber hier im Zentrum nicht so stark wie sonst.\

10201	\
Bemerk.: russich, englische Zusammenfassung,          Abb.\
\
 Otapy, 4 km Ostsdost von Bransk im Bezirk Bialystok. \
Hier 2 Mornen der mittelpolnischen Vergletscherung, getrennt voneinander durch Bndertone. ber oberer Morne in Vertiefung fossiles Seebecken, das verlandete. \
In ihm klare Pollenflora des Eem. Sehr geringer Abies% Satz (bis 4.5%) in terminaler Fichtenphase nhert dieses Profil denen des Niemen-Gebietes; deutlich unterschieden aber von Zoliborz bei Warschau, mit dessen sehr hohem Abies-Anteil dieser Phase. \
In Profil II Fichten-Phase durch lange Schichtlcke ausgefallen. Geschichte des Sees: In Vertiefung zunchst etwas Torf abgelagert bei Flora kalten Klimas. \
Damals Gebiet wohl noch mit Dauerfrost, daher Vertiefung nicht mit Wasser gefllt. \
Bei Klimaverbesserung aber Fllung mit Wasser. \
Jetzt Wasserpflanzen. Dann verschwinden auch diese und Wasserlauf fliet durch See und lagert Sand ab. \
Jetzt maximale Tiefe, langsam aufgefllt durch Gyttja. Schlielich wieder Wasserpflanzen, mit besonders viel Ceratophyllum demersum. Schlielich Becken ganz aufgefllt. In bergangsperiode Calliergon-Torf. \
Danach aktives Torfwachstum durch Drepanocladus-Torf. Jetzt kurzfristig Kiefern-Gehlze auf dem Moor. Vielleicht verursacht durch Klimawandel dann erneut heftiges Torfwachstum, und zwar eines bergangsmoores, mit sehr viel Camptothecium-Torf. \
Betula nana breitet sich aus. Z.T. Moorbrnde und erneutes Wachstum des Camptothecium-Torfes. \
Dann vlliger Rckzug der Baumvegetation und Ausbreitung des Sphagnumtorfes, mit viel Betula nana. Schlielich Oberflche des Moores erodiert.\

10200	\
Bemerk.: russ., engl. Zusammenfassung,          Abb.\
\
 Bug-Gebiet. Im Bereich der Formen junger glazialer Akkumulationen. In Umgebung von Horoszki 2 Mornen bereinander, mglicherweise Ri und Warthe. \
An Stelle der Bohrung aber keine glazialen Bildungen angetroffen, sondern nur Talsedimente, die bis zum Tertir hinabreichen. Hier zwischen Sanden Gyttja und bituminse Schiefer erbohrt, deren Alter festgelegt werden sollte. Klares Eem! (Masovien II). \
Nach Eem folgt hier weitgehend waldlose Phase, dann  bei Abfall der Nichtbaumpollen, besonders Artemisia und Salix, steiler Anstieg von Betula, gefolgt von Pinus-Maximum bei Nichtbaumpollen Minimum. \
Dann erneute Nichtbaumpollenphase mit viel Salix und Artemisia, dann wieder Birkenphase (schwach), gefolgt von Kiefernphase. Vielleicht entspricht sogenannter "oberer Torf" bei Cimoszkowice (Glawlowska) dem oberen Teil von Horoszki.\

10187	\
 Corylus manshurica Max. unter 51,00 nrdlicher Breite zwischen Cekunda und Ust'-Niman (wohl Nordgrenze, nicht klar ausgedrckt, Fr.). Tilia amurensis Kom. nicht nrdlicher als Ust'-Niman (51.30 nrdliche Breite)\

10185	\
 Geschichte des Pleistozns, mit fossilen Bden\

16820	\
Pollendiagramme\
\
 Im Liegenden konkordant marine Etolon-Serie; im Hangenden diskordant Enemten-Serie. \
Etolon-Serie nach neuen Molluskenbestimmungen (alte der Leitfossilien waren falsch): Oberes Miozn. \
Auch im unteren Ermanov marine Mollusken: nicht jnger als frhes Pliozn. In Ermanov-Serie 16 gute Lignit- Horizonte. Swassermollusken ber Salzwasserbereich des Ermanov nicht jnger als 1.Hlfte Pliozn. \
Pollenfunde der Ermanov-Serie dort: Stets ungefhr gleich Gymno-und Angiospermen; nach oben leichter Anstieg der Gymnospermen. Angiospermen: Alnus 10-30%, Birke 1-11%, Corylus bis 4%.\
Stets und relativ viel Myrica (2-11%) und Juglans (0.5-4%). \
Vereinzelt Quercus, Carya, Pterocarya, Acer. Breitblttrige insgesamt um 5-10%: Sehr hoch! \
Gymnospermen: Picea (Omorica und Eupicea) 2-17%, Tsuga 1-15%. 4-35% Kiefer (mehrere Arten). Abies teils bis 8.4%. Sporadisch Keteleeria, Cedrus, Podocarpus. Ganz unten Taxodium relativ viel. \
Stets Osmunda vorhanden. Karpologisch 89 Formen, +/- gleich verteilt. \
Besonders viel Nadelholz- reste. Besonders viel Fichte, Lrche, sehr viel seltener Tanne. Nur einmal Kiefer und Juniperus. Salix, Comptonia, Pterocarya, Alnus, Birke, Padus, Rubus, Aralia, Cornus, Sambucus, Weigela, Andromeda, Chamaedaphne. Vereinzelt Azolla, Salvinia, Selaginella. \
1/3 der Arten heute noch da: Selaginella cf. selaginoides, Sparganium glomeratum, Sparganium minimum, Potamogeton heterophyllus, Potamogeton pectinatus, Comarum palustre, Potentilla anserina, Rubus arcticus, Rubus sachalinensis, San??? kamtsaticus. \
-20% aus gemigterem Klima ( heutiges Primor'e, Sachalin usw.): Carex capill., Scirpus wichurai, Amaranthus retrofl., Potentilla tridentata, Aralia racemosa, Cornus stolonifera. \
- 50 % ausgestorbene, besonders wichtig Aracispermum hippuriformis, Epipremnum crassum, Pterocarya cf. kireevskiana, Ranunculus sceleratoides, Rubus tenuicarpus, Decodon, Aralia intermedia, Aralia samylinea, Weigela kryshtoforichiana, Azolla tomentosa A., Azolla tuberculata, Salvinia Sect. Eusalvinia. \
- Also Mischflora. \
- Hangende Enemten- Serie oberes Pliozn nach Mollusken. Ermanov also Unterpliozn.\

13759	\
 In der karelischen SSR 2 Mornen gefunden, geschieden durch interglaziale Sedimente. Untere Morne nur selten in Depressionen gefunden.\
Interglazial: Pollenanalyse zeigt, da das Klima wrmer als heute war. Auerdem enthlt dieser Horizont Schichten des "borealen Meeres". \
Obere Morne vorwiegend Lokalmorne: letzte Eiszeit (=Waldai- Eiszeit = 3.neue (Jakovlev) = Ostaskov- Eiszeit). Abschmelzen dieses Gletschers oszillierend. \
Letzte aktive Eisrandlage: Uchta, Crirka-Kem', Rugozero, Nrdl. Wyg, Onegabusen des Weien Meeres. Danach nur noch Abtauen von Toteis. Toteis erhielt sich am lngsten in tiefen Mulden (Weies Meer!). \
Es gab keine Meerverbindung Weies Meer - Ostsee im Sptglazial: Sedimente des Sptglazials nur Swasserbildungen, besonders Bndertone. Bndertone S.- u. N- Kareliens verschieden alt: Im Sden von Sedimenten des Boreals (postglazial!!) bedeckt, im Norden von denen des Atlantikums.\

10189	\
Pollendiagramme\
\
 Meist saures Ausgangsgestein. Meiste der tiefen blanket peats heute erodiert. \
Mild - ozeanisches Klima. 1270-1520 mm Niederschlag, bis auf 1780 mm im 305m Hhe ansteigend. - Gebiet der Eichen -Wlder mit Birke. Heute herrscht blanket peat vor. \
- Hier Snibe Bog, 55.6'N; 4.24'W, 251m. Liegt im Tal auf Schotter, von Flu getrennt durch einen unterirdischen Rcken. \
- Loch Dungeon, 55.8'N; 4.19'W, 305m, Karsee. \
\
- Lokale Zonierung: a) Snibe Bog: \
- SB1: Birke und Corylus/Myrica sehr viel. Sonst viel Salix, Empetrum, Cyperaceen, Sphagnum. Obergrenze bei Ulmenanstieg auf mehr als 10%. \
- SB2: Baumpollen bis 25% der Gesamtsumme, besonders Birke, Kiefer, Ulme, Eiche. Beginn der Alnus glutinosa und Pteridium - Kurve. Hedera recht viel. Obergrenze bei Steilanstieg von Alnus glutinosa. \
- SB3: Erle vorherrschend. Kiefer an Basis Abfall, Esche beginnt. Obergrenze Ulme Abfall von 20 auf 5%. \
- SB4: Viele Kruter und Esche gut reprsentiert. Baumpollen insgesamt unregelmiger Abfall. Obergrenze bei Kiefer Anstieg. \
- SB5: Kiefer ca. 30% Baumpollen. Acer, Juglans, Fagus vorhanden. Baumpollen aber insgesamt kleiner als 10%. \
- b) Loch Dungeon: \
- LD1: Viel Nichtbaumpollen, besonders Gramineen und Cyperaceen. Baumpollen steigen auf 40% an, besonders durch Birke. Juniperus bis 50% des Gesamtpollens. Obergrenze: Corylus/Myrica Anstieg auf ber 40% der Gesamtsumme. \
- 1a) Mehr Cyperaceen als Gramineen; viel Lycopodium salgo, Artemisia cf. norvegica, Artemisia sp., Thalictrum, Tubulifloren. - 1b: Mehr Gramineen als Cyperaceen, stets Empetrum vorhanden; \
- 1c: Juniperus Maximum bis 50% der Gesamtsumme. Birke Anstieg, Nichtbaumpollen Abfall. Am wichtigsten Filipendula und Rumex acetosella Typ. - 1d: Birke am wichtigsten. Corylus/Myrica Anstieg. Juniperus und Rumex acetosella Abfall. \
- LD2: Birke und Corylus/Myrica hoch. Espe vorhanden. Isoetes und Pediastrum Anstieg. Obergrenze bei Ulmenanstieg auf 20% des Baumpollens; Anstieg von Eiche. \
- LD3: Baumpollen, besonders Ulme und Eiche, von 30 auf 45% der Gesamtsumme. Birke stets Abfall. Kiefer von 10 auf 30%. Hedera und Sorbus relativ viel. Alnus glutinosa und Pteridium beginnen. Obergrenze bei Erlenanstieg. \
- LD4: Baumpollen 50% der Gesamtsumme, besonders Erle und Eiche. Recht viel Ulme und Birke. Kiefer Abfall auf unter 10%. Eschenkurve beginnt. Obergrenze bei Ulmen Abfall, Anstieg von Calluna, Gramineen, Cyperaceen, Pteridium, Sphagnum. \
- LD5: Baumpollen (besonders Erle, Birke, Eiche) von 50% auf 20%. Nichtbaumpollen, Ericaceen Anstieg. Obergrenze bei starkem Anstieg von Calluna, Rumex acetosa Typ, Plantago lanceolata, Selaginella, Sphagnum, Farne, Pilze. \
- LD6: Baumpollen etwa 20% der Gesamtsumme, beherrscht von Erle, Eiche, Birke. 30-40% Kruter. Isoetes, Pediastrum steiler Abfall\
\
Regionale Pollen assemblage zones: Gramineen-Weiden: Nichtbaumpollen mehr als 50% der Gesamtsumme. Empetrum wichtigster Zwergstrauch. Obergrenze bei Corylus/Myrica Anstieg auf ber 40%. Insgesamt hier tiefste pollenfhrende Zone. Alter? Wohl Ende Sptglazial oder bis sehr frhes Flandrian. \
- Birke-Hasel/Myrica: Ulme Anstieg. Andere Bume recht wenig. Obergrenze wo Birke kleiner 70% und Eiche Anstieg. Insgesamt nur dnne bergangszone. Alter?. Mglicherweise in verschiedenen Gebieten unterschiedlich alt. \
- Ulme- Eiche: von Baumpollen beherrscht, besonders Birke, Ulme und Eiche zwischen 15 und 20%. Recht viel Weide. Kiefer grer 10% nach oben Anstieg. Alter wohl 7541 +/- 120 v.h. an Unterkante (vielleicht etwas lter) bis 7242 v.h. an Oberkante (Daten anderer Moore!). \
- Erlen-Ulmen: Baumpollen dominant. Erle 30-50%. Ulme um 15%, Eiche 20-25%, Birke 10-20%. Kiefer stets Abfall. Obergrenze (anderes Moor!) 5080 +/- 100 v.h. - Erlen-Eichen-Plantago lanceolata: - Kiefern-Buchen- In SB3 hier Rubus chamaemorus. \
- Geschichte der Moorbildung. In letztem Teil der Erlen-Ulmen-Zone wird relativ trockenes Calluneto-Eriophoretum abgelst von Sphagnum-Moor mit Sphagnum imbricatum, Eriophorum vaginatum, Rhynchospora alba, Drosera: Aktiv wachsendes, nasses Sphagnum Moor. So bis fast Ende SB4, fast reiner Sphagnumtorf. \
Erst in dieser Zeit entstand wahrscheinlich heutiges Teichsystem, langgestreckter Teiche im Moor. Wohl bedingt durch Rodungen.\
- Im Loch Dungeon ab 3000 v.Chr. recht hohe Sedimentationsrate. Viel hher als vorher! Sediment nach Mackereth aus Einzugsgebiet. \
- Sorgfltige Diskussion der unterschiedlichen Pollensedimentation und- erhaltung in See und Moor. \
- Starke Sedimentation ab 5000 v.h. hier erklrt durch Rodungen in Umgebung. - Bereich Corylus/Myrica Anstieg mu Klima besser geworden sein: relativ hohe Sommertemperatur und wenig Sptfrste. \
Ausbreitung von Ulme und Eiche erfordert keine neue Klimaverbesserung, da heute im selben Gebiet wie Hasel. Hedera wanderte mit Eiche und Ulme ein, hatte grte Hufigkeit in Ulmen-Eichenzone. War offenbar weit verbreitet und reichlich hier. \
Blht spt (Oktober und November). Blte blockiert durch Sommermittel kleiner 13 Grad C und Temperatur des kltesten Monats von minus 1.5 Grad C. \
Verringerung des Hedera-Anteils in Erlen-Ulmen-Zone kann Hinweis auf etwas weniger ozeanisches Klima sein. Spter Abfall in Erlen-Eichen-Plantago lanceolata- Zone aber entweder klimatisch oder anthropogen. \
- Zu Beginn Erlen-Ulmen-Zone breitet sich Kiefer auf austrocknenden Mooren kurz aus (gegen 7400 v.h.). Aber gegen 7000 v.h. durch Anstieg der Feuchte Moore ausgedehnt, Kiefer vernichtet. Wurde dort selten.\
\
Ab 7000 - 5000 v.h. dort Gleichgewicht. Mesolithischer Mensch hatte anscheinend wenig Einflu auf Vegetation, obwohl nachweisbar! Baumwuchs wohl bis zu Bergesgipfeln, hchstens lokal nicht, etwa steile Felsen und dergleichen. Dort auch alpine Pflanzen vielleicht erhalten. \
- Ulmus Abfall vielleicht Kombination verschiedener Faktoren, wie Krankheiten, Schneiteln, Ringeln, Klima. Als aber Ulme geschdigt, Bodenverschlechterung schnell zu endgltigem Schaden der Ulme fhrend. \
- Geschichte der Rodungen am Snibe Bog sehr ausfhrlich. Pollendiagnosen.\

10264	\
 Vegetationsgeschichte- Arbeit, nicht F63 \

10266	\
Bemerk.: Nur engl. summary\
\
 Hier Gebirgsterrassen. Teils durch glaziale Einebnung, teils durch langsames Abgleiten des Schuttes. Rezente Gletscher nur in NO-Exposition. Unter Schneefeldern Einebnungsflchen (wohl vergleichbar mit Nivationsnischen, Fr.). Polygonbden. Keine 2 Glazialperioden erkennbar.\

10267	\
Bemerk.: engl.Zusammenfassung\
\
 Oberlaufgebiet des Uls Strukturbden in Tlern. Am Denezkin Kamen'alte zirkusfrmige Talschlsse (Hinweis auf ehemalige Schneefelder) in 800-900m Hhe. Aber stark zerstrt. \
hnlich am Pogasovyj Kamen'im Oberlauf des Kutym. Hier Kare und Zirken in 900m Hhe. In Tlern aber nur Solifluktionsmaterial, heute z.T. noch in Bewegung: Nackte Streifen, die zu Tal ziehen. Wenn also ehemals alte Mornen vorhanden, dann inzwischen durch Solifluktion verschleppt. \
Also im Ural sdl. 62 Grad nrdliche Breite nur selten Vereisungsspuren: Nur noch undeutliche Kare. Diese kommen nach Sden bis zum Kanzakovskij Kamen'vor. Whrend letzter Eiszeit im Nordural (Visera-Ural) nur ganz kleine Gletscher, die nicht aus hchsten Massiven heraustraten.\
\
Im Subpolar-Ural aber starke Vergletscherung. Gebirgsterrassen fr Visera-Ural charakteristisch. Aleskovs Ansicht, da sie genetisch mit Gletschern zusammenhngen mten, wohl falsch, da sie dann im Norden hufiger als im Sden sein mten. Gebirgsterrassen auf allen Gesteinen. \
Wo strkerer Erosion, da Gebirgsterrassen schwcher. Auch Exposition spielt keine wesentliche Rolle, da a) Gebirgsterrassen an allen Hngen auftreten knnen und b) Terrassen an West- und Ost exponierten Hngen desselben Berges gleich gestaltet sind. Vielleicht nur Nord- und Ost-Hnge etwas schneller sich entwickelnde Terrassen. \
Hnge der Terrassen 25-75 Grad Neigung, meist 35-45 Grad. Oft unterer Teil des jeweiligen Hanges steiler als briger Teil (bis senkrecht). \
Hier kommt anstehender Fels zu Tage. Oberflche der Terrasse 2-5 Grad geneigt, mit 1.5-2.5m mchtiger Schuttdecke, nie mehr als 3.5-4m; bisweilen Fels schon in 0.5m Tiefe. Hchste Stelle der Terrasse nicht immer an Kante zu nchster Terrasse. Solifluktion geht dem jeweiligen Geflle nach. Am Fu des Hanges meist keine Schuttanhufung, nur da, wo untere Terrasse stark bewachsen. \
Auf Terrassen fast immer Steinstreifen (so am Pojasovo Kamen'), die durch Wabenbden gegliedert sein knnen. \
Auf mehr oder weniger ebener Terrassenoberflche Polygonbden. Feinerdezone zwischen Steinstreifen ber diese erhht, da Feinerde nach Seite beim Gefrieren drckt und da in Steinstreifen Entwsserung verluft. \
Profil durch Terrasse: zu unterst unebene Oberflche des Fels. Drber grobe Blcke, durch Gefrornis verbacken.\
\
Drber Feinschutt und teils Feinerde mit greren Blcken. Zu oberst Schutt mit Frostsortierung, die nicht tiefer als 70cm hinabreicht. Teils Ton hochgepret zwischen grberen Blcken hindurch durch Volumenzunahme des gefrierenden Feinmaterials. \
Flieerscheinungen (Sortierung des Schuttes parallel der Erdoberflche und Faltungen bei Felsrippen) reichen bis 1.5m hinab. Lange jahreszeitliche Gefrornis knne ewige Gefrornis als wasserundurchlssigen Horizont ersetzen. \
Oberflche der Terrassen im Winter fast stets mehr oder weniger schneefrei. Untergrenze der Gebirgsterrassenbildung klimatisch bedingt durch untere Verbreitungsgrenze der ewigen und der jahreszeitlichen Gefrornis. \
Auerdem aber durch Waldgrenze: Stt der Wald nach oben vor, dann wird "Regime der Solifluktionsvorgnge wesentlich gendert (S.65)." \
Deutlichkeit der Formen nimmt von Sden nach Norden ab, gleichzeitig sinkt aber auch Untergrenze ab: Iremel oberhalb 1100m, Viserskij Ural mehr als 700m, Subpolarer-Ural oberhalb 500m, Novaja Zemlja oberhalb 150m. Gebirgsterrassen berziehen altes Erosions- und Denudationsrelief (Peneplaines). \
- Verfasser bezeichnen es als mglich, da hohe Terrassen auf Novaja Zemlja (Gronlie) junge Gebirgsterrassen sind. \
- Visera-Ural sei im Postglaziall um 100-200m gehoben (keine Beweise, Fr.). Dadurch verstrkte Erosion und kleine Gletscher. Fr Gebirgsterrassen Bezeichnung "Frost-Solifluktionsterrassen" vorgeschlagen.\

10268	\
 Im Gebiet der "Golec-Denudation" Girlandenbden, Blockmeere, Steinstreifen u... \
Golecterrassen sehr verschieden breit, meist klein, doch oft grer 10 bis grer 100 m breit und 1-3 km lang. Steilabflle zwischen ihnen 30-40 Grad bis fast 90 Grad. Hhe der Stufen wenige m bis einige Zehner oder Hunderte von Metern. \
Oberflche der Terrasse flach geneigt (2-5 Grad), tragen Polygonbden und Steinstreifen. Auf den Terrassen und flachen Gipfeln im Mittel 2-4 m mchtige Verwitterungsdecke. An Stufen hngen aber Anstehendes. \
Genese der Terrassen: Wo Steilstelle in Flachlage bergeht, durch strkere Feuchtigkeit starke Frostwirkung: " Linie des Frostangriffs". Dadurch rckt Steilhang zurck. \
Gleichzeitig durch Frostsprengung Schutt weiter zerkleinert und durch Solifluktion hangab transportiert. Hierdurch aber Oberflche nivelliert, und damit auch "Linie des Frostangriffs" strker ausgeprgt und vereinheitlicht. \
Tieferlegung der Terrasse geht langsamer (Schutz durch mchtige Verwitterungsdecke), als Rckschreiten des Hanges. Dadurch breiten sich Terrassen immer mehr aus. Terrassen gehen ber die verschiedensten Gesteine und Strukturen hinweg. \
Schieferberge bieten aber primr weniger Ansatzpunkte fr Terrasssenbildung, als Quarzitberge, da erstere a priori ausgeglicheneres Relief. \
Schlielich bleiben an der Stelle der ehemaligen Kappe nur noch bizarre Felsgestalten (bolvan), die auch zerfallen. Sich ausdehnende Terrassen fressen sich gegenseitig auf und erniedrigen den ganzen Berg. Dadurch entstehen aber im Endeffekt weite Hochflchen! (zumal da Terrassenbildung geologisch sehr schnell geht). \
Golec-Verwitterungszone reichte im Nord-Ural in Eiszeit 200m tiefer hinab als heute. Auf diesen Terrassen nur in den seltensten Fllen fossile (tertire) Verwitterungsrinden gefunden. \
Golec-Einebnung = "Altiplanation". \
Verfasser meinen, da manches, was als Peneplain angesehen wird, vielleicht Golecterrassen sind.\

10271	\
 Ca. 1250 Vogelreste aus letztem Interglazial, Hochglazial, zu Ende gehendem Hochglazial und Holozn: 26 Arten, 6 davon neu fr Polen. \
Letztes Interstadial sehr reichlich Moorschneehuhn; viel seltener Birkhuhn, Alpenschneehuhn, vereinzelt Auerhuhn, Wasserralle, Mornellregenpfeifer, Krickente, Feldlerche, Dohle. \
- Hochglazial: Recht hufig Moorschneehuhn, selten Birkhuhn, doch mehr als Alpenschneehuhn; ganz vereinzelt Bergente, Habicht, Tpfelsumpfhuhn, Regenbrackvogel, Sumpfohreule: Keiner, der auf grere Waldstcke angewiesen wre. \
- Oberes Hochglazial nach Kltemaximum extrem reiche Fauna, Nord- Sd gemischt, auch viele heutige Mitteleuroper. Viel reicher als Holozn!\

10269	\
Gebiet um Sondre Stromfjord, und zwar an dessen oberem Ende. Klimadaten (K). Makroklimaangaben fr Calamagrostis- Carex supina- Steppe, Salix glauca- Heide, Rhododendron- Heide (K). \
- Korngren der Lvorkommen (K). PH- Werte der Bden verschiedener Pflanzengesellschaften. \
- Tabelle der Ionenkonzentration verschiedener Bden und Seen. Hier sauer oligotrophe bis sehr alkalische Seen. \
- Chemismus dieser Seen, doch leider ohne genaue botanische Analyse. \
- Birkengrenze hier durch Kontinentalitt erklrt, und zwar nach Kppens Klimagrenze, bei Annahme von Sommerniederschlag. \
Glaubt, hier Grenze Waldland Steppe und Steppe/Wste auf diesem Wege zu erklren : Sehr interessanter Gesichtpunkt, auch fr Palo- klimatologie. Hier unter ozeanischen Klimaten Boden sehr viel saurer als unter kontinentaleren Klimaten.\

10270	\
Bemerk.: Abb.\
\
 Hier teilweise exzerpiert und photokopiert: Artemisia in Pflanzengesellschaften: \
S.141: Orkendalen. Wstengleiche Erosionsflche. Dryas und Carex nardina bilden Kolonien. Auf exponierten Standorten dazu noch Chamaenerium latifolium, Calamagrostis purpurascens, Artemisia borealis, Silene acaulis, Arabis arenicola, Rumex acetosella. \
- Zwischen Dnen: Dryas integrifolia, Carex nardina, Silene acaulis, Rumex acetosella, Artemisia borealis, Armeria sabra sibirica, Calamagrostis purpurascens, Lesquerella arctica, Elymus mollis, Arabis arenicola.\
 S.145: Sandflugtdalen auf trockenen Hngen Dryas, Kobresia myosuroides, Poa glauca, Calamagrostis purpurascens, Artemisia borealis, Carex supina, Carex nardina, Saxifraga tricuspidata, Rhododendron, Vaccinium uliginosum microphyllum. \
Auf Sd-Seite des Hgels wurde Carex nardina und Dryas seltener.-Dafr Carex supina und Artemisia hufiger. Auerdem hier Potentilla nivea, Melandrium triflorum, Carex glacialis.\
 S.146: Auf Hgel: Kuppe und Sdost-Hang steppenhnliche Vegetation aus Carex supina spaniocarpa, Calamagrostis purpurascens, Artemisia, Poa glauca, Potentilla nivea, Poa chamissonis; wenig Carex nardina.\
 S.156: Auf felsigem, mit Schotter berstreutem Sdhang: Saxifraga tricuspidata, Artemisia, Calamagrostis purpurascens als Dominante. Dazu Silene acaulis, Poa glauca, Potentilla chamissonis, Carex supina spaniocarpa, Campanula rotundifolia, Vaccinium uliginosum microphyllum; Arctostaphylos uva ursi, Arabis holboellii.\
 S.159: Auf trockenen Felssimsen: Saxifraga tricuspidata, Woodsia ilvensis, Potentilla chamissonis, Potentilla tridentata, Artemisia, Calamagrostis purpurascens, Kobresia myosuroides, Carex supina spaniocarpa, Campanula rotundifolia, Dryas intergrifolia, Saxifraga aizoon, Arnica, Viscaria, Sedum rosea, Papaver radicatum.\
 S.163: Auf sdseitigem Gehngeschutt: Salix glauca callicarpea, Arnica alp. angustifolia, Campanula rotundifolia und Draba lanceolata. \
Dann noch Taraxacum umbrinum, Draba aurea, Potentilla nivea subquinata, Pirola grandiflora, Saxifraga tricuspidata, Artemisia, Melandrium triflorum, Kobresia myosuroides; Trisetum spicatum, Cerastium alpinum, Polygonum viviparum, Saxifraga cernua, Saxifraga nivalis, Chamaenerium latifolium, Cystopteris sp. .\
- Steiler Nordhang: Arnica, Melandrium affine, Potentilla nivea, Pirola grandiflora, Saxifraga tricuspidata, Artemisia, Poa glauca (hufig), Campanula rotundifolia, Ceratium alpinum, Polygonum viviparum, Saxifraga cernua, Pedicularis hirsuta.\
 S.184: Bildet Artemisia borealis - Calamagrostis purpurascens - Arctostaphylos uva ursi Komplex. In ihm als ecogeographical species: \
1) Continental sub-low arctic xerophytes: Carex supina spaniocarpa, Roegueria violacea, Arabis holboellii, (Halimolobos mollis), Artemisia borealis, Antennaria affinis, Arctostaphylos uva ursi. \
- 2) weite arktisch kontinentale Erstreckung: Calamagrostis purpurascens, Potentilla chamissonis, Erigeron compositus, (Melandrium triflorum). \
- 3) Ultrabasisch -halobous: Braya linearis, Torularia humilis, (Draba lanceolata), Gentiana detonsa groenlandica, Puccinellia deschampsioides. - Climate species: Kobresia mysosuroides, Rhododendron lapponicum, Dryas integrifolia, Betula nana, Arnica alpina, Draba aurea, Primula stricta. \
- S.188: Artemisia borealis scheint in Grnland kologisch von Population in Novaya Zemlya verschieden zu sein, denn in Novaya Zemlya kommt sie nach Regel (1932) zusammen vor mit Saxifraga oppositifolia, Luzula arctica, Saxifraga hirculus, Deschampsia alpina, die nicht als Xerophyten bezeichnet werden knnen.\
-S.195/96: Artemisia bildet z.T. Soziationen, in denen (Sondre Stromfjord) auf Dnen nur noch Festuca rubra und Chamaenerium latifolium vorkommen. \
S.203: Trockener Hang nahe wassersammelnder Felsflche (! = sehr hufig oder dominant): Carex scirpoidea!, Campanula rotundifolia!, Gentiana aurea!, Roegneria violacea!, Artemisia borealis !, Euphrasia!, \
Polygonum viviparum, Festuca rubra (var.), Trisetum, Carex supina, Calamagrostis purpurascens, Kobresia, Potentilla chamissonis, Potentilla crantzii, Cerastium alpinum lanatum, Erigeron compositus, Saxifraga tricuspidata, Saxifraga aizoon, Poa alpina, Luzula spicata, Cystopteris fragilis Dickieana. \
- S.204: auf "weien" Dnen: Elymus mollis, Honckenya peploides diffusa, Artemisia borealis, Calamagrostis purpurascens, Armeria sabra sibirica, Chamaenerium latifolium, Carex maritima. \
-S.207: Puccinellia - Cornicularia - Soziation, reich an Artemisia borealis auf sehr warmen Sd- und Sdwesthngen auf L oder L ber Lehm (Tabelle 24, S.208/209). \
- S.213: Auf sehr trockenem L: Salix glauca callicarpaea - Calamagrostis purpurascens - Soziation. Hierin neben Calamagrostis: Braya, Primula, Gentiana detonsa, Plantago maritima juncoides, Artemisia, Kobresia myosuroides, Campanula rotundifolia, Draba hirta. \
- S.253: Auf trockenem lehmigen Kliff: Artemisia, Poa glauca, Melandrium triflorum, Taraxacum lacerum. \
- S.277: Oberer Teil eines Sdhanges: Artemisia, Calamagrostis purpurascens, Carex supina, Potentilla chamissonis, Draba hirta. Armeria scabra sibirica: S.138: kontinentale Art. \
- S.142: Auf steinigen Ebenen: Dryas octopetala (coll.), Chamaenerium latifolium, Lesquerella arctica, Arabis arenicola, Armeria, Silene acaulis, Carex nardina. - Carex nardina Soziation mit Diapensia, Silene acaulis, Dryas, Armeria, Tofieldia coccinea. \
- S.164: Auf Sand, aber nicht zu trocken und nicht zu windexponiert: Arabis arenicola, Taraxacum lacerum, Armeria, Rumex acetosella, Chamaenerium latifolium. \
- S.175: auch in flechtenreicher Cassiope-Heide, z.B.: Dryas, Vaccinium uliginosum microphyllum, Rhododendron, Cassiope tetragona, Pedicularis lanata, Armeria, Tofieldia pusilla, Carex misandra, Carex scirpoidea, Equisetum variegatum, Polygonum viviparum mit viel Moos und Flechten. \
- S.202: In Kobresia mysuroides - Aulacomnium turgidum - Soziation, zusammen mit Carex norvegica inserrulata und Carex capitata auf ebenem zeitweise feuchtem Boden. \
- S.242: In Carex capitata - Soziation eines Rhododendron-Moores in Kobresia myosuroides-Rasen, zusammen mit Carex norvegica inserrulata. L: Auf ihm hufig Carex supina spaniocarpa - Soziationen (Tafel 20, Nr9,10,11,12). \
Bilden hier "Kurzgras-Prrie". Calamagrostis purpurascens - Soziation auch oft auf L. Bildet toll-grass- prairie. L reit in Spalten auf, z.T. mit Weidengebschen bei besserer Durchfeuchtung an Hangfen (Abb.53). \
-S.212: Um Store Saltso auf versalzenem L Puccinellia deschampsiodes - Braya linearis- Soziation (Tafel 24, Nr7-11). Hier auch Gentiana detonsa, Lomatogonium rotatum und Pottia heimii, auch Carex rupestris.- S.219: 2Auf L an feuchten Stellen auch Arctostaphylos uva ursi Gebsche!\

10272	\
Bemerk.: Abb.\
\
 Zone O2 im Niedersee= Allerd. O1 und O3 waldfreie Zeit des Sptglazials. Im Allerd aber hochstmmige Birken Bestnde bildend, und wohl auch Pinus silvestris vorhanden. \
Erst in Zone 1 endgltige Waldbedeckung des Gebietes (Zonenbezifferung vgl. Photokopie "Niedersee"). \
Im Allerd hier, wie auch in Schonen, Betula und Pinus gleich stark in Pollenresten; weiter stlich berwiegt Pinus, im Westen Betula.\

10273	\
Bemerk.: Pollendiagramme\
\
 Bohrung 1932. See: kalkarmer, kleiner Waldhumussee, ohne oberirdischen Zu- oder Abflu. 2.5km stlich Pln. Von anderen Seen umgeben. See klein aber tief, mit steilen Ufern. In Seemitte mehr als 9.3m organ. Sediment. \
- Pollendiagramm-Zonen nach Overbeck und Schneider.\
- VI=Boreal I: Kiefer 40-60%. Relativ viel Birke und Hasel. Eiche schon geschlossene Kurve, aber kleiner 3%. Ulme fehlt; Linde und Erle sporadisch.\
- VII=Boreal II: Kiefer 50-70%; Beginn bei Beginn steiler Anstieg von Hasel. Eiche langsamer Anstieg. Linde und Ulme unregelmig. Erle noch selten. Frage, ob Hasel-Doppelmaximum vorhanden?- \
VIII=Atlantikum: Rascher Anstieg von Erle und Eichenmischwald, steiler Abfall von Kiefer und Hasel. Rationelle Linden- Pollengrenze. \
VIIIa: Hohe Ulmen- und Lindenwerte. Vielleicht auch 2. Haselmaximum?. \
VIIIb nicht scharf abgegrenzt. Am besten noch durch steilen Anstieg Eiche, bis 48%\
- IX=Subboreal I: Beginn bei Steilabfall von Linde und Ulme nach letztem atlantischem Haselgipfel. Erle nur kleiner 30%. Birke und Erle mehrfach gegenlufig. In Mitte IX Beginn der zusammenhngenden Buchen-Kurve. Hier auch bald erstes Buchenmaximum von 19.5% Grund ?Schon frhborealer Buchenbestand?- \
X=Subboreal II: bergang IX/X nur schwer, in einem Profil. Dort Haselgipfel C4. An seinem Abfall Grenze IX/X. Viel Eiche. Linde verschwindet, Ulme nur sporadisch. Buche bis 29%.\
- XI=Subatlantikum I: Untergrenze bei Anstieg der Buchenkurve und bei empirischer Pollengrenze der Hainbuche. Buche in Leithorizont F1 bis 73.9%. \
Erle und Birke Abfall, Eiche starker Abfall; Linde und Ulme bedeutungslos. Letzter Haselgipfel bei Buchenanstieg zu F1. Dann starker Buchenabfall mit Ausbreitung von Birke und Eichenkurve.- XII=Subatlantikum II: Beginn bei starkem Anstieg der Unkraut und Getreidepollen. Gleichzeitig Abfall der Buchenkurve von F2. - Algen, Moose, Cladoceren. \
- Kurz vor borealem Haselgipfel Seespiegel niedriger als heute: Durchwurzelter Humushorizont. Dies bis 12m unter heutigem Wasserspiegel! Im jngeren Boreal, kurz vor sptborealem Haselgipfel, Wasserspiegel Anstieg um ca. 7m. \
- Im Atlantikum z.Zt. des Steilabfalls der Kiefer erneut Absenkung des Wasserspiegels um 15m +/- 3m. In 17m Tiefe aber normale Gyttja damals. \
Hierbei einige Dezimeter dicke Humusschicht gebildet, die See von elektrolytischem Grundwasser abriegelte. Gelstes Hydrogencarbonat jetzt an Humusstoffe gebunden. Seither See chemisch konstant als kalkarmer Waldhumussee. \
Absinken des Seespiegels entweder klimatisch oder- vielleicht besser- durch letztes Abschmelzen von Toteis? So auch Gripp 1953 fr dieses Gebiet.\
\
Noch im mittleren Atlantikum erneuter Anstieg bis ber -2.8m unter heutigen Seespiegel hinaus. - See im jngeren Atlantikum erneut um 13-14m gefallen. hnlich im Groen Plner See und in einem Moorsee bei Kiel. \
- Seespiegel blieb wahrscheinlich so tief bis Ende des Subboreals. Vielleicht hierbei Seespiegelschwankungen, die durch kurze Niederschlagsschwankungen erklrbar sind.\
- Mit Beginn XI mit scharfer Grenze neue lakustrine Sedimente. Wasser stieg erst langsam an, Anstieg wohl nicht kontinuierlich. Bei Fagusdepression zwischen F1 und F2 in 14.8m Tiefe 10cm Sand: Trockenphase mit erneuter berflutung. \
S.353: "Ein starker Wasseranstieg ist also erst in jngster Zeit erfolgt." So auch Groschopf am Groen Plner See. Nach Ohle (1972) dies anthropogen. \
- Fr.: Zwischen F1 und F2 aber anscheinend recht starker menschlicher Eingriff: Anstieg von Ericaceen (Nichtbaumpollen kaum dargestellt).\

13603	\
 Profilbeschreibung des Tagebaus Frechen, ab Indener Schichten (Oberes Miozn), bis Reuver einschlielich. \
Interessante Klimarekonstruktion aus Schwermineralspektren und anderen sedimentologischen Indizien: In Hauptkresserie semiarides bis semihumides Klima. In Rottonserie des Brunssumian humideres Klima.\

13602	\
 Karten der Flugeschichte ab jngerem Miozn. In Reuver Klima nicht generell feucht-gemigt, sondern wegen sedimentologischer und palontologischer Befunde mit starken Schwankungen der Temperatur und Feuchte. \
Anschlu des Elsa an den Rhein an Grenze Gauss/Matnyama, d.h. bei 2.44 Mill. v.h., d.h. etwas vor Pliozn/Pleistozn Grenze. \
- ltestpleistozn I mit Tiglium, bzw. dem mglichen quivalent, der Fortuna - Warmzeit (Schicht 13 der Erftscholle). \
Danach starke Diskordanz: Tektonische Bewegung und Kaltzeit. Im ltestpleistozn II Frechen- Warmzeit. Diese dreigeteilt; noch nicht sicher mit hollndischer Gliederung zu verknpfen. \
- Danach Hauptterrassenfolge, erneut tektonisch stark beeinflut. In Hauptterrasse III (um 700 000 v.h.) erste Zeugen echten Dauerfrostes weit verbreitet, mit verstrkter Schuttzufuhr aus Mittelgebirgen. \

13604	\
 "Grobes Mosbach" als unterster Teil vor 890 000 v.h. zeigt Wechsel von kalt zu warm. Dann Feinkrnige Mosbacher Dolinenfllung ebenfalls mit Wechsel von kalt zu warm. \
Am bergang etwa Ende des Jaramillo-events (890 000 v.h.). Darber Diskordanz unbekannter Lnge (ein Glazial und ein Interglazial?). Darber Graues Mosbach A, warm. \
Nach Diskordanz (ca. 700 000) graues Mosbach B mit Hauptfundschicht, khl. Hauptfauna hierin; vielleicht Mischung aus lteren umgelagerten Fossilien und neuen, khlklimatischen Elementen? \
- Darber Graues Mosbach C, kalt, in warm bergehend. Dann Diskordanz und T2- Terrasse (kalt zu warm). Drber L mit 4 Kalt- und Warmzeiten.\

10274	\
Bemerk.: engl.;frz. Zusammenfassung\
\
 Kurkar: olianit aus mehr oder weniger karbonatisch verfestigten, meist feinen Sanden. \
- Hamra: rtliche, z.T. braune Bden. - Kurkar-Hamra Rcken in Kstenebene ohne Faustkeilkulturen. Dann stlich davon Depression, danach erneut Kurkar-Hamra Rcken, jetzt mit Faustkeilkulturen. \
Nrdlicher Tel Aviv jungpleistozne olianitfolge: Kurkar III (11-10 000 v.h.) danach epigenetische Boden, Kebarium, 18-12 000; danach Kurkar II, danach mittel- pleistozne Bden, danach Kurkar I, danach umgelagerte Hamra, danach marine Strandterrassen ca. 80 000, danach Tyrrhen bei Tabun, ca. 125 000 in 39m NN. \
- Mittelpleistozner Boden auf Kurkar I an anderer Stelle (nicht, wo) 60-40 000 v.h., mit Mittelpalolithischem Profil Olga: Von epipalolithischem Bodenkomplex (=PK) gesprochen, doch nicht bewiesen. \
Bestehe aus fluvialem sandigem Material, mit Bodenbildung, humos bis tirsoid. Also whrend Zwischenraum Kurkar II/III Wechselspiel zwischen Sandzufuhr durch Flsse und Pedogenese. Profil Olga im Text und Abbildung sehr verschieden voneinander. \
- Bei Hefziba sehr reiches Epipalolithikum, angeblich zwischen Kurkar II/III, doch nicht bewiesen.\
\
Artefakte sollen in tiefgrndigem Aneines braunerdeartigen Bodens liegen. An beschriebener Stelle kein liegender Kurkar erkennbar (Fr.). \
Unklar insgesamt Zusammenhang mit Datierung (Fr.). In zusammenfassender Tabelle KurkarIII nach Kebarian/Natufian. Kurkar II= Jungpalolithikum, Kurkar I zwischen lterem Levallois- Mousterien und Jngerem Levallois-Moustrien. \
Hieraus insgesamt: 12000 bis heute warm-feucht; 32000-12000 kalt-trocken; 63000-32000 warm- feucht (ob mit Unterbrechung); um 92000 kalt-trocken; um 105000 warm-feucht; um 115000 kalt-trocken; um 122000 warm- feucht. Um 133000 kalt- trocken. \
Woher die vielen Alterdaten? \
Winde zu Zeiten der Regressionen aus Meer auf Festland geweht.\

13186	\
 Kreide bis Tertir\

10275	\
Flugplatz Gatow. 20m tiefe Baugrube. Hier unter Geschiebelehm und mchtigen Vorschttsanden lakustrin- telmatisches Interglazial, ab vorangegangenem Ende des Sptglazials: Eem. \
Geschiebe in Morne NNW und NNE in Lngsachse bevorzugt; entspricht dortigem Eisvorsto. Geschiebefhrung in Sand ber Eem entspricht Saale, doch als umgelagert angesehen. Unter Eem 0.7m mchtiger Tropfenboden darunter Spaltennetz. Darunter schlielich Glazifluviatil mit Saale 3-Spektrum. \
- Interglazial Sptglazial bis Carpinus Phase (grtenteils). Abies ganz oben gerade angedeutet. \
- Stets auffallend viel Pinus, sehr wenig Corylus. Unmittelbar zu Beginn und vor Carpinus-Taxus-Phase (bis 20% des Baumpollens). Dies schon zu Zeiten von Picea und kurz vor Tilia- Ausbreitung. Anscheinend frhe Carpinus-Ausbreitung der starken Eiben-Lindenphase hinderlich (Verfasser). \
-Schon ab Kiefer-Birke-Zeit  groe Klimagunst: Cladium, Humulus! - Hoher steter Kiefer-Anteil wohl durch ozeanisch/kontinentalen bergangscharakter des Klimas.\
- Stratigraphisch vermutlich hher Interstadialteil: Birke- Kiefer; Kiefer-Birke; anfangs mit Juniperus und Salix, mit Typha angustifolia inklusive Sparganium, sowie mit Picea, Larix, Quercus, Corylus. Alter dubios, Frhweichsel gut mglich. - \
Auerdem Torfproben unbekannter stratigraphischer Position. Viel Pinus, Quercus, Taxus, Carpinus, Picea, Corylus, regelmig Cladium, Abies und Larix: Ende Eem oder eines der Frhweichsel- Interstadiale? \
- Tropfenboden unter Eem deutlich erhht Pinus, Hippophae, Cyperaceen: wohl primr, doch kein direkter Anschlu zu Eem. - Spaltenstruktur darunter 2.8% Carpinus, 4.1% Alnus (bezogen auf Gesamtsumme). Unklar, woher.\

10276	\
 Mollusken- und Diatomeenlisten, Geomorphologie a) Tibesti: Maarsee im Trou an Natron 15000-10000v.h.. Kraterseen anderer Krater dieses Gebietes 8500-8000 v.h. \
- Talseen der "Mittelterrasse" des Enneri Zoumri (oberer Bardagu) : 15000- 10000 v.h. Kalkkrusten darber: 8500-7000 v.h.: Interpluvial. - Seekreiden der Talbasaltschlucht des oberen Yebbigu: 8200 v.h.. \
Fossile Seen zwischen Endpfanne des Bardagu und dem Djebel Nero im Sdteil der Sserir Tibesti zwischen 7500 und 6500 v.h.: angeblich Sdpluvial. \
Sdost-Auslufer des Tibesti (Endpfanne von Ounianga Kbir) Seesediment 6200 v.h. Dort ehemalige starke neolithische Besiedlung, mit Werkzeugen zur Getreidebearbeitung. Hieraus: letztes Wrme- und Feuchteoptimum vor etwa 8000-5000 Jahren. \
- In Nhe des Enneri Dirennao zwischen lakustrinen Sedimenten gegen 8000 v.h. Kulturschicht: vielleicht nur kurze Trockenphase. \
- Also Zeiten der Seen hier: a) 15000- 10000 v.h.; b) 8200 v.h.; c) 7500-6200 v.h.. Trockenzeiten: 8500- 7000 v.h. b) Tschad-Binnensee: Neo-Tschad-Binnensee erster Maximalstand 12000-10000v.h.; Seespiegel 335-340m. \
- Dann Regressionsphase. - Gegen 7000 v.h. nochmals Hochstand bis etwa 320m. - Regression. - 3.Transgression 3500 v.h. "Bahr el Ghazal'" Stadium. Damals im nrdlichen und sdlichen Tschadbecken je ein Binnensee, von Bahr el Ghazal miteinander verknpft.\

10223	\
Bemerk.: engl.Zusammenfassung          Vgl. Karten und Diagramme\
\
 Neue Einteilung Gerasimovs, die auch von Verfassern benutzt wird: \
1) Phase der Waldinseln: Kiefer 40-60%, Birke 40-50%, Fichte 8-30% (verschwindet zum Schlu), Weide 10-50%, Erle bis 8%, ausnahmsweise Eichenmischwald-Pollen. \
2) Phase der Kiefern-Birken-Wlder: Fichte, Weide, Erle, Eichenmischwald zufllig; nur selten mehr als 3-5%. Birke teils bis 80%; Kiefer an 2.Stelle, nimmt in Mitte der Phase zu. \
3) Eichenmischwald-Zeit: Eichenmischwald 15-25%, Erle bis 30%, Fichte erreicht am Ende Maximum (im Gegensatz zu Erle und Eichenmischwald). Birke und Kiefer 20-40%, Weide vereinzelt. \
4) Fichten-Wald-Phase: Eichenmischwald und Erle nehmen ab; Fichte steigt zunchst stark an, sinkt dann zu Gunsten der Birke ab. 5) Gegenwart: Kiefer und Birke nehmen anthropogen zu.\
\
Am Lachtinsker Moor bei Leningrad erschlossen, da 1.Phase = Yoldiameer und Pr-Yoldia-Zeit; 2)Phase = Ancylussee; 3) Phase = Litorinameer; 4) Phase = Ostsee. \
Waldrefugien in Eiszeit S-Ural, Poles'e und Mittelrussischer Rcken. Auerdem noch wahrscheinlich stlich der Eisrandlage (klteresistente Taigapflanzen), da Fichte frh in Senkursk und Archangelsk erscheint und sich ununterbrochen weiter nach W ausbreitet, obwohl im S gleichzeitig Fichte schnell verschwindet. \
Eine trockene Phase auf Grund der theoretischen berlegungen (fossile Dnen u.a.) in subarktische Zeit gelegt. \
Lehnen subboreale xerotherme Periode ab, da Atlantikum wrmste Zeit gewesen sei und da Grenzhorizont vielfach natrliche Wachstunserscheinung auf Mooren sei. Es werde aber nicht Mglichkeit verneint, da bei kleineren Trockenphasen des Klimas auch Rnder der Hochmoore austrockneten, was meist durch Bohrungen festgestellt wrde. \
Keine wrmezeitliche Ausdehnung der Steppe gegenber heute. Sehen jngere Fichtenphase als Ergebnis des Kampfes ums Dasein an (Konkurrenz), der etwas durch geringere Klimaverschlechterung gesteuert wird. \

10224	\
Schwingrasen um Seen, aus Sphagnum. Eines der Moore beginnt Ende des Boreals, um See stets Kiefern-Wlder und Hypnaceen. Karstseen, mit umgebenden Verlandungsmooren. \
In einem PD, sehr wenig ausgearbeitet, keine 14C-Daten; diese vielmehr aus anderen Arbeiten per analogiam bernommen. Angeblich ab Boreal einschlielich. \
Aber Pollenflora in sich sehr einheitlich, mehrfach gleichartig oszillierend. M.E. recht jung: Mit Torfbildung beginnt hoher Prozentsatz der Artemisien, Chenopodiaceen, Kruter, Corylus. Viele Klimahypothesen, durch nichts im Diagramm wirklich erwiesen.\

10226	\
Plantago coronopus und Plantago macrorhiza \

10225	\
Vorgeschlagen Gefrierschockverfahren zur Bewahrung der rumlichen Strukturen des gesamten Pollenkorns. Arbeitsanleitung.\

10227	\
Mt. Giluwe von 2100 bis 4368m ansteigend. Erloschener Vulkan. Im Pleistozn vergletschert. Eiskappe bis 3200-3500m hinab. Im vergl. Gebiet ehemalige vulkanische Formen glazigen umgewandelt. Bei maximaler Vergletscherung Talgletscher 400m dick. Reichten bis 2750 bis 3000m hinab. Nur stlicher Hauptgipfel ragte als Nunatak aus Eis. \
Talgletscher auf N, NW und S-Seiten. SW-Seite Unterkante der Eiskappe bei 3200-3300m. Auf SW-Seite 5 Gruppen von Rckzugsmornen. 2.jngste mindestens 7000 Jahre alt, jngste mindestens 3500 Jahre alt: C14-Daten basaler Torfschichten. - Im O fluvioglaziale Terrassen, heute 40m tief eingeschnitten. In Terrassen Torfhorizonte.\
\
Oberster in 2.4m Tiefe gab c14-Alter: 23600 +/- 1100 v.h.; also Hauptvergletscherung +/- gleichalt mit Wisconsin-Vereisung.\

10228	\
Gebiet nrdliche des Parry Channel. 74Grad 30Minuten und 83Grad 07Minuten n.Br.. Whrend letzter Eiszeit von Innuition Eisdecke bedeckt. Daten hier vor 1950, nicht hinsichtlich Meereseinflu auf Muschelschalen korrigiert. \
- Gegen 11000 v.h. langsam Aufbrechen des Innuition Ice Sheet nrdlich des Laurent. Eisschildes auf Melville Insel. Erster Meereseinbruch von W her und an S-Kste von Melville. lteste Daten an Meeresmuscheln 11600 +/- 370 v.h. an S- Kste, 11160 +/- 150 v.h. an O- Kste. lteste Meerersstrae datiert 10800- 10000 v.h. \
Distale Seite der Winter Harbour Morne an S- Kste von Melville zwischen 11310 +/- 150 und 10340 +/-v.h.; proximal alle dicht bei 9500 v.h. - Zwischen 9500 und 9000 v.h. ffnete sich Parry Kanal. \
Gegen 9500 v.h. auch Meeresvorsto in Nares Strae. - Gegen 9000 v.h. fast alle Straen zwischen den Inseln und viele Fjorde eisfrei. Gegen 8000 v.h. alle Kanle eisfrei; aber vielleicht noch die nrdliche Nares-Strae eisbedeckt. \
In Kane Basin und weiter im N nichts bisher, lter als 8000 v.h. \
- ltestes Treibholz in nrdlicher Nares-Strae erst 6000-7000 v.h. In central Bathurst Insel basale Torfschichten eines 2.75m langen Kernes 9210 +/- 170 v.h. mit Resten von Pflanzen, die heute dort nicht mehr vorkommen. \
- ltestes Treibholz in NW- Kste von Ellesmere 8500 +/- 200 v.h. - S-Ellesmere, bei Muskox Fjord, Cape Storm, 22 14C- Datierungen an Treibholz. Bisher Holz nur unter + 71m und meist ber +16m. \
Nur 2 Stmme bei 10 und 7m Hhe: Starke Konzentration des Holzes zwischen 6500 und 4500 v.h. - 8500-6500 Jahre altes Treibholz seltener als das von 6500-4500 v.h. In 2.Intervall Straen sicher genauso offen oder offener als heute. \
In Schweden mehr als 50 Baumstubben oberhalb  der Waldgrenze 8500-4000 v.h., nur sehr wenige jnger als 4000 v.h. Mehr als die Hlfte zwischen 6500 und 4500 v.h. - Zwischen 4500 und 500 v.h. weniger Treibholz in Queen Elizabeth Islands als vor- und nachher. \
Zwischen 8000 und 6500 v.h. kein dem heutigen vergleichbares ( also viel geringeres) Schelfeis an Ellesmere - N- Kste. Ward Hunt Shelf Ice an Disraeli Fjord erst nach 3500-3000 v.h. entstanden. \

10229	\
Hebung von um 1cm pro Jahr oder weniger. Auf keinen Fall 2.3 cm, wie Birkenmajer annahm. Dies seit letzten 1300 Jahren.\

10231	\
Cava Nera Molinario. Hier ber "Tuff mit schwarzer Asche", der jnger als Flaminia- Kaltzeit ist, durch Frost marmorierter und strukturierter Horizont: Zellenstruktur nach Van der Vlerk und Florschtz. \
An anderer Stelle (Meli alla Sedia del Diavolo, im Valle dell'Aniene) in stratigraphisch angeblich vergleichbarem Horizont Cygnus Bewicki und Branta leucopsis:\
Deuten ebenfalls auf Kaltzeit. Diese Zeit vor letztem Interglazial, als Nomentano-Eiszeit bezeichnet. \
Danach hypothetisches Schema: Donau           Acquatraversa Gnz            Cassio? Mindel I        Cassio? Mindel II       Flaminio? Pr-Ri         Flaminio? Ri             Nomentano Wrm            Pontino. \

10232	\
In Pontinischen Smpfen in Canale Mussolini Torf mit bis 100% Abies, ber fossilem Strand mit Strombus bubonius. Dieser Torf lter als 55000 C14-Jahre !\

10236	\
Beispiel der Grotte Romanelli, Terra d'Otranta, S-Italien.\

10230	\
An Via Cassia in Cava Arcangeli Schotter. Darber 0.6m Swassertorf; drber 10m Schotter; drber Lehm, in dessen Hangendem lteste Tuffe der Sabatino-Gruppe anstehen. Torf also lter als vulkanische Ttigkeit. \
Enthlt Pollen von Tsuga, Zelkova, Carya und sehr groen Pinus haploxylon, Cedrus und kleiner Pinus-Typ. Pinus silvestris 15 PK, Abies alba 9 PK, Alnus 12, Picea 1, Ulmus 1, Quercus 3. Mollusken: Zonites cf. albanicus Z. 2.(Retinella) olivetorum, Helix (Theba) carthusiana Drap., Cyclostoma elegans, Cyclostoma elegans forma obesa n.f. \
Flora deutet auf kaltes Klima, das einer nordischen Vereisung entspricht. \
Da aber gleichzeitig noch Tsuga, Zelkova und Carya, mu diese Kaltzeit vor Mindel oder gerade zu Beginn von Mindel erfolgt sein. \
Wird hier mit Lokalnamen der "periodo glaciale Cassio" bezeichnet. Nhere zeitliche Stellung unklar.\

10234	\
An Via Flaminia, in Cava Nera Molinario. Hier in 50-55m ber dem Meer Torfhorizont mit zwischengeschaltetem trachytischem Tuffband, das Beginn der vulkanischen Ttigkeit der Sabatino-Gruppe anzeigt. \
An anderer Stelle in diesem lignitischem Torfhorizont PF: Alles Waldflora, meist allerdings sehr pollenarm. Mittlerer Horizont bei Fontanile del Cecio: Pinus 5 PK, Quercus 14 PK, Tilia 3 PK, Ulmus 1, Alnus 5, Salix 2, Abies 57; vereinzelt Taxaceae und Cupressaceae, Artemisia, Castanea. \
Alle anderen Horizonte enthielten Abies, Quercus und Tilia, wobei Quercus und Tilia ber Abies dominieren. Daneben noch Corylus, Carpinus, Betula, Buxus, Hedera, Vacciniaceae. \
In Abies-Zeit offenbar betrchtliche Abkhlung und Hinabdrcken der Vegetationshhenstufen. Dies sicher gleich Eiszeit im Norden. \
Unter dem Torf in geschichtetem Ton Malakofauna: \
Limax (?) duplex, Euconulus fulvus (!), Goniodiscus rotundatus, Punctum pygmaeum (!), Vertigo antevertigo (!), Succinea Pfeifferi, Limnae (Radix) ovata, Planorbis laevis, Carychinum tridentatum, Acrolosux lacustris, Bithynia tentaculata, Bythiniella viridis, Pseudamnicola cyrniaca var. minor depressa, Belgrandia marginata var. brevis (!), Pisidium (Eupisidium) personatum (!), Pisidium sp. \
Mit (!) gekennzeichnete Arten heute nordische oder montane Tiere. \
In Cava Nera Molinario aus grauem Tuff, nahe an seiner Basis, Knochen von Cygnus Bewicki: Heute nrdliche Verbreitung. \
- Spter aber, in grauem Tuff, nicht mehr Abies, Fagus, Tilia, Betula, Picea; sondern Ilex aquifolium, Laurus nobilis, Laurus canariensis, Hedera helix, Buxus sempervirens, Taxus, Ruscus acul., Vitis vinifera, Prunus lusitanica, Smilax sp., Zelcova crenata, Clematis vitalba, Ulmus campestris (Tongiorgi 1938-39). \
Daher Kaltzeit als Flaminia- Eiszeit bezeichnet, irgendwo zwischen Beginn Mindel und Ri. \

10238	\
Kap Phocas, Mergelig- kalkige, lakustrine Sedimente, ber Tonen des Sarmat. In Kalken aus Mergeln und Lignite in Unterer Paludinenschicht (Vivipara brusenai) Ende Miozn, Anfag Pliozn: Sciadop. 24%, Pinus diplox. 24%, Taxoidac. - Cupressaceen 20%. Pinus haplox. 5%. \
Dazu T. henrici, T.fallax, T. edmundi. Hher oben 70% Pinus diplox, mit P. Halepensis, Abies (5%), Picea (5%). Neogene Formen, wie Pinus haplox., Taxodium, T.villensis, T. microreticulatus sind selten. \
- Lenvant. Sedimente 30 Grad nach S bis SW gekippt. Drber marine Sedimente, frher noch als Quartr angesehen. Wegen Chlamys scabrella und Cerithium arenatum aber sicher noch Pliozn. \
- Gebiet Cordamena - Antimachia: Pinus diplox. 60%, P.halepensis, P. haplox. 5%, Sciadopitys 5%, Cupressaceen 5%, Abies 4%: Recht junges Pliozn. Nur sehr wenig Taxodium, T. henrici, T.fallax, T.parmularius, T. pseudocingulum (alles zusammen kaum mehr als 15%). \
- Nrdlich von Vecchia Cardamena in blauen Tonen nach Fauna Calabrien: Fast nur noch Pinus diplox. und Cupressaceen. \
- Nordstlich von Antimachia ber Sanden mit Elephas meridionalis, Hippopotamus maior: typische quartre Pollenflora: Kiefer dominant, mit P. halepensis. Dazu Carya, Pterocarya, Juglans, Quercus coccifera. Tertire Formen fehlen.\

10239	\
Frostbodenkartierung; Beobachtungen zu Hangabtrag und Intensitt der Bodenbildung.\

10240	\
Ursache fr eustatische Schwankungen sei Ausfall vulkanischen oder atmosphrischen Staubes auf polare Eiskappen gewesen: Vulkanische Ttigkeit und L- Bildung von vorrckendem Eis verursacht.\

10242	\
Sptglazial\

10245	\
Gebiete: Ri- und Wrmmornen Oberschwabens, Weichselmornen Schleswig-Holsteins und Dnemarks, Llandschaft Wrttembergs, Buntsandstein- Flchen des Schwarzwaldes. Letztere jetzt gelesen. Aus PA von Hauff (1957, 1960): Missen seit Atlantikum. \
Im Subatlantikum in flachen Mulden bis zu 2m mchtige Moore. " Die Rohhumusakkumulation der Missen unter Buche und Tanne wurde erst mit der Entwaldung und Streunutzung durch den Menschen gebremst und die Standorte verheideten. " Hier Stagnogley in Misse in 690m (R: 5399610, H: 3473920). \
- Natrlich hier angeblich Tannen- Buchen- Kiefern- Wald auf Stagnogley. Jetzt aber lichter Fichten Bestand mit Ericaceen, Molinia, Sphagnum. Trockenperioden von 1-3 Woche\
n wirken sich auf Wasserhaushalt der Torf-Stagnogleye kaum aus. - In Stagnogley unter Rohhumus in O-Horizont Wassergehalte whrend lngerer Trockenperioden rasch um 1/2 zurck; in A-Horizonten um 1/3. \
- Stagnogley und Torf-Stagnogley in allen Mineralhorizonten whrend dreier Mejahre ber Wasserkapazitt mit Wasser gefllt. Hauptwurzelbereich der Krautvegetation kann aber stark austrocknen. Torfstagnogley nach 14C maximal 6000 Jahre alt (Woher dieses Datum? Stratigraphisch Position der Probe ? genaues Alter ?)\

10246	\
Definition der Begriffe: arktische, subarktische, boreale, subboreale, atlantische, subatlantische Flora als Florenelemente, dargestellt am Beispiel Norwegens. Disjunktes Areal der Pflanzen dieser Elemente bedingt durch sptere teilweise Vernichtung der Pflanzen. \
Einwanderungssprnge knnen vorkommen, sind aber selten. S.9: " In der Vegetation der Gegenwart spiegelt sich die sptere geologische Geschichte unseres Landes, und jene oben erwhnten Artgruppen bezeichnen Abschnitte derselben." \
Schilderung der zeitlichen Abfolge dieser Elemente. Arktische Flora, die viel mit der grnlndischen gemein hat, berdauerte vielleicht Eiszeit in Norwegen? \
Einwanderung der anderen Elemente, die mit Zeiten unterschiedlich getnter Klimate parallelisiert werden, wohl im N nrdlich der Ostsee und im Sden ber dnisch-sdschwediche Landbrcke. \
Wanderung der Arten ber das Meer: Mglichkeiten: Wind, Wasser, Treibeis, Zugvgel. Floren Skandinaviens, Farer, Islands relativ (Flche, Breitengrad) sehr gleich. \
Jan Mayen, das rings von Tiefsee umgeben ist, dagegen sehr unterschiedlich. berhaupt Floren von Gebieten, deren Pflanzenzuwanderung auf einem der drei oder 4 Wege angewiesen ist, hchst unterschiedlich: Bali-Lambok, Gallapagosinseln, Sdatlantische Inseln, Jan Mayen. \
Dagegen groe Florenhnlichkeit bei Inseln mit Verbindung durch submarine Schwellen: Hinweise auf ehemalige Landverbindung! Liste von Florenelementen im Nachtrag.\

10248	\
Das eine bei Kvam, das andere bei Faberg. Kvam: 500m ber dem Meere. Heute keine Kalktuffbildungen mehr. Im Tuff: Nadeln, Rinde und Zapfen von Pinus sylvestris L., Vaccinium vitis idaea L., Hypnum falcatum Brid. \
"In der Mitte der Bank" (horizontal oder vertikal? Fr.) Kiefern Nadeln etwas sparsamer. Hier hauptschlich Betula odorata Bechst. ( und Betula verrucosa Ehrh.?), Populus tremula L., Salix? caprea? L., Mnium punctatum, Peltigera canina (L.) Th.Fr.. Keine einzige Picea Abies (L.) obwohl sie heute dort wchst. \
Unter dieser Bank fossilfreier Kies. \
Darunter 3cm loser bis harter Tuff mit weniger Kiefern- Nadeln, die ausnahmslos kleiner als oben sind. Hier auch Dryas octopetala L., Salix reticulata L., Salix arbuscula L.?, Cotoneaster vulgaris Lindl., Betula nana L.?. \
Diese Pflanzen heute nicht mehr hier, sondern oben im Gebirge. Unter dieser Bank 0.45m mchtig Tuff ohne Kiefer, aber mit reichlich Betula odorata Bechst., Populus tremula L., Salix caprea L. (in Menge), Salix glauca L., Ribes rubrum L. ?, Alnus incana D.C. Dieser Tuff nach unten z.T. loser, Bltter weniger zahlreich werdend, auf dem Grunde Hypnum falcatum Brid., Equisetum variegatum. \
Kein arktischer Tuff im Liegenden. Dafr aber Morne! Zwischen Morne und Tuff eisenhaltiger Lehm. \
Faberg: Tuff in 225m. Tuff liegt in Blcken herum, kein ungestrtes Profil gefunden. Birken- und Kieferntuff aber wie bei Kvam voneinander zu scheiden. \
Im Birkentuff: Betula odorata Bechst., Populus tremula L., Salix caprea L., Salix nigricans SM ?, Prunus padus L., Myrtillus uliginosa Dr., Equisetum hienale L. Keine einzige Kiefer! - Kiefern-Tuff: Pinus sylvestris L., Vaccinium vitis idaea L., Linnaea borealis L., Betula odorata Bechst., Salix spec. Von heute dort wachsender Fichte und Acer platanoides L. keine Spur. \
Die beiden Tuffe beider Vorkommen wohl jeweils gleichalt. \
Annahme: Birken-Tuff "infraboreal": Steenstrup's Kiefernperiode= prboreal? Dryas-Kiefern-Tuff Anfang Boreal. Kiefern-Tuff Atlantikum\

10249	\
Nochmalige Begrndung der lteren Theorie, mit Beweisen aus dem Ausland. Auch Florenelementanalyse, aber nichts wesentlich Neues. Salix triandra L. und Salix myrtilloides L. wohl schon in subarktischer Zeit aus dem Osten eingewandert?\

10250	\
 Irland. Hier floristisch 2 verschiedene blanket bog Typen, die chemisch - so weit untersucht - nicht zu erklren sind. \
- Natrium und in geringem Mae Magnesium vom Meer auf Moore gebracht. Kalium indifferent, Calcium steigt landeinwrts an. Aschengehalt steigt in 2 Mooren nach unten pltzlich an. In 2 anderen bleibt er nach unten konstant. Calcium und Kalium steigen nach oben schwach an. \
Wichtig, da deutliche Vegetationsunterschiede auf Mooren, trotz nicht erkennbarer chemischer Unterschiede. \
Besonders auffallend, da Schoenus nigricans und z.T. auch Molinia, stellenweise ber Rhynchospora alba stark dominiert: Schoenus regeneriert sich nicht aus Samen auf blanket bogs. Kann es dort aber vegetativ. Schoenus fehlt, wo unter Moor Ton oder Lehm; gedeiht aber gut, wo anstehender Fels an Basis. \
Annahme: Bei beginnender Vermoorung, wenn Felsen durch Moor ragen, das noch dnn ist, regeneriert sich Schoenus auf diesen Felsen generativ, spter dann vegetativ bei weiterem Wachsen des Moores. \
Also: Wichtig Vorleben der vermoorenden Stelle. Dieses scheint Pflanzengesellschaft auf Moor recht stark zu bestimmen.\

10251	\
pH-Werte zwischen 3.8 und 4.5 beeinflussen Wachstum stark: Bei pH 3.8 betrchtlich reduziertes Wachstum. Natrium Zugabe verstrkt noch diesen Effekt. Aber trotzdem Unterschiede zwischen Torf aus Yorkshire und von Galway, so da Annahme eines zustzlichen Effektes. \
Stets lineare Beziehung zwischen Wurzelwachstum und gesamtem Trockengewicht. Sprhwasser des Meeres hat offenbar keinen entscheidenden Einflu.\

10252	\
 Westlichstes Vorkommen des sonst ausgerotteten Luchses zu Ende des 2. Weltkrieges in Slowakei und Polen. Von hier aus Ausbreitung nach Sden in das slowakische Erzgebirge. 1949 einzelne in mhrischen Beskiden, zeitweilig bis Altvater- und Glatzer Bergland. \
Seit 1956 in Ostzone, bei uns, sterreich und Schweiz mehrfach gesichtet. Ostzone: Schsische Schweiz, Kreis Bischofswerda, Hauswalde-Ohorn; Kreis Sebnitz; Dbener Heide. \
CSSR: Karlsbad; bhmisches Mittelgebirge; kleine Karpathen nahe Preburg; Sdmhren?\
\
sterreich: Hardegg, Revier Merkersdorf. Marchfeld. Steiermark; zwischen Marchegg und Zevendorf. \
Westdeutschland: Cuxhagen a.d. Fulda; hessisches Rotenburg. Schwarzwald. Mittelbaden: Welchensteinach? Bodanrcken des Bodensees. Kreis Donaueschingen. Ippingen bei Immendingen. Fichtelgebirge. Helmstedt/Niedersachsen. Siegburg. Tegernsee. \
Schweiz: Kantone Glarus und Graubnden? Aargauisches Rheintal. Mettenschwiel bei Leuggern? Wandfluh zwischen Schwaderloch und Leibstadt.\

10256	\
Waldvernichtung: Kaspischer  Tieflandswald (Feuchtwald): Reduktion auf 1/4 der Flche, durchweg stark degradiert. \
- Kaspischer Bergwald:(Feuchtwald); Reduktion auf 1/2 der Flche, vielleicht 1/4 unversehrt. \
- Zagros-Eichenwald und Eichenwacholderwald: Reduktion auf 1/5 oder 1/6, sehr starke Degradierung des Restes, vielleicht noch 1/10 ursprnglich.\
Zurckdrngung des Binnenrandes bei Kermandschah etwa 100 km. Wacholderwald des Alburzgebirges und Khorassans ganz berwiegend vollstndig vernichtet. Nicht mehr als 1/20 vorhanden. \
- Pistacien-Mandel-Baum und Strauchflur, die ursprnglich fast gesamtes Hochland, mit Ausnahme der Gebiete von weniger 100 mm, einnahm, nahezu vllig vernichtet. An ihre Stelle Wstensteppe.\

10257	\
 Eiszeit oder Wrmeiszeit scheint alten Draulauf verschttet zu haben, der offenbar weiter im Sden als heute verlief: Sdlich Rinkenberg und nrdlich des Ribitschkogels. \
Z.T. aber auch hochgelegene Schotter, die als interglazial angenommen werden, da sie sich im Gletscherbereich finden, aber gut gerollt sind. - Ri: An bzw. auf den meisten Klippen der sdlichen Jaunfeldes \
Draugeschiebe in Schotter bzw. in mornenartigen Sedimenten: Bis 620m auf Libitschkogel (dieser 630m), Wresjak bis 681m, Hoinik bis 735m, ja bis 780m insgesamt: Sehr starke Vergletscherung. - \
Sdlich des Libitschkogels bei Sorgendorf zhe Tone mit groben Geschieben: Rimorne oder Staubeckentone im Loibacher Becken? - Wrm: Meist sptglazial: Von Ruden bis Grafenstein 23 Stnde, davon 7-8 grere Vorste; andere nur Halte.Hierbei verengte sich Zunge stark.\
\
Hierbei tauchten - entgegen der Annahme von Srbik - Hgel zunchst auf, so da Gletscherrand zunehmend zerlappt wurde. - Wrmhochstand: Noch vor uersten Wrmmornenwllen Spuren weiteren Wrmvorstoes, aber ohne Endmornen (!). \
Etwa Toteislcher beiderseits der Drau auerhalb der Wrm-Endmornen. \
Hieraus, und aus Sanderbeobachtungen: Ehemaliger Eisrand 1-2km vor Wrmhauptstand (dies nrdlich der Drau; sdlich von ihr aber Eis vielleicht 4-5 km weiter nach Osten?). \
Wichtig: Karte! (Kopie ?) \

10259	\
877m hoch, 47 Grad 46 Minuten 20 Sekunden Nord, 14 Grad 57 Minuten 45 Sekunden Ost. Ca 12 ha groes Sphagnum Hochmoor, aus See im Endmornenbogen (also kleines Zungenbecken). Morne nicht erreicht. Beginn in Schluff, blaugrau: \
I. Wohl +/- geschl. Pioniervegetation. Sehr kruterreich, viel Artemisia, wenig Juniperus, kaum Ephedra kein Hipp. Keine Strauchphase zu ermitteln; ebenso Geschichte der Pinus mugo unklar. \
- II: Erst Salix-Juniperus-Phase (Juniperus sehr wenig!). Im See wiederholt Sandeinschwemmung. \
Mit Salix Abfall steigt Pollendichte trotz Sandes stark an! Dann Betula-Gipfel, bis 45%, wohl - hypothetisch - meist Baumbirken? Frage nach Ib, Ic ungelst.\
\
Allerdings fr Kalkalpin normale Folge: Nichtbaumpollen Rckgang, dann Initialphase, dann Betulaphase, danach Pinus mugo (pollenanalytisch!). \
Nur ganz wenig Arve und Waldkiefer. Arve erst etwas in schwach ausgebildetem III (nur an kleinerem Birkenminimum zu erkennen und etwas Artemisia, Juniperus Anstieg). \
In II  sei Pinus silvestris in tieferen Lagen in Wald eingedrungen (kein Beweis dafr). \
- IV: Alles sehr abrupt: Kiefer und Birke steiler Abfall; Fichte, Ulme, Eiche, Linde, Hasel schneller Anstieg. Gleichzeitig bergang Schluff/ Gyttja, mit hohem Polypodiaceen Anstieg.\

13441	\
Bemerk.: Pollendiagramme \
\
Abieti- Fagetum. Bohrungen in Seen. Keine C14-Daten. Pollenmorphologische Untersuchungen Pinus silvestris, mugo, cembra. \
Oberflchenproben. Hierbei: Arve an Waldgrenze richtig oder zu gering vertreten. Oberhalb der Waldgrenze zu stark vertreten.\
- Untersucht: Egelsee, 596 und 625m; Krottensee, 572m; Halleswiessee, 781m; Wildmoos, 800m; Mnichsee, 1262m. Alle erfaten noch (pollenanalytisch) Zone I. \
- Angeblich Blling in Regel hier Juniperus-Salix- Hippophae-Phase, ohne Bewaldung durch Kiefer und Birke. \
Bewaldung erst in II, fast ausschlielich Kiefer: Krottensee 93% Baumpollen an Gesamtsumme; Egelsee um 90%; Halleswiessee ca. 93%; Wildmoos 92%; Mnichsee um 90%. \
III: Krottensee ca. 90%. Egelsee um 85%; Halleswiesse gegen 70%; Wildmoos ca. 75%; Mnichsee um 75%. Nie in II Thermophile. \
Beginnen berall erst deutlich im Verlauf von IV. Abfolge: Ulme weit vor Linde, dann gleich danach Eiche. Hasel +/- synchron mit Ulme. Gleichzeitig Beginn von Fichte. Diese stets nur mit geringen Werten, um 10%. Linde immer nur sehr geringe Werte. \
Sehr ausgeprgte sptglaziale Juniperus-Salix-Hippophae-Phasen. \
Wenn entsprechender Diagrammabschnitt vorhanden, Buche stets wesentlich wichtiger als Tanne. Buche stets frher als Tanne erschienen. \
Nie frhe Carpinus-Phase, die wieder abebbt, wie im Wasserscheid. Stets (auer hchstes Profil) Ulme wesentlich wichtiger als Eiche. Taxus taucht erst zu Beginn der Buchen- Tannen-Phase auf. \
Im Sptglazial vor II mehrfach Lrche. - Kiefer-Arten sehr unregelmig; offenbar in gesamtem Sptglazial recht wichtig Arve. Waldkiefer anscheinend besonders ab Prboreal. - Hiatus an Anfang IV in Egelsee, Wildmoos, Mnichsee.\
\
 2.Karteikarte:\
\
Mehrere Profile zwischen 572 und 1262m. Ausfhrliches Sptglazial. Ausgehend von waldfreier Vegetation, mit sehr viel Artemisia, auch recht hufig Chenopodiaceen, viel Cichoriaceen. Auch reichlich Ephedra. \
Am bergang zu Waldphase erst Phase von Selaginella selaginoides. Dann ausgeprgte Juniperus-Salix- Hippophae Gipfel. Schlielich Kiefern-Phase. Sie anfangs Pinus mugo Rassen, dann Pinus cembra, danach Pinus silvestris. Z.T. Grenze III/IV gezogen nach Wechsel Arve/Waldkiefer. \
- Zone III nur schwach nachweisbar, am ehesten bei 1262m, es sei denn durch Wechsel der Kiefern-Arten. \
- Im Postglazial wichtig Einwanderungsfolge Ulme viel vor Linde, viel vor Kiefer. Erle ungefhr gleichalt wie Ulme. Nur bei Egelsee Ulme, Linde, Eiche gleichfrh, aber hier ziemlich deutlich Hiatus.\
In der Regel Buche weit mehr als Tanne und mehr als Fichte. Nur im hheren Flysch Fichte wichtiger!. Kein 14C.\

10260	\
Karte der Mchtigkeit der ewigen Gefrornis im Norden, mit Temperaturen an der Basis. Geothermische Gradienten: NO-Europa und Nord-Westsibirien 1,4-1,7 Grad C/ 100m; Nord-Mittelsibirien 2,4-2,5 Grad C/ 100m; im uersten Norden des Fernen Ostens 3,0- 3,3 Grad C/ 100m. \
Im Norden der Kryolithzone wohl noch an Unterkante der Gefrornis Temperatur der Letzten Eiszeit erhalten. \
Bei heutigen Temperaturen 250-300m dicke Gefrornis in 40- 50000 Jahren gebildet. Aber tatschlich um 500m dort. Dies also bei niedrigeren Temperaturen. Da im Norden West- und Ostsibiriens gleiche Gefrornismchtigkeit, offenbar auch gleiche thermische Bedingungen.\
\
Im O heutige Temperatur und Gefrornismchtigkeiten besser aufeinander abgestimmt als im W (Europa). In Europa auerdem im Postglazial viel strkerer Rckgang in Areal und Mchtigkeit der Gefrornis als im Osten (fr dies alles keine Beweise, nur Behauptungen). \

10263	\
Bemerk.: deutsche Zusammenfassung          Vergleich Karte\
\
 Im WO Tal der Sakmara und Unterlauf des Bol'soj Ik vom Menschen stark gelichteter Auenwald: Ulmus laevis Pall, Salix alba L., Salix viminalis L., Betula verrucosa Ehrh., Alnus glutinosa Willd. - In Waldsteppenzone Eiche und Linde. \
Bei Muchamedzanova gehen Kiefer und Lrche fast bis an Sd-Grenze des Waldes. Eichenwald auf Berg Nakas (653m) sehr schn. Eichen 100-140 Jahre alt, bis 16m hoch. \
- Am Assiak, der in Irgizla mndet, Linde Ulme (ilm) und Ahorn. - \
Am sdlichsten Vorkommen der Eiche ( an der Kurganka nahe Bainazarova) zusammen mit Eiche: Linde, Campanula trachelium L., Stellaria halostea L., Milium effusum L., Calamagrostis arundinacea Roth., Lathyrus litwrinowi Iljin, Lathyrus vernus Bernh., Aconitum septentrionale Klle, Aegopodium podagraria L., Viola mirabilis L., Rubus saxatilis L. \
- Kiefer und Lrche kommen an ihrer Sd-Grenze oft vereinzelt im Eichenmischwald vor. Es scheint sich hierbei um Relikte eines ehemaligen weiteren Coniferenvorkommens zu handeln.\

10277	\
 Entgegen Sumgins Darstellung, der anscheinend auf Angaben lterer Autoren basiert, an Mndung der Steinigen Tunguska keine ewige Gefrornis (80m tiefes Bohrloch!). \
An Mndung der Steinigen Tunguska Kohle, die ganz mrbe ist und von Spalten durchzogen: Ehemals gefroren,jetzt Eis getaut. Nur noch einzelne Eisadern oder -stcke erinnern an ehemalige Gefrornis. \
Bringt Degradation der ewigen Gefrornis in Zusammenhang mit Rckzug der "letzten borealen Transgression": Durch Regression des eisreichen Meeres sei Wrmehaushalt der sdlichen Gebiete verndert worden.\

10282	\
Bemerk.: franzsische Zusammenfassung\
\
 Gebiet zwischen der Luga im W und S, dem meernahen Tiefland im N, dem Babinskoe See und der Solka im O. (alles nordwestlich Kingisepp). \
Betula pubescens, Picea exelsa Link f. palustris Berg (= P.e. Link f. aegra myelophthora Casp.), Alnus glutinosa, Salix cinerea, Salix phylicifolia, Salix repens, Salix aurita, Salix livida, Pinus silvestris.\

10283	\
Bemerk.: deutsche Zusammenfassung\
\
 Suvalovskij Moor 150 km stlich der Kurgolovo-Halbinsel, d.h. ca. 45 km sdstlich Leningrad. Alle anderen untersuchten Moore auf der Kurgolovo Halbinsel. \
Nicht erforscht wurden die Moore vom Typ der Zsombek-Moore Cajanders. Arten der Kurgolovo Halbinsel (wenn Suvalovskij Moor, dann besonders vermerkt). Pinus sylvestris f. uliginosa, Betula pubescens, Picea exelsa, Salix aurita, Salix luivida, Betula nana, Salix myrtilloides. Salix lapponum - Strangmoore. \
Oft Torfhgel erwhnt. Jedoch fraglich, ob Aapamoortypen, da zu ungenaue Beschreibung. Es kann sich durchaus nur um gewhnliche, bis 50 cm hohe Bulten handeln. Betula nana auch in Suvalovskij Moor.\
\
Alle Moore Strangmoore. Strnge senkrecht zum Geflle. Schlenken eingenommen von Eriophorum vaginatum - Sphagnum balticum oder seltener Eriophorum - Sphagnum magellanicum. \
Zum Zentrum hin werden Schlenken grer, bis 50m lang; 5-10m, selten 20m breit. Wenn Schlenken tiefer werden, dann Scheuchzeri - Sphagnum balticum - Assoziation usw. \
Zwischen den Schlenken gerade oder geschlngelte Strnge. \
Breite Strnge zerfallen oft in eine Reihe schmlerer. Strnge breit am Rand des Strangmoorkomplexes, schmal im Zentrum. Auf Strngen Calluna - Sphagnum fuscum - Assoziation mit seltener Kiefer. Auch etwas andere Gesellschaften. \
- Guter bibliographischer berblick ber Literatur ber Entstehung der Strnge. Wenn Strnge senkrecht zur Fall-Linie, dann Genese, wie Auer sie annahm. \
- Oberhalb des Strang-Schlenken-Komplexes ein Strang-Teich-Komplex. Breite der Teiche wchst von auen nach innen und nimmt dann mehr zum Zentrum wieder ab. \
Grte Lnge 200m, meist nicht breiter als 25m, maximale Tiefe 3m bei einer Gesamttiefe des Moores von 3.50m. \
S.342: "Die Verlngerung (der Strnge Fr.) wird wahrscheinlich durch die gleichen Grnde verursacht, wie auch die langgestreckte Form der Schlenken, nmlich durch den Einflu der Schwerkraft, die das Gleiten des Torfes hangab zur Folge hat."\
\
An hchster Stelle der Moore Regressionskomplex. Auf Buckeln Flechten und Pecenocniki (Lebermoose) mit Zwergstruchern und Kiefern (Holzpflanzen nur selten); in den schwarzen Schlenken Eriophorum- Sphagnum balticum, Scheuchzeria. \

10284	\
 93000ha, 57 Grad 6 Minuten - 57 Grad 20 Minuten. Strnge beschrieben, die durch Abgleiten des berfeuchteten Torfes im Frhjahr entstehen. S.64 Strangmoor ausdrcklich erwhnt.\

10278	\
 Strangmoor nur da, wo winterliche Frste. Sdgrenze in europischer UdSSR fllt mit Sdgrenze der Hochmoore zusammen oder verluft etwas nrdlicher. Hren auf Flachmooren noch frher auf, wurden jedenfalls auf Flachmooren bei Leningrad nie beobachtet. \
- bersicht ber bisherige Literatur. \
Ansicht Auers scheint bisher beste gewesen zu sein : Abgleiten des Torfes am Hang, besonders im Frhling unter Einwirkung des Seitendruckes des Schmelzwassers und bei ungleichmigem Gefrieren und Auftauen des Torfes in Abhngigkeit vom Mikrorelief. \
- Autorin jetzt anderer Ansicht. Neigung der Mooroberflche bei Leningrad 0.00086- 0.0017 (was? Grad?); Neigung an Angara und in Karelien 0.0031- 0.0080. \
- Fr aktive Strangbildung wichtig, da sehr weit verbreitet bei noch ebener Oberflche des Moores schmale, linsenfrmige Vegetationsstreifen auftreten, die andere Vegetation oder besonders dichten Wuchs haben. \
"Diese parallelen Streifen sind in der Senkrechten zur Flierichtung des Wassers angeordnet" (S.36). \
In Karelien in flachen Wasserlufen oder in wenig Wasser fhrenden Moorbchen senkrecht zur Flierichtung schmale Streifen aus Carex rostrata oder seltener Rasenreihen aus Schoenus ferrugineus. In eutrophen, wassernahen Streifen, wo oft berschwemmungen vorkommen, geradlinige Reihen aus Trichophorum caespitosum. \
In Cyperaceenmooren deutlich sichtbar 0.5 - 1.0m breite Streifen, die besonders dicht bewachsen sind (bis 90 %), aus Carex lasiocarpa, Carex chordorrhiza, Carex limosa, Carex livida. \
An den wasserreichen Stellen zwischen ihnen gleiche Pflanzen, aber seltener. Auerdem dort Eriophorum polystach., Utricularia intermedia, vereinzelt Rasen aus Scorpidium scorpioides oder Drepanocladus. \
In Flachmooren am linken Ufer der Angara nicht selten zwischen Hypnum oder Hypnum-Mergel- Brchern leicht geschlngelte 0.25-2.5 m breite und einige 10m lange Streifen aus Betula fruticosa, Carex meyeriana, Carex lasiocarpa, Carex diandra, Rumex acetosa, Silene nutans. \
Dichte Moosdecke aus Camptothecium trichoides erhebt sich nicht ber Drepanocladus sendtneri in den Gebieten zwischen diesen Streifen. In strker berschwemmten mergeligen Brchern parallele Streifen, 0.5m breit und einige m lang aus Carex diandra. \
S.37: "Es besteht kein Zweifel, da man es hierbei mit Keimen knftiger Strnge zu tun hat, die noch meist flach sind; aber man kann auch alle bergnge zwischen ihnen und normalen konvexen Strngen antreffen." \
- Grnde hierfr: S.37: "Der Grund hierfr liegt wahrscheinlich einerseits in den Vernderungen des Chemismus des Wassers beim langsamen Flieen durch das Wurzelsystem der Pflanzen und durch die Moorrasen; andererseits in der Reaktion der Pflanzen auf diese Vernderungen in ihren Tropismen. \
Das Wasser, das durch das teilweise sehr dichte Wurzelsystem fliet (z.B. bei Schoenus ferrugineus, Trichophorum caespitosum, Carex diandra, Eriophorum vaginatum u.a.), verarmt an Mineralsalzen und Sauerstoff durch Absorption der Pflanzen. \
Eine besondere Bedeutung fllt wohl der Verarmung an O2 zu, da dieses im Torf immer im Minimum ist. Seitlich erlitt das Wasser aber nicht diese Verarmung, und dahin richten sich nun positiv aero- und chemotrop die Auslufer und Seitentriebe der Pflanzen. Hier keimen auch Samen besser und die Keimlinge entwickeln sich besser. \
So wchst der "Strangkeim" auf die Seite zu, von wo Wasser heranfliet. Gleichzeitig wchst der Strang in die Hhe, dank der Ablagerung einer greren Menge organischen Materials, und, falls sich Zwergstrucher angesiedelt haben, weil der Torf sich nicht so sackt." \
Auf diesem unregelmigen Mikrorelief unterschiedliche Schneemchtigkeit, in Schlenken sich bildendes Eis drngt Strnge empor usw.. \
In Schlenken friert Boden auch tiefer durch (bei Leningrad 40-70 cm gegenber 30-58 cm unter Strngen), hierdurch ebenfalls Seitendruck und Hochwlben der Strnge. \
Im Frhling bt Schmelzwasser Druck auf randnheren Begrenzungswall aus und zerreit ihn bisweilen. Wenn Grundwasser mit kohlensaurem Calcium angereichert, dann fllt dieses bei Verdunstung in Strngen aus und Strnge daher aus mergeligem Torf. Bildung der Strnge also sehr oft nicht mit Abgleiten des Torfes verbunden. Dies kann nur dann vorkommen, wenn Torf sehr stark zersetzt ist. \
Bisweilen (Karelien und Angara) 2 Strangsysteme: Ein lteres, greres, das senkrecht zur Moorneigung verluft. Senkrecht zu diesem alten Strangsystem ein jngeres, kleineres, das senkrecht zur augenblicklichen Entwsserungsrichtung zwischen den alten Strngen verluft. \
- Torf wird in Schlenken viel schneller und intensiver zersetzt, als in Strngen. Strnge sind etwas sehr Bestndiges. An der Angara Strangtorf (zu oberst mergeliger Holztorf, drunter mergeliger Birkentorf) 2m mchtig; bei Leningrad 1.20m bis 3.0m. Nur sehr vereinzelt Schlenkentorf unter Strangtorf gefunden. \
Strnge knnen bisweilen (so in Karelien) ihr Wachstum eingestellt haben. Torf dann strker zersetzt; aber gewhnlich darunter kein Schlenkentorf. Schlenken (wie Strnge) knnen primrer oder sekundrer Entstehung sein: Primr als Reste frherer Sumpfstellen oder Teiche. \
Sekundr: Entstehen auf trockenerem Moor, dessen Oberflchenrelikte als Strnge erhalten bleiben. Schlenkenbildung aber immer mit Wasserberflu und zu schwachem Abflu verbunden. \
Entstehung sekundrer Schlenken deutet auf Wasserzunahme hin. Wenn unterirdische Wasseradern im Moor, dann diese meist unter Schlenken; wenn unter Strngen, dann gehen Strnge bald zu Grunde. \
Aus Schlenken sehr oft Methan aufsteigend, das Vegetationsdecke aufreit, so da schlielich nur schwarzer Torfschlamm mit Algen brig bleibt. Torfe in Schlenken oft durch Hypnaceen gekennzeichnet. \
- In Mooren bei Leningrad mehrere Rekurrenzflchen. Einige Strnge auf dem Polistov-Lovatsker Moor bestehen dort seit dem Subatlantikum (pollenanalytisch festgestellt). \

10279	\
Bemerk.: 2 Pollendiagramme\
\
 Groer Moorkomplex (Regressionserscheinungen allein 900 ha) im Gebiet Ladogasee-Ilmensee-West-Dwina. Keine genaueren Angaben. Die beiden Profile aus dem gleichen Komplex. Das groe aus NO- Teil, das kleinere aus SW-Teil. bliche Zeichen.\

10280	\
 Schnes stratigraphisches Querprofil, doch ohne Altersdaten. Gut herausgearbeitet die Torfarten dieses sehr flachen Hochmoores. Beschreibung der heutigen Moorgesellschaften. Offenbar in wesentlichem aus See oder Teichen hervorgegangen. \
Insgesamt, auer Bruchwaldtorf, sehr geringe Zersetzung, und zwar unabhngig von Torfart: \
Waldtorf im Mittel 63% zersetzt; Cyperaceen-Bruchwaldtorf 25-30%; bergangs-Cyperaceen-Torf 20%; Scheuchzeria-bergangstorf nicht angegeben; Magellanicum-Torf oben 5-15%, unten 60-65%; Kiefern-Eriophorum-Torf 55-60%; Magellanicum-Holztorf 33%; Magellanicum-Fuscum-Torf 27%; Magellanicum-Scheuchzeria-Torf oben 5-15%, unten 20-25%; Fuscum- Torf 18%; Fuscum-\
\
Scheuchzeria-Torf 24-27%;Cuspidata-Torf 15%, weiter unten 30-40%. In Magellanicum-Fuscum-Torf Grenzhorizont.\

10281	\
 Beklagt Tatsache, da zwar PF untersucht, kaum jedoch Torfe selbst. \
- In Europa Torflagersttten aus 3 Interglazialen bekannt. Da Torfe und lakustrine Sediment jeweils nur geringmchtig, mssen Vorstellungen ber Lnge der Interglaziale bertrieben sein. - \
Fast alle bekannten interglazialen Torfvorkommen entstammen Niedermooren. Meiste durch Verlandung von Seen entstanden. \
- Frage nach interglazialen Hochmoortorfen offen. Fehlen echter oligotropher Hochmoore erklrbar durch a) spezifische Lagerungsbedingungen der bisher bekannten interglazialen Torfvorkommen; b) durch Klima, das Bildung von Hochmooren verhinderte.\

10285	\
Prglazial, Unterquartr: Gebiet der Pajdugina: Vorherrschend Baumpollen, und zwar zuerst Kiefern-Arven-Wald mit viel Erle und (mglicherweise umgelagert) Ulmen, Juglans, Pterocarya, Taxodiaceae. \
Spter dunkle Taiga im wesentlichen aus Abies, Picea, Pinus sibirica; diese Wlder gehen anschlieend ber in Mischwlder aus Pinus, Betula, Picea, Abies mit betrchtlich Krutern, Moosen und Farnen. \
Altglazial (vor-maximal): Mornen an Topka, linker Nebenflu des Sym, etwas auerhalb der Grenzen der maximalen Vergletscherung. \
Damals (also prsamarov!) am Mittellauf des Ob, an Tym und Ket' : Aufgelockerte Kiefern-Birken-Wlder und Lrchen-Wlder mit Struchern und Tundrensteppenvegetation: Betula nana, Artemisia borealis, Artemisia sp., Chenopodiaceen, Bryales, Cyperaceen. \
Mittelquartr: Voronov-Interglazial: 3 Phasen: Fichte-Tannen Wlder, dann Birkenmischwlder und Kiefern-Arven-Wlder mit Fichte, weiter zu dunkler Taiga aus Arve und Tanne. \
In dunkler Taiga aus Picea, Abies, Pinus sibirica, Pinus, Betula (viel Wiesen- und Sumpfvegetation: Ranunculaceen, Cyperaceen, Gramineen, Sparganium, Sphagnum) herrscht Fichte gegenber Tanne bei weitem vor. \
Im Prglazial dies umgekehrt. 2 Fichten Maxima: Unteres und oberes, grenzen optimale Zeit ein. Flora aus "diagonalen Sanden" entspricht wahrscheinlich unterem Fichten- Abschnitt. Samenfloren (Ri) der graublauen Tone und Torfe entsprechen anscheinend dem oberen Fichten-Maximum-Abschnitt. \
Samarov-Vereisung: Aufgelockerte Kiefern-Birken-Wlder aus verkrppelten Pinus, Betula, Picea, Betula nana, Cyperaceen, Bryales. \
Samarov-Taz-Interstadial: Nur als solches angesehen: Vorherrschend Baumpollen: Picea, Pinus silvestris, Pinus sibirica, Betula sp., Cyperaceen, Gramineen, Ranunculaceen, Artemisia; Sphagnum, Bryales, Polypodiaceen: Wrmeres Klima, aber keine interglazialen Verhltnisse. \
- Taz-Vereisung: viel fluviatiles und delta-lakustrines Material: Aufgelockerte Wlder aus Pinus sibirica, Pinus sylvestris, Picea, Betula sp., Betula nana, Bryales, Cyperaceen, Artemisia, Chenopodiaceen. \
Karginsker-Warmzeit, auch als Interglazial gefat: 2. Terrasse nahezu aller Flsse. Sedimentakkumulation dieser Terrasse verlief nach Pollendiagramm in wrmeren interglazialen Verhltnissen zunchst; endete aber bei zweifellos klteren Verhltnissen: lockere Birken-Wlder mit Struchern und viel "polarer" Birke. \
Diese Abkhlung am Ende der Akkumulation der Schotterkrper der 2.Terrasse sehr deutlich; entspricht "ungefhr der Mitte der Karginsker Zeit". Danach in 2.Hlfte der Karginsker-Zeit wieder Erwrmung und erneuter Einschnitt der Flsse und anschlieend Akkumulation der ersten Terrasse, die mit "warmer" Pollenflora beginnen und mit "kalter" enden: Sartan- Vereisung.\

10286	\
Gorochovsker Komplex entspricht Mezin. Unten Waldboden, dann Eiskeilhorizont. Darber Humushorizonte, wieder gefolgt von Gefrornishorizonten. Waldboden als Bt. \
Interglazial: Parabraunerde, vergleyt (pseudovergleyt) danach Gefrornis, Bodenbildung unter Gefrornisbedingungen, danach starke Humusansammlung allerdings nicht bis zu heutigen Cernozem: offenbar hochproduktive Wiesengesellschaften, danach Solifluktion nach Bodenbildung oder noch in deren letzten Phasen.\

10287	\
 GRAPHIK. Pollenflora der humosen Schichten im L nach Schtrumpf: Betula, Pinus, Tilia, Quercus, Ulmus, Corylus, Alnus. \
S.21: "Wir knnen daher nach R.Schtrumpf diese humosen Schichten in eine Zeit verlegen, in der gemigtes Klima das Gedeihen anspruchsvoller Baumarten ermglichte. \
Da klimatologisch und auch nach der stratigraphischen Lage von einem Interglazial keine Rede sein kann, mssen wir diese Schichten als Interstadial ansehen, und zwar aus der Zeit zwischen dem ersten und zweiten Wrmvorsto, weil wir die darunter befindliche Lschicht zu dem ersten Wrmvorsto rechnen mssen." \
- Dieses Wrminterstadial= Gttweiger Verlehmungszone= Aurignacschwankung. Unter dem L verschiedentlich mchtige Torfschichten, "die sehr wahrscheinlich zu dem Ri-Wrm-Interglazial gehren". Pollenanalysen wegen Zeitverhltnissen noch nicht abgeschlossen.\

10288	\
 East Central Arizona. 2095-1720 v.h. (C14). Pollenspektrum aus Grben und Husern. Alle reich an Chenopodiaceen und Amaranthaceen, vergleichbar heutigem xerischen saltbrush. \
Dennoch bei Vergleich mit modernen Spektren: Fossile Spektren nicht mit Oberflchenproben identisch: Pollen knstlich angereichert. So der von Ephedra torreyana (Mormon tea) und Cylindropuntia (cholla). Ebenso Mais, Gramineen und lang-echinate Compositae. \
- Mindestens anfangs dort Pinus-Juniperus Gehlz. Dies langsam zerstrt. Da Typha vorhanden, Annahme, Chenopodiaceen und Amaranthaceen seien Indikatoren ehemaliger trockenfallender Bereiche, also relativ mesischer Verhltnisse, zumal da ihre Pollenmenge grer als heute unter besten Sommerbedingungen.\

10290	 Oberflchenproben (S.162). Tiefbohrungsdiagramme an Mittellauf der Angara bei Stauwerken Ust'Ilimskaja und Bratskaja. Arbeit nur ber Ust'Ilimsker Gebiet, bei Dorf Nevon. Ganz hnlich wie Arbeit von M.P. Gricuk. In "Interglazialen" immer wieder Quercus, Tilia und Ulmus -Pollen. \
Da nie mit anderen Tertirpollen, Annahme, lgen an primrer Lagersttte. Z.T. bis 6% Quercus, incl. Quercus mongolica, auch in altem Flutal der Angara, mit bis zu 60m Sediment. Alter unbekannt. Dies trifft leider auch fr 83m tief reichende Bohrung in 2. alten Fluabschnitt zu, wo bis 14% Abies und bis 14% Picea: Milde\
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feuchte Klimaverhltnisse ohne Dauerfrost.\
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 2.Karteikarte\
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Oberflchenprobe an mittlerer Angara (S.162). Aus Terrassensedimenten Pollenanalysen durchgefhrt: 2-4m Terrasse bis 150m Terrasse. Keine Verknpfung mit Mornen, palolithischen Stationen usw. \
Von unten nach oben, Mndung des Ilim! : \
1) Wrmezeit: a) Zirben-Kiefernwald mit breitblttrigen Arten( Tilia, Ulmus, Quercus); b) dunkle Fichtentaiga mit denselben breitblttrigen Arten; c) dunkle Fichten-Taiga ohne Eichenmischwald; a und b wrmer; c wrmer und feuchter. \
2) Kaltzeit: a) khl-feucht; lichte, feuchte Birkenwlder; b) vereinzelte lichte Kiefern-Birken-Wlder und Wiesensteppe. \
3) Warmzeit (nicht so bedeutend) a) Kiefern-Fichten-Wlder; b) feuchte dunkle Wlder mit Fichte und Tanne: wrmer und feuchter.\
 4) Kaltzeit: Lichte Nadel- und Birkenwlder mit Zwergbirke (klter?). \
5) ausgedehnte und strkere Warmzeit: a)Kiefern-Fichten-Wlder mit breitblttrigen Arten; b)Kiefern-Arven-Wlder; c) dunkle Fichten -Taiga. a und b wrmer; c wrmer und feuchter.\
 6) kleinere Kaltzeit: Lichte Nadel - und Birkenwlder mit Wiesenvegetation (klter und trockener?) \
7) kleinere Warmzeit: Kiefern-Fichten-Wlder mit Tanne \
8) betrchtliche kontinental-kalte Zeit: a) Tundra-Steppe (Betula nana, Lycopodium pungens (Arktis oder alpine Region), Artemisia, Compositae, Ranunculacea, Onagraceae; Nichtbaumpollen 37-45%) b) vereinzelte Birken-Wlder mit Zwergbirke und Wiesensteppe. a und b trocken-kalt \
9) heutiges Klima \
- Im Bereich der Bratsker Hydroelektrischen Station bei Padun'altes Angaratal, erfllt mit 50-60m feinkrnigen Sanden. Nur obere 25m analysiert: Baumpollen 85-90%. Pinus bis 82%, Betula bis 92% (mehrmaliger Wechsel). \
Fast stets Eichenmischwald: Quercus, Ulmus, Corylus. Quercus 5-6%, mehrere Arten, u.a. auch Quercus mongolica. Da keine anderen Tertirrelikte Annahme: Quartr und Eichenmischwaldpollen an primrer Lagersttte. \
- Im Gebiet der Osinovsker Verbreitern des Angara-Tales fossiler Angarakolk mit 83m Sediment. 44-83m 50-60% Baumpollen, 15-20% Nichtbaumpollen. \
Hier 15-40% Picea, 5-14% Abies (heute beide zusammen 1-5%!). Vereinzelt exotische Pinusarten; stets Alnus (3-10%), die weiter oben ganz fehlt. Ulmus. \
- Unter Nichtbaumpollen Artemisia 10-25 % aber Eu- artemisia  und Dracunculus, die auch an feuchten Stellen wachsen. Insgesamt mildes, feuchtes Klima. \
0-44m Abies verschwindet, Picea sehr wenig; Pinus 50-70%, Betula 20-25%. Strkere Bewaldung. Klima kontinentaler (und klter?).\

10289	\
 Pollenanalyse: 350km oberhalb der Mndung. \
Hier 4 Terrassen: 83, 50, 25 und 7m. Oberflchenproben entsprechen gut der heutigen Vegetation: Lichte Nadelwlder. \
4.Terrasse (oder Mamontova Gora): Graue Sande mit viel Holz. \
73- 40m vorherrschend Picea sect. omorica, Pinus sect. strobus, Podocarp., Tsuga, Taxaceen, Taxodiaceen, Cupressaceen, Myricaceen, Juglandaceen, Pterocar., Carya, Castanea, Carpinus, Ostrya, Nyssa, Ilex. - \
40-6m: Formenflle nimmt stark ab. Unter Breitblttrigen dominieren jetzt Corylus, Ulmus, Tilia (als die resistentesten).\
 6-0m: Noch rmer. Breitblttrige fehlen. Nur noch Pinus silvestris, Pinus sibirica, Larix, Populus. 3.Terrasse in 7m mchtigem Paket von Oberkante an Pollenflora? offener\
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Landschaften. 2.Terrase: von unten nach oben (insgesamt 21m): Aufgelockerte Mischwlder; Tundra-Steppe; Waldtundra; Tundra-Steppe. 1.Terrasse: (7m mchtiges Paket) gemischte Nadel- und kleinblttrige Laubwlder. Parallelisierung mit bestimmten Eiszeiten ausdrcklich nicht versucht. \

10292	\
 Hierin die Karten, die in PM fehlen; und zwar fr max. Vergletscherung und Mga-Interglazial, d.h. Mikulino.\

10291	\
 Mit 2 Karten, die im Exemplar der Staatsbibliothek fehlen. Klimaangaben.\

10293	\
Temperatur des Juli (quantitativ) des Jahres und Jahresniederschlag (qualitativ) fr 30m, 20m und 9m Terrasse des Aldan aus Pollendiagrammen errechnet. \
Hierbei angeblich Klimanderungen eher als Vegetationsnderungen. Wie das aus Vegetationsnderungen bestimmt? (Fr.). Nichts ber Alter der Terrassen.\

10296	\
 Klassisches Profil von Lichvin. Erste Bearbeitung der Tonmineralien. Nicht sehr aufschlureich.\

10299	\
 Literatur zu Isotopen in Pflanzen und Bestand. \
Bodennahe Luftschicht in dichtem Wald hat negativere Delta- 13C Werte als in offener Luft wegen C-Umstzen durch Zersetzen. \
- In Beringien habe es in Eiszeit reiche Megafauna gegeben. Dies passe nicht zu z.T. erschlossener rmlicher Vegetation (nichts ber Altersproblem gesagt, Fr.). \
Vielleicht besser reiches Mosaik (auch hierin Alter nicht errtert, Fr.). \
- Hier C3-Pflanzen khl-feuchtem Klima, C4- Pflanzen warm-trockenem Klima zugeschrieben. \
- Hier undatiertes!! Material genommen aus pleistoznen Schichten : Bison, Pferd, Mammut, Ren, Moschusochse, Elch, wollhaariges Nashorn, unbestimmt. \
Alle zwischen -21.2 bis -23.9 promill. Nach heutigem Vergleich pflanzliche Nahrung dann etwa -24.0 bis -26.7 promill, im Mittel -25.4 promill. Offenbar also nur C3-Pflanzen gegessen. Auch zwischen Tieren keine Unterschiede. Also C4-Pflanzen damals unbedeutend.\

10322	\
Besonders in Umgebung von Akscheher! (Fahrt Eshi scheher, Afion Karahisar, Akscheher am Sultan dagh). Quercus lanuginosa (Lom.) Thuill. (= Quercus sessiliflora Sm. ??? pubescens Boiss.) Sultan dagh, 1501 m.\
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10321	Ulmus campestris Huds. Sultanabad in Grten, zusammen mit ? . microphylla Boiss. (vielleicht = u: densa Litw.?) Quercus persica Jaub. et Spach. Distrikt Silachoh, Mt. Schuturunkuh, Serasachti (SW von Sultanabad) Salix persica Boiss. \
Nahe Khanikin, an persischer Grenze zwischen Bagdad und Kermanschah Salix alba L. Luristan, Mt. Schuturunkuh, bai Ab-i-Keher. Salix zygostemon Boiss. Sultanabad, in Grten. \
Salix medemii Boiss. = S,cinerea L. . medemii.Sanek.
5906	Pontische Gebirge; fossile Terra rossa unter Wrm-Solifluktionsschutt.
14637	Annahme, bei Atlantikum ca. 2 C hhere Jahresmittel als heute (aus Iversen, Aario, Andersson). Bei steigenden Februartemperaturen steigende Niederschlagsmenge. Bei steigenden Julitemperaturen sinkende Niederschlagsmenge. Bei steigender Jahrestemperatur nur ganz schwach bis gar nicht  steigende Niederschlagsmenge. Hieraus: Bei hheren atlantischen Jahresmitteln wohl Jahresniederschlge\
nicht oder nur kaum verndert. Dann aber mu Jahresevaporation vergrert worden sein, so da Abflu wohl nur 70 % des heutigen.
9498	Fund, der 1930 von Nordmann und Degerbl beschrieben worden ist: Am Kjul , 500 m nrdlich von Asdal, 11 km nrdlich von Hjrring im Vendsyssel: 11100  160 v.h., d.h. ungefhr gleichalt wie Schluteil der Zirphaea See (Daten hierfr!). Aus selber Zeit in Dnemark: Desmana moschata, \
Lepus timidus, Spermophilus sp., Castor fiber, Microtus agrestis, Canis lupus, Ursus arctos, Ursus maritimus, Gulo gulo, Megaolceros giganteus, Alces alces, Rangifer tarandus, Bison bonasus: Steppe, Taiga, gemischter borealer Wald. - Schwedische Eisbren, Schonen 12710, 12490 v.h.; Bohusln 10620, 10430; Norwegen: Judaberg, Finny in Rogaland 11000 v.h.; Walrofunde von Rubjerg Knude nrdlich von Nr. Lyngby: 460  100, wohl aus gestrandetem mittelalterlichem Schiff!
8995	Fr Definition des Begriffes "Hormon" Tatsache des Transportes von Ort der Erzeugung zu Ort der Wirkung genutzt. C#2972#298H#2974#298 von jeder lebenden Zelle selbst erzeugt, verbreitet wohl durch Diffusion. Daher hier Vorschlag, dies als Stiron zu bezeichnen (von to stir up the all). C#2972#298H#2974#298 auch nicht abgebaut von der Pflanze: Entweicht einfach. Von Pflanzen der USA etwa 2 x 10#2954#296 tons C#2972#298H#2974#298 jhrlich produziert, von Mensch sonst noch (Autos u.a.) 15 x 10#2956#296 tons. Alles offenbar wieder abgebaut, ohne ein Zuviel zu erreichen. - Peu... verwertet offenbar groe Anzahl von Substanzen fr C#2972#298H#2974#298-Produktion, die allerdings eng mit einander zusammenhngen, so da keine klaren Ergebnisse. Hohe Bedeutung des thanols, fehlende des Methionins. Wichtig bei dieser P...:_ Alanin, Glutaminsure, Asparaginsure, S..., Glyoxylat,Propanal, thanol, Acetat, Fumarat, Malat ?; Succinat. - #293Hhere Pflanzen: Acetat#294 in Umsatzmenge widersprchlich. - #293Linolenat:#294 Nachweis nicht geglckt. Auch etwaige Reste nicht abfangbar. - #293Propanal#294: Zufallsprodukt der Linolensure. In Gewebe selbst bedeutungslos. - #293thanol#294: Direkt nicht erwiesen, vielleicht Umweg? - #293Glucose#294: Sicher nur sehr indirekt. - #293Acrylsure-Weg:#294 CH#2972#298=CH-COOH. Von Acetat oder b-Alanin abgeleitet. Ergebnisse recht widersprchlich.\
- #293Methionin:#294 Ergebnisse nicht ganz eindeutig, doch dieser Weg heute bevorzugt. - IES fordert ... Enzymsynthese, ntig fr Methionin-Herstellung, damit aber auch C#2972#298H#2974#298-Synthese.  ... aber physiologischer Zustand ebenfalls wichtig, da Gesamatmenge des Methionin nicht entscheidend. Durch Umweg IES -> C#2972#298H#2974#298->Wirksamkeit manche bisherige direkte IES-Wirkung als solche fraglich. Bei horizontal liegenden Achsen hat Unterseite hheren C#2972#298H#2974#298-Gehalt als Oberseite, dunklerer Teil hheren als lichtzugewandte Seite, horizontale Achsen hheren als vertikale. - C#2972#298H#2974#298-Produktion stark abhngig von O#2972#298-Zufuhr: Bei ATP-Blockade oder N#2972#298-Atmosphrekeine C#2972#298H#2974#298-Produktion. - ...Ort der C#2972#298H#2974#298-Produktion unbekannt. - Trot zahlreichre vreschiedener Wirkungen offenbar nur ein einziger Bindungsort. Genreell: Schwellenwert fr Effekte 0,01 ppm, halbmaximale Antwort 0,1 ppm, Sttigung 10 ppm. thylenhomologe CO, Acetylen, propylen, Butylen ebenfalls wirksam. C#2972#298H#2974#298 scheint an seinen.. durch schwache Van der Waal'sche Krfte gebunden zu werden; ... Metall beteiligt. - Hat keine Wirksamkeit auf resorbierte b-Glucosidase, Em...., Sa..., a-Amylase, Invertase, Peroxidase, ATP-ase, Cellulase, carbonic anhydrase. - C#2972#298H#2974#298 scheint nicht Plasmagrenzschichten zu zerstren, hat aber anscheinend Effekt auf aktive Transportvorgnge.
9000	C#2972#298H#2974#298 erreicht eine Stunde nach Darbietung Gewebe in Trennunszone. Bei C#2972#298H#2974#298-Entzug dies wieder rckgngig gemacht. C#2972#298H#2974#298 kontrolliert offenbar sehr direkt und schnell Produktion eines Zellwand-abbauenden Enzyms. - Nachgewiesen, da C#2972#298H#2974#298 ber RNS-Synthese in Cellulose-Synthese eingreift. C#2972#298H#2974#298 steigert im Experiment hier b-1,3-Glucanase und Ch...tinase nicht aber Polygalacturonase, Pektinasae, Pektin Transeliminase, Arabinase, Hemicellulasen. - Hier: C#2972#298H#2974#298 stimuliert Abgabe der Cellulase aus Plasmalemma nach auen.
14061	Anatomie des Druckholzes. 75 alte Fichten aus ganz Baden-Wrttemberg untersucht. Unterteilt in stabile (gut wurzelnde) und labile (flachgrndig wurzelnde) Fichten. Labile auf Strme hinsichtliche Druckholzbildung besonders anfllig. Zeiten verstrkter Druckholzbildung, ab 1925. Ab 1955 fallen sie zusammen mit Zeiten der aus Isotopen erschlossenen Phase atlantischer Luft (Fr.).
9744	Nach palobotanischen Analysen Transgressionen hier = feucht-khles Klima; Regressionen = arid-kontinental (Anm.: stimmt das bei Chazartransgression, die ja aus letztem Interglazial stammen soll? Fr.) - Aus Tiefwasser... der sdlichen und mittleren Kaspi Mangy#281lak-Regression = Zeit der absoluten Kruter- und Halbstrucher...schaft(96 - 100 %), besondere Arten, Chenopodiaceae, Plumbaginaceae, Ephedra: Halbwsten und Wsten. - Neukaspisedimente (marin und kontinental, Ufer Dagestans und tiefes Wasser der mittleren und sdlichen Kaspi) zwar dominant Kruter und Halbstrucher, aber BP bis 9 %, Sporen 1-8 %. Regionale Unterschiede gering. Offenbar milderes Klima nach Mangy#281lak um 10000 v.h.\
In Neukaspi-Zeit nach umgebender Vegetation keine groen Klimaschwankungen.
313753	Krber-Grohne:\
Hordeum vulgare  = Hauptmenge\
Triticum aestivum und T. compactum  = mengenmig an 2. Stelle\
Secale cereale\
Avena sativa    = beide sprlich\

21118	Steinbruch bei Dorf Korolevo, Rayon Vinogradovsk. Funde aus Acheul, Moustier, Sptpalaeolithikum. ber 100000 qm Grabungsflche, auf zwei Hgeln (Gostryj verch und Bejvar, getrennt voneinander durch fossile Schlucht. 100-120 m Terrasse = Kopan-Terrasse der Theiss, linkes Ufer.\
Profil, von oben nach unten;\
1) heutiger brauner Waldboden, 0,24 % organisches Material, 4,5 % Kalk. 2) heller, lockerer L, 15 cm. 3) weilicher L mit kleinen Mn-Flecken, die quantitativ nach unten zunehmen. In 2) und 3) Pollenflora von Kiefern-Wldern mit Birke, wenig Eiche und Hainbuche, Haselnu. Viel Kruter: Kruter-Wiesensteppe und Gehlze. Klima, klter und trockener als heute. In 40 cm Tiefe TL: 35000  6000 v.h., 14C: > 44000 v.h. 4) dritter fossiler Boden (1. und 2. der Transkarpathengebietes fehlen). Brauner Waldboden, 40 cm: Humus-Eluvial- und Illuvialhorizont. Im Humus viel Fe und Mn-Konkretionen, mit Lkeilen aus dem Hangenden. Pollenflora: Fichten-Wlder in den Bergen, Eichen-Kiefern-Wlder in Vorbergen und Tiefland. Tanne fehlt, also relativ trocken. Sonst neben Eiche auch Esche, Ulme, Linde. Gut verbreitet Wiesen. Klima milder als heute, aber Jahresmitteltemperatur niedriger als bei IV. Boden und heute. Wohl gleich Brrup. 5) Gelbbrauner Lehm mit grauen Flecken und Fe-, Mn-Flecken. Porser L, 14,6 % Kalk: Arid. 0,19 % organisches Material. 1,5 m Tiefe TL: 60000  8000 (14C: 38500  1.000)(14C: 25700  400). 6) hnlicher Lehm, 20 cm 7) Oberer Horizont des 4. Bodens, brauner Waldboden. Gelbbrauner Lehm mit vielen Fe-, Mn-Konkretionen. Pollenflora: In Tlern Nadelwlder, meist Tanne, Pinus Haploxylon und Lrche. An trockenen Hngen Kiefer und Arve. Klima gemigt, viel Niederschlag, nicht weniger als 600 mm/Jahr. 8) Unterer, Illuvialhorizont des 4. Bodens. Gelbbrauner Lehm. Wurm- und Wurzelgnge. Boden marmoriert. Boden mit nuartigen Aggregaten: Warm-feucht. Pollenflora: Eichen-, Eichen-Hainbuchen- und Buchenwlder. Coniferen wenig: Kiefern und Fichten. Wald krautreich, Wiesen. Klima wrmer und feuchter als heute, hhere Wintertemperaturen: offenbar Ri/Wrm. 9) Gelbbrauner Lehm, mit dnnen Humusbndern: offenbar irgendein Boden abgetragen. Kalkabscheidungen in Llagen. TL: 150000  20000 v.h. 10) Oberer Teil des fnften Bodens, gelbbrauner Lehm mit Fe und Mn. 4,5 % Kalk, 0,1 % organischer Kohlenstoff. Pollenflora: vorherrschend Wald, meist Coniferen. Auch Wiesen und Steppen. 11) Noch oberer Teil des fnften Bodens: gelbbrauner Lehm mit ockerfarbigen Flecken, pors, klftig, grobschluffig. Kleine Fe- und Mn-Konkretionen nahe an Klften. Unterer Teil des fnften Bodens, wohl eigener Boden. 12) Oberer Teil des unteren Teils des fnften Bodens: gelbbrauner Lehm, grobschluffig, pors, klftig. Gleyflecken. TL: 220000  35000. 13) Unterer Horizont des unteren Teiles des fnften Bodens: gelbgrau, vergleyt. Fe- und Mn-Flecken zerbrochen ausgelaugt. 5 % Kalk, 0,36 % organisches Material. Viele kleinere Klfte. PF: In Tlern Nadelwlder: Kiefer und Arve, Fichte, Lrche, Tanne. Auf Erhebungen Kiefer- und Arvenwlder. Im Gebirge Wlder aus Lrche, Fichte, Tanne, Eiche, Buche, Erle. Klima gemigt mit viel Niederschlag. Oberer Teil des fnften Bodens unter trockeneren Bedingungen. 14) Lhnlicher Lehm, gelbbraun, mit Pflanzenresten, flieend in handenden Boden bergehend. TL: 260000  40000 15) sechster fossiler Boden, humoser Lehm, rostrot. Mit Schutt. Wenig Fe, Mn. 4,7 % Kalk, 0,29 % organisches Material, Pollenflora: von unten nach oben Thermomer X, Kryomer XI, Thermomer XII. Also zwei Optima. In XI Steppen. X und XII Interglazial: Klima deutlich feuchter als alle anderen Warmzeiten. Gebiet bewaldet. Stets Ilex. In X sehr viel Ulmus und Ilex, spter auch Abies und Fagus. XII: Sehr starke Verbreitung von Ilex; dazu Juglans und Ulmus. 6. Boden = Holstein. Lanuria???: Ilex oder Pterocarya? (Fr.) In XI viel Kruter, Cyperaceae, Cichoriaceae. Dazu Fichte und Ulme. Vereinzelt Lapina und Tanne: Wohl umgelagert? 16) hellgelber Lehm, TL: 360000 \
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8614	Karte, Liste\
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Altpleistozn bis Holozn
8754	Bisher reiche Stadtkultur der Mayas bekannt, aber nur wenig ber gleichwertigen Ackerbau und Landwirtschaft. Offenbar aber sehr viel intensivere Landnutzung als bisher gedacht, einschlielich Drainagegrben, raised fields. Gilt fr klassische Periode, 250 bis 900 n.Chr. Aus dieser Zeit > 300 Maya-Centren bekannt. Diese Stdte gegen 250 n. Chr. gut entwickelt. Gegen 600 Personen/km#2952#296. Nutzten offenbar die Smpfe!\

15804	Profilbeschreibung; Kleinsugerfaunen. \
Zwischen Desna und Dnjepr auf Dnjeprovsk-Morne entweder Mezin- und Brjansk-Boden oder lakustrine Sedimente der Michulino und der Valdar-Eiszeit.\
Im Flugebiet des Don Morne unter- und berlagert von Sedimenten mit faunistischem Tiraspol-Komplex, und 4 fossile Bden ber der Morne. - Morne im Gebiet des Dnjepr und des Don also verschieden alt.
15805	Hier: Bei Roslavl ber "Roslavl-Interglazial" zwei Mornen. Bei Podrudnjansk nur eine, und zwar die #293obere#294, nicht wie bisher angenommen wurde die untere! - Auerdem nach neuen Bohrungen ber Mergeln mit "Glazovo-Klimaoptimum" weitere Sedimente, die bei Podrudnjansk fehlen, Lehme und Aleurite mit Kleinsugern (bis 3,8 m) und noch weitere Mergelschicht von 0,7 m. Diese hat bei Konachovka (bei Roslavl, Bohrung 519) > 70 % hartblttrige Arten, daher > 30 % Carpinus. Daher diese Schicht von Valueva in Lichvin gestellt. Diese Schicht ist aber das "Konachovskij-Klimaoptimum". - Glazovo-Sedimente von Morne unterlagert. Diese bisher als Dnjeprovsk angesehen: Alter mu berdacht werden.\
Bei Konachovka, 1,8 km nrdlich von Podrudnjanskij, Gruppe von 20 Bohrungen, um Material fr Kleinsugerbestimmung zu erhalten, aus braun-grauem Lehm, mit grnlichem Farbton. Lehm zwischen zwei Mergeln gelegen. 49 bestimmbare Fragmente: Pitymys gregaloides, Pitymys sp., #293Microtus auf Pitymys'294, M. oeconomus, M. sp., #293Lemmus ex gr. lemmus#294, L. sp., #293Mimomys ex gr. intermedius#294, Microtinae gen.\
Pitymys und Mimomys typisch nur fr Tiraspol-Komplex, also frhpleistozn. Lemminge verweisen auf Abkhlung, die auf Glazovo-Klimaoptimum gefolgt war. - Beschreibung der Mimomys ex gr. intermedius. - Darber (39,6-39,3 m Tiefe) noch 2 knochenfhrende Lagen: 37,5-35,2 m, Gyttja; und 35.2-31,5, Sande und Aleurite. - Nur wenig bestimmbares Material: Lemminge, Dicrostonyx, Suslik.\
Horizon 39,6-39,3 m Tiefe also spter Tiraspol-Komplex, also 2. Hlfte des frhen Pleistozn. Morne unter Roslavl-Interglazial ebenfalls frhpleistozn, als "Osterskaja Morne" jetzt benannt. Sie geht nach Sden nicht ber Gebiet des ehemaligen fossilen Roslavl-Pallosees hinaus. - ber Roslavl-Interglazial zwei Mornen. Die obere sicher mittelpleistozn. Alter der zweitobersten Morne und des Konachovsker Klimaoptimums sind noch weiter zu klren.
15549	Profilbeschreibungen, Michajlovskij Lehmgrube, rechtes Ufer der Svapa. bei #292eleznogorsk. Wasserscheide zwischen Svapa und Nerussa, 240 m NN. \
Gliederung:\
Holo- |              podsolierte Schwarzerde (Liste der Kleinsuger),         \
zn   |              Waldsteppe\
      |\
Jung- | Osta#281kov:   L, periglaziale Steppe\
plei- | Mon#260alov:   vergleyter Wiesenboden auf Dauerfrost, Waldtundra\
sto-  | Kalinin:     L, periglaziale Steppe\
zn   | Mikulino:    schwarzerdehnlicher Boden, Steppe, Waldsteppe\
      |              Podsol (Kleinsuger), breitblttriger Wald\
      |\
Mit-  | Moskva:      L, periglaziale Steppe\
tel-  | Lichvin:     zimtbrauner Boden, xerophytische Eichen-Hainbuchen-\
      |                Wlder und Strucher\
plei- |              L, Steppe\
sto-  |              Wiesen-Schwarzerde, Prrieboden; Prrie-Waldsteppe\
zn   |              L, periglaziale Waldsteppe\
      |              braunerdehnlicher, podsolierter Boden; breit-\
      |                blttrige Wlder und Laub-Nadel-Mischwlder\
\
\
Un-   | Oka:         lakustrin, Kleinsugerfauna, periglaziale Steppe\
ter-  |              fluvial, Kleinsugerfauna, Tundrasteppe\
plei- | Mu#260kap:     schwarzerdehnlicher Boden, Waldsteppe\
sto-  | Don:         fluvial\
zn   | Il'insk:     fluvial; Novotroitskaya Boden\
      | Pokrovsk:    fluvial\
      | Petropavlovsk:fluvial; L\
\
Plio- | Belgorod:    fluvial, lakustrin, Kleinsuger;\
zn   |              Waldsteppe
3755	Im Gebiet von unten nach oben folgende Serie: Sarod -> Kolvinsk -> Padimejsk -> Rogov -> Va#281utkin -> Sarmajuk. Am weitesten verbreitet Rogov-Serie. Besteht aus zwei Geschiebelehmen und dazwischen gelegener Folge fluviatiler und lakustrischer Sedimente, im Norden auch marine. Serie stets mit Dnjeprovsk, Odincovo, Moskva zusammengebracht. Jngere Serien viel weniger weit verbreitet.\
Kipievo, Rayon, I#291emsk, Komi ASSR. Rechtes Ufer d. Pe#260ove, 2-7 km unterhalb Kipievo. Profil von oben nach unten: 0,0-0,7 m brauner Schluff, oben nicht geschichtet, unten horizontal geschichtet.; 0,7-1,45 m hellgrauer Sand, dicht- und feinkrnig, gut geschichtet; 1,45-3,0 m Kies und Schotter mit Geschiebe. Matrix: grobkrniger Sand; 3,0-13,0 m grober Lehm, mittlere Dichte, ungeschichtet, mit Geschiebe aus dem nrdlichen Timan. 13-16,1 m feiner Schluff, grauer, bndertonartig; 16,1-17,9 m horizontal- und feingeschichtete Sande, Grobsande und Kies. Pflanzenreste, Tongerlle. Von Eiskeilen durchzogen, die mit Sand, Schotter und Torf erfllt sind. Nagetierreste in der von Eiskeilen zerrissenen Schicht: 150 Zhne Dicrostonyx ex gr. simplicior Fejfar, 35 Lemmus cf. sibiricus Kerr., 1 Microtus sp.; 17,9-24,0 m graue Sande, horizontal geschichtet mit feinen Torfschichten, nach unten in horizontale Schluffe und Tone bergehend. Stellenweise Zweige und Stmme.\
Schicht liegt auf "schokoladenfarbenen Tonen", die auf Tonen und Lehmen des unteren Mornenkomplexes liegen. - Auffallende Artenarmut, bei guter Erhaltung - sicher mittelpleistozn.\
Nach dem Evolutionsniveau ist Dicrostonyx sehr hnlich dem Frhdneprovsk-Lemming von Lichvin, oder etwas jnger. Der Lemming von Lichvin und der von Heller u. Brunnacker aus oberer Mittelterrasse des Rheins beschriebene sind gleich alt. Alle russischen Funde liegen unter der Dneprovsk-Morne.\
Dicrostonyx antiquitatis von Chaline aus Frankreich beschrieben im Bau der Zhne gleich D. simplicior. Nach Pollonflora von Kipievo bergang von gemigt zu kalt, mit Kltemaximum bei Eiskeilen, dann hangende Morne. Diese offenbar Moskau. ber der oberen Morne abermals Dicrostonyx: noch moderner. Offenbar Ende der Moskau-Vereisung. \

8732	17.-19. Jahrhundert. Bezirksrichter fr Eme, Pite und Lule Lappmark reiste im Winter, um in Distriktsgerichten vorzustehen. Hier Weg zwischen Arjeplog und Gllivare rekonstruiert, teils ber Berichte, teils ber verfallenes Blockhaus und Stall in Vuortatiskjelas sdwestlich des Vuortatisjaurtij, besonders aber ber Axtmarken in stehenden Kiefern. Diese Marken mit Unterkante 0,6 bis 1,6 m ber der Bodenoberflche, 0,5 bis 1,4 m hoch, bevorzugt im nordwestlichen Quadranten. Richtung eingemessen. Meist zwischen 1750 und 1850. 40 % der markierten Bume heute tot, aber Weg mindestens ab 1. Hlfte des 17. Jahrhunderts benutzt. Kerben dendrochronologisch markiert.\
Weg ging offenbar durch heutigen Muddus-Nationalpark, vom Tjutekjaure nordstl  des Muddusjaure, ber stliche Randhhe, vielleicht unserem Weg zum Waldbrandgelnde folgend nach Sdosten zum Lakamanjegge und Lakamannavare nordstlich des St. ..., nach Vaikijaure und Jokkmokk.\
Ortsnamen als Hinweise auf den Weg genutzt.
9425	Wichtig bei Succ. Hhenstufengliederung in verschiedenen Klimagebieten: Feuchter Alpenrand: Lufttrockenes Alpeninneres:
9016	Lignin chemisch verschieden, entsprechend den beteiligten Monomeren. Damit aber auch unterschiedlich verdaubar. In Grasblttern Sklerenchym peripher von meisten Darmbakterien abgebaut, aber umfassend abgebaut durch einzelne Spezialisten. Xylem und verholzte Achsengewebe aber vollstndig resistent gegen mikrobiellen Abbau.
15739	Starkes Erdbeben dort am 7.12.1988. Frage, ob dem schon frher andere vorausgegeangen, zumal da dort Oberflchenformen, die dafr zu sprechen scheinen.
8595	#293Hippocamelus sp.:#294 Cerro Negro Overo, Famatina Highlands, La Rioja-Provinz, 28 56' S, 67 51' W, 6050 m hoch: 570  80, wohl Inka-Kultur.  
8907	Entgegnung zu Isemann, AFZ Nr. 21, 1983, 545:\
1) Ant... anthropogene Bodenversauerung nicht stets nur 5-10 %: starke Schwankungen. Mehrfach verstrkte Oberbodenversauerung nachgewiesen, am Unterboden nicht fabar. - 2) Waldsterben unabhngig von Bodenart und pH. Keine straffe Standortabhngigkeit fabar. - 3) Waldsterben auch auf besten Standorten. - 4) Sterben in Monokulturen und artenreichen Naturwaldreservaten. 5) Streunutzung nicht zu Waldsterben fhrend. 6) Erhaltungskalkung meist zu raschem Humusabbau fhrend.  7) In Sddeutschland Walderkrankung weniger durch saure Bden als durch Schdigung der Blattorgane und Sprosse verursacht.
16287	Hier Grenze Neogen/Pleistozn wie in Geol. Dienst der UdSSR bei Grenze Brunhes/Matuyama angesetzt, Grenze Eopleistozn/Pliozn bei 1,8 Mio. Jahren. - Mchtigkeit des Neogens-Pleistozns bei Baikal (N-Sachalin) 6000-8000 m, Tym'-Poronaijsk 3000-3500 m, Susunaj 2000-2500 m. - Neotektonik (kurz) mit Karte. - Pleistoznmchtigkeit in Poronaj- und Susunaj-Senke 200-250 m, in Baikalsenke 50 m. - Durch Horst- und Grabenbewegungen z.T. sehr groe Schwemmkegel in zentraler Senke, mit sehr groen Blcken. Schwemmkegel offenbar vor allem in Mittel- und Jungpleistozn entstanden, bei Kaltzeiten. Kegel gehen zu Zentren der Senke in typische Thermokarstlandschaft ber.\
Thermokarst berall im Nordwest- und Nordost-Teil der Nordsachalin-Senke, bei Lunskoj-, Ajnskoj-, Poronajskoj und N-Teil des Susuna-Tieflandes. \
Kalte Jahreszeit: ber zentralem Ost-Sibirien wichtige Antizyklone, ber Japan in mittlerer Troposphre breite Zone starker Temperatur-Kontraste und starker Winde: Zyklone entstehen, wandern nach Nordosten, bringen Sachalin viel Schnee, Sturm, lange Schneegestber. Hchste zyklonale Ttigkeit im Dezember. - Sommer: Ochotskisches Meer kalt, mit Treibeis. Viel Nebel, kalt.\
Jahresniederschlag: 500-1000 mm an Kste, 1200 mm in Bergen. Im N 500-650 mm, im S 800-1200 mm. In zentraler Depression deutlich geringer als an SO-Flanke des stl. Gebirgsrckens. Dies stets so whrend des Pleistozns. Evapotranspiration 300-400 mm/Jahr, von N -> S: starke Vermoorung. Entlang dem O-Ufer kalter Ostsachalinstrom, von N -> S. Durch warmen Tsusim-Strom aus Japan-See Tatarengolf 3-4 C wrmer als Wasser selber Breiten im Ochotskischen Meer. Prgt sich auch auf Vegetation aus.\
Jahresmitteltemperatur\
im N -2,0 bis -2,7 C, \
im S +4,0 bis +4,5 C;\
Januartemperatur \
im N -24,2 C,\
im S -7,6 C;\
Im Sommer\
im N +12 C,\
im S +18,2 C.\
Zentrale Becken Temperatur-Amplitude der Luft 30  bis 39,8 C: Recht kontinental. Im SW der Insel 25 C.\
NO der Linie Kap Pogibi-Mndung des Nabil' lichte Nadelwaldtaiga, SW der Linie dunkle Nadelwlder. Von 70 Holzarten fehlen 30 nrdl. dieser Linie: Taxus, Sasa, Quercus, Ulmus, Schisandra, Cerasus, Malus, Acer, Actinidia, Ilex, Euonymus, Eleuterococcus u.a. nicht nrdlich 51- 51 30'.\
uerster SW-Teil der Halbinsel Kril'on warmgemigte, breitblttrige Arten. \
Also: N-Sachalin Larix ochotensis, Pinus pumila, Alnaster maximowiczii, Betula middendorfii, B. exilis.\
Mittel-Sachalin, Gebirge: Picea glehnii, P. ajanensis, Abies sachalinensis.\
In Tlern Auen aus Erlen, Birken, Pappeln, Weiden, Chosenien Dazu Quercus mongolica, Ilex rugosa, Actinidia holomicta, Schisandra drinensis, Juglans sieboldiana, Ulmus laciniata, Ulmus propinqua, Ulmus pumila, Skimmia repens, Acer pictum, Vitis kaempferi, Fraxinus mandschurica.\
S- Teil: Abies sachalinensis, Abies maysiana, Picea ajanensis, Picea glehnii. Dazu: Viburnum furcatum, Viburnum wrightii, Aralia schmidtii, Eleutherococcus senticosus, Ilex crenata, Sasa kurilensis, Polygonum sachalinense, Cardiocrinum glehnii: hnlich der Flora Hokkaidos.\
SW-Ecke: Zusammen mit Tanne, Fichte, Breitblttrigen, die auch weiter im N vorkommen, Philodendron sachalinense, Quercus crispula, Padus ssiori, Kalopanax septemlobum, Taxicodendron orientale Taxus cuspidata, Morus bombycis.\
Tabellen der Oberflchenproben, Karte der Probenentnahme. Vergleich unterschiedlicher Sedimentationsrume.\
Meist Vorherrschaft des Baumpollens, bis 89, in Lrchen-Waldzone aber bis 51% Kruter und Zwergstrucher. Dort Lrchen nur 3-8%, obwohl vorherrschende Holzart. Dafr Pinus pumila. 20-86%, Birke bis 70%, Alnus 6-20%, Tanne und Fichte nur wenig. Keine thermophilen Breitblttrigen.\
In Tannen-Fichten-Zone bis 22% Abies, 8-46% Picea, Alnus 10-50%, Birke 6-44%. Tanne und Fichte deutlich untervertreten! Tannen-Anteil nach S zunehmend. Lrchen und Pinus pumila abnehmend. Auch hier aber Pinus pumila deutlich bervertreten. Mittel- und S-Sachalin: Corylus bis 2%, Ulmus bis 6%, Quercus bis 6%, Juglans bis 2%: entspricht gut Anteil im Walde. Auensedimente kleiner Flsse geben hier recht gut zonale Vegetaion wider. Seesedimente (aus Thermokarstseen) geben gut Vegetation wieder, nur Pinus pumila deutlich ber-, Larix deutlich untervertreten.\
Bden: geben gut lokale Bedingungen wider, aber z.T. innerhalb eines Taxons sehr starke prozentuale Schwankungen.\
Torfe: geben gut floristische Zusammensetzung der Umgebung wider, nicht aber stets Vegetation. Offenbar charakteristisch fr unmittelbare Umgebung, nicht zonale Lage.\
Marin-lagunr: geben sehr gut zonale und lokale Bedingungen wider. Vertikalprofil aus Gebirge aus Gebirge nicht untersucht.\
Depression Zentral-Sachalins: \
Generell "Sporomorphenkomplexe" ausgeschieden, Spektren, die qualitativ und quantitativ gleichartig sind.\
Von unten nach oben aus mehreren Bohrungen zusammengefat:\
I. Horizont:\
Lehme, Tone und Sande, Schotter, selten Torf. BP 38-90%, NBP 3-26%, Sporen 6-36%. Dies fr Susuna-Senke bei Novo-Troickoe. Picea Sectio Europicea 11-25%, Alnus 20-45; Picea omorica vorhanden, sowie Picea sect. strobus, Picea sp., Tsuga (canadensis, diversiflora), Taxodium,  Glyptostrobus, Taxus, Juniperus. Reichlich vertreten breitblttrige und immergrne Arten: Juglans, Carya, Fagus, Castanea, Tilia (so die Autoren, davon in Pollendiagrammen wenig zu sehen). Anmerkung: BP  = NBP. Stets um 20-30% Corylus, um 10% Quercus, 5% Acer; stets wenige % Tsuga, Taxodiaceae (Cupressaceae, Ilex; Osmunda, Osmunda cinnamonea, Coniogramme, Lycopodium, Microlepra sp.; Abies, Picea, Pinus koraiensis. Sehr wenig Alnus, Alnaster, Betula. Liste neogener Diatomeen. Im oberen Teil Studium der Palomagnetik, hier als Brunhes/Matuyamagrenze gedeutet.\
II. Horizont:\
Tone, Lehme, wenig Sand und Schotter. Text: NBP > BP, im Pollendiagramm von Susunaj-Senke genau umgekehrt. Angeblich viel Gramineen; Cyperaceae, Ericales, Chenopodiaceae, Artemisia, Caryophyllaceae, Polygonaceae; PD: viel Sphagnen, 50-60% Cyperaceae, 20% Ericaceae; Quercus und Corylus gehen zu Ende, andere Thermophile fehlen. Um 8% Larix, etwas Abies, mig Pinus koraiensis, wie vorher Picea, vereinzelt Pinus pumila, 20-30% Alnus, 30-50% Betula. Bei Poronajsk hnlich, wenn auch nicht so ausgeprgt.\
III. Horizont:\
Wechsellagernd Ton, Schluff, Lehm, teils mit Pflanzenresten, selten dnne Schotterlagen. Meist BP > NBP. Text: In der Mitte NBP > BP; in Abbildung nichts davon zu sehen! Larix nehmen zu (fehtl teils!). Im wesentlichen Betula, Alnus, Picea. Thermophile ganz wenig bis fehlend. Viel Ericales, Cyperaceae, Sphagnum.\
II sei 1. Hlfte des Frhen Pleistozns. III zeige Abbildung an, sei Abkhlung am Ende des Frhen Pleistozns (Q 2/II).\
IV. Horizont:\
BP > NBP. Wenig Abies, Picea etwas mehr. Vereinzelt Pinus, Diploxylon. Sehr viel Alnus, Betula; wenig Corylus, Carpinus. Unten und oben recht viel Alnaster und Betula sect. Nanae. Im Schotter etwas thermophile Laubhlzer. Viel Cyperaceae, Polypodiaceae; abnehmend Ericales, Sphagnum. Da in Depressionen thermophile Vegetation, sei dies 1. Hlfte des Mittleren Pleistozns (Q 1/II). Meines Erachtens dies falsch: Im wesentlichen nur Alnus, Alnaster, Betula. Picea hrt auf. Alles andere nur in Spuren im Schotter!\
V. Horizont: Sande, Lehme, Tone, wenig Torf\
BP > NBP. Abies, Picea bis 0. Larix bis 5-9%. Viel Alnus, Betula, Betula Sektio Nanae. Viel Alnaster. Viel Cyperaceae, z.T. viel Ericales: Klteresistente Flora, lichte Lrchen-Wlder: Kaltphase am Ende des Mittleren Pleistozns (Q 2/II).\
VI. Horizont:\
Sande u. Lehme, Pflanzenreste, Torf, Sande, Schotter. BP > NBP. Wieder mehr Abies, Picea. Viel Alnus und Betula; wiederholt Corylus, Carpinus, Ulme, Eiche; selten Acer, Tilia. Oben Zunahme der Zwergbirken, Pinus pumila, Larix. Viel Ericales, Sphagnen, Cyperaceae: Vegetation hnlich der heutigen: Erwrmung zu Anfang des Spten Pleistozns (Q 1/III).\
VII. Horizont:\
Lehme mit Pflanzenresten, etwas Schotter. NBP und Zwergstrucher herrschen vor. Larix bis 8%, viel Pinus pumila, Betula, Alnus. Alnaster 20-50%. Alles andere nur vereinzelt. Sehr viel Cyperaceae, Gramineae (fehlen fast in Susuna!): Offene Vegetation und lichte Lrchen-Wlder: 1. jungpleistozne Abkhlung (Q 2/III).\
VIII. Horizont:\
Anmerkung: Beide Referenzprofile passen nicht zusammen.\
Feinsande, Tone, Sande, Schotter. Angeblich stets BP > NBP. Trifft aber in beiden Fllen nicht zu. Alnus nimmt ab. Viel Alnaster und Betula Sectio Nanae.\
Dies besonders in unteren Abschnitten. Stets Thermophile (sie aber ganz unregelmig, Frenzel). Relativ viel Gramineae, Cyperaceae, Sphagnum, Polypodiaceae. hnlich Horizont VI., etwas wrmer, wohl 2. sptpleistozne Erwrmung (Q 3/III).\
IX. Horizont:\
Sehr hufig anzutreffen. Hufig Lehme. BP sehr wenig, meist Zwergstrucher und Kruter. Abies, Picea verschwinden. Larix nimmt zu. Ebenso Pinus pumila, Alnaster, Betula Nanae. Thermophile fehlen. Viel Cyperaceae, Gramineae, wenig Artemisia/Chenopodium: Tundra und Waldtundra: 2. sptpleistozne Abkhlung.\
X. Horizont in 1. berauenterrasse.\
Auch in Auen, marinen 1-5 m Terrassen. Schotter, Sande, wenig Ton. Abies nimmt zu bis 10%, Picea bis 20%. Viel Alnus und Betula. Corylus, Juglans, Quercus, Ulmus erneut stets in geringen Werten: Holozn, auch wegen heutiger Mollusken.\
Neogen, jngster Teil, Marujam-Serie. Beginnt mit Obermiozn (marine Mollusken). Mittlerer Teil beginnt mit Fortipecten takahashii Yok. Dies 1974 festgesetzt als Grenze Miozn/Pliozn. In hangenden kontinentalen Sedimenten dieser Serie nach Vergleich mit japanischer Sibikava-Serie = Olduvai.\
Bei Poronajsk (Vladimirovo) in feinkrnigen Sanden ber 9 m BP deutlich > NBP: Viel Alnus, Betula. Sehr wenig Alnaster. Dazu stets reichlich Picea, Tsuga, Pinus. Wenig Corylus, Carpinus, Ulmus, Acer; vereinzelt Quercus, Juglans, Fraxinus. In unterem Teil "anomale Magnetisierung"; sei charakteristisch fr Wechsel der magnetischen Felder. Daher wohl Brunhes/Matuyama. Dies sei oberster Teil der Marujam-Serie.\
1965 in Vladivostok als bergangsschichten zwischen Pliozn und Pleistozn festgesetzt: Bogorodsker, Priamursker, Sovgavansker u.a. Schichten. \
Anmerkung: Unklar, was damit gesagt sein soll (Fr.).\
Grenze Pliozn/Pleistozn sei Zeit starken Florenwandels auf Sachalin, das Beginnen der Waldsteppen, der betrchtlichen Abkhlung. Dies an Brunhes/Matuyamagrenze - ohne Beweise - gesetzt.\
Frhes Pleistozn: in Poronajsker und Susunajsker Senke in 2 Fazies: lagunr und kontinental.\
Aus bis zu 96% Chenopodiaceen innerhalb von 60% NPB der lagunren Fazies am Mittlellauf der #292itnica (Nebenflu des Poronaj) geschlossen, da damals dort Waldsteppe herrschte. Ist nicht Kstenvegetation viel wahrscheinlicher? (Fr.).\
Mittleres Pleistozn: Lakustrin - fluviatil und lagunr. W-Rand der Poronaj-Senke, Bohrung 2771, BP und NBP etwa gleich. Besonders Betula Nanae, Alnaster, Betula baumfrmig, wenig Pinus haploxylon; viel Gramineae, Cyperaceae, Ericaceae.\
Bryales, Sphagnum; wenig Artemisia; Selaginella sibirica. lockere Zwergstrauchheiden. - Diatomeenfloren. - Sei 2. Hlfte des Mittleren Pleistozns.-\
Oberes Pleistozn: Diskordant auf lterem. Sedimente des IX. Horizontes am weitesten verbreitet. Marine Sedimente des VI. Horizontes sehr weit verbreitet im Mndungsbereich der Depression.\
Karte des Kstenumrisses Sachalins. Warmes, feuchtes Klima. Bei Poronajsk Holz von Fraxinus! In Aniva-Bucht (S-Sachalin) BP deutlich > NBP. Abies 8-16%, Picea 8-12, Alnus 16-40, Betula 20-60%. Vereinzelt Ulmus, Juglans Tilia. Viel Gramineae, Cyperaceae, wenig Ericales Artemisia: Anfangs dunkle Nadelwaldtaiga, dann bergang zu Lrchen-, Pinus pumila-Bestnden.\
Fluviatil-marine Sedimente des VII. Horizontes mit Diskordanz auf VI. Bei eustatischem Absinken des Meeresspiegels gebildet. Vorherrschaft bei Aniva des NBP u.d. Zwergstrucher. Recht viel Lrchen dort (4%), Pinus pumila (16%), Alnaster (40%), Betula Nanae bis 16%. Viel Gramineae, Cyperaceae, Bryales, Sphagnum, Polypodiaceae: Waldtundra, viele Wiesen: 1. Abkhlung.\
Marine Ablagerungen des VIII. Horizontes konkordant auf Sedimenten des VII. Horizontes. Nord-boreale Diatomeen. Nach Lithologie hoher Meeresstand: Transgression der 2. jungpleistoznen Erwrmung.\
Lakustrine-fluviatile Serie: Auf Wasserscheide Tym'/Poronaj Pseudomorph. nach Eiskeilen, bei Vladimirovo Elephas primogenius.\
Bei Kamenka, Novo-Troickoe, Miculevka periglaziale Vegetation offener Kruter-Cyperaceen-Gesellschaften, mit Zwergstruchern. So auch bei Aniva und bei Ust'e. Sehr viel Ericaceae (bis 50%): Kaltphase am Ende des spten Pleistocns (Q 4/III).\
Am Rand der Becken groe proluvial-fluviatile Schwemmkegel groben Materials des spten Pleistozns (ohne zeitlich genauere Datierung). Offenbar viel fluvioglaziales Material.\
Sptpleistozne Transgression nicht weiter als 20-40 km in Depression eingedrungen. Ende sptes Pleistozn (IX. Horizont) strkste eustatische Absenkung des Meeresspiegels (Karte).\
Holozn: X. Horizont:\
U.a. Fluterrassen von 5-8 m Hhe und marine Terrassen von 3-5 m Hhe. Holozn geteilt in Unteres (Q 1/IV) und Oberes (Q 2/IV). Unteres: bis klimatisches Optimum einschlielich. Oberes = Gegenwart. Bei Aniva und Ust'e (dies in Poronajsker Senke) marine Sedimente anfangs Erlen-Birken-Wlder mit Alnaster und Betula Nanae. BP > NBP. Dann Abnahme des BP, Zunahme des NBP. Picea und Pinus haploxylon nehmen stark zu, nach oben hin ebenso Larix, Abies, auch Thermophile, viel Ericales. Birke und Betula Nanae abnehmend.\
In 1. berauenterrasse des Tym'bei Irkir BP deutlich > NBP, besonders Alnus und baumfrmige Birke. Viel Picea. Um 15-20% Betula Nanae, um 5% Alnaster. Stets Abies, Pinus haploxylon, Corylus, Ulme, vereinzelt Juglans (d.h. so wie heute vermutlich 150-200 km sdlicher und an wrmerer West-Kste). Sei Optimum, wrmer als heute (Tym' fliet nrdlich der Tym'-Poronajsker Wasserscheide). \
Anmerkung: Proben der Pollendiagramme vielfach im > 50-70 cm Abstand. Trotzdem angeblich viele Klimaphasen ermittelt.\
Nur hchste Berge im Pleistozn vergeletschert. Nichts ber Schneegrenze gesagt.berblick ber Erforschungsgeschichte der marinen Terrassen.\
Kstenbereich hchstes Niveau 80-100 bis 300 m, weit verbreitet. Eigentliche Terrassen beginnen bei 50-80 m Hhe. Oberflche stark verworfen, zertalt. Dann 12-15 bis 50 m Niveau; 3-8 m Niveau.\
Unteres Pleistozn im Sockel der 15-30 m-Terrasse. Vielleicht an Basis Hinweis auf Brunhes/Matuyama. Ganze Schichtfolge sonst jedenfalls normal magnetisiert. Recht viel BP, meist > NBP: viel Alnus. Dazu baumfrmige Birke, wenig Betula Nanae. Hufig Picea, Pinus, regelmig Larix, Corylus, Carpinus, Ulmus. Vereinzelt Tsuga, Abies, Podocarpus, Cedrus, Alnaster, Juglans, Quercus, Acer, Moraceae, Tilia, Fraxinus.\
Mittelpleistozn Akkumulationskrper der 50-80 m-Terrasse am Japanischen Meer und der 100-180 m-Terrassen am Ochotskischen Meer.\
Hierbei von unten nach oben bergang von dunkler Nadelwaldtaiga zu lockerem Lrchen-Pinus pumila-Wald mit Lycopodium alpinum. Jungpleistozne Terrassen im Hebungsgebiet bei 12-15 m und 15-40 m Hhe. Am Ost-Ufer fluvioglaziales Material am Aufbau beteiligt. Im unteren Teil der 15 m -Terrasse bei Mndung der Ro#291destvenka im Torf mit Holz 27650  550; 40300  260 v.h. im unteren Teil der 37 m -Terrasse sdlich Arkovo-Berg. Beide Terrassen im unteren Teil unter warm-feuchtem Klima bei Transgression gebildet. Nach oben bergehend in regressive Phase unter kaltem Klima.\
20 m-Terrasse an Mndung der Zubatka: An Basis in Torf und Ton marin-brackische Diatomeenflora. BP 4-5x > NBP, bis (oben) gleich: Viel Picea, mig doch zunehmend Larix, viel Pinus Haploxylon, viel Alnus, nach oben abnehmend, mig Alnaster, Zwergbirke > baumfrmige. In Spuren Ulme und Eiche. Sei dunkle Taiga mit Thermophilen = Beginn des spten Pleistozns (Q 1/III).\
Anmerkung: Fr mich kalt, Ende Interglazial oder Interstadial.\
Darber NBP deutlich > BP. Larix 8-14%, Pinus pumila 30-32%, Alnaster 20%, Betula Nanae bis 32%. Sehr viel Ericales. Sei erste sptpleistozne Abkhlung (Q 2/III). Darber fossilfreies Proluvial-Fluvioglazial. hnlich bei Lunabusen. (NO-Sachalin).\
12-15 m-Terrasse am Kap Choe basal in Sanden BP 40-60%, besonders Picea (36-38%), Pinus Haploxylon (16-30%), Alnus 10%, Betula 6-12%; dazu Ulmus, Quercus, Juglans, Carpinus. Seien dunkle Nadelwlder mit breitblttrigen Arten, Pinus pumila und Auenpflanzen eines gemigt-warmen und feuchten Klimas: 2. Erwrmung des spten Pleistozns (Q 3/III). Drber kaltes, periglaziales Klima mit offener Vegetation, dann wieder Gehlze im hangenden Torf, besonders baumfrmige Birken, etwas Picea, Abies, Ulmus, Quercus, Juglans. Dies = Holozn (Probenabstand 2m).\
Sdlich Poronajsker Senke (49 N) keine Thermokarstbildungen mehr, sdlich hiervon also kein mchtiger Bodenfrost.\
Vergleich mit Japan: Kalte Vegetation der oberen Terrasse = Zeit der Regression unter kaltem Klima in Japan, zwischen 72000 und 45000 v.h. = Epoche Musasino. Hierhin auch frhes Palolithikum Chasino V und VI und Ivaioki IV, sowie Sptpalolithikum. Mukoujama V und Fukui 15. Letzte 14C von 31900 v.h.\
Auf Hokkaido Warmphase Tottabecu II-III und Anfang der Kaltphase Tottabecu III. In Tottabecu III intensive vulkanische Ttigkeit: 20000-25000 v.h. sei = maximale Wrmvereisung Europas.\
Holozn:\
Mndung des Orokes, W-Sachalin, SW der Poronajsker Bucht. Hier 6m Sediment. Alles ehemals bewaldet. PD in sich sehr homogen: vorherrschend baumfrmige Birke und Alnus. Dazu um 20-25% Picea, ab unterem Viertel Abies (um 5-8%), stets sehr wenig Pinus Haploxylon, wenig Alnaster, Zwergbirke. Stets um 5-8% Quercus, Ulme; weniger Juglans, Myrica. Sehr wenig Ericales, schwankend Cyperaceae, Gramineen, Artemisia, Myriophyllum, Osmunda cinnamomea, Lycopodium clavatum; sehr viel Polypodiaceae. \
Autorin findet Boreal, Atlantikum, Anfang Subboreal mit Klimaschwankungen. Ich sehe davon nichts. Autorin vergleicht das mit 14C-Daten Chotinskijs, hat aber selbst offenbar keine Daten.\
NO-Sachalin, Nabil'-Busen: 3-5 m-Terrasse aus marinen Sedimenten; darauf Torf. Torf stark zersetzt, mit einzelnen Lagen schwach zersetzten Torfes. Aus ihren 14C-Daten: 4320  60 (2,2 m Tiefe), 3880  80 (1,3 m), 2530  45 (0,35 - 0,50 m Tiefe). Im marinen Material unter Torf fossiler Boden. Im marinen Material BP meist weit > NBP: 40-60% Picea, um 30-40% Pinus pumila, sehr viel Alnaster und Ericales, um 10-15% Artemisia, sehr wenig Sphagnum. Kurz nach 4320  80 BP etwa = NBP, oszillierend: viel baumfrmige Birke, Myrica; stets Quercus, Ulmus; viel Cyperaceae, zunehmend Ericales, zunehmend strauchfrmige Birke. Nicht mehr Picea, mig Artemisia und Myriophyllum. Sehr viel Sphagnum. Meist Osmunda. Unterste Phase sei frhsubboreale Abkhlung. Am Rand des Stillen Ozeans trte stets diese Abkhlung zwischen 4600 und 4200 v.h. auf (meines Erachtens kein Hinweis auf dieses Alter hier vorhanden, auer da in mariner Fazies vor 4320  60 v.h.). Boden- und Torfbildung seien weiterer Beweis fr Abkhlung = Regression.\
Grenzhorizont (russ. Definition) sei 3400 - 4300 v.h. (tatschlich zwischen etwa 2600 und 4300 v.h.): Erwrmung. Recht warm und mild. Im hangenden, unzersetzter Torf ab etwa 2500 v.h. angeblich Abkhlung; Osmunda und Ulmus verschwinden, Eiche bleibt konstant, Fichte tritt wieder auf. Heutige N-Grenze der Eiche verlaufe bei Nabil'-Aleksandrovsk, die der Ulme bei Flu Ny#281'. D.h. Gebiet blieb wie bisher im Eichen-Areal, bei Ulme bestenfalls kleine nderung.\
Klimageschichte angegeben. Diese aber so kursorisch und lokal unprzis, da damit nichts anzufangen (siehe unten).\
\
Heutiges Klima, von N nach S:\
Jahresmitteltemperaturen:  -3 bis +5 C;\
Januarmittel: -24 bis -8 C;\
Julimittel: +12 bis +18 C;\
Jahresniederschlag: 500 bis 1200 mm.\
\
Klimaoptimum des Holozn:\
Jahresmitteltemperaturen: +4 bis +5 C;\
Januarmittel: -10 C;\
Julimittel: +15 bis +18 C;\
Jahresniederschlag: 800-1200 mm.\
\
Kltemaximum der Eiszeiten:\
Jahresmitteltemperaturen: -1 bis -5 C;\
Januarmittel: -15 bis -20 C;\
Julimittel: +8 bis +12 C;\
Jahresniederschlag: 400 bis 700 mm.\
\
Klimaoptimum der Interglaziale:\
Jahresmitteltemperaturen: +4 bis +6 C;\
Januarmittel: -6 bis -10 C;\
Julimittel: +15 bis +18 C;\
Jahresniederschlag: 800 bis 1200 mm.\

17995	sonderzeichen.850\
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Dies sind alle mit dem Zeichenkonvertierungsprogramm auf \
dem HP-LJ4-Drucker verfgbaren Zeichen (Stand: 14.08.1996).\
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 35:    (wird interpretiert als Sonderzeichen)\
 36: $\
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 42: *\
 43: + \
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 58: :\
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 61: =\
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 63: ?\
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 67: C\
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 70: F\
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 79: O\
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 89: Y\
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 92: \\
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 96: `\
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 98: b\
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100: d\
101: e\
102: f\
103: g\
104: h\
105: i\
106: j\
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127:    (Leerzeichen)\
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Sonderzeichen:\
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290: #290\
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292: #292\
Unterstreichen (293,294): #293Unterstreichen#294\
Hochstellung   (295,296): Normal- und #295Hoch-#296stellung\
Tiefstellung   (297,298): Normal- und #297Tief-#298stellung\
Fettdruck      (299,300): #299immer an !#300\
312: #312\
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327: #327 Delta\
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340: #340 im ASCII vorhanden\
341: #341 im ASCII vorhanden\
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359: #359\
360: #360\
361: #361\
\
Ende.
101753	.
5680	Aus Typ-Lokalitt des Devensian. 9 Pollenspektren, davon 5 mit 14C Daten. Diese zwischen 30000 und 42000 v.h. (alle 2000 Jahre ein Datum; wie das?). Diese alle baumlos. "Chelford" im Liegenden etwa 75% Baumpollen: Birken, Kiefern, ganz wenig Fichte. Darunter angeblich Ipswichian (entspricht Holstein), ca. 80% Baumpollen: Besonders Alnus. Dazu etwas Corylus, Quercus, Ilex, Acer (dieser angeblich monspessulanum). In Kaltzeiten wenig aber stets Caltha, Hippuris, Litorella, Myriophyllum alternifolium, Sparganium, Botrychium, Equisetum, Selaginella, Sphagnum.
10326	Ulmus densa Litw. bei Teheran am Wege nach Tadjrisch.\
Carpinus betulus L. Masanderan bei Khrsng.\
Alnus subcordata C.A.Mey. = A.cordifolia Ten..subcordata Regel.\
Masanderan bei Khrsng und bei Bagh-i-Schah (bei Berfurusch).\

10395	Rheinhhenstrae auf einer Mittelterrasse. Hier unter 30 cm Humus\
Bims. Darunter in L Kulturschicht. Darunter recht komplizierte\
L-, Llehm-, Tuff- und Lkindellage. Von Knochen 90%\
Wildpferdreste. Sonst besonders Mammut, Ren, Rind, recht viel\
Vogelknochen. Zeltgrundri. Holz von Kiefer und Birke.\
Ortsfremder Feuerstein: Handel! Sptmagdalnien. Zahlreiche\
Kunstwerke.\

10336	1869-1873 hier: Elephas meridionalis, Hippopotamus, Bison,\
Hirsch, Rhinoc., Pferd, Canide. Makroflora von Saporta bestimmt.\
1969 hier 21.70m Bohrung. Mergel, reich an organischem Material,\
gut geschichtet. Sehr regelmige Sedimentation in ruhigem\
Gewsser. Mammalia: Nach klassischem Villafranchien. Hier wohl\
Gnz/Mindel. Makrofossilien nach Saporta offenbar: Zelkova ungeri,\
Z.ultima, Parrotia pristina, Qu.farnetto. Qu.lusitanica,\
Qu.pseudosuber plioc., Fagus microphylla. - Polenarm. Fehlen:\
Taxodiaceen, Pinus haplox., vorhanden Carya, Pteroc., Tsuga. Dazu\
Kiefer und Eiche:\
\
Etwas mediterraner Typ?\

10337	Grotte de l'Escale, vllig mit Sediment erfllt. Dolichopithecus\
arvernensis *, Ursus cf.deningeri, Lynx paerdina var.spelaea,\
Acinonyx pardinensis * (Gepard), Machairodus *, Canis etruscus *\
var.arnensis, Vulpes sp., Crocuta brunea, Rhinoceros cf. mercki,\
Capra sp. (sehr zahlreich), Cervus sp., Bos sp.; Nager sehr\
zahlreich aber noch nicht bestimmt. Sehr viele Vgel.\
* Villafranchia-Arten, alle aber von typischen Villafranchia-\
Formen abweichend. Offenbar sehr altes Quartr, wohl Beginn\
Mindel. Vergleichbares Alter haben Mauer und Mosbach. Auerdem\
Feuerstellen und behauene Steine.\

10415	7.5km NNW von Puy. 700-917m. Hier Tal aufgefllt: An Basis\
Hangmaterial, konglomeratisch, mit groen Blcken, in\
Feinmaterial eingebettet. Auf linker Seite des Tales drber\
lakustrines Material (Sande); auf rechter Talseite See- und\
Hangsedimente wechsellagernd.\
Hangmaterial periglazialer Herkunft. Lakustrine Sedimente zeigen\
wohl feuchteres Klima an, aber immer noch kalt, da mit\
Hangmaterial wechsellagernd.\
Neue Faunenliste fr Solilhac (lakustrines und Hangmaterial,\
zwischen beiden kein Unterschied feststellbar: Equus, inter-\
\
medir zwischen stenonis und caballus, Equus cf. sssenbornensis,\
Rhinoceros etruscus, Hippopotamus amphibius, Megaceros\
solilhacus, Cervus elaphus, Capra oder Ibex, Bison priscus,\
Elephas antiquus, Arvicola cf. nageri, Arvicola sp., Hyaena sp.\
Geweih des Cervus elaphus deformiert: Klimaungunst? Wohl gleichalt\
mit einer europ. Vereisung, oder mindestens au confins dieser\
Vereisung. Villafrachium und Wrm scheiden stratigraphisch aus.\
Irgendwo in Mittelpleistozn.\
\
"D'abord rapproch de la faune du Forest-bed de Cromer,\
l'association faunique de Solilhac l'est maintenant de la\
faune de Sussenborn."\

10486	W-Seite des Peavine-Tales, Brit.Columbia: Hier am Hang 4 Till-Einheiten, die hangauf in eine einzige bergehen. Diese 4 nach Kritzern, Till structure, Einregelung und Till-Matrix durch miteinander streitende Gletscherstrme gebildet, hierbei pro Till-Horizont z.T. sehr deutliche Haupt- und Nebenmaxima der Einregelung, deren Richtung sehr stark wechseln kann, auch hangparallel. Hierbei liegender Till z.T. bei erneutem berfahren neu orientiert.\

10487	Bei Gteburg fr Bau des Hisinge-Tunnels marines Interstadial erbohrt: 26-30000 Jahre v.h.! Wird mit Farmdale parallelisiert. Gleich Paudorf. Aber dieses Interstadial entgegen Ansicht von Gro anscheinend nicht "schwach".\

10489	Zusammenfassendes Referat eines Symposion.
10488	Palontologische Gliederungsgrundlage: Nur bei Sugern so stark evolutionre Vernderungen, da deren Evolution als Ma mglich. Aber: 1) Nur von geringer Zahl von Lokalitten bekannt; 2) keine zusammenhngende fossilfhrende Serien bekannt; 3) verschiedene Mitglieder pleistozner Suger-Reihen an verschiedene Umwelten unterschiedlich angepat; 4) vertikale Sugerverbreitung durch horizontale Wanderungen infolge Klimavernderungen beeinflut. \
Erste beide (1,2) nicht so tragisch und unberwindbar. Wohl aber 3,4, falls nicht ganz andere Hilfskriterien herangezogen. So Auftreten von E.primigenius als Steppen- und Tundratier durch Erscheinen dieser Vegetations-Typen bestimmt, nicht nur durch Evolution.\
Fluterrassen wegen Gegensatz klimatisch-thalassostatisch nicht zu gebrauchen.\
Mornen: Sehr wertvoll als Zeitmarken. Hier Schwermineralanalyse und Geschiebezhlungen wichtig. Schwierig aber bei mehreren Vergletscherungszentren, die einen Geschiebelehm verursachten.\
Meeresboden: Sehr wertvoll.\
Dies alles nur auf Hintergrund des Klimawandels. Daher diesen als "gesunde Grundlage" nehmen, besonders nach N-S-Konnektierung ber Meeresboden.
123691	Mols, Fernmller, Jtland. - Generelle Ansicht von Bray (1960,1962): Herbivoren verbrauchen nur 5% der gesamten primren Nettoproduktion. - Fast nur Calluna und sehr viele Flechten. Untersuchte Phasen von Calluna: Pionier, gefolgt von Aufbau, gefolgt von reif, gefolgt von degenerierend (Watt, 1960). - CO2-Gehalt der Bodenatmung mit N/10 Alkali gemessen und titriert. - Chlorophyllgehalt in Reihe degenerierend-Pionier-reif-Aufbau ansteigend. Jahreszeitliche Schwankungen nicht signifikant.\
 - Biomasse/m2 scheint nicht zu schwanken zwischen den einzelnen Phasen. - Laubfall: Pionier: 68.8 g/m2 und Jahr; Aufbau: 56.4 g/m2 und Jahr; reif: 54.2 g/m2 und Jahr. - Kalorien: Pionier (370d) kcal/m2: 314; Aufbau 237; reif 259. \
Fraglich aber, ob Unterschiede signifikant gesichert. - CO2-Abgabe in Reihe: Reif>Aufbau>Pionier>Alter. Chlorophyllgehalt und CO2-Abgabe gehen also parallel.CO2-Abgabe liefert 10x mehr Energie als die des Laubabfalls!\
Bei Atmung aber Bodenatmung aus Wurzelniveau bercksichtigen. - Netto-Primrproduktion pro g Chlorophyll (nach Bray aus Minnesota), verglichen mit Heidewerten (aus Laubstreu! Jahreszuwachs in Callunaheide nicht bercksichtigt? Fr.). \
Dichter Eichen-Wald 304g/g Chlorophyll und Jahr; lichter Eichen-Wald 440g/g; Eichen-Savanne 425g/g; reifes Grasland 516g/g; Grasland alter Felder 850g/g; Unkruter 500 g/g; Mais 580; Glycinee max 177; Typha 468g/g; Zizania-Sumpf 975g/g; Equisetum-Teichrand 355g/g; Nymphaea-Teich 366g/g. Calluna, Pionier: 296g/g; Aufbau 79g/g; reif 97g/g.
10491	53o27'N, 118o18'W, 1400m hoch. Hier aus lokalklimat.Grnden (Kaltluftstrom im Tal), starke winterliche Talwinde, die Schnee wegblasen, geringe berschwemmung, noch heute Palsen gebildet.\

18533	Canada, Resolute, Cornwallis Island, N.W.T.: ca 1280 ft dick; Taimyr-Halbinsel mehr als 1650 ft. \
- Annahme, Entstehung an Kaltzeiten des Pleistozns gebunden. In Warmzeiten wohl Fluktuationen der Dicke und des Areals. \
- Nach Sumgin und Mitarbeitern Grenzen der Permafrostprovinzen, gemessen in 5-10m Tiefe: Kleiner -5oC geschlossenes Gebiet; -5 bis -1oC unterbrochenes Permafrostareal. Grer -1oC sporadisches Permafrostvorkommen. \
- Westlich der Hudson Bay einige hnlichkeit zwischen 25oF Jahresisotherme und S-Grenze des Permafrostes. Yukon-Territ. 30oF Jahresisotherme S-Grenze sehr viel nher; Manitoba: S-Grenze schneidet diagonal 25o und 30o F-Jahresisotherme; Ungava S-Grenze weit nrdlich der 25oF-Jahresisotherme, Labrador: 25oF und S-Grenze ungefhr zusammen. Permafrost in Asien 350 Meilen sdlicher als in Canada. \
- -2oC Jahresisoth. liegt in meisten Teilen Canadas sdlich der Permafrostgrenze. In Mittel- und Ost-Sibirien aber nrdlich davon. \
- Freezing indices: Jahres-Summe der Differenzen zwischen 32oF und Tagesmittel der Tage mit Mitteln unter 32oF. 5500o freezing index von W-Mackenzie District bis Manitoba-Ontario mit S-Grenze des discontinuous permafrost area ungefhr zusammenfallend. In Yukon-Territory und Labrador-Ungava aber keine Coincidenz. \
- Wichtig auch thawing index: Jahres-Summe der Differenzen zwischen 32oF und tglicher Mitteltemperatur von Tagen mit Mitteln oberhalb 32oF. \
- Westlich der Hudson Bay Palsen bis 53on.Br.; stlich der Hudson Bay von N her aber nur bis 55o20'n.Br. Dort im O 20 inches hherer Schneefall als im W. \
- Einfache Korrelation Vorkommen des Permafrostes mit Lufttemperatur nicht vorhanden, nur sehr breite Beziehungen zueinander.\

10478	Schichtung fluviatiler Sedimente unter Decklehm, der sehr kalkhaltig ist (Korngre < 0.001mm), meist nicht zu erkennen, da Lagerungsverhltnisse durch "Verwitterung und Bodenbildung" gestrt seien. \
- Rechte Ufer steiler als linke. - Strangmoore. Extra so erwhnt (Strang-Schlenken und Strang-Seen). Algenschlenken mit wenigen Sph.dusenii usw. (Pollendiagramme bei Neustadt und Dokturovskij).\

10480	Weist auf Bedeutung der unterschiedlichen Land-Meer-Verteilung im Laufe der geol. Vergangenheit fr Temperaturklima hin. Beispiel der Litorinatransgression. \
- Kritische Analyse der Hinweise auf ehemalige Klimaschwankungen, besonders Berichte aus frheren Zeiten und Vlkerwanderungen. Es msse unterschieden werden zwischen Vlkerwanderungen einerseits und Eroberungszgen, berfllen u.a. andererseits. \
- Annahme, da "Hochwasserkatastrophe" zwischen den beiden Pfahlbauzeiten fr Wanderung der Phrygier nach Asien verantwortlich zu machen sei (um 1300 v.Chr. deren und anderer Vlker Aufbruch aus ungarischer Tiefebene): "It is quite likely, in fact, that the flood was the stimulus which caused the migration to drier climate." (S.339). \
- In Niederschlagskurve fr Europa (Abb.32) (unterer Teil), unter dem Strich feucht, drber trocken. In Niederschlagskurve fr Asien (Abb.35) ebenso. Hier Niederschlagswerte berechnet aus Wanderungen: S.360: " In order to construct a climatic curve from this table (auf S.359), a value was assigned to each century (or other convenient period according to the detail of the record) based on the "wet-ward" component of migration. \
The numbers assigned ranged from -5 for the period about 850-750 (reoccupation of Susa, aparrently complete cessation of migration from the dry regions) to +5 for the great drought about 2200 b.C." Hierin auch Seespiegelschwankungen des Kaspi eingeschaltet (Fig.34). \
- Ptolemaeus'Angaben ber Klima Alexandriens im 1.Jhrhdt.n.Chr. hneln dem heutigen Klima N-Griechenlands. Hellmann nahm daher an, diese Aufzeichnungen seien falsch. Nach Brooks decken sie sich aber mit anderen Angaben, besonders mit Angaben der Charga-Oase (Tabelle). \
Aber Grundwasser der Chargaoase kann auch durch intensive Nutzung oder Anschneiden artesischen Wasserhorizontes und damit ungeregelten Austrittes groer Wassermenge bedingt sein. \
Da Tendenz der Charga-Oase aber gut mit anderen bereinstimmt Annahme, da Klima jedenfalls stark beteiligt gewesen sei.\

10481	Bhl als 12000-14000 v.Chr.; Gschnitz als 8-9000 v.Chr. und Daun als 7000 v.Chr. (nach Man sogar 5000 v.Chr.). Beginn des Postglazials in den Alpen gegen 6800 v.Chr. \
bersichtsreferat, Auseinandersetzung mit Blytt und Sernander. \
Nach bisher vorliegendem Material: Prboreal: Sehr kalte Winter, khle Sommer, trocken. \
- Boreal: Kalte Winter, heie Sommer, besonders im Sommer trocken; \
- Atlantikum: Mild-regnerische Winter, Sommer hei und ziemlich feucht, aber mit hufigen Sommerdrren; \
- Subboreal: Winter ziemlich mild, Sommer hei, Niederschlag ?, wahrscheinlich schwankend. \
- Subatlantikum: Winter mig, Sommer khl, feucht. \
- Gegenwart: Wahrscheinlich Tendenz zu grerer Trockenheit, vielleicht auch zu tieferen Temperaturen. \
- Dagegen Blytt-Sernander: Boreal: trocken und ziemlich warm. - Atlantikum: feucht und warm. - Subboreal: trocken und warm. - Subatlantikum: feucht und ziemlich khl.\

10482	Temperatur der quatorgebiete ndert sich von Jahr zu Jahr sehr wenig. Wohl aber das der Polargebiete: In Spitzbergen Temperaturanstieg um 8o in 20 Jahren. \
Hierbei keine Vernderung d. zugestrahlten Energie, wohl aber deutlicher Anstieg im Wrmetransport von S nach N. Temperatur ber groer schwimmender Eisdecke etwa 20-30oC tiefer als ber offenem Wasser. \
Zusammenhang Windsystem - Gletscherverhalten:\
\
Zeit                    Gletscherzustand                Winde in England\
\
14 Jhrhdt.              klein                           WSW, stetig,\
                                                         vermutlich stark\
frhes 17.Jhrhdt.       Vorsto                         umlaufend, O-Winde\
                                                         hufig\
gegen 1700              Rckzug                         WSW, ziemlich stetig\
gegen 1750              Vorsto                         umlaufend, O-Winde\
                                                         hufig\
sptes 18.Jhrhdt.       Rckzug                         SSW, sehr stetig\
\
frhes 19.Jhrhdt.       Vorsto                         umlaufend, O-Winde\
                                                         hufig, besonders\
                                                         1794-1810\
gegen 1825              Rckzug                         SW stetiger\
Mitte 19.Jhrhdt.        Vorsto                         SW, variabel\
20.Jhrhdt.              schneller Rckzug               WSW, stark, stetig\
\
Vorgnge knnen durch normale Schwankungen in Zirkulation ausgelst werden und durch Selbstverstrkung groe Folgen zeitigen. Fraglich aber, ob das fr postglaziales Wrmeoptimum reicht.\

10485	1000-1250 auf N-Halbkugel in gemigter Breite Klima warm-trocken; 1250-1400 regnerisch und Gewitter; 1400-1600 klter, weniger unwetterreich; 1600-1850 Gletschervorsto; danach zunehmende Erwrmung.\

13089	Wurzacher Becken streicht NO. Quartrfllung 190m im Zentrum mchtig. \
Zwei Zungenbecken, mit schmalen Rinnen im N und NO, deren weiterer Verlauf unklar blieb. \
Auch im SO, Arnacher Becken, rund 100m tiefe Zungenbeckenfllung. \
- Aus 91m Tiefe (Bohrloch 660/496T) 80 cm Kern, kalkfrei, Diatomeenreich. Material stark gepret. Nach PD Eem, von Kiefern-Fichten-Zeit bis Fichten-Tannen-Zeit am Ende. Damals (Fichten-Tannen-Zeit) Vegetation bereits stark aufgelockert: Hhere Mengen von Cyperac., Gram., Artem., Helianth., Chenop., Ericac. \
- PD bestimmt durch Fichte und Kiefer. Fichte sehr hoch kurz vor Eichen-Phase (mit wenig Ulme und Esche). In dieser Eichen-Phase und anschlieenden Corylus-Phase, z.T. auch in Carpinus-Phase vorherrschend Kiefer, wenig Fichte: Sei Zeichen fr trocken-warmes Klima. \
Dann bei Fichten-Tannen wieder hohe Fichten-Werte bei erneut ozeanischem Klima.\
In noch anderem Bohrloch Eem bei -94 bis -98m unter Oberkante erbohrt.\
In Eem sei Alpenrand Fichtenreich gewesen, Alb aber Kiefernreich mit Waldsteppeninseln im Lonetal.\

10467	1)  Calprino: Wie Noranco hart sdlich von Lugano. Luganer See heute 247m. Vorkommen in Tonen in 500m, an steilen Hngen des Salvatore. Glimmerreiche gelbbraune bis gelbgrne Tone, in wenigen Metern unter  Erdoberflche.\
2) Noranco: Direkt im W benachbart, im Scairolotal. Dort bis 338m hinab. Anscheinend drber Sand und Morne (sehr ungenaue Beschreibung, Fr.) Funde (C=Calprino, N=Noranco): Quercus sp. C,N; Quercus robur C; Acer pseudopl. C, N?; Carpinus bet. C, N; Alnus inc. C,N; Alnus glut. C,N; Tilia cord. N?; Picea exc. C,N; Abies alba C,N; Taxus bac. C; Pinus silv. N; \
Corylus avell. C,N; Salix sp. N; Rhododendron pont. C,N; Buxus semperv. C,N; Viscum album C.\
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Frhere Buchenangaben nicht besttigt: nur fragliche Blattstcke, nie Frchte. Sei zu streichen.Fichte heute dort zerstreut; nur anthropogen dorthin?\
Tanne heute im Tessin fehlend; Carpinus sehr selten im Luganer Seegebiet heute; \
- Vegetation damals: 1) Flubegleitender Grauerlenwald; 2) Eichenwlder mit eingesprengtem Nadelholz und laubwerfendem und immergrnem Unterholz.\
Annahme, Tone an Gletscherrand aufgestaut. Gleichzeitig die erwhnten Wlder, denen ausdrcklich Klima ziemlich feuchter Sommer und warmer Winter nachgesagt wird (von Verf.). Ausdrcklich nicht interglazial.\
Nach ungestrter Lage aber wohl Eem; wahrscheinlich im Schutz spter weggerumter Mornenrcken.\

10468	Hhlen. In Postojnsker Hhle Hippopotamus pentlandi gefunden. Knne, da auf hohem Karstplateau, nur Mindel/Ri sein, nicht jnger. - Hhle Betalov Spodmol, nicht weit von zu erst genannter Hhle, bei Ort Postojna. Hier auf erodierter Oberflche lterer Sedimente grober Schutt, ohne viel feines Material; mit Prmoustier. Ursus spel. und Ursus deningeri/spel. : Ri. (Schicht II) danach roter toniger, lehmiger, stark korrodierter Schutt. Im unteren Teil mit Levallois-Moustier, oberer Teil mit Moustier. Ursus spel., Canis lup., Vulpes vulp., Hyaena spel., Lepus timid., Marmota marmota, Dicerorhinus hirchbergensis, Sus scrofa, Alces alces, Cervus megac.; Pinus, Populus, Tilia, Quercus, Carpinus, Ulmus, Salix. Unterer Teil Ri/Wrm, oberer bereits Beginn Weichsel (Schicht III). \
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Danach gelber Kalkschutt mit Moustier. Sehr viel Ursus spel.; auerdem Lepus timidus, Marmota marm., Alces alces, Microtinae. Oberer Teil lehmiger. Hier auch wieder PK (welche?) und Cervidae: wrmer. Dies Interstadial WrmI/II (Schicht IV). Danach grober Kalkschutt. Hhlenbr Rckgang. Jetzt Rangifer tarandus und Alopex lagopus: Oberpalolithikum (Horizont V). Horizont VI schon postglazial. - 2) Parskaja Golobina bei Pivka, am Rand der Postojnsker Senke. Alles Folgende nur Hhlenstratigraphie ohne Palontologie.
10469	Um Antarktis Zone der glazialen Sedimente. Bedingt durch schmelzende Eisberge. Material: Schluffe, Fein-und Grobsande, groe und kleine Blcke. Meist grn-grau. Zone 300-900km breit. In ihr einzelne Inseln mit reichlich organischem Material: "clayey diatoms", Bryoz. und Muscheln. Mehrfach in nrdlicher Ross-See. Dies mindestens z.T. vielleicht bedingt durch starke Strmungen? In Zone der glazialen Sedimente nach Lisitsyn (1962) mehrere Schwermineral-Provinzen. - Umgeben von Diatomeen-Schlamm. Diese Zone 1000-2000 km breit. N-Grenze bedingt durch a) Abfall der Diatomeenzahl im wrmeren Wasser nrdlich der Antarktischen. Konvergenz; b) Anstieg in Produktivitt der Foraminiferen. In dieser Zone viel junges vulkanisches Material. Hochgebiete dieser Zone von Formaniferenschlamm bedeckt. - Nrdlich der Diatomeen-Zone die der Globigerina ooze (Foraminiferen) in mittleren Tiefen. \
In groen Tiefen rote Tone. In Kaltzeiten Zone der Eisberg-Sedimente wohl weiter nach N und Diatomeen-Zone auch nach N verlagert, da sie an Auftriebswasser gebunden (nhrstoffreich), das an Grenzlinie zwischen O- und W- Windgebieten hochkommt. Maximale Verlagerung der Grenzen bei 1000km. Nach Ra- und Jonium- Datierung: Glaziale Sedimente 0.3- 30.0 cm/1000Jahre; Diatomeen ooze (=Schlamm) 0.5-2.0cm/1000Jahre; Foraminiferen 0.3-2.6cm/1000Jahre (C14-Datierung). Aber noch weit von richtiger Chronologie des Pleistozns. \
- Antarktischer Schelf sehr schmal, falls berhaupt vorhanden und tiefer als brige Schelfe. Besonders entwickelt in Ross und Weddell Meer. Schelfrand an Ross-Meer bei 800m. In NW-Teil des Ross-Meeres Iselin Bank, 400 m tief. Schelfrand fllt von dort bis 3000m Tiefe ab, tief zertalt.: Eisschurf oder Vulkanismus? SO Ende des Ross-Meeres geringere Erforschung. Aber auch hier mehrere groe Eingnge: Gletscherwirkung groen Mastabes? 100m hohe Pernell Bank des Ross Schelf als groe Endmorne interpretiert.\

10470	Materialsammlung. Altersgrenze > 31000 Jahre.\

10471	Letzte 20 Jahre. Besonders Austauschvorgnge mit Ozeanen, Flachwassersedimenten und Biosphre.\

10472	Tiefseesediment besteht im wesentlichen aus 2 Fraktionen: Alumosilikat (hier als Ton bezeichnet) und CaCO3. Hier Tiefseebohrung A 180-74 (0o03's.Br.,24o10'w.L.). Diese nicht sekundr gestrt. Hier C14-Analysen an Tiefsee-Kalk; mit C14/C12-Verhltnis des heutigen Oberflchenwassers als Kontrolle. - Sowohl fr CaCO3, als auch fr Ton ab 11ooo v.h. geringere Sedimentation pro Zeiteinheit als vorher. \
Gleichzeitig bergang von Fauna klterer Wasser zu wrmerer. Zwischen 25000 und 11000 v.h. konstante Sedimentationsrate, hoch! Vor 25000 bis etwa 38000 v.h. (Ende der Medauer) bei Ton wieder geringere Sedimentationsrate, die aber etwas hher als rezente war. Trifft vielleicht auch fr Carbonat zu. Aus Sedimentationsrate geschlossen, da Beginn frherer Warmzeit um 150000v.h., Ende zwischen 81000 und 65000 v.h. Nach Bohrung A180-74 Interstadial-Ende um 26000 v.h. (nach C14); aus Sedimentationsgeschwindigkeit Interstadialbeginn um 56000 v.h.; davor noch Teil der Wisconsin-Kaltzeit. \
Ihr Beginn bei 73000 v.h.\
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2.Karteikarte\
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Tiefsee-Sediment aus CaCO3 und Alumosilikaten (als Ton bezeichnet). \
- Divergente Ansichten: Arrhenius (1951/1954): Pazifischer Ozean konstante Sedimentationsrate, da nur Koagulation subkristalliner Partikel, unabhngig von Sedimentzufuhr vom Festland. \
- Kullenberg (1953): Tonsedimentation abhngig von Sedimentzufuhr von Festland und damit klimaabhngig. Nach Emiliani 1955 aber Sedimentationsrate einiger Kerne des Atlantischen Ozeans im Postglazial geringer als in Kaltzeit. \
- Hier quatorialer Mittelatlantik. Kern A 180-74. Von mittelatlantischer Schwelle. 14C-Datierung an Carbonatfraktion verschiedener Tiefen. Ausgangspunkt 14C/12C-Verhltnis heutigen Meerwassers im Gebiet. Dies mit Ericsons Klimakurve verglichen. Sedimentation ausgedrckt in gm/cm2/1000 Jahre. \
Dichte des trockenen Material 0.85 gm/cm3 +/- < 10%. Dichteschwankungen daher vernachlssigt. Vorher Dichte ca. 0.74 gm/cm3.\
Wenn nach Salzgehalt korrigiert, Ausgangsdichte 0.70 gm/cm3. - Wesentlicher Wechsel in Sedimentationsrate um 11000 v.h., synchron mit Temperaturwechsel. Vorher Sedimentationsrate 3.69 gm/cm2/1000 Jahre. Nachher 1.56. Tonsedimentation fllt um Faktor 3.7 ab; Karbonat-Sedimentation fllt um den Faktor 2.1 ab. Dann konstante Raten bis 25000 v.h. Vorher Tonsedimentationsrate Mittelding zwischen beiden Extremen. Karbonatsedimentation vielleicht etwas geringer als zwischen 25 und 11000 v.h. \
Also strkste Ton- und Carbonatsedimentation bei maximaler Vergletscherung. \
- Karbonatfraktion im wesentlichen aus Foraminiferenschalen (grobe Fraktion, > 74y) und Coccolithen: Hauptmasse des feinen Materials. Nach anderen Untersuchungen in feiner Fraktion Fehlen merkbarer Detritus-Menge. \
- 11000 v.h. Rate der Coccolith.-sedimentation um Faktor 2.3 vermindert. Der der groben vielleicht auch etwas zurckgegangen, doch dies nicht zu beweisen. Also Problem, Rckgang in Karbonatakkumulation zu erklren. Ausgangspunkt: Ozean heute und frher mit Karbonat gesttigt. \
Dann 2 Mglichkeiten: a) Umverteilung der CaCO3-Ablagerung in Ozeanen; b) generelle Abnahme der Karbonatzufuhr vom Festland her. - a) durch nderung der intensiven Circulation und der Flachwasserbereiche. b)durch verminderten erosiven Abflu bei Beginn eines Interglazials. Coccolithen offenbar empfindlicher, da autotroph. - Vernderte Tonzufuhr schwer erklrbar, da Ursachen dubios. \
Mechanischer Transport vom Festland gesteigert durch Lzufuhr oder Schmelzwasserabfuhr. Auerdem bei Absinken des Meeresspiegels Schelfe als Sedimentationsfallen beseitigt.\
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\
Bei Kaltzeiten auch Anstieg der Bedeutung in Turbidittsstromung. \
- Also offenbar gefhrlich, von konstanter oder mittlerer Sedimentationsrate whrend Pleistozn auszugehen. Aus Palotemperatur und Sedimentationsraten Beginn der letzten Kaltzeit in Zeitraum 65000-81000 v.h.gestellt. Beste Kalkulation wohl 73000 v.h., mit Interstadial von ca. 56000-26000 v.h. Beginn der letzten Warmzeit gegen 150000 v.h. (3 Bohrungen). Wenn 4.Bohrung mit bercksichtigt, Beginn gegen 155000 v.h.\

10473	Strudellcher in Skandinavien oft weit entfernt von heutigen Flssen auf Hochflchen. Beschreibung einiger Strudellcher, samt Stratigraphie des ausgegrabenen Materials. Einer 34 feet tief, maximal 10 feet Durchmesser.\

10474	Bissendorfer Moor und Brgermoor am O-Ufer des Steinhuder Meers. Beschreibung der Methode und Auswertung fr Schulunterricht.\

10475	Am Schlu der Eiszeit auf eisfreiem Gelnde Zwergstrauchheide aus Dryas octopetala, Empetrum nigrum, Salix reticulata, S.polaris, Betula nana, Vaccinium uliginosum. Aber auch Birke, Espe und Kiefer, die dem zurckweichenden Eisrand nach N folgten. \
Mit Beginn des Boreals (vor 7000 Jahren) (Eisrand im mittleren Svealand) erhebliche Klimaverbesserung beginnend: Ulmus, Corylus, Alnus glutinosa und Tilia wanderten von S her ein. Darauf Fhrung ergreifend und ebenfalls aus dem S kommend, Eichenmischwald mit Quercus pedunculata. Ebenso Fraxinus, Acer und Taxus einwandernd. Gleichzeitig Ulme von Norwegen herberkommend nach W-Jmtland und S-Lappland. \
Mit Beginn des Subboreals Grauerle und Fichte im groen Schwung von NO her. Fichte am Schlu der Wrmezeit die nrdlichen Teile Gtalands erreichend und nach Norwegen einwandernd.\
Nach Mittelschweden von S her Fagus und Carpinus. Fagus bis weit hinauf nach Svealand.\
Mit Beginn des Subatlantikums Kiefer zurckgedrngt; Hasel und edele Laubbume vermutlich um 2 Breitengrade nach S gedrngt.\

10476	Knstliche Autopolyploidie durch Colchicin. Hierdurch:Zunahme der Pollengre; Zunahme der Aperturenzahl; Exine wird dicker; Reticulum-Maschen werden grer. Auerdem von prolat zu oblat.\

10460	1) Janiance-Maksymance: 70 km nrdl. von Grodno, interglazialer See. Stratigraphie vgl. Tabelle S.336. - Makrofossilien: In Hauptschlucht nur in f (grauer Ton) Ranunculus sp., Sph.palustre und Pleurozium schreberi. - Am W-Flgel dieses Interglazials aber in Torf f 8 Proben (unten 1, oben 8). In ihnen: Betula "alba" in allen Proben; B.tortuosa (= carpatica) in 4 und 7. - Picea in 2,3,7,8, und zwar Picea excelsa und Pc.obovata. - Salix - Carex rostrata, C. vesicaria, C. goodenoughii (in allen Proben). \
- Comarum palustre (1,2,3,7,8); Eriophorum (1 u.7), Hippuris vulg. (in 4.); Menyanthes trifol. massenhaft in 1,2,3,6,8. - Fragaria sp. in 7, Potentilla sp. in 7 u.8, Ranunculus sp. in 7 u.8, Rumex in 8, Viola in 8, Centaurea sp. in 7, Cirsium sp. in 7. Aulacomium palustre sehr zahlreich in 4, Calliergon stramineum massenhaft in 2,3,6; selten in 4; Drepanocladus exannulatus massenhaft in 1, in 4 vereinzelt; Dr.ex.f.tundrae 2 u.6 vereinzelt; Dr. fluitans sehr hufig in 2,3,6; Helodium lanatum massenhaft in 4; \
Meesea longiseta massenhaft in 2 u.3; vereinzelt in 1,4 u.6; Sph.squarrosum vereinzelt in 1, Sph.sp. vereinzelt in 1. - PA aus Janiance Hauptschlucht: 40 Proben aus Gyttja der Schichten c,e,g,h (Probenabstand ca. 10 cm). \
Feinsand und sandige Horizonte a,b,d,f,i pollenfrei. \
Probenabstand zwischen Proben 19 und 20: 80cm, zwischen 4 und 3: 30cm. 17 und 34 verlorengegangen. Meist 200 PK ausgezhlt. Corylus und NBP einzeln berechnet. - Stets Kiefern-Birken-Wald; \
3 Phasen: I Vorherrschaft (bis 92%) von Betula (Proben 1-11); II Dominanz der Kiefer (Proben 12-35); III weitaus Vorherrschaft von Pinus (bis 96,5%; Proben 36-40). Picea stets, schwaches Maximum in III mit 9% (Probe 38). Quercus, Tilia und Carpinus nur in Proben 2,4 und 13 in minimalen Mengen: Ferntransport! - Janiance-W-Flgel: Proben 1-2 aus Schicht e (sandiger Schlamm mit Humus); 3-7 aus f (Torf); Probe 8 aus h(Gyttja). Proben etwa 10cm Abstand. Erst Kiefern-Wald (1-3), dann Kiefern-Birken-Wald.\
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In oberster Probe 67% Quercus und 3% Ulmus. Wohl Hiatus zwischen 7 und 8. - Maksimance: Oberer Teil des interglazialen Sees. 15 Proben, aus schwarzen, feingeschichteten tonigen Mergeln: Zunchst Kiefern und Birken (Probe 1). Diese schnell Abfall, so da in 5  Kulmination mit 61.0% von Quercus, Tilia, Ulmus. Proben 9-14 starke Bedeutung von Carpinus (bis 52% (Probe 13)). Gleichzeitig Alnus bis 34.5% und bis 300% Corylus). In 13 bis 37.5% Picea. Schlielich starker Anstieg von Pinus. - Janiance-Hauptschlucht und unterer Abschnitt von J.-W-Flgel Beginn des Interglazials;\
Maksymance und oberster Teil von J.-W-Flgel Klimaoptimum und sptere Phasen.\
2) Kapitaniski, 20km stl. von Kowno, bei Rymszyszek. Stratigraphie: 6: Morne III (nach Halicki); 5: helle fluviatile Sande bis 2m; 4: Kiesige Sande 0.6m; 3: roter Schluff 0.1m; 2: verschiedenkrnige Sande, mit Holz und Torf 1.5m; 1: Morne II nach Halicki. - Material fr PA und Makrofoss. aus 2 Torflinsenkomplexen in 2. (Kopie der Zhltabelle, Diagramm und eines Teils der Makrofoss. vgl. S.343 und 344; \
Forts.d.Liste d.Makrofoss.: Rubus idaeus, Ranunc.sceleratus, Potentilla sp., Fragaria sp., Equisetum sp.): Offenbar kaltes Klima mit Vorherrschaft des Kiefern-Waldes. Neben Kiefer bis 15.5% Picea und Betula (bis 5%). Probe 5 von Linse 4 (ber 3) mit 172% NBP offenbar Bild waldloser Landschaft.\
3) Male Dugnie: 110km im NO von Grodno, an Mere czanka. Stratigraphie: 6: Terrassensande 150cm;\
5: Steinpflaster; 4: Flusande 370cm; 3: humose Sande 150cm; 2: Torf 40cm; 1: heller Sand. Makrofoss. ganz vereinzelt und unbestimmbar. PA aus Torfschicht (vgl. Diagramm und Tabelle): Nur in obersten 3 Proben hinreichend PK: Kiefern-Birken-Wald. In Probe 5 Pinus von P.cembra-Typ. Ob P.sibirica?\
\
4) Nieciosy: 5km westl. d. Profile von Janiance und Maksymance. Stratigraphie: 4: Morne 6 nach Halicki; 3: Sand und Feinsand; 2: Interglazial: g Torf 170 cm, f sandiger Mergel mit reicher Fauna 50cm; e schwarzer mergeliger Feinsand mit Fauna 190cm; d mergelig-sandiger Feinsand mit reicher Fauna 25cm; c: Sand mit Pflanzen-Detritus 25cm; b Anreicherungshorizont von Pflanzenresten 5cm; a schwarze Sande mit Pflanzenresten und zsuwami (?) 150cm; 1: Morne 5 nach Halicki. Hier zu Beginn 4 Zapfen von Picea obovata. \
Typisches Eem (Fr.!) Waldphasen, nach PA: I Phase der Kiefern-Fichten-Birken-Wlder (Proben 1-12); Unterphasen a): Kiefern-Fichte; b): Kiefern-Birken, Quercus und Ulme erscheinen. Fichte war hier Picea obovata. Klima kalt.\
in 1.Hlfte feucht, dann trocken und immer milder. - II Phase der Kiefern-Eichen-Wlder (13-18);\
 warm-trockenes Klima; etwas wrmer und betrchtlich trockener als heute. - III Phase des EMW mit Tilia-Dominanz. Sehr starke Vorherrschaft des EMW. Tilia cord. und T.platyphyll.; Ulmus bis 29%, Til.cord. bis 30.5%, T.platyph. bis 30%. Corylus 222.5%. Picea sporadisch; am Ende erscheint Carpinus. Viel wrmer und trockener als heute: Therm.Optimum. IV Phase d.Carpinus. Maximum bis 56%. Viel Erle. Tilia platyph. stirbt aus. Klima hnlich wie heute aber ein wenig feuchter. - V Phase der Kiefern-Fichten-Wlder: Etwas klter und recht feucht. \
- 5) Kmity: an Wilja, 50 km nw von Wilna. Stratigraphie und Probennummern vgl. Tabelle S.355. - Makrofossilien: Carp.bet. in c; Najas maior in b, Umbelliferae in b, Potamogeton in b, Scirpus in a! - PA: Phase I: EMW- Dominant Tilia. Viel Alnus und Corylus. Klima wrmer und trockener als heute. Phase II: Hainbuchen-Phase. Dominant Carpinus und Alnus. Viel Corylus, wird aber spter abfallen. Klima hnlich dem heutigen. Phase III: Fichten-Kiefern-Wald. Klima schlielich klter als heute. - Stellen Neciosy ins Masovien I und vergl. stark Kmity mit Poniemun und Bohatyrowicze (od. Samostrzelniki). \
- Beide aber offenbar ganz klar Eem. (Fr.).\

10461	Vor Ackerbau Mehrheit der kultischen Rinderdarstellungen Wisent, nicht Ur. Dies in Europa und in Vorderasien. Erst im 8./7. Jahrtausend (d.h. 2 Jahrtausende nach Entstehung der Viehzucht) dies gendert. Wisent im 2.Jahrtausend im sdlichen Vorderasien verschwunden.\

13160	Hier ltere und Jngere Dnen. Jngere liegen im W auf den lteren. PD berechnet auf Grundsumme BP, Strauchp. und NBP d.Landpflanzen. Gramineen und Cyperaceen aus Grundsumme ausgeschlossen. \
- Basis des unteren Torfhorizonts bei Meyendel-Sparregat 2650 +/- 60 v.h. = 700 v.Chr.: Viel Juniperus und Hippophae. Wohl vorherrschend Dnen-Strauchgesellschaft. Myrica hufig, wohl in den vermoorten Depressionen. Haine von Quercus, Corylus, Alnus und Betula. Fagus nur ganz wenig: Geringer als heute! Sehr wenig Cerealia. Plantago lanceolata gut vertreten: Wohl naturliche Dnenvegetation. \
- Oberer Torfhorizont hier an Oberkante 300 n.Chr. = 1650 +/- 55 v.h. \
- Jetzt Bume vorherrschend: Quercus, Fraxinus, Corylus, Betula, Alnus besonders wichtig; Fagus viel seltener als heute. Dnenstrucher (Juniperus, Hippophae) nur selten. Trifft auch fr Plantago lanceolata zu. In Mitte starker Cerealia-Gipfel, mit Minimum von Eiche und Maxima von Corylus und Betula: Landnamphase! - hnlich auch bei Madurodam. Hier aber in oberstem Torf Fagus und Carpinus gut vertreten und Secale-Typ hohe Werte: um 1200 n.Chr. - Zegbrockpolder: Anfangs hohe Werte von Quercus und Alnus. Fagus schon 1-2%. C14: 1200 v.Chr. \
Dann Anstieg der Strauchvegetation, besonders Juniperus. Gleichzeitig Anstieg des Sandgehaltes des Torfes: Wald im Gebiet durch Dnengestruch ersetzt. Weiter oben Rckgang der Strucher bis fehlend. Jetzt haliner Einflu: Flandrische Transgression macht sich bemerkbar, um 500-250 v.Chr. "Dnkirchen I-Phase". \
- Also: Frhes Subatlantikum offene Dnen-Strauchvegetation; in ersten Jahrhdt.n.Chr. diese ersetzt durch Eichen-Wlder. Spter dehnten sich, jedenfalls lokal, Fagus und Carpinus aus. Jngere Dnen nach 700 n.Chr., wahrscheinlich nach 1000-1200 n.Chr. Vegetation dieser 2.Dnenphase unbekannt. - Im spten Subboreal aber vorherrschend Wlder. Grenze Subboreal/Subatlantikum Dnengestruch sich ausdehnend. Anstieg von Fagus um 800 v.Chr; der von Carpinus um 0.\

123699	Aufschlu zugeschttet und verfallen. Hier Serie von Bohrungen: In 32 m tiefem Becken liegen zu unterst 2 Mornen, getrennt von einander durch dnne Sandlage. Dann etwa 12m Seesedimente, z.T. mit Torf. Auch liegende Morne hat Torfschollen und PF. ber Seesedimenten erneut Morne, dann verschiedene Lehme und eingeschlossene Torfe. PF: Interglazial der Seesedimente klar zweigeteilt.\
 Beide etwas westlicher durch Morne voneinander getrennt. Unteres Interglazial: Beginn bis Klimaopt. erfat, dann Hiatus, danach Abnahme d. Intergl.. 1.Teil von Birken-Kiefern-Zeit zu Eiche, Ulmen-Linden-Zeit, zusammen bis 65%. Ganz wenig Corylus, aber Zelkova. Ulme bis 37%, Quercus bis 21%, Tilia bis 9%. Sehr wenig Fichte und Kiefer. \
Nach Hiatus Kiefern-Fichten-Birken-Lrchen-Zeit, die bei Anstieg NBP in Birken-Zeit bergeht. Danach Hiatus gleich Morne anderenorts. Danach 2.Interglazial: Beginn gekappt, dann Tannen-Hainbuchen-Eichenzeit, sehr wenig Corylus, sehr viel Alnus. Geht ber in Birken-Zeit mit viel NBP.\
Vergleich: 1.Interglazial am besten vergleichbar mit Roslavl-Interglazial von Gluzovo und Dronovka. 2.Interglazial am besten vergleichbar mit Lichvin von Cekalin gleich Lichvin, Alchimkovo, Borutino, B.Kosa, Chotilovo, Rybinsk.\

10463	11 Ulmen, 1900-1971, teils 1840-1971.\
a) Positiv korreliert: Niederschlge und Temperatur des vorangegangenen Herbstes und frhen Winters mit Jahrringbreiten.\
b) dito bei Niederschlag und Temp. d. Vegetationsperiode.\
c) negativ korreliert Niederschlag des vorangegangene Sommers.\
d) berdurchschnittliche Temperatur des vorangegangenen Herbstes: berdurchschnittliche Jahrringbreiten.\
e) Negativ korreliert Temperatur des Mrz und April zu Jahrringbreite.\

10464	Caon, 50 miles lang, 1000 ft tief, ca. 1 mile minimale Weite. Heute nicht beflossen. N-S-Verlauf. Durchschneidet Columbia Plateau in Washington. Glazial geformt.\
Gut bebilderte Beschreibung dieser grandiosen fossilen Schmelzwasser-Flulandschaft.\

10465	Entgegnung zu Hough's Arbeit (1963).\

10484	Grundgedanke: Heutige Abkhlung kompensiert CO2-Effekt. Abkhlung aber nur Schritt eines wellenartigen Vorganges, d.h. wenn wieder Temperaturanstieg, dann dies + CO2-Effekt, so da ungewhnlich starke Erwrmung zu erwarten ist. 1958-72 auf Hawaii CO2-Gehalt der Atmosphre um 0.7ppm angestiegen. 0.8ppm darberhinaus von Ozeanen verschluckt.\

10466	Nach Holdgate auf Signy Island (S-Orkneys) im Sommer Lufttemp. stets um 0oC; in 2.5cm Tiefe in Moosen gleichzeitg 15.5oC; in 2.5cm Tiefe im Boden >9oC. Luft 2oC. \
Bei bedecktem Himmel Temp. in Moos und Boden um 0, in Luft unter 0C. In Antarktis heute 3 wichtigere kosysteme (Janatschek 1963): \
1) Chalico-System: Ohne sichtbare macrophytische Vegetation; meist Frostsprengungsmaterial. Hierin Candida scottii, die bei 0 wchst.\
Wenig Tiere: Collembolen und Schaben. \
- 2) Bryokosystem der kalten Wsten: +/- offene Moos- und Flechtendecke. Teils dnne Algendecke. Protozoen, Nematoden, Rotifera, Tardigrada, Collembolen, Schaben. \
- 3) Bryo-System der maritimen Tone: Dichte und teils dicke Decke von Laub und teils auch Lebermoosen. Dazu z.T. Colobanthus crassifolius und Deschampsia antarctica. Mikrofauna reich. Viele Schaben und Collembolen. \
- Schabe Maudheimia wilsoni aktiv und vielleicht auch Vermehrung bei 0 bis -10oC. - Springtail Isotoma klovstadi aktiv bei Temp. > 0.  -50 bis -60 letal. Collembole Gomphiocephalus hodgsoni am besten bei +11.3oC +/- 0.5o; letal -28o. \
- In Antarktis teils alte Endemismen, die sich gut verbreiten und damit in Gebiet wandern knnen; und junge Zuwanderer, die nicht ganz harmonisch Umweltbedingungen gegenber sind. Fraglich, ob Gesamtzeit des Wrm in Fennoskandien Nunatakker u.a. Refugien. Sicher aber- sich ausdehnend- bei Besserwerden des Klimas. \
- Vereisung ausgelst durch Temperatur-Abfall und Niederschlagsanstieg. Vielleicht nicht so gefhrlich diese Anfangsphase, als vielmehr Zeit des Gleichgewichtes. \
- Sprungbretter fr sptere Besiedlung wohl ozeanische Bereiche. Wichtig hierbei starke olische Verbreitung von Schaben und Springtails durch Wind, bes. dann, wenn relativ reiche niedere Flora sich ausbreitet, gefrdert durch Vogelnistpltze vom Meer her. \
- Eisrckzug und Schmelzwasserzufuhr gleich protokrate Phase. Damals offener Boden besiedelt von aggressiven Apokraten und Protokraten. Apokraten besiedeln instabile Bden. Fr sich wichtig: Fehlen der Konkurrenten. \
- Protokraten: Herrschen zur Zeit der waldlosen Vegetations-Typen; bilden dynamische Pflanzengesellschaft-Beides Pioniere, die sich explosiv ausbreiten knnen.\
\
In Gesellschaft mit dynamischem Gleichgewicht Druck gegen Nachkommenschaft durch Parasiten, Krankheiten, Wettbewerb. Bei sich ndernden Gesellschaften dies aber nicht. Reproduktion hier primr durch abiotische Faktoren gesteuert. Wenn gute Umweltbedingungen, sehr schnelle Einwanderung mglich. \
- Modellversuch auf gerodeter Jtischer Heide: Bei anfnglicher Einwanderung betrchtlicher Anstieg der Populationsgre. Hierdurch bervlkerung erreicht mit anschlieender betrchtlicher Abwanderung. \
- Hocharktische Insektenfauna Englands (36000 v.h., Fladbury) hatte starke Beziehungen zu heutiger no-europischer und sibirischer Fauna. Z.T. fluglose Arten: Gesellschaften recht stabil. Im Sptglazial aber manche Tundra-Arten von Great Britain fehlend. Damalige Fauna heute sehr verwandt mit der der Nordskandinavischen Gebirge. Hocharktische Tiere selten. Also besonders nicht-arktische Fauna charakteristisch fr Periglazial des Sptglazials. Nach Lindroth sogar meist Insekten des Waldes. \
- Wichtig: a) Ausbreitung von Invertebraten oft sehr schnell, bevor Boden reift und gute Sedimentationsrume geschaffen. - b) Bei Eisrckzug sehr frh breiter west-norwegischer Kstenstreifen eisfrei geworden, in den Zuwanderung schnell erfolgen konnte. \
- "Refugien"-Arten (Liste Bemidion) besiedeln sehr oft heute azonale Bereiche: Entweder reliktr oder schnell zugewandert, besonders unter Ttigkeit des Menschen.
10448	Gebiet nrdlich Hademarschen. Hier Schichtfolge:\
\
Stufe                   Jessen          Ablagerungen\
                        und\
                        Milthers\
Weichsel-Vereisung                      Schmelzwassersand, Wanderschutt\
\
\
Interglazial            k               Humoser Sand und Ton, Faulschlamm,\
                        i               Torf\
\
                Eem-    h       |   humoser     | brackischer Ton\
                Meer    g       |   feinsand-   | mariner  Sand   | mariner\
                        f       |   diger       | Ton             | Tck-\
                        e       |   Ton         |                 | Faul-\
                                |               |                 | schlamm\
\
                        d               Kalkgyttja, Feinsand\
\
\
\
Drunter Geschiebemergel, Schmelzwassersand, Beckenabstze des Warthevorstoes. - In Kalkgyttja: Diatomeen. Epithemia, Rhopalodia, Cymbella, Gomphonema. \
Besonders Aufwuchsformen!: Flache, eutrophe Gewsser. \
- In marinen Sedimenten Tapes senescens als Leitfossil des Eems. \
- In Brackwasser-Ton: Diploneis didyma, Nitschia punctata, Campylodiscus echineis, Melosira sulcata, Triceratium favus. \
- Marine Sedimente im mittleren Eidertal in innersten Teil eines Meeresarmes abgelagert, der von W her kam. \
- Bei Vordringen des Meeres Grundwasseranstieg, Kalkgyttja: PF: Pinus 31%, Picea 1%, Quercus 2%, Ulmus 3%, Betula 63%, Corylus 6%. Alnus fehlt. Daher in unteren Teil der Zone d nach Jessen und Milthers. An Basis der marinen Tone aber wenig  Alnus und Tilia, also obere Hlfte von "d". \
- ber alle anderen Sedimente, einschlielich hochgelegener Teile, zieht sich brackischer Ton hin: Allgemeiner Anstieg des Wassers. Fllt in Picea-Zeit, Zone h. Dies letzte Phase des marinen Abschnitts, denn Zonen i und k bereits wieder terrestrisch. Nach weitgehender Entkalkung jetzt oligotrophe Moorbildung. Jetzt Fragillaria vorherrschende Diatomee. Verkieselte Flagellaten-Cysten: Flache Sumpfgewsser fielen teils trocken.\

18273	Meer drang zuerst in die tiefen Schmelzwasserrinnen ein. Erreichte Hchststand in Zonen f und g. Im niederlndischen Raum begann Regression in Zone h (VIII); in Schleswig-Holstein whrend Tannenausbreitung (IX) noch marine Sedimente gebildet.\
Von Beginn der Birken-Zeit Gyttjen und Schilftorfe (vorher mineral.Sedimente): Verlandung der Becken. Dann Auftauen des Toteises: Erneut Moore berflutet: Kalkmergel, Kieselgur, Detritus-Mudden. In f weiterhin berwiegend minerogene Gyttjen. Grenze e/f (V/VI) vielfach neue Moorbildung: Rckstau erzielt Grundwasseranstieg. In f ombrogene Moore unter atlantischem Klima. In h, bei beginnender Regression, auch tiefe Becken allmhlich verlandet. Durch Regression Akzentuierung der Kontinentalitt: Waldhochmoore.\
\
2.Karteikarte\
\
Fehlen von letztinterglazialen Hochmooren erklrt durch:\
1) Hochmoore hochglazial anflliger als in Senken gelegene Niedermoore.\
2) Bisherige Moorfundpunkte in Senken, also dort, wo schnelle Antwort auf Vernderungen des Meeresspiegels. Dort dann auf Niedermooren am Ende des Interglazials kontinentale Waldhochmoore.\
3) Warthe hatte sehr unruhiges Relief geschaffen, das zu Niedermoorbildung prdestiniert war.\

13517	Bei Meeresspiegelanstieg entstanden durch Versumpfung Moore; dazu in Sietlndern Schilfmoore.
10450	berblick Eem mit statistischer Darstellung des Erforschungsgrades.\
Kieselgur: Hier Begriff des "Ohe-Interglazials" eingefhrt, innerhalb der Saale-Eiszeit, die sich aus "Drenthe-Vereisung", "Ohe-Warmzeit" und "Warthe-Vereisung i.w.S. " zusammengesetzt habe.\
Charakteristisch in Mnster, Ober-Ohe und Neu-Ohe sei fr dieses Interglazial folgende Vegetationsgeschichte: I. Birken-Zeit, II. Kiefern-Birken-Zeit, III. Kiefern-Zeit, IV. 1.EMW-Haselzeit, V. Kiefern-Vorsto, VI. 2.EMW-Haselzeit, VII. Hainbuchenzeit, VIIIa. Tannen-Kiefern-Zeit, VIIIb. Tannen-Eichen-Hainbuchenzeit, VIIIc. Tannen-Kiefern-Zeit, IX. Kiefern-Zeit.\
\
Damit betrchtliche Abweichungen gegenber Eem-Folge. Wohl aber deutliche hnlichkeit zu Neede, Hoxne, Krefeld und Ummen-dorf. Bezeichnend fr Ohe frhes Auftreten, ab III., von Fichte, vielleicht auch von Tanne.\
 Dies in Gegensatz zu umgebenden Gurvorkommen.\
Interglazial nach Gistl nur 10-12000 Jahre lang.\

18270	2600m Hhe, nrdlich von Poulour, linkes Ufer des Dali-Tchai. In unteren 6m eines 100m hohen Aufschlusses lakustriner Tone: Stets waldlose Steppe, beherrscht von Chenopodiaceae, Artemisia, Compositae, Umbelliferae, Gramin., Papilionac. usw.; Chenopodiac. deuten auf versalztes Substrat: Salz aus Lias. \
Die wenigen BP (am meisten und bestndigsten noch Betula; sonst noch Salix, Corylus, Alnus, Quercus, Fagus, Carpinus, Cornaceae) wohl durch Ferntransport. Vielleicht nur Betula damals vereinzelt am See. Klima etwas trockener als heute. Alter unklar. Vermutlich altpleistozn.\

9786	Genauer nur Oligozn und Miozn.\
Gliederung des jngeren Tertirs:\
Pliozn         Oberes          =       Asti\
                Mittleres       =       Piacenza\
                Unteres         =       Mot, Pont\
Miozn          Oberes          =       Torton, Sarmat\
                Mittleres       =       Helvet\
                Unteres         =       Girund\
\
Oligozn        Oberes          =       Chatt\
                Mittleres       =       Rupel\
\
2.Karteikarte\
\
Bis Reuver einschlielich.\

10455	Auf Niederterrasse, direkt am Rand zur Niers-Aue. Torf in 4m Tiefe erbohrt, mehr als 2m mchtig. Niederterrasse hier gleich letzte Eiszeit. Torf entwickelte sich in Altwasserarm.\
Gliederung:     5) Kiefern-Zeit        -|\
                4) Hainbuchen-Zeit      |\
                3) EMW-Hasel-Zeit       ---  Eem\
                2) Kiefern-Hasel-Zeit   |\
                1) Kiefern-Zeit        _|\
Fr Eem spricht: Gleichzeitiges Pinus- und Quercus-Maximum. (Zone e von Jessen und Milthers); frhes Ulmen-Maximum und erst nach Kiefern-Maximum Auftreten von Corylus (Zone f). Fast whrend ganzer Carpinus-Zeit Moorbildung unterbrochen. Dadurch diese Zeit und grter Teil der Fichten-Tannen-Zeit hier nicht dargestellt. \
In Zone i (Ausbreitung von Kiefer und Birke) Grundwasseranstieg und erneute Sedimentation.\

10456	S.64: " Fr die zeitliche Einstufung des Reuvertons ist wichtig das Auftreten von ..." Pinus haplox., Tsuga, Sciadopitys, Sequoia, Taxodiaceae, Juglans, Carya, Pterocarya, Fagus, Castanea, Liquidambar und Nyssa.\
- Im Tegelenton ausgefallen Pinus haplox. (fast vllig), Sciadopitys, Sequoia, Taxodiac., Nyssa.\
Krefelder Schichten, da von Saale-Eis aufgestaucht, ins Mindel-Ri-Interglazial. Schichten des Wyler Bergs bei Krefeld wohl klterer Abschnitt. Auffallend hoher Abies-Anteil in diesem Interglazial. Floristisch anscheinend gleichalte Schichten stehen in 12-13m Tiefe in Mittelterrasse an. Charakteristikum fr Mindel/Ri hier hoher Abies-Anteil angesehen; ebenso Fehlen der Buche.\

10457	Diagramm von Weeze nochmals abgebildet.\

10458	Profil I aus Aufschlu intergl. Torfes unter 4.0m L; drunter 30cm Sand; 40cm L; 140cm staubiger Schlamm. Torf also in 6.1-10.5m Tiefe (Profil I; bzw. 8.0-10.5m Tiefe, Profil II). \
- PD deutliche hnlichkeit zu dem 40 km im NW gelegenen Nowiny Zukowskie: Masovien I - Phase I: Birken-Kiefern-Wlder. Thermophile nur in Spuren. hnlich wie in Nowiny Zukowskie hier zu allererst Maximum von Picea und Alnus. Dies ganz allg\
emeine Erscheinung im Masovien I, mindestens auf Lubliner Hochflche.\
Phase II: (Entspricht Phase B in Nowiny Zukowskie): Alnus- und Picea- Herrschaft. Erle hier aber strker (wegen Tallage) als in Nowiny Zukowskie (auf der Hhe). \
- PhaseIII: (entspricht Phase C in Nowiny Zukowskie). Zeit der Abiesherrschaft (in Analogie zu Nowiny, Olszewice, Zydowszczyzna wohl A.fraseri), mit Carpinus. Abieskurve charakteristisch zweigipfelig. Bei Abies-Minimum Carpinus-Maximum. Gleichzeitig in Phase III Maximum des EMW und der Hasel. Offenbar recht wrmeliebend, denn Vitis, Trapa, Brasenia, Stratiotes gleichzeitig mit Makrofossilien vertreten. Ansteigen der NBP hier nur auf Nymphaeaceae zurckzufhren.\
- Phase IV: Wohl gleich 1.Hlfte der 2. subarktischen Phase, d.h. gleich Phase D. Pinusdominanz. Betula um 25%. brige nur gegen 10%. NBP hier im Gegensatz zu Nowiny aber niedrig. Nur in Probe 71 und 72 mehr als 100%: wohl gleich Phase E in Nowiny. Wahrscheinlich aber doch nicht klimatischer Anstieg der NBP, da oberhalb noch Makrofossilien (in Schlamm!) von Trapa, Stratiotes, 3 Najasarten, 2 Ceratoph.-arten und Myriophyllum. \
- Im Schlamm zwischen 5.40 und 6.10m des Profils I oberhalb des Torfes Makrofossilien (vgl.Kopie S.478).\
Auch hier Vitis gefunden (wie in Syrniki am Wieprz) (in Abies-Carpinus-Phase des Profils II!).\

13326	Z.T. in sonst pollenfreien Winterschichten Ephedra Pollen\
gefunden vom Strobilacea - Typ. Bei nherer Untersuchung\
E.altissima, die im Atlas und Antiatlas wchst, also 3000km\
entfernt. In diesen Schichten auch Cedrus und zweifelhaft\
Callitris. - Bei Tiefbohrung bis ins Jahr 1944 in Sommerspektren\
berwiegend Pinus. Jedoch 1944, 1950, 1958 und 1962 sehr viel bis\
dominant Picea: Fichten-Blhjahre. Da Torfpollenprobe mehrere\
Jahre  umfat (10-50 Jahre), ein bis mehrere Fichten-Blhjahre\
neben blharmen Jahren (in Mehrzahl). Durchschnitt von 6 Jahren\
aus Eis: Fichte 12%, obwohl Fichte am Gletscher ganze Wlder.\
Also: in Hochlagen 15% Fichte im PD entspricht ca. 50% Fichte im\
Waldanteil. D.h. bei weniger als 3% Fichte diese sicher schon im\
Gebiet! Heute in 3200m (Kesselwandferner) meist um 25000 PK/dm3.\
\
3 PDs des Jahresganges des Pollenanfluges (Wie auf Monate\
verteilt?). Alle Baumarten hier oben ber Jahr mehr oder weniger\
konstante %-Werte. Nur in Fichten-Blhjahren hohe Fichtengipfel.\

10370	Wie in anderer Arbeit.\
Seit 1944 Fichte nur in 4 Jahren einigermaen klar im Eis\
vertreten (max.10%, meist unter 5%). Im Wald aber zu 50%\
vertreten. Hieraus: rationeller Beginn der Pollenkurve\
irrefhrend, da an derartigen Grenzstandorten zu wenige\
Blhjahre: Pollenwerte knnen als Fernflug gedeutet werden,\
obwohl Bume in der Nhe, aber nicht blhend.\

17413	Burkard-Fallen. Tabellen des gesamten gefangenen Materials\
monatsweise fr die einzelnen Jahre. Diagramme fr: Alnus (Anfang\
Februar bis Ende Juni), Corylus, Salix (Anfang Mrz bis Ende\
Mai), Fraxinus, Betula, Picea, Rumex (Anfang April bis Ende\
September), Fagus, Quercus, Platanus, Juglans, Pinus (starkes\
Maximum Anfang Mai bis Mitte Juni, abklingend bis Mitte August),\
Poaceen, Urticaceen, Artemisia. Gemittelter Pollenflugkalender.\

10397	Sehr sorgfltige Arbeit, mit Fundkarten und Tabelle, in der\
Lokatlitten mit Pollenfunden einzelner Taxa, Vorkommen dieser Taxa\
in den Untersuchungstellen, sowie Vorkommen des Pollens und der\
Taxa an ein und demselben Platz dargestellt sind. Hieraus z.T.\
starker Ferntransport offenbar, besonders fr Alnus, Cedrus,\
Juglans, Olea, Ostrya, Pinus, (z.T. Phillyrea), (z.T. Pistacia),\
Platanus, Quercus calliprinos-Typ, Quercus cerris-Typ, Salix,\
Vitis.\

10354	Pollenfang auf horizontalem Objekttrger, von 10.5.-10.6.1961. 11\
Fangorte in verschiedenen Waldgesellschaften, einer im Freiland.\
kombiniert mit Klimamessungen.\

10295	Im russischen Flachland nur 2 ordnungsgeme Pollendiagramme, mit\
Prozentangaben! Hier Pollendiagramme fr Cekalin, Strelick,\
Novochopersk, Veselo-Voznesensk, mit Mengenangaben! - Umfangreiche\
Oberflchenproben. Ultraschallbehandlung. - Palopedologisch und\
palobotanische Analysen deckten sich nicht immer: PF\
teilweise zerstrt, damit ehemalige Entsprechung beseitigt.\
Perkolation durch L kommt nicht vor, wohl aber Transport in die\
Tiefe entlang Spalten. - Tiere knnen PF beeinflussen, nicht aber\
vllig entstellen (bin anderer Meinung, Fr.). - PF desto\
schlechter erhalten, je hher pH. Gefhrdet auch durch\
Feuchteschwankungen und starke O2-Zufuhr. Am deutlichsten wird\
Dynamik der Vegetationsentwicklung von Dernopodsolen\
wiedergegeben. In Podsolen zeigen A0 und A2 Vegetation der\
Bodenbildung. - In Unterzone der Breitblttrigen Wlder in\
\
Oberflchenproben der Fliegewsser erhhter Anteil, bis Dominanz\
der Kruter und Zwergstrucher. Unterscheiden sich aber von\
benachbarten Bodenproben aus Steppen und Waldsteppen durch recht\
viel Picea und Gramineen, die sich schlecht in Schwarzerde\
erhalten. - Pollenkrner der Breitblttrigen in Bodenproben der\
gemischten und breitblttrigen Wlder viel weniger als in\
Vegetation. - Am schlechtesten geeignet Oberflchenproben in\
Waldsteppe- und Steppenzone, besonders falls unter Wald\
entnommen. In ihnen herrschen fast stets Baumpollen vor,  oft\
auch Kiefer, selbst wenn sie erst hunderte von Kilometern\
entfernt auftritt. Unterscheidung von Waldspektren nur durch\
unbedeutende Beteiligung der Sporen und Fehlen oder vereinzeltes\
Vorkommen der Fichte. - In Schwarzerden Gramineen stark\
untervertreten. Meist herrschen Chenopodiaceen vor, auch wenn sie\
nur als vereinzelte Pflanzen auftreten. - Benutzte\
stratigraphische Terminologie: L III oder korrelative\
Sedimente: Sptwaldai PP1, Brjansker oder Vitacevsker Boden, gegen\
31-36000 v.h.; L II oder korrelative Sedimente: Frhwaldai._\
PP2: Mikulino-, Mezin-, Priluka-Horizont. - L I oder korrelate\
Sedimente: Moskau ? - Odincovo-Boden nur in Novochopersk, dort\
aber praktisch pollenfrei. - L I: bei Cekalin mit Betula\
humilis, bis 23% Ericales, darunter Arctous alpina, Artemisia\
seriphidium: Oberlauf der Oka und wohl auch gesamter nrdlicher\
Teil der mittelrussischen Hhen von periglazialer Vegetation\
eingenommen. Auerhalb der Tler wohl Ericaceen, Gramineen,\
Cyperaceen mit strauchfrmiger Birke.\
\
In Tlern bei vermindertem Einflu der Gefrornis, Birkenwlder\
mit Fichte, vereinzelt mit Quercus robur. - Andere 3 Profile:\
Untere Teile des betreffenden Horizontes in Strelick und Veselo-\
Voznesensk, sowie gesamter L I bei Novochopersk: Waldsteppe und\
Steppe; keine Elemente kalter Klimate, wohl aber weit verbreitet\
thermophile Holzarten. So in Strelick Carpinus 5%, Acer 1%, Eiche 1%;\
Novochopersk Carpinus 6%, Tilia 7%; Veselo-Voznesensk Eiche 9%,\
Tilia 3%. Nur im oberen Teil dieser Schicht in Strelick und\
Veselo-Voznesensk fehlen Thermophile, Betula humilis erscheint.\
Merin-Boden: 2-teiliger pedologischer Aufbau. Tal der Oka\
anfangs Mischwlder aus Fichte, Carpinus, Ulme, Quercus, Hasel;\
viel Birke verruc. und pubesc.; Ericales, Gramineen,Cyperaceen,\
Kruter. - Dann Steppen mit Krutern und Gramineen, aber auch\
vermutlich in Tlern Wlder aus Erle, Fichte, Eiche, Linde,\
Kiefer, Birke. - Schlielich - noch z.Zt der Bodenbildung -\
starker Anstieg der Fichte und Erscheinen von Selaginella. - Don,\
Gebiet von Voronez: anfangs Waldsteppe, Wlder\
\
in Tlern und Schluchten weit verbreitet, teils bis auf Wasserscheiden:\
Fichte, Latsche (wie bestimmt?), Carpinus, Eiche, Ulme, Kiefer,\
Birke. Zum Schlu Dominanz der Steppen. - Am Choper: Ebenso. -\
Veselo-Voznesensk, Azow-Gebiet: In Waldsteppe reichlich z.Zt. des\
Klimaoptimums Carpinus, Fagus, Eiche, Linde, Hasel; teils auch\
Nadel-Laub-Mischwlder mit Birke. Im Wald viel Ericales,\
Gramineen, Cyperaceen. - Dazwischen Wiesen aus Grsern und\
Krutern. - Spter bei Abkhlung dort Vorherrschaft der dunklen\
Nadelwlder mit Tanne, Fichte, Omorika-Fichte, Arve: Vielleicht\
vom Kaukasus her? Schlielich in Schluphase des Mezin- Komplexes\
Kruter-Grser-Steppe. Birken-Haine und Kiefern-Wlder auf\
sandigen Terrassen. - L II: Von Oka bis zu Asowschem Meer\
Tundra-Waldsteppe. Betula fruticosae und nanae, Erlen, Selaginella\
sibirica; Strelick, Novochop.Lycopodium clavatum, Veselo-\
Voznesensk Dryas, Larix. Sonst Xerophile: Ephedra monosp.,\
strobil., frag., ciliata, dist?, Artemisia seriphidium. Zonalitt\
schwach ausgebildet. Wichtig, da zentralasiat. Ephedrae strobil.\
und ciliata so weit nach Westen. - Brjansker Boden: Arme Flora.\
Obere Oka: Vermutlich Birken-Wlder, mit Fichte und Kiefer, Alnus\
fruticosa und Strauch-Birke im Unterwuchs. Bei Voronez\
Waldsteppe, mit Fichte, Kiefer, Birke. An offenen Stellen\
Gramineen. - Priasov'e: Anfangs hnliche Waldsteppe, dann Gras-\
Krutersteppe und Krutersteppe mit Gramineen, Chenopodiaceen,\
Artemisia. Vereinzelt bei Cekalin, Strelick, Veselo-Voznesensk\
Eiche, Carpinus, Linde. So auch bei Novochopersk. Also Phase\
relativ lang mit bedeutenden Klimaschwankungen.\
\
L III: Tal der oberen Oka zu Beginn Vegetation hnlich Ende\
Brjansk. Spter Birken-Wlder Abnahme, Kruter-Grser-\
Gemeinschaften Anstieg. Gleichzeitig weiter sdlich, bei Voronez,\
anfangs gleichartige Vegetation wie bei Ende Brjansker Bodens.\
Dann Anstieg der Versteppung, alles von Kruter-Grser-Steppen\
bedeckt, dazu Artemisia- Chenopodiaceen-Steppen. Dies\
unterbrochen von kurzer Phase feuchteren Klimas: Wlder breiten\
sich wieder aus. Birke, Kiefer, Fichte; Breitblttrige\
unbedeutend. Ob = Phase vor Velickos Gleyboden ber Brjansk? Also\
bei Phasen L I und III Klima bedeutend weniger kalt als zu Zeit\
des L II.\

10426	Bisher Ultradnnschnitte zu innerem Bau der Membran, nicht aber Oberflchengestaltung des Sporoderms.\
Um dem abzuhelfen Technik fr Abdruckverfahren beschrieben.\

123704	Mrser, Mahlsteine, Feuerstein-Blattspitzen mit scharfen Schneiden in Zawi Chemi Shanidar aus Hlfte des 9.Jahrtausends v.Chr. Damals dort anscheinend schon Schaf domestiziert. hnliches an Werkzeugen in Matufran-Kultur des basalen Jericho zwischen 9216 +/- 107 v.Chr. und 7850 +/- 240 v.Chr. Hier wohl schon domestiziertes und kultiviertes Material. Beginn aber wohl wesentlich frher. Ob schon gegen 10 000 v.Chr.? \
In SW-Asien ( Darmo in Irakisch Kurdistan und Ali Kask in Iranisch Khuzestan) gegen 7 500 v.Chr. krftig Nahrungsproduktion im Gange. - Fr gyptische Kalenderwerte mu bristlecone pine-Korrektur angewandt werden: Dann wieder richtig.
10427	Korrektur an Andrews und Miller (selbe Zeitschrift) 4, 45-59, 1972: Regionale Inversion liege dort vor.
10428	Auf Seeseite von Ben Lomond Mt. zwischen Santa Cruz und Ao Nuevo Point in Zentral-Californien 5 wichtige Terrassen. Alle gleich gebaut: Kliff und Schorre. Unterste Terrasse 100 feet. Auf ihr nur selten Mollusken. Diese, so weit vorhanden, bisher Alter von mehr als 37 000 C14 Jahren. Terrasse recht verschieden hoch: Oft als 100 feet-Terrasse angesehen, teils aber nur 25 feet hoch (65 feet von Kliff entfernt).\
Th 230 - U 238 - Datierung. Literatur zu Datierungsverfahren. Gemessen: Abweichungen von Gleichgewicht beider: Wenn U 238 neu eingebaut, weniger Th 230 vorhanden, als dem Gleichgewicht entspricht. Voraussetzungen: 1) Muschel mu anfangs gengend U 238 fr Messung enthalten haben, Th 230 mu aber gefehlt haben. 2) nach dem Tode mu geschlossenes System vorliegen, ohne da U 238 oder Th 230 oder Zwischenglieder nach auen ausgetauscht worden sind. - Moderne Mollusken dort nach dieser Methode jnger als 3 000 Jahre alt. \
Mollusken der Terrasse: 88 000 +/- 14 000 v.h., 68 000 +/- 10 000, 76 000 +/- 8 000; 100 000 +/- 7 000 (uerer Teil der Muschel), 91 000 +/- 7 000 (innerer Teil der Muschel); 16 000 +/- 2 000. Mittleres Alter (ohne Wert von 16 000) 82 000 v.h. Voraussetzung 1) erfllt. Aber fraglich, ob 2), da Grundwassereinflu. Hhe des Meeresspiegels damals unbekannt, da Terrasse seither deformiert. \
Wohl interglazialer oder interstadialer hoher Meeresspiegelstand. \
Karibisches Meer: 65 000 - 100 000 v.h. hoher Meeresspiegelstand (Rosholt u.a.).Karibisches Meer und Atlantischer Ozean: 75 000 - 115 000 (Sackett).Florida und Bahamas: 80 000 - 95 000 (Broecker und Thurber). Bahamas: 80 000 (Newell). \
Mediterran: 75 000- 90 000 (Stearns und Thurber). Karibisches Meer: 75 000- 107 000 (Ku und Broecker).\
Im Gebiet also zwischen 68 000 und 100 000 hoher Meeresstand. Ob das Sangamon oder Interstadial, fraglich.\

10432	2 Moore in zentraler Depression, Tal der Kamcatka: a) auf 9m- Terrasse bei Kap Bol'soj; b) Jar Cernyj, auf hoher Aue, nach Durchbruch des Flusses durch Kumroe. - Moor in S-Kamcatka: Tal der Pauzetka. \
- Moor an Pauzetka am ltesten: Oberkante 10 600 +/- 70 v.h. (GJN-247). Basal NBP- Zeit, viel Salix, B.nanae; wenig Artemisia; viel Lycopod. Dann Umschlag zu Verhltnissen, die heutigen nahe stehen: Sehr viel Alnaster, Polypodiaceen, Cyperaceen. Gegen 8 000 +/- 40 v.h. (GJN-207) Asche drber gedeckt. - a) 1 000 Jahre lter als b). Beide aber jnger als das der Pauzetka. \
- Beide Moore stratigraphisch und nach Flora dreiteilig:\
- I: (ganz unten) sehr mild. Stein- und Weie Birke herrschten. Viele Kruter und Hochstauden und Erlengebsch in Tlern. Fichte nur vereinzelte Haine. Unter Diatomeen 16% sdlich boreale Arten: Klima etwas gnstiger als heute. Obergrenze zwischen 6 000 und 7 000 v.h. \
- II: Klimaverschlechterung: Wald Rckgang; Birken-Wlder von Lrche und Erlenbestnden abgelst. Strauchgesellschaften breiten sich aus: Erlen und Latschen, mit offenen Stellen und Zwergbirke. Diatomeen quantitativ und qualitativ sehr arm. Aber auch bedenken bergang offenes Wasser zu Moorgesellschaft. Etwa von 6 000 - 3 000 v.h. (Datum an Oberkante 3 320 +/- 40 v.h.). \
- III: Heutige Bedingungen. Wald Anstieg, besonders Birke und Erle, teils Fichte und auch Lrche. Diatomeen-Gesellschaften hnlich I. Sdboreale Formen aber nur um 4%.\
Diagramm a und b passem mit 9 garnicht zusammen, trotz gleichen Alters. Klimadeutung berfordert. Pinus haplox. scheint gegen 6 000 v.h. eingewandert zu sein. ltestes Datum 7030 +/- 60 v.h. Seither nichts wesentliches gendert.
10429	Bohrloch J9 im Ross-Eis (82 Grad 22,5 Minuten S; 168 Grad 37,5 Minuten W). Etwa 50 Diatomeen-Arten, beherrscht von Melozira sulcata, Liradiscus sp., Rhizozolenia habetata f hiemalis, Stephanopyxis spp., neue Nitzschia- Art: offenbar sptes Mittelmiozn, d.h. ca. 14 mal 10 hoch 6 Jahre. Ganze Reihe von Landpflanzen-Sporen und -Pollen. \
Da nichts lteres dabei, Annahme, nicht umgelagert, sondern in situ (warum nicht Ferntransport ? Fr.). Von Nothofagus beherrschte Wlder oder Gehlze an geschtzten Stellen zwischen den Gletschern.
13299	Terminologie, Typologie, Entstehung und Erhaltung.
10433	Tennessee-Gebiet, Flugeschichte: Sptpleistozne- frhholozne Sande und Tone in Fluterrasse: 8425 +/- 145, 8440 +/- 105, 8365 +/- 110, 11 730 +/- 135, 9590 +/- 110, 8045 +/- 120.\
Auerdem aus selbem Sediment: 2120 +/- 70 (verjngt?), 4320 +/- 75 (wohl richtig), 5515 +/- 105 (ohne Kommentar). -\
Tiere: Ohio, 40 Grad 12 Minuten N, 84 Grad 12 Minuten W: Biber (Fichte, benagt, datiert): 12 190 +/- 215.\
Darber ground sloth Megalomyx jeffersonii.
13300	Elektronenmikroskopische Arbeit ber Oberflchen-formen von Quarzkrnern verschiedener natrlicher Bearbeitung. Auerdem Verfahren der Cailleux-Methode fr Quarzkrner.
82551	Pltzlicher Beginn der starken Quercus Ilex-, Juniperus- und Phillyrea- Kurve, bei steilem Abfall von Buche, Hasel, Fraxinus excelsior, Kiefer, Fichte, Tanne, Linde datiert 5195 +/- 175 v.Chr. Nichts ber Ursachen, nur, da vielleicht zu alt durch Hartwassereffekt. Gleichzeitig Anstieg zu Maximum von Swasserpflanzen und auch von Ruppia. Allerdings auch gleichzeitig Grenze Ton mit Mollusken, gegen Feindetritusgyttja mit Mollusken.\
Seither sei nichts passiert, was klimatisch gedeutet werden msse. Pollenmorphologie. Geschichte der menschlcihen Ttigkeit und der mediterranen Vegetationszonen.
13451	ZnCl2-Verfahren gegen normales HF- Verfahren getestet: Anflligkeit gegen falsche Reprsentanz fr verschiedene Pollentypen unterschiedlich. Bei "Anflligen" kann Fehler 1/2 bis 1/3 ausmachen (also zu geringe Reprsentanz). Hierbei auch Fllung der PK mit Pyrit gefhrlich, die allerdings durch besondere Schwimmeigenschaften der PK aufgefangen werden kann. Strker skulpturierte Pollentypen, einschlielich Juniperus, scheinen zurckzutreten.
13435	In Mitteleuropa meist ab Mittelalter einschl. nachgewiesen. Pollenanalytisch aber aus Pleniglazial A und B in Tenagi Philippon aus waldfreier Zeit nachgewiesen. Mit einsetzender Bewaldung Rckgang, aber auch aus Zeit geschlossener Wlder aus Griechenland (Edessa) und den Alpen (Suossa) bekannt: Vermochte also zu berdauern und breitete sich noch in Bronzezeit erneut aus, mit Maximis seit Beginn der Kultur von Juglans und Castanea.
10434	berblick. Karte der Untersuchungsstellen. - Laacher Tuff fast berall dort gefunden. Etwas dubiose uerung ber Weichsel-Vorsto: " Pollenanalytische Torfuntersuchungen aus der Frhphase dieser Vereisung, d.h. vor 70 000 bis 55 000 Jahren zeigen, da stellenweise viele Meter mchtige Sande im Vorfeld der aus Skandinavien heranrckenden Gletschermassen aufgeschttet wurden." \
- Darstellung der postglazialen Waldzeiten Berlins. - Hinweise und Beispiele fr kologische Aussagen aus Pollenanalysen.
10435	Kirchspiel Jaski, sdostliches Finnland, an Biegung des Wuoksi-Flusses. Tongerll in einem Os. Fast rein marine Diatomeenflora mit Hyalinittsgrad, der mindestens gleich dem der heutigen Nordsee ist, also viel hher als der des Postglazials. Formen des tieferen Wassers berwiegen. Selbes Ergebnis durch Silicoflagellaten. PA (Pollen sehr reichlich). 3 Proben und Mittelwert.\
Pinus    16  6  8  Mittel 10%\
Betula   16 16 14         15%\
Alnus    61 76 75         70%\
Carpinus  3  1  2          2%\
Quercus   2  -  -          1%\
Ulmus     1  1  1          1%\
Salix     1  -  -          1%\
Corylus  31 36 43         37%\
Waldvegetation eines warmen, maritimen Klimas, wahrscheinlich gnstiger als das der postglazialen Warmzeit.\
\
Nach topographischen Verhltnissen geschlossen, Ton sei aus einer etwa 20km im NW entfernten Depression gekommen. Nach Diatomeen und PF direkt vergleichbar mit Interglazial von Mga (Tab.S.37). Nach Diatomeen = elbinger Yoldiaschichten, und zwar = Portlandiastufe. Eem- Diatomeen- Flora und hiesige Portlandia- Diatomeen-Flora beherrscht von Ubiquisten. Zahl sdlicher Arten in beiden Meeren gleich. Aber in Rouhiala und Mga hoher Anteil (16 Formen) nrdlicher Formen, im Gegensatz zu 1-2 aus Eem Dnemarks. Portlandia- Meer war "direktes Erbe " des Eem Meeres, aber jetzt ffnung zu Weiem Meer. Gestellt in obere Thermophilenzeit der Moore vom Herning-Typus, Zone l nach Jessen und Milthers. \
Annahme, vorher habe Gletschervorsto stattgefunden (zwischen Eem und Portlandia). Dann starker Eisrckzug und Klima wieder viel wrmer und ozeanischer als heute, bei offener Verbindung zum Weien Meer. Wald beherrscht von Birke und Erle. Pinus vereinzelt auf anspruchslosen Substraten. Picea fehlte: hatte noch nicht wieder einwandern knnen. EMW schwach. Tilia fehlt, dies allerdings wohl nur lokal. Bemerkenswert Carpinus (die heute dort fehlt) und viel Corylus. (Warum nicht 2.Teil Eem? Fr.).
10436	Nach Pokrovskaja dieses Vorkommen interstadial. Nach Diatomeen aber auch Mga- Ton in letztinterglazialem tiefem, salzigem Portlandia- Meer abgesetzt (auer einer Brackwasserprobe. Proben insgesamt allerdings nicht horizontiert, nicht einmel relative Lage zueinander bekannt.\
Nach PA Wald bestimmt von Alnus, und weniger von Betula. Nadelholzanteil viel geringer; hierin Picea wichtiger als Pinus. In wenigen Prozent Carpinus, noch weniger Quercus, Ulmus, Tilia; Corylus um 25-30%: Klima gnstiger als heute, wahrscheinlich auch gnstiger als in postglazialer Wrmezeit. PD Pokrovskajas vielleicht zu groer Probenabstand. Jedenfalls durch Untersuchungen  des Verfassers Interglazial klar erwiesen. Dieses gut bereinstimmend mit Zonen f und g bei Jessen und Milthers. Aber: Diatomeenflora viel zu kalt. Daher in Zone l gestellt: Skaerumhedeserie. -\
Bei Brander und Pokrovskaja vereinzelt Pinus cembra-Pollen. Nach Brander Ton von Mga ganzes Eem-Profil.
10437	PD (sehr primitiv, ohne NBP), aber sorgfltig Stratigraphie. Ausfhrliche Beschreibung der Moortypen. Sehr ausfhrlich Rekurrenzflchen. Als Ausdruck von Klimaschwankungen gedeutet; insgesamt 7 RY. Klima habe zwischen gnstig und ungnstig geschwankt, und zwar meist recht pltzlich und krftig begonnen. Stets nur relativ kurz. Schwankungen um Mittelwert von jeweils +/- gleich groer Intensitt. Relativ lang und ausgeprgt aber Klimadepression zwischen RY VII und VI (zwischen 1200 und 600 v.Chr.) und zwischen VI und V: 600 v. Chr bis 450 v.Chr.\
RY mit Strandlinien und nach Granlund datiert:\
VII = 1200 v.C.; VI = 600 v.C.; \
V = 450 v.C.; IV = 400 n.C.; III = 1200 n.C.;\
II = 1750 n.C.; I = 1820 n.C.\

10438	War sicher ein Wanderer, der sich vielleicht von Coniferen ernhrte. Dies ist aber nicht bewiesen und sollte erst noch weiter erforscht werden. Lebten wohl besonders gern in der Nhe der Flsse und Wasserlufe, wo (besonders im hohen N) eine ppigere Vegetation war. Diskussion, ob Leichen in situ, oder angeschwemmt.\
Ergebnis zahlreicher Beobachtungen: Sicher meist an Ort und Stelle gelebt, wo heute ihre Leichen gefunden werden. Wenn dem so ist, dann mu damals aber das Klima gnstiger gewesen sein. Klima mu aber immerhin ziemlich kalt gewesen sein (keineswegs so wie heute in sdlicheren gemigten Breiten), da anders Einfrieren nicht erklrbar.
10439	Bayer stellte "Gttweiger Verlehmungszone" zwischen Ri und Wrm; bezeichnete sie als Interstadial, und zwar als "Aurignac-Schwankung".\
Fr "humose Schichten der Aurignacschwankung" (S.104) pollenanalytisch angegeben: Kiefer, Fichte, Birke, Weide, Erle, Hasel, Ulme, Eiche, Linde, "wobei stets ein bestimmtes Verhltnis der einzelnen Arten zueinander festgestellt werden konnte". (Aber welches? Fr.). "Paudorfer Humuszone": Kltebestndige Arten herrschen absolut vor, anspruchsvollere Arten "wie Hasel, Ulme und Eiche" nur sporadisch. \
Linde (als wrmebedrftigster Baum) fehlt.
10443	1940 europ.Wildschweine dort aufgetaucht (1912 in North Carolina eingefhrt). Hohe Reproduktionsrate: Jhrlicher Anstieg der Populationsdichte im Bialowieza-Urwald maximal 178%. Seit 1947 bis 1966 mehr als die Hlfte der Jahre mit Anstieg der Bevlkerungsdichte zeigte Anstieg von mehr als 40%. In Krim innerhalb von 10 Jahren von 35 auf 2100 Stck zugenommen. Hier: In Wildschwein-freien Gebieten wohl ausgeprgte O1,O2 und A11-Horizonte. A11 bis 7.62cm dick. In Wildschweingebieten alles, einschlielich B-Horizont vermischt. -\
Im Feuchtigkeitsprofil verursachen Sue in Baumschicht nichts, wohl aber in Krautschicht, und zwar besonders an mittlerer Feuchte. Weniger Schaden bei zu groer oder zu kleiner Feuchte. Geringer Schaden in Fichten-Tannen-Wald. Dort nur, wo Laubholz flchenweise strker vertreten. Gegenber ungestrten Parzellen mit 100% Krautschicht, in Wildschweingebieten nur noch 2-15% Bedeckung der Krautschicht. Dort starke Bodenerosion. Hierbei nicht neue Arten eingefhrt, sondern Flchendeckung vermindert und einzelne Arten gefdert, wie z.B. Angelica triquinata, Carex debilis, C. intumescens, Aster divaricatus.
10444	Zu Festucetalia vallesiacae. Verbandscharakterarten: Helianthemum oelandicum, Globularia vulgaris, Hieracium dichotonum; Ordnungscharakterarten: Gypsophila fastigiata, Hornungia petraea, Ranunculus illyricus, Pulsatilla patens, P.pratensis, Potentilla arenaria, P.wiemanniana, Oxytropis pilosa.
106737	Cochrane-Cockburn-Vergletscherung zwischen 8000 und 9000 v.h., wahrscheinlich nher an 8000 v.h. \
Atlantisch-Subboreale Vergletscherung zwischen 4500 und 5000 v.h.; Kulmination zwischen 4500 und 4800 v.h.\
Subatlantisches Minimum kulminierte gegen 2600 und 2800 v.h.\
Little Ice Age zwischen 1550 und 1900 n.Chr.\
Mittelpunkte dieser Vergletscherungsphasen ca. 8000, 4700 und 2700, 225 v.h. Dies jetzt korrigiert nach 14C Schwankungen. Hiernach wahre Daten etwa 8250, 5350, 2780,225 v.h. Intervalle dann 2900, 2570, 2555, also etwa 2600 Jahre, da erster Wert fraglich. 2640 = 120 x 22t (vollst. Sonnenfleckencyclus). Offenbar, da cyclisch und synchron, gleiche Ursache.\
\
Einfachster Grund: khler und geringere Ablation. Dies aber berlagert auf postglaz. Klimatrend: Scheint von ihm unabhngig zu sein! Allgemeine Klimavernderung durch nderung in Umlaufbahn der Erde zu erklren.\
Klimaperiodik durch cyclische Vernderungen in Sonnenaktivitt, stets verringerte Aktivitt. So wohl auch Vergletscherungs-Phase "Windermere" um 10150-10810 v.h.- Falls so, dann nach erstem Faktor langsame Abkhlung bis 2450 n.Chr. und anschlieend schnellere Abkhlung fr ca. 3000 Jahre. Nach 2.Faktor um 4300 n.Chr. zustzliche Abkhlung und Vergletscherung. Nach vorsichtiger Schtzung zwischen 25 und 65 Grad n.Br. nach 1.Faktor zwischen 3.1 und 2.7 Grad Abkhlung. \
In England nach 2.Faktor von 1000-1300 zu Little Ice Age Abkhlung um 2 Grad. Falls 1.Abkhlung um 3 Grad nicht fr Auslsung einer Eiszeit ausreicht, dann wohl additive 2 Grad. Daher vielleicht neue kontinentale Vergletscherung um 4300 n.Chr. beginnend. Bis dahin Temperaturabfall. Oder sogar noch frher.\

10446	In letzten Jahrtausenden Temperaturschwankungen mit Sonnenenergieschwankungen korreliert. Trifft zu fr Zeitrume von einem Jahrhundert oder mehr, nicht aber fr krzere Zeiten. Wahrscheinlichkeit fr derartige Kontrolle vergrert durch Nachweis von 2400-2600 Jahresrhytmik in Gletschervorsten und Delta 18O Daten der Greenland Camp Century-Eisbohrung. Von 522 v.Chr. bis heute aus Aufzeichnungen 206 von 277 Sonnenfleckenzyklen bekannt. \
Starke Relation zwischen Lnge der Sonnenfleckencyclen (von Max. zu Max.) und mittlerer Sonnenfleckenzahl/Zyklus fr Zeit von 1669 bis 1964. - Korrelationsfaktor -0.51 fr 31 Zyklen ab 527 v.Chr. mit 14C-Variationen; inverse C14-Aktivitt zu Sonnenaktivitt; Korrelationsfaktor -0.55 von Sonnenfleckenindex zu 18O-Vernderungen. Verminderte Sonnenfleckenaktivitt von 1645-1715 ging max. Gletschervorsten in Alaska, British-Columbia und Oregon voraus. - 1645-1715 sehr niedrige Sonnenfleckenaktivitt in Europa.\
 1711-1724 starke Gletschervorste im pazifische NW, Br.Columbia und Alberta; 1798-1833 neues Sonnenfleckenminimum in Europa. 1835-1849 starke Gletschervorste in genannten Staaten. \
Annahme von 18 Jahren lag-Phase fr Eisakkumulation und max. Gletschervorsto. Seit 5.Jahrhundert v.Chr. Gletschervorste auf Erde synchron. Stets Gletscher-Vorste von Perioden geringer Sonnenfleckenaktivitt vergesellschaftet, falls diese Perioden lang genug und nicht von langen Perioden hoher Sonnenfleckenaktivitt voraus begleitet. Grte Hufigkeit niedriger Wintertemperatur mit Zeit niedrigster Sonnenfleckenaktivitt kombiniert, (17.Jahrhundert) und hohe Temperaturen mit hoher Sonnenfleckenaktivitt. \
- Jngste Gletschervorstophasen des Postglazials durch Zeitraum von etwa 2300-2500 Jahren voneinander getrennt (hiernach vorletzte Gletschervorstophase um 650 v.Chr., Fr.). Beste Periodik 2600 Jahre (auf unkorrigierte C14-Daten bezogen!). Bei Korrektur der C14-Daten diese Intervalle 2900, 2570, 2555 Jahre lang. Datum 2900 am unzuverlssigsten. Delta 18O Intervalle in Grnlandeis 400 und 2400 Jahre. Selbe Schwankungen in 14C-Gehalt von Jahresringen. Auch Periodik von 78 und 181 Jahren. 78-Jahrescyclus ebenfalls mit Sonnenfleckencyclus korreliert. \
- In Europa positive Korrelation zwischen Vorherrschaft von SW-Winden und Sonneneruptionen. Aber auch korreliert mit warm-trockenen Sommern und weniger harten Wintern in W-Europa.\

10447	Verschiedene Lagen der Maasmndung.\
Hauptterrasse hier jetzt gegliedert in:\
1) Jngere Hauptterrasse\
2) ltere ", mit dem abdeckenden Tegelenton\
3) lteste " (Jlicher Schichten).\
lteste H. nicht gleich ltestem Diluvialschotter. Diese knnten nur gleich ltester Hauptterrasse sein, sind das bisher aber nicht gewesen. Daher sollte dieser Begriff fallengelassen werden.\
lteste Hauptterrasse auf Inneres des Rur- und Erftgrabens: ca. 10m starke helle Sande und grobe Kiese: "Jlicher Schichten". Enthalten im Erftgraben Tone, 10m ber Reuver. Zwischen beiden Sande und Kiese. Tone Interglazial? Liegende Kiese Eiszeit? - "lteste Diluvialschotter" bei Wolters sind gleich weien Feinsanden in der lteren Hauptterrasse.\
Zwischen lterer und jngerer Hauptterrasse liegt Tegelenton.\

10327	Quercus rosacea Bechst., Qu.hybrida Bechst., Qu.decipiens Bechst.\
sind verschiedene, aber nicht streng zu sondernde\
Bastarderzeugnisse der Qu.robur x sessilis. Gltiger Name:\
Qu.rosacea Bechst.\

10328	Ulmus campestris L. Nikolic\
Quercus sessilis Ehrh. Plagusa-pl; Volovec; Dojransee, Obasi-\
Hhe.\
Quercus lanuginosa (Lam.) Thuill. Plagusa-Pl.; Volovec.\
  var.rumelica (Grisb.) f.dissecta (Vuk.) Dojran-Gebiet\
  var.pinnatifida (Gmel.)C.K.Schneid. Plagusa-Pl.\
Quercus conferta W.K. Dajran, hier auch Gamma.lobulata\
\
Hal.Volovec.\
Quercus coccifera L. Dojran-See\
Quercus cerris L. Plagusa-Pl.\
Quercus macedonica A.DC = Qu.grisebachii Ky. Selo Monastir\
(Zaduka, nrdlich)\
Fagus silvatica L. Plagusa-Pl. (Nordhnge)\
Carpinus orientalis Mill. Nikolic; Volovec\
Salix alba L. Veles\
Salix purpurea L. ssp. amplexicaulis (Bory et Chaub) C.Schneider\
Babuna-Strae\
Salix grandifolia Ser. Belasica-Pl., Visoka Cuka (1600m) Bisher\
bekannt aus Bulgarien und Suha-Pl. bei Nis.\
Salix caprea L. Belasica-Pl., Visoka Cuka, 1600m.\
?Salix caprea x cinerea? Babuna-Pa\
Pinus silvestris L. Zaduka-Tal, 12-1500m,, waldbildend.\

10300	Nichts, was ber Follieris Arbeiten hinausginge.\

10301	Hier Profil: 1m heutiger Boden; 2 m Schotter; 3.50m plastischer\
Ton; 10m conchylienfhrender feuerfester Ton; 1m unreiner\
Lignit; 20m conchylienfhrender feuerfester Ton; 2m weier Ton;\
9.50m Lignit (mit mchtigen Stmmen?: del tronco maestro); 3m\
schwarzer conchylienfhrender Ton. In diesem die Diatomeenflora:\
Gomphonema dichotomum, G.tenellum, G.acuminatum; Epithemia zebra,\
E.argus, E.textricula, E.zebrina, E.ocellata, E.gibberula;\
Eunotia hellenica,\
E.praerupta, E.yastrabaensis, E.diodon,\
E.luna; Amphora rimosa; Cymbella affinis, C.a.var.leptoceras,\
C.ehrenbergii; Navicula appendiculata, N.mesottila, N.silicula,\
N.biceps, N.dicephala; Pinnularia viridis, P.nobilis, P.semen,\
P.elliptica, P.porrecta, P.crux, P.viridula; Odontidium hiemale\
(kaltes Wasser der Alpen und der Juras in alpiner Region oder\
mindestens in winters gefrorenen Gewssern), Fragilaria\
construens, F.binodis, F.mutabilis, F.venter, F.rhombus; Synedra\
ulna (bis 2000m); Melosira distans (hufig in Alpen bei 3000m),\
M.crenata, M.marchica; Discoplea graeca.\

123712	Letzte groe Eiszeit: Gletscher bis Krakau und sdlich von Kiev.\
Offenbar Saale gemeint. Fast alle Swasser-Fischarten der\
unteren Donau dort auch whrend der Eiszeit (offenbar\
faunengeograph. erschlossen).\

10303	Wie in hektogr. Arbeit. Hier aber (im Gegensatz zum\
Hektographierten) keine C14-Daten. Auerdem sehr kursorisch.\

10305	Dasselbe, wie in hektographierter Arbeit.\

10306	Wahrscheinlich "Connecticut Academy of Science Transactions"-\
50 km nrdlich von\
Rom. 237m hoch. (Zur Nomenklatur: M/R= Flaminian; Ri =\
Nomentanan). Letzte Eruption hier nach C14 26000 v.h. Dies also\
obere Grenze des Alters der Seen. - 2 Bohrungen mitten im See.\
Jeweils nach 3m undurchdringbarer Sand angetroffen. Berichtigung\
zu Aufsatz in Experimentia! Anfangs waldlos. Baumpollen nur ganz\
vereinzelt. Unter Nichtbaumpollen Artemisia um 60-80%: 24460 +/-\
1300 und 17040 +/- 350 v.h. Gleichzeitig noch um 10% Compositen,\
um 5% Chenopodiaceen, um 10-20% Gramineen. - Gegen 10920 +/- 210\
v.h. Artemisia Abfall auf 20-30%,\
\
Gramineen bis 60%, Anstieg der Gramineen und Chenopodiaceen,\
sowie Corylus-Gipfel, kurz vor- und nachher: fehlen! Jetzt auch\
Maximum der Wasserpflanzen - Nach Haselgipfel und bei\
beginnender Eichenmischwald-Ausbreitung Abiesgipfel bis 15%,\
dessen Ende mit 3037 +/- 70 noch erfat ist (allerdings sehr\
lange C14-Probe: 15cm!).\
Artemisiasteppe berdeckt lngsten Teil der letzten Eiszeit.\
Gleichzeitig an Kste in Massaciucuoli-See nahe Pisa Nadelhlzer\
aus bes. Pinus und Abies: C14: 16400 +/- 500 v.h. Davon hier\
nichts zu entdecken! - Grasland nach Artemisiasteppe sei\
vielleicht = Allerd. Corylus als Vorlufer des Waldes. Damals\
(Coryluszeit) Baumpollen nur um 10%! Schon schnell danach Eichenwald.\
Abies-Zeit wahrscheinlich = Jngere Tundrenzeit, bis Atlantikum.\
Nach Ende der Abies-Kurve kurzer Pinus-Gipfel um 1100 v.C. (3037\
+/- 70 v.h.) wohl = Subboreal. - Um 2200 v.h. starke\
Vernderungen in Sedimentationsgeschwindigkeit und Erhhung der\
Seetiefe durch vielleicht Zuleitung von Wasser. Starker Abfall\
von Sphagnum und Potamogeton. Gleich danach steiler Anstieg der\
Urticaceen: Wohl menschlicher Einflu. Weiter oben (bei rund 900\
n.C.) Anstieg der Plantago-Kurve und der Gramineen von mehr als\
40My Durchmesser: Mittelalterliche landwirtschaftliche Siedlungen.\
- Fagus beginnt kurz nach 11000 v.h., hat Maximum bei 1350 v.h. =\
600 n.C.\

10307	Monterosi- und Baccano-See in Mittelitalien: 25-15000\
Artemisiasteppe, baumlos; 15000-12000 v.h. Grasland; 12000-11000\
v.h. Gebsch mit Corylus; ab 11000 Bewaldung. Sonst noch\
berblick ber bisherige Literaturangaben. Wahrscheinlich recht\
hufig kalte und trockene NO-Winde.\

10304	L Schmelzwasserprodukt groer Schwemmebenen. Nur 2 Lsse:\
Dneprovsk und Polesse- (= Wrm) L: Hhere Zahl fossiler Bden\
weist auf lokale Unterbrechung in Sedimentation hin.\

10308	Vereisungsgrenze der Dneprovskeiszeit. Davor weite Schwemmebene\
(bis zum Kuban), da L aquatischer Entstehung !\

10309	Europischer Teil der UdSSR. Kimmerij = Dazische Stufe. Kujal'nic = Levantin.\

10310	Im Kamennyj Chrebet (sdlich von Icigemskij Chrebet) zirkusfrmige\
Nische in oberen Hangpartien, groe aktive Blockmeere. Gebirge\
dicht von Pinus pumila bewachsen. Gebirge im Mittel nicht hher\
als 600 bis 700m. Nrdlich des Taigonos-Massivs in pleistoznen\
Sedimenten Mammut und Steineis. Am Meer marine 40-50m Terrasse.\
Am Nordende der Penzinabucht auch 20-30m Terrasse. Berghnge oft\
als gestuft erwhnt. In tiefen Schluchten am Meer noch Ende\
August Firnfelder, die z.T. von Erde bedeckt sind. Immer wieder\
bultige Tundra beschrieben. Beschreibung aber zu ungenau. Am SO\
Ufer der Bucht Steineis. Hier auch liegende Morne, drber Sande\
und Abschwemmlehme beschrieben. Aufschlu am Meer. Aber auch dies\
zu ungenau. In Penzinaterrassen nur Flualluvionen\
aufgeschlossen. Annahme, da in maximaler Vereisung Gletscher\
sich in Penzinatal\
\
vereinigten und weit ins Meer vorstieen (Piedmontgletscher).\
Darauf folgte Transgression: marine 50m Terrasse! Vielleicht\
folgte darauf noch ein Eisvorsto. Er fhrte aber sicher nicht\
mehr zu einer Vergletscherung des Penzinatales. - Gefrornis sehr\
weit verbreitet. Oberflchenformen der Tundren werden durch sie\
weitgehend bestimmt (nichts genaueres gesagt; Bulten und Buckel\
dann doch Frosterscheinung? Fr.) Sehr wichtig Frostverwitterung\
und Blockstrme am Hang. Hierdurch sollen die Nischen im Hang\
entstehen.\

10311	Als Mittelpliozn hier angesehen Kinel'-Suite (Swasser) und\
Akcagyl-Transgression; Oberpliozn: Domaskinserie und "Syrten"-Tone.
10312	35 Arten durch Keimungsversuche aus 3350m Hhe nachgewiesen. Dazu\
noch Polytr.pilif., Selaginella densa, 4 Flechtenarten.\

10314	Entstehung und Verbreitung dort, ohne Karte.\

10330	Karte. - Karte der Flulufe dort zu Beginn Wrm. - Karte fr\
Oberes Pleniglazial. Im oberen Pleniglazial kaltes und arides\
Klima mit " sparsamer semiarider Vegetation". Damals\
vorherrschende N-Winde. Wichtigste Phase der Sandmobilitt dort\
26000-20000 v.h.: Ovale Sandhgel, Parabeldnen, Strichdnen,\
Deflationsebenen und -wannen gebildet. - 20000-17000 Lascaux-\
Interstadial: Vegetation etwas dichter; jetzt Staub abgelagert:\
L gebildet. Flutler bei Nyirseg und in N-Hlfte des Hajduhat:\
100-550cm dick! Im Sdteil des Nyirseg Parabeldnen weiter aktiv,\
bis ins Sptglazial.\
Sptglazial: Im Blling Steppe und Birken-Kiefern-Waldsteppe:\
Steppenboden gebildet. In NO-Ecke bei Aronyosapati und in\
\
NW bei Vajdacska (Thei-Bodrog-Wasserscheide) Bodenbildung bald\
unterbrochen: Dnen um 12900 +/- 360 wieder aktiv: 6-7m Sand. Bei\
Vajdacska an Holzkohle im Boden: Im Mittel 12000 +/- 210 v.h.\
Sandbewegung sei auch hier ltere Dryas (geht aus diesem Datum\
nicht hervor, Fr.). Hier im W in Blling Kiefern-Birken-\
Waldsteppe.\
Allerd: Alles festgelegt: Tiefere Teile Waldsteppe, hhere Dnen\
Steppe. Boden: 11930 +/- 340, 11600 +/- 500, 10830 +/- 400. 11250\
+/- 300, 11350 +/-360.\
Jngere Tundrenzeit: Jahresmittel 7-8 Grad C tiefer als heute,\
arider. Sanddecke auf Allerdboden etwa 3-10m! Sande horizontal\
geschichtet: Sehr intensive Sandbewegung. Diese Phase bisher als\
Boreal angesehen. Insgesamt aber sptglaziale Sande in viel\
geringerem Gebiet mobil als im Hochglazial. - Im Holozn dort\
keine nennenswerte Sandbewegung. Nur ganz beschrnkt im Boreal\
und Atlantikum. Beginn Subboreal anthropogene Sand-Wanderphase,\
besonders stark durch groe Rodungen des 16. und 18.Jahrhunderts.\

10331	Vorherrschende Windrichtung: NW nach SE, NNW nach SSE, N nach S.\
In Gebiet von Nyirseg und zwischen Bodrog und Tisza Formen mit N\
nach S, NNE nach SSW und NW nach SE-Streichen. Wrm III war\
Hauptphase (nach Stratigraphie, Pedologie und Pollenanalyse).\
Z.T. L-bedeckt. Dnen wahrscheinlich bei Kltemaximum des Wrm\
III. Dnen aus Haselzeit des Holozns haben mehr oder weniger\
selbe Streichrichtung.\

17408	lteste Dryas: Waldlose Tundra, mit sehr viel Gramineen,\
Hippophae, Weiden und Birken-Zwergstruchern, Koenigia,\
Selag.selag., Rubus chamaemorus, Gypsophila fastigiata u.a. -\
Blling: Abfall der NBP. Vorherrschaft von Birke, nach Messungen\
Betula verruc. und Betula pubescens. In Mitte bis 58% Kiefer: war\
vorhanden. Es entstanden lichte Birken-Kiefern-Parkwlder.\
Gleichzeitig Heliophile vorhanden. -\
ltere Dryas: NBP Anstieg. Birke bis 20%. Jetzt Artemisia\
Maximum, Picea und Weide vorhanden. Wohl Tundra-hnlich, mit\
kleinen Birken-Kiefern-Gruppen. -\
Allerd: Lichte Birken und Birken-Kiefern-Wlder, mit Inseln von\
Alnus, Ulmus, Quercus, Tilia, Carpinus, Corylus: Rein lakustrin-\
organisches Sediment; Umlagerung ausgeschlossen. Recht viel\
Ericaceen. Schon Typha,\
\
Sparganium, Nymphaeaceen, Myrioph. u.a. -\
Jngere Dryas: Lichte Birken und Birken-Kiefern Haine oder\
Gebsche, mit Weide und Ulme! Kiefer etwas dominant vor Birke,\
beide hoch. Thermophile Rckgang. Wenig NBP. -\
Prboreal: Birken-Kiefern-Dominanz; Beginn der Ausbreitung von\
Hasel, aber auch von Ulme, Erle, Eiche, Linde. -\
Boreal: Picea und Carpinus erscheinen. -\
Atlantikum: Erst Linde, dann Quercus Maximum. Carpinus, Fagus,\
Picea vereinzelt. Typha bis 4%. An Obergrenze zum ersten Mal\
Abies und Plantago lanceolata; Trapa vorhanden. -\
Subboreal: Fagus unbedeutend. Vorhanden jetzt Pappel, Liguster,\
Viburnum; viele Synanthrope. Ab Subboreal Panicum vorhanden. Secale\
nur sporadisch, Triticum berhaupt nicht nachgewiesen.\
Textangaben ber Zonengliederung stimmen nicht mit\
Pollendiagrammen berein.\
\

5788	Profil siehe Mojski 1974. Hier Schluffe untersucht, direkt unter\
schmalem Torfband: 1) Basales Spektrum: Reicher Laubwald.\
Carpinus 48%, Corylus 32.5%. Dazu wenig Eiche, Linde, Ulme, Acer,\
Pappel. Auch Viburnum. Dazu Najas, Nuphar, Potamogeton, Carex\
gracilis, Scirpus, Sparganium, Typha. Ganz vereinzelt Picea; um\
20% Kiefer. -\
2) Kiefer bis 80%; dazu einige % Picea und um 15-20% Betula.\
Vereinzelt Thermophile, unregelmig Carpinus; sehr wenig\
Corylus. Am Ende etwas Tanne. Nichtbaumpollen: Artemisia,\
Chenopodiaceen, Comarum, Compositen, Cruciferen, Cyperaceen,\
Gramineen, Isoetes, Oenanthe, Ranunculaceen, Sparganium,\
Umbelliferen, Polypodiaceen, Sphagnum, Selaginella selag. -\
3) Wieder Ausbreitung der Laubwlder: Carpinus, Tilia, Corylus,\
Alnus, sehr wenig Eiche und Ulme. Fichte um 4-5%. Mehrfach Tanne\
\
Kiefer Abfall.\
4) zum Schlu (bergang zu Torf) starker Anstieg der Birke,\
zusammen mit Artemisia und Gramineen: Wieder klter, wie in 2).\
In 3.und 4. viel Pediastrum. - In 3 Acer campestre; ebenso an\
Basis. Dort auch Tilia platyphyllos. - Carpinus mit\
Makrofossilien in 3 und 1. - Nach Moskvitin unterer Torf Odincovo! -\
1) sei typisch fr Carpinus-Phase des Eems. Danach boreales,\
nicht subarktisches Klima. Obere Carpinus-Phase sonst nicht in\
Eem, wohl aber in Warschau, Konopki Lesne, Nadbrzeze. Wichtig:\
Konopki Lesne von Beginn Corylus-Phase des Eems an in Torf: Dies\
einschlielich 2. Carpinus-Phase! (PD). Dieses sehr hnlich\
Klewinowo. Schliet sich Meinung Halickis ber zweigeteiltes Eem\
an.\

13388	Alles organogene Sedimente. Profile von Skierniewic und Wyszkow\
nicht von Morne bedeckt, sondern nur von Schluff, Sand und\
Schotter. Skierniewice: Torf in 3.4 bis 4.7m Tiefe. Hier Ende\
Carpinus-Phase (54.0% Carpinus, 28.5% Corylus, 15.0% Tilia, 3.0%\
Picea, 5.0% Pinus, 2.0% Ulmus, 2.5% Quercus.) Annahme: Eem. -\
Bialynin bei Skierniewice, in 2.0 bis 12.0m Tiefe bituminser Schluff;\
obere 9.0m kalkfrei; unterer Meter sehr kalkhaltig. Drber\
schlechtsortierter Sand mit Kristallingerll (1m) und 1m Schluff.\
In 11.0-12m Tiefe Gyttja, anscheinend mit sehr gedrngt Corylus-\
und Carpinus-Phase des Eem. Dann mit Beginn des bituminser Schluffes\
vllig andere Pollenflora: Kiefern-Birken-Wald mit Lrche, wenig\
Picea, etwas Gramineen. - Wyszkow in Sander-\
\
Terrasse des Bug. Hier in 2.4m bis 3.0 m Tiefe Torf: Kiefern-\
Birken-Wald mit viel Gramineen; wenig Picea; in Spuren Artemisia\
und Caryophyllaceen. Dann 1.6 bis 2.4m Tiefe aschiger (oder\
pulveriger?) Schluff mit ganz abweichender Pollenflora: 475%\
Corylus, 47% Tilia, wenig Eiche, wenig Birke und Kiefer. Beides\
zusammen sei Beginn Eem. Drber dann verschiedenkrnige Sande\
(berzeugt nicht!). M.E. Torf mit autochthoner Pollenflora.\
Hangendes aber umgelagert, zumal da Gesamt-Pollen-Summe nicht\
angegeben. - Mit Datierung als Eem der organ. Sedimente hangende\
Schwemmkegelbildungen aus Letzter Eiszeit!\

5438	ber tertirer Braunkohle Geschiebelehm von cf. Ri. Dann rote\
Bodenbildung. Dann 3 Torfhorizonte, voneinander durch Gyttjen\
getrennt. Drber schlielich Weichsel-Morne. Im mittlere Torf\
Mammonteus primigenius. Im oberen Torf C14 (Gro 2566: grer\
52000). - In der Regel Kiefern-Birken-Phase mit viel Gramineen,\
aber auch Artemisia, Chenopodiaceen, Cyperaceen, Sphagnum und\
Polypodiaceen. Im untersten Torf und hangenden Teil der folgenden\
Gyttja aber starker Abfall von Kiefer und Birke bis fast 0; dafr\
dort Fichten-Erlen-Vegetation, mit anfnglich bis 21%\
\
Tilia, wenig Carpinus und Corylus (vgl. Pollendiagramm im Text),\
bei 20-60% (von gesamter Pollensumme) Gramineen und 10-40%\
Polypodiaceen. Also nur lockerer Wald.\
Diese Phase (II) als Brrup angesehen und mit Cimoszkowicze,\
Lancuchow, Warschau-Wola, Horoszki, Nadbrzeze, Konopki Lesne und\
Gora Pulawska gleichgesetzt.\

11354	Laska nahe Brus (Tucheler Heide). Postglaziale Seekreide, von\
Prboreal bis Atlantikum. Zu Beginn der Eichenmischwald-Zeit hier\
Corylus fehlend. Vorher und nachher nicht mehr als 5%.\
Eichenmischwald aber bis 40%: Quercus um 25%, Tilia fast 15%,\
Ulmus ganz wenig.\
Oft dort, wo Seekreide, auch hohe Eichenmischwald-Werte, die an\
interglaziale Werte heranreichen: Dies mglicherweise Ergebnis\
kalkhaltiger Bden, von denen aus der kohlensaure Kalk in die\
Seen gefhrt wird. Kalkige Bden aber besonders warm, dort am\
besten Eichenmischwald-Wuchs mglich.\

10333	Auf Hochmoor bei Pociecha heute sdlichstes Vorkommen von\
Chamaedaphne calyculata in Polen. - Sehr ausfhrliche\
Zhltabellen und Diagramme.\
Allerd: Gyttjen, Feinsand und Torf. Gefunden bei Nart und\
Pociecha (Ciechowaz I). In Ciechowaz Nichtbaumpollen bis 220%,\
meist Gramineen und Cyperaceen (bis 160%). Da gleichzeitig sehr\
viele Phragmites und Carexreste, ist hier wohl Korrektur an\
Nichtbaumpollen-Werten ntig. U.a. aber noch Caryophyllaceen,\
Chenopodiaceen, Compositen, Artemisia, Ericaceen, Gentiana,\
Heliathemum, Polygonum, Scabiosa, Saxifraga, Thalictrum,\
Selaginella selaginoides. Unter Baumpollen vorherrschend Pinus,\
mit Betula und Alnus. Daneben noch Ulmus, Tilia,\
\
Quercus, Picea, Carpinus, Fagus und einmal Abies. Gleichzeitig\
Corylus und Hippophae rhamnoides. Diese alle weniger als 1.5%\
jeweils. Oft unterbrochen. Annahme, im Allerd hier Waldland,\
aber mit Stellen lichtliebender Vegetation: Tundra-Steppe. -\
Jngere Dryas: Hohe Nichtbaumpollen-Werte, besonders Gramineen\
und Cyperaceen; Artemisia kleiner 10%. Ephedra. Klteresistente\
Potamogeten: P.praelongus, P.perfoliatus, P .alpinus,\
P.cf.densus. Damals Steppentundra, aber mit kleinen Wldern aus\
Alnus, Ulmus, Quercus, Tilia (Ciechowaz). (Diese in Nart, mit\
Ausnahme von Tilia, gleiche Werte wie im Postglazial; in Gorki\
und Ciechowaz etwas geringere Werte und nicht so geschlossene\
Kurve). - Im Allerd hier und bei Lack Pinus weitaus\
vorherrschend, Betula nur um 30%. Diese beiden Lokalitten damit\
hnlich mit O-Polen und Poles'e. Hingegen Zuchowa bei Lipna\
(Oszast) Betula bis 87%. - Im Boreal erste deutliche Erwrmung\
mit Feuchtigkeitszunahme des Klimas: Viel Erle, "sporadisch"\
Ulmus, Eiche, Linde. Hasel etwa 16%. - Atlantikum hchste\
Wrmemenge: Maximale Waldausdehnung von Ulmus (4%), Eiche (3.5%),\
Linde (4-5%). Picea fngt am Ende an, einzuwandern (insgesamt\
maximal nicht mehr als im Allerd und Jngere Dryas. Fagus in\
einem Profil und nur einmal, dann aber Grenze Atlantikum/\
Subboreal mit 3.5%. In einem anderen Profil an unbekannter\
Stelle im Postglazial 3x zwischen 0.5 und 1.5%!\

10334	Profil von Lack OSO von Wloclawek und stlich von Gostynin, nahe\
der Weichsel. Profil sehr lang (780cm). In untersten Proben auch\
Carya, Ilex, Nyssa, Pinus haploxylon, Pollenites laesus,\
Rhooilites dolium, Sciadopitys, Sequoia, Staphylea, Tsuga. Diese\
an sekundarer Lagersttte. Dieser Horizont vermutlich gleich\
Allerd. Weist zwar nicht charakteristischen Birken-Gipfel auf,\
vielmehr dominiert Pinus silvestris (ca.65%), aber hier fr Allerd\
"charakteristische" wrmeliebende Arten: Ulmus 0.5%, Quercus\
0.5%, Alnus 13.0-5.5%, Tilia 0.5%, Carpinus 0.5%, Fagus 1.0%,\
Corylus 3.0-4.5%. Gleichzeitig Hippophae 3.0-1.5%. (Mit Ausnahme\
von Alnus und Quercus alle\
\
nur in 2 von 3 Proben!). - Zonen nach Nilsson.\
Zone X (Jngere Dryas). Nichtbaumpollen bis max. 70%:\
Subarktischer. Kiefern-Birken-Wald mit Larix, Birke, Weide,\
Hippophae (letzterer ganz vereinzelt). Corylus in Spuren und\
Alnus minimal. Artemisia bis 8%. Keine Fichte!\
Zone IX,VIII Prboreal. Pinus-Maximum, Betula nur 20-30%. Quercus\
und Carpinus erscheinen in Spuren. Nichtbaumpollen-Kurve fllt.\
Zone VII,VI Boreal: Erwrmung geht weiter: Birken-Kiefern-Kurven\
fallen. Alnus herrscht, Eichenmischwald steigt an, ebenso\
Corylus. Im Eichenmischwald am wichtigsten Quercus und Tilia.\
Erste Faguspollen. Vereinzelt Picea. -\
Zone V,IV Atlantikum: Nichtbaumpollen unbedeutend.\
Eichenmischwald herrscht. Corylus 20-50%. Wenig Buche, Picea in\
Spuren. Alnus immer noch sehr hoch (20-30%). Klimaoptimum.\
Zone III Subboreal: Pinus ziemlich konstant etwa 40%, Ulmus\
verschwindet (nur noch ganz vereinzelt). Quercus, Tilia, Carpinus\
nehmen ab; Betula steigt langsam an: Trockenerwerden des Klimas. -\
Zone II Subatlantikum: Starker Carpinusanstieg (erreicht Max. ca\
20%), Anstieg allerdings geteilt, dort dann Quercus-Max. (bis\
etwa 20%). Erneut wenig Ulmus und Fagus. Alnus 20-30%:\
Feuchterwerden des Klimas. -\
Zone I Historische Zeit: Nichtbaumpollen steigen stark an (bis\
etwa 140%), davon Cyperaceen und Gramineen 54.5%!: Anthropogen!\
Pinus 86.0%. Sehr wenig Fagus und Abies. - Im ganzen Profil Picea\
nur ganz vereinzelt, keine fortlaufende Kurve, nur ganz wenige %!\
Ebenso in anderen. krzere Abschnitte umfassenden Diagrammen des\
selben Gebietes.\

10262	Geologische Geschichte sehr kurz abgehandelt, besonders die des\
Quartrs.\
Subgenus I Acanthochlamys (Spach) Bobr. (Spach pro sectione)\
     C.ferox Wall. Nepal, Sikhim, NW-Ynnan\
     C.tibetica Batal. = C.ferox var. tibetica Franch. NO Teil\
     von Kansu, Hupei, Shensi, sze tschuan, Ynnan.\
Subgenus II. Phyllochlamys Bobr. = Sectio Avellana Spach. =\
Sectio Avellana Paragraph 1 DC = Sectio Avellana C.K. Schn. pro minore\
parte.\
     Sectio A. Diphyllon Bobr.\
          Series a. Lacerae Bobr.\
               C. colurna L. = C. arborescens Mnch. = C.\
               jacquemontii Decne. = C.tiliacea Jacquem. =\
               C.iberica Wittman = ?C.byzantina hort. =\
               ?C.intermedia Fingerh. - Bosnien, Herzegovina,\
               Banat, Cernogorija, Serbien, Bulgarien, Dobrudza,\
               Thrakien, Makedonien, Thessalien, Griechenland,\
               Peleponnes, Anatolien, Lazistan, Oberlauf des\
               Kuban im Kaukasusvorland, S-Hang des Bolsoi\
               Kavkaz: Krasnaja Poljana, Belyj Kljuce, Borzom,\
               Gori, Nucha, Talys, Hyrkanagebiet, Comaoon, Nepal,\
               Harsil.\
\
               C.avallana L. = C.sivestris Salisb. = C.serenyana\
               Pluscal = C.memorabilis Sennen = C. mirabilis\
               Sennen. Vergl. Karte, wie auch fr C. colurna L.\
\
          Series b. Incisae Bobr.\
               C.potanini Bobr. = C.heterophylla var.\
               sutchuaensis Franch. = ?C.heterophylla var. crista\
               galli Burkill. Die Synonyma wahrscheinlich Formen\
               von C.potanini. Vergleiche Karte. Sze tschuan, Ta chien lu,\
               aber auch Hupeh, Jnnan, Kweichow, Honan.\
\
               C.heterophylla Finsch. = C.mongolica Finsch. =\
               C.praemorsa Fisch. = C.avellana . dahurica Ldb.\
               Vergleiche Karte. - var.thunbergii Blume =\
               C.avellana Thumb.non L. = C.americana Sieb., non\
               Michx. = C.heterophylla var. yezoensis Koidz. et\
               var. japonica Koidz. = ?C.yezoensis Nakai. Japan:\
               Jezzo (Hakodate); Nippon, Nagasaki: Wahrscheinlich\
               eigene Art, die sich kaum von folgender\
               unterscheidet.\
\
               C.americana Walt. = C.calyculata Dippel =\
               C.amer.var.calyculata H.Winkl. =\
               C.amer.var.missuriensis DC. vergleiche Karte\
     Sectio B. Monophyllon Bobr.\
          C.maxima Mill. = C.tubulosa Willd. Mazedonien,\
          Thrakien, sicherlich wild in Istrien und Kroatien.\
          Kultiviert in Steiermark, Banat, Moldau, wo sie oft\
          verwildert, vergleiche Karte. Angaben ber Vorkommen im\
          pontischen Gebiet (H.Winckler, Boiss.Fl.Orient.) wohl\
          falsch. Hier entweder mit C.pontica verwechselt oder es\
          handelt sich um eine Zuchtrasse der C.maxima.\
\
          C.pontica C.Koch = C.avallana var.pontica H.Winkl. =\
          C.colurna Boiss. = C.byzantina hort. = C. imeretica\
          Kem-Nath. Vergleiche Karte.\
\
          C.colchica Alb. vergleiche Karte. Mingrelien: Migarija,\
          Dzvari; Abchazia: Gebiet der Bzyba, Oberlauf der Bzyba,\
          Predbzyskij Chrebet, Lysaja Gora,Chrebet Chitcma.\
Subgenus III. Siphonochlamys Bobr. = Sectio Tubo-avellana Spach\
ex parte. = Sectio Avellana Paragraph 2 DC. = Sectio Avellana C.K. Schn. ex\
parte.\
          C.yunnanensis A.Camus. = C.heterophylla var.\
          yunnanensis Franch. Ynnan: Berge Hee chan men, 3000m;\
          Berge Tsang chan, Mengtsze, 2000m; Tche hai 2500m.\
\
          C.papyracea Hickel = ?C.chinensis x heterophylla\
          Hand-Mazz. Ynnan, bei Lidjiang (Likiang) auf Kalk,\
          2900m.\
\
          C.chinensis Franch. = C.colurna var. chinensis Burkill.\
          Hupeh, Ynnan, Sze tschuan, Kansu.\
\
          C.fargesii C.K. Schn. = C.rostrata var. Fargesii\
          Franch. = C.manshurica var. Fargesii Burkill Sze\
          Tschuan, Kuei chow.\
\
          C.manshurica Maxim. = C.rostrata var.manshurica Rgl. =\
          C.sieboldiana var. manshurica C.K.Schn. pro max. parte.\
          = C. Sieb. var.brevirostris C.K.Sch. = C.rostrata\
          Limpricht, non Ait. Vergleiche Karte. Auch auf Hondo bei\
          Shimotsuke und Nasu; hier aber wahrscheinlich\
          kultiviert.\
\
          C.brevituba Kom. Zea-Bureja-Wasserscheide, Oberlauf\
          des Tom', Oberlauf der Bysa und Wasserscheide Bysa-\
          Selemdza. Steht C.manshurica auerordentlich nahe (\
          krzere Hllbltter der Frchte) und ist wahrscheinlich\
          nur Rasse von C.manshurica. Artrang zweifelhaft.\
\
          C.californica (D.C.) Rose = C.rostrata .californica\
          D.C. = C.californica Rose. Vergleiche Karte. Meist zu\
          C. cornuta gestellt. Steht aber C.manshurica nher, von\
          der sie kaum zu unterscheiden ist.\
\
          C.sieboldiana Blume = C.heterophylla var. Sieboldiana\
          DC. = C.rostrata Maxim., non Ait. = C.rostrata var.\
          Sieboldiana Maxim. = C.Rostrata Summe mictis Maxim. =\
          C.Sieboldiana var. mictis Nakai\
          = C.hallaisanensis Nakai. Vergleich Karte.\
\
          C.cornuta Marsh. = C. rostrata Ait. = C.cornuta Duroi.\
          Vergleich Karte.\

10323	Quercus persica Jaub. et Spach. Sultanabad nahe Astanek.\
Kermanschah im Gebirge Kharguschdschica.\
Salix persica Boiss. Kermanschah, Tler der Dschamnasu und des\
Dscham Tuek; Berg Kuh i Tarikha.\
Salix alba L. Kohrut, Berg Kuh i Barsuk; Schuturunkuh am Flu\
Kemendan-ab. Kuh i Gerru, an Quelle des Games-ab. Kermanschah,\
Gebirge Kuh i Parrau, in Tlern Dscham Tuek und Dscham-nasu.\
Zwischen Sungur und Hamadan. Nahe Tut Schamyl.\
\
Salix amygdalina L. Burudschird, an Ufern\
Salix wilhelmsiana M.B. = Salix angustifolia Willd., non Wulf.\
Tal des Kemendan-ab am Schuturun-kuh.\
Astauch: Dorf sdwestlich Sultanabad.\
Dscham nasu uns Dscham Tueh. Nebentler des Saimerre.\
Hier berhaupt Verzeichnis der Ortsangaben!\

10324	Vergleiche: Bornmller, J., Ein Beitrag zur Kenntnis der Flora von\
Syrien und Palstina. Verhandl.d.K.K.zool.bot.Ges. in Wien, 1898,\
544-653.\
Quercus lusitanica Lam.Beta.Boissieri A.DC. - Nrdlicher Libanon,\
stliche Abhnge zwischen Der el-Ahmar und Aineta, 16-1700m\
-Delta.latifolia Boiss. = Qu.syriaca Ky. Sdlicher Libanon,\
westliche Abhnge unterhalb Ain Zahalta, 1100m.\
Quercus coccifera L.Rho palaestina (Ky) Boiss. = var.\
pseudococcifera Boiss. = var. palaestina ). Nrdlicher Libanon,\
stliche Hnge bei Der el-Ahmar, verbreitet, 12-1600m\
Quercus ehrenbergii Ky. Sdlicher Libanon, westliche Abhnge bei\
Ain Zahalta, 1800m.\
\
Quercus libani Oliv. Sdlicher Libanon, im Zedernwald des\
Dschebel Baruk und des Zedernberges bei Ain Zahalta, 1800m. Hier\
als var. brevifolia Bornmller.\
Alnus orientalis Ten. (typisch = var.Alpha. longifolia\
H.Winkl.f.typica H.Winkler). Kstengebiet, am Nahr Beirut bei\
Beirut. Subalpine Region des sdlichen Libanon, westliche Hnge,\
Schluchten unterhalb Ain Zahalta 1100m.\
Salix alba L. Libanon, bei Ain Zahalta. Antilibanon, bei Ras el\
ain bei Baalbek (var. latifolia Post = Salix libanotica Boiss.)\
(von ihm erwhnte (Beitr.sgr.Pal.) Salix safsaf\
Forsk.var.hierochuntina nach Toepffer angepflanzt und Salix\
songarica Schrenck).\
Salix libani Born. = Salix pedicellata aut.flor.or,non Desf.\
Sdlicher Libanon, westliche Abhnge unterhalb Ain Zahalta, 1000-\
1300m, als var.arguta. - Nrdlicher Libanon, westliche Hnge,\
Bachrnder bei Ehden, am Weg zur Quelle, 1450m. - Mittlerer\
Libanon Wadi Hammana bei Station Phamdun, 11-1200m.\
Abies cilicica Aut et Ky. Nrdlicher Libanon, westlicher Hang des\
Bergrckens oberhalb Ehden, 17-1800m.\

10325	Ulmus campestris Huds. Gebirge Tefresh nahe Dorf Nchuran, 2000-\
2300m. Ulmus densa Litw. vielleicht nur Kulturform von U.\
campestris Huds. U.densa immer nur in Grten bei Siedlungen,\
vielfach flieende bergnge zu U.campestris. In Urwldern am\
Hissar- und Sarawschangebirge nie wild, wohl aber auch da bei\
Ansiedlungen. U.koopmanni Laucke ist U.densa Litw.\
Quercus infectoria Oliv.Beta.Boiss.D.C. = Qu. "Lusitanica"Beta.Boiss.\
Kerind im Gebirge Kuh-i-Gawarreh.\
Salix acmophylla Boiss. Sultanabad, cultiv. var.dealbata\
(Anderss.)Tpffer. wohl gute Variett der amophylla. Gebirge\
Tefresh nahe Dorf Nachusan 2400m.\
\
Salix micans Anderss. = alba L. sensu Boiss. und sensu Bornm.\
Sultanabad im Garten; Kerind im Gebirge Kuh-i-Ritschab und Kuh-i-\
Gawarreh. Nach Tpfer im Orient statt alba wohl micans: Gestielte\
Kapseln der weiblichen Pflanzen.\
Salix triandra L. = S.amygdalina L. sensu Boiss. und sensu Bornm.\
Sennek (Sihna), Sesinols-chane am Flu Kischlak-rud.\
Salix carmanica Bornm. (hochstmmig veredelte Weide der\
Sekt.monandra) vielleicht = S.caerulea E.Wolf (Turkestan,\
Buchara, Sarawschanflu; immer an Flssen). Nach Seemen\
S.carmanica Bornm. = S.wilhelmsiana M.B. - "S.angustifolia Willd.\
var.carmanica (Bornm.) Seemen". Das wohl nicht zutreffend, eher\
zu caerulea als ?Variett?. Kennan.\
Salix medemii Boiss. = cinerea L..medemii Boiss. Sultanabad.\
Formen Alpha latifrons Bornm. und Beta.longifrons Bornm. Nach Herbar\
kaum zwischen cinerea L. und medemii .longifrons zu\
unterscheiden.\
\
Salix medemii x purpurea = S.zygostemon Boiss. Sultanabad, in\
Garten. S. purpuracea L. fehlt vielleicht in Umgebung\
Sultanabads. Trotzdem wohl Bastard. Fraglich ob spontan, oder ob\
nicht als Steckling eingefhrt. Dies in Persien sehr hufig der\
Fall.\

10244	Jerz, H. (Hrsg.): Fhrer zu den Exkursionen der Subkommission fr\
Europische Quartrstratigraphie vom 13. bis 20. September 1983.\
INQUA - Subkommission fr Europische Quartrstratigraphie, 141-\
148, Mnchen.\

10247	Definition der Begriffe: arktische, subarktische, boreale,\
subboreale, atlantische, subatlantische Flora als Florenelemente,\
dargestellt am Beispiel Norwegens.\
Disjunktes Areal der Pflanzen dieser Elemente bedingt durch\
sptere teilweise Vernichtung der Pflanzen. Einwanderungssprnge\
knnen vorkommen, sind aber selten. S.9: " In der Vegetation der\
Gegenwart spiegelt sich die sptere geologische Geschichte unseres\
Landes, und jene oben erwhnten Artgruppen bezeichnen Abschnitte\
derselben."\
Schilderung der zeitlichen Abfolge dieser Elemente. Arktische\
Flora, die viel mit der grnlndischen gemein hat, berdauerte\
vielleicht Eiszeit in Norwegen? Einwanderung der anderen\
Elemente, die mit Zeiten unterschiedlich getnter Klimate\
\
parallelisiert werden, wohl im N nrdlich der Ostsee und im Sden\
ber dnisch-sdschwediche Landbrcke. Wanderung der Arten ber das\
Meer: Mglichkeiten: Wind, Wasser, Treibeis, Zugvgel. Floren\
Skandinaviens, Farer, Islands relativ (Flche, Breitengrad) sehr\
gleich. Jan Mayen, das rings von Tiefsee umgeben ist, dagegen sehr\
unterschiedlich. berhaupt Floren von Gebieten, deren\
Pflanzenzuwanderung auf einem der drei oder 4 Wege angewiesen ist,\
hchst unterschiedlich: Bali-Lambok, Gallapagosinseln,\
Sdatlantische Inseln, Jan Mayen. Dagegen groe Florenhnlichkeit\
bei Inseln mit Verbindung durch submarine Schwellen: Hinweise auf\
ehemalige Landverbindung! Liste von Florenelementen im Nachtrag.\

13324	Bez. Tamsweg im Lungau, 1700m, auf Plateau des Schwarzenberges. In\
Sattelmulde. 15ha, im Sdteil bis 7m. Nach Gams Grenze des\
heutigen Moorwachstums dort bei 1600m. Auf Moor aber keine\
Erosionserscheinungen. In Letzter Eiszeit Eisoberflche bei 1900-\
2000m. Im Lungau kontinentales Klima mit Frost bis in Mai und ab\
September. Mittlere Jahresschwankungen der Temperatur 22.6 Grad\
C. Tamsweg 783.7 mm, + 5.16 Grad C/Jahr. Seemoos in\
Nadelwaldstufe aus Fichte, Lrche, Arve. In oberen Lagen Fichte\
weniger. Tanne nur bis 1500m. Drosera anglica nicht in heutiger\
Flora angegeben, aber pollenanalytisch nachweisbar. Menschlicher\
Einflu sicher ab Rmerzeit nachgewiesen. - Summe aller\
Pollenkrner = 100, auer Wasserpflanzen und Sporen. 30% NBP\
meist = Waldlosigkeit. - +/- Kryophile Steppenelemente =\
Apokraten.\
\
Pollenzonen sehr abweichend von denen Mitteleuropas: Nur\
einmaliger Dominanzwechsel: Kiefer gegen Picea. Daher nur\
Pinuszone und eine Piceazone. Kiefernzone gegliedert in untere\
Krautzone und obere eigentliche Kiefern-zone. Picea-Zone in sehr lange\
Picea-Zone und kurze obere Picea-Larix-Zone. Nur ganz oben\
wieder schwache Pinus-Dominanz. Parallelisierung der Zonen nur bis\
Zone V, Boreal. Weitere Unterteilung sehr schwer. Anstieg von\
Abies und Fagus vielleicht gleich Beginn des Subboreals. - Gleich\
nach Eisfreiwerden Apokraten eingewandert. Subalpiner Nadelwald\
im Lungau erst im Allerd erschienen. In lterer Dryas\
Pollenspektren hier mit 30% Artemisia; dazu Chenopodiaceen,\
Caryophyllaceen, Thalictrum, Helianthemum, Rosaceen. Also =\
artemisiareicher Steppenvegetation am Alpenrand. Hier auch\
fortlaufend Ephedra strobilacea-Typ, distachya und fragilis Typ.\
Strobilacea Typ wahrschienlich E.alata oder altissima aus N-\
Afrika. Pinus wohl Fernflug. Nicht aber bis zu 10% Betula, die im\
wesentlichen Betula nana ist. Wohl auch Alnus und Juniperus\
damals dort. Gramineen und Cyperaceen fast 50%. Myriophyllum\
alterniflorum, Menyanthes, Botrychium cf. lunaria. Gliederung Ia-c\
nicht mglich, allerdings 10 cm Probenabstand. - Allerd:\
Kiefern-Wald. Artemisia von 30 auf 3% Abfall. Chenopodiaceen,\
Caryophyllaceen und Ephedra teils bis 0%. An Grenze kurzer Gipfel\
von Juniperus (bis ca. 10%), Salix und sehr wenig Hippophae (viel\
weniger als in W-Alpen). Betula nana starker Abfall. Kaum Pinus\
cembra.\
\
BP damals bis 85% = Bewaldung bis zum Gipfel ( ist m.E. nicht\
zwingend erwiesen , Fr.). Dryopteris und Botrychium sollen\
ozeanischeres Klima anzeigen. - Jngere Dryas: Starker\
Bewaldungsrckschlag. BP kleiner 75%, Waldgrenze sank um einige\
hundert Meter ab. Aber fraglich, ob Umgebung des Moores vllig\
baumfrei. Betula nana Anstieg. Starker Anstieg des Krautpollens:\
Besonders Artemisia (bis 7%), Chenopodiaceen und Thalictrum,\
Caryophyllaceen. Ephedra aber fehlend. Dryopteris stets: Klima\
etwas ozeanischer als in lterer Dryas. - Beginnendes\
Postglazial: Wald wieder bis zum Gipfel des Schwarzenberges. Zu\
Kiefer jetzt schnell sehr viel Fichte. Im Prboreal bergang Ton\
zu Gyttja: Offene Vegetation fehlt. Erste Pollenkrner von\
Quercus, Ulmus, Tilia, Corylus wohl Fernflug von O und SO. -\
Dryopteris steigt zu Beginn Boreal an. Ozeanischer! Jetzt steiler\
Anstieg von Picea auf 55%. Birke und Kiefer starker Abfall. NBP\
weiter Anfall: Letzte Wiesen verschwinden. Bei bergang zu\
Cyperaceentorf kurzer Anstieg von Pinus und Betula: Breiten sich\
\
anscheinend auf dem Moor aus. Picea aber, wenn auch verringert\
noch dominant. NBP davon nicht beteiligt. EMW 5%, Hasel 8%:\
Eiche, Ulme, Linde, Esche in Lungau damals eingewandert, heutige\
Hhengrenzen berschritten. Da Hasel nie wieder so hohe Werte, mu\
sie damals entweder reichlicher vorgekommen sein oder hher\
gestiegen sein. Etwa an bergang zu Atlantikum Picea endgltige\
hohe Dominanz um 75%. Kiefer und Birke fast fehlend. C14: 7580\
+/- 120 v.h. Beginn des Atlantikums erste Spuren von Fagus und\
Abies: Wohl Fernflug aus Alpenvorland. Beide wohl erst mit Beginn\
des Subboreals in Lungau. Abies gipfelt mit 17% vor Fagus mit 12%\
: Ozeanischere, krzere Phase. Abies heute vereinzelt, Fagus fehlt.\
Fagus aber durch Makrofossilien nachgewiesen. Keine\
Rekurrenzflchen oder SW-Kontakte. Vernderungen  im Fichten-Wald\
erst durch Mensch (ab 200cm Tiefe): Erste Rodungsphase mit\
Ackerbau, deren Getreidekurve abrupt abbricht: Rmerzeit? In cf.\
frhem Mittelalter neue Siedlungsttigkeit. Aus Rumex und\
Plantago: Anfangs wohl nur Viehzucht? Etwas spter Hordeum und\
Secale-Anbau, ab 1000 n.Chr. intensiviert (C14). Von dann an\
bevorzugt Secale; erst sehr viel spter auch Triticum. Um 880 +/-\
100 v.h. Brandrodung um Moor und starke Schwankungen Fichte,\
Kiefer: Gleichgewicht anthropogen gestrt. NBP Anstieg, wie auch\
Larix!, bis auf 10% durchlaufend. Larix seit Sptglazial in\
geringer Menge vorhanden. Lrchen-Waldstufe hier also\
anthropogen. Etwas vorher Fagus und Abies Abfall. Gleichzeitig\
steiler Anstieg von Sphagnum und Calluna: Durch trockeneres Klima\
Sphagnum generativ geworden?\

13228	Ab Sptglazial. Gemeinde St. Urban, 902m Hhe; entwssert zur\
Glan. In Wrm stets eisfrei. 9km im N: Weitensfeld, 702m; dort\
Jahresmittel 6.1 Grad, Niederschlag 927mm. - BP + NBP =\
Gesamtsumme. Hierbei 30 % NBP, wenn nicht nur von einer Art,\
meist Waldlosigkeit. - Zonierung nach Firbas. - Im liegenden Ton\
viel Picea, Kiefer, Birke, Tanne, Fagus, EMW: Wohl umgelagertes\
lteres Material. Drber in Profil V Cyperaceen-Torf der ltesten\
Dryas: 85-90% NBP; ganz wenig Pinus und Betula, vereinzelt Picea,\
EMW: Vllig waldlos ! "arktische Kaltsteppe", Artemisia,\
Chenopodiaceen, Cruciferen, Thalictrum, Caryophyllaceen, viel\
ligulifore Compositen: Willemetia! - Blling: Pinus 30%, Betula\
5% ( meist Betula nana-Pollen). Helianthemum.\
\
Juniperus, Ephedra regelmig. Vereinzelt Fichte, EMW, Hasel,\
Erle: Fernflug aus tieferen und sdlicheren Lagen (Laibach-\
Nachweis, Sercelj, 1963). Damals auch schon am Lunzer See Picea\
bis 10%. - ltere Dryas: BP Abfall auf 12%, Juniperus Abfall,\
Pollendichte Abfall, Picea und EMW fehlen: Starker Rckschlag. -\
Allerd: Steilanstieg von Pinus, NBP auf 15-20% zurckgedrngt.\
IIa etwas mehr Betula, IIb etwas weniger Betula. Picea\
kontinuierlicher Anstieg, bis etwa 5-10%; Dryopteris-kurve geschlossen;\
Botrychium und Polypodium vorhanden: Klima wrmer und feuchter.\
Mehr oder weniger regelmig EMW: Insgesamt +/- gleichmige\
Klimabesserung; Verhalten von Betula wohl nur kologisch:\
Schnellere Ausbreitungsmglichkeit als Pinus. Pinus fast nur\
P.silvestris. P.cembra ganz vereinzelt. - Jngere Dryas: Kiefer\
erneut auf 50% zurckgeworfen. Fichte davon aber mehr oder\
weniger unberhrt: Klimaverschlechterung wirkte sich an Talbden\
nicht mehr nennenswert aus, wohl aber im Gebirge. Aber EMW- und\
Dryopteriskurve teilweise fehlend. Deutlicher Anstieg von\
Juniperus, Artemisia, Cruciferen, Thalictrum, Ephedra, Salix. -\
Prboreal: Kiefer erneut etwa 75%; Konkurrenz bereits Picea, auch\
Eiche und Ulme. Fichte jetzt grer 10%: War offenbar damals\
bereits dort vorhanden. Jetzt auch Sphagnumtorf berall, nach\
anfnglich Cyperaceen-Torf. Ende IV Abfall der BP, starker\
Anstieg von Sphagnum.\
\
Fichtenanstieg etwas gebremst, Birke Maximum: kontinentaleres\
Klima? - Boreal, beginnt mit klarem Anstieg der Fichte, Kiefer\
Abfall, mehr oder weniger starker Anstieg von Hasel und EMW. EMW\
hier allerdings weniger als 10%, im Gegensatz zu Tieflagen und\
Alpennordseite. Im Boreal hier EMW und Hasel-Maximum\
gleichzeitig, vor Fichten-Maximum im Atlantikum. In Tieflagen\
erst EMW-Maximum, dann Doppelmaximum von Hasel und Fichte. In\
noch khleren Lagen (Fritz,1964) EMW und Haselmaximum synchron\
mit Fichtenmaximum. Dort aber viel Buche. Diese im Dobramoos nur\
in Spuren, erst ab Grenze Boreal/Atlantikum hufiger: Buche\
wanderte in Krnten gemeinsam mit Fichte ein. Konnte sich erst ab\
feuchterem Atlantikum mit Fichte ausbreiten und verdrngte von\
oben her EMW. Auch bei Laibach Buchen-Wlder ab Boreal\
herrschend. -\
\
Atlantikum: Beginn mit Anstieg der Buchen- und Tannen-Kurve,\
Anstieg von Dryopteris und Alnus, Fichte Maximum. Im Boreal\
bereits Abies eingewandert, wie auch illyrisch-pontisches Element\
(davon aber nichts erwhnt, Fr.). Im Atlantikum Abfall des EMW;\
Fagus-Gipfel in erstem Teil des Atlantikums, Abies-Gipfel im\
2.Teil. An Faaker See umgekehrt: Fagus scheint von oben gekommen\
zu sein, Abies aber von Westen. Buche scheint am Faaker See und\
im Untersuchungsgebiet Fichtenwald stark beigemischt gewesen zu\
sein. - Schichten des Subboreals und des Subatlantikums\
abgetorft.\
Aus Blling hier Datum 12610 +/- 180 v.h. (stimmt). - Beginn\
Allerd-Kiefer-Steilanstieg: 10820 +/- 150: Im 2.Profil (Profil\
IV) rund 1000 Jahre zu jung! - Jngere Dryas: 9000 +/- 120 v.h. =\
ca. 1000 Jahre zu jung (in 2 Profilen: Pat genau in Piottino-\
Schwankung, Fr.). - Grenze V/VI = Boreal/Atlantikum: 5860 +/- 100\
v.h.: 1590 Jahre zu jung! (dies meine Bemerkungen!) - Verfasser :\
Nicht nur Klimaschwankung, sondern auch\
Einwanderungsmglichkeiten und Konkurrenz entscheidende Faktoren.\

10335	Kesselwandferner, tztal, 3300m hoch. Auffallend Ephedra:\
ausschlielich in Herbst- ind Winterproben des Eises. Stets recht\
viel Staub in selben Proben. Pollenkrner stimmen nicht mit\
E.distachya und E.nebrodensis berein; wohl aber mit E.fragilis\
var.campylopoda und E.strobilacea. Auerdem aber ebenso gute\
bereinstimmung mit E.alata und E.altissima aus N-Afrika und\
Sahara. Im Herbst und Frhjahr hufig Hhenstrmungen aus der\
Sahara, mit afrikanischem Staubtransport.\
Verfasser: "Der Autor neigt zur Ansicht, da smtliche\
Ephedrakrner, die bisher dem Typ E.fragilis var. campylopoda\
\
und E.strobilacea zugerechnet worden sind und in\
mitteleuropischen spt- und postglazialen Moorprofilen gefunden\
wurden, aus Afrika stammen und mit Hhenstrmungen nach Europa\
kamen." Hohe Menge im Sptglazial erklrt durch Armut damaliger\
Vegetation.\
Als afrikanischer Herkunft angeblich E.fragilis bei Behre,\
Wiermann in Norddeutschland; Fritz in Krnten z.Zt d. Rodungen;\
Schmidt bzw. Bortenschlager in N-Alpen bei Rodungsperioden und in\
Krnten.\
\
\
2.Karteikarte:\
\
Auf Kesselwandferner im tztal (3300m) Pollenniederschlag\
untersucht: In Herbstschichten u.a. Ephedra gefunden zusammen mit\
viel Staub. Nicht distachya und nebrodensis. hnlich aber zu\
E.fragilis var.campylopoda und strobilacea; sicher ebenso nahe\
verwandt aber zu alata uns altissima aus nrdlichem  Afrika und\
Sahara.\
Hypothese: E. strobilacea und fragilis var.campylopoda des Spt-\
und Postglazials tatschlich entsprechende\
\
Arten Afrikas, ber Ferntransport. Nachweisbar durch damals\
geringe Vegetations-decke.\
berhaupt hierfr auch alle fragilis und strobilacea\
Pollenkrner, die im Postglazial Mitteleuropas gefunden worden\
sind.\

10750	Warschau-Wola. Kreuzung der Straen Mlynarska und Wola. Hier Eem, in Gyttja, wobei Gyttja auf Torf liegt. Im wesentlichen stark ausgezogene Carpinusphase (Carpinus um 50 bis 65%!). Kurz nach Ende der starken Carpinus-Zeit kurze Picea-Abies-Phase, mit Abies bis 9%. Nach Sandmittel folgt dann in Gyttja und Schlamm eine Kiefern-Birken-Phase mit Pinus montana Zapfen! (Makrofossilien) und mit wenig Picea. Diese Phase von Autoren handschriftlich als Brrup bezeichnet.\
Vor dem Eem in Gyttja, bei 10-60% Nichtbaumpollen, Laubholzphase: Carpinus bis 36%, Corylus bis 26%, Alnus um 10%, Tilia, Quercus, Ulmus 2.5, 1.5, 1.0%. Picea um 4-12% (am hchsten vor und nach Carpinus-Maximum). Da lter als Eem und nicht vergleichbar mit bisher bekannten Masovian-Interglazial-Vorkommen (Mindel/Ri), als neues, bisher unbekanntes Interglazial angesehen.\

10214	bersichtreferat mit guter Bibliographie.\

10222	Bemerk.: deutsche Zusammenfassung\
\
(Zusatz der Redaktion: Es handele sich um ein Aapammoor).\
Strangmoor und ungegliedertes Aapamoor. Torf bis (selten) 2-5m\
tief, meist flacher. Pinus sylvestris, Betula pubescens, Salix\
myrtilloides, Salix phylicifolia, Betula nana, Salix lapponum.\
Strnge senkrecht zur Neigung des Moores. Fast alle Moore\
Nordkareliens sind Strangmoore. Noch im August in einigen\
Strngen des 1007KM gefrorener Horizont angetroffen. An\
wasserreichen Stellen wachse Vegetation langsamer als auf\
trockenen Hgeln. Schlielich werde an nassen Stellen Wachstum\
ganz unterdrckt. Hierdurch hier besserer\
\
Wasserablauf, wodurch Strnge, als Erosionsbildungen, der\
Fallinie parallel laufen (Verfasser bemerkt oben, da Strnge\
senkrecht zur Fallinie verlaufen Fr.; Anmerkung der Redaktion:\
Hypothese des Verfassers widerspricht anderen Beobachtungen!). -\
Gegen Abgleiten des Torfes auf geneigtem Hang spreche, da einige\
Strnge deutlich durch Erosion entstanden seien. - Strnge meist\
2-4m breit und 80-150 cm hoch.\

10401	Wahrscheinlich sptes Pliozn.\

13509	Gehrt zu Penny Ice Cap. Gebiet eisfrei geworden etwas nach 5000-\
6000 v.h. Beginn des Torfwachstums auf einer Schotterterrasse vor\
dem Gletscher gegen 2500 v.h. entweder durch nderung in Lage der\
Permafrost-Obergrenze oder/und durch Anstieg der\
Niederschlagsmenge; jedenfalls feuchter. Recht schnelles\
Torfwachstum immer geringer, bis gegen 1500 v.h. von Dnensand\
bedeckt, zwischen 350 und 65 v.h. vom Gletscher berfahren. -\
Offenbar viel trgeres Verhalten als kleine Kargletscher.\

10405	Fluterrassen und Lagerungsverhltnisse gegenber den Mornen.\

10406	Sehr alte Lsse bei Lyon und Saint-Vallier (La Croix-Thor und\
Bogy). Bei Croix-Thor im L Equus stenonis und Hyaena\
cf.perrieri. Bei Bogy im L neben gewhnlichen temperierten\
Mollusken auch noch die mediterranen Mollusken Zonites algirus\
und Rumina decollata. Klima offenbar wrmer als heute und L\
daher in "Post-Mindel" gestellt (d.h.M/R!).\
\
Anm.: L sicher nicht aus Interglazial.\

10407	Hochterrasse (ber Niederterrasse) bei Chateau-Arnoux zeigt ber\
fluviatilen Sedimenten glazio-fluviatilen Ursprungs einen\
vollstndig entkalkten Boden rot-kastanienbrauner Farbe;\
wahrscheinlich interglazial. Drber fahl-gelber lhnlicher,\
kalkhaltiger Lehm und schlielich rezenten Boden. Genau so\
Abfolge auf Ri-Terrasse der Dauphin. Etwas unterhalb Chateau-\
Arnoux im L Helicella geyeri, Chondrula quadridens, Pupa\
variabilis, Pupilla triplicata: sdlichere Fauna als die der\
Lsse der Dauphin! - Noch weiter unterhalb, bei Volx, im\
typischen L Helicella geyeri (bei Saint-Hilaire) u. H. rugio-\
\
suscula (im L von Planes, Charente: Beginn des\
Jungpalolithikums; und in Niederterrasse der Rhone bei\
Montlimar: Dort auch gewhnliche gemigte Fauna: Cyclostoma\
elegans als wrmste; Succinea oblonga var. elongata:\
charakteristisch fr periglaziren alpinen L; Pupilla alpicola,\
Columella columella: Seltene Formen heutiger Hochgebirge, aber\
sehr zahlreich im Bassin der Geneve bei Rckzug von Wrm). ber\
diesem Boden mit neolithischer Keramik. - Unterhalb von Mirabeau\
nur noch eine Terrasse: obere? Auf ihr L mit Succinea oblonga\
var. elongata. Unter dem L rtlicher Boden, reich an Mollusken,\
besonders der ausgesprochen sdlichen Rumina decollata und\
Leucochroa candidissima: wohl letztes Interglazial. - Auf\
Hochflchen Nagelfluh, wohl Fortsetzung der fluvioglazialen\
Bildungen oberhalb von Sisteron. Enthalten bis 80cm dicke\
Gerlle: Vergletscherung, aber kleiner als die der Hochterrasse\
mit bis zu 2 m3 groen Blcken. Bei Volonne diese Nagelfluh von\
sehr stark zersetzten Schottern bedeckt, auf der bis 1m starke\
Kalkkruste liegt, wohl durch Verdunstung kalkhaltigen Wassers\
entstanden: Klima wrmer und trockener als heute: Groes\
Interglazial.\
\
Anm.: Falls mit "Groem Interglazial" Holstein gemeint, Zuweisung\
wohl nicht richtig, falls Kalk aus Verdunstung. Falls als\
Seekreide, dies eher mglich.\

10408	In Bas-Dauphin Ri- Mornen nur von dnnem Entkalkungshorizont\
(braun) bedeckt (im Gegensatz zu Mindel-Morne). Oft auf diesem\
Ri/Wrm Boden jngster L. Aus Ri vielleicht loess ancien des\
Elsa, mit Ren.\
In Ri/Wrm wohl Lignite von Chambry, die zwischen 2 Mornen\
liegen.\
Aus Wrmfauna besonders bemerkenswert Columella columella aus L\
und tiefgelegenen fluviatilen Sedimenten von Montlimar und Valence\
(Rhone-Tal), Bergerac (Dordogne) und Paris: Offenbar damals sehr\
weit verbreitet.\
\
Bisher keine Hinweise auf Wrm-Interstadiale oder auf solche\
frherer Eiszeiten.\

10409	Im Altquartr vor Mindel in England, in Holland und anderswo\
nach Cailleux olische Phase. In ihr vielleicht die sehr alten\
Lsse des Rhonetales. Dies nicht in hypothetischer Gnzeiszeit,\
weil in ihnen neben vielen plioznen Sugern noch die\
terrestischen Mollusken Rumina decollata und Goniodiscus algirus,\
die warm-gemigtes Klima anzeigen.\

13476	bergang waldlos / Kiefern-Wald hier mit Beginn Blling, im\
Gegensatz zu Beobachtungen Weltens, nach denen das erst zu Beginn\
Allerd erfolgt sei. Sehr reiche NBP-Floren in waldfreiem\
Sptglazial, so auch in III, als Waldvegetation aufgelichtet\
wurde. In waldloser Zeit sehr viel Artemisia und Helianthemum,\
mig bis gut Chenopodiaceen; wenig aber Juniperus und Hippophae.\
Datierung des berganges waldfrei / bewaldet aber zwischen 13400\
und 11400 schwankend. - In frher Bewaldungsphase (III/IV)\
mehrfach Larix, die spter verschwindet. - Thermophile: In Regel\
Alnus und Hasel schon frh mit geringen %-werten.\
\
spter gefolgt von Ulmus, die in EMW dann meistens vorherrscht,\
schlielich Linde, noch spter Eiche. Teils aber alle 5 auch\
"explosionsartig". Dies gegen 9500 bis 9230 v.h.: Hiatus ? In\
Ulmen-Eichen-Linden-Haselzeit fast regelmig Carpinus, die\
spter verschwindet (Ostrya? Fr.). Taxus in Tannen-Zeit, aber nur\
mit ganz geringen Werten.\
EMW anfangs wegen hoher NBP-Zahl, recht lckig. Auf EMW-Zeit\
folgte Fichten-Zeit.\

10329	Bisher Annahme (Pecsi) "Basaharc Double" = 42000-47000 v.h.,\
"Basaharc Lower" = 65000,  "Mende Base" 110-120000. Hier -\
einschlielich Methodik, diese auch hinsichtlich der Kontrolle\
sehr sorgfltig - Paks: L direkt unter "Mende base" 26.5-27.0m: 125000 +/-\
20000; 27.5-28.0m: 125000 +/- 20000 L in 37m Tiefe, d.h.\
unter noch tieferem "Alluvialboden"\
: 200000 +/- 30000. Mende: "Mende Base" Boden 105000 +/- 17000;\
L (humos,d.h.untere Humuszone) : 105000 +/- 17000.\

8640	Vorgeschlagen Gefrierschockverfahren zur Bewahrung der rumlichen\
Strukturen des gesamten Pollenkorns. Arbeitsanleitung.\

10216	Eiskeil- und Sandkeilpolygone in Antarktis sehr hufig. Entstehen\
nicht unter Eis und nur sehr selten unter sich bewegendem\
Gletscher erhalten. Entstehen aber sehr schnell nach Eisrckzug. Wenn\
Wachstumsgeschwindigkeit bekannt, dann brauchbar als\
Datierungsmittel fr ca. letzte 10000 Jahre. Strungen durch\
Inudationen, Fluttigkeit, starke Schneebedeckung, Bildung auf\
eiserfllten Mornen. - Hier Musterbden in breiten Tlern, doch\
auerhalb von Seebecken zur Datierung genutzt. - Steinmusterbden\
(Polygone, Ringe, Netze, Streifen und Girlanden) an Auftauboden\
gebunden und damit sehr schnell verndert. Hier nicht sortierte\
Polygone genutzt: Eiskeile, Sandkeile und Mischungen von Sand und\
Eis, jeweils in Polygonform. - Grundprinzip der Berechnung: Keile\
erweitern sich durch Kontraktionsrisse und anschlieendes\
Hineinfallen von Sand und Schutt oder\
\
teilweises Auffllen durch Haareis. Frostperioden also durch\
derartige Wachstumszonen gekennzeichnet. Zuwachs in Breite von\
weniger 1mm/Jahr bis ca. 5mm/Jahr. Wegen vieler\
Fehlermglichkeiten und individuellen Verhaltens 10-100 Keile pro\
Gebiet ausgesucht. Zur Messung 2 Stbe beiderseits des Keils in\
Permafrost eingeschlagen und alljhrlich der horizontale Abstand\
bis auf 1/10 mm genau vermessen. Dies bevorzugt bei Zeiten\
maximaler Temperatur. Oberer Teil des Permafrostes zieht sich im\
Winter zusammen; dehnt sich im Sommer aus. Im Herbst und\
Frhwinter oft sehr schnelle Kontraktion, so da Zugfestigkeit\
berspannt wird und gefrorener Boden reit: Hieraus Fehler in\
Messung. Weite und Abstand der Risse bestimmt durch: Wassergehalt\
und Textur des Bodens, Eisart; Art des mineralischen Materials,\
Geschwindigkeit der Temperaturschwankung und Oberflchenrelief.\
Risse entstehen an Oberflche gefrorenen Bodens oder an besonders\
schwachen Stellen. Wachsen von hier aus nach unten und oben bis\
Gebiete erreicht, in denen jahreszeitliche Temperaturschwankungen\
des bersttigten Bodens (Mehr Feuchtigkeit in Gestalt von Eis\
als das Porenvolumen zult) gegen 2 Grad C. Derartiger Boden\
verhlt sich wie Eis gegenber Temperaturschwankungen: Ca 5 mal\
so stark wie Fels oder ungesttigter Boden. In ungesttigtem\
Boden oder Fels Risse nur bis dahin, wo Jahrestemperaturschwan-\
kungen ca. 10 Grad C. - Wenn Spalte offen, knnen Schnee oder\
anderes Material hineinfallen. Frhling: Temperaturgradient umgekehrt.\
\
Boden jetzt klter als aktive Schicht und Luft. Jetzt in Spalte\
Reif gebildet. Falls noch Wasser einfliet und gefriert, noch\
strkeres Spaltenwachstum. Wenn Boden taut, Ri oben abgedichtet;\
unten in Spalte aber Eis bewahrt. Wenn Tauen weitergeht, will\
umgebender Permafrost Spalte zudrcken. Geht aber wegen\
hineingefallenem Material nicht. So aber Schwchezone in Boden\
fr nchste Frostzeit geschaffen. Wenn Bodenmaterial sehr\
homogen, Spalten in schiefen Winkeln zueinander. Bei Neigungen\
Spalten parallel und senkrecht zu Fallrinne. Auf unverfestigtem\
ebenem Material junge Keile mit schmalen Grben direkt ber den\
Keilen. Wenn immer mehr Material nach oben gepret, Keile von\
Rcken begleitet. Im Zentrum dann mehr oder weniger rechteckige\
Vertiefungen. Wenn Polygone klein oder Keile als Erosionsbahnen\
genutzt, erhhte Zentren durch Hineinschieben des Wallmaterials\
oder durch Erosion. Mechanismen fr Ausdehnung und Hinausdrcken\
von Material nur schlecht verstanden. Bei kleinen Spalten meister\
Flu unmittelbar neben zu-\
\
gefhrtem Material. In breiteren Keilen Materialflu beschrnkt\
auf Keil oder auch in Richtung auf Zentrum der Polygone\
fortschreitend. Schlielich nicht mehr Kontraktion insgesamt,\
sondern nur noch innerhalb der Polygone mglich: Kleiner Netze\
entstehen. - Sandkeile oder Eis-Sandkeile ganz hnlich. Wegen\
geringeren Wassergehaltes Risse weiter auseinander und schmal.\
Spaltensysteme seltener. Frostribildung auch in alten Gebieten\
noch recht hufig. Wachstum scheint erratischer zu sein. Bei\
leicht fallendem Sand aber Wachstum teils schneller als normal.\
Oft hier Orientierung der Risse nach Windrichtung und Richtung\
springender Sandkrner. Auch hier Material nach oben gebogen. Bei\
breiten Keilen (bis 6m) Druckausgleich z.T. in Keil selbst. Hier\
dann Datierung nicht mehr mglich. In sehr trockenem Sand zu\
geringes Aufreien von Spalten. Wenn Boden erst ungesttigt, im\
Lauf der Zeit Ansammlung von Wasser in Spalten, so da mit\
ansteigendem Alter hier jetzt Anstieg der Ausdehnung. - Datierung\
nach diesem Verfahren wesentlich von lteren Versuchen Pws\
abweichend. Nach ihm Taylor- und McMurdo- Vereisungen pr-\
Wisconsin. Hier jetzt, etwa maximal 6000-10000 Jahre alt. Jngere\
begannen vor 100-300 Jahren zu wachsen. Damals auch\
Gletschervorste. Nach Broecker 1962 14C/12C Verhltnis in kalten\
Klimaten gering und variabel. Hieraus von Meer abhngiges organisches\
Material mit Altersfehlern von 800-2000 Jahre (zu alt!),\
unabhngig von wahrem Alter.\
\
Dort Algen oft in Becken mit totem C von hufig umgesetzten\
Evaporit-Salzen. Andererseits lange eingeschrnkter C14 O2-\
Austausch zwischen Wasser und Luft wegen langer Eisbedeckung.\
Dadurch wahrscheinlich viel zu hohe 14C-Alter. Beispiel Hobbs Glacier:\
Algen aus Teich auf eishaltiger Morne 14C: 5900 Jahre.\
Eiskeilalter: 500 Jahre. Annahme: Eiskeilalter zuverlssiger als\
14C Alter. - Hiernach Eisfreiwerden groer Teile von Victoria\
Land erst im Sptglazial oder gar in jngster Vergangenheit.\

10217	Nahe Swasserseen Lochan nam Faoileann, etwa in Mitte der\
Ostkste von Barra. Ca. 30m hoch. 4 feet (1.22m) tiefer Torf. An\
anderer Stelle 6 feet (1.83m): Flache blanket peats, sehr weit\
dort verbreitet. Offenbar sehr langsame Torfakkumulation. Nie\
weniger als 250 %  Nichtbaumpollen (bezogen auf Baumpollen);\
an Oberflche bis 4000 %! Ganz unten sehr viel Calluna und\
Sphagnum. Auch viel Osmunda. Bei bergang zu Birken-Phragmites-\
Torf steiler Abfall von Ericoiden und Sphagnum. Dafr jetzt sehr\
viel Gramineen. - Mit Beginn des fibrsen Scirpus ceaspitosus-\
Eriophorum vaginatum- Erica tetralix- Calluna- Torfes: Ende von\
Osmunda, steiler Abfall der Gramineen und von Potentilla. Aber\
viel Ericoide, nach oben extrem steiler Anstieg. - In Birken-\
Phragmites-Torf auch sehr viel Pteridium und andere Farne. -\
Baumpollen: An Basis mehr als 400% Hasel! Bis an unteren Teil des blanket\
peat auch um 50-70% Betula. Bis an Untergrenze dieses Torfes um\
20-30% Kiefer, um 10-15% Ulme. Letzte: steiler Abfall bei\
Oberkante Birken-Phragmites\
\
Torf. Linde stets fehlend. Mit Beginn des blanket peats pltzlich\
gegen 40-50% Alnus. - Sedimentation begann offenbar im Boreal. Da\
Eiche fehlt, wohl frh in Godwins Zone VI. Grenze VI/VII bei Ulmen-\
und Kiefern Abfall und Beginn des blanket peats. Obergrenze von\
VII bei Zersetzungshorizont, Ericaceen Minimum, Eichen Maximum\
und endgltigem Ulmen- und Hasel Abfall. Sei = Grenzhorizont.\
Nichts ber menschlichen Eingriff.\

10218	Sehr reiche Sptglazialflora eines ehemaligen Teiches, der auf\
einem Hgel lag. - Rezente analoge Wasservegetation: Matthews,\
J.K. New Phytol. 13,134,(1914). - Langsam auflandender Teich\
angezeigt durch Hypnum scorpioides und Hypnum elodes, die heute\
zusammen mit Littorella und Myriophyllum alternifolium in\
Alvarregion lands vorkommen (Albertson,N, Svensk bot. Tidskr.,\
44, 269,(1950)). Teich trocknete mit Hypnium-Torfschicht aus.\
Dann Lehm drber gedeckt: Solifluktion und Absplung. Zone II =\
Allerd! - Wichtige arktisch - alpine Pflanzen: Betula nana,\
\
Salix herbacea; auerdem Arabis petraea, Arctostaphylos uva-ursi,\
Armeria maritima, Dryas octopetala, Selaginella selaginoides,\
Thalictrum alpinum, Juniperus. Auer Betula nana und Arabis\
petraea heute alle 1800 feet (540 m) hher im Upper Teesdale. -\
Helianthemumpollen zu Helianthemum canum, zu der Unterarten\
Helianthemum oelandicum und Helianthemum alpestre gehren. Am\
wahrscheinlichsten allerdings, da es Helianthemum canum var.\
vinede war, die auch heute in der Nhe gedeiht. S.373: " By the\
quantity of pollen found it may be that the plant covered large\
areas of open ground as does Helianthemum oelandicum on the\
limestone of the Great Alvar in land today ... ." Schwankungen\
der Betulakurve nicht als Klimaschwankungen, sondern als\
Lagevernderungen der Betula pubescens-Haine gedeutet. Hypnum-\
Torf C14-Alter 10851 +/- 630 Jahre. Im Allerd hier "Parktundra".\

10221	Ab Beginn des letzten Interglazials, bis heute. -\
Vegetationsgeschichte im letzten Interglazial: 1) Nadelwlder; 2)\
breitblttrige Wlder; 3) abermals Nadelwlder. Jede dieser\
Etappen in Phasen gegliedert:\
Phase der Fichten-Waldtundra: vgl. Pollentabelle. Am wichtigsten\
Picea, daneben Kiefer, dann Birke. Unter Struchern stellenweise\
viel Weide. Pollenspektren ber weite Gebiete sehr einheitlich.\
Am Ende der Phase Fichte schneller Abfall, Kiefer Anstieg. Bei\
Jur'jevec auch Lrchenpollen. Sehr hnliche Spektren aus\
Oberflchenproben heutiger Moore in Groer Samojedentundra\
(Tabelle auf S.270). Demnach damals im Gebiet Mitteltemperatur\
der Sommermonate nicht hher 12 Grad, aber wohl\
Vegetationsperiode lnger als in heutiger Waldtundra. -\
Kiefernphase: (Werte vgl. Tab. 3, S. 272). Jetzt sehr viel\
Kiefer; Fichte nur noch wenige Prozent. Daneben noch Quercus und\
\
Ulme; im SW vereinzelt und mit wenigen Prozenten Carpinus. berall\
betr. Birke. Am Ende der Phase Kiefer Abfall, breitblttrige\
Wlder Anstieg. In Sd- Weiruland besondere westliche Provinz:\
Bei Gomel damals 2 Moore. Hier in Birken-Kiefern-Wald\
breitblttrige Arten (3-5%) und Carpinus, im Unterholz Corylus.\
briger Teil fast reine Kiefernwlder mit Birke. Eiche und Ulme\
erscheinen in ihnen in unbedeutender Menge (1-3%) zunchst im\
sdlichen Bereich, bei Moskau; dorthin stie von SW auch Carpinus\
vor. Nach Pljos noch etwas spter. In nrdlicheren Gebieten (Galic\
und Cuchloma) erscheinen Eiche und Ulme erst am Ende; am\
Oberlauf der Vaga fehlen sie noch. Zusammen mit Eiche und Ulme\
stt Corylus vor. - Fichte verschwindet fast vllig in dieser\
Periode; hlt sich aber im NO: Diatomit bei Nikola-Paloma 12%,\
Oberlauf der Vaga 23%. - Klima der Kiefern-Phase zu trocken fr\
Fichte. Geringe Ausdehnung der breitblttrigen Wlder wohl durch\
zu niedrige Temperatur und Krze der Vegetationsperiode.\
Vielleicht auch Einwanderungsschwierigkeiten. Dies aber wohl\
nicht so entscheidend#, da spter sehr pltzliche Ausdehnung. -\
Jetzt richtige Kiefernwlder, keine Waldtundra mehr. In Moore und\
Seen noch viel mineralisches Material eingeschwemmt:\
Vegetationsdecke noch nicht vllig geschlossen. Klima in NW-\
Deutschland und Jtland ganz hnlich. In Polen aber schon hherer\
Quercus- Anteil: Dort Klima milder!\
Phase der Eichen- Waldsteppe: (Werte vgl. Tab.4, S.274). Kiefer\
schneller Abfall. Dafr Quercus Anstieg, danach auch Ulme.\
Quercus erreicht absolutes Maximum. Gleichzeitig Ulmus-Maximum,\
aber schwcher.\
\
Recht viel Kiefer vorhanden. Gemein Erle und Hasel. Fichte fehlt,\
mit seltenen Ausnahmen. In Wldern Sd-Weirulands in groer\
Menge Carpinus und vereinzelt Tilia. Carpinus auch bei Moskau. -\
Diese allgemeinen Charakteristika lassen Vegetation der heutigen\
Waldsteppe hnlich erscheinen. - Eichen-Wlder damals in\
gesamtem Gebiet, das heute  von Nadel-Breitblttrigen Wldern\
eingenommen wird. Vegetationszonen damals gegenber heute um 350-\
400 km nach Norden verschoben; in stlichen Gebieten dieser\
Vorsto strker als in westlichen. Moore damals nur wenig\
verbreitet. Alles nur Flachmoore. Niederschlag um 400-500mm, d.h.\
viel mehr als in Kiefern-Phase; durch hhere Temperatur aber\
niedrige relative Feuchte. Julitemperatur 20 Grad,\
Vegetationsperiode 5 Monate. - Wlder in Sd- Weiruland reich\
an Carpinus. Diese an warmes, feucht-gemigtes Klima gebunden:\
Trockenheit des Klimas im Zentrum des europischen Teils der\
UdSSR reichte also nicht bis in diese SW-Ecke.\
\
Eichen-Phase nur kurz: Torf dieser Phase berschreitet nicht 10-\
15cm Mchtigkeit. Offenbar 2 Klimaprovinzen: Westliche (Polen\
und S-Weiruland) und stliche. In Polen Taxus und Abies, viel\
Carpinus in dieser feucht-warmen Zeit. - In W-Europa\
charakteristisch viel Ulme, die hier z.T. sogar dominiert.\
Geringere Hhe des Ulmengipfels im O vielleicht durch dort\
grere Trockenheit des Klimas?\
Phase der breitblttrigen Wlder: (Tab.5, S.276) Quercus Abfall.\
Alnus und Corylus schneller Anstieg. Carpinus und Tilia\
erscheinen. Wenig Kiefer und Birke; Fichte fehlt weitgehend.\
Jetzt Brasenia, Aldrovanda, Stratiotes, Trapa, Najas u.a. Damals\
3 Provinzen: W-Provinz: Eichen-Hainbuchen-Wlder mit viel Corylus\
im Unterholz. Auf trockenen Hhen viel Kiefern-Wlder. Hier\
frher und strker Tilia als in anderen beiden Provinzen.\
Zentral-Provinz: Eichenwlder, Kiefernwlder, Erlenbrcher. In\
Eichenwldern herrschte Quercus, daneben Ulme; am Ende hinzu\
Tilia. Carpinus nur ganz wenig. Sehr reiche Corylusbestnde,\
vielleicht dadurch bedingt, da Eichenwald mehr einzelne\
Bestnde, mit viel Corylusgebsch in Lichtungen. Starke\
Auflockerung der Eichenwlder vielleicht Ursache fr anfngliches\
Fehlen der schattenliebenden Linde. Kiefernwlder aber stark\
eingeengt, nur auf trockenste Stellen gedrngt. Sehr stark\
Bruchwald-Torfbildung (1.5-2.0m hufig vorkommend). Keine\
Hochmoore.\
\
Nordprovinz: Hier relativ viel Fichte. Also Nadel-\
Eichenmischwald-Zone. Eichenmischwald 3-5%. Nur wenig untersuchte\
Zone. Boreale Transgression noch Pokrovskaja unmittelbar vor\
Klimaoptimum. - Klima in zentraler Provinz damals vermutlich:\
Julimittel nicht weniger als 18 Grad; Jahresniederschlag 500-600mm;\
Vegetationsperiode 5-6 Monate. Einheitlichkeit der\
Vegetationsdecke lt auf die des Klimas schlieen. -\
Phase des Verschwindens der breitblttrigen Arten: Schneller\
Abfall dieser Arten und von Corylus. Am Ende nur 3-5%. Picea in\
Potylicha und Pljos von O auf 20%, in Balcuka von 7 auf 14%. Kiefer\
Anstieg. In Westeuropa weiter mildes und gemigtes Klima. Im O\
khl und kontinental. In Polen damals Buchen- und Carpinus-\
Eichenmischwald mit Tanne und Kiefer. Im Wasser noch Brasenia und\
Trapa. Im O\
\
(Weiruland) Fagus nicht und Eichenmischwald nur\
unbedeutend. Dafr dort aber fast reine Carpinus Bestnde. - In\
nrdlicher Provinz 2 Unterprovinzen: Im W erscheint Carpinus; im Osten\
Kiefer und Fichte. - Klima hnlich dem heutigen (insgesamt fr\
diese Phase), aber etwas wrmer. -\
Phase der Fichtentaiga: (Tab.6, S.280): Breitblttrige Arten,\
Corylus und Alnus nur noch vereinzelt vorhanden. Fichtenmaximum\
in Potylicha 28%, Pljos 44%, Balcuk 64%. Nordprovinz: Wie heutige\
Taiga: Fichte, mit Kiefer, Birke und Erle (Alnus incana). Anfangs\
noch vereinzelt breitblttrige Arten, verschwinden spter.\
Westliche Unterprovinz gegenber stlicher durch Gegenwart von\
Abies unterschieden. Abies kam offenbar von W, da in Orsa mit\
hchsten Werten (24%). stlicheste Vorkommen Kostroma (Moor Cernaja\
Sluda) und Balcuk (2-3%). - Zentrale Provinz: Nadel-\
Breitblttrige Wlder westlichen Typs. Auch hier Taigaarten\
dominant, aber stets noch breitblttrige Arten und Carpinus (bis\
nach Moskau nach O noch vorhanden); Abkhlung ging offenbar von\
N und NO aus; war in diesem Gebiet noch nicht hinreichend stark.\
Ganz im W, bei Minsk, Fichte relativ wenig und Carpinus recht\
viel. - Westprovinz: Bisher nur ein Profil bei Gomel. - Kiefern-\
Hainbuchen Wlder; Fichte nicht ber 2-3% = Klima hnlich dem\
heutigen. In N-Hlfte der zentralen Provinz Taigaklima: relativ\
warme Sommer (Julimittel 14-16%) und kalte Winter. 400-600 mm\
pro Jahr. In S-Hlfte und im uersten SW Klima mild.\
\
Gleichzeitig in Polen Abies-Maximum. Dort Nadel-Eichenmischwald,\
mit Fagus. -\
Tundrenphase: Nur 3 Profile: Pljos,Balcuk und an der Pucka\
(Kuben-See). In mineralischen Sedimenten ber Torfen. Sehr viel\
Pollen von Betula nana und Salix (Weide 135-390%). Dies nur\
vergleichbar mit heutiger Zwergstrauchtundra. Baumpollen :\
Nichtbaumpollen = 100: (40-50). - Bei klimatischer Auswertung\
Fichte als Anzeichen hoher relativer Feuchte; Eichenmischwald als\
Zeichen fr hohe Lufttemperatur; Salix und Betula nana als\
Zeichen arktischen Klimas; Alnus als Grundwasserzeiger. Hieraus\
Kurve, Abb.4, S.284: In anfnglicher Fichtenphase Klima feucht-\
kalt. Dann trocken-kalt (Kiefernphase). Dann trocken-warm (III-\
IV); dann khler und feucht (V-VI). Dies im Gebiet von Pljos\
ermittelt. - Im SO und O seien Ausmae der Klima-\
schwankungen immer geringer geworden.
10220	Kurven von Milliman und Emery auf der einen Seite, und von Curray\
auf der anderen widersprechen sich: M+E. gegen 15000 Tiefstand\
des Meeresspiegels, mit etwa 130m; Curray dies gegen 18-19000v.h.,\
mit 125m. - Schwierigkeiten durch angeblich umgelagertes\
Material. - Hier jetzt Vibra-kerne vor N.-  und S.-Carolina. Danach\
etwa 32000 bis 22000 v.h. um etwa -20m. Bei 17000 v.h. -60m, dann\
angeblich kontinuierlicher Anstieg, so da um 10000 -20m\
erreicht. Also zwischen 17000 und 10000 v.h. deutlich weniger Eis \
als vermutete.\

10213	Sorgfltige Beschreibung: Keine Eiskeile, vielmehr aus\
Zugspannung.
10215	Sehr schne Bilder (doch diese aus Original entnehmen);\
Verbreitungskarte der orientierten Seen. Kartenskizze einiger\
Seen in grerem Mastab. - Vergleich mit Seen der Carolina Bay.\
- Klassische Arbeit, von der die anderen ausgingen.\

10410	Seit Penck Annahme, Gebiet der Dombes sei nur einmal von\
Gletscher berfahren, der als Ri, Neori oder Mindel bezeichnet\
wurde. Demgegenber:\
I. Rgion SW (Gruben bei Meximieux, les Echets, Ars u.a.) Hier\
Rimorne. Drber "loess ancien" auf nicht vernderter Oberflche\
der Morne. Wenn nicht von jungem L bedeckt, dann vollstndig\
entkalkt. Entkalkung im Mittel 1-2m, die des Wrmlsses 0.5-1m.\
Bei Saint-Trivier Morne dieser Art in Kanal in lteres\
Fluvioglazial eingesenkt. Bei Lyon Ri-\
\
Mornen des S-Randes der Dombes ber "alluvions jaunes", die sehr\
tief durch  Fe gefrbt sind. Diese als gleichalt mit Flora von\
Meximieux und mit Mastodontenfauna von Trvoux angesehen. Mglich\
aber Teil dieser Sedimente jnger, und vor Gletscher abgelagert,\
da bisweilen unregelmig geformte alpine Gerlle und eckige\
Granitblcke.\
II. Rgion intermdiaire: (Kiesgr. von Chatelard, an Strae\
Chatillon-Romans, Chatillon-Dompierre etc.). Dort unter gelbem\
Lehm verwitterte rote Sande. Verwitterungshorizont im Mittel 3-4m\
mchtig. 2km nordstlich von Villars Morne, reich an gekritzten\
Kalken, auf 2m fluvioglazial entkalkten Sedimenten. Hier also 2\
Gletschervorste, getrennt durch Entkalkungsperiode.\
III. Rgion NE (Kiesgr. von Logis, nahe Dompierre; Langris nahe\
Lent, Bouvante nahe Bourg): Entkalkungshorizont 4-5m. Material\
der Kiesgr. nimmt talauf an Eckigkeit zu. Westlich Bourg, bei\
Chanoz, typische kalkreiche Morne. Bedeckt von rtlicher\
Entkalkungszone (1m); drber 4-5cm gelbe Tone mit vllig\
verwitterten Kalken. Entkalkung hier insgesamt 6-7m, d.h. weitaus\
mehr, als auf Wrmmorne. - Somit anscheinend Mindel im NE, Ri\
im SW. Ri II und Gnz bleiben hypothetisch.
10411	Marines Pliozn: Graue Tone eines flachen Wassers (mit\
Lignithorizonten) zwischen Alpen und Zentralplateau (wohl\
tektonische Mulde). Molluskenfauna sehr von der des Miozn\
verschieden: wegen topographischer Unterschiede des Meeres?\
Terrestres Pliozn: Mindestens im unteren Teil gleichalt mit\
marinem Pliozn. Mollusken- und Sugerfauna sehr nahe der des\
oberen Miozn: Offenbar also keine starken Klimaschwankungen.\
Flora zeigt warm gemigtes Klima, hnlich dem der Canaren;\
vielleicht weiter oben weniger warm. (So Tuffe von Meximieux).\
In Bas-Dauphin wird Sediment immer grber (von lignithaltigen\
Tonen mit Mastodon arvernensis bis zu Schottern von Chambaran mit\
60cm dicken Gerllen, die wohl mit Hochwssern von mehr als 100km\
entferntem Gebiet herantransportiert\
worden sind. Keine Hinweise auf Eistransport vorhanden.\
Unteres Villafranchien: Im N der Bresse wahrscheinlich Fortsetzung\
der Senkung. In Bas-Dauphin Einschneiden der Flsse um 50m\
(durch Aufsteigen der Alpen?); fluviatile Sedimente bei Chambaran\
2m tief verwittert.\
Mittleres Villafranchien: Swassertone bei Champagne nahe Lyon;\
lokale Schotter mit Windkantern bei Ste. Colombe; wiederholt\
typischer L, wo er unter spter gebildetem Kalk geschtzt\
wurde. Molluskenfauna dieses Lsses z.T. sehr nahe der plioznen\
von Hauterive; z.T. aber wie gewhnliche heutige\
Lschneckenfauna. Besonders wichtig Vorkommen bei la Croix-\
Thor, bei Saint Vallier. Nach Schaub 3 oder 4 neue Arten. Etwa\
15 wie im Villafranchien von Perrier. Mastodon arvernensis noch\
vorhanden. Jetzt aber auch Equus stenonis, Leptobos etruscus und\
Elephas meridionalis. Nach Viret bei Lbildung subtropisches\
Klima. Wahrscheinlich aber wohl kalt, mit Frost. Damals in\
Zentralplateau in Mastodon-Sanden von Puy verarmte Flora mit\
Carya, Pterocarya und Tsuga.\
Oberes Villafranchien: In Bas-Dauphin wahrscheinlich weiteres\
Einschneiden um ca. 50m (Orogenese?)\
\
Gnz: Gnzterrassen (nach Penck), besonders die von Louze\
(Bievre-Valloire) wohl glazial (kleine alpine Blcke,\
scharfkantig). Vielleicht aber nur fluvioglazial von maximalem\
Mindelvorsto?\
Gnz-Mindel: Mindel-Terrasse von Tourdon liegt etwas tiefer als\
die cf. "Gnz"-Terrasse von Louze. Nach Penck Einschneiden\
zwischen beiden aus Gnz/Mindel. Dies aber nicht erwiesen. Jeder\
direkte Beweis fr Gnz fehlt im Rhonebecken.\
Mindel: Hierher Terrasse von Tourdon (Bievre-Valloire), die stark\
rot gefrbt ist (oberflchlich). Im unteren Teil der Terrasse in\
Ton geschrammte Geschiebe. Im oberen Teil olische Sande, die vor\
Rubifizierung im Mindel-Sptglazial abgelagert worden sind. In\
Mindel\
\
wahrscheinlich auch hohe Terrasse von Chatillon St.Jean an der\
Isere, unter rubifizierten olischen Sanden. Hier in kleinem\
Nebental der Isere, das so tief wie heute eingeschnitten war. Im\
unteren Teil dieser Alluvionen Rangifer tarandus, Megaceros sp.,\
Cervus sp. (wahrscheinlich elaphus) C. sp., Capreolus?, Equus\
caballus. Ob hierher auch Clacton-Industrie des 5 km entfernten\
Curson?\
Mindel-Ri: Rote Verwitterungsdecke von gelben Ri-Lehmen\
bedeckt, also Mindel/Ri. Kalk entfernt; kristalline Gerlle\
zersetzt; nur noch Kieselgerlle in rotem Ton brig geblieben.\
2m mchtig. Krftige Farbe. Wohl mehr als 50000 Jahre langes\
Interglazial. Klima unklar: Mu nicht wrmer als heute gewesen\
sein.\
Ri I: Vielfach unter Wrml und Verwitterungshorizont entweder\
typischer alter L oder gelber Lehm, der von Anfang an nur\
wenig Kalk enthalten hat. Dieser gelbe Lehm gegliedert in\
panaschierten Lehm an der Basis, Mangan-haltigen Lehm in der\
Mitte und hellgelber Lehm ganz oben. Diese 3 Stockwerke oft durch\
Kieslagen voneinander getrennt. Ri I nun wahrscheinlich gleich\
panaschierter Lehm, d.h. weiliche oder grnliche Flecken von\
reduziertem Eisen.\
\
Bei Beaussemblaut (nahe Saint Vallier) dieser Ri I- L\
zweigeteilt durch schwache Verwitterungszone. Bei St. Lattier am\
Unterlauf der Isere in sandigem L "kalte" Mollusken: Columella\
columella, groe Form von Pupilla muscorum, nahe der P. alpicola.\
Inter-Ri I (?): Verwitterung des panaschierten Lehms.\
Ri II (?) ziemlich hypothetisch. Nur durch Mangangehalt\
unterschieden (kosmisch?). Bei Beaussemblaut durch starke\
Verwitterungszone zweigeteilt.\
Inter Ri II (?): hypothetisch. Nur Verwitterung des\
manganhaltigen Lsses weist darauf hin. Bei St. Trivier (in den\
Dombes) zwischen diesem und nchstem L Holzkohlen und\
gebrannter Ton gefunden; auerdem verkohltes Getreidekorn (bl):\
Nochmalige\
\
Nachprfung erforderlich.\
Ri III: Hierher wohl hellgelber Lehm von Beaussemblaut.\
Ri-Wrm: Hierher Lignite von Chambry: von unten nach oben:\
Sehr artenarm mit 95% Pinus und 5% Betula; dazu 1% NBP, u.a. 2%\
Artemisia. Dann Picea-Abies-Alnus-Wald mit Corylus-Vorsto;\
danach kommen Quercus, Tilia, Ulmus an: Wohl Klimaoptimum. Dann\
Picea 60% mit NBP-Vorsten: kurze Klimaverschlechterung; gefolgt\
von Picea Abfall, Pinus Anstieg. Darauf wieder artenarme Phase\
(Pinus 92%, Betula 3%, NBP 7%( davon Artemisia 1%)); aber\
gleichzeitig Quercus-Maximum mit 5%! - Flora von Barreaux mit\
Buxus sempervirens und Rhododendron ponticum im selben\
Interglazial. - Fauna berall wie heute.\
Wrm und Postwrm hier nicht excerpiert.\
Gute Literaturangaben.\
\
Kommentar: M.E.: Ri/Wrm der Autoren mglicherweise lter: Ende\
des Interglazials sehr untypisch fr Eem, falls dieses mit\
Ri/Wrm gemeint.\

10399	Konservierende Wirkung des Waldes schon von Plato, Plinius,\
Seneca erkannt. Interessante Beispiele aufgefhrt.
10400	Charay und Rochesauve bei Privas.\
Charay: 7-8 km von Privas entfernt, an Strae Privas-Aubenas,\
650m Hhe. Flora in rotbraunem, breccienartigem Tuff. Flora in\
max. 1.20m dicker Kieselgur ("tripoli" auf franz.), sehr gut\
erhalten. Diese Gur in die Breccie eingeschaltet. -\
Rochesauve: In Kartoffelacker, notdrftig freigegraben. Unter\
Basalt. Auch hier Fossilien in der Gur. -\
Beide Floren ins Obermiozn gestellt. lter als Meximieux und\
diejenigen der Aschen des Cantal. Beziehungen zu hringen,\
Schossnitz, Parschluy, Tokay. - Waldflora, allerdings\
mit Callitris, vielen Lauraceen, Parrotia, Zizyphus, Cinnamomum\
und Ficus.\

13430	Sehr sorgfltige Arbeit ber Strungsmglichkeiten. Hhlen, Abris\
und prhistorische Siedlungen sehr gefhrlich fr Rekonstruktion\
der Vegetation und des Klimas. Zunchst sollten alle zoogamen\
Pollentypen, besonders falls in groer Zahl auftretend, mit\
groer Vorsicht beachtet werden. Empfohlen, Liguliforae und\
einige Typen der Tubuliflorae aus Pollen summe auszuschlieen.\
Bei Probengewinnung aus prhistorischem Platz Aufschlu tief\
freimachen. Infiltration beachten: In einem Fall Mais-PK 80cm\
perkoliert! Holzkohle ntzlich, aber nicht direkt brauchbar fr\
Vegetationsrekonstruktion, da\
selektives Einbringen. Gefhrlich auch grabende Bienen.\

13434	Bohrungen Giannitsa-See in mazedonischer Ebene (0m); nahe Edessa\
(350m); Smpfe und See Khimaditis (560m); See Kastoria (650m);\
Becken von Joannina (470m). -\
Ri: Sehr viel Artemisia, Chenopodiaceen, Ephedra dist.,\
Plantago u.a. Kruter. Nur Kiefer wichtig unter BP: Wohl ber\
Steppe rather important Kiefern-Zone. -\
Eem: Pindus-Gebirge beidseitig dicht bewaldet. U.a. Celtis,\
Buxus, Parrotia. Buxus mu recht wichtig gewesen sein. Fund von\
Parrotia erinnert an die Tertirpflanzen des Eems in Slovenien. Fagus damals\
nicht am Pindus, wohl eher-wenig- in Umgebung von Khimaditis.\
bergang Eem / Wrm nirgends gefat. In Joannina besonders Steppe\
in Wrm: Artemisia, Chenopodiaceen u.a. Kruter. Jetzt NBP sw des\
Pindus niedriger als n des Gebirges in Ri. Auch\
weniger Kiefer. Daher Anteil von Quercus, Ulme, Linde, Hasel,\
Carpinus bet., Acer, Juniperus, Abies, Fagus relativ hoch:\
Offenbar oberhalb der Steppe geeignete Zone, in der Refugien\
vorkamen. -\
In Joannina klares Interstadial mit Ende gegen 40000 +/- 1000\
v.h.(Gron.). Damals dichter Wald aus Abies, Fagus, Pinus,\
Carpinus bet.. Klima kalt und feucht: Buchen-Tannen-Wald 500-800m\
tiefer als heute. Abies bis 30%!- Danach wieder kalt und trocken,\
bis 10000 v.h. Hier kein Sptglazial gefunden. Im Joannina-\
Interstadial BP mehr als im Postglazial!-\
Zu Beginn des Postglazials starker Anstieg der BP Prozentwerte,\
besonders laubwerfende Eichen: berall Eichen-Wald. Steppe nach\
unten verdrngt, schlielich vernichtet. Im Wald Acer recht\
regelmig. Noch recht kalt im Winter, Sommer vielleicht trocken\
und warm. Ab 9200 v.h. in Eichen-Wald Pistacia, Sangnisorba minor,\
Grser und Cerealia-Typen: Recht offener Wald. Klima trocken,\
aber nicht zu kalt fr Pistacia. Hher: Laubwerfender Wald mit\
Tilia, Corylus und Ulmus. Nadelholz-PK steigen nrdlich des\
Pindus ab 8200 v.h. an: Kiefern und Tannen-Wlder breiteten sich\
aus, vielleicht infolge Anstieg des Niederschlages? SW des Pindus\
nur Tilia etwas vermehrt. berall bei 6500 v.h. Anstieg von\
Carpinus orient. und/oder Ostrya. Da die besonders bei geringen\
Hhen, wohl Carpinus orient. - Buche vereinzelt. - In Eem,\
regelmig in Wrm. Breitet sich ab 4000 v.h. aus, im SW\
vielleicht etwas frher. Meist verknpft mit Ericaceen-Kurve. Im\
Vermion-Gebirge Juglans,\
Castanea, Plat. erscheinen oder Anstieg ab ca. 3000 v.h.: Mensch.\
Plat. zwar auch schon in Wrm bei Joannina. Andere zum ersten\
Mal. Gleichzeitig Vitis, Cerealia,  Xanthium, Centaurea\
solstit., Plantago, Humulus/Cannabis. Starker menschlicher\
Eingriff ab 3000 v.h.\

13431	30 km stlich Kste bei Termoli, aus 105m Tiefe. Pollendiagramm\
insgesamt recht einheitlich. Untere Zone Y sehr viel Quercus\
robur-Typ, sehr wenig Mediterrane. Baumpollen hher als in\
anschlieender Zone Z: Jetzt Phillyrea, Olea, Artemisia, Plantago\
lanceolata-Typ, Centaurea solstitialis-Typ, Cerealia. - Stets um\
7% Ostrya. - Zone Z sei wohl Ergebnis menschlicher Ttigkeit. In\
oberem Teil auch Castanea und Juglans, direkt nach, oder\
unmittelbar bei Aschenlage des Vesuv-Ausbruches von Pompeji. -\
Vergleich mit Mljet schlecht, da dort so viel Lokales. Neretva\
und Po-Mndung schon eher, aber auch merkwrdige Abweichungen. So\
in neuer Bohrung\
insektenbltige Grser unterreprsentiert, Liguliflorae\
berreprsentiert.\
Russische Bohrung aus 543m Tiefe stlich von hier (Koseneva) viel\
strker gestrt. Beginn der Zone Z wohl 900 v.C., aus\
Interpolation zweier Aschenhorizonte, deren genaue Zuweisung zu\
bestimmten Eruptionen allerdings nicht sicher ist.\

10210	Versuch, zwischen Ansichten von Leffingwell und Taber zu\
unterscheiden. Leffingwell: Entscheidend Kontraktion. Erst Boden\
bis in groe Tiefen durchgefroren. Dann in Kontraktionsspalten\
Eis abgesondert. Hierbei Luftfeuchtigkeit von Bedeutung. - Taber:\
Eiskeile und andere groe Eismassen im Moment der Entstehung des\
ewigen Bodenfrostes gebildet; hierbei Feuchtigkeit von unteren\
Schichten genommen, in die Eis immer tiefer eindringt. - Im\
Gebiet (N-Alaska) Eiskeile berall, wo kontinuierlicher\
Permafrost. In Central-Alaska nur in kleinen Tlern. Einige cm bis\
5m breit und 1-5m tief. Bilden 4-6 Ecke. Durchmesser 5-40m.\
Permafrost hier meist bis 300m Tiefe, im N; bis 50m in Central-\
Alaska. In Tiefen, ohne Jahresschwankungen der Temperatur im N\
-10 Grad C; im Centrum -1.5 Grad C. Jahreszeitlicher Auftauboden\
im N 15-125cm; im Zentrum 20-300cm tief. In beiden Fllen\
lehmig- toniges Material. Eis erfllt alle Poren im Permafrost,\
bildet auch Eisbreccie zwischen Eiskeilen. Faktisch gesamter\
oberer Teil des Permafrostes Wasser-bersttigt. Bodenproben\
haben von 10 bis 90-100% Wasser; Gestein in Suspension im Eis. -\
Leffingwell hat nur in geschlossener; Taber nur in\
diskontinuierlicher Gefrornis gearbeitet. - Nach Leffingwell\
wichtig Kontraktion und Spaltenbildung bei Winter. Nach Taber\
dies belanglos. Linearer Ausdehnungskoeffizient (thermisch) in\
Eis 4-6 x grer als in Quarz. Also bersttigtes Material wohl\
ganz hnlich. - Mehrere Pltze untersucht: a) alte, aufgewlbte\
Polygone in sandigem und tonigem Lehm, mit Eiskeilen, die 6 m\
breit sind. - b) Junge Polygone, flach abschlieend in sandigem\
und tonigem Lehm, mit 2m\
breiten Eiskeilen. - c) junge Polygone, eingesenkt in sandigem\
und tonigem Lehm, mit 3m breiten Eiskeilen; - d) alte Polygone,\
aufgewlbt, in sandigem Kies, mit bis 3m breiten Eiskeilen. - In\
einem Winter in a) 37% der Spalten aufgerissen; b) 64%; c) 59%;\
d) 46%. - Im Sommer nicht komplett zugedrckt; vielmehr alle mit\
reinem Eis zustzlich erfllt. Im Mittel Jahres-Breitenzuwachs\
2mm. Nicht alle Spalten eines Gebietes gleich starke\
Breitenzunahme. Einige klaffen jedes Jahr erneut; andere fr\
lange Zeit inaktiv. Wichtig Mittelwert des Klaffens. Hieraus\
Alter bestimmbar.\
\
Mittlere Spaltenbreite: a) 2.5m; b) 1.5m; c) 1.3m; d) 1.5m. Meist\
grte Polygone mit grter Spaltenbreite. Mehrere Polygonsysteme\
ineinander. Sekundre Generationen hufig, tertire sehr viel\
seltener. Spaltenbildung von theoretisch 100% auf 0% absinkend,\
wenn alles in Eis berfhrt ist. Meist: Einfache Polygone reien\
zu mehr als 50% auf; zusammengesetzte Polygone zu weniger als\
50%. - Hiernach um N.Barrow Alter meister Spalten zwischen 1000\
und 4000 Jahren. Eskimosiedlungen dort zu einer Zeit, als Spalten\
sich erst zu bilden begannen. - Eiszuwachs in Eiskeilen oben viel\
strker als unten, da in 5-10m Tiefe kaum noch Temperatur-\
schwankungen. - An Oberflche ffnen sich Spalten, wenn\
Temperatur des Bodens auf -4 Grad C absanken. Auf ebenem Boden\
auf homogenem Substrat treffen Spalten unter Winkel von 120 Grad\
zusammen. Auf Hngen reien Spalten lngs und quer zu Hangneigung\
auf. - In Zentral-Alaska\
viel langsameres Wachstum und auch nur in einzelnen Jahren. -\
Textur der Eiskeile entspricht Orientierung der Kristalle und der\
Luftblasen, sowie anderer Einschlsse. - Generell in Eiskeilen\
vertikale oder leicht fcherfrmige Bltterung (Querschnittsbilder\
von Eiskeilen). Auch Luftblasen u.a. Inklusionen vertikal reihen-\
frmig ausgerichtet. Eis grano- oder nematoblastisch. - Oft\
Luftblasen nur in bestimmten vertikalen Schichten . Opt. Axe\
der Eiskristalle teils vertikal, teils senkrecht zu horizontaler\
Axe des Eiskeiles; oder normal zu Schicht, in der sie vorkommen.\
Lange xx stets nur vertikal ausgerichtet. Inaktive Keile haben\
xx, die allseits mehr oder weniger gleichlang sind und deren opt.\
Axen unregelmig liegen. Hufig xx-Grenzen verndert und hufig\
Umkristallisierung. - Insgesamt also: Theorie von Leffingwell\
richtig. Beim Wachsen der Spalten werfen sie Material von unten\
her aus. Polygone mit flachem Zentren in flachem Gelnde bei\
minimaler Erosion. Polygone mit eingesenktem Zentrum dann, wenn\
Material von Spaltenwand nach oben gebracht wird. Polygone mit\
aufgewlbtem Zentrum bei ausgeprgtem Abflu. - Einige Polygone\
hier wohl an die 10000 Jahre alt. - Den Polygonen scheinen\
Thermokarstseen entgegenzuwirken: 50-75% der Flche dort von Seen\
eingenommen. Meiste Seen dort NNO orientiert. Lngs zu breit wie\
2:1 oder 3:1. Auch OON vorhanden. Bis mehrere km lang.\
\
Viele mehr als 2m tief, oft umgeben von seichteren Bereichen.\
Einige bis 10m tief, andere weniger als 2m. Bei flacheren\
Obergrenze des Permafrostes einige cm unter Seeboden. Tiefe Seen\
in Bereichen, deren Gefrornisoberflche auf 10-100m Tiefe\
abgesenkt ist. Ursprung der tiefen Seen unklar. -\
Lngsorientierung erklrt durch a) ehemalige Windrichtung\
parallel ihrer Lngsachse, aber senkrecht zu heutiger. b) heutige\
Winde, deren Richtung aber senkrecht zu Lngsachse ist. -\
Zirkulation der Seen aber noch unbekannt. Keine Theorie\
befriedigend. Auch unklar, ob heutige Zirkulation Ursache oder\
Folge der See-Konfiguration. Seen wahrscheinlich einige Zehner\
bis Tausende von Jahren aktiv. Seen verlagern sich auerdem\
schnell nach O. - Eiserfllte Hgel: a) Pingos, sehr hufig in\
drainierten Seebecken, in denen sich Permafrost wieder aufbaut.\
Mehrere Jahrzehnte bis Jahrhunderte Lebensdauer. - b) Laccolithe\
in mineralischer Erde und Torf, nur einige Jahre Lebensdauer\
(wirklich erwiesen?). - In Nord-Alaska Temperatur des\
Permafrostes in Tiefe ohne Jahres-\
schwankungen gleich oder 1-2 Grad ber mittlerer\
Jahreslufttemperatur. In Zentral-Alaska aber 2-4 Grad drber. Sei\
bedingt durch Gegensatz ozeanisches gegenber kontinentales\
Klima.\

10412	Unterlauf der Isre, bei Chatillon-Saint-Jean (Drome), 9km n von\
Romans. Hier neben umgelagerten, abgerollten, abgenutzten Knochen\
sehr gut erhaltene, unpatinierte Knochen, offenbar gleichalt mit\
Sand, in dem sie liegen: Rangifer tarandus, Megaceros sp., Cervus\
cf.elaphus, Cervus sp., Capreolus (?), Equus caballus. Wie\
gewhnliche Wrm-Renfauna. Aber offenbar lter. Erwhnte Knochen\
liegen in mindestens 40m feinen Sanden, die wohl vom\
benachbarten Miozn umgelagert sind. Enthalten aber auch grobe\
eckige Blcke, anscheinend fluvioglazialer Herkunft. Sande bauen\
Terrasse von Chatillon auf. Oberer Teil der Sande durch intensive\
Verwitterung stark gendert. Diese\
Terrasse von Chatillon 110m ber heutiger Isre; 70m ber\
Wrmterrasse von Romans und 50m ber Terrasse du Sminaire de\
Valence, die in Ri gestellt wird. Bei Beauvallon liegen auf ihr\
2 Llagen. Offenbar Renfauna in fluvioglazialer Bildung einer\
alten Riphase oder gar der Mindeleiszeit. Vergleichbare Renfunde\
in Frankreich: Mionnay (Ain) angeblich in Rimorne; Havre\
(Seine-Infrieure) im Meeresspiegelniveau Ren und Mammut zusammen\
mit Acheul in gelbem Ton, der wohl alter L ist; Achenheim im\
Elsa in altem L und liegenden Vogesen-Sedimenten aus Mindel\
oder alter Phase von Ri.\

10413	Ausfhrlich Windwirkung: Erosionsformen in Lbden, Freiblasen\
der Morne; windgeformte Hohlformen auf Lavabreccien. -\
Hangsedimente: Vielfach gut, aber unregelmig geschichtet. Lagen\
mit hherem Tongehalt als Gleitflchen gedeutet. Da gesamtes\
islndisches Relief von derartigen Hangsedimenten berzogen,\
diese offenbar vielfach sehr jung. L in diese Solifluktion\
einbezogen. Dies aber erst seit 2-3 Jahrhunderte. -\
Strukturbden: Teils sehr unregelmige Formen (Kopie). Teils\
bergang Steinpolygone zu Trockenri-Polygone auf L (Kopie).\
Durchmesser gegen 30-50cm. Auf Mornen des 18.Jhrhdts. und in jungem\
Steinbruch: Entstehen also dort noch heute und auch sehr schnell.\
Entstehungshypothese: 3 Phasen: a) zellulres Aufwlben. Bei\
Niederschlag\
saugen die vielfach ausgetrocknete Bodenoberflchen Wasser auf.\
Winterfrost fhrt zu Bildung von Segregationeis und zum Aufwlben.\
Wenn im Sommer weiterhin aufgewlbt, dann das wegen\
Wassersttigung. Austrocknen fhrt zum Horizontal-Werden. -\
b) Wanderung der Steine: Durch rhytmisches Aufsteigen und\
Absinken der Feinerdeflecken Steine hochgehoben, fr Kammeis\
anfllig geworden. Material nach auen transportiert. -\
c) Kontraktionsspalten: Als Folge des Ausdehnens und\
Zusammenziehens gedeutet, also Sekundrerscheinung, die von\
Schnee gefllt werden kann, so da Eiskeilbildung erfolgt. Nach\
Romanovsky (1933) Verhltnis Durchmesser zu Tiefe des\
Feinmaterials = 1.75. Hier aber schwankend zwischen kleiner 0.6\
und um 2.0. -\
Vergleich mit Grnland: Dort (unter viel klterem und ariderem\
Klima) olisation weniger intensiv und weniger vielfltig als in\
Island; Hangsedimente in Grnland durch viel strkere Gelivation\
ernhrt. Polygonbden in Grnland fr Kontraktionstheorie wenig\
geeignet. An Flssen in Island und Grnland am Oberlauf\
anscheinend Gleichgewicht zwischen Verwitterung und Abtransport.\
Weiter fluab Tendenz zu Einschneiden.\

10414	Nach Eruptionen des Mt.Dore, aber vor Beginn der Ttigkeit der\
Puys; also zwischen Villafranchien und Mittelpleistozn.\

10417	Bisher Stahlbohrer verwandt. Hier ultragereinigte (Verfahren\
angegeben) Polythylen-Gerte benutzt: Elemente um 2\
Zehnerpotenzen geringer als in ultragereinigten Stahlbohrern.\
S.129: ..." metal augers must be eliminated for the sampling of\
Antarctic snow layers." Hiesige Werte bei Na, Mg, K, Ca, Fe, Al um 10\
hoch minus 9 g x g hoch minus 1; Bei Mn, Pb, Cd, Cu, Zn, Ag um 10\
hoch minus 12 g x g hoch minus 1.\

10418	Gebiet zwischen Flssen Tyne und Trent, aber ohne Bowland und\
Rossendale. - 2Erosionstypen: Wasser-Erosion und Massenbewegung.\
Wassererosion dreifach wirksam:\
a) linienhafte Erosion; b) sheet erosion von Oberflche her; c)\
Randerosion. -\
In Pennines am wichtigsten linienhafte Erosion: 1) nur auf tiefem\
Torf auf flachem Gebiet (mehr als 5-7 feet tief, kleiner 5 Grad\
Neigung): Torf intensiv durch dichtes Netzwerk sich stark\
verzweigender Gullies zerschnitten; 2) hier weder Tiefe noch Lage\
begrenzend. Netzwerk viel offener, da Gullies sich selten\
verzweigen. - Gullies entstehen entweder durch rckschreitende\
Erosion vom Rand her, oder aus Gerinnen auf Oberflche, oder\
durch Versickern an Schwchelinien im Torf. - Torf heute in Regel\
bei Hhen\
von mehr als 1300-1500 feet in Niederschlgen von mehr als 40-50\
inches. Wo heute Jahresmittel grer 80'' , auch bei 20 Grad\
Neigung blanket bogs. Bei 50'' Fehlen des Torfes selbst bei viel\
geringerer Neigung. Auch: Je hher Niederschlag, desto tiefer der\
Torf. Je hher der Ort, desto strkere Erosion, besonders Typ 1.\
Annahme, beides Folge von grerer Torfmchtigkeit und hherer\
Erosionskraft grerer Hhen. Oben auch Torf lter als in\
geringeren Hhen: Klima wurde oben frher dem Sphagnum-Wachstum\
gnstig als unten (durch nichts hier bewiesen, Fr.). Falls Erosion\
natrlicher Endpunkt der Torfakkumulation, dann dieser oben\
frher als unten erreicht. Typ 1 vielleicht auch aus Bult-\
Schlenkenkomplex hervorgegangen, der bei ca. 6 ft. Torftiefe\
erreicht sein soll. - S.26: "One could say that the climate\
determines the general limits within which landform determines the\
details. "  Torfe in relativ verwundbaren Stellen des Reliefs\
(z.B. konvexen Hangknicken) frher zerschnitten als an\
geschtzten Stellen. - Auf Kalk z.T. kein Torf, oder dort doch\
Schlucklcher im Torf (an vermutlich wichtigen Verwerfungslinien, da\
oft linienartig angeordnet). - Generell keine deutlichen\
Beziehungen zwischen Torferosion und biotischen Faktoren\
erkennbar (: nicht um Siedlungen gehuft; was aber hinsichtlich\
Erosion durch Schafe, die in Schottland so hufig zu beobachten?\
Fr.) - Wichtig Brand als frdernder Faktor. - Alles nur\
Vermutungen (Fr.).\

10421	Pyrenen, Lac Glac, 2560m, an N-Seite des Mont Perdu. Vertiefung\
des Lac ganz in massiven Kalken, leicht mergelig, des\
Maestrichtien. Verwerfungsrichtung SW-NO und SO-NW. Einige\
Schichten stark zerstckelt. See nie ganz eisfrei. Umgeben von\
vielen Frostformen: Steinpolygone mit darunter gelegener ewiger\
Gefrornis. Obergrenze bei etwa 70-80cm Tiefe. An N-Flanke des Mt.\
Perdu 2 kleine Gletscherchen. Stellen Kaltluftspeicher dar. In\
Talmitte parallel dem Flu Schuttrcken, mit beidseits\
flachliegenden Steinen. Deren Herkunft z.T. oben am Hang an\
Abrinischen feststellbar. Schuttrcken 30m hoch. Blcke bis\
5x2x2m gro. Gedeutet als Rcken, der durch Schuttrutschen auf\
Schnee oder Firn entsteht. hnliches von Gignoux aus Alpen\
beschrieben als "moraine de nv". - Nur lnger liegenbleibende\
Schneefelder haben Frosterosion an Rckseite, in Gestalt einer\
Hohlkehle im Fels. - Bisherige Annahme bei Vorgang der Nivation:\
Schnee arbeitet als Kltereservoire zu den Rndern hin, und als\
Feuchtigkeitsreservoir fr unterliegenden Boden, so da besonders\
starke Solifluktion. Hier jetzt: Wichtig auch Gewicht, das die\
Solifluktion frdert. Dies aber nur hchst sekundr. Da\
insgesamt Schnee so wenig beteiligt, will Autor nicht mehr von\
Nivation, sondern nur von rosion nivale sprechen.\

10422	Westl. von Bordeaux selbst sommers wassergefllte Vertiefungen:\
Clots, lagues, lagunes. Rund oder oval, 20-80m Durchmesser,\
maximal 2 m tief. Teils mehrere zusammengewachsen. Gebiet\
Grandignon, Croix d'Hins, le Barp, Saucats 208 Stck! Zahl und\
Dichte noch ansteigend zu Schotter-Ausbi hin. Meist im abflulosem\
Gebiet. Fehlen, wo Kalk vorhanden ist. Hier erklrt als Pingos. -\
Vorkommen bei Flugplatz von Mrignac.\

17082	Moor "Panicishte" in 1500m Hhe, im NW-Teil des Gebirges: Vor 10\
035 +/- 65 v.h. anfangs 40% BP: Kiefer, dann Birke; ganz wenig\
Pinus peuce, Weide; sehr viel Juniperus. Dazu sehr viel Artemisia,\
Tubuliflorae, Liguliflorae, Helianthemum, Umbelliferae,\
Caryophyllaceae, Chenopodiaceae usw. Keine thermo- und hygroph.\
Waldarten. Spter hinzu wenig Abies, Quercus, Picea, aber\
zusammen mit jetzt reichlich Ephedrae. - Zwei Hiaten stren das\
Bild betrchtlich. Jedenfalls 4275 +/- 80 v.h. um 30%Fagus, aber\
ganz wenig Abies. EMW sehr wenig, ebenso Juniperus fast fehlend.\
Um 2910 +/- 80 v.h. gegen 5% Fagus,\
aber 40-50% Picea, um 15-20% Abies. Noch spter sehr wenig Carpinus\
einwandernd! Gleichzeitig recht viel Gramineen, Juniperus,\
Plantago coronopus, zusammen mit Secale!\

13465	Sdlich Varna, zwischen Staro Orjachovo und Mndung der Kamcia,\
auf 15-18m hoher Terrasse, 50m ber Meeresspiegel, an N-Hang der\
stlichen Stara Planina-Berge. Bohrung: Oberste 5m steril, dann bis 35m\
Tiefe Feindetritus-Gyttja, gefolgt von einem Meter sandiger\
Gyttja. Zonengliederung vorgeschlagen, von Ri bis Wrm, als\
komplettes Interglazial; leuchtet mir aber nicht ein: An\
unterstem Sedimentwechsel offenbar Hiatus. Fr mich anfangs\
Kiefern-Eichen Zeit mit Linde, Fichte, Hasel. Dann Carpinus\
bet.- Fagus Zeit, mit Ulmus, Nuphar, Nymphaea, relativ viel Tilia\
und viel Alnus, sowie Juglans, Salix, Betula und Juniperus.\
Schlielich fast reine Kiefern-Zeit, mit etwas strker Abies. -\
Stets Chenop.,\
Artemisia, Caryophyllaceen. - Vereinzelt Quercus, Ilex, aber dies\
wohl nur Stichproben-Untersuchungen.\

10425	Unter Mexiko City, 46m Kern. Fast im gesamten Kern Diatomeen\
gefunden. Wechsel von plankt. zu benthontischen Arten.\
Vorherrschend unter Plankton: Cyclotella striata und C.\
quillensis, beides Brackwasserformen. - Benth. -. epiphyt. Floren\
nach 2 Typen: a) korreliertr mit strkerem Siltgehalt,\
wahrscheinlich strkerer Abflu und flacheres, aber seres\
Wasser. b) Sehr salzige Teichflora, besonders Campylodiscus clypeus\
und Anomoeoneis costata. - Offenbar groer Brackwassersee. -\
Wahrschienlich mehr als 50 000 Jahre als maximales Alter.\
Diatomeengesellschaften korrelieren im wesentlichen mit\
sedimentologischen und Pollenzonen desselben Gebietes.\

10424	N-Venezuela, zwischen Cordillera de la Costa und Serrania del\
Interior. Tektonische Senke. 402m hoch, 40m tief, 350 km2.\
Endorheisch. Dies schon fr mehr als 200 Jahre. Soll frher zu\
Llanos entwssert haben. ber Wasserspiegel Seeterrassen.\
Terrasse bei 418m ca 5500 v.h., die von 421m: 7100 v.h. Also vor\
jetziger Austrocknung schon frhere. Mindestens 80-100m\
Seesediment, teils auch holozne tektonische Verstellung der\
Terrassen. Auf steilen umgebenden Hngen Vegetation von Savanne\
und laubwerfenden Ges. nahe dem See, ber halblaubwerfend,\
immergrn, bis Nebelwald. Gebiet im Verdacht, pleistoznes\
Refugium fr mesophytische Taxa zu sein. - Gegen 10 500 v.h.\
klarer Wechsel von liegenden Tonen zu hangenden organischen\
Mergeln und Schluffen. Von unten nach oben:\
Zone 1: 12 930 bis 10 500 v.h.: Diat fehlen, ebenso Ostracoden,\
Cladocera; Pediastr.bor. z.T. reichlich;\
viel Alternanthera, Cyper., Gramin.; wenig organisches Material\
und Chlorophyll a; Bume fehlen, auer vereinzelt Podocarp.,\
Juglans, Symplocos. Vorhanden neben Alternanthera (wohl\
polygonoides) auch noch Polygonac., Indurgia, Typha: Smpfe\
vorhanden, flache Gewsser. Da Aragonat, Gips und Dolomit\
vorhanden, Sumpf zeitweise offenbar salin. Sonst aride Grasfluren.\
Zone 2: 10 500- 8 700 v.h.: Anfangs halin, mit Swasserepisoden.\
Insgesamt viel organisches Material. Offenbar anfangs flacher,\
produktiver, haliner See. In oberer Hlfte ungestrte, feine\
Schichten, offenbar als whlende Tiere wegen Anoxie ausgeschlossen, wie\
heute. Um See Gras, Typha, Compositen in Smpfen. Bume werden\
wichtiger. Aus Aragonit und Mg/Ca-Verhltnis wohl Salz mehr als\
10 promille. Unter Bumen frhe Sukzessions-Stadien: Bursera\
danach Spondias, Morac., Cecropia, Trema. Hufig Rapanea und\
Melastomataceae: frheres Grasland von Chaparral ersetzt. Dann\
halbimmergrner bis laubabwerfender Wald.-\
Zone 3: 8700 bis 0 : Swasser. Viel Pediastrum duplex,\
Ostracode Cytheridella boldi und Cladocere Chaoborus. Viel\
Chenopodiaceen, Gramineen und BP, hnlich heute. Viel organisches\
Material, unterbrochen von minerogener Schicht. Seespiegel stieg\
offenbar an und lief ber. Wegen stark schwankender BP-Werte\
vielleicht Klimaschwankungen? Bei Zeit des mineralischen\
Zustroms, gegen 5480 +/- 300 und 7130+/-300 Absinken des\
Seespiegels Ursachen unklar, wohl nicht klimatisch. Hhepunkt der\
Tendenz zur Se und groer Wassertiefe gegen 8000 v.h.. Tiefer\
wieder zwischen 7000 und 6000 v.h., mit Anstieg Salinitt.\
\
Danach ser  und See berflieend. Vegetation und Klima hnlich\
heutigen Bedingungen. Maximale Se (Geochemie und Diat.) gegen\
3000 +/- 500 v.h. Danach langsamer, aber deutlicher\
Salinittsanstieg. Auch wieder mehr klastisches Material. Dies\
wohl mit Menschen, ab etwa 1800 v.h., auf Wasserscheiden\
zusammenhngend?: Abfall des Polleninfluxes. - Vergleich zu\
anderen sdamerikan. Gebieten. Offenbar arid von sicher 13 000\
bis 10 500 v.h.; so auch im tropischen Columbien, Lake Maracaibo,\
Guyana, Panama. Damals sicher kein Refugium fr mesische Taxa.\

10396	Vor Cap Cod, an Nordrand der Georges Bank Grundmorne gefunden,\
jnger als 20000v.h. (Karte): Erste Mornenfunde auf uerem\
Shelf vor den nordstlichen USA.\

10393	Umwandlung von Schnee in Eis durch Schmelzen und Wiedergefrieren\
nach Verfasser in hochgelegenen, nach N exponierten Scheefeldern\
hufig. Wichtig, da Schnee normal bis 40% seines Volumens gleich\
75%, seines Gewichtes Wasserspeicherfhigkeit. Wasser sammelt sich\
bevorzugt in unteren Schneeschichten. Gefrieren des Wassers\
verursacht durch Abkhlung der Luft oder in eigener Abkhlung des\
Schnees durch Ausstrahlung. Grte Kltemenge im Schnee nicht\
z.Zt. der strksten Winterklte, sondern erst gegen Ende Mrz bei\
miger Klte, hherer Schneedecke und grerer Schneedichte.\
Frhlingsschmelzwasser der Schneeoberflche kann so in\
greren Schneetiefen in Eis umgeformt werden: Wichtig fr\
Erklrung der Bnderstruktur.\

10394	Inventartyp Bocksteinschmiede in gemigte Klimaphase, wohl\
gleich Ri-Wrm. Klausennische und Schambach an Beginn und in\
anschlieende kltere Periode, entspricht Frhwrm. Brandplatte\
in "Moustrien", ohne genauere Datierung, da zu geringes\
Material.\

10374	Bemerk.: Pollendiagramme, 14C\
\
See zwischen 2 Schwemmkegeln, von Moor umgeben. 37 Grad 00\
Minuten 23 Sekunden N, 73 Grad 22 Minuten 02 Sekunden E.\
Organische Basisprobe VRJ-523: 1880 +/- 70 v.h.;\
dendrochronologisch geeicht auf zwischen 50 und 180 n.Chr., fr\
Beginn der Torfbildung. In basalem Sand bis 20% BP. Sonst weniger\
10%. - DA I: Hippophae-Ephedra, Flu-\
ufervegetation; viel Rosaceen. Ackerbau von unten an. - DA II:\
Artemisia- Lamiaceen: (Mentha-Typ). Viel Gramineen, Cerealia.\
Cyperaceen bis 200%. Intensive Bewirtschaftung?: Recht viele\
Fabaceen. - DA III: Chenopodiaceen-Massenausbreitung:\
Bodenversalzung? Gramineen, Artemisia, Ephedra Abfall. Cerealia\
Abfall. - DA IV: Potamogeton-Gramineen-Abschnitt: Gramineen,\
Artemisia, Stachys-Menthatypen Anstieg. - DAV: Fabaceen-\
Caryophyllaceen: Fortsetzung der Verbesserung der Bedingungen fr\
die Vegetation.\
Stets um 2-5% Cedrus, wohl Fernflug; nie viel Juniperus. Aber\
stets recht viel Ephedra altissima und E.distachya. Secale\
vereinzelt von unten an.\

10358	Diapensien! Restionales u.a.
17412	86m lange Sektion entnommen; drin ein Alter an Pinus-Borke von\
30600 +/- 1300 v.h. (VRJ-199, FundNr.6, 655m Hhe). Absolute\
Pollenfrequenz. Hiernach drin ca.17 Vegetationsperioden.\
Einzelschichten in Regel nicht gleich Jahresschichten. Vielmehr\
Zahl der Einzelschichten pro Vegetationsperiode recht\
verschieden. Frbung sagt nichts ber Jahreszeitenschichtung aus.\
Diese 17 Jahre zusammengenommen: a) Sehr schnelle Sedimentation\
von ca. 5cm/Jahr (Mayr 0.56 cm/Jahr; Fliri nach C14:\
ca.0.68cm/Jahr; Khler und Resch sedimentologisch\
2,27cm/Jahr). Aber Sedimentationsrate sehr verschieden.\
b) Vegetation: BP und Strauchpollen 19.9%, Krautpollen 78.4%,\
Sporen 1.7%. Kiefer 11.6%.Birke5.3%. Alles andere (Weide, Erle,\
Fichte, Juniperus, Hipp., Lrche) nur Bruchteile eines\
Prozentes. Unter NBP Artemisia 28.7%, Gramineen 9.4%, Cyperaceen\
9.2%, Chenopodiaceen 5.3%, Rosaceen 3.6%. Ephedra dist. und alt.\
Typ vorhanden: Waldfrei, aber einzelne strauchige Gehlze. Knnte\
gleich sein den Schieferkohlen von Ramsau bei Schldming a.d.Enns und\
Gyttja-Horizont der Hohentauern (30700 +/- 1200 v.h., bzw. 30100\
+/- 100 v.h.: Draxler und van Husen, 1978): lockerer Fichten- und\
Kiefern-Wald: Abweichende Vegetation knne in dieses doch lngere\
Interstadial an anderer Stelle hineinpassen.\

10364	Im Allerd an S- und SO- Rand der Alpen vielfach bis zu 15% Picea,\
am N Rand um 10%. In III Kurve unterbrochen oder kleiner 2%. In\
Ic noch hufiger unterbrochen. In Ia Picea fast ganz fehlend,\
aber sehr regelmige Einzelfunde. Hier nun Beobachtungen in\
Zentralalpen (Hintereisferner); untersucht Eisschichten 1944-\
1968. 1944,1950,1958,1962,1968 Picea mehr oder weniger\
gleichstark wie Pinus. Waren Picea-Blhjahre. 1944-1967\
Durchschnitt des Picea-Anteils dort 13%. In Fichtenblhjahren\
aber 35-50%. Picea im Wald aber sehr stark vertreten: Also bei\
ungnstigen\
Bedingungen nur sehr geringe Pollenproduktion. In Petsamo vielleicht\
alle 100 Jahre Picea Blhjahre. Vielleicht also geringer Picea-\
Anteil im Hochglazial durch isolierte Picea-Vorkommen unter\
insgesamt sehr ungnstigen Bedingungen? Hierfr spreche mein\
Picea-Nachweis am O-Alpenrand\

10378	Bemerk.: Pollendiagramme, 14C\
\
Pollendiagramme des Lanser Sees, unterer Teil, sehr vereinfacht.\
Organische Sedimentation beginnt 13230 +/-190 v.h.: Anstieg der\
Birken- und Kiefern-Kurven, sowie von Juniperus auf ca.16% der\
Gesamtpollensumme. Vorher extrem viel Artemisia. Ganz zu Beginn\
in Ton erhhter BP-Anteil. Ic sei mit einer Probe (Birke Maximum\
zwischen zwei Kiefern-Maxima) erfat. II und III einander sehr\
hnlich. Ende III gegen 10130 +/-\
80 v.h. - Ab Beginn Ic geschlossen, doch sehr wenig EMW. Sei\
Ferntransport. Dessen starker Anstieg ab 10130 +/- 80. Hier liege\
entgegen von Sarnthein und Zagwijn kein Hiatus vor. Fichte\
Anstieg ab etwa 9380 +/- 60 v.h. Egesen sei gleich III; Daun\
gleich Ic; alles andere frher.Damit Kritik an frheren Arbeiten\
anderer Autoren.\

9490	Bemerk.: Pollendiagramme, 14C\
\
Bei Obergurgl/tztal. Rechtes Ufer der Rotmoos Ache, 2250-2300m\
hoch. 2km lang, 150m breit. Torf mit Ton und Sand wechsellagernd.\
Periodisch berschttetes Gletschertalmoor. lteste Torfbnder um\
3220 +/- 100 v.Chr.: Organogene Sedimentation beginnt also Ende\
Atlantikum. Bis 2730 +/- 100 v.Chr. mehr oder weniger gleiche\
Pollenspektren: NBP kleiner,gleich 20%. Waldgrenze wohl in Hhe\
des Moores (kann man das so sagen ?). Wichtig Kiefer, dann Fichte\
und Erle. - Um 2500 v.Chr. Gletschervorsto (erkenne ich nicht,\
Fr.). Jetzt angeblich NBP bis 30% (auch schon vorher!). Damals\
Tonsedimentation (30cm). Drber C14-Alter von 2390 +/- 90 v.Chr.,\
aber dies aus 57cm Sediment (oder das Druckfehler?). Jetzt wieder\
Wald in der Umgebung. Jetzt viel Fernflug von Fagus, Corylus,\
Abies. In 175-185cm\
Tiefe Holz: Weide, nicht Acer, wie frher bei Subatlantikum von\
Hoffmann bestimmt. Dann NBP bis 60%, viel Hochstaudenarten und Alnus.\
Sei wohl gleich Gletschervorsto von 1500 v.Chr. Msse aber noch\
erwiesen werden. Minimale Fernflugpollen (also vielleicht Pollen\
durch Grnerlengebsch abgefangen? Fr.). Noch mehrere dieser\
"Klimaschwankungen" erschlossen. Sehr dubios, Fr.\

13327	Wie in anderer Arbeit.
10372	Bemerk.: Pollendiagramme.\
\
Tannern = Spirken und Latschen. Tannermoos = Kienau, bei\
Liebenau, Bez. Neustift, 938m, leicht gewellte Hochflche; 119ha,\
mindestens 7m Torf. Entwssert in Naarn. Durch kleinen Rcken in 3\
oder mehr Teile geteilt. stlicher, kontinentaler Hochmoortyp =\
Waldhochmoor. Im Weinsberger Granit. Freistadt: 745mm, Max. Juni-\
August. Januar -3.2, Juli +16.7, Jahr + 6.9 Grad C. Schlenken und\
Bulte nur ganz flach. Andromeda, Drosera rotundifolia, Oxycoccus, Carex\
pauciflora, Sphagnum rub., mag., recurvum, nemoreum, cuspidat., fuscum.\
Ledum palustre !! - Hillerbohrer. - NBP und BP = 100% (ohne\
Sporen). 30% NBP in Regel Waldlosigkeit. Zonengrenzen unsicher,\
knnen um 30-40cm variieren, da ohne Datierung. - Ganz unten wohl\
Allerd, aber viel Sekundrpollen. Sache unklar. - Jngere Dryas.\
(760-725cm). BP starker Abfall. Artemisia, Thalictrum, Juniperus,\
Salix Anstieg. Feiner Ton; am Ende Beginn organogen.\
\
Prboreal: 725-650: Boden versumpft; Cyperaceen-Torf. BP Anstieg.\
Kiefer und Birke auf Moor und Umgebung. Offene Vegetation Abfall\
bis fehlend. In 685cm bergang zu Sphagnum-Torf. Corylus, Picea,\
Ulme und Linde (meint offenbar Fraxinus, Fr!), Eiche erscheinen.\
- Boreal: 650-550cm: Corylus bis 3%, Kiefer, Birke, NBP Abfall;\
Eiche jetzt wichtiger, wie auch Linde. - Atlantikum 550-350cm:\
Jetzt Fichte mit 25-35% mehr als Kiefer. EMW um 25%, mehr als\
Kiefer; Sphagnum max. Werte: feuchtes Klima. Hedera vereinzelt.\
Erste Spuren von Buche und Tanne. - Subboreal 350-230cm: Grenze\
bei Dominanzwechsel Fichte zu Tanne. EMW Abfall, Buche Anstieg\
(das ist 100cm nach Ulmusabfall). Hasel unwichtig. -\
Subatlantikum: 230-90cm: Jetzt Dominanzwechsel zwischen Fichte und\
Buche. Dominant Buche-Tannen-Wald, mit wenig Fichte am Moorrand.\
Tanne bis 50%, Buche bis 30%. Jetzt erste anthropogene Strungen:\
Plantago, Rumex, Artemisia, Cercelia, Juglans. - Jngeres\
Subatlantikum: 90-0cm: Starker Anstieg des NBP. Buche und Tanne\
gerodet. Auf Moor Anstieg Kiefer, und Fichte am Moorrand Anstieg.\
Beginn wohl frhmittelalterlicher Rodungen. - Profil ungefhr\
gleich Durchschnittsdiagramm des Bhmer Waldes. - Im Boreal\
reichlich Menyanthes, hier hchste Werte. Im Bhmer und\
Bayrischen Wald seit Fichten-Einwanderung deren Dominanz. In\
Obersterr. und Waldviertel aber dies nur anfnglich, dann Buchen-\
Tannen-Dominanz. Im Tanner Moos Zwergbirke bis Prboreal.\
Carpinus vereinzelt ab Grenze V/VI. Geschlossen ab VII/VIII.\

13363	Bemerk.: russ., engl.Zusfas.\
         Pollendiagramme, Makrofossilien\
\
Nrdlich von Suwalki: Von oben her: 2 Mornen, getrennt\
voneinander durch glazifluviatile Schotterlage. Obere als\
Pommersches Stadium angesehen, untere als Posen-Dobrzynsker.\
Darunter leicht sandiger Torf und schlielich Torf. Liegt auf\
Schluff. Drunter Morne. Torfe in 7.75-8.22m Tiefe. Im reinen\
Torf Eichen-Ulmen-, dann Hasel-Phase (Hasel bis 170%). Danach\
Beginn Linden-Carpinus-Phase. Linde bis 17%, Carpinus etwa 1.0%.\
Im sandigen Torf etwas unklare Verhltnisse, mit sehr viel Linde\
(bis 19%) bis zu Ende der Carpinus-Phase (m.E.- umgelagert, denn\
auch Eiche zum Schlu Anstieg). Fast keine Picea oder auch Abies\
fehlend. Makrofossilien: Trapa, Aldrovanda vesicul., Brasenia\
purpurea, Stratiotes aloides; Offenbar Teil des Eems.\

11068	Szwajcarija bei Suwalki: Unter nur einer Morne. Interglazial\
geht aus von mergeliger Gyttja und in Torf. Letztes Interglazial:\
I Tundra-Phase (a nicht vertreten), b Makrofossilien von Betula\
nana, Pinus silvestris und sehr viel Picea obovata; II Nadelwald-\
Phase: c Kiefern-Birken-Picea obovata-Wald; d) Kiefer dominiert,\
daneben noch Birke und Picea. Einwanderung der Thermophilen.\
e)Kiefern-Birken-Wlder, mit Quercus, Ulmus und Corylus. III\
Laubwaldphase: f) Starke Ausbreitung des EMW mit bis zu 68%\
Quercus; Corylus 220%; betrchtlich Tilia und Alnus; Kiefer,\
Fichte, Birke nur in Spuren. g) Carpinus-Tilia-Mischwlder mit\
Polypodiaceen bis 800%. IV Nadelwaldphase: h) erneut\
Dominanz von Kiefer und Fichte (hier keine Makrofossilien, so da\
Fichte Bestimmung nicht mglich). Es erscheint Larix. Betula\
Anstieg, EMW Abfall; i) Kiefern-Fichten-Wlder mit Birke und\
Lrche; geringer % Thermophiler. - Carpinus hier maximal 28%,\
meist weniger. -\
Bagnie-Kalinowce: 20 km NW von Bialystok. Keine Mornenbedeckung.\
Drber nur Sand. Nur Phasen h und i des Eem. Carpinus hier aber bis\
70%. -\
Bloniewo: 70 km ONO von Warschau. Interglazialer Torf auch hier\
nur unter Sand. Ebenfalls nur Ende von Eem erfat: g und h : Auch\
hier Carpinus bis mehr als 60%, und im oberen Teil bei\
unverndert hohen Carpinus-Werten 10.5% Abies. Tiefer unten nur\
2%. Abies bei Bagnie berhaupt nicht, in Szwajcaria in lterer\
Nadelwaldphase vereinzelt; Max. 5%; in oberer Nadelwaldphase\
fehlend. -Konopki Lsne: ca. 10km SSW von Lomza: Moor vom Herning-\
Typus. Im oberen Teil aber bei 2.Laubwaldphase Torf\
wechsellagend mit dnnen Sandschichten und in trennender "kalter"\
Phase Corylus und Carpinus mit ununterbrochener Kurve. -Abies.\
Bemerkenswert nur in Bloniewo. In Suwalki und Konopki nur Spuren;\
fehlt bei Grodno ganz. Carpinus: Geringer %-satz der Pollen bei\
Szwajcaria\
\
Im Gegensatz zu Umgebung unverstndlich. Vielleicht dort lokal\
nur geringe Rolle? Vielleicht aber auch nahe an nordstlicher\
Verbreitungsgrenze?\
Picea obovata: Westlichster Fundort. In lterer Nadelwaldphase\
bis 70% Picea mit sehr reichlich Picea obovata.\
Halicki: Botaniker stellen wegen groer hnlichkeit der\
Pollendiagramme die Profile von Szwajcaria, Nieciosy, Janiance,\
Poniemun, Zukiewicze, Bohatyrowicze, Rumlowka ins letzte\
Interglazial. Nur Zydowszczyzna sei lter. Dagegen geologischer\
Standpunkt: Szwajaria, Nieciosy und vielleicht Kmity von nur einer\
Morne bedeckt (in Kmity 2, aber beide nur durch Fluvioglazial\
voneinander getrennt). Bohatyrowicze, Pomiemun, Siwkowo,\
Szozeczynowo, Druck, Zukiewicze und Rumlowka vorletztes\
Interglazial. - Janiance schlielich sehr alt, da unter 4 Mornen\
(dies aber nach Profil nicht ganz klar!).\
Vor Krakauer Vereisung habe eine noch ltere N-Fu der Karpathen\
erreicht, getrennt von einander durch interglaziale Sedimente mit\
Pollen von Kiefer, Fichte, Birke, Alnus, Corylus und\
Makrofossilien, u.a. Acer (so bei Barkowice Mokrye). Hierhin wohl\
auch Janiance-Maksimenki: Alles das Cromer. - Interglaziale von\
Zukiewicze, Bohatyrowice, Rumlowka, Siwkowo, Szczeczynowo und\
Druck entweder von Steinpflaster oder von Geschiebelehm bzw.\
Morne bedeckt. Diese Morne vielfach vielleicht\
Solifluktionsmaterial, so bei Siwkowo; Bei Druck "erscheint diese\
Annahme uerst unwahrscheinlich". Dies aber auerhalb des\
Gebietes der letzten Vereisung. Daher diese Interglaziale wie\
Lvskal und Harreskov in Dnemark in vorletztes\
Interglazial;Dieses aber trennt Warthe von "nordpolnischer"\
Vereisung, die zwischen Warthe und Weichsel gelegen ist, aber\
auch noch vor dem Klimaoptimum von Eem.\
\
2.Fortsetzung ?\

10344	An Hngen junger Flsse 4 Terrassen. Oberste nahe der Mndung der\
Cusova in 65m ber dem Flu, am Unterlauf von deren linken\
Nebenflu Sylva (bei Kungur) 55m ber dem Flu. In dieser\
Terrasse wrmeliebende Molluskenfauna des Jungpliozns und\
Pollenflora mit viel Coniferae, u.a. auch Tsuga. Also gleichalt\
mit Domaskin-Suite des Povolz'e und Apscheron des Kaspi. -\
3.Terrasse an Mndung der Cusova, 50m bei Cusovyj 40m. Reiche\
Baum- und Krautpollenflora des Lichwin-Interglazials. Dies in\
einem ehemaligen Altwasserarm der Cusova. Der Hauptteil dieser\
3.Terrasse (nach Gromov= der 4.!) wohl Mindel II-Glazial. - 2.\
Terrasse: Mndung der Cusova 36-38m, bei Solikamsk 20-25m.\
(Diese nach Gromov 3!)\
\
In basalen Schottern Elephas sp., Megaceros sp., Saiga tatarica.\
Hierhin auch archaische Abschlge und Moustier-Fustel. Im\
Hangenden dieser Schotter bei Solikamsk Samen zahlreicher\
Pflanzen. Pollen: Pinus 40-60%, Betula 25-35%, Picea 15%, Corylus\
10%, Abies und Salix bis 5%. Kaltgemigtes und trockenes Klima.\
Diese Horizonte wohl in Odincov-Interglazial; Liegende Schotter\
aber Dnjeprovskeiszeit. - 1.Terrasse (nach Gromov 2.!) Unterlauf\
der Cusova 20-25m. Jungpalolithische Station. In hangender\
Lehmschicht fossiles Torfmoor, nach R.E. Giterman Mikulino-\
Interglazial.\
Einschneiden und Beginn der Akkumulation der 3 unteren Terrassen\
also MindelII-, Dnjeprovsk- und Moskau-Vereisung. Obere\
Akkumulationshorizonte dieser Terrassen in Interglaziale:\
Lichwin, Odincov und Mikulino.\
Besonders starke Solifluktionsschuttmassen whrend Dnjeprovsk-\
Eiszeit an Hangfen. Grenze des Dnjeprovskgletschers verlief\
durch Kama bei Mndung deren linken Nebenflusses Obva, W-Hang des\
Urals bis Krasnoufimsk, umfate von W den Polyudov Kryaz, dann\
nach O ber Wasserscheide Visera-Un'.\

10343	lteste pleistozne Sedimente "Ri"-Morne: Meist stark\
verwaschen, nur wenige m mchtig, liegen am Flu gewhnlich am\
tiefsten, steigen zum Ufer hin an, hier dann bis 84m ber dem\
Flu (am Flu 4m). Drber interglaziale Sande (auf verwaschener\
Rimorne); so an Sysola, wo sie unter 2.berauenterrasse liegen.\
Im unteren Teil der Sande Tone mit Pollenflora (bei Pantogruja):\
Picea 53.84%, Pinus 32.48%, Salix 3.41%, Abies 1.72%, Betula\
6.83%, Quercus 1.72%. Eiche deute auf warmes Klima hin.\
Drber "Wrm"-Morne, 2-3m (selten 5-6 bis 10-15m). Teils auch\
auf Prquartr. An Sysola und Bol'saja Vizinga\
liegt sie im Tal unter Sedimenten der 2.berauenterrasse. Fhrt als\
Beispiel an Aufschlu bei Griva, im Flunahen Plateauteil: 15-\
25cm rezenter Boden. Drunter 70-80cm brauner Ton mit\
krist.Schottern und seltenen Geschieben. Drunter Sande, im oberen\
Teil verwrgt. Dieses Wrgen knne nur durch Gletscher geschehen\
sein. (Warum nicht Wrgeboden? Fr.) (ist "Ri"-Morne wirklich\
nur eine?: unterschiedliche Hhenlage: Gletscher mu prglaziales\
Relief berfahren, schwach mit Morne ausgekleidet haben und\
Flu mu dann sein prglaziales Bett wiedergefunden haben. Das\
ist doch wohl zu viel verlangt; Fr.).\
ber der Morne auf Wasserscheide Bol'saja Vizinga/Sysola und\
sdlicher gelbgraue und graue fluvioglaziale Sande des\
Wrmgletschers (wohl des sich zurckziehenden? Fr.) Diese Sande\
z.T. verweht. Hierbei wohl Sande der 2.berauenterrasse. Diese\
vielleicht auch etwas spter. Diese Terrasse 25-30m ber dem\
Flu.\

10340	Florenstatistik, Statistische Florengeographie, Waldgrenzfragen.\

10339	Bemerkung: Pollendiagramme\
\
Abri. Beginn im Subboreal, endet irgendwo im Subatlantikum.\
Insgesamt recht homogene Flora, bestimmt von ligulifloren\
Kompositen. 3 Phasen : 192-158 cm: Sehr aufgelockerter Wald bis\
Prrie. Eichenmischwald, beherrscht von Tilia, spter Eiche, dann\
Corylus. Fraxinus verschwindet, Ulmus vorhanden, Pinus Abfall bis\
fast fehlend. Hedera und Juglans mehrfach. Sehr wenig Buche und\
Tanne. Viel Plantago lanceoloata, Chenopodiaceen, Rumex,\
Artemisia; in Regel keine Getreide: Erscheinen erst\
bei 168 cm, d.h. nach 1370 +/- 110 v.C und vor 1030 +/- 105 v.C.;\
- 156-118 cm: Wald breitet sich aus. Corylus sehr stark, auch\
Alnus. Eiche beherrscht Eichenmischwald. Birke, Buche, Tanne\
Anstieg. Hedera verschwindet. Viel Getreide und Ruderalpflanzen.\
Dies ab etwa 1030 v.C. !- 116-90 cm: Alle Waldarten starker\
Abfall. Im Wald Corylus dominant. Eichenmischwald sehr verarmt,\
Eiche herrscht fast allein. Fagus fast fehlend. So auch Kiefer,\
Tanne, Fichte. Vereinzelt Carpinus.\
Frhe Bronze und Beginn Mittlere Bronze starker menschlicher\
Einflu (bis 183 cm). In mittlerer Bronze (bis 166cm) Rckgang\
des menschlichen Einflusses. Sehr stark aber wieder ab bergang\
zu finaler Bronze. An Ende Bronze nochmals\
Siedlungsunterbrechung.\

10338	Idealprofil in Nordfrankreich:\
A) Verwitterte Schotter oder Sande; keine Lsse.\
B) ltere Lsse: Unterster Abschnitt, wird nach oben durch\
rtlich-braune Verwitterungszone abgeschlossen, ohne wesentliche\
Strukturvernderung. An Basis dieses untersten Abschnittes\
ausgehendes Mittel-Acheul. 2.Stufe ebenfalls durch rtlich-braune\
lehmige Entkalkungszone abgeschlossen, ohne wesentliche\
Strukturvernderungen. 3.Stufe L; an dessen Basis bisweilen\
schwrzliche bis schwrzlich-braune Zone humoser Beimischungen,\
z.T. mit oberem Acheul. Im Hangenden der 3.Stufe gut entwickelter\
rotbrauner Lehm mit "entsprechender Strukturvernderung "; oberer\
Teil z.T. sattschwarze Frbung, z.T. ausgeprgt marmoriert.\
C) Jngere Lsse, dreigeteilt. An Basis ber "schwarzer Zone" u.\
U. wenig ausgeprgte Kiesschnrung. 1.Glied: grauschwarze bis\
graue, teils entkalkte Lsse; Frbung lt nach oben deutlich\
nach; geht in normal gefrbten aber klar verwitterten L ber.\
Schliet nach oben durch selten erhaltenen strker lehmigen\
Horizont ab. An Basis des 1.Gliedes lteres Moustier. -2.Zyklus:\
Unterer Teil mchtige Flieerden mit hufigen Kieshorizonten.\
Drber nur noch schwach entkalkter L, nach oben abgeschlossen\
durch rtlich-braune, lehmige Verwitterungszone geringer\
Strukturvernderung; z.T. durch "Nahorizont" ersetzt. - 3.Stufe:\
Zunchst Flieerde geringerer Intensitt. Hangender L sehr hell\
und trocken. Drber rezenter Boden. (Im unteren Teil des 2.Zyklus\
mittleres Moustier; im unteren Teil der 3.Stufe sehr entwickeltes\
Moustier und "Perigordien 0"). -\
Zyklus B = Ri-Komplex mit 2 Interstadialen. C= Wrm. Schwarze\
Zone ber Eem-Boden wohl "Wiesenboden " oder "rostfleckiger\
Prrieboden " auf Eem-Boden. Dann im 1.Glied von C zunchst\
Bodenbildung (Prrieboden) gleichzeitig mit Lakkumulation:\
Langsam nach oben abnehmende Frbung mit zunehmender\
Lakkumulation.\

10320	Bemerk.: Bayr.Staatsbiblio. Mnchen\
\
Sehr genaue pflanzensoziologische und kologische Monographie.\
Pollendiagramm nur mit Baumpollen. Karte der\
Entwicklungsgeschichte des Moores ab Beginn des Atlantikums.\
Ausfhrungen zum subatlantischen Klimasturz, der sich hier\
deutlich abzeichnen solle.\

10318	An Basis der Serie E (oberer Teil) archologisches Niveau\
gefunden. ber Tuff E. Bedeckt von tonig-sandigen Schichten des\
oberen E, dann von Aschen der Serie F. Zeitlich zwischen Tuffen D\
(2 560 000 oder 2 370 000 bzw. 1 990 000 v.h.). Vergesellschaftet\
Elefant, Hippopotamus, Schweine. Hinweis auf Ergebnisse der\
Pollenanalyse von Bonnefille (vgl. eigene Arbeit).\

10317	Selbes wie in Arbeit 1970 in C.R. Acad.Sci.Paris.\

10316	Coprolith aus Sandstein, unter Sanden, die reiche Fossilienlager\
bergen, einschlielich Kiefer des Paraustralopithecus aethiopicus.\
Alles in Omo Beds, Serie D. lter als vulkanische Asche aus D,\
mit Alter 2.37-2.56 +/- 0.12x10 hoch 6 Jahre. Wohl Coprolith\
eines Crocodils. - Nichtbaumpollen zu 45.5% Gramineen (von\
Gesamtsumme). Dazu Chenopodiaceen, Compositen, Papilionaceen,\
Resedaceen, Acanthaceen, Euphorbiaceen: Offene Vegetation. Bume: Acacia,\
Commiphora, zahlreiche Capparidaceen (Cadoba glandul.,\
C.crassifolia; Maerua); Borraginaceen (Cordia); Dodonaea viscosa\
(Sapindac.): Gehlz-Savanne, hnlich heute. - Dazu\
Galeriewaldarten: Rhamnaceen, Combretum, Terminalia, Celtis, Lianen aus Apocynaceen. -\
Bergwaldarten: Podocarpus gracilior, Juniperus procera, Hagenia\
abyssinica. Heute nicht tiefer als 1800m. Wohl von Flu\
herabgeschwemmt. Vielleicht dort unten aber auch bei etwas\
feuchterer  Klimaperiode. Hierbei auch Erica arborea\
nachgewiesen: Ehemals weiteres Areal; heute durch Feuer stark\
verdrngt. cf.Ricinus communis: Ursprung der Art also wohl\
ostafrikanisch?
10315	50 km SW Addis Abeba. Tal der Aouache, von Basalt aufgestaut.\
Villafranchium bis Holozn. Reiche Faunen und archologische\
Fundpltze. - Acheuleen-Station aus Ende des Altpalolithikums,\
sandiger Ton. In pollenreichster Schicht 473 Pollenkrner\
gezhlt. 11.6% Baumpollen. Absolutzahlen. Gramineen 78% der\
Gesamtsumme. Auerdem Acacia, Barberia, Chenopodiaceen und\
Compositae: Trocken, hnlich heute. Dazu Podocarpus gracilior:\
Bergwlder. - Hinweis auf lokale Feuchtigkeit: Celtis und\
Cyperaceen: Humide Vegetation um See. - Im Gegensatz zu heute\
Combretum vorhanden. Damals also dort sehr wenig mit\
Bumen versehene Acacien-Savanne und humide Vegetation um den\
See.\

10353	Gebiet um Bystrzyca-Tal der Lubliner Hochflche: Schwermineralien\
der Lfraktion 0.05-0.02mm nach spez.Gewicht geseigert vom Flu zu\
Wasserscheiden: Leichte Mineralien (Muscowit, Amphibol, Brotit) in\
dieser Richtung gestiegen; schwere Mineralien (Zirkon, Rutil)\
Abfall. Offenbar waren fluviatile Sedimente das entscheidende\
Material. L hier also sehr stark autochthon. Warnung vor zu\
leichter Extrapolation auf Windrichtungen.\

10351	Bei Bangor. Maine (10 miles WNW von Bangor) bei 44 Grad 49Minuten\
nrdl.Breite und 68 Grad 58Minuten westl.Lnge. Esker, die in\
Meer geschttet worden sind. Muschelprobe (Astarte subaequilatera\
und Mya arenaria) gab C14-Alter (W-1011) von 12800 +/- 450 v.h.\
Damals offenbar Eis in Central Maine vorhanden. Mglicherweise\
gleichzeitig Champlain Sea in St.Lawrence-Tiefland.\

10350	Nach Reznicenko verschwand edler Laubwald seit Beginn des\
Pleistozns aus Zaisansenke und hinterlie nur noch Tilia cordata\
var.sibirica im Kuznecki Alatau als Relikt. Seit der Zeit\
entstanden im Zaisangegbiet (nach Verkleinerung des ehemaligen\
Seebeckens) Sandwsten mit Barchanen. - Rezente Vergletscherung im\
Ostteil des Narymsker Gebirges in den Sarym-sakty-Bergen,\
Oberlauf des Kurcum. Recht starke fossile Talvergletscherung in\
Mitte der Narymsker Berge. - Am Mys Barchota, Nordufer, Cakilmes,\
Tal des Cernyj Irtys: Ungeschichtete lhnliche Lehme, gelb,\
sandig mit Mergel und Gipskristallen, 2-6m mchtig. Nach unten\
bergehend in geschichteten Lehm, darunter geschichtete tonige\
Sande, hellbraun, klein- und mittelkrnig mit Sandschichten und\
Schotter, 3-8m mchtig. - Narymgebirge trgt noch in 2800m\
Firnfelder. Zwischen 1300 und 1800m Hhe im Gebirge Waldzone:\
Lrche, in Schluchten auch Abies sibirica. In alpiner Zone\
oberhalb 1800m Salix arctica.\

10349	Bemerk.: Vergl.Karte\
\
Quercus pedunculata Ehrh. Teils kleine Strucher, teils\
fruchtende Exemplare. Auf Halbinsel Kurgolowo: Corylus avellana,\
Tilia cordata, Betula verrucosa, Alnus glutinosa, Picea excelsa.\
Vernichtung dieser Wlder wohl durch den Menschen. An Basis der HI:\
Picea excelsa, Betula verrucosa, Betula pubescens, Alnus incana,\
Alnus glutinosa, Salix aurita. An Spitze der HI auch Corylus\
avellana und Salix nigricans.\
\
Am Glint: Picea excelsa, Betula pubescens, Pinus silvestris,\
Corylus avellana, Alnus incana, Quercus pedunculata, Tilia\
cordata, Alnus glutinosa, Ulmus scabra. Bei Kingissepp: Corylus\
avellana, Betula pubescens, Alnus incana, Tilia cordata, Ulmus\
scabra. Bei Muraweino sdlich Kingissepp an Luga: Ulmus scabra,\
Tilia cordata.\

10348	Pollendiagramm. Becken des Gabino-Sees, am Oberlauf des Oklan,\
und zwar besonders an Mndung des Kleinen Oklan.\
1.Phase (22-16m): bis 78% Nichtbaumpollen und Zwergstrucher:\
Cyperaceen 40-82%, Ericales 2-60%, Artemisia 0-5%, Kruter 0-15%.\
Bume und Strucher 20-64%: Betula sect.nanae 10-65%, baumfrmig\
20-65%, Alnaster 6-60%, Alnus bis 10%. Sporen: Polypodiaceen 20-\
80%, Lycopodium 5-60%, Selaginella sibirica 2-25%, Sphagnum 0-\
20%: Also recht starkes Tundraelement. Wegen viel Birke und Erle\
aber wrmer als heute. -\
2): 16-8m: Bume und Strucher 60-90%. Nichtbaumpollen 2-50%,\
Sporen 2-38% Juglandaceen, Corylus, Carpinus, Pteroc.,Quercus\
zusammen bis 10% (offenbar keine geschlossene Kurven im\
Schotter)! Betula albae 20-40%, nanae 5-25%, Alnaster 10-20%,\
Alnus 10-40%, Pinus bis 5%, Picea vereinzelt. Ericales 20-98%.\
Viel Sphagnum, Polypodiaceae\
\
Viel wrmer als heute. hnliche Spektren - mit Tertirrelikten -\
nur im Flugebiet des Amur bei 50 Grad Nord und sdlicher. -\
3) 8.0-3.7m: Sehr rauhes Klima (feinere Schotter). Sporen 40-\
90%, Nichtbaumpollen 10-25%, Bume und Strucher 10-20%. Betula\
nanae bis 60%, Alnaster bis 40%. Kiefer ganz vereinzelt.\
Cyperaceen bei 50%, vereinzelt Kruter. Sporen: Selaginella\
sibirca bis 100%: Offene Tundren.\
4) Schotter und Schluffe: Baumpollen berwiegt (70-80%): Picea\
bis 8%, vereinzelt Tsuga, Pinus dipl.; P.hapl. bis 20%, Alnaster 10%,\
baumfrmige Birke und Erle bis 30%. Dazu Corylus, Carpinus,\
Myrica. Pteroc. und Juglans fehlen. Ericales bis 40%, Sphagnum\
60-70%, Polypodiaceae 0-22%: Wrmer als heute. - An Basis der Zone 2\
reverse Magnetisierung. Sonst keine Proben hierfr entnommen.\
Therm0ophile knnen nicht umgelagert sein, da 1) Aufschlu im\
Icegem-Gebirge, 15-20km von Wasserscheide; Lockersedimente sonst\
nicht dort bekannt; 2) Exoten in lithologisch verschiedenen Sedimenten; 3)\
Exoten u.a. Pollenkrner gleichartig erhalten; 4) Exoten Anstieg\
wo auch andere Hinweise auf Klimaverbesserung (baumfrmige Betula\
und Erlen ) - hnlich obere Ermanov-Sedimente, offenbar oberes\
Pliozn.'\

10342	Hier nur Kostenki XVII bearbeitet, wegen Arbeiten von Velicko und\
Fedorova ber diese Station im selben Band. In Unterer\
Kulturschicht die bei Fedorova erwhnten Knochenreste. In oberer:\
Mammut, Pferd, Cervus elaphus, Fuchs und Slepec.\
Kulturschichten nach Inventar einander nahe. Kein Moustier drin.\
Wohl bergang direkt nach Solutre (mittlerer Abschnitt des spten\
Palolithikums).\

10347	In Konstenki XVII in Lssen 2 Humushorizonte, unterer z.T. recht\
schwarz, mit "Zhnen" nach unten. Beide getrennt voneinander u.a.\
durch vulkan.Aschenlage, aber auch durch Lsse. Oberer\
Humushorizont stellenweise in 2-3 einzelne Horizonte\
aufgegliedert, die sich wieder vereinigen knnen. Dies oft als\
die 2 Horizonte der Kostenkigruppe angesehen; 2.Horizont\
tatschlich aber unter (!) der Aschenlage. Diese Gliederung aber\
sehr selten so aufgeschlossen! Unterer Horizont der Kulturschichten\
wesentlich mchtiger und offenbar lnger bewohnt als oberer:\
Unten auch nur Feuersteinwerkzeuge mit durchbohrten Belemniten;\
oben Quarzitwerkzeuge ohne Feuerstein. Beide Horizonte aber ohne\
jede Moustier-Tradition, wohl zeitlich sehr nahe in mittlerem\
Jungpalolithikum\

10345	An Cusovaja bei Ostrov durch Aurignac-Solutre-Fundschicht und\
hangenden Torf (Giterman) mit Fichte-breitblttriger\
Laubholzflora unter Dominanz von Tilia in 1.Terrasse: Ende Moskau-\
Eiszeit, Beginn Mikulino. - An Basis der 2.Terrasse im\
Mndungsbereich der Cusovaja: Bos, Elephas sp., Megaceros sp.,\
Saiga tatarica: Chazarfauna; hierhin wahrscheinlich Moustier-\
Faustkeile. In dieser 2.Terrasse weiter oben an der Kama bei\
Solikamsk Pollenflora: Pinus 40-60%, Betula 25-35%, Picea bis\
15%, Corylus bis 10%, Abies und Salix bis 5%: Odincov-\
Interglazial. - In 3.Terrasse bei Stadt Cusovoj: Reiche\
Pollenflora,\
Sphagnum, Lycopodium, Selaginella, Polypodiaceae, Polypodium;\
Abies, Picea, Pinus hapl. und dipl., Salix, Myrica, Alnus,\
Betula, Corylus, Quercus, Ulmus, Fraxinus, Sorbus,; Ericaceen,\
Daphne; Saxifraga, Typhaceen, Sparganium, Potomogeton,\
Chenopodiaceen, Caryophyllaceen, Nymphaeaceen, Nuphar,\
Ranunculaceen,Ranunculus, Caltha, Thalictrum, Papaveraceen,\
Cruciferen, Leguminosen, Geranium, Violaceen, Lythraceen,\
Onagraceen, Epilobium, Myriophyllum, Umbelliferen, Hydrocotyle,\
Primulaceen, Lysimachia, Gentianaceen, Polemon., Convolvulaceen,\
Nonnea, Labiatae, Pedicularis, Plantago, Rubiaceen, Galium,\
Valerianaceen, Scabiosa, Knautia, Compositen, Echinops,\
Scorzonera, Artemisia, Achillea, Aster, Crepis, Prenanthes,\
Taraxacum. - Baumpollen berwiegen (im Mittel 59.8%): Picea 9.0-\
86.0%, Betula 9.4-77.5%, Salix 0-34.5%, Pinus 0.6-16.0%, Alnus 0-\
1.8%, Quercus 0-1.5%, Myrica 0-1.6%, Ulmus 0-1.1%, Corylus 0-1.5%.\
Nichtbaumpollen im Mittel 49.9%: Kruter teils mehr als 92% (ohne\
Wasserpflanzen; diese 0-46.9%; diese bei Mehrzahl der Proben bis\
10%). Gramineen 2.5-44.2%. Chenopodiaceen 0-14.6%: Lichwin (dies\
in Altwassersedimenten an Oberflche der 3.Terrasse)\
\
Auf dieser Terrasse an Kama bei Solikamsk Mornen der Dnjeprovsk-\
Vereisung. - In der 4.Terrasse: Pollenflora aus Pinus diplox.,\
Alnus, Betula, Podocarpus, Cedrus, Myrica, Carpinus, Rhus,\
Engelhartia, Corylus, Liquidambor, Polypodiaceae; Abies, Tsuga,\
Picea, Pinus diplox,Betula, Onagraceen, Compositen,(die hinter\
Semikolon etwas hher im Profil). Von ihnen Teil umgelagert aus\
lteren Schichten. Aber insgesamt wohl = Domaskin=Apseron:\
Unterstes Pleistozn.\

123744	Bemerk.: Nur engl. summary\
\
Hier Gebirgsterrassen. Teils durch glaziale Einebnung, teils\
durch langsames Abgleiten des Schuttes. Rezente Gletscher nur in\
NO-Exposition. Unter Schneefeldern Einebnungsflchen (wohl\
vergleichbar mit Nivationsnischen, Fr.). Polygonbden. Keine 2\
Glazialperioden erkennbar.\

10208	S.13 trotz startker bertiefung der Fjorde: "Les fjords sont des lits glaciaires a l'eau marine a suecd au courant glaciare qu les a ercavs, sans que le niveau de la mer se soit ncessairement lev." -\
bersichtsreferat ohne Fakten. 
10148	von Czersk bis Bzura Mndung.-Holozne Entwicklungszyklen im\
wesentlichen klimatisch bedingt:\
Recent flood plain (Ia):Sedimente fllen gesamtes Weichseltal\
aus, bis an Rand der pleistoznen Praga-Terasse (IIa).Dicke der\
Sedimente der Flussbettfazies etwa 10m. teils > 15m.In Zone der\
Hochflutlehme diese 0.3-9.5m dick.Bedecken Sedimente des lteren\
Holozns (Ib).Ia Sedimente enthalten Kulturreste ab 7.-5.\
Jahrhundert v.Chr. bis 15.Jahrhundert.Basale Schichten des\
Hochflutenlehms aus Grenze 14./15.Jahrhundert.Fluten bis heute\
gesteigert,durch Rodungen und Meliorationen.Ia Akkumulation aber\
ausgelst durch Klima (wie bewiesen?).Subfossile Czerskterasse\
(Ib):In Lehme dieser Terasse 0.2-0.3m dicke Humus-\
horizonte:Gebiet damals offenbar ausserhalb Hochwasserniveau.\
Nach Archologie datiert dieser Humushorizont aus 7.-5.Jahrhundert\
v.Chr., bis zur Mitte des 14.Jahrhunderts.Wasserstand sicher 1m\
tiefer als heute. Damals starke Besiedlung auf dieser Hochwasser\
ebene. Siedlung durch berflutung ab 14.Jahrhundert zerstrt.Diese\
Hochflutlehme begannen in frher Hallstattzeit oder Ende\
Bronzezeit,d.h. gegen 650-400 v.Chr. Jngste archologische\
Reste der Ib-Terasse aus 14.-15.Jahrhundert.An anderen Stellen\
lteste Reste:Lausitzer Kultur (1800-600 v.Chr.) und Trzciniec-\
Kultur(1300-150 v.Chr.) Der Humushorizont auch im Tal des Bug,\
San, Wieprz.-Zwischen 13. und 10. Jahrhundert v.Chr. offenbar\
wenige oder keine berflutungen.Nach 900 v.Chr erneute\
Hochwasser:zerstrten Siedlungen. Stmme in Stromstrichen\
dieser Terrasse 1000 v.Chr.-Oberkante der Humusschicht von Ib\
ca.2-5m hher als heutiger Akkumulationshorizont.-Subfossile\
Kielpin-Terasse(Ic): In ihr fossiler Humushorizont:3000 v.Chr;z.T\
Trichterbecher und globular Amphoren Kultur:2500 v.Chr.-\
Sptpleistozne Terassen:Praga-Terrasse(IIa):4.5-5.5m ber\
rezentem Sedimentationsniveau.2-4m ber holoznen Terrassen.8-\
10km bzw. 4-5km breit. Bedeckt von Hochflutlehmen und Dnensanden,\
mit Kulturschicht 8505 +/- 90 v.Chr. Liegende braune Lehme dann\
wohl Beginn Allerd? Fluviatile Sande der Terrasse aus Mitte\
Allerd, nach C14 Tiefenerosion in dieser Terrasse begann also\
nicht spter als whrend des Prboreals.\
\
Fossile Brdno-Terrasse(IIb).Nur sedimentologisch erschlossen.\
Liegt unter IIa Hochflutlehmen. Enthlt stahlblaue Lehme, die\
hydrostatisch gepresst sind; wohl ber gefrorenem Boden?\
Reichen 3.5 m unter Oberflche dieses Sedimentkrpers,d.h. 4m\
unter die Oberflche der Praga-Terrassen, Datierung 00, doch\
vielleicht Beginn Blling? Kommt unter Kampinos Wald vor.-\
Fossile Skurcza-Terrasse (IIc) an Mndung des Wilga-Baches 7m\
hoch. Mit hydroplastischen Deformationen. ob=Raunas-Interstadial\
(13300+/- 500 v.h.) (Anm. Frenzel:v.h.?) oder Lascaux (15000\
v.Chr.)?\

10631	4200m Hhe, Station Oschona; am Oberlauf des Markansu; 30km stlich des Pik Lenin, nnw des Kara Kul'. Nachtfrste in ganzem Sommer. Ewige Gefrornis. Wstenvegetation. Wind weht Sand und kleine Steine weg.\
 - Station am Fu einer hohen Morne der letzten Vereisung. Kulturschicht in 1.5m Lehm auf Terrasse, die auf Morne liegt. 4 Kulturschichten zu jeweils mehreren Feuerstellen. Ca. 10000 Werkzeuge gesammelt. Sehr altertmliche Quarzitwerkzeuge. Daher zu Palolith. gerechnet, wie auch andere sptpalolith Kulturen der sibirisch-chinesischen Palolith-Region.\
In 2.Kulturschicht viel Kohle von Eurotia ceratoides und Betula sp. gesammelt:\
 C14  9530 +/- 130 v.h.. Also zeitlich gleich sptes Mesolith/frhes Neolith des Vorderen Orients und gleich Mesolith Europas.\
 Als Brennmaterial auch noch Juniperus verwandt. Nchste rezente Vorkommen von Betula und Juniperus viele Zehner von km entfernt, meist auerdem in 3500-3600m (Funote: Vereinzelt auch noch bei 3700-3800m in Refugien. \
Dies aber Beweis fr schnelle Hebung des Badachsan und des Pamir, nicht jedoch Hinweis auf normales Vorkommen dieser Arten). Unwahrscheinlich, da Brennmaterial hinaufgebracht. Da frher gnstigere klimat. Verh. in 4200m, dafr liegt keine Begrndung vor. Wrmer knne es da nicht sein. Feuchtigkeitszunahme msse aber zu Senkung der Schneegrenze und damit Vernichtung der Vegetation gefhrt haben. Daher Annahme, Gebiet sei seither um 600-700m aufgestiegen.\

13383	Luftdruckanomalien 1921- 1940 fr Januar und Juli gegenber 1881/ 1900 und 1920. Niederschlagsanomalien aber 1911- 1940, gegenber 1881-1910.\
Zirkulationsschema der letzten 2 Interpluviale (Ri/Wrm und Postglazial) war heutiger Klimaschwankung (angeblich, Fr.) sehr hnlich: Niederschlagsverminderung in Sahara und arabischer Halbinsel, Pyrenen- und Appenin-Halbinsel, S-Teil der Balkanhalbinsel. Nrdlich davon, besonders in N-Frankreich, Skandinavien, Alpen, N-Ufer des Schwarzen- und Kaspischen Meeres aber Niederschlagszunahme.\

10634	S.22: " Yet the effects of increased precipitation and decreased evaporation are largely identical, and often reflect an identical primary cause, so that one can draw no sharp distinction between these two processes in the Near East." \
Dasselbe wie in Butzer 1958, Bonner Geogr. Abh.\

13382	S.48: " In effect, the periods of glacial advances and readvances were, from all considerations of the evidence, moist and cool in Europe, those of the glacial maxima and standstills, cold and dry." Also 2 wichtige Zirkulationstypen.\
Im Medit.gebiet Frh-Wrm gemigt, aber entschieden feucht in NO-Afrika, und SW-Asien. Hauptwrm aber recht khl und nur mig feucht; noch am ehesten direkt nach "Gttweig". Pluviation also jeweils auf Beginn der Kaltphasen beschrnkt.\
 - Max.Niederschlag scheint jeweils max. Temp.-abnahme vorausgegangen zu sein. Vernderungen der Zirkulation also nicht Folge der Temperatur-absenkung, sondern mit Willett wahrscheinliche Ursache: Vernderungen in Ultraviolett-Strahlung der Sonne oder deren Partikel-Emission.\

13523	Grere tektonische Bewegungen endeten mindestens in Mittelpleistozn. Etwa 78% der kaspischen Wsser kommen von nrdlich 50oN. Monatliche Spiegelschwankungen des Kaspi folgen ungefhr denjenigen der Wolga. \
Hchster See-Spiegelstand aber etwa 1-2 Monate hinter hchstem Wolga-Abflu. Nach Tugolosev (1948) Kaspi 1878-1945: Zuflu: Niederschlag auf Kaspi: 177mm = 71.1 km3; Oberflchenentwsserung der Einzugsgebietes 808mm = 324.2 km3; unterirdische Entwsserung des Einzugsgebietes 14mm = 5.5 km3; Zusammen: 999mm = 400.8 km 3. - Verlust: Evaporation 978 mm = 392.3 km3; Verlust zu Kara Bogaz Gol 55mm = 22.2 km3; Gesamt: 1033mm = 414.5 km3. \
- Anomalien der Sommertemperatur (Juli) im Einzugsgebiet von Wolga und Ural ( insgesamt nur 5! Stationen) signifikant negativ korreliert mit Spiegelschwankungen des Kaspi: Erhhung der Julitemperatur im nrdlichen Einzugsbereich gekoppelt mit Temperatur-senkung im sdlichen Kaspi-Gebiet und mit Spiegelsenkung und umgekehrt. \
- Letzte Eiszeit: Kaspi um 75 m angestiegen, und zwar unmittelbar nach +15m Stand des Schwarzen Meeres, "i.e. this Early Chvalyn stage occurred before an appreciable lowering of planetary temperatures during the moist Early Glacial." Damals Niederschlagszunahme.\
 Bei max. Wrm-Stand Kaspi nur 28m ber heutigem Stand: Klima zu kalt und kontinantal. Spteres Absinken des Kaspi sei Folge des Temperaturanstieges bis Ende des thermischen Optimums. Bei Eiszeit knne Amudarja nur kleinen Teil seines Wassers in Kaspi entwssert haben, da gleichzeitig Aral Hochstand hatte. (graue Theorie!)\

10638	Bemerk.: 3 Abb.\
\
S.12: "Yet the effects of increased precipitation and decreased evaporation are largely identical, and often reflect\
 an identical primary cause, so that one can draw no sharp line between these two processes in the Near East." S.13: " The last great advantage of pollen diagrams comes from the relatively good quantitative estimate that can be made of existing climatic conditions according to the movements and relative percentage of well known botanical species.\
" - Sptglazial beginnt nach Gams mit Rckzug von Gotiglazialmornen und Beginn der Bllingschwankung: 13000 v.Chr..\
 - Von etwa 300 v.Chr bis 500 n.Chr. Meeresspiegel des Mittelmeeres 2-3m unter heutigem Niveau. In Neolithikum und Bronze 2-4m ber heutigem Niveau (Flandrische Transgression). Tiefstand in hellenistischer Zeit begann vielleicht schon frher: Alte Hfen berflutet: Appolonia, Alexandria, Caesarea.\
 - Aus letzteiszeitlicher Schneegrenz- und Solifluktionsgrenz-Depression erschlossen, da (bei 0.55oC/100m) damals Mitteltemperatur etwa 4otiefer als heute gelegen war, falls keine nderungen in Niederschlagsmenge eingetreten sein sollten.\
Holozn: 8000 v.Chr. bis heute: Klima mehr oder weniger dem heutigen gleich. Vertikales Einschneiden, Denudation, Absinken des Grundwasserspiegels (vom Menschen verstrkt).\
Subpluvial: Jngere Tundrenzeit: 9500-8500 v.Chr. Feuchtes Intervall.\
Postpluvial: Two-Creeks-Forestbed und Allerd, 16000-9500 v.Chr: Vlliges Erliegen jedes Pluvials, in 2.Hlfte trockener als heute mit sehr aktiver Winddenudation, die strker als heute war.\
Wrm-Pluvial II: Hauptwrm: 23000-16000 v.Chr. 2. und geringeres Submaximum des Wrm-Pluvials. Strkste Ausdehnung der Gletscher. Jahresmittel 4o weniger als heute. Diese Temperaturerniedrigung vielleicht wichtiger als verstrkter Niederschlag nrdlich 30on.Br.. Pluvialcharakter anscheinend nur zu Beginn dieser Phase, beim Vorsto der Gletscher.\
Sdlich 22o n.Br. keine geologischen Spuren einer Pluvialzeit dieser Phase.\
Wrm-Interpluvial (Gttweiger Interstadial): Niederschlag nicht mehr als heute.\
Wrm-Pluvial I: Pluvial par excellance. Temperatur wahrscheinlich nicht so niedrig wie in Wrm II (aber ungewi). Hauptpluvialzeit aber vor maximaler Gletscherausdehnung dieser Phase, wie auch allgemein in mediterranen Pluvialen. (- ltere Zeiten von mir nicht extrahiert).\
 - Nach Vorkommen eckiger limestone-Fragmente in Hhle Haua Fteah und interpoliert aus 2 C14-bestimmten Kulturhorizonten Beginn des heutigen Klimas lokal als 8000 v.Chr. ungefhr erschlossen. Andererseits in Libanon in Hhle Ksar Akil ber archologisch als letzteiszeitlich datierten (frh- und Hauptwrm) kalten und feuchteren Horizonten in 15-10m Tiefe jngerer Horizont mit thermoklastischer Verwitterung in 1.5m Tiefe. Annahme, da dieser Horizont gleich Salpausslk.\
 - Rckzugsstadien in Kaukasus mit Schneegrenzdepressionen von 8-900m (Teberda), 550-600m (Konatchyr) und 3-400m (Amanaus) seien zu parallelisieren mit Schlern, Gschnitz, Daun. 3-400m sei mglicherweise gleich Salpausslk. Im allgemeinen diese Zeiten arid. Aber kurzfristig feuchter: Bei Heliopolis oberpalolithische prmikrolithische Kultur in 30cm Schotter; in Palstina damals halbes Dutzend Arten von Gazellen, ein Igel, Hyaena verschwunden: feuchteres Klima! Am Jordan 2m Sand-Horizont; heute dort nur Feinmaterial abgelagert.\
 - In Belt Cave und Hotu Cave an Kaspi-Kste (Iran) in 9500-9900 v.Chr. gebildeten Schichten Seehundreste: Hherer Kaspistand vielleicht "Dagestan-Stadium" (10-12m)?- Terminologie: Vorschlag: Niederschlag hnlich wie heute: Postpluvial; post-Wrm feuchtere Phase: Subpluvial. Also aride Periode von 16000-etwa 10000 Postpluvial I; feuchte Phase des 10./9. Jahrtausends v.Chr.: Subpluvial I; folgende trockenere Phase: Postpluvial II.\
 - Am Tiberias-See 1-2m unter Seespiegel und 20-30m von Ufer (in See) entfernt prkeramische Gerte. Ebenso 3 primitive Kais: post-Palolithikum? Auerdem in Belt Cave ber mesolithischer Schicht aus 10000 v.Chr. (im Profil nicht erwhnt) letzter Lhorizont, der jnger als 6600 v.Chr. ist. In mesolith. 6600-Horizont zwar Gazella subgutturosa, aber auch Bos primigenius und Cervus elaphus: Wieder feuchter, hnlich heutigem Klima. Also nach Subpluvial I fr etwa 1-2000 Jahre trockeneres Klima.\
 - Subpluvial II oder neolithisches feuchtes Intervall. In Cyrenaika in Hagfet et Tera-Hhle zusammen mit ziemlich entwickelter Caspian Spitzen-Technik Cervus sp., Bos primigenius, Bos sp., Equus caballus. Betreffende Technik 6450-ca,3050 v.Chr (C14). Also Schicht vielleicht 6.Jahrtausend v.Chr.. Ebenfalls auf feuchteres damaliges Klima weisen Straueneier am Djebel es Soda hin. Am Tayum in +10m-Terrasse (C14: 4144 bzw. 4440 v.Chr.) Reste von Cyperus papyrus, Heleocharis, Hordeum, Lathyrus, Betula. Damals intensivierte Erosion und Akkumulation grober Kiese, Sande und Schotter. \
Zeitraum nach Kulturresten: Von Negada I bis frhe dynastische Zeit. Sahara: "Beduinen Mikrolithikum" (5350 +/- 300 v.Chr.) in Schlammpfannen. Felszeichnungen in Lybischer Wste und Fezzan bis 22o in gypten: Giraffen, Straue, Rinder, Schafe, Pferde, Antilopen, Steinbcke, Gazellen, Elefanten, Rhinozerosse. Fezzan: Zuerst Elef., Rhinoz., Giraffen, Jger, Wild, gezhmte Ochsen oder Bubalus?. Dann "Weidekunst"-Serie: Ochsen, Jger, Rhinoz., Giraffen, Straue; schlechte Darstellungen von Elefanten. Dann nach 1600 v.Chr. Pferde, Pferdewagen; Rhinoz. verschwinden.\
Dann (nach 500 v.Chr.) Camele (dekadent und nur noch an Wasserlchern); Giraffe, Strau, Pferd, Ochse verschwunden.\
\
Obergyptische Wsten: Nagada I (Amratisch) und frher (bis etwa 3600 v.Chr.) "frheste Jger" und "frhe Oasen-Siedler": Viele Giraffen, Elefanten und Straue. - Nagada II (Gerzean), 3600-2850. Giraffe und Elefant auf Zeichnungen selten geworden. - Dynastische Zeit (2850-332 v.Chr.) Giraffe, Elefant, Strau verschwunden; nur noch Gazellen, Antilopen, Steinbcke und gezhmte Arten dargestellt. Lwen erst ab 7.Jahrhundert nach Chr. nicht mehr dargestellt.\
 - Aus Bildern erschlossen, da erst recht feucht; dann ab 4.Jahrtausend langsam z.Zt. 1. Dynastie (2850) sehr starke Abnahme des Niederschlages. -Am Euphrat neolithisches Ur gegen 3700 v.Chr. durch Flutlehme begraben. Diese feuchte Phase des Vorderen Orients also ungefhr gleich Atlantikum. Vorangegangenes Postpluvial II gleich Prboreal und Boreal.\
Postpluvial III: S.116: " The climatic fluctuations of the last 4000 years have not been of sufficient duration or magnitude to leave much physiographical evidence, and it becomes increasingly necessary to resort to archaeological evidence and literary sources." Nach 248o sinkt Fayumspiegel ab, bis er schlielich 285-247 v.Chr. (Ptolomus Philadelphus) an Nil angeschlossen wurde. Z.Zt. der 5. und 6. Dynastie anscheinend Abwanderung aus lybischer Wste. \
Verarmung der Savannenfauna auf Felsbildern. In Bibel hufig auf Drren im Zeitraum von 1800 v.Chr. bis 850 v.Chr hingewiesen. Wesentlich weniger (nur 2 mal) spter. - In Mesopotamien ca. 5 mal mehr neolithische als bronzezeitliche Siedlungspltze. - Bronzezeitliche Lsse bei Astrabad. Mangyschlakphase des Kaspi von Butzer in Subboreal gestellt, da Subboreal trockener gewesen sei. Postpluvial III also gleich Subboreal.\
 - Historische Zeit: In historischer Zeit sicher Grundwasserspiegel gefallen, um etwa 2m; aber unklar, ob auf klimatische Ursachen zurckfhrbar, oder ob nur Schwinden des Vorrates. In Zeitraum 500 v.Chr. bis 600 n.Chr. Klima ungefhr wie heute. 2.Jahrhdt.n.Chr. feuchter als heute und als voraufgehende oder nachfolgende Zeit. Besonders Drrejahre ab ungefhr 450, besonders 590-645.\
 - (Schlu ausgelassen !!). -\

10641	Angeblich: 1. Jungsteinzeitliche Jger (4500-3600 v.Chr.): Hippopotamus, Krokodil, Rhinoceros, Elefant, Altbffel, Giraffe, Strau, Antilopen. In gypten kleinere und primitivere Darstellungen.\
2. Nomadische jungsteinzeitliche Viehzchter und Jger (ab 4000 v.Chr.): Groe Rinderherden mit Jagdwild; allmhliche Zurckdrngung von Hippopotamus, Rhinoceros, Elefant, die im O nach 2750, in der zentralen Sahara sptestens ab 2000 v.Chr. verschwinden.\
3. Streitwagen-Krieger (nach 1500 v.Chr. in der O-Sahara, etwa 1200 in Mittelsahara) Pferde, Giraffen, Strau, Antilopen.\
4. Kamelnomaden seit Anfang der Zeitrechnung. Kamele, Straue, Mhnenschafe.\
\
Heikel: Datierung der Bilder im Einzelfalle immer sehr schwer. Annahme, 5000-2400 v.Chr. sei regenreichere Zeit gewesen, erschlossen aus Tierbilder-Verbreitung (vgl. Abb.). Aber, wenn Pferd noch bis Libyen, Fezzan und Hoggar, dann mu in Zeit 3. noch recht gute Vegetation vorhanden gewesen sein.\
berhaupt Einflu des Menschen zu wenig bercksichtigt; ebenso subrezente Verbreitung der dargestellten Wildtiere.\

10643	hnlich Bonner Geogr.Abh. und gypt.Zs.\

13391	lteste afrikanische landwirtschaftliche Siedlungen in N-gypten, Merimde und am Moeris-See in der Fayumdepression.\
Fayum "A"-Kultur 6500 v.Chr., Ackerbau begann im Niltal wahrscheinlich gegen 5000 v.Chr.\
Aus Schotterlagen in heute trockenen Gebieten, die archologisch zwischen 5000 und 2350 v.Chr. gestellt werden mssen, geschlossen, da damals, also mehr oder weniger gleichzeitig mit Atlantikum, feuchte Periode in gypten war. Auerdem in Delta oder Fayum "tropische Relikte": Pistia stratiotes (Wasserpflanze), Bufo vittatus, Gymnarchus niloticus, Chamaeleon, zahlreiche tropische Schnecken und Mollusken. \
Auerdem schwacher roter Horizont (5cm) (Epi-Levallois II ?) direkt sdlich Deir Tasa: Feucht-warmes Klima! An Grenze Sudan/Sahara viele Lehme als Zeugen ehemaliger Regenwasserteiche, hier auch Swassermollusken, wo sie heute nicht mehr leben knnen. Viele hnliche Hinweise!\
- Ende dieses Subpluvials durch starke Dnenbildung gekennzeichnet, deren Alter z.T. nicht bekannt ist. Z.T. aber auch Dnen ber datierbaren Grbern oder anderen Siedlungsspuren. - Aus Verbreitung der Felsbilder, besonders von Elephant und Rhinoceros in stlicher Wste geschlossen, da damals (Zeit der "earliest hunters"), in stlicher Wste 100-150mm Niederschlag in hheren Teilen der Hgel am Roten Meer. Heute dort 10mm.\

13503	Europa und angrenzende Gebiete Afrikas und des Atlantik. 2 Voraussetzungen fr Butzers Hypothesen: a) Zuverlssiger paloklimatologischer Nachweis; b) "All meteorologic implications from the physical evidence must have present-day counterparts in short- or long-term weather patterns. In other words we cannot accept the existence in the Pleistocene, of weather patterns unknown today."\
High-index circulation: regulre zonale Wind- und Druckzonierung; gut ausgebildete, ununterbrochene Strahlstrme; starke zonale subpolare Tief- und subtropische Hochdruckgrtel.\
Low index circulation pattern: halb-chaotische Zirkulation, geknpft an stark mandrierenden Strahlstrom und zahlreiche obere Trge oder tief abgeschnittene Tiefs und quasistationre blockierende Hochs.\
Hier interessant Zeit des Entstehens und Vergehens der europischen Inlandeismassen. N- und Mitteleuropa: Zu Beginn:\
 Weithin Solifluktion und starke Frostschutt-Akkumulation in Flssen. Bei Eishalten oder Rckzgen: Fehlen starker Solifluktion; fluviatiles Gleichgewicht oder eventuell Einschneiden; weiterhin olischer Transport.- bergang medit.-subtrop.Bereich: Feuchtenachweise unmittelbar zu Beginn der Glaziale, so auch vor jedem Vorsto.\
Im Hauptteil des Hoch- und Sptglazials, aber wenigstens genau so trocken wir heute, aber klter. Sptglazial trockener als heute in semiariden Subtropen.\
 - Eisvorsto also im frhen Glazial kaltes maritimes Klima in hheren Breiten und betrchtlich verstrkter Niederschlag in subtropischen Breiten. Hierdurch Luftfeuchtigkeit ber sehr weiten Bereich betrchtlich erhht. \
Wenn Lufttemperatur ber gesamter Erde um mindestens 4o gesenkt, dann nach Flohn in niederen und mittleren Breiten Evaporation um mindestens 20% gesenkt.\
\
Hierdurch also erhhter Niederschlag im Frhglazial nicht erklrbar. Daher andere Zirkulation (Growetterlagen) vermutet: Damals wahrscheinlich verstrkt Nord-meridionale Zirkulation (HNa, HN2, Na, N2); vermutlich zeitweise auch marine Anticyclone ber Fennoskandien, wodurch heute Niederschlag in Medit. um 37% ansteigt. Wahrscheinlich auch im Winter Zunahme der S-meridionalen Zirkulation.\
 - Bei Verschwinden der Gletscher Klima sehr trocken und langsame Erwrmung: Kontinentales Klima mit sehr trocken und khlerem Klima in Subtropen. Nach Dnen-Analyse des Sptglazials im Sommerhalbjahr Hoch ber Mitteleuropa und NNW-Winde hher als 50o, mit Hoch im S. Hierbei khle, feuchte Sommer in Skandinavien. Dies bei Aushalten des Eises im N nicht unwahrscheinlich. Derartige Wetterlagen bringen heute Niederschlag in Europa. Da aber Evaporation ber Atlantik um mindestens 20% verringert, lst sich Problem nach Butzer von selbst.\
 - Im Mittelmeergebiet diese Wetterlagen, falls auf Winterhalbjahr bertragbar, um 40% geringeren Niederschlag als heute im Mittel!\
\
Wahrscheinlich also im Sptglazial strkerer Anteil der zonalen Zirkulation als in der Gegenwart. Im Hochglazial hnlich. Nur noch strkere zonale Zirkulation und westliche Winde. Im Hochglazial Mittelmeergebiet nicht abnorm trocken, so da Nord-meridionale Zirkulation im Winter noch einige Bedeutung gehabt haben mu.\
\
Also im wesentlichen nur Frhglazial meridionale Zirkulation; Hoch- und Sptglazial zonale Zirkulation. Daher: Nur geringe Vernderung der Growetterlagen kann schon Gletschervorsto und -rckzug verursachen, ohne da primre Abkhlung notwendig ist. Hierdurch verursachter Gletschervorsto kann dann seinerseits zum Temp.-Abfall fhren. Also Druckverhltnisse studieren, nicht Temperatur-Anomalien!\

13505	Dasselbe wie in Arbeit Nr.754. Versuch einer Analyse der Hhe hochgelegener fossiler Strandwlle und einer vor der Kste gelegenen Barre.\

13512	Verf.: Sehr wenig der Stratigraphie relativ sicher!\

13615	Karte der Klima- und Vegetationstypen whrend eines Pluvials in N-Afrika und Vorderasien. - Neue Karte der Isohyeten bei letzter Kaltzeit in NO-Afrika. Vegetations-Karte N-Afrika, Vorderer Orient bei Letzter Kaltzeit: Vielfach absolut falsch, so in SW- und Mittelasien. In Afrika unbewiesen.\

10644	Frh-Wrm-Glazial war das wesentliche Jungpleistozn-Pluvial. Im Hochglazial im Mediterran-Gebiet normale Feuchtigkeitsverhltnisse (geringe Bodenentwicklung in N-Sahara als im Frhglazial; Dnen in damaligem Kstenbereich der tiefer liegenden Kstenlinie. Eine feuchtere Oszillation machte sich durch Kolluviale Lehme und Wadi-Schotter bemerkbar.\
- Sptglazial mindestens so trocken wie heute.\

10619	Bemerk.: siehe Karte\
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Pinus sylvestris L.: Mdg.Terskol in Baksan, Irik, Syltran, Oberlauf Adyr-su, Adyl, Schil'da, zwischen Koi-sjurjul'gin und Tegenekla, Oberlauf Gara- auz zum Cegem (bis 2000m), Dzailyk-su am Oberlauf des Cegem, Stulu-Schlucht am Fytnagra-Gletscher, kurz oberhalb der Mndung des Tjutjun-su in Balkarski Cerek, Sum-Schlucht, Dych-su, Karagom.\
Salix caprea L: Basil-auz, Oberlauf Cegem, Mornen des Basil'-auz-Gletschers, Kulak-Gletscher (alle Oberlufe des Cegem) (bis 2280m), an Rcyvaska (Schlucht Urta-Tala), Mndung Fytnagri-su in Karasu, Karagom.\
Salix caprea x Salix aurita L.: Mornen des Fytnagra-Gletschers.\
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Salix caprea L. x cinerea L.: Oberlauf Karasu 2000m, Schlucht Dych-su, Mndung Fytnagra-su in Kara-su, Karagom.\
Salix caprea L. x hastata L.: Oberlauf Karasu, linkes Ufer der Rcyvaska bis 2300m, Mornen des Il'kez- oder Gezegletschers, Mornen des Kara-Ciran-Gletschers 2700m, Sukan 2250m.\
Salix aurita L.: Karagom, 1650m.\
Salix cinerea L.: Oberlauf des Karasu, Schlucht Dych-su bis 2380m, Karagom.\
Salix pentandra L.: Karagom 1650m.\
Salix fragilis L.: Mornen des Dych-su-Gletschers 2380m, Ailangentas 2250m.\
Salix purpurea L.: Schlucht Dych-su.\
Salix arbuscula L.: auf allen Mornen des Untersuchungsgebietes, Karasu am unteren Teil der Schlucht Suuk-auz, 2000m. Rcyvaska 2018m.\
Salix arbuscula x hastata: Karasu am unteren Teil der Schlucht. Suuk-auz 2000m, Rcyvaska 2018m, Schlucht und Gletscher Dych-su.\
Salix apoda Trautv.: Sukan-basi-cifi 2500m.\
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Salix hastata L.: Ullu-Guluku 2560m, Mornen des Kara-Ciran 2700m, Sumpf Cefanzar in Digorien 2400m, Sukan-basi-cifi 2500m, Sukan-basi-ullyrcha.\
Salix glauca L. x hastata L.: oberer Teil der Dych-su-Schlucht.\
Carpinus betulus L.: Oberlauf der Malaja Belaja, Kazan (1400m), Schlucht Char', Schlucht des Cheu, zwischen See Golugyj und Incitty-kelle, Lesken, Argudan, zwischen Incitta und Verchnyj Kozokovyj, Zygyr-su, Schlucht Bol'saja Saluska, Oberlauf des gleichen Flusses, Mndung Karasu in Dych-su, Su-ava 1900m, linkes Ufer der Balkarsk-schlucht.\
Corylus avellana L.: Oberlauf der Mal.Belaja, Schlucht des Cheu, Oberlauf des selben Flusses, Zygyrsu, Cainaska, Schlucht des Balkarski Cerek, Schlucht des Karagom bis 1600m.\
Betula verrucisa Ehrh.: Gebirge Tesekle-syrt 1300m, Adai-su, Syltran 1900m, Uruchsk-Schlucht.\
Betula pubescens Ehrh.: Oberlauf Bol'saja Saluska, am Cegem zwischen Tochtamysevyj und Cizok-Kabak, Kamenka, Adyr-su, Adyl'(2000m), Tarskol 2280m, Mornen im Oberlauf des Donguzorun 2500m, Kulak-Gletscher, Bezeng-Gletscher, Oberlauf des Cegem, Rcyvaska 2018m, Oberer Teil der Schlucht Dych-su, N-Hang des Dorbunla-ala 2200m, Stulu-Pa, Mndung Fytnangri-su in Kara-su, Uruchsk-Schlucht, Ailangentas 2250m, Sukan-Schlucht (Reste!) 2250m, ein Strauch auf Mornen des Gletschers Sukan-basi-ullu-Ciran in 2750m.\
Betula raddeana Trautv.: nahe Gletscher Basil'-auz, nahe Gletscher Saurtu (Oberlauf des Cegem), Oberlauf Karasu, Rcyvaska, Oberer Teil der Dych-su-Schlucht, nahe Karagom-Gletscher (alle ungefhr 2200m).\
Betula pubescens x raddeana: Oberlauf Cegem, Rcyvaska, oberer Teil der Dych-su-Schlucht, N-Hang des Dorbunla-ala 2200m.\
Alnus incana Willd.: Kazan 1500m, Oberlauf Kazan-su, von Bek-kol nach Sauchna, Schlucht der Char', Zygyr-su, Oberlauf des Alai-su, Karagom 1650m, Mornen des Karagom-Gletschers, Uruchsk-Schlucht.\
Alnus glutinosa Willd.: Kamenka, Chasan'ja 470m.\
Fagus orientalis Lipsky: berall in Cernie Gora, unterer Teil der Rcyvaska-Schlucht (strauchfrmige Reste), Mndung Kara-su in Dych-su (1900m).\
Quercus pedunculata Ehrh.: Schlucht des Chulamsk Cerek oberhalb Mndung in Balkarsk Cerek der Bol'saja Saluska, zwischen B. und M. Saluska, nahe Chasan'ja.\
Quercus sessiliflora Sm.: Oberlauf der Malaja Belaja, Schlucht des Cheu.\
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Quercus sessiliflora Sm. var. pinnatiparita Medw.: Oberlauf der Malaja Belaja.\
Ulmus elliptica C.Koch var.pubescens Medw.: Kazan, 1400m, Schlucht des Char', unterhalb der Mndung des Char' in Kazan, am Argudan, bei Cizok-Kabak am Cegem, Oberlauf des Alai-su.\
Tilia cordata Mill.: Schlucht des Chulamsk Cerek oberhalb dessen Mndung in Balkarsk Cerek, Uruchsk-Schlucht.\

10620	Bemerk.: dt.Zusfas.\
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In Balkarien auf Juragestein des Skalisty Chrebet viele sehr seltene Endemismen. Besonders auf Felsen. Die meisten dem Skalisty Chrebet eigen, nur wenige gehen bis zum Peredowny Chrebet. Andere aber, die mehr auf Wiesen wachsen, gehen auch bis zum Glavny Chrebet.\
Alles sind gute, aber alte Arten, die oft sogar Bindeglieder zwischen verschiedenen Sektionen darstellen: Papaver lisae N.Busch, Ranunculus balkharicus N.Busch, R.suukkensis N.Busch, Saxifraga columnaris Schmalh., S.dinniki Schmalh.. Grnde fr geringen Umfang der Areale kaum im Klima (niederschlagsreich) oder in Gesteinsverhltnissen (alle mglichen Gesteine) zu suchen, sondern historisch.\
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Arealzersplitterung wohl durch Eiszeit. Hielten sich hier auf S-Hngen, obwohl Umgebung stark vergletschert war. Im Postglazial war aber Arealverbreitung gehindert im N durch Vorsto des Buchenwaldes (alle abgehandelten Endemiten sind keine Waldpflanzen), im S ebenfalls durch Wald in tiefer Schlucht des Balkarskij Cerek und auerdem durch auerordentlich hohen Peredowyj Chrebet. Nur wenige drangen durch hochgelegene Tler wieder nach S, und nur eine erreichte den Hauptkamm.\

10622	Sd-Orsetiens, Kel'sker Vulkangebirge, nahe dem Kel'-See, am Ausflu der Ksauka in 2900m 1m2 groe Steinpolygone, sehr regelmig gebaut. Feinerdeteil 30-40cm im Durchmesser; Polygon-Steinrand bis 5cm breit und bis 10cm tief. \
Diese Polygone im Zeitraum von 1935 bis 1937 strker mit hherer Vegetation (Taraxacum steveni DC., Carex aequivoca Krecz., Ranunculus crassifolius Rupr., R.brachylobus Boiss., R.gymnadenus.Somm.et Lev.) bewachsen. Hierbei Form der Polygone gestrt.\
hnliche Polygone im Kaukasus, hohen Bergen Armeniens:\
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Alagss, Achmangan-Gebirge. Im N-Kaukasus in Balkarien am Oberlauf der Cainaska, einem Nebenflu des Balkarskiy Cerek: Steinstreifen, aber keine Polygone (keine Hhenangabe!). Nach Konovalov am NO-Hang des El'brus am Irachik-Syrt in 2800-2900m Steinpolygone und Steinstreifen.\

10623	Im Kuban-Gebiet 4 botanische Provinzen: a) West- oder Krimgebiet von Anapa bis zum Meridian von Ekaterinodar; b) Gebiet der Reliktpflanzen oder der kolchischen Elemente vom Meridian von Ekaterinodar nach O bis zum Terebinsko-Do-Utskij-Gebirge; c) Gebiet der Gebirgssteppenpflanzen oder der Elbruserhebung vom vorgenannten Gebirge bis zum Elbrus; d) Gebiet der Laubwlder mit vorherrschender Eiche, nrdlich der beiden vorhergehenden Provinzen.\
Sdlich Upornaja und Batalpasins und Dzelmtas-Hhen Eichenwlder auf degradiertem Cernozem und auf Podsolbden. Eichen krppelig wegen starker Nutzung: Quercus pedunculata, Quercus pubescens, Corylus avellana.\
Gebiet zwischen Krim und Anapa steht floristisch und vegetationskundlich der Krim und dem Gebiet im Novorossisk auerordentlich nahe, viel nher als dem brigen Kubangebiet. Dieses Gebiet daher wohl besser genannt: "Kubankreis der Krim-Novorossisk-Provinz".\
Fast auf halbem Wege zwischen Anapa und Raevska (zur Krim hin) verluft NW-Grenze der Kaukasusbuche, und bei Pavlovka verluft W-Grenze von Acer tataricum.\
Bei Raevska und Pavlovka in Wldern: Salix alba, Quercus pubescens, Quercus pedunculata, Acer, Tilia, Carpinus, Fagus,  usw.\
Nordwestlich des Elbrus im Maratal Laubwlder aus Quercus, Fagus, Carpinus. Sdlich davon Indys-Tal in Laubwaldbereich mit Quercus.\
- Chudes - Schlucht schon vllig von Pinus-Wldern bedeckt. Hier typische Gebirgssteppenvegetation. Nur am Unterlauf der Chudes-Schlucht vereinzelt Carpinus betulus L. und Eichen.\
Oberlauf der Teberda und Kluchorpass: Schne Wlder aus Abies nordmanniana Spach., Picea orientalis Carr., Betula verrucosa Ehrh., Betula pubescens Ehrh. . Hier auch an kolchischen Elementen: Vaccinium arctostaphylos L., Rhododendron ponticum L., Cardamine seidlitziana Alb.var.pilosa O.E.Schulz f. microphylla O.E. Schulz.\
 - Vacc. und Rhodod. auch am Oberlauf des Amanauz und nahe dem stlichen Aksautgletscher (stets im Fichten-Tannenwald). Ebenso in Gebirgen des Maikop-Gebietes.\

10624	Bemerk.: dt.Zusfas.\
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Im Zentralkaukasus am N-Hang 5 parallele Gebirgszge, NW-SO, durch Lngstler voneinander getrennt. 1. und 2. aus Kreidekalken, 3. (Skalistyj Chrebet) aus jurassischen Dolomiten; 4. Peredovoi, 5. Hauptkamm. 4. und 5. im wesentlichen aus Kristallin. N-Hang des 1. von Buchen-Waldsteppe eingenommen, 2. von Buchenwald; bewaldete Teile des Skalistyj Chrebet Laubwlder mit vorherrschender Buche. Im Kristallin nur noch vereinzelt Laubwaldreste, meist Kiefern- und Birkenwlder. \
Im Tal des Balkarskiy Cerek Reste einst dichter Wlder, die besonders aus Fagus orientalis Lipsky bestanden. An oberen Partien des linken Ufers der Schlucht und im Oberlauf auf rechtem Ufer Kiefernwlder und ihre Reste. I\
n oberem Teil der Balkarskij Schlucht auch Birkenwlder. Im Oberlauf des Balkarskij-Cerek an Mndung des Tjutjun-Suin 1500m Birkenwald: Betula verrucosa Ehrh., B.pubescens Ehrh.. Bis 12m hoch und 60 cm Durchmesser; Alnus incana W., Ulmus elliptica C.Koch var. pubescens Medw., Prunus avium L., Fraxinus excelsior L., selten Carpinus betulus L., Fagus orientalis Lipsky, Picea orientalis Carr., \
Abies nordmanniana, Pinus hamata Stev., Acer trautvetteri Medw., Taxus baccata L. (recht hufig), Salix caprea L x cinerea L., S.caucasica And., Corylus avellana L.. stlichster Fundort von Abies nordmanniana. berschreitet nach Medvedev nicht Kuban'- Terek-Wasserscheide. \
Bus fand sie nicht zwischen Teberda-Doutsk-Gebirge und Elbrus. Am Uzun-Kol im NW-Kaukasus nur vereinzelt.\
Fichte noch weiter im O gefunden: Gebiet des Uruch in Digorien (Quellgebiet des Uruch in Schlucht des Bartu und der Beljaga). Eibe in verschiedenen Stellen N-Ossetiens.\
 - Ehemals wohl von Verchnjaja Balkaria bis zum Tjutjun-Su weite Wlder mit vorherrschender Buche. Reste dieser Wlder: Vorkommen von Corylus avellana L und Rhododendron flavum Don. 15km oberhalb Mndung des Tjutjun-Su in Schlucht des Balkarskij Cerek in 1900m, NNW-exponierter, schwer zugnglicher Hang: Betula raddeana Trautv., B.pubescens Ehrh., Bastard beider; Fagus orientalis Lipsky, Acer trautvetteri Medw., Salix caprea x cinerea L.. Hier wohl Kontakt von Buchenwald mit subalpinem Birkenwald.\
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Buche bildet in Colchis und S-Ossetien oft die Waldgrenze. Am N-Hang auf Kristallin meist Coniferenzone zwischengeschaltete: Im W zwischen Osten und Teberda Tanne und Fichte, im O(Elbrus, Balkarien und Digorien) Kiefer. Buche bildet aber wieder Waldgrenze auf Dolomit des Skalistyj Chrebet, wo Coniferenzone fehlt.\
 - Die beschriebenen Vorkommen von Buche, Eibe, Fichte und Tanne wohl Relikte einer postglazial weiteren Verbreitung. Keine Prglazial-Relikte, da dieses Gebiet vereist war.\
In Kiefernwldern dringt an Kahlschlagstellen Vegetation der Gebirgsxerophyten ein. Am Karasu in 1990m Pinus hamata Stev.. Sehr gute Selbstverjngung der Kiefer. - Am Dychskij-Gletscher in 2380m Betula raddeana Trautv., Betula pubescens Ehrh., Bastard beider, Salix caprea L. x cinerea L., S.cinerea L., S.fragilis L.. - Meint, Waldgrenze habe sich seit der postglazialen Wrmezeit hinabgesenkt. Diese Bewegung sei auerdem vom Menschen verstrkt worden.\
 - Im Skalistyj Chrebet auch Salix caprea L. x S.hastata L., S.apoda Trautv.. Hier auch Rhododendron caucasicum Pall., der nie bisher auf dem Dolomit dieses Gebirgszuges gefunden wurde, und Sphagnum girgensohnii. Im Peredovyj Chrebet an der Rcyvaska in 2300m Salix arbuscula L..\

10625	Bemerk.: dt.Zusfas.\
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In Balkarien auf Pa Agastan im Moor Betula pubescens Ehrh.. Von hier aus zum Stul-Pa: Betula raddeana Trautv., B.pubescens x raddeana. Salix pentandra, S.apoda Trautv..\
Es bestanden keine kontinuierlichen Wanderwege vom N her (Starke Armut der Kaukasus-Flora an borealen oder arktisch-alpinen Elementen). Sphagnen wanderten erst jngst ein (wann) und vermochten noch keine mchtigen Torfmoore aufzubauen.\

10626	(Nur C.bellidifolia L. excerpiert).\
Cardamine bellidifolia L.: Entstand vielleicht schon Ende Tertir. Whrend groer Vereisung weite Verbreitung. Kam damals schon nach Europa.\

10627	Bemerk.: dt.Zusfas.\
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Untersuchungen in Balkarien und Digorien.\
Untersuchte Gebiete: Massiv Suuk-auz-kaja, Schlucht Suuk-auz, Plateau El'gebesik und Oberlauf Karasu; Flu Rcyvaska und Sukan-Gebiet von Massiv Mechtygen bis zum Oberlauf; Oberlauf des Balkar.Cerek, Digorien von Guram bis Karagomschlucht.\
Im Cainaska-Lngstal (vor Suuk-auz) Reste ehemaligen Laubwaldes gefunden: Corylus avellana L., Alnus incana Willd., Rhododendron flavum Don.. Im El'gebesik-Plateau bildet Betula raddeana Trauttv. subalpine Gebsche. In Schlucht Suuk-auz oder Karasu Spuren ehemaliger Bewaldung: Betula raddeana Trautv.(1.5 m hoch); sonst noch Waldbodenflora (Moose und Farne und Vaccinien). Im subalpinen Bereich Betula raddeana teils knstlich vernichtet, an ihrer Stelle Rhododr.caucasicum Pall.-Gebsche mit vereinzelten Birken.\
Schlucht der Rcybaska: Frher dort in unterer Abteilung Fagus orientalis Lipsky und Corylus avellana L.. Heute nur Gebsche von Alnus incana L. , Rhododendron flavum Don. und einzelne Juniperus communis L..Durch starke Beweidung nach Abholzung jetzt nur Wachstum und Verbreitung von Gebirgsxerophyten gefrdert.\
S.167: " In Balkarien ist ein berchtlicher Teil der Standorte der Gebirgssteppenvegetation zweifellos sekundrer Entstehung. In unserem Arbeitsgebiet am Balkarischen Cerek ... und an der Rcyvaska trafen wir sie nur an sekundren Standorten. Wie wir bereits sahen, siedelt sich die Gebirgssteppenvegetation an der Stelle abgehauener Wlder an, wenn das das weidende Vieh zult. Andererseits kann sie sich aber auch ohne Hilfe des Viehs in Kahlschlagbereichen ansiedeln, wie wir am Sur sahen. \
Anscheinend sind in Balkarien die Bedingungen fr das Auftreten und die Weiterentwicklung der Gebirgs-Xerophyten-Vegetation bedeutend ungnstiger, als im Elbrusgebirge. Vor Einwirken des Menschen war die Gebirgs-Xerophyten-Vegetation in Balkarien wahrscheinlich noch viel unbedeutender. In unserem Untersuchungsgebiet in Digorien trafen wir berhaupt nicht auf eine solche Vegetation."\
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Nach Kuznecov stammt diese Vegetation aus Daghestan und dehnt sich noch heute nach W aus. Bus u.a. sehen aber diese Pflanzengesellschaft als Relikte der postglazialen Steppenperiode an, zumal da sie im Elbrusgebiet besser ausgebildet sind, als in Balkarien, das ja nher an Daghestan liegt. Stellt sie zur Phrygana des Balkans.\
- Oberer Teil der Rcyvaskaschlucht war ehemals mit Birkenwald bedeckt, von dem noch einige Reste zeugen. - Schlucht des Balkarski Cerek war ehemals ganz von Laubwald bedeckt, auch Kiefernwald. An einem Nebenflu  noch heute Eibenwald (Taxus!). Wald aber im wesentlichen ehemals beherrscht von Fagus orientalis Lipsky. \
- Schlucht Dorbunla-aly Betula raddeana Trautv. und Betula pubescens Ehrh. sowie Bastarde beider. In diesem Wald sehr viel Waldfarne und bis zu 78cm im Durchmesser messende Birkenstubben (heute bis maximal 35cm). In Digorien am Karagomgletscher schner Kiefernwald mit guter Selbstverjngung.\
In Sphagnummooren sehr wenige boreale und arktische Arten. Auch in Sukan-Schlucht am Guram ehemals dichte Bewaldung bis in subalpine Stufe.\

10628	Westlich der Kura-Rion Wasserscheide kolchische Vegetation: Buchenwald. stlich der Wasserscheide entweder anderer Buchenwaldtyp oder Kiefernwald, Gebirgsxerophyten und Quercus macranthera (Hochgebirgs-Eiche). \
- Im Paca-Tal Primrwald aus Fichte und Abies nordmanniana. Sekundr durch Ttigkeit des Menschen in Buchenwald umgewandelt.\

10630	Holz von lter als 32000 Jahren in Ohio (vgl. Aufsatz Goldthwait, 1958): Picea 4x, Quercus 2x, Fraxinus 2x, Fagus 2x, indet. 1x.\
Hlzer 16600-23000 Jahre alt: Picea 176x, Larix 3x, Thuja 1x; Nadeln von Picea glauca 4x.\
Bume lebten, als sie berfahren wurden: Rinde noch dran; Holz unregelmig gesplittert, nicht mehr oder weniger gleichmig gebrochen, wie bei totem Holz. An 5 Lokalitten Jahresringe auch nur noch in letzten Jahren sehr dnn. Hiernach zu urteilen: Khles Klima, das fast subarktisch wurde. Wahrscheinlich nur schmale Coniferenzone. Berechnet aus Jahresringbreite fr Gebiet, in dem Goldthwait nach C14-Analysen 108 feet/Jahr Vorrckgeschwindigkeit ermittelte, 38 feet/Jahr.\
???\
Ist das richtig? Selbes Phnomen doch auch da, wo kein anthropogener Einflu!).
10598	Nrdliches Schams (Viamala) in ltester Dryas eisfrei, bis mindestens 1020m. Bernhardino-S-seite innerhalb Ia bis 1953 eisfrei.\
 - Bis Beginn Allerd Steppentundra und Rohbodenvegetation: Artemisia, Chenopodiaceen, Ephedra frag./dist., Pinus. Thermophile Elemente d. Lai da Vons wohl umgelagert? 3 Artemisia Maxima: Ia und bergang zu Ib; bergang Ib/ Ic bis Allerd; IV. Gipfel in III markant; klingt erst in IV ab.\
 - Erste Wiederbewaldungswelle mit Birke und Hippophae in Viamala im Blling (1020m). Lai da Vons (1991m) dies nur Ferntransport. - S-Seite des Bernhardino (1953m) im Blling Salix herb., S.retusa. Vor Wiederbewaldung im Prboreal Birken-Gipfel.\
 - Seit III bis etwa 1500m Wiederbewaldung mit Birke, Kiefer, Lrche, Arve. Kiefer stets ab Ia. Hohe Kiefern-Werte vor II bei mehr als 1100m wohl Fernflug.\
 - Viamala bis oberhalb 1000m mit Kiefer bewaldet. -\
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Im Gebiet Pin.silv. vor Arve. Arve erst seit II hufiger, in IV und V hnlich wichtig wie Kiefer: Funktion der Bodenreifung? In Viamala Kiefern-Dominanz bis Anfang Boreal. Dann von Fichte abgelst.\
 - Bei oberhalb 1600m Wiederbewaldung erst in IV: Birke, Lrche, Arve, Kiefer. Wohl wichtig Latsche, doch nicht nachweisbar. - In IV und V Waldgrenze oberhalb 2000m.\
 - In subalpiner Stufe des Schams bei Wiederbewaldung Lrche, Arve, Kiefer; in Montanstufe Kiefer, dann Fichte. Am Bernhardino-Pa auch noch Birke.\
 - Boreal und Atlantikum Waldgrenze oberhalb 2100m. Im Jngeren Atlantikum Rckgang von Lrche, Arve, Kiefer und Fichte. Lrche und Fichte erweitern Areal im Subatlantikum: Anthropogen und klimatisch?\
 - EMW stets nur sehr schwach: Kontinental und Nadelholz-Konkurrenz. EMW - Anstieg im Schams anfangs Boreal, Alpen-S-Seite in IV. Hasel Anstieg an Bernardino-S-Seite 8740 v.h.; Im Schams und Rheinwald nur schwach; strker allerdings um subalpine Moore : Hhere Haselvorkommen? Auf Bernhardino-S-Seite bis fast 2000m im Atlantikum viel Bergahorn.\
 - Im Schams und an Bernhardino in IV Ausbildung des Lrchen-Arven-Grtels, bis maximal 2100m. Im Schams Lrche ab Ende Ia. In II erstes Lrchen Maximum von 4% dort. Sdlich des Bernhardino Ericaceen mit Lrchen und Arven anfangs IV eingewandert; auf N-Seite erst gegen Ende IV.\
 - Fichte in Boreal und Atlantikum von N nach S in Hinterrheintler und ber Bernhardino in Misox einwandernd: Schams, 1020m: ca.8000 v.h.; Alp Marschol ca. 7600; Sass de la Golp (1953m) ca. 6780 v.h.; Snossa, 1700m ca.6450 v.h.; Pian di Signano 1540m, vor 5500 v.h.. Fichte kam aus Churer Rheintal und vielleicht Vorderprtigau und Montafon.\
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Fichte im Schams und Rheinwald heute Obergrenze bei 1700-1900m. Bis Ende Atlantikum am Bernardino wohl hher.\
 - Abies an Grenze Boreal/Atlantikum mit Fichte von N eingewandert. Im hintersten Rheinwald und am Bernardino kaum ehemalig anzutreffen. An S-Seite des Passes vor Fichte zu Beginn IV ausgebreitet. Ins Schams wohl ber Lukmanier-Vorderrhein-Domleschg.\
- Grnerle kurz nach Fichte eingewandert. Massenausbreitung auf N-Seite um 6140 v.h., auf S-Seite des Bernardino um 4830 v.h.; Ausbreitung also ber Bernardino nach S. Da sehr viel Pollen im Sptglazial des Lai da Vons, dort sptglaziales Relikt. Gleichzeitig Hochstauden. Keine rodungsbedingte Grnerlen- Ausbreitung: teils gerade Dezimierung.\
 - Transfluenz ber Bernardino sptestens Ia beendet.\
 - Finiglaziale Vorstsse der Seitengletscher auf S-Seite des Bernardino nur in Karmulden, auf N-Seite nochmals bis Haupttal.\
 - Hinterrhein-Gletscher im Prblling bis hinter Viamala zurck. Seither nicht mehr vorgestoen. - Seiten- und Endmornen bei Lai da Vons, in Refla und Carschenna gleich Stand I vor ltester Dryas.\
 Schneegrenz-Depression 700-800m. Vielleicht dies gleich Churer Stadium. Dieses dann lter als Ia.\
 - Schamser Stausee wohl kurz vor oder whrend Ia. - Whrend Ia nochmals Vorrcken des Hinterrhein-Gletschers bis Andeer (985m), Stand 2; Schneegrenz-Depression 600-700m.\
 - ltere Dryas Stand 3a bei Nufenen; III Stand 3b westlicher Hinterrhein. Schneegrenz-Depression 300-400m.\
 - In Ia und Ic Seitengletscher des Schames (Beverin, Fundagu, Steiler Gletscher) noch bis ins Haupttal. Alp Anarosa im W-Schams Stand 4a in 2250-2350; Stand 4b um 2400m. - Valletta-Gletscher bei Plan Darmeras (2350m) Vorsto mit Mindestalter von 6270 +/- 115: Misox oder Oberhalbstein?\
 - Dann noch allgemeiner Vorste 1820 bis 1850. - Aus Vegetations-Verhalten Klimaschwankungen: 1) Prboreal vor 8980 v.h. markanter Artemisiagipfel; Boreal gleich Schamser Schwankung, um 8300 oder so Rckgang von Pinus cembra, zu Gunsten von Pin.silv./P.mont. - Typ, Betula. lteres Atlantikum: Misox?: Rckgang von Picea.\
 - Jngeres Atlantikum Rckgang von Picea und Arve, mit und ohne Mensch: 4770 und 4475 v.h.- Kurz vor 2795 v.h. BP-Rckgang: Gschenen? - Lai da Vons und Sass de la Golp (sdlich des Bernardino) 4770 und 4830 Getreidebau! Auch Lein. Avena und Secale !! Schon damals Bernardino Strae?\
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Oberes Misox klare mittelalterliche Alpenweiderodung. -Allgemein Juglans und Castanea seit Beginn IX.\

10599	Messungen seit 1929. Bei Biglam. Niederschlge und Schneehhen: Lichter Fichtenbestand 71% des Freilandniederschlages; Fehmelschlaglcke 85%, unter Plenterbestand 53%. Schneehhe unter gleichaltrigen Fichten mit lichtem Schlu und in Fehmelschlaglcke etwa 2/3, unter Plenterwald nur 1/3 der Schneehhe des Freilandes. In unbelaubten Buchen-Bestnden etwa wie im Freiland.\
 - Im Freien in 125cm Hhe Jahresmittel 7.0; im Plenterwald 6.3. Mittlere Tagestemp. in Wald und Freiland +/- gleich. Im Frhjahr Differenz 0.9, im Sommer 1.1, im Herbst 0.7. Amplitude zwischen absolutem Temperaturmaximum und -minimum 55.3, im Wald 47.9. \
Ablesungen 8-18oo als Tag gewertet, 20-6oo als Nacht: Tagestemp. im Freien 8.3, Plenterwald 7.1. Nachtemperaturen im Freien 5.6, im Plenterwald 5.4.\
 - Mai-September: Mittleres Tagesmaximum der Lufttemperatur im Freien 1.5-2 hher als im Plenterwald.\
 - April-Oktober: Nachttemperaturen mehr oder weniger gleich im Freiland und Wald,  Dezember-Februar Freilandtemperaturen niedriger als im Wald.\
 - Boden im Wald, besonders bei Vorhandensein lockerer Laubdecke, nur 1/4-1/5 des Freilandbetrages gefroren.\
 - Luftfeuchtigkeit: 125cm im Freien 77%, im Plenterwald 84%; relative Feuchte im Freien viel strkere Schwankungen als im Wald. Amplitude der relativen Feuchte im Freien 16% grer als im Plenterwald.\
 - Verdunstung: Mai-September im Plenterwald nur 40% der Freilandverdunstung. Bezogen auf gleiches Sttigungsdefizit in g/m3 im Freien etwa 1/3 grere Verdunstung als im Wald. Wassergehalt in obersten 10cm des Bodens in Dauerwiese im Frhling am grten; Mai bis Juli Rckgang, August gleich, September Anstieg. Plenterbestand wegen hoher Niederschlge Mai bis Juli Anstieg. Erst August und anfangs September leichter Rckgang, nachher wieder Ansteig. Wind: Plenterwald nur 32% der Windgeschwindigkeit des Freilandes.\

10600	Spt- und Postglazial. Nach Abschmelzen des Seebach-Gletschers zunchst offene Vegetation (a). Wichtig Artemisia und Ephedra.\
 - b: BP Anstieg. Kiefer anscheinend eingewandert von medit.Refugien. Ephedra bis 8%. Vielleicht obere Baumgrenze am Untersee? Aber sehr lichte Vegetation im Tal.\
 - c: Pollendichte Rckgang, Bume ziehen sich zurck. Sehr viel Artemisia und Chenopodiaceen: arktisches Steppenklima.\
 - d: Schneller Anstieg der Pollendichte, wieder Kiefer eingewandert, mit kurzem Rckschlag. Im Rckschlag hohe Artemisiawerte. BP maximal 75%.\
 - Gletscher mglicherweise bis an Talschlu zurck. Ephedra bis 3%: Klima recht mild und relativ trocken.\
 - e: Kiefer Rckgang, Birke Anstieg, BP Rckgang. Starkes Maximum von Helianthemum, wieder viel Artemisia; an Obergrenze der Zone wegen Birken Maximum obere subalpine Zone wohl in Hhe des Sees. Heute dies bei 1500-1800m, damals 600m.\
 - f: Schnelle Bewaldung des Ybbs- und Seebachtales. Starker Anstieg d. Pollendichte: Kiefern-Wald mit etwas Birke und Beginn der geschlossenen Fichten-Kurve. Ephedra bis 0.5%. An Oberkante: 10940 +/- 100 v.h.\
 - g: Schelle Ausbreitung der Laubbume: EMW und Corylus. Wohl gleich Boreal. Vielleicht mit Sedimentations-hiatus.\
 - h: Wahrscheinlich ebenfalls Boreal: Maximum von EMW und Corylus; Fichte jetzt stets im Tal vorhanden. Holzkohle: Vom Menschen nicht verursachte Waldbrnde.\
 -i: Fichten-Herrschaft; maximale Werte von EMW und Corylus. Acer vorhanden: medit.Einflu bei mildem und humidem Klima. Wohl gleich Atlantikum. Vielleicht EMW-Gipfel bei Fichten-Minimum im unteren Teil gleich Grenze lterer/Jngerer Teil des Atlantikums? Im oberen Teil schnelle Ausbreitung von Abies. \
Deren beginnender steiler Anstieg bei 5860 +/- 70 v.h.. Kurz vor Abies-Anstieg, d.h. um C14-Zeit, kleiner Gipfel der NBP: Gramineen, Cyperaceen, Filipendula, Rumex, Ephedra.\
 - j: Pltzlicher Anstieg von Abies und Fagus; Rckgang von Picea, EMW, Corylus: subboreale Vernderungen. Gleichzeitig kurz Carpinus vorhanden. Jetzt auch Torf: Senkung des Seespiegels? Grenze zu Subatlantikum unklar. f wohl Allerd; e gleich ltere Dryas; Jngere Dryas fehlt; b-d wohl Blling: nach Warven 600 Jahre.\

10601	Empetreto-Vaccinietum in typischer und moosreicher Fazies (Hypnum schreberi, Hylocomium splendens, H.loreum recht hufig). Moosreiche Fazies hat mchtigere Humuslage als typische. Kann damit mehr Wasser halten. Humus auch feiner und seifiger.\
\
Gesellschaft            pH      mittlere Tiefe  Glh-   %Feuchtig-\
                                        in cm   verlust keit bei\
                                                %       bei Luft-\
                                                        feuchte\
\
Empetreto-Vacc.(typ.)   3.8      3.6            57               9.9\
  "        (Moos-Faz.)  3.6      5.2            71              13.1\
Rhacomitrietum          4.0      2.1            18               3.6\
Nardetum                3.6     14.0            62              11.6\

10602	Wichtig sei es, Zeitfaktor zu bercksichtigen, und zwar bei pedologischen und botanischen Successionen. Aber nur sehr wenig Material hierfr bisher zur Verfgung: Am Ladoga See auf alter Festung aus silurischen Kalken in 764 Jahren 10-12cm Boden; auf 600 Jahre alten Tataren-Hgeln 15-28cm tiefer Cernozjom.\
 - An englischen Dnen der Meereskste: In 200 Jahren fast vollstndig entkalkt und pH-Wert auf 6.3-6.4 gefallen.\
 - Im Ragunda-See in Schweden innerhalb 100 Jahren bemerkbare Podsolierung. Annahme, da voll entwickelter Podsol dort 1000-1500 Jahre bentigt.\
 - In bis zu 4000 Jahren alten australischen Kstendnen: CaCO3 , das aus Muscheln reichlich vorhanden, innerhalb 200-300 Jahren verschwunden. PH hierbei von 8.8 auf 6.1 gefallen. Organisches Material hatte innerhalb 100 Jahren in Oberflchen-nahem Boden Maximum erreicht. Blieb konstant bis nach 2500-2800 Jahren neue Holzart einwanderte. \
Successsion bis Hochwald aus Angophora intermedia: 700-900 Jahre. Hierbei Eisenpodsole hergestellt. Deren Beginn nachweisbar nach ca. 280 Jahren. Fe-Podsol ging ber zu Humus-Podsol bei Einwanderung der A.lanceolata. Dies anscheinend einwanderungsgesch. bedingt (nach insges. 2500-2800 Jahren), nicht aus Succession zu erklren.\
 - MT.Shasta: 500 Jahre bentigt, bis Streu der Pinus ponderosa konstant in anteiliger Zusammensetzung aus Nadeln, Zweigen usw.. Unter Eichen geht das viel schneller. Organisches Material insgesamt hatte Maximum, auf 200 Jahre altem Boden, dann ber nchste 1000 Jahre leichter Rckgang. \
Auf Waldboden Maximum des organischen Materials um 200 Jahre nach Successions-beginn, dann Rckgang auf 1/2 auf 566 Jahre altem Boden. Im Boden aber Anstieg des organischen Materials bis zu 566 Jahre altem Boden. Ganz hnlich N-Gehalt. Weg bis zu Pseudotsuga taxifolia-Wald hier etwa 570 Jahre! \
Dies bei Sequoia-Wldern wohl mindestens ca. 4000 Jahre! Was aber- so Verfasser- wenn selbst nur kleine klimatische Vernderungen dem berlagert?\

10603	Aus geomorphologischen berlegungen geschlossen, da lteste Nehrungen oder Lidos hier 4000 Jahre alt sind. Hieraus Zeit abgeleitet, durch Extrapolation. Hieraus dann Geschwindigkeit der CaCO3 - Auswaschung und der Podsolbildung errechnet: In 200 Jahren ges. CaCO3 entfernt! \
100 Jahre spter deutlicher A-Horizont im Gelnde sichtbar. \
Bei etwa 1000 Jahren deutlicher B-Horizont fabar, doch mit diffuser unterer Begrenzung. \
Bei Alter von 2000 Jahren typischer Fe-Podsol ausgebildet. \
Zwischen 2500 und 3000 Jahren Wechsel Fe-Podsol zu Humus-Podsol. Dies verknpft mit Wechsel in vorherrschender Holzart: Von Angophora intermedia zu A.lanceolata. Da stets unter A.lanceolata dieser Humus-Podsol, und zwar auch bei viel geringerem Alter, Folgerung, da diese Holzart den speziellen Bodentyp verursacht.\

10604	Brownlowia, Trichospermum.\

10605	Grewia.
13270	Bemerk.: PD, C14\
\
Starke Lachmwenkolonie, die das Moor stark eutrophiert. Dadurch Ablsung einzelner Successionsphasen: Modellfall fr Eutrophierung. Hier 10-jhrige Beobachtung der Succession. 157.8 ha z.T. ausgetorft, so besonders auf hollndischer Seite. Umgebung Gley-Podsole und Podsol-Gleye.\
 - Knappe Angaben zu Makrofossilien, besonders Hlzer. Moor in flacher Mulde gelegen. Unter Moor 0.5 bis 3.0m Sand auf Tertirton. Dies der eigentliche wasserstauende Horizont. Mehrere Bildungsherde des Moores. Erst in nachchristlicher Zeit (jngerer Sphagnum-torf) zusammengewachsen.\
\
1) Periode der Wasser- und Sumpfpflanzengesellschaften und des absterbenden borealen Kiefern-Waldes (6000-5700 v.Chr.) (Fr.: Woher diese Zeiten?). Dies im liegenden Sand und in Tonmudde. Zu Beginn der marinen Transgression Vernssung: Kleine Tmpel und Seen entstehen, mit Nymphaea, Nuphar, Potamogeton, Stratiotes, Lemna; Phragmites, Typha, Equisetum, Filipendula, Comarum, Iris, Sparganium, Thelypteris, Menyanthes, Cyperaceen; Weidengebsche und Erlenbruchwald.\
 Dies zwischen absterbendem Kiefern-Wald, vielfach W nach O geworfen. Hier 50% Corylus, 6% Artemisia, 1.5% Selaginella: Ist hier nicht manches durcheinander ? (Fr.).\
 - 2) Periode des Erlen-Bruchwaldes (5700-5400 v.Chr.) Dominant Alnus (Waldtorf); Weide und Birke beigemischt. Sumpf-Hochstauden. Um 10% Quercus, wenige % Ulmus, Tilia.\
 - 3) Periode des gemischten Bruchwaldes (5400-4000 v.Chr.) Jetzt mesotraphenter; Erle von Birke berholt. Eiche bis 40% (als untergeordnet bezeichnet, Fr.). Linde, Ulme um je 3%. Viel Rhamnus frangula. Nach Eichen-Maximum Kiefern-Maximum bis 10%.\
 4095 +/- 75 v.Chr. Brand auf gesamter Vennflche. Von jetzt an Siedlungszeiger und viel Calluna. Beide vorher mehr oder weniger fehlend. (Chenopodiaceen und Artemisia jetzt kontinuierlich vorhanden).\
 - 4) Periode des Kiefern-Birken-bergangmoores (4000-1700 v.Chr.) Weitere Verschlechterung der Standortsbedingungen. (Woraus erschlossen? Gleichzeitig zwar starker Anstieg von Calluna, aber auch Maximum und Rckgang von Ulmus, Tilia, Fraxinus; kontinuierlicher Anstieg von Quercus, Taxus, Hedera, Viscum usw.). Auf Moor Rckgang der Gehlze. Nur noch Kiefer und Birke dort (bei 10% Kiefern-Pollen doch keine Kiefer vorhanden, Fr.).\
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Auffallend Sphagna papillosa, Carices, Eriophorum vaginatum, Scheuchzeria, Sph.cuspid., Comarum palustre. Im letzten Viertel dieser Phase Taxus-Stamm. Pollen gehuft ausgehendes Atlantikum und lteres Subboreal. Unklar, ob Eiben auf Moor oder daneben wuchsen.\
 - 5) Periode des ombrotraphenten Sph.-Moores (etwa 1700 v.Chr. bis zu anthropogener und zoogener berformung) Sphagna geschlossen; aber auch viel Calluna. Sph.papillosa und cuspid. dominieren. Ab Frhmittelalter Vennvegetation wieder reicher: Eriophorum, Ericaceen ( besonders Vacc.oxycoccus), Calluna, Sph.magellan., Scheuchzeria, Drosera, Utricul.\
 - Hier sehr krftiger Ulmen Rckgang um 3250 v.Chr. (noch 3365 +/- 120 v.Chr. 7% Ulmus. Nchste Probe nur noch 2%). Gleichzeitig mit Ulmen Rckgang hier Beginn der Corylus-Kurve.\
 - Um 4095 +/- 75 v.Chr. mit Brand erste Siedlungsspuren. Ausma der Siedlung unbekannt. Ab 3365 +/- 120 v.Chr. Einsetzen permanenter Siedlungen. Deren Bedeutung ansteigend. Vor 300 n.Chr. erneuter Anstieg der Besiedlung, aber nicht so viel wie in lterer Eisenzeit. Zwischen 300 und 580 n.Chr. ausgesprochener Rckschlag der Besiedlung: Kein Getreide mehr.\
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Ab 600 n.Chr. Anstieg der Besiedlungsdichte. Hier besonders wichtig das 8km entfernte Reichsstift Vreden, gegrndet 839.\
 - Starker Fagus Anstieg bis 22% z.Zt. der Vlkerwanderung. So auch in anderen Gebieten NW-Deutschlands: Besiedelte erstmals und schlagartig potentielle Wuchsorte, die der Mensch bisher beansprucht. (Ist das richtig? Selbes Phnomen doch auch da, wo kein anthropogener Einflu!). Siedlungsphasen prgen sich besonders bei Buchen-Kurve aus, nicht bei anderen Holzarten: Buchen-Land gerodet, nicht aber das der anderen Arten.\
 - Carpinus vorhanden ab etwa 1500 v. Chr., Anstieg um ca. 350- 400 n.Chr., dann ziemlich konstante Werte. - Hier 2 potentielle Waldgesellschaften: Querco-Betuletum molinietosum auf podsolierten Grobsandbden, und Fago-Quercetum auf trockeneren und schwach anlehmigen Sandbden.\
 - Vorgeschichtliche Kulminationsperiode der Gramineen und Cerealia zeitlich unabhngig voneinander: Gramineen Maximum eher als das der Cerealia. Pollenkurve der Wildgrser praktisch viel strkerer Anstieg als die des Getreides. Bleibt aber in Neuzeit hinter Getreidepollenkurve zurck. Viehwirtschaft hatte also Vorrang gegenber Agrarwirtschaft: " Waldviehbauern". \
Groe Flchen gerodet und teils beackert, teils Viehhude. Hierber bei Auflassen der cker Plantago lanceolata gefrdert. Daneben noch Waldweide.\
 - Wlder Germaniens im Untersuchungsgebiet keine Urlandschaft, sondern in vielen Teilen regenerierte ehemalige Kulturlandschaft.\

13450	In heutigem Buchen-Eichen- und Eichen-Buchen-Waldgebiet des Sandmnsterlandes 2 ausgeprgte Siedlungsperioden: Ab Neolithikum langsamer Anstieg der Siedlungs- und Nutzflchen. Dies verstrkt sich in lterer Bronzezeit, erreicht in jngerer Bronzezeit und lterer vorchristlicher Eisenzeit ausgesprochenen Hhepunkt. In letztem vorchristlichem Jahrhundert starker Rckgang. \
In Rmerzeit wieder Zunahme (nach PDs aber nur schwach; was hier los? Fr.). Von 300-500 n.Chr. sehr starke Depression. Im Hochmittelalter nochmals gewisser Rckschlag in Wstungsperiode.\
 - In feuchtem Eichen-Hainbuchen-Waldgebiet des zentralen Mnsterlandes nur ab Rmerzeit. (Hier aber nicht Rckschlag 300-500 n.Chr. erkennbar, Fr.)\
 - Karte der prhistorischen Friedhfe und Grabsttten, sowie der mittelalterlichen Kirchengemeinden auf der Karte der potentiellen Vegetation.\
 - Verteilung der pr- und protohistorischen Siedlungen, bezogen auf Waldgesellschaften: Am strksten Buchen-Eichen-Wald bevorzugt. Bedeutend weniger kleinrumiger Wechsel Buchen-Eichen- zu Eichen-Hainbuchen-Wald. Noch weniger Buchen-Wald und feuchter Buchen-Eichen-Wald. Am wenigsten trockene Eichen-Birken-Wlder und Eichen-Hainbuchenwald.\
 - Steuerndes Moment scheint weniger die Bodenart als vielmehr die Bodenfeuchte zu sein. Dies gilt fr Siedlungen und fr Buchen-Verbreitung.\

11847	Einige Quellen, schne Bilder, nichts Neues.\

10611	Besonders auf grund von Gletscherverhalten:\
Relativ khler: 11500-9500, 8000, 5400, 4800-4500, 3600, 2700-2200, 1800-1500, 1100-900 v.h. Dazwischen Phasen wrmeren Klimas. Lngste davon 9000 (8000) bis (6000) 5000 v.h.\
 - Einige regionale Unterschiede in der Intensitt der Phasen mit khlerem Klima. Fr.: D.h. Abweichungen gegenber N-Halbkugel besonders zwischen 8000 und 5400 v.h., wo auf N-Halbkugel sicher noch 4 Klimaschwankungen eingeschaltet sind. Im Prboreal auf S-Halb-kugel anscheinend Kaltphase! Dort starke Klimaerwrmung vor 13000 v.h.; von 12200 bis 11400 aber starke Kaltphase!\

10613	In Gesamtbayern in lter als 100-jhrigen Bestnden Tannenanteil noch 6-8%; in jngster Altersklasse 0.8%. \
Im oberbayerischen Hochgebirge ebenfalls Verhltnis etwa 10:1. Bei Jungpflanzen bis 20 cm Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn, Vogelbeere gut vertreten. \
Darber nur noch Fichte, alle anderen fallen aus (FA Mittenwald). Vergleich gezunter gegen ungezunte Flchen. In gezunten ziehen Tanne und Buche, Bergahorn schneller hoch als Fichte, knnen diese dann unterdrcken.\

10616	Wald bei uns an Wild angepat, so da Tanne, Hainbuche, Ahorn hochkommen konnten, trotz Gegenwart des Schalenwildes.\
 Nationalpark Bayer.Wald ungezunt nur etwa 1/4 der Pflanzenmasse gezunter Probeflchen. - Liste der durch Verbi gefrderten, nicht geschdigten und stark geschdigten Pflanzen der Krautschicht: Gerade Pflanzen hohen kolog.Zeigerwertes stark beeintrchtigt. Wald kann so stark umgestimmt werden. \
Sehr lehrreiche Tabelle ber Sprolngenklassen von Fichten, Tannen, Buchen, Bergahorn: Fichte relativ wenig beeintrchtigt. Tanne mehr als Bergahorn, mehr als Buche, mehr als Fichte. Durch Verbi innerhalb der letzten 100-120 Jahre starke Entmischung der Wlder (Tabellen).
10617	Antarktis. Kstenlinie des Shelfeises NO der Basis stark gebuchtet durch Kalben. Weiter im S aber recht glatte Kste, bis nahe Eiskappe des Dawson-Lambton-Gletschers. Im Gebiet auf Eisschelf 99cm Schnee pro Jahr akkumuliert. \
Dichte der oberen Schichten 0.36 gm/cm3 , d.h. pro Jahr 36 cm Wasser/Jahr akkumuliert.\

123731	Fig.44 auf S. 98 phantastisches Luftbild gehobener Strandlinien auf groer Vinter .\
Tafel VII entstehende und zerfallende Pingos.\
Fig.19 auf S.55 sehr schne Solifluktionshnge: ganz weiches Relief.\

10572	Endo- und Ektoparasiten unterschieden. Von Ektoparasiten: Zecken (Ixodes ricinus), Hirschlausfliege (Lipoptena cervi), Rachenbremse (Cephenomyia stimulator), Rehhaarling (Damalina meyeri).\

10574	Zwischen Tiflis und Eriwan am Eschak-Meidan Wlder: Fagus sylvatica, Alnus glutinosa, Corylus avellana, Ulmus campestris, Juglans, Acer ap., Fraxinus excelsior, mehrere Pomaceen. Am Araxes (Weg zum Argurital) Salix fragilis. \
Im ganzen Karabagh baumlos. Erst im Tal des Betschinagtschai (Nachitschiwantschai), nach berqueren des Aliges-Gebirges, fast strauchartige Eichen mit Salix caprea u.a. Salices, Acer, Fraxinus excelsior u.a.\

10577	Nicht direkt verknpfbar mit Ergebnissen Europas u.a.\

10579	Gebiet Dronning Louise Land (7730'N, 25W) nach Nunatarssuaq (7630'N, 68W).\
 - Nach Nye Eisbewegung gem Angaben von Prandtl. Dieser untersuchte Druckverteilung in plastischem Material, das zwischen 2 rauhe Platten gepret wird.\
Nach Laboruntersuchungen zu Deformation polykrist.Eises: Eigenschaften d. Eises etwa gleich denen vollendet plastischen Materials, d.h. Spannungsrate gleich Null, bis kritischer Druck (gleich yield stress) erreicht ist. Jetzt stellt sich Spannungsrate so ein, da kein Druck grer als yield stress am Material erreicht wird. Nach Nye folgende Annahmen: a) Winkel zwischen oberem und unterem Neigungswinkel der Eisdecke gering; b) Unebenheiten auf unterer Oberflche gering; c) Boden perfekt rauh, so da Scherdruck gleich yield stress. Nach Nye nun:\
      k                                         = max. Oberflchenneigung an\
h=-------------  = ho cosec         untersuchter Stelle\
    *g sin                                     h= entsprechende Eisdicke\
                                                        *= 0.90 gm cm-3= griech.\
                                           Buchstabe rho\
                                                        g= 981 cm sec-2\
                                                    ho= 11.3 m\
                                                        k= yield stress = 1.0 bars\
Nach Nye bewegt sich Eis an allen Stellen seitlich. Hieraus auch Scherdruck berechnet:  = * x g x h x sin. Gemessen Eisdicke immer nur etwa 1/2 der berechneten. Nach Formel sollte Felsuntergrund mehr als 1000m unter Meeresspiegel liegen; tatschlich aber +/- an Meeresspiegel. \
Fehlermglichkeiten: Falls Eis homogen und Boden ideal rauh, dann Reibungswrme = 2.4 x k x l cal cm-2 Jahr-1 , l= in einem Jahr vom Eis zurckgelegte Strecke, in m. k= yield stress, wie oben. \
In N-Teil l sicher nicht grer 25m, d.h. Reibungshitze kleiner 60 cal cm-2 Jahr-1. Geothermaler Hitzeflu nicht unter grnlnd. \
Eis gemessen, aber Extrapolation von anderen Gebieten erlaubt: etwa 40 cal cm-2 Jahr-1. Also gesamte Hitzemenge am Boden des Inlandeises kleiner 100 cal cm-2 Jahr-1 = klein genug, um 1.4cm Eis pro Jahr zu schmelzen. \
Mittlere Schneeakkumulation sicher nirgends geringer als Abschmelzen am Boden. Also mu seitlicher Transport vorhanden sein, wenn Eisdecke im Gleichgewicht bleiben soll.\
\
Nach Glen bei kleinen Spannungsraten, Spannungsrate proportional hohem Druck. Damit starke Abweichungen von Verhltnissen ideal plastischer Substanz: In Richtung grter Spannungsrate kann grter Scherdruck ausgebt werden.\
 - Falls Scherdruck kleiner als yield stress um Faktor m sein sollte, dann Gleichgewichtsdicke des Eises (vgl.Gleichung) um selben Faktor zu reduzieren. Hier aber Scherspannung  = * g h sin mebar (Tabelle). Wenn  in  Abhngigkeit von geographischer Lnge aufgetragen, dann klar, da  nahe Zentrum des Eises deutlich grer als an Peripherie. \
In S-Grnland offenbar Spannungsrate berall gro genug, um kaum Variationen  im Scherdruck aufkommen zu lassen. Im N dies aber nicht! Unterschiede in Scherdrcken zwischen S- und N-Grnland  wohl nicht nur durch unterschiedliche Bewegungen erklrbar, sondern wohl auch, da im W-Teil S-Grnlands Eisstrme weit in Eisdecke hineinziehen.\
 - Temperatur in Eisdecke: Falls 38 cal cm-2 Jahr-1 geothermisch in Eis hineinflieen, dann Temperaturgradient ohne seitliche Bewegung und Schneeakkumulation 1o/44m. Durch Akkumulation Temperaturdifferenz zwischen oberer und unterer Oberflche vermindert. Verminderung steigt mit Akkumulation an. Northice Jahresmittel in 14m Tiefe -28C. \
Eisdicke dort 2500m; mittlere Schneeakkumulation/Jahr 10cm. Hieraus nach Robins Formel Temperaturdifferenz zwischen Oberflche und Bodenoberflche ca 30. \
Bei Station Centrale (7054.8'N, 4038'W; 2994m) ebenfalls -28C im Jahresmittel an Oberflche; Schneeakkumulation dort 30cm; Eisdicke 3000m. Hieraus Temperaturdifferenz ca. 20 . \
Hieraus: Im Zentrum N-Grnlands Temperatur der Eisdecke ungefhr an Schmelzpunkt. \
In S-Grnland aber gut drunter. Annahme hieraus: Im N durch Schmelzen Schmiermittel zwischen Eis und Morne hergestellt, so da dort Eisbewegung bei kleineren Drcken mglich, als in S-Grnland. \
Am Rand gelten Berechnungen nicht mehr, da dort Reibungshitze durch Bewegung hinzukommt. An W-Rand des Inlandeises nach franz.Seismik-Messungen wohl unter Eis Permafrost. NO-Grnland Temp. am Boden um Gefrierpunkt; NW-Grnland gut unter 0C.\

10580	Gebiet 77-78n.Br.; an 102 Bambus-Stcken 3 Jahre lang Schneezuwachs gemessen. Meist Schichtung direkt an Grubenrndern gemessen. Hierbei Dichte, Korngre, Kristallform und Verdichtungsgrad gemessen. Zwischen Dichte einer Feinschicht und deren Penetrationswiderstand, gemessen mit Rammsonde, direkte Proportion in kaltem Firn. Daher hier auch 30 Rammsondeprofile und nur 5 Gruben.\
 - Standardfehler in Bestimmung der Dichte durch Rammsonde betrgt ca 7% im Dichtebereich 0.3-0.45 gm cm-3.\
 - Im Zeitraum Juli 1953 bis Juli 1954 Schnee-Akkumulation bei grer als 2200m Hhe ca. 16 gm cm-2; 1850-2200m 14gm cm-2; 1400-1850m 8 gm cm-2. Geringere Akkumulation in geringeren Hhen wohl durch hhere Windgeschwindigkeit der katabatischen Winde zum abgesenkten Eisrand hin.\
 - Im Gebiet oberhalb 2250m Schmelzen auf Oberflche zu vernachlssigen (nur 1 mal 12h mehr als 0C). \
Dichte Firnschicht des Sommerschmelzens hier kaum grer als 1-2cm dick. Feinkrnige Winterschneeschicht aber gegen 10cm oder mehr. Bei weniger als 1900m betrchtliches Sommerschmelzen: Hierdurch Firn des Sommerschmelzens viel dicker als Winterschneeschicht. Zwischen 1900-2250m Schwierigkeiten bei Ausdeutung der Rammsondeprofile, weil Sommer- und Winterschichten dick werden knnen. Hier Schnee zur Sicherheit aufgegraben.\
 - 1953-54 etwa 1.18 der Schneemenge (im Mittel) der Jahre 1947-53 gefallen (bezogen auf Jahresmittel). Im Profilgebiet fr 1947-53 keine Unterschiede in Schneeakkumulation auf stlicher gegenber westlicher Hlfte. 1912-13 aber auf West-Seite mehr als 2x des Schneeniederschlages der O-Seite.\
 - Eismitte in Zeit 1909-31 jhrlich 32.20 +/- 6.69 gm cm-2 gefallen. Niederschlagsmenge ging hierbei langsam zurck.\
 - Northice (Zentrum des jetzt untersuchten Gebietes): 1880 12 gm cm2; 1940 7 gm cm2; 1950 11 gm cm-2.\
 - NW-Grnland 1908-54 jhrlich 43.0 +/- 12.5 gm cm-2 gefallen. Niederschlag stets +/- gleich geblieben. Hieraus: Auf W-Seite des Eisrckens starke Klimaschwankungen seit 1912-13 eingetreten.\
 - Angaben ber Schneeakkumulation anderer Expeditionen, auch auf Kstengletschern, die als Windgassen wirken. Hieraus: N von Baffin Bay im Gebiet, das im O durch Haupt-NS-Rcken und durch Rcken, der von W und SW nach Thule gerichtet ist, anscheinend pro Jahr 35 gm cm-2 akkumuliert; im Gebiet nrdlich und stlich dieser Rcken nur etwa 15 gm cm-2. Bedingt offenbar durch Niederschlag und Deflation; Unterscheidung beider Ursachen sehr schwer.\
\
Im W-Teil sicher tieferes Gebiet als die beiden Rcken. Diese aber nicht so scharf, da starke Unterschiede in Niederschlag wahrscheinlich.\
 - Winde: Hauptwindrichtung ber Eis SW (offenbar: aus SW, Fr.). In Northice (stlich des Haupt-NS-Rckens) Katabatischer Wind 6m sec-1 von 240o (also WSW). Zu schwach fr Schneedrift. Westlich des Hauptrckens Katabatischer Wind aus O, steht damit entgegengesetzt zu genereller Windrichtung. Nahe am Rcken berwiegt noch SW-Wind. \
Weiter westlich berwiegt aber katabatischer Wind (aus O). Unterschied in Schneeakkumulation also wohl eher durch Windverhltnisse, als durch Niederschlag bedingt. Aber Schnee im wesentlichen nur bei sehr geringer Zahl von Schneestrmen geliefert (Northice: 10 pro Jahr!).\
 - Bei gegebenen Schnee-Akkumulations-Bedingungen 2 Folgen: Entweder Haupt-NS-Rcken bewegt sich langsam westwrts und WO-Rcken sdwrts. Oder Eis hat Gleichgewichtszustand erreicht; hieraus aber Folge, da unsymmetrischer Eisausflu vorhanden. \
Letzteres nach lteren Messungen (Bauer; Loewe) wahrscheinlich: Eisbergmenge zu Melville-Bucht wesentlich grer als die, die nach N und O abgegeben wird. Eis nrdlich des Rckens, das nach Thule gerichtet ist, fast stationr; das nach S gerichtete Eis stark von Spalten zerrissen.\
 - Vernderungen in Schneeakkumulation in N- und Centralteil des Inlandeises nicht direkt mit gleichsinnigen Vernderungen an der Kste korreliert.\
 - Loewe gab fr 1936 mittlere Schneeakkumulation fr ganz Grnland zu 31 gm cm-2 an. Bei 68 N wohl im Mittel 45 gm cm-2; bei 62N vermutlich 65 gm cm-2 . Fehler wohl +/- 30%.\
Errechnet: Jhrliche Akkumulation gleich 497 +/- 50 km3 Wasser-quivalent, bei Eisflche von 1726 x 106 km2. Hieraus mittlere jhrlicher Schneeniederschlag fr Grnland 29 +/-3 gm cm-2, also praktisch gleich Loewes Angaben.\

10582	Gute Bilder, Interpretationsverfahren, Literatur.\

10583	Groes Senkungsgebiet.\

10584	Hauptwasserscheide des Kuzneckij Alatau im Quellgebiet der Sarala, Ijus, Srednjaja Ters'und Kija. Berge (Golcy) 1200-1400m hoch, maximal 1600m. Blockhalden beengen die Flsse. Golecterrassen und zahlreiche Kare. Kare etwa 300m in Berge eingeschitten, heute gefllt mit Schneefeldern. Karseen teils noch heute Firnfelder. Kare in allen Himmelsrichtungen, bevorzugt aber nrdlicher Quadrant. Teils Kartreppen. \
Die unteren Kare liegen in etwa 900-950m Hhe, die oberen in 1000m. Wohl 2 Vereisungsphasen. Fossile Golecterrassen heute im Wald.\

10585	Im W-Teil des Deltas Bulgunjachi. S.443: " Hhere Erdhgel, die sich auf einer Insel erheben, tragen die Bezeichnung bulgunjak". S.444-445: " Wenn man an einer beliebigen Stelle im Delta die Tundra betritt, so erscheint dieselbe in eine Unzahl unregelmiger, verschieden groer Polygone eingeteilt , deren Rnder hher als die Mitte sind. \
Zwischen den Rndern je zweier solcher Polygone befindet sich eine schmale Furche, die gerne von Lemmingen, auch wohl von der jungen Entenbrut als Weg benutzt wird. Diese Furche entspricht einem tief in die Erde eingreifenden Ri, der mit Eis ausgefllt ist. \
Durch bestndig nachfolgendes und gefrierendes Wasser wird der Ri immer breiter und breiter. Whrend des Hochwassers und berhaupt whrend des ganzen Sommers strzt das Ufer in grossen, den eben beschriebenen Polygonen entsprechenden Stcken ein." \
Hierbei bleibt bisweilen Eiskeil parallel dem Bruch stehen, so da es nach Steineis aussieht, doch sei es leicht zu entscheiden, da es nur die Spaltenfllung sei. Lautes Krachen des Bodens, besonders im Herbst zeigt dauernde Spaltenbildung an. Groe Polygone noch durchsetzt von kleinen, deren Spalten smtlich eiserfllt sind.\
 - Am Kap Bykov mehrmals "Steineis" gesehen, das aber nichts anderes war, als Spaltenfllung mit Eis.\
 - Obere Bodenhorizonte, etwa einen Fu stark, im Sommer zhe klebrige Masse, die hangab gleitet (Verf.ist mit abgerutscht!). Zahlreiche Mammutknochen am Kap Bykov. Leugnet stets Vorkommen von Steineis an der Kste, will aber allgemein Steineis nicht in Abrede stellen.\

10586	Aus BP-Prozentstzen errechnet. Kurze Angabe des Verfahrens, nicht aber, wie geeicht.\
 - Zeitpunkt 18000-20000 v.h.  \
Osteuropa: Julitemperaturen etwa 5-7C niedriger als heute; Januartemperatur dort 12-15 niedriger als heute, Niederschlag 100-150mm geringer als heute.\
W-Sibirien: Von S bis N: Januar- und Julitemperatur nur 1-3C niedriger als heute; Niederschlag praktisch so wie heute.\
Ost-Sibirien: Juli 5-6oniedriger , Januar 4-5 niedriger als heute. Niederschlge etwa 100mm geringer.\
\
Ferner Osten: Julitemperatur 6-7C geringer, Januar gegen 10klter als heute, Niederschlge 150-200mm geringer als heute.\

10587	Bisher 2 Funde aus Aserbajdzan: 1) S-Rand des Gebirges Palan-Tjuban auf NW-Ufer des "Mingecaursker Meeres", in alt-Asperon-Sedimenten, kontinentalen grnlichen Lehmen. Begleitfauna: Antilopen, Cerviden, primitiver Bovide, (Hipparion, kleine Raubtiere, " Koprolity" und Eierreste eines sehr groen Strau.\
2) Berg Guzgun-Tapa, 8km nrdlich des Dorfes Enikend (Safaralievsker Rayon), linkes Ufer der Kura. Begleitfauna (wie der in grnlichen alt-Asperon-Lehmen): Elephas Typ planifrons, Nashorne, Antilopen, Raubtiere, Equus Typ stenonis, Nager, Vgel (u.a. Anas apscheronica).\
Hier jetzt osteol.Beschreibung des Materials der 2.Fundstelle.\

16376	Bemerk.: Abb.\
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                                        Stratigraphie\
                                Innerhalb                       Auerhalb\
                                des Verbreitungsgebiets des marinen Eems\
\
Holozn und Wrm        Niederterrasse, eventuell bedeckt durch Holozn\
\
Eem                             Torf, beschrnkte.\
                                Verbreitung       .-    kontinentales Eem\
                                marines Eem      .\
                                Torf, beschrnkte.\
                                Verbreitung      .\
\
Ri                                             Fluvioglazial\
\
Kontinentales Eem in Tlern nahe dem damaligen Meer: Ihr Vorkommen hngt wohl mit der Transgression zusammen.\
stie schon auf 100-200m mchtig Gefrornis vor: 100m mchtige, weiche Kreidescholle\

9602	Neben glazialem, fluviatilem und aridem Formenkreis besser andere Gliederung: tropisch-vollhumid, tropische Savannen - oder Monsunklimate, auertropische Waldklimate, auertropische Steppen, subnivale Waldtundren-, Tundren- und Hochgebirgsklimate. Jedes mit mehreren Untergebieten, mit Konvergenzerscheinungen. Auerdem meiste Oberflchenformen, besonders diejenigen langdauernder Denudationsvorgnge, uerst zhlebig , verndern sich viel langsamer als das Klima.\
 - In Jungmornenlandschaften und dazu gehrenden Schotter- und Sanderfeldern seitherige Denudation auerordentlich gering. Da das so, sicher auch im extraglazialen Bereich vorherrschend die Denudationsformen der Letzten Eiszeit.\
 - Jungglaziales Relief nur geringe Bodendecke. lteres Relief bei gleichem Substrat viel mchtigere Bden.\
\
Auf Hochflche des Erzgebirges Basaltschlote. Ihr bis zu 0.5m Durchmesser betragender Blockschutt selbst bei nur 2 Neigung bis zu 2km transportiert. Blockschutt oft bedeckt von Hochmoortorf des Spt- und Postglazials. Basaler Cyperaceen-Torf folgt schon bruchlos Oberflche des verwitterten Blockschuttes: Schutt also nicht erst durch Wachstum des Torfes festgelegt.\
 - Im Riesengebirge diese Wanderschuttdecken mit mebarer Wanderung von bis zu 4km ebenfalls von spt- und postglazialen Torfen bedeckt. Auerdem von postglazialem Ortsteinband durchzogen, Nicht mglich, falls Schutt noch im Postglazial in Bewegung.\
 - Verzahnen sich nach unten mit Ldecken.\
 - Fossile, eiszeitliche Abtragungsdecken auerhalb letzter Vereisung allgemein in Mitteleuropa verbreitet.\
 - Untergrenze des rezenten Bodenflieens parallel zu brigen Hhenzonen; meist in Krummholzregion. Fllt nirgends mit aufflliger Vegetationsgrenze zusammen: Zentralalpen gegen 2000m, O- und N-Rand der Alpen 1800-1900m, Riesengebirge 1500m, Kebne Kaisse 1000m. Auf ozeanischer Seite des skandinavischen Hochgebirges diese Untergrenze schon unter 60n.Br. in Meeresniveau (Island): Hohe Bodenfeuchtigkeit und starkes Pendeln um 0C hierfr verantwortlich. \
Bei Eiszeit auch bei uns alles im Gebiet des Bodenflieens. Heute noch nahezu vollstndig erhalten.\
 - Heutige Denudationsvorgnge in Mitteleuropa: a) Kammeis, einschlielich Kammeis-Solifluktion am Hang. Erfat nur oberste cm, und zwar nur an +/- offenen Stellen, also besonders an vom Menschen geschaffenen Blen, wie ckern usw. Recht wirksam, da sehr bestndig, im tropischen Hochgebirge.\
b) Auswirkung trockener Bodenoberflche; auch sie besonders an anthropogene Blen gekoppelt: Frhling 1938 im Talsandgebiet von Schneidemhl innerhalb weniger Stunden auf Asphaltstrae bis 25cm hohe Dnen.\
 - c) Absplung, ebenfalls stark an Menschen gebunden.\
 - Tiefgreifende Massenbewegungen jetzt nur noch selten und dann nur an besondere Gesteine gebunden.\
 - Eiszeitliche und nacheiszeitlich Erosion: Talanfnge auf Rumpfflchen begannen mit flachen Muldentlern: Geflle von oben nach unten: Steil, flach, bis mehrere Seitentler sich vereinen. Erfllt von Wanderschuttdecken. Meist noch nicht von heutiger Erosion erfat. Falls das, dann in Mulde tiefer Tobel im Schutt eingerissen. \
Nach Vereinigung zweier oder mehrerer derartiger Dellen Beginn des eigentlichen Flutales mit in der Mitte aufgewlbtem Schotterkrper. Heutiger Bach fliet in Regel seitlich und pendelt von Seite zu Seite. Tiefenlinie auf gegenberliegender Talseite von Seitenbchen benutzt. In Eiszeit starke Seitenerosion mit krftigem Schuttransport. \
Im Postglazial nur bescheidene Tiefenerosion an Flanken der eiszeitlichen Talverschttung. " Alluvium" eigentlich also eiszeitliche Bildungen !\
 - Dies an Niederterrasssenfeld des Inn bei Alttting untersucht: Rein wrmeiszeitliche Tler, die die Hochterrasse dort zerschneiden und auf Haupt-Niederterrasse ausmnden. Keine interglaziale Vorprgung vorhanden ! L hierbei bei Zustandekommen der Solifluktion in Dellen stark beteiligt: Hat eiszeitliche Bodenfluerscheinungen nicht gehemmt, sondern sogar gefrdert. \
Wenn Mulden der Taloberlufe keine eigentliche Sohle, dann ausschlielich wrmeiszeitliche Korrosionsformen der Solifluktion. Die hieraus entstehenden Tler hatten starke Schuttzufuhr und wesentlich erhhten Abflu (Gegensatz zu heutigen kleinen Gerinnen): Wichtig Grad der Zusammendrngung des Abflusses auf bestimmte Zeiten: Frhlings-Scheeschmelze! \
Gewlbte Talbden langgezogene Schotterkegel von Flssen mit Hochfluten.\
 - Asymmetrie: An N-Rand der Rischotterplatte am Inn breite und flache, von dickem, lehmreichen Wanderschutt bedeckter W-Hang und schmaler, steiler, nur von dnnem Schuttschleier bedeckter Osthang. - Kastentler aber vllig symmetrisch. Steilhnge von SW bis NNW gerichtet, besonders aber nach NNW. Folge: Nicht Ergebnis der Strahlung, sondern des Windes. Wichtig fr quer zu Windrichtung verlaufendes Tal, da L im Lee der westlichen Taloberkante abgelagert wird; Gegenhang aber freigeblasen. \
Lfhrende W-Winde wichtigste Ursache der Asymmetrie: Hier starke, lbedingte Solifluktion: Raschere Hangabflachung.\
\
2.Faktor: Schneewchten; strkere Durchfeuchtung und damit krftige Solifluktion, besonders im Sommer. Durch strkere Solifluktion flieendes Wasser nach O abgedrngt, dort starkes Unterschneiden und Versteilen der Hnge. \
Dies nur so lange wirksam, als Solifluktion ber flieendes Wasser Oberhand hat: Wenn mehrere Dellen vereint, dann durch hheren Wasseranfall kann sich Wasser gegen Schuttanfall durchsetzen. Asymmetrie also meist auf Dellen beschrnkt. \
Im Alpenvorland aber auch in Tlern des Altmornengelndes: Diese alt, in mehreren Etappen angelegt, so da Solifluktion an oberen Hangpartien wirken konnte. Rein wrmzeitliche aber nicht asymmetrisch. Solifluktion als Korrosionsvorgang wirkte hier rckschreitend, z.T. bis 30km lange Talfurchen bildend. Im Postglazial trotz Tiefenerosion um 40-60m keine nennenswerte postglaziale Erosion!\
 - Groe Schmelzwasserfluten (Gletscher bzw. Schneeschmelzwasser) bewegten damals Schuttmassen der Tler.\
\
Gleiche Talbildung auch an O-Alpen, ohne Anschlu an Gletscher.\
Beschreibung der Terrassen am O-Rand der Alpen. S.513: " Die Terrassenbildung ist also auch hier ein vollkommen selbstndiger nur durch den klimatischen Wechsel zwischen eiszeitlicher und zwischeneiszeitlicher Schuttfhrung und Abflubilanz hervorgerufener Vorgang." Auch hier recht geradlinige Tler, wie in Schotterfluren des Alpenvorlandes, etwa Treisental bei St.Plten.\

9603	Kryoturbation: Bildungsvorgang der Frostmusterbden. Diese auf +/- ebenem Gelnde, bis Hangneigung von kleiner 1.7 bis 2.0 ring-, bienen-, waben- oder schachbrettfrmig.\
 - Kryoturbations- oder Frostmusterboden als Oberbegriff. Darunter a) Froststrukturbden: Entmischungsvorgnge; b) Frosttexturbden: homogenes Material.\
 - Dauerfrost in Spitzbergen 200-300m tief. Auftauboden im warmen Sommer 1959 20-67cm: Wasserreich.\
 - Frostpflaster: Durch hufiges Auffrieren summiertes Endprodukt.\
 - 3 Grenordnungen, a) Kleinformen: 4-12cm tief, 15-50cm Durchmesser. Meist reines oder berwiegendes Feinmaterial. Begrenzende Rnder stets Spalten. b) Mittelgroe: 30-70cm tief, 60-180cm Durchmesser. Rnder meist deutliche, breite Steinringe. c) Riesenformen: Taimyrpolygone. \
Kantenlnge auf Barents-Insel 10-15m, Extreme bei 8-25m. Tiefe wohl 2.5-5.0m. Wichtig, neben anderen Faktoren, Frostansaugung mit anschlieender Dehydratation (Schenk): Vorrte an Kapillarwasser recht gering.\
Wichtiger Hydratationswasser (= Sorptionswasser, Bdel). Gefrorene Bodenpartikel binden Sorptionswasser 30 mal strker als nichtgefrorene (Schenk). Damit starke Frostansaugung, und groe Hebungsbetrge berwunden. Dieses Wasser besonders reichlich in Ton- und Feinschluff-Fraktion (1-20). Bei Gefrieren von oben Wasserentzug weiter unten. \
Dort also Dehydratation. Schenk: Damit dort Schwundrisse. Werden zu senkrecht im Boden stehenden Spalten. Diese Hauptursache fr Erstanlage aller Kryoturbationsformen. Also Spalten, nicht Kerne, der wichtige Teil.\
 - Ergebnisse der Expedition zu berprfung der Hypothese: Kleinformen mit bis 70-90cm Boden. Groer Wassergehalt, damit auch viel Wrme gespeichert: Grenzflche zur Dauergefrornis am tiefsten. Stets nur Feinsand bis Grobschluff (geschtzt 200 bis maximal 50). Nie weiter zerlegt. Hinsichtlich des Sorptionswassers geringste Korngre hier also garnicht erzeugt. \
Auerdem keine Trockenrisse in der Tiefe. Vielmehr Ringe oder Polygone nur ganz oben, nur 4-8cm tief. Tiefe dieser oberflchlichen Spalten gleich Austrocknungstiefe im Sommer. Also Trockenrisse. Steine durch Frostgleiten und Schmelzwasserabsplung hineingelangt.\
\
Riesenformen: S.42: "Ihr Alter ist gleich dem Alter des Dauerfrostbodens, in dem sie stecken." Bei uns im Frhglazial jeder Kaltzeit gebildet und schmolzen mit Schwinden des Dauerfrostbodens ab. Dies "wohl" noch strker versptet als Abschmelzen der Inlandeismassen. Anstauende Keile werden zu "Schrittmachern" der Erosion.\
 - Auf Plattensandstein mittelgroe Formen: Nicht Lehmkessel, sondern Schluffkegel, die sich nach unten erweitern und unterschiedlich weit nach oben reichen knnen (Kopie). Unterschied zu unseren Lehmkesseln, umgeben von Schuttmaterial, durch interglaziale Tonverwitterung gegenber Feinsand und Grobschluff auf Spitzbergen. Letzteres whrend Frostverwitterung sofort durch Auffrieren "geflscht", so da von Grobschutt berzogen. \
Schluffkegel anfangs isoliert, knnen erst nachtrglich zusammenwachsen. Kegel von 10-18cm dickem Feinkiesmantel umgeben (1.5-3.0cm Durchmesser). Erst danach Grobschutt.\
Beide aber lufterfllt. Wohl Grobschutt und Steinpflaster zuerst aussortiert. Dann um aufsteigenden Grobschluff Kieslage ausgefroren.\
 - Kryo-Vulkane aus derartigen Schluffkegeln entstanden (Kopie). Frdern Steine aus greren Tiefen. Erhhte Aktivitt durch tieferes Auftauen, also bei Wrmeperiode erklrt. - Solifluktionsformen in Mitteleuropa auf Hngen von 2-6oNeigung als episodische Bewegungsformen groen Tiefganges (bis4m). Auf Spitzbergen nur sehr flache Formen. \
Dort bei mehr als 4Neigung reiner Froststreifenboden. Reihe: Schluffkegel, gefolgt von Schluffhalbmond mit Mitte hangauf gekehrt. Bei mehr als 3-4o dann Kometenschweife aus Halbmondspitzen. Diese aus Schluffleisten aufgebaut: Sohlenstndig. Schweife anfangs noch gewunden, dann aber bei mehr als 6o deutlich gestreckt, 80-100cm Abstand, groe Regelmigkeit.\
 - Solifluktionsformen bei selber Hangneigung abhngig von Umgebung: a) Zufuhr-Solifluktion: auf sanft-konkavem Hang. b) Durchgangssolifluktion am geraden Hang: Oberflchliche Absplung und Solifluktion im Gleichgewicht. c) Abspl-Solifluktion auf konvexem Hang.\
 - Schluffmauern der Streifen teils von unten her gebildet. Teils aber auch Schluffzufuhr vom Hang her durch Schmelzwasser-Rinnsale. - Bei mehr als 40 Hangneigung rinnenhafte Hangzerschneidung.\
\
In Spitzbergen hoh Abtragungsleistungen von Hngen, aus Frostverwitterung. Flu periodisch sehr starke Wasserfhrung im Sommer, bei recht starkem Geflle, etwa 12 Promill. Damit Schutt sofort weggefhrt und erodiert. In 400m langem Tallauf Basaltblcke komplett zerlegt: An Engstelle in jedem 10m Querstreifen 20 Riesenblcke. Nach 400m fehlend: Alles in wasserarmer Zeit durch Frostsprengung vernichtet. \
Insgesamt hier ltere Terrassen durch Solifluktion und anschlieende episodische Fluttigkeit zerstrt. So mu es auch in Mitteleuropa gewesen sein, denn pro Kaltzeit nur 1 Terrasse. \
Diese Vorgnge uerst energisch, so da innerhalb 9000 Jahren ehemaliges Glazialrelief in Spitzbergen nahezu vllig zerstrt: Alles fluviatil, keine geschlossenen Hohlformen mehr erhalten. Auch Erratika weitgehend verschwunden. Dies gefrdert durch starke isostatische Hebung: 150m in 9000 Jahren entsprechen 2cm/Jahr.\

9604	Nach Andersson 1906 und Hgbom 1914 Solifluktion langsame, kontinuierliche und tiefgrndige Fliebewegung der polaren Bden, durch Jahreszeitenwechsel von Einfrieren und Auftauen erzeugt, bei Gegenwart einer Tjle z.Zt.d.Schneeschmelze noch besonders wirksam. Zusatz Bdel: Dort nicht lokal begnstigt, sondern auf allen geeigneten Hngen (mehr als 17 bis 27 Neigung). \
Begriff heute durch episodische, oft nicht an Frost gebundene Vorgnge verwssert. Auch nicht synonym zu Kryoturbation! Solifluktion kann bis 1.7Neigung noch sehr mchtige Decken aufbauen. Kriterienkatalog fr Ermittlung fossiler Erscheinungen (S.298ff.)(an sich klar).\
 - In Polargebiet Solifluktion mit Jahreszeitengang (Tiefgang mehrere dm bis 1m), Leistungsstrke gro, Streifen 0.8-1.6m voneinander entfernt. Tropische Hochgebirge: Streifen 10-25cm Abstand, Tageszeitenklima, wenige cm tief. \
Aber auch sie erhebliche Abtragungsleistung, da ganzes Jahr ber aktiv. Bewegungsmechanismus beider Typen noch nicht vllig geklrt. Polare Solifluktionszonen heute ca. 8x106km2 gleich 4/5 der Flche Europas.\
 - Aktual-geologisches Prinzip bisher berspitzt: In geologischer Vergangenheit dieselben Vorgnge wie heute am Werke gewesen. \
Hieraus berbetonung der hnlichkeit, Vernachlssigung der Gegenstze. Hier jetzt Gegenstze herausgearbeitet: 1) Anderes Strahlungsklima im periglazialen Mitteleuropa, gegen heutige Arktis. Folge: Bei uns frhere und raschere Schneeschmelze (im Polargebiet heute aber ber grten bis gesamten Sommer; vgl. aber Colville River Alaskas, Fr.). \
Hieraus Hochwasserleistung (Tiefen- und Lateralerosion, Schuttransport) verstrkt; Anlage breiterer Talsohlen, raschere Wegfhrung dortigen Solifluktionsschuttes, unten raschere Erneuerung der Exposition, dadurch Beschleunigung der Solifluktion; schnellere Beseitigung von Terrassen.\
 - Tieferes Auftauen (SO-Spitzbergen heute 20-67cm; Mitteleuropa bis 4m!).\
 - Strkere Drainage, strkeres Austrocknen im Sommer: Starke Staubauswehung. Viel grere edaphische Sommertrockenheit. Bremsung dann des Bodenflieens.\
 - 2) Anderes Ausma der Expositionsunterschiede: Heute nrdlich 70 sehr geringe Expositionsunterschiede, da auch N-Hnge bestrahlt. Bei uns aber sehr stark. Dadurch nur hier viele Dellen; sie aber in Arktis recht selten.\
 - 3) Gefrderte Kaltzeit-Solifluktion durch interglaziale Bodenbildung. Frost kann in polaren Gebieten sehr schnell bis 100, vielleicht auch 50 zerkleinern.\
Aber nicht weiter! Ton dort faktisch fehlend. Dadurch dort Fehlen des quellfhigen Materials. Gegensatz dazu aber interglazialer Boden, reich an Ton, in Mitteleuropa.\
 - 4) Frderung der Solifluktion in Mitteleuropa durch interglaziale Karstlsung. Karstschlote konnten Eiskeilbildung vorzeichnen. Durch Kalkzersatz Lockerung des Gesteins und Anstieg des Tonanteils in der Volumeneinheit.\
 - 5) "Rollentausch" von Eiskeilen als Schrittmacher der Kaltzeitsolifluktion Mitteleuropas: Hinsichtlich Bodentemperatur in kaltzeitlich vergletscherten Polarrumen (einschlielich Vergletscherung Sibiriens) Glazialzeiten warme, Interglazialzeiten kalte Phasen. Dort also Eiskeile immer erst nach Abschmelzen des Eises gebildet, also z.B. erst zu Beginn des Holozns. \
In Mitteleuropa (periglazial) genau umgekehrt, schon ab jeweiligem Frhglazial vorhanden. Eis stie schon auf 100-200m mchtig Gefrornis vor: 100m mchtige, weiche Kreideschollen. Dauerfrostboden (einschlielich langer jahreszeitlicher) Voraussetzung fr frhglaziale wichtige Kryoturbation- und Solifluktionszeiten. \
Hierbei Lehmkeile in Schottern gebildet, die in nchster Kaltzeit besonders stark aktiv werden konnten. Hierbei aus Eiskeilen groe Frostkessel geworden. - 6) Frderung der Solifluktion Mitteleuropas durch prglaziale Bodenreste.\
 - Folgerungen: polare Bden heute whrend des Sommers infolge langer Schneeschmelze dauernd durchtrnkt und damit solifluidal aktiv. In Mitteleuropa wegen Sommerdrre dies nicht jedes Frhjahr, daher nicht periodisch, sondern nur episodisch!! Aber hier viele frdernde Faktoren (s.o.).\
 - Auftautiefe in feinklastischem Gestein stets etwa 15% tiefer als im grobklastischen (Spitzbergen). Schilderung des "Normaltyps" der Solifluktion, in Mitteleuropa fossil bei mehr als 4-6oNeigung; in Polargebieten um 2oNeigung. Jhrliche Materialbewegung in ihm 1-2.5 dm. \
In Mitteleuropa bei geringerer Hangneigung nicht kontinuierlicher, sondern episodischer Flievorgang. Reichen sehr tief (1-4m), also wohl selten, dann aber bei starker berfeuchtung sehr tief. In Formen bergnge zu Kryoturbation; in Decken oft verschleppte Eiskeile. Schubweite selbst in obersten Zonen wohl nur einige Zehner von m pro Kaltzeit.\

10563	Bemerk.: Vergl. Karten\
\
Einteilung der Moore: S.90-92\
I.  rein klimatisch bedingte Torf-Ablagerungen\
II.Klimatisch und topographisch bedingte Torfablagerungen\
a) oligotroph\
1."Nicht-eigentliche Hochmoore mit Kennzeichen der Hochmoore,\
    gemischt mit Flachmoorcharakter\
      A) in Flachlndern\
        1) Waldhochmoore (H.Potonies Landklima-Hochmoore) in schwach                       kontinentalem Klima, abhngig von der Bodenform\
        2) Aapa-Hochmoore, Stranghochmoore in nordischen Lagen,                                    abhngig von berschwemmungen (besondere Form: Ring-                              Hochmoore)\
\
        3) Palsmoore, Torfhgelmoore in arktischen Lagen auf  ebenem                      Gelnde\
        4) Oligotrophe Verlandungsmoore\
      B) in bergigen und hheren Lagen\
        1) Waldhochmoore                        .\
        2) Aapamoore                            .\
        3) Flachhochmoore                       .\
        4) Terrainbedeckende Hochmoore.    zunehmende Meereshhe\
b)  eutrophe Moorbildungen\
III. Vom Klima unabhngige Torfbildungen.\
\
Karte von Vin Aner (vergl.Photokopie): Karelischer Typ: Talfllende Bruchwald- Reiser- und Weimoore (Spaghnummoore). Sind wohl bergang zu Waldhochmooren, vielleicht diese selber.\
Aapa-Moorkomplex besteht "aus baumlosen Schlenken-Moosmooren, und zwar sowohl Braun- wie Wei-Moosmooren, aus Reisermooren, aus versumpfenden Wldern und wenigen Bruchwaldmooren". Hochmoorflche auf ebenem Untergrund als rundliche Inseln im Grasmoor oder linienfrmig auf geneigtem Untergrund: Inselmoore bzw.Strangmoore.\
\
S.170: "Strangbildung darf als Charakteristikum der Gebiete polwrts der eigentlichen Hochmoore, in Gebirgslagen in greren Hhen als diese gelten". Strangbildung hngt wohl mit Bodenflieen zusammen: Schneller auftauende Bulte gleiten auf gefrorenem Untergrund ab oder randliche Moostorfpartien durch Frost vom Hauptmoorkrper getrennt und gleiten ab. \
Strangschlenken zwischen den Strngen gleich Flarke (schwed.) oder Rimpi (finn.). Ringmoore: Strnge hufen sich kreisfrmig an aufsteigendem Rand des Moores.\
Strangmoore auerdem bekannt aus Riesengebirge (12-1400m), Alpen, Oberharz, westeuropischen Gebirgen.\
Reihen von Palsen: Pounut.\
\
S.175: "Zweifellos drften die Torfhgel weiter Tundraflchen Erosions- und Deflations-Reste ehemals lebender, infolge klimatischer Vernderungen jedoch abgestorbener Moore sein." In Palsen aber auch Moostorf zur Oberflche hinaufgepret.\
Auerdem aus Finnland bekannt das Auftriebsphnomen (ukhu) (A.R. Helaaskoki, Jtymisilmiiden geomorfologista vaikutuksista, Dissert.Helsinki, 1912) \
"Nach dem Gefrieren kann das ber geneigte Bden flieende Wasser nicht seinen natrlichen Weg verfolgen, sondern wird unter der Eisdecke einem Druck ausgesetzt, und schlielich bricht es sich durch das Eis einen Weg in Gestalt eines Eiskraters, der sich neben einem Torfhgel oder an einer anderen schwcheren Stelle bildet...."\
(Soligene Moore: Moore, die teilweise von Niederschlgen, teilweise von Oberflchenwasser abhngen).\
\
\
2.Karteikarte:\
\
Klimatische Voraussetzung der Moorbildung: Bei Niedermooren nicht so problematisch. Wichtig, da Verhltnis Stoffbildung zu Stoffzerstrung hoch ist. Konzentr.d.Moore auf gemigte Zone, besonders N-Halbkugel. Untere Wrmegrenze "mag etwa bei der 10 Isotherme des wrmsten Monats liegen." Verhltnis Niederschlag zu Verdunstung weiterer wichtiger Faktor. \
Hierbei Monatswerte besser als Jahreswerte. Flach- und Hochmoore so verschieden voneinander, da kaum klimatische Grenzwerte angebbar (fr Moore allgemein). Fr Verbreitung der Hochmoore: a) Komplexfaktor K von Warljigin\
  Niederschalg x Bewlkung x Feuchtigkeit\
K=---------------------------------------------\
  Abstand vom Grundwasser x mittlere Temperatur\
\
\
Niederschlag  b)Wasserbilanzquotient von Rabbow:=------------------    (N/S)\
                                                           Sttigungsdefizit\
Dies am besten monatsweise.\
Moor- und Torftypen. - Stratigraphie an norddeutschem "Idealprofil". Aber immer grere Zahl von Abweichungen, so da wirklich typische oder vollstndige Schichtprofile zurcktreten (Kopie). Hierbei Weg zu Bruchwldern (also mit viel Wasser), dann zu "Stand-Waldmoor" geschildert, bei dem offenes Wasser immer mehr verschwindet. Hierbei moderartiger, mulliger Trockentorf gebildet. \
Wenn weiter zu Hochmoor, dann wichtig Rohhumusdecke, die Boden abdichtet und Zufuhr eutrophen Wassers verhindert. Dies unter ausgesprochen humidem Klima, unter dem auch mineralische Bden mit Rohhumusdecke und Podsol versumpfen knnen. \
Spaghnum-Wachstum geht hierbei von lokalem Baumschatten aus; wachsen zusammen, lassen Bume absterben. Knnen dadurch zu stark besonnt und ausgetrocknet werden; stagnieren; neuer Baumwuchs; dadurch bessere Bedingungen fr Spaghnum usf. \
Damit mehrere Holzlagen zwischen Spaghnumtorf in klimatischen Grenzgebieten mglich!\
 - Stark Klimageschichte aus "Grenzhorizonten".\

9607	Bemerk.: 1Abb.\
\
An heutiger S-Grenze der ewigen Gefrornis -4.8 bis -8.6C Jahresmittel. Im allgemeinen also nicht -2, sondern mindestens 5C. Somit rtliche Temperaturabsenkung "in Bodennhe" letzteiszeitlich von bis zu 14C. \
In Tropen in untersten 5000m aber nur etwa 4C.\
 - Verschiebung der Klimagrtel in hheren Breiten viel intensiver als in unteren. In Tropen durch S-Verlagerung der Polarfront erhhter Niederschlag, dadurch auch vom quator her Einengung des tropischen Trockengrtels.\
 - In Frostschutt-Tundra habe ein " schwaches und schtteres Pflanzenkleid" geherrscht.\
 - Bronzezeitliche starke Auelehmbildung in NW-Deutschland als Folge der neolithisch-bronzezeitlichen Landnahme.\
 - Klimagliederung: \
1. kalt-ozeanische Flieerdezeit; \
2. kalt-kontinentale Lzeit. Damals trat an Stelle der "feuchten Flieerde-Tundra" die "trockene Ltundra", im SO auch die Lsteppe mit wesentlich strkerer Lauflagerung. \
3. beginnende Wiedererwrmung mit sehr schnellem Feuchterwerden des Klimas.\
 - Bei bergang von Flieerde- zur Lzeit wahrscheinlich bei abnehmender Feuchtigkeit (und mglicherweise auch zunehmender Sommertemperatur) Dichterwerden der Tundrenvegetation und damit erst Mglichkeit der Lakkumulation. Polargrenze des Lsses stellt Polargrenze der direkten Tundrenvegetation dar.\
 - In thopien Hhenlage der kaltzeitlichen Schneegrenze: ca.4000m; Hhenlage der Untergrenze der Solifluktion dort bei 3000m. Diese Befunde weisen (wie die theoretischen Flohns) auf kaltzeitliche Temperaturerniedrigung von 4-5C hin.\

9608	1) Alte Rumpfflche, mio-pliozn. Alles Abtragungs-Rumpfflchen: Wechselfeuchtes Savannenklima. Fossiler Boden der eines "tropischen Rotlehms": heie Regenzeiten und deutliche Trockenzeiten.\
2) Altpleistoznes Wstentalnetz.\
3) Mittelpleistozne groe Feuchtzeit: Weit verbreitete Aufschttungsterrasse mit Bodensediment. Boden selbst in hheren Teilen des Hoggar noch erhalten: Von Kubiena als Braunlehm bezeichnet. Nach ihm unter Klima ohne ausgesprochene Trockenzeit entstanden. \
Kubiena vergleicht die Bden mit denen auf Basalten von Fernando Po (mehr als 2000mm Jahresniederschlag). Also grob geschtzt 1000mm damals, ohne Trockenzeit. Braunlehmfunde nur im Atakor oberhalb 2000m; Hauptfundort 2650m. Annahme fr damalige Niederschlge im Jahr, in mm:\
\
                        Mittl.Lagen der         Hochlagen des Hoggar\
                        Hoggar (1000-1500m)             (2000-3000m)\
\
Gegenwart               42mm (Tamanrasset)              mehr als 100mm\
\
groe pleist.\
Feuchtzeit              gegen 500mm                     gegen 1000mm\
\
Auch heute Niederschlge in Tamanrasset gleichmig ber das Jahr verteilt. Aus klimatologischen Erwgungen dies gleich maximaler Kaltzeit im Norden. Keine Unterscheidung zwischen nrdlichen und sdlichen Pluvialzeiten mglich. Sdliches Pluvial aber wohl zu Zeit der groen mio-plioznen Einebnung.\
 - Da nur Spuren einer pleistoznen Feuchtzeit diese wahrscheinlich gleich Alt-Ri, nicht aber gleich unbedeutenderes Wrm.\
 - Holozne Feuchtzeit doch nur sehr unbedeutend. Frage offen, wie Klima zwischen Mittelpleistozn und holozner Feuchtzeit. Jedenfalls damals irgendwann Wstenmorphologie.\

9242	Einheitliche groe Vereisungsphase. Eem gleich Kremser Bodenbildung. Frhglazial feucht-kalte Flieerdezeit, Hochglazial (Hauptlzeit fr westliches Mitteleuropa), Sptglazial. Feuchtigkeits- und Temperaturkurve hnlich der von Gricuk.\
Nimmt Paudorf-Stillfried B-Oszillation als "anscheinend keine weitreichende, schwerwiegenden Klimasschwankung" an.\
Setzt L unter Stillfried A Komplex unter Vorbehalt in Wrm-Frhglazial.\
Gliedert ein Gttweig und Paudorf aus, wobei Gttweig in relativer Intensitt des Temperaturanstiegs gleich Blling und Paudorf unbedeutender als Blling ist.\

9610	In SO-Spitzbergen im eisfreien Gebiet extrem rasche Taleintiefung und Rckverlegung der Hnge. Hier 2 Rumpfflchen. ltere greift ber Alttertir hinweg. Scheinen also Miozn-Altpliozn zu sein.\
 - In Weichsel starke Vergletscherung des gesamten Archipels. Eis mindestens 1500m mchtig im Zentrum, das zwischen beiden Inselgruppen im Bereich des Knig Karl Landes lag. Eis berflutete alles bis zum Schelfrand vor Spitzbergens W-Kste. Danach noch 2 Rckzugsstadien. Letzte Inlandeisdecke schwand 11000-12000 v.h.\
 - Strmung des Eises im Hochglazial von O nach W.\
 - Heutige Schneegrenze im W 500m, im O 400m! Oberhalb von ihr ab ca. 500 v.Chr. Neuvergletscherung, heute etwa 55% der Inselkerne bedeckend.\
 - Obere marine Grenze Knig-Karl Land 142m; O-Grenze von Barents- und Edge-Insel 112m, W-Seite dieser Inseln knapp 80m, O-Seite W-Spitzbergens 60m.\
 - Solifluktion heute bei 2o und 25o Neigung in obersten 30cm Boden mit 1-10cm/Jahr.\
 - Dauerfrostboden bis 400m tief. Von Basis bis 8m Tiefe isotherm. 1.5 bis 8.0m sehr seltene Temperaturschwankungen: Zone der Eiskeile. Zwischen 0.3 uns 1.5m Tiefe regelmige Temperatur- und Volumenschwankungen: Gestein vllig durch Spalten zerrttet, die sofort von Kammeis ausgefllt werden: "Eisrinde". In ihr meist 30-60% des Volumens Eis. \
Eisrinde und Dauerfrost auch unter den Flssen, die im Winter austrocknen. Im Sommer dadurch sehr starke Eintiefung (1-3m pro Jahrtausend). Hierbei sofort breite Talsohlen und ausgeglichenes Profil. Bei Seitenerosion deren Frderung durch Eiskeilnetze, da dann schollenweiser Abbruch.\
Polare Zone gleich "Zone der exzessiven Talbildung".\

16356	Neukirchener Hochterrasse des Inn-Chiemseegletschers sdlich Mhldorf-tting: Von teils asymmetrischen Tlern durchzogen. Zwei von ihnen gehen bis zu Wrm-Morne zurck: Galenbach- und Mrnbachtal. Andere wurzeln in Hochterrasse. Tlchen folgen Abdachungsrichtung des Schotterfeldes, von SSO nach NNW. Tlchen aus Hochstand von Wrm. \
Seither mehr oder weniger gut konserviert.\

10565	Pine Barrens nehmen heute etwa 2/3 der Kstenebene ein. Flsse nur schwach eingetieft, seitlich von Grundwasserstrom aus pleistoznen Schottern ernhrt. Daher viele Moore seitlich der Flsse. Auf ihnen jetzt Chamaecyparis thyoides, Acer rubrum, Nyssa silvatica, Magnolia virginiana. Ehemals Flsse tiefer und stark mandrierend. Altwasserarme heute mehrere feet tief vertorft.\
 - Hier C14-Daten von tiefsten Stellen zweier Moore. 5570 Jahre als Halbwertszeit. 1.Moor: Basis 9125  195 v.h. - 2.Moor: Basis 10485  240 v.h. Tuckerton Marsh (Potzger 1952) an Basis 5890  100 v.h. \
Nach Potzger Torfe aber letzteiszeitlich. Moore seien damals Refugien nrdlicher und sdlicher Pflanzen gewesen. Jetzt aber eher, da in Mooren boreale Flora und Vegetation als Relikte eiszeitlicher Bedingungen erhalten, umgeben von neu eingewanderten sdlichen Arten.\

10566	Hier Redliner Eisrandlage als quivalent des Brandenburger Stadiums aufgefat. Sei von Sander des Frankfurter Stadiums weitgehend berschottert worden, aber aus diesem Sander tauten noch Toteismassen aus, so da zwischen Brandenburger und Frankfurter Stadium kein Interstadial gelegen haben knne.\

13557	Kritik an Cepeks Versuch, geschiebestatistisch Stratigraphie zu betreiben. Geschiebestatistik liefere vielmehr Lithofazies, nicht aber stratigraphische Einheiten. So SIII der Stoltera (also angeblich Saalemorne) zu Weichselmornen, die untereinander nicht unterscheidbar, viel hnlicher, als zu Saale-Mornen.\

126470	Tafel V schnes Luftbild des mehrfach abgebildeten Pingos in der Fluebene: Randbldalen, unmittelbar oberhalb des Porphyrriegels, der Talgrund einengt. Wall aus Fluschottern aufgebaut. 30m hoch, Basis-Durchmesser 150m, Bschungswinkel 35-37. \
Krater oben 65-70m Durchmesser. Aufnahme: E.Hofer.\
Tafel II sehr schne gehobene Strandlinien am Vilddalen.
10546	Maximale Werte des erdmagnetischen Feldes 400 v.Chr. (1,6x des heutigen); minimale Werte 4000v.Chr. (= 0,5x des heutigen). Daneben noch krzere Schwankungen. Langfristige Schwankungen mit Periode von 8000-10000 Jahren. \
Wenn verschiedene Gebiete miteinander verglichen (CSSR, Mittelamerika, Japan) klar, da maximale Werte in den einzelnen Gebieten zu verschiedenen Zeiten eintreten: W-Drift mit 120/500 Jahre = 0.24/Jahr. Hieraus: +/- gleiche Zeichen der Schwankungen des erdmagnetischen Feldes in verschiedenen Gebieten zu verschiedenen Zeiten. \
Wenn Kurve der Intensitt des erdmagnetischen Feldes verglichen mit C14-Variationen, deutlich, da beide +/- gleich: Verlaufen antiparallel.\
Schwankungen des magnetischen Feldes scheinen die der Hhenstrahlung sofort oder sptestens nach 100 Jahren zu beeinflussen. Krzere C14-Variationen offenbar abhngig von Nichtdipol-Feld.\
Ursache wohl fr gesamtes magnetisches Moment und dessen Vernderungen periodische Intensittsschwankungen von Prozessen des Erdkernes.\

10548	50 Genera mit ungefhr 550 Arten. 30 Genera auf N-Hemisphre, 14 auf S-Hemisphre, der Rest auf beiden. Den quator berschreiten u.a. Libocedrus, Podocarpus, Dacrydium, Phyllocladus und Agathis; Pinus (bis Timor).\
4 Familien nur im N, 2 im S, eine beidseitig, mit Schwerpunkt im N. 27 der nrdlichen Genera gehren zum pazifischen Raum im weitesten Sinne. Nur 3 (Cedrus, Tetraclinis und Arceuthos) erreichen Pazifik nicht.\
Pinus hat 4 mal mehr Arten in Rocky Mountains und Pazifikseite, als auf Atlantikseite Nordamerikas. hnlich bei Abies, Picea und Larix.\
S.82: " Southern China and Japan are the actual "population" center, both for genera and for species".\
Die verschiedenen Sektionen von Pinus vielleicht polyphyletisch? Zieht Wegnersche Theorie zur Erklrung der Verbreitung heran.\

10549	Fiano Romano in 3m Tiefe unter Flualluvionen (max. 8.5m mchtig), am Tiber, 4211'55" N, 1236'27" E, 1670  95, 1350  100.\

10551	Nrdlich von Spitzbergen: Vom Wind verursachte Auftriebszone am Rand des Packeises. 12km breit, in Modellen nicht richtig abgebildet: Bringt tieferes und salzigeres Wasser (wrmer) an die Oberflche, dort abgekhlt und dichter gemacht, von wo es wieder in die Tiefe zurckkehrt.\

10554	Bei Manson. Hier Eisoberflche von Eiskliffs an Kste (+30m) auf 200m Hhe (3km im Inland) anstiegend. Firngrenze dort bei 700m. Katabat. Winde sehr stark. 9 Jahre Beobachtungen hier (Kopien).\
 - Jhrliche Ablationsrate an Kste 52cm Eis/30m Hhe); 50km inlands, bei 1200m nur 12cm Eis pro Jahr. Ablation winters an Kste 0.8mm pro Tag. Sommers bis 6mm pro Tag.\
 Bei kaltem Eis (deutlich unter 0) Lufttemperatur hinsichtlich der Ablation am wichtigsten. Ablationsrate abhngig von Temperatur und Feuchte.\
 - Bei konstanter Temperatur Ablationsrate direkt proportional zu relativer Trockenheit (1-relative Feuchte) und zu Windgeschwindigkeit. Bei kaltem Eis dringt Strahlung in Eis. Nahe Gefrierpunkt wird Strahlung aber sehr wichtig fr Ablation.\

10555	Sehr schne Arbeit. Annahme des steady state. Hieraus Stromlinien des Eises, Fliegeschwindigkeit bei ausgeglichenem Massenhaushalt, Oberflchenerwrmung, Scherspannung am Boden, Temperaturgradient am Boden und Bodentemperatur errechnet: Grter Teil der Antarktis am Boden -10 bis -30 C. \
Nur an Kste schmaler Streifen des Schmelzens, z.T. aber auch des Wiedergefrierens am Boden, so da Annahme, unter Byrd Land befinde sich Schmelzwassersee. Da insgesamt Fliegeschwindigkeit an Front des Ro- und Ameryschelfs nur 1/2 der berechneten bei steady state, offenbar Antarktis mit positiver Massenbilanz. \
Damit aber auch Bodentemperatur geringer als berechnet. Aber auch Oberflchenerwrmung geringer als vermutet.\

10557	Sehr dynamisches Gebiet. Falls Eisflu immer senkrecht zu Hhenschichtlinien, dann Einzugsgebiet etwa 1/8 der Flche der Antarktis. Mu durch 1/60 der Kstenlinie: Entweder sehr schneller Eisverlust dort, oder niedrige Akkumulation, falls alles im Gleichgewicht. Diagramm der Akkumulationsraten, in Abhngigkeit zu Entfernung von der Eisfront.\
 - Karte der Kstenlinienvernderungen 1930-1963: Sehr starke Schwankungen um bis zu 7 bis 8 km. 1936-1963 mittlere Vorwrtsbewegung etwa 1.5km pro Jahr. 1963 brach groer Teil ab und trieb fort: 160X60= 9600 km. Dies gleich Wachstumsmasse von 40 Jahren, gleich 1/5 des Schelfeisgebietes.\

10559	Ewige Gefrornis sei fr Wachstum dieser Pinus frderlich, da sie Wachstum der Moose hindere, die ihrerseits Pinus beeintrchtigten, wenn sie ppig wachsen. Daher sdlich der S-Grenze der ewigen Gefrornis kaum Pinus pumila. Bildet leicht Adventivwurzeln an niederliegenden sten, Teil des alten Stammes kann daher hinten absterben. \
Zweige sinken bei Frost (auch ohne Schneebelastung) zu Boden (Verringerung des Turgors?) und erheben sich nach beendetem Frost wieder. Dies von mehreren Autoren beobachtet (auch von Tichomirow). Grund vielleicht aber auch unterschiedliche Dehnung an Zweigober- und unterseite infolge unterschiedlichen Wasergehaltes, auf den der Frost einwirkt.\
\
Sehr verschiedene Wuchsformen und Zapfenformen in den einzelnen Gebieten: hochwchsig bis ganz niederliegend; Nadeln dann 12.5 bzw. 4-5cm lang; Zapfen lnglich, bzw. fast kugelrund.\
Samen verbreitet vom Nucifraga caryocatactes (Tannenhher). Dieser legt sich Vorratskammern an, die dann oft nicht wiedergefunden werden und aus denen neue Pflanzen keimen; unter diesen dann heftiger Konkurrenzkampf.\

10562	Florengeographie. Vergleich mit europischen Tertirfloren.\

18554	Letzte Eiszeit. Nahe Basis der Wrmprofile im Verband der Humuszonen Bims-Tuff: Metternicher Tuff = Kahlenberg-Tuff.\
 - Dann Innerwrm-Boden I = Hengelo; Innerwrm-Boden II = Denekamp = Stillfried B. Zwischen II und III Eltviller Tuff, frher als quivalent des Krlicher Brockentuffes angesehen. Dies nicht mehr zu halten. Zum Schlu Allerd-Laacher See-Tuff.\
In Wallertheim unter Eltviller Tuff ein weiterer. Dem Rambacher Tuff Semmels bisher gleichgesetzt. Liege ber dem Boden des "Paudorfer Interstadials" (Hainerberger, Lohner Boden).\
Hier jetzt Wallertheimer Tuff zwischen Innerwrmboden I und II, also Etage frher, als von Semmel vermutet. (Aber keine schwermineral. oder petrogr. Definition).\
Hierbei aber Boden I strker als Boden II; in Sddeutschland umgekehrt.\

13267	Bemerk.: Karte\
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Schon 1910 bei Mostar erwhnt. Bei Zadar bis in Meeresniveau flchenhaft Frost- und Solifluktionsschutte. Zwischen Sibenik und Split in vergleichbarer Lage Solifluktions-schutte seltener; dafr dort Frostschutte bis in 100m NN.\
 - Echte Solifluktionsschutte sdlich Split nur noch in hheren Lagen. Ab Omes nach SE neu Splschutt: im wesentlichen eiszeitliches Sediment. Bei Omes (80m NN) drin Taschenboden: Hier also in Eiszeiten nicht Solifluktion, sondern Absplung entscheidend. \
Zwischen Omes. Mostar, Stolae, Bileca, Moraca und um Brodarevo Brekzien am Hang bei Bergen von grer 800-1000m. Brekzien dort auf natrlich gebschten Unterhngen. Am Hangfu daraus Kleinkieslagen. Z.T. ber flieerdeartigen Lagen. Auch diese Brekzien wohl kaltzeitlich: entstehen heute nicht mehr.\
 - Terra rossa dort fossil, heute abgetragen. Wohl zuletzt im Altquartr entstanden. Spter dort nur noch rotbraune bis braunrote Medit.-bden. Vorkommen der Terra rossa zeigt somit cum grano salis Gebiet an, das im Periglazial keinen starken Abtrag hatte: Bei Zadar terra rossa in Frost- und Solifluktionsschutt eingearbeitet. Sibenik-Split Reste nur an Meeresniveau.\
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Unteres Neretva-Tal: Obergrenze der terra rossa-Reste bei 200m; Hhe von Dubrovnik: 350-400m. Hhe von Titograd 350-400m; Griechenland: Pharsala-Lannia 400-450m; sdlich Theben 600m; nrdlicher Peloponnes bis 650m.\
 - Untergrenze weitflchiger Gehngeschutte bei Sibenik-Split in Meeresniveau; Dubrovnik-Bileca ca. 300m; Negotino in Mazedonien ca. 200m.\
 - Bei Zadar L mit Staublehm, geschichtet. Zahlreiche Lkindellagen: Starker Kalkumsatz. Auf O-Seite d. Dinariden Grenze beider Fazies bei Tuzla, heute ca.900mm. Bei Zadar heute 890mm. N-Grenze des medit. Klimatyps in Wrm um ca. 200km nach S verschoben. \
Temperaturdepression damals 10, wenn nicht gar 12 gegen heute.\
 - Lsse bei Titograd und an unterer Neretva bis in 80m Hhe hinab. Nur in kleinen Flchen entlang dem Flu. Oft von Gehngeschutt berdeckt. Idealprofil: Junge postglaziale Erosion; - sptglazialer Splschutt, z.T. durch Verzahnung mit liegendem L verbunden; - Oberer L, z.T. mit etwas Splschutt (Hochglazial); - rotbrauner Boden, schwach lessiviert (?)= Stillfried B- Interstadial; - Unterer L, der unter feuchterem Klima abgelagert wurde (sptes Frhglazial); - geringe Frostverwitterung festen Gesteins und Splvorgnge: Frhes Frhglazial des Wrm.\
 - Ziemlich grobe Krnung des Lsses. Zu 50-80% aus Karbonatkristallen. Oberer L reich an Poren von 6-60. Im Boden Poren verstopft: Ton, strker Richtungs-doppelbrechend. Unterer L hnlich oberem, aber stark Kalzit-verbacken.\
 - Dieser L hier als Dolomitl bezeichnet. Vertrgt feuchteres Klima, ohne zu entkalken. Boden Rckstand einer Lsungsverwitterung.\
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PA von Beug aus mehreren Proben, doch nicht horizoniert. Stets BP und NBP. Unter BP Kiefer, Ulme, Corylus, Alnus, Carpinus, Picea u.a. Sonst Kruter, mit Artemisia und Chenopodiaceen. Zu wenig Pollen fr vegetationsgeschichtliche Deutung.\
 - Im unteren L von Hodbina buntes Molluskenbild: Trockenrasen-Gesellschaft aus balkan. und mittel-europ. Arten. Auerdem mesoph.Elemente des Waldes und der offenen Vegetation; auerdem echte Waldarten. Also damals wohl Waldsteppe. \
Verteilung der Biotope reliefbedingt. So auch im Unteren L an anderen Stellen dieses Gebietes. Molluskengesellschaften klar verschieden von europ. Lgesellschaften. Einige auch im mitteleurop. L. Andere xerophil bzw. waldmeidend, aber in Mitteleuropa warmzeitlich. \
Wichtig lokale xerophile Arten, mediterran. Hochglazial mitteleurop. Arten hier fehlend. Ganz hnlich sdfranz. Lsse. Interessante mitteleurop. Waldarten im L: Cochlodina laminata, Laciniaria biplicata, Vitrea subrimata, Orcula doliolum. Diese warmzeitl. Tiere dort wohl "berwintert".\

10525	Etwas nrdlich von Euskirchen, auf einem nach O flach abfallenden Hang. Hier 3 Ldecken und z.T. stark abgetragene Bden. \
Unterster = Innerwrmboden I. Unmittelbar unter ihm Aurignacien. Schicht IIc: GrN-6191: 33420 +/- 500 v.h. (Knochen); GrN-6699: 31950 +/- 320 (Knochen); H4148-3347: 31882 +/- 950 v.h. (Knochen). \
Damit Innerwrmdecke I zwischen Moershoofd und Hengelo. Innerwrmboden I = Hengelo. Innerwrmdecke II zwischen Hengelo und Denekamp. Innerwrm-boden II = Denekamp. Innerwrmdecke III mit olisch umgelagertem Eltviller Tuff.\
Keine Pflanzen- oder Tierreste beschrieben.\

13534	Als lteste Bildung fabar "Froschhamer Terrasse". Oberflche 470-460m. Abzuziehen etwa 3.5m jngere Schwemmfcherschotter. Zwischen ihnen und eigentlichem Terrassen-Schotter-Krper humoses Feinmaterial: Buchen-Tannen-Fichten-Zeit, ab Mitte mit vereinzelt Getreide und regelmig Plantago. \
Unterste Probe wohl noch Atlantikum; hangendes Subboreal bis Subatlantikum.\
 - St.Zeno-Terrasse: Oberflche 5m tiefer. In 7 und 16m Tiefe in Schluffen und Tonen klare Buchen-Tannen Zeit; in 7m mit Carpinus; in beiden Tiefen Plantago und Chenopodiaceen. Da Buchenzeit im Alpenvorland bei 4500 v.h. beginnt, Schichten sicher jnger. \
Basis des bronzezeitlichen Talbodens somit bei 450m, also 10-15m unter echter Oberflche der Froschhamer Terrasse. Bronzebeil bei 454m!: 18. oder 17. Jahrhundert v.Chr.! Danach Schotterakkumulation bis in 4m Tiefe. Dann Torf, drber 4m rmischer bis frhmittelalterlicher Schotter.\
 - Westlich der Saalach, vermutlich als quivalent des rmerzeitlichen Schotters, Schluffe und Lehme, mit um 50% Picea, um 10% Abies, um 5% Fagus. Keine Linde mehr, sehr wenig Eiche und Ulme. Wenig Getreide und Chenopodiaceen; 14C: Kn 1928: 1900 +/- 50 v.h.\
 - Ausgehnter ehemaliger Saalach See bis sicher 205cm Tiefe mit Secale, stets Flugasche. Carpinus ab 160 cm. Meist recht viel Buche, wenig Tanne und Fichte. Stets Triticum: Sicher frhestens ab Rmerzeit.\
Also: Gegen Ende des Atlantikums Einschneiden um ca. 20m (hoher Betrag wohl lokal). Aufgegebene Manderbgen vertorfen und feinkrniges Material (wie das bei derartiger Erosion? Fr.). Gegen 3000-3300 v.h. Aufschotterung um einige Meter. \
Durch bronzezeitliche Rodungen Hangabtrag und Schwemmfcher auf Froschham-Terrasse: Um Chr. Geburt breiter Schwemmfcher der Saalach im Becken: Zusammenhang mit Besiedlung.\
Erhebliche Saalach-Eintiefung sei = Pulling-Stufe, Beginn ca. 4300 v.h.. Auch Lerchenfeldstufe (Beginn etwa 2 Jh.n.Chr.) fabar. M.E. 7-16m Torf d.St.Zeno-Terrasse = humose Feinsedimente der Froschham-Terrasse!\

10527	Brunnacker: Frostschutt allgemein noch bis in Zone mit Discus ruderatus. Nur Grenze D.ruderatus/rotundatus-Fauna klare Zeitgrenze, etwa gleich Mesolithikum/Neolithikum. Hier auch Grobschutt bis Verbruch. Dietfurt: Vielleicht 275-245cm Tiefe Verbruch im Atlantikum? \
Falls so, dann Grobschutt in 200-215cm Tiefe "dem bislang hier andeutungsweise erfaten subborealen Verbruch zugehren".\
 - Grenze Spt-/Postglazial vielleicht 320cm Tiefe bei Ende der letzten Frostschuttphase.\
\
Wille: Im Atlantikum sehr hohe Lindenanteile, erklrt durch strkeres Vorkommen an den Berghngen und selektiver Pollenzersatz. PD ab I. Grenze Pleistozn/Holozn wegen NBP/BP-Verhltnisses mit Verhltnis von Corylus und Tilia in 280-275cm Tiefe. \
Dann aber z.T. schon vorher (einschlielich II und III) beide ziemlich gut dort. Nicht besser, Grenze tiefer zu ziehen? (Fr.). Brunnackers mittelatlantischer Verbruch hiernach im lteren Atlantikum. Subboreal bleibt gleich.\
\
Schweingruber: 335-350 wohl III. Ab 320cm Acer und Corylus; Eiche bereits ab 350cm (schon vorher viel in I. Grund?). Nach Holzkohlen bei 300cm Beginn EMW-Zeit. 295-300cm Beginn Boreal.\
\
Rhle, Mollusken: Vergleich mit heutiger Molluskenfauna des Burgberges. bergang kaltzeitlich zu nordisch/alpin 350-390cm. Discus ruderatus ab 390cm. Typische Waldarten, wenn auch anfangs vereinzelt, bei 350cm, strker ab 320cm. Grenze Discus ruderatus/ rotundatus scharf bei 270cm. Ab 295 viele Wald- und Xerotherm-Arten.\
\
V.Koenigswald, Suger: Waldarten deutlicher Anstieg ab 400cm, also etwa ab Beginn Brunnackers Frostschutt. Zu 50% etwa ab 330cm. Dort auch schlagartiger Rckgang kaltzeitlicher Arten. Warmzeitliche Suger viel frher hier und Anstieg als Mollusken. - Taute dazu Artefakte.\

10528	Interglaziale Bodenbildung habe, verstrkt, dort bis etwa 35000 (= Frhwrm!) angedauert (Beweis fr mich nicht klar).\
 - Molluskenfaunenprovinzen des endenden Hoch- und des Sptglazials. Schon im jngeren Sptglazial bei Lepenski Vir 5 von 16 Arten, die bei uns warmfeuchte Verhltnisse anzeigen; lteres Sptglazial: eine von 5; frhes Holozn insgesamt 26 dieser Arten\

10529	Aus planktischen Foraminiferen Temperatur und Salinitt erschlosssen, und zwar fr 125000 und 18000 v.h.; Auerdem Klimawandel, ab 127000v.h.\
125000: Temperaturverteilung des Oberflchenwasser hnlich wie heute, offenbar im wesentlichen gleich. Temperaturintervall Winter /Sommer etwa 6-7C. Salinitt im Winter etwa 1 Promill ser als heute (im N; 0.4 Promill ser im S). Sommersalinitt damals und heute ungefhr gleich.\
18000: Winter 1-2oC klter als heute, Sommer 1C klter. Isothermen rund geschlossen, heute SW nach NO. Salinitt im Winter 0.3 Promill ser als heute; im Sommer 0.6 Promill salziger. Mexico-Becken, 75000-45000 v.h., Winter 2 klter als heute, Sommer um 32000 v.h. 3 klter. \
Jahreszeitliche Temperatur-schwankungen 45000 bis 15000 minimal. In Floridastrae alle 3 Parameter hnlich zwischen 45000 und 15000: Verstrkung im Austausch des Oberflchenwassers zwischen beiden Gebieten.\
 - Sommersalinitt blieb im Golf von Mexiko hnlich wie heute; Wintersalinitt stieg aber gegen 32000 v.h. um 2 Promill an und fiel dann um 0.5 Promill ab, bis glaziales Maximum endete.\
Westwinde wahrscheinlich im Winter zwischen 32000 und 15000 v.h. ber Golf von Mexico sdwrts gewandert. (Also im Winter nach S verschoben, im Sommer wieder nach N; dadurch Schwankungen zwischen serem und salzigerem Wasser verursachend).
10533	Faunendiagramm aller vom Verfasser ausgegrabenen Alb-Hhlen. Recht interressant, wenn auch stratigraphisch anzweifelbar:\
 Faunen nach faunistischen Gesichtspunkten geordnet, ohne Rcksicht auf frhere Datierungsversuche.\
Kltetiere: Dicrostonyx, Microtus gregalis, M.nivalis\
Steppentier: Microtus arvalis-agrestis\
Waldtiere: Apodemus silvaticus, Clethrionomys glareolus, Sorex araneus\
Erschliet 2 Kaltzeiten, ein Interstadial mit Auftauen des Bodens (groe Hufigkeit von Frschen und Krten) und Postglazial. Beide Kaltzeiten gehrten ins Wrm.\

10534	Bemerk.: Schne Karten!\
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Flint (1955) und Goldthwait (1959) bezweifeln Existenz der Periglazial-Zone in N-Amerika selbst in unmittelbarer Nhe des Eisrandes der Wisconsin-Eiszeit.\
 - Meiste der auf Karte dargestellte Formen Zeichen fr ehemaligen Dauerfrost. \
Vor Eisrand sehr wahrscheinlich in Appalachen und westl. Hochplateaux einige 100km breite Zone des Dauerfrostbodens. Wurde zur atlantischen Kste schmaler.\
Vegetations-Rekonstruktionsversuch: An Dauerfrostbodenzone, die weitgehend Frostschutt-Tundra war, von Tennessee bis an O-Rand der Rockies und nach S bis etwa 35o Trockengebiet: im N Ltundra (BSK), anschlieend Lsteppe, dann Waldsteppe im S dieses Trockengebietes. Dieses Gebiet umgeben von "offenem Nadelwald", daran anschlieend "geschlossener Nadelwald". \
Schlielich ganz im S Cfb Laub- und Mischwald.\
Dr.D. Brunnschweiler, East Lansing/USA, Michigan State University\
(in diesem Heft auch Referate chinesischer Arbeiten).\

10535	Bemerk.: abs. und rel.Pollenwerte\
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Moore McCulloch, Jerrell und Colo, auf Des Moines Lobus-Morne in Iowa. Dieser Lobus nach 14C-Daten gleich Cary, also letzter Eisvorsto. Stets Morne, dann grauer Schluff, dann basaler Torf. Unterste Schicht dieses Torfs in McCulloch Moor 14500 +/- 340 v.h., Jerrell-Moor 10640 +/- 270, Colo-Moor 13775 +/-300 v.h.\
 - Stets hier auf basalem Torf dunkler Schluff, darber wieder Torf. Seine Unterkante (also des oberen Torfes) 3170 +/- 190 bzw. 3100 +/- 300 v.h. \
Oberkante des unteren Torfes in McCulloch ca 8200 v.h., Jerrell ca. 9600 v.h., Colo ca.8200 v.h. Nach Walker 1905 dies Audruck zweier Phasen der Unstabilitt, gefolgt von Phasen der verminderten Hangabtragung.\
 - Alle Pollenzhlungen bezogen auf 0.5g Frischgewicht!\
 - In den 3 Mooren je 3 Zonen ausgegliedert: I Fichten-Tannen-Laubwerfende-Zone; II Laubwerfende-Zone; III Chenopodiaceen-Gras-Eichenzone. Mit Untergliederung. In I Eiche, Ulme, Acer u.a.; II enthlt weniger PK als I und III; meiste von ihnen Laubwerfende, auch Farne.\
 - McBulloch-Bog: I dreigeteilt. Ia: Obergenze 14500 +/- 340 v.h. Fichte; Tanne; Alnus, Corylus, Cornus.\
 NBP unbedeutend, besonders Ambrosia, Artemisia, Chenopodiaceen, Farne.\
 - Ib hchste Pollenkonzentration im gesamten Profil. Besonders Tanne und Fichte, aber auch sehr viel Pinus, Acer, Eiche, Alnus, Birke, Juglans; Corylus und Tilia vorhanden; NBP unbedeutend, besonders Gramineen, Chenopodiaceen, Amaranthus, Ambrosia. Hohe Pollendichte entweder durch dichten Vegetations-Schlu oder durch Sedimentationsgeschwindigkeit oder gute Erhaltung.\
 - Ic ganz hnlich, nur absolut sehr viel weniger PK.\
 - II: NBP grer BP. Stets Pinus, Fichte und Tanne sehr wenig; beide fehlen nach oben. Eiche, Alnus, Ulmus, Birke und Tilia in geringer Menge. Sehr viel Farne. Hufig sonst noch Gramineen, Chenopodiaceen, Artemisia, Ambrosia.\
 III: IIIa sehr wenig PK; wenig Pinus, Eiche, Acer. NBP grer BP.\
 - IIIb: NBP grer BP. Kiefer, Eiche vorherrschende BP; Acer, Alnus, Birke, Cornus, Hasel vorhanden: keine Farne.\
 - IIIc: NBP grer BP. Nach oben starker Anstieg von Kiefer und Eiche. Esche und Erle Anstieg. Acer, Birke, Weide vorhanden; viel Gramineen, Chenopodiaceen, Ambrosia, Wasserlilie,\
 - Jerrell Bog: I: Sehr viele schlecht erhaltene Coniferen-PK. Annahme, da viele Pinus-PK eigentlich Abies. Obergrenze um 9750 v.h.; neben Coniferen viele Eichen, Birken, Ulmen, Erlen. Sonst noch Acer, Juglans, Hasel, wenig Esche. BP klar grer NBP. Viel Ambrosia und Chenopodiaceen. Ia nur geringere Pollenfrequenz als Ib.\
II: BP grer NBP. Abies und Picea fehlen; wenig Kiefer. Viel Eiche. Vorhanden Acer, Birke, Ulme, Erle, Tilia, Juglans, Hasel.\
 - III: NBP viel grer BP, besonders Gramineen und Chenopodiaceen. Beginnt in Mitte vom dunklen Schluff. Viel Eiche, weniger Birke und Kiefer. Alle hher nach oben starker Rckgang. Ulmus fehlt. Viel Ambrosia und Artemisia; Acer, Birke, Alnus, Juglans, Tilia, Hasel und wenig Esche vorhanden.\
 - Colo Bog: I Obergrenze gegen 8500 v.h. BP grer NBP; besonders Tanne, Eiche, Birke, Fichte, Kiefer, Ulme; etwas Acer, Juglans, Tilia, Hasel. Wenig Chenopodiaceen und Ambrosia.\
 - II: BP grer gleich NBP. Unten noch Picea und Abies. In Mitte Kiefern Maximum. Ulme am wichtigsten. Sonst noch Eiche, Acer, Birke, Alnus.\
 - III. NBP weitaus vorherrschend, besonders Chenopodiaceen, Gramineen; Eiche, wenig Kiefer.\
 - Generell: Erst feuchtkalt im Sptglazial und frhen Postglazial; dann Anstieg der Temperatur; dann Abfall im Niederschlag. Kein Hinweis auf sptglazialen Klimarckschlag. Pollenniederschlag nicht mit tatschlicher Vegetation verknpft, da angeblich zu hohe Fehlerquellen.\

10536	Miozn. PF und Makrofossilien\

10537	Buchbesprechung (Behre, Ch.H., Talus Behaviour above timber in the Rocky Mountains, J.of Geol., 41, 1933, 622-635) mit Nomenklatur.\

10538	Nur Theorie und Diskussionen, auch ber heutigen chinesischen L.\

10539	Nur Nomenklatur, mit vielen neuen Begriffen und einem Glossarium.\

10540	Aerosolgehalt der Atmosphre stark beeinflut durch vulkanische Eruptionen. Zeiten starker oder besonders zahlreicher Eruptionen scheinen innerhalb der letzten 40000 Jahre gut mit Abkhlungsphasen zusammenzufallen, so Woodfordian (kurz nach 27000v.h.), Mankarto (etwa 14000 v.h.), Valders (etwa 11500 v.h.), Cochrane ice advance (8300-8500 v.h.), Ausfallen des Monsuns in NW-Indien gegen 3700 v.h., Beginn des little ice age.\

10543	strkste Invasion seit 1948.\
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Serrahn/Mecklenburg: 3 Wellen; Zugrichtung der 1. und 3. SW, 2. nach W-NW. 2 Mitte Juli beringte Exemplare Sept. und Okt. in S-Frankreich erbeutet, 2 Mitte August beringte Exemplare Sept. in N-Italien erbeutet. Fressen meist Samen von Fichten, Lrchen, Kiefern; aber auch auf: Klette, Karde, Brenklau, Bocksbart, Strandweizen, virginianische Nachtkerze, Hagebutte, Ulme, Rotdorn, Hasel, Obstbume, Esche, Knigskerze, Eberesche, Lebensbaum, Pappel, Eiche.- Truppweise.\
Nach Schweden von O her, Abzug nach SW. Mitte August in Norwegen bei Stavanger. In Dnemark Zug nach SW. IN CSR weniger als im Vorjahr: Keine Fichtensamen: Wahrscheinlich nach Wrttemberg-Baden weitergezogen. \
Invasion in Schweiz. Invasionen in ganz Frankreich. Auch fr England Invasionsjahr. Ab 14.6. grere Mengen auf Fair Isle, Shetland-Inseln. Letztes Juni-Drittel mehr als 1000 Kreuzschnbel auf Orkneys: ganz ungewhnliche Zahl. Island in 2.Junihlfte und im Juli; wahrscheinlich von Skandinavien. Bisher nur 3 mal solche Invasionen in Island beobachtet. (Zahl nicht angegeben:"grere Zahl"). Verbleib unklar.\

10544	Folgeerscheinungen einiger Pflanzen (gekrzt): \
Pteridium aquil. - Blutharnen; \
Sarothamnus- greift ZNS an, Erweiterung der Coronargefe, erregt glatte Muskulatur des Darmes und des Uterus; \
Betula pend., B.pub. - milde diuretische Wirkung; \
Sorbus aucup. - starke rtlich Reizwirkung, bewirkt Resorptionsvorgnge; \
Taxus - zuerst zentral erregend, dann Lhmung des Atemzentrums bis Herzstillstand; \
Quercus robur, petr. - adstringierend, steigern Widerstandsfhigkeit der Zellen; \
Calluna - Verstrkung der Herzreaktion, erhebliche diuretische und blutstillende Wirkung, Senkung des Atmungsstoffwechsels;\
Heidelbeere wie Eiche; \
Salix caprea- Dmpfung des sympathischen Wrmeregulationszentrums; Erweiterung der Blutgefe, Schweisekretion und antiseptische Wirkung auf Magen-Darm-Trakt. \
Prunus padus - bei vollstndiger Hydrolyse tdliche Blausure. \
Juniperus - rtliche Reizung, in greren Mengen ernstere Nierenschdigung; Terpentinl als Wurmmittel; \
Crataegus oxyacantha - in greren Mengen Blutdruck-steigernd und Herzschdigung.\
 - Schwarzwild im Jahresdurchschnitt: Grser und Kruter 45.1 Vol%, Laub- und Nadelholz 26.4 Vol%, Halm- und Hackfrchte 14.3 Vol %; Tiere 13.2 Vol %. Rehwild:  Bevorzugt buschige, mit Gras-Krautflchen versehene Bestnde. \
Hier kleines Territorium: Etwa 150 ha. Laubanteil des Futters beim Bock 58%, bei Ricke 51%. Bevorzugung: Bock: Spitzahorn, Eschenahorn, vor Akazie, vor Esche, vor Eberesche, vor Eiche, vor Grasgemenge. Ricke: Esche, vor Spitzahorn, vor Eschenahorn, Akazie, vor Eberesche, vor Grasgemenge, vor Eiche. An Waldrndern strker verbissen als im Wald. Kiefer, Eiche, Eberesche, Liguster. +/- gleichstark verbissen: Fichte, Hainbuche, Hartriegel, Heidekraut.\
 - Pro Tag aufgenommene sungsmenge (Trockensubstanz pro g): Rotwild 2300, Rehwild 770.\

10545	Eigenheiten des Gebisses.
13022	N-Rand der Stadt, westlich des Regentales, nahe Ort Kareth, an nach O abfallendem Hang. Grubensohle 355m, d.h. 25m ber heutiger Talsohle. \
Aufbau: rezenter Boden (Parabraunerde) aus L, darunter 1.fossiler Boden (Parabraunerde) aus Llehm, darunter 2.fossiler Boden (Parabraunerde) aus Llehm, danach 3. fossiler Boden (Parabraunerde) aus "Decklehm" (Llehm) (diese zus. Hangende Folge). \
Liegende Folge: 4.fossiler Bodenkomplex (Pseudogleye und Auenboden) aus sandig-tonigen Auesedimenten. Schotter gleich Liegendes.\
 - Schotter in einem fossilen Tal erbohrt, das 10m tief ber heutigem Tal !\
 - ber 4m Schotter fast 20m sandig-toniges Sediment. Dieses als Auebildung aufgefat. In 21-22m Tiefe Aueboden. Gleich darber Pseudogley; danach weitere fluviatile Sand-Ton Akkumulation.\
\
In dieser Zeit synsedimentre Pseudovergleyung unter auewaldartiger Vegetation. In 15.40m Tiefe (bis 16.30) extremer Pseudogley. Danach ca. 1m Gehngesediment und anschlieende relativ schwache Pseudovergleyung.\
 - Insgesamt vielleicht 2 Zyklen: Ein lterer Sediment-Bodenzyklus mit abschlieendem Auenboden; ein jngerer mit Pseudogleyen: Gebiet allmhlich von berflutungsbereich freigegeben.\
Danach Erosionsdiskordanz. Zeitraum dieser Diskordanz nicht gro, da die folgenden jngeren Schichtglieder durch umgelagertes Bodenmaterial des Pseudogleys eingeleitet werden.\
ber Gehngesedimenten, die schon zu Hangendserie gehren, Llehm (zum ersten Mal), wahrscheinlich in Decklehmfazies. Danach interglaziale Parabraunerde (3.fossiler Boden), mit sekundrer Pseudovergleyung. Danach z.T. schwach steiniger Llehm, danach Parabraunerde mit besonders mchtigem B-Horizont (2.fossiler Boden), mit berprgung durch Pseudovergleyung. \
Danach geringmchtiger Llehm, gefolgt von schwach pseudovergleyter Parabraunerde (1.fossiler Boden): Interglazial. Danach Flieerden, aufgearbeitete Bden und abschlieender L, gefolgt von Parabraunerde, teils erodiert. - 1.fossiler Boden gleich Ri/Wrm; 2. gleich Mindel/Ri; 3. gleich Gnz/Mindel; fossiler Bodenkomplex gleich Prgnz-Warmzeit (bzw.-zeiten).\
\
Donauabwrts unterhalb Regensburgs drei ausgedehnte Terrassenfluren: Wrm, sdlich anschlieend Ri und gegentertires Hgelland Mindel. Diese Folge wahrscheinlich gleich oberer Teil des Profils. Bei Hagelstadt in tert. Hgelland Periglazialprofil mit 3 pseudovergleyten Parabraunerden ohne Riesenboden.\
Mglicherweise Donau und Nebenflu in Prgnz relativ tief eingetieft.\
Gnz-L nach Decklehmfazies, Mindell gleich Llehm in hngigen Lagen des Wrm, Ril kalkhaltiger L mit Moschusochse (anderes Profil); Wrml: relativ trockener Faziesbezirk: Zone feuchterer Bedingungen im Ablauf der Eiszeiten also immer mehr nach S gedrngt.\
\
Mglicherweise letzte Donau-Kaltzeit hier berhaupt nicht erfat, vielmehr liegender Schotter bereits aus Beginn der Donau/Gnz-Warmzeit. Dann aus dieser Warmzeit der Bodenkomplex (vgl. hierzu Zagwijn, gespaltenes Waal-Interglazial).\

10519	Marktheidenfeld am Main. Hier heutige Parabraunerde auf L. Darunter schwach pseudovergleyte Parabraunerde aus L (1.fossiler Boden); darunter pseudovergleyte Parabraunerde aus L (2.fossiler Boden); darunter pseudovergleyte Parabraunerde aus L (3.fossiler Boden); darunter Gley aus sandigem Schotter (4.fossiler Boden); dann nach Erosionsdiskordanz hellgrauer Ton; drunter Gley aus schluffigem Ton (5.fossiler Boden); drunter Gley aus Ton und Niedermoortorf (6.fossiler Boden bzw. quivalent). \
Torflinsen nach unverffentlichter botanischer Arbeit von Frau Laufer-Heydenreich Gnz/Mindel-Interglazial.\
 - Tone und Torfe entstammen einer alten Talverschttung, die zwischen Marktheidenfeld und Miltenberg bis 65m erreicht. Danach Einschneiden und Schotterakkumulation. Dieser Schotter wohlgerundet. Kein Muschelkalk. Also nicht kaltzeitliche Schotter.\
 - Darber also 4 Lsse; unterster etwas problematisch.\
Am Main: Obere Mittelterrasse gleich Gnz; mittlere Mittelterrasse gleich Mindel; untere Mittelterrasse gleich Ri; Niederterrasse gleich Wrm. Diese Terrasse jnger als die Talverschttung.\
 - Nach Krber unmittelbar vor Talverschttung Eintiefung um 70-80m unter Niveau der Unteren Hauptterrasse.\
Dem "extremen Pseudogley "in Regensburg entspricht am Main Erosion nach Ton-Akkumulation. Von Erosion unter Niveau der Unteren Hauptterrasse bis unter ltesten L langes, aber klimatisch wechselvolles Interglazial.\
Fauna von Randersacher (Rutte 1958) aus Jngerer Steppenzeit. Stmme aus Talverschttung. Von Rutte in Mindel, besser (Brunnacker) in Elster gestellt. Mauerer Waldzeit vielleicht Auephase mit Torf und Ton in Marktheidenfeld. Jngere Steppenzeit etwas jnger, vielleicht bis Anfang Gnz jetziger Brunnackerscher Prgung gestellt.\

13039	Wie in Arbeit ber Lnge des Quartrs.\

10520	Als Mastab fr Dauer der Eiszeiten die der Letzten genommen: 40000 Jahre fr Eisakkumulation, die nachher zu Vorsto fhrte. Bei strkerem Vorsto (Mindel und Ri) auch lngere Wartezeiten. Bei Kaltzeiten ohne Gletschervorsto Dauer ungewi. Hchstens bei Annahme zyklischer Vorgnge Gesamtzeitraum Warmzeit und Kaltzeit und Warmzeit gleich constant.\
 - Schtzungen fr Dauer der Warmzeiten: Postglazial und dessen Bodenbildungen bekannt. Hieraus, besonders auf L, Dauer der Interglaziale abschtzbar, wenn Klima und Vegetations-Geschichte hnlich wie im Postglazial.\
- Kaltzeitliche Bden: a)Kaltklimatische Rohbden: 1)Rohboden der Kltesteppe, L; 2) Rohbden der Frostschuttzone (arktischer Rohboden, arktischer Rutmark).\
\
b) interstadiale Bden\
\
                        Tundra          bergang                Steppe\
\
                        na                     feucht          trocken\
\
relativ         Tundragley      Brauner\
kalt                                            Tundraboden\
                                                Zwergpodsol\
\
relativ         Anmoorgley      Pseudo-         Tschernosem\
temperiert                              tschernosem\
                                                Fleckenboden?\
\
Auerdem Gyttja als Unterwasserboden.\
Interglaziale Bden: Tundrenboden zu Beginn bis zur Unkenntlichkeit umgeformt. Die des Endes z.T. erhalten, wenn auch meist beseitigt. Warmklimatische Bden voll vergleichbar mit rezenten. " Sie zeigen also prinzipiell gleichartige Klimaverhltnisse an " (S.421). \
Wichtig am Ende der Interglaziale Umformung zu Pseudogleyen. Bekannt aus Interglazialen: Braunerde, Parabraunerde, Terra fusca-artige Bden, Pseudogley, Podsol, autochthoner brauner Auenboden, Gley, Anmoorgley, Gyttja, Niedermoor, Hochmoor. Parabraunerde am weitesten verbreitet.\
 - a) Bden normaler Entwicklungstiefe: Die der 3 letzten Interglaziale mchtiger als die rezenten: Ri/Wrm (besonders B-Horizont) 1.5 bis 2x grer als rezente; Mindel/Ri etwa 2x grer; Gnz/Mindel (nur 3 bekannt, die vergleichbar sind) rund 2x. Danach Dauer geschtzt: Postglazial 10000 Jahre, Eem 20000, Mindel/Ri 40000, Gnz/Mindel 30000. Eiszeiten rund 60-80000 Jahre.\
 - Parabraunerde des Ri/Wrm weniger stark zu Pseudovergleyung neigend als die des Mindel/Ri. Also Ende Eem trockener als Ende Mindel/Ri. Daher auch Boden des Ri/Wrm (gleich Gttweiger Bodenbildung) +/- durchschlmmte Braunerde; die des Mindel/Ri (Kremser-Bodenbildung) aber Parabraunerde.\
 - b) Riesenbden des lteren Quartrs: Typologisch den bisherigen gleich, aber viel grere Entwicklungstiefe und extremer Ausprgungsgrad.\
\
Anscheinend dort, wo nur ein Riesenboden (z.B.  Alpenvorland) dieser gleich Gesamtabschnitt; in Tlern aber durch zwischengeschaltete Verschttung aufgelst zu Bodenkomplex. Paloklimatisch Riesenbden mit jngeren Interglazialbden vergleichbar. Lediglich noch grere Neigung zu Pseudovergleyung: Nicht nur Substrat-bedingt, sondern auch etwas feuchteres Klima. \
Daraus: In Warmzeiten von lteren zu jngeren Rckgang der Feuchtigkeit. So auch in Kaltzeiten. Dauer eines Komplexes unklar. Vielleicht 200000 Jahre? Hier aber entscheidend Frage nach zwischengeschalteten Kaltzeiten. Diese jedenfalls nicht echte Eiszeiten.\
Reliktbden des ltesten Quartrs: Auf Sandsteinkeuper  O-Wrttembergs und des sdlichen Mittelfrankens. Ursprnglich von Brunnacker in Pliozn gestellt. Jetzt aber ltestes Quartr, da deren Bodensediment bei Aalen (Goldshfer Sande) palontologisch Villafranchium und da in Rednitztal schon in Zusammenhang mit altquartren Terrassen. Stets starker Wassereinflu. \
Gleichzeitig Rumpfflchen gebildet, aber auch Schutt: Warm-feucht mit Winterniederschlag und Sommertrockenheit bei lichterer Vegetation. Wegen morphogenetischer Wirksamkeit, wohl 400-600000Jahre.\
 - Gesamtdauer des Quartrs danach etwa 1.2 Mill. Jahre.\

10521	Bodengeschichte Ende Ri/Wrm bis Ende Brrup(?): Auenfazies.\

13317	Als Deckschichten der Terrassen: L und Llehm bevorzugt aus letzter Kaltzeit; Fleckenlehm in vorletzter; Staublehm in drittletzter Kaltzeit. In noch lteren Kaltzeiten hinzu Hochflutlehme.\
a) Niederterrasse: Hier fehlen die Deckschichten einer nachfolgenden Kaltzeit.\
b) Krefelder Mittelterrasse: Eine wrmeiszeitliche Deckschicht, ggf. durch Tundrenbden gegliedert. Im Klner Raum: Wrm-L; Ri/Wrm interglazialer Boden; Hochflutlehm mit Kryoturbation; Schotter der Krefelder Mittelterrasse. So auch im Donautal bei Straubing. Hochterrasse des Alpenvorlandes also nicht nach Remy (1963) "zurechtrcken".\
c) Untere Mittelterrasse: Vollstndige Profile anscheinend sehr selten: Etwa Giesenkirchen: Heute pseudovergleyte Parabraunerde. Drunter Llehm. Drunter Pseudogley-Parabraun-erde aus Llehm; drunter Llehm; drunter Pseudogley-Parabraunerde; drunter schwemmlartiger Hochflutlehm der drittletzten Kaltzeit: Zuordnung zu Mindel-Eiszeit mglich. Dann Frage, wohin Drenthe. Aber dieses Problem hier nicht weiter.\
d) Rinnenschotter und Obere Mittelterrasse: Bisher: Hauptterrassen-Obere Mittelterrasse-Untere Mittelterrasse-Krefelder Schichten-Rinnenschotter. Mittlere Mittelterrasse des Mittelrheins angeblich gleich Rinnenschotter des Niederrheins. Obere Mittelterrasse wahrscheinlich nur noch ohne vollstndiges Deckschichten-Profil. Bei Niedertaussem aber darauf Deckschichten dreier Kaltzeiten; auf einer lteren Oberen Mittelterrasse vielleicht noch reichere Gliederung: Jngere Obere Mittelterrasse in 4.-letzte Kaltzeit; ltere Obere Mittelterrasse vielleicht durch Riesenboden davon getrennt.\
e) Hauptterrassen: Jngere Hauptterrasse in Ziegelei Simons bei Wegberg: Von unten nach oben: \
1a) Brauner Auenboden aus Auenlehm ber Sand und Kies;\
 - 1b) Pseudogley aus Auelehm;\
 - 1c) Gley aus Auelehm;\
 - 2) Pseudogley aus Llehm;\
 - 3) Pseudogley-Parabraunerde aus Llehm;\
 - 4) Flieerde bergang Llehm; aus ihm Parabraunerde;\
 - 5) Schwemmsand und Kies bergang Llehm; aus ihm pseudovergleyte Parabraunerde. - 2-5 in letzte 4 Kaltzeiten. 1 leitet zu Riesenbden ber.\
\
Vielleicht 1b und 1c noch in Beginn der viertletzten Kaltzeit. Allgemein: Jngerer Groabschnitt: 3 Interglaziale mit Parabraunerden zwischen den Eiszeiten: Gnz, Mindel, Ri, Wrm. D.h. jngere Obere Mittelterrasse (mit Halsbandlemming), Untere Mittelterrasse, Krefelder Mittelterrasse, Niederterrasse.\
Mittlerer Groabschnitt: Zeit der groen Talverschttung mit Riesenbden gleich Mosbachium sensu Adam. Jngere Hauptterrasse und anscheinend ltere Obere Mittelterrasse.\
lterer Groabschnitt: Reliktbodenzeit, Donaukaltzeiten; Villafranchium sensu Adam; ltere Hauptterrasse.\

13316	Groe hnlichkeiten zu feuchter Lprovinz am Alpenrand. Neuwieder Becken aber noch wie Tschechoslowakei. Bodentypologie fr Wrm III Zonen:\
I.Mitte: Sdliches Mainfranken, Nordwrttemberg, Niedersterreich: Nur Paudorf-Boden gut ausgebildet.\
II. Ungarn, Adria: Paudorf, sowie ein jngerer und ein lterer Boden gut ausgebildet, als verbraunter Boden (z.T. Ungarn, Adria), z.T. Tschernoseme (pannonisches Becken), z.T. rotbraune lessivierte Mediterranbden (Mittelgriechenland). Dort ehemals wrmer als im Norden, daher Feuchteschwankung klarer hervortretend.\
\
III. Nord-Zone. Auch dort alle 3 Bden, aber schwcher. Auerdem z.T. sehr kleine Oszillationen nachweisbar; dies aber nur gebietsweise. Annahme, Wrm generell 12C Temperaturabnahme, aber bis S-Frankreich, S-Jugoslawien, Mittelgriechenland.\

13314	A) An Basis Schotter, nach oben in Sand- und Hochflutlehm bergehend (Knubbsand). Pseudovergleyter Auenboden schliet Folge ab.\
B) Schotter mit Eiskeilen und Kryoturbation; darber Sand, von Auenboden berprgt.\
C) Sand, nach oben Hochflutlehm. Basissande synsedimentr durch Auenboden berformt; Abschlu bildet schwacher Gley.\
D) L, relativ feuchte Fazies. Beendet mit schwachem Gley.\
E) L, an Basis Schneckensand. L von schwacher, gleyfleckiger Parabraunerde berprgt. Bodenmaterial parautochthon.\
F) L, an Basis mit Kleinkies bzw. Flieerde eines Nebentals. L zeitlich als Seel ausgebildet. Reiche Ostrakodenfauna (Kempf, 1967). Abschlu: Krftiger Gley bzw. Parabraunerde-Pseudogley.\
G) Llehm, beginnt mit Flieerde. Abgeschlossen durch Parabraunerde; von ihr fingerdicke Toneinschlmmung nach unten.\
H) L  mit Flieerde und Tuff im Liegenden. Abschlu parautochthone Parabraunerde.\
I) L mit rezentem Boden. Ia): 2 Schwarzerdeartige Humuszonen; obere mit Bt-Horizont. Darber helles Lband ("Marker"). Dann Lehmbrckelsande und L. Abschlu: Schwach-humoses Band. Darber L, von schwach rtlichbraunem Boden beendet, etwas verlagert.\
 - Ib) L, durch sehr schwache Nabden gegliedert. Abschlu: geringmchtige Parabraunerde. \
Drber Ic: sptglazialer Laacher-Tuff.\
 - Id) Sptglaziale bis holozne Rinnenfllung. I also gleich Wrm. C und B als Zeit der "Riesenbden" angesehen, analog zu Regensburger Umgebung. A gleich Talverschttung mit erstem Riesenboden. \
F: postcromerische Kleinsuger-Faunula. Daher 2.Riesenboden (B,C) gleich Cromerium. Abschnitt hiernach und nach Deckschichten am Niederrhein offenbar nicht gleich Jngere Hauptterrasse sondern gleich lteste Mittelterrasse.\
- Sugerfauna mit Flupferd (Wehrli 1943) wohl aus Hochflutlehm von A.\
 - Tuffe: Laacher, Mittel-Allerd; Tuffband in 3.Wrm-L oberhalb rtlichem Boden (gleich Stillfried B). Tuff vielleicht umgelagerter Brockentuff. Brockentuff ziemlich genau Eem/Wrm.\
 - Bims-Tuff in Ri (II), etwa an groer Basisflieerde/L. Basalttuff II Beginn Ri (H). Basalttuff I an Groer Basisflieerde/L von F.
13296	Lsse im Ebrobecken, an Neretva, Aliakmon, Nestos, Dakarya und Bjk Menderes. In SO-Spanien Obergrenze des Lsses bei 900-1000m. Im Taurus bei 1200m. In SO-Spanien L zwischen 650-1000m. Gleyfleckung, Sumpfl und Staublehm. Im nrdlichen Adriagebiet periglaziale Lfauna. Weiter im S Periglazialfauna fehlt. Hier jetzt etwas reichere Fauna, mit Periglazial spuren. \
Im Neretva-Tal etwas anspruchsvollere Arten. Unter ihnen Arten europischer Interglaziale. Aber Waldsteppe. hnlich bei Tarragona. So auch bei Denisli in Klein-Asien. L dort, wo mindestens 4 aride Monate/Jahr bzw. weniger oder gleich 200mm/Jahr.\
\
Untergrenze der klastischen Hangsedimente von Dubrovnik ansteigend nach Split (300m), Negotin 200m, Kavalla 350-400m, Bolu 400m, S-Flanke des Taurus 600-700m.\
Palobden dieser Gebiete nur aus Wrm bekannt. Nicht aus Ri/Wrm: starke Abtragung. Darstellung der Lprofile und fossilen Bden.\

18470	Kritik an Metzger: Methode sei pedologisch nicht zu verstehen, wenn sie auch brauchbare Werte liefert. Diese mgen mit Tongehalt, Sorptionskapazitt und Verdichtungsgrad zusammenhngen. Dies htte aber auch mit alten Methoden erfat werden knnen.\
Vielleicht Anteil freien Eisens als Alterskriterium nutzbar?: Bei Alterung des Bodens Rckgang des freien Fe zu erwarten. Dies an Profil Krlich berprft. Geht gut bis Mindel/Ri-Interglazial. Gnz/Mindel aber wieder viel hherer Anteil, auch Gnz-Interstadial. Innerhalb Wrm z.T. ganz gute relative Anhaltswerte.\

13474	In Hhlen Mitteleuropas von unten nach oben:\
 A: Keine, oder sehr sprliche Molluskenfauna mit anspruchslosen Arten. An der Basis z.T. Verbruch gleich "finaler Verbruch". Frischer Grobschutt, z.T. mit Lmaterial.\
 - B: Vallonienfauna, besonders V.costata; relativ frischer, z.T.grober Schutt.\
 - C: Molluskenfauna mit Discus ruderatus. Ziemlich frischer z.T. etwas kleinstckiger Schutt. An Grenze zu D meist Grobschutt bis Verbruch. Teils Hemmung der Kalktuffbildung im Freiland.\
 - D: Discus ruderatus, etwa ab spte Bronzezeit auch Zebrina detrita. Relativ grober Schutt, meist strker angelst.\
 - Nach Freilandbeobachtung: Vallonienphase ab jngerem Sptglazial (Blling), bis in frhes Holozn. Grenze C/D zeitlich einigermaen bedeutungsvoll, alles andere lokal. An Grenze beginnt das Neolithikum oder auch Beginn des Epi-atlantikums.\
 - Kalktuffbildung (Dauch) setzt sehr frh im Holozn ein, endet im lteren Subatlantikum.\
 - Fluaktivitten im Alpenvorland: Den Aufschotterungsphasen entsprechen fluauf Erosionsphasen: Also Phasen rtlich aktivierten Flugeschehens.\
- Vielfach im jngeren Holozn (ab Epiatl. einschlielich) zahlreiche Hinweise auf zeitlich und rtlich begrenzte Vorgnge. Diese entweder in allgemeinem Trend mit lokalem Umkippen in anderen Zustand; oder: Echte Trocken- und vielleicht extreme Feuchtphasen; oder: Bei gleicher Wasserbilanz unterschiedliche Abfludynamik. Antwort noch fehlend.\
 - Offenbar Alpenrand labiler als weiter auerhalb. Aktivierungen hngen vielleicht mit Trockenlegung von Kalktuffbarrieren zusammen: Bei Schneeschmelze und dergleichen berhhte Barrieren zerschnitten?\
 - Dazu menschliche Ttigkeit: Besonders Auelehmakkumulation zu Beginn der ersten weitrumigen Rodungen infolge Bodenabtrags. Hiermit nderung der Abfludynamik.\

10524	Mglich, da "braune Basisflieerde" in Moershoofd gehrt, und da auch torfige Basislage von Hrlkofen in dieses Interstadial zu stellen ist.\
 - Geographische Vernderungen dargestellt von monotoner Lgliederung Niedersterreichs zu der viel bunteren, durch zahlreiche fossile Bden gegliederten weiter im W. \
Im noch ozeanischeren Bereich Belgiens dann Ausfall der Bden durch nachfolgende Umlagerungen. Arcy gleich Stillfried B eingestuft (um 25000 v.h.); davor Denekamp (um 30000 v.h.); davor Hengelo (um 47000 v.h.). Textabb. nicht aufeinander abgestimmt (Abb.1: Eem 75000; Abb.2, Eem 48000 v.h.). \
Metternicher Tuffhorizont Abb.1 in Brrup; Abb.2 zwischen Amersfoort und Brrup.\

18472	L hier meist von Steinen oder Schuttlagen durchsetzt, also Deluviall. Oberstes Lglied auf weiten Flchen ziemlich einheitlich: 1.5-3.0m mchtig: Hheres Jungpleistozn. 1) Gehngesplschutt : Auch bei Mojacar (Tiefland S-Spanien) unter und auf Strandterrasse frostgesprengter Phyllit- und Quarzschutt. \
An Hngen Schutt verlagert, von L verbacken, nach unten in Pedimentschutt bergehend: Also kaltzeitlich, auerdem Jahreszeitenklima mit Starkregen und Schneeschmelze: Verteilung der Niederschlge damals wie heute.\
 - 2) Deluviall: Unabhngig von Hhenstufen in Grundausbildung.\
 - 3) In hheren Lagen vergleyter Deluviall (und Staublehm). So etwa in 800m bei Velez Rubio. Hier unter 2.40m Deluviall 50 cm Kalkbraunerde, gleyfleckig ( ob gleich Paudorf?). Drunter 70cm gleyfleckiger L, dann Fluviatil.\
 - 4) deluvialer Staublehm: (u.a. nrdlich Granada, 700m). Heute dort 500mm/Jahr, 14.7C/Jahr. Hier 200cm Deluviall.\
\
drunter 30 cm Flieerde, 50cm Staublehm, 30cm Flieerde aus Kalkbraunerde, 30 cm Kalkbraunerde, 90cm Staublehm, 50 cm Flieerde. Drunter 4m Schwemml. Ob Kalkbraunerde gleich Paudorf?\
 - L (wohl Weichsel) sonst noch bei Tarragona (15m), Baza (900m), Murcia (60m).\
 - Auffallend stets Fehlen der Rhizosolenien (mit Anstieg der Feuchtigkeit Rckgang der Rhizosolenien!). Am kalkreichsten L in Granada (60-70%). Weniger an Velez Rubio und Murcia (30-40%), noch weniger bei Tarragona (20-30%).\
 - Mollusken: 1) Altafulla bei Tarragona: Im L Pupilla, Janinia quadridens und Trochoidea monistiolensis.\
hnlich Lfaunen S-Frankreichs und der Herzegowina: Offene Landschaft, klimatisch weniger gnstig als heute dort.\
 - 2.) Velez Rubio: Vergleyter L mit extrem kalter Fauna, allerdings ohne Columella columella und Vallonia tenuilabris: Sumpf und echte Larten.\
 - Konsequenz: Altafulla, offene Steppenlandschaft, eventuell mit kleinen inselartigen Waldbestnden. Sommer noch warm, Winter hrter und lnger als heute: Jahresmittel betrchtlich abgesenkt.\
 - Velez Rubio: Viel klter und feuchter; recht enge Beziehung zu Mitteleuropa: Ob durch Spezialstandort erklrbar (Sumpf!)?\
 - Weichsel-Stufengliederung:\
 1) Nival: Schneegrenze heute Sierra Nevada nach Wicke bei 3500m, Wrm wohl bei 2200m.\
 - 2.) Periglazial: Untergrenze am Velez Rubio bei 700m. Vielleicht bei 1000m bergang feuchter "Tundra"-Stufe zu Frostschuttstufe.\
 - 3.) Extraperiglaziale Stufe: Splschutt und Deluviall weit in Tiefland hinab. Gebiet sdlich Malaga-Sevilla lfrei. Untergrenze des Lsses bei 50-100NN.\
 - Hiernach Temperaturminderung um 10.\
 - Lsse scheinen in SO-Spanien an Gebirgsstcke von mehr als 1000m gebunden zu sein. Wurden offenbar aus Frostverwitterungszone ausgeblasen. Bei Tarragona und Lerida an Tler gebunden. Mittelstellung: Gebiet des Velez Rubio und bei Murcia.\
 - In Deluvialfazies a)Verlssung, b) Absplung. Da aber in Deluvialfazies kein Hinweis auf insgesamt feuchteres Klima, offenbar klare Sommerdrre, mit Durchfeuchtung im Herbst.\
L auch bei Estepona, zwischen Malaga und Gibraltar, 15m NN.; Librilla westlich Murcia.\
 - Allgemeine Gliederung, von unten nach oben: Strandterrasse des Ri/Wrm-Interglazials.\
 - Tiefenerosion infolge Regression.\
 - Auesediment mit Kalkpseudogley (wohl gleich Amersfoort);\
 - 2. Auenfazies, mit roter Vega, Terra fusca-artigem Boden oder Kalkpseudogley (etwa gleich Brrup). Dann Absplsedimente mit L; schlielich L oder Staublehm. Daraus Kalkbraunerde. Dann Deluviall oder Staublehm. Daraus Konkretionshorizont bzw. Kalkbraunerde des Stillfrieds B. Darber durchlaufend Deluviall.\
Im Medit.Spaniens Wrminterstadiale gleich Feuchtzeiten. Stadiale aber Trockenzeiten.\

13315	Literatur zur Sedimentation in Hhlen, Methodologie, stratigraphische Gliederung der Hhlen von Hunas, Hohler Stein, Breitenfurt.
10504	Wahrscheinlich lter als Wrm.\

13145	Schotter der Unteren Mosbacher Stufe gleich Jngere Hauptterrasse ( gleich Gnz). Die der Mittleren und Oberen Mosbacher Stufe als Obere Mittelterrasse, gleich Mindel, vielleicht noch bis Cromer.\
 - Kryoturbationserscheinungen in Mosbacher Sanden (Obere Mosbacher Sande) ber tertiren Kalken in Oppenheim, Wiesenau und besonders in Steinbruch am Helar, direkt nrdlich von Mainz-Castell. Durchsetzen obere 4m der Sande, direkt unter Lpaket. Meist an Schichtgrenzen gebunden! \
Mittlere und Obere Mosbacher Sande haben Steppenfauna, bergehend in Periglazialfauna. Hierin Rangifer sp. und Praeovibos schmidtgeni im mittleren Mosbach.\
\
Epigenetische Eiskeile bis 4m Tiefe; syngenetische nur in oberen 1.70m der Sande. In oberen Mosbacher Sanden Verarmung der Fauna: Groer Gulo und Mammut trogonth. mit primigenoiden Molaren. - Nach Eiskeilen und Kryoturbationsformen, die nicht durch Wasserstau auf liegenden Schichten aufgefat werden knnen, da derartige stauende Horizonte fehlen, Annahme des damaligen Dauerfrostes!\
 - Eine Kryoturbationsgeneration an Grenze Schotter/L, gleichalt mit ltester Lakkumulation, also wohl Ri. Darunter noch 2 synsedimentare Kryoturbationshorizonte, offenbar Mindel.\
Mittlere Mosbacher Sande: Nur Drifteis-Blcke eines sehr winterkalten Klimas. Dauerfrost hierfr nicht notwendig.\

10507	Bei Erlangen,\
\
Postglazial             Braunerde bis podsolige         Untere\
Braunerde                                       Vorterrasse und\
                                                       heutiger Talboden\
Jngere Tundren-        Oberes Dnenstockwerk           Obere\
zeit                                                   Vorterrasse\
Allerd                 Podsolige Bodenbildung          Erosion\
Altere Tundren- Unteres Dnenstockwerk          ?\
zeit\
Hochglazial/(WII)       Unterer Teil des Unteren                Akkumulation der\
                                Dnenstockwerkes (und           Hauptterrasse\
                                Oberer L).\

10508	GRAPHIK\
Regensburger Gebiet als trockenstes Gebiet. Auf klimatischer Breite von Mnchen oberer L durch Nsseeinwirkung eisenfleckig, grau verfrbt und primr kalkarm. Schlielich im Sden Decklehme.\

10509	Bemerk.: Abb.\
\
Hrlkofen bei Ebersberg stlich Mnchen. 500m hoch, 950mm Niederschlag, 14km auerhalb Jungmorne. Llehme ber Torf und Seeton. Drunter Rimorne. Torf als Ri/Wrm-Interglazial. Im Torf viel Pinuspollen, ferner Picea, Alnus, Betula, Salix, Farnsporen, Ericaceen, Carex. Ein Stubben von Larix (Mgdefrau). Torflager demnach wohl ausgehendes Ri/Wrm-Interglazial, S.426: "... also der sptinterglazialen Klimaverschlechterung und der damit verbundenen Verschiebung der Vegetations- und Bodenzonen." \
In Basisflieerde Torfschmitzen, die sowohl autochthon als auch allochthon sein knnen. Relativ feucht: Teils Fliel. Aber nicht vllig entkalkt: in Wasserabzug hemmender Gelndevertiefung. Wrm I/II-Tundrennabden auf WI-L, der vielleicht schon bei Ablagerung vergleyte, da Klima zu Zeit von WI feuchter als bei WII. Aber andererseits WI/II feuchter als WI.\

10510	Bemerk.: Abb.\
\
Mchtiger Pseudogley (in einen Pseudogley umgewandelte Braunerde) autochthon. Darber umgelagertes Bodenmaterial einer Braunerde. S.6: " In dessen untersten humosen Partien werden die Artefakte gefunden." Interglazialer Boden also nur zum Teil bei Klimaverschlechterung in Pseudogley umgewandelt. An trockeneren Hangpartien zunchst noch Braunerden erhalten, die zu Beginn der Eiszeit solifluidal abgetragen wurden und ber autochthonen Boden der Mulden geschttet wurden.\
Altpalolithische Artefakte damit in erste Anfnge der Wrmeiszeit.\

10511	Bemerk.: Abb.\
\
Interglazial: Warmzeit, "die wenigstens whrend ihres Hhepunktes in den groen sddeutschen Lgebieten durch Laubwaldklima und damit durch Braunerdebildung auf L - entsprechend dem bisherigen Postglazial - gekennzeichnet war. Ein Glazial ( gleich Kaltzeit) war in der gleichen Gegend durch klimatisch bedingte Entwaldung (Temperaturminderung) ausgezeichnet. \
Ein Interstadial war eine kleine, etwas wrmere, zeitlich recht kurze Klimaoszillation, die normalerweise keine Wiederbewaldung in den genannten Gebieten mit sich brachte, und wenn Wald hier aufkommen konnte, dann nur temperaturanspruchsloser Nadelwald. Ein Glazial begann - ebenfalls von den sddeutschen Lgebieten ausgehend - mit der endgltigen Entwaldung; es endete nach unserer Definition mit der ersten Wiederbewaldung " (S.9).\
\
Rechnet Postglazial ab Allerd einschlielich. - Gliederung:\
\
Postglazial                     Postglazial i.e.S.\
                                        Jngere Tundrenzeit\
                                        Allerd\
\
Sptglazial     SpWc            Endgltiger Gletscherrckzug der Alpen\
(lt.Tundren- SpWb              Bildungszeit der jngeren Schotterflchen\
zeit)           SpWa            " " lteren Schotterflchen (z.T. auch\
                                        noch WII)\
\
Hoch- (Wrm-)   W II            Oberer L (fllt in Lgebieten nur lokal\
Glazial                         aus\
                        W I/II  Tundrenboden (Brauner Verwitterungs-    .\
                                        horizont bzw. Tundren-Naboden)        .\
                        W I             Unterer L (fllt z.T. aus) z.T.Basis-.\
                                                     flieerde .\
                                                               .\
Frhglazial     FWc             z.T. Tundrenboden (hnlich W I/II)     .\
                        FWb             (z.T. Sandl)                         .\
                        FWa             z.T. "Schwemmschicht" z.T. Schichtlcke.\
                                                               .\
R/W-Inter-      R/Wb            Gleyartiger Boden (=Pseudogley), (bei\
glazial                         geeignetem Gestein und Relief)\
                        R/Wa            Braunerde (Parabraunerde)\
\
Vorletzte                               "lterer L" mit Tundren-Nabden und\
Kaltzeit                                Flieerden (ungegliedert)\
\
\
\
"Basisflieerde" kann bis nach WI/II anhalten und damit Gliederung der Zeit vorher verwischen. - Im mittleren Bezirk (zwischen Straubing und Mnchen):\
WII             Oberer L      ohne Frostboden-             kalttrocken\
                                        bewegungen                      (kontinental)\
                                        mit "                           bergang\
WI/II   Tundren Na-    z.T. schichtige Abla-   Kaltfeucht\
                boden           gerung von Flieerde.   (ozeanisch)\
                                        Vergleyung\
WI              Unterer L     ohne Frostboden-                kalttrocken\
                                        bewegungen                      (kontinental)\
                                        mit  "                          bergang\
Frh-   (FWc)z.T.       schichtige Ablagerung   kaltfeucht, eine\
glazial Tundrenna-     von Flieerde                   weitere Auf-\
                boden                                                   gliederung ist\
                (FWb) Basis-                                            mglich.\
                Flieerde\
\
Bei Straubing nur noch sehr schwache Flieerdebewegungen, nach Sden zu immer strker. Hauptzeit der Flieerdebildungen aber schon vor Beginn der Ablagerung des Lsses beendet. Da Flugsandlinsen noch eben, mu Frostbodenbewegungen auf Zeit beginnender Lanwehung beschrnkt gewesen sein. Frostbodenbewegungen reichen desto weiter nach oben (im Profil) hinauf, je sdlicher das Profil liegt. S.18/19: " Im sdlichen Faziesbezirk scheinen sie sogar den ganzen L, der hier aber besser als "Decklehm" zu bezeichnen, ist zu erfassen." \
Bei Lochhausen (westlich Mnchen) Profil (Abb.3) das zeigt, da erst bei Erlahmen der horizontalen Flieerdebewegungen sehr tief hinabreichende (100cm und mehr) Frostbodenerscheinungen entstehen konnten" (dies daraus abgeleitet, da Grenze interglazialer Schotterboden zur Basisflieerde erst nachtrglich verstellt worden ist (wieso?)).\
 - Der an der Basis des Unteren Les liegende Frostboden ist normalerweise schwcher ausgebildet als der an der Untergrenze des Oberen Les." (S.19).\
 - In Wrmeiszeit also zweimaliger Wechsel:\
\
                                        Kaltfeucht -----bergang-----Kalttrocken\
\
Flieerde + Naboden    ---------------------\
Frostbodenbewegungen                            -----------\
Lbildung                                                       --------------------\
\
\
Profilbeschreibung Argelsried photokopiert wegen interessanter Gliederung und Torfband. - Innerhalb 15km breiter bergangszone (von Schwaig bei Erding bis Anzing stl.Mnchen (bei um 50m zunehmender Meereshhe) bergang von L des mittleren Faziesbereiches zum Decklehm des sdlichen Faziesbereiches " in Form einer zunehmenden synsedimentren Vergleyung" (S. 29). \
Dies sicher Folge der Zunnahme der Niederschlagshhe, wodurch auch Vegetation gegenber trockeneren Gebieten gefrdert wurde.\
 - Photokopie Lprofile zwischen Wertach und Lech sdlich Augsburg: bergang mittlerer zu sdlicher Faziesbezirk sehr deutlich (S.29-31).\
 - S.32: " Die Ausbildung des Oberen Les in der bergangszone zwischen mittlerem und sdlichem Faziesbezirk zeigt in ihrer nach Sden hin zunehmenden synsedimentren Vergleyung, da auch whrend des Hochglazials (in diesem speziele herausgegriffenen Fall im "WII") eine nach Sden hin zunehmende Bodendurchfeuchtung bestanden hat." \
bergangszone in Schwaben bei rund 600m, im Inngebiet bei 450m; Verlauf fllt ungefhr mit heutiger 900mm Isohyete zusammen. Im Inngebiet bei vielleicht etwas hherem Niederschlag, da dort Klima schon kontinentaler. \
Im WI/II im stlichen Sdbayern hufiger Tundrennaboden als Flieerde; im westlichen Sdbayern Flieerde hufiger und damit Anschlu an Nordbayern.\
 - Nrdlicher Faziesbezirk Sdbayerns: Besonders wichtig Ried bei Neuburg a.d. Donau (Photokopie Aufschlu und Profilbeschreibung, sowie von Kfering sdlich Regensburg). Hier an Stelle eines Tunderen-Nabodens in WI/II ein "Brauner Verwitterungshorizont"; hnlich Arctic brown soil (Tedrow &Hill.). \
Boden zwar entkalkt, aber braun, da Feuchtigkeit nicht hoch genug und zu wenig Humussuren durch Pflanzen produziert: Auch damals also Gebiet verhltnismig trocken, Temperatur aber hher als in Sdbayern: Lebensbedingungen fr Pflanzen recht gnstig "und durch das Zusammenwirken dieser Faktoren die Bodendurchfeuchtung verhltnismig gering."\
 - Wrmeiszeitliche Abfolge: Photokopie v.S.39!\
 - Mainfranken: Unterer L in Ost-Exposition mindestens ebenso mchtig wie oberer L. In Randgebieten der Lverbreitung fehlt vielleicht oberer L eher als unterer.\
\
"Frostbewegungen fehlen in Mainfranken an der Basis der Le". Flieerdebildungen und Frostspalten aber viel hufiger als in Sdbayern. Zwischen sptinterglazialen gleyartigen Bden (R/Wb) und frhglazialer Basisflieerde (FWb) teilweise Erosionsdiskordanz.\
 - Ohne Bindung an klimatische Schwellenwerte Sdbayerns treten in Mainfranken Flieerden im WI/II auf; aber auch Flieerdeeinschaltungen im Unteren und Oberen L.\
 - Tundrennaboden in Mainfranken viel flacher (und noch kalkreich) als in Sdbayern. Manchmal 2 Phasen des WI/II-Bodens: Nachtrglich vergleyter Brauner Verwitterungshorizont oder Tundren-Naboden und drber Flieerdeauflagerung (bzw. - abtrag). Andere WI/II-Fazies: vergleyter Fliel oder Fliel (ohne Vergleyung).\
 - In Sdbayern bei heutigen Niederschlgen um 900mm im Hochglazial Vergleyung bei praktisch fehlender Flieerdebildung. In Mainfranken bei 700mm hnliche Endfazies.\
\
Hier aber nur Flieerden, ohne Vergleyung,"obwohl die Flieerde auf noch strkere Durchnssung des Bodens weist als der Tundren-Naboden.  Die mangelnde Vergleyung mu hier somit mit der unterschiedlichen damaligen Vegetation in Zusammenhang gebracht werden".\
 - Fr mainfrnkisches Trockengebiet typisches Profil von Estenfeld an Strae nach Wrzburg photokopiert. Hier an WI/II Landoberflche Frostspalten ansetzend, die oben bis 25cm breit sind und bis 2.0m hinabreichen.\
 - In Nordwrttemberg (Freising) sptinterglazialer gleyartiger Boden nicht so stark wie in Bayern. L IIIa gleich Unterer L Bayerns; Naboden IIIb gleich WI/II-Boden; L IIIb gleich Oberer L Bayerns. In Nordwrttemberg anscheinend WI/II-Nabodenfazies wichtiger als in Mainfranken.\
 - In Nordbayern und in nach Westen anschlieenden Gebieten (Rheinhessen) im WI/II Brauner Verwitterungshorizont - dort mglich, wo heute 600mm Niederschlag und weniger. In Sdbayern und Bhmen dagegen gleicher Boden bei 650mm Niederschlag.\
 - Aus Westdeutschland bisher kein WI/II-Boden beschrieben, " was vermutlich die Folge eines zeitlich lnger anhaltenden Bodenflieens (bis Ende WI/II) infolge groklimatischer Differenzierungen ist .... Abgesehen von den jeweiligen standrtlichen Verhltnissen umfat die Basisflieerde nmlich noch umso jngere stratigraphische Glieder, je weiter die Profile im Westen bzw. Norden Mitteleuropas liegen" S.45.\
\
Photokopie des Parallelisierungsversuches der Lgliederung Sddeutschlands.\
 - Vergleyung in Nabden Folge einer Reduktion des FeIII durch reduzierende organische Substanzen unter Luftabschlu. Wenn bei Eiszeit Vegetation im Westen durch ozeanischeres Klima (krzere Vegetationsperiode, geringere Erwrmung in Vegetationsperiode) geringer entwickelt als in kontinentaleren Klima, dann mute daher im ozeanischeren Klima Ausbildung von Gleybden geringer sein (trotz strkerer Durchfeuchtung) als im kontinentaleren Bereich.\
 - Hinzu kommt weiter, da wahrscheinlich von Sdbayern nach Mainfranken starke Temperaturabnahme zu verzeichnen war wegen starker abkhlender Wirkung des nordischen Inlandeises. Hierdurch verursacht, da in Sdbayern bei heute 900mm noch Tundren-Naboden und kaum Flieerde, in Mainfranken aber bei heute etwa 700mm Flieerden ohne Vergleyung.\
 - S.48: " Es fragt sich damit, ob das WI/II tatschlich einen wesentlich wrmeren Abschnitt innerhalb der Wrmeiszeit dargestellt hat: Es hat sich vor allem durch grere Bodendurchfeuchtung bemerkbar gemacht. Auerdem hat es sich um einen verhltnismig ozeanischen Zeitabschnitt gehandelt.... \
Das Jahresmittel wird im WI/II eine Erhhung erfahren haben gegenber dem WI und WII, nur hat sich das auf die fr die Bodenentwicklung entscheidenden Sommertemperaturen wegen des gleichzeitigen Wandels von kontinental zu ozeanisch hinsichtlich der Temperatur nur wenig ausgewirkt.\
 Dagegen hat sich dieser Wandel zu ozeanisch vor allem durch die strkere Bodendurchfeuchtung infolge hherer Niederschlge (?) und einer dafr gnstigeren jahreszeitlichen Verteilung ausgezeichnet."\
 - Basisflieerde zeige bereits Zeitpunkt relativ schwacher Bodenverlagerung an. Vorher habe sehr starkes Bodenflieen stattgefunden, mit noch immer relativ starker Durchfeuchtung: Tundren-Naboden am Ausgang des Frhglazials, im Rhein-Maingebiet damals noch Flieerden.\
 - Sptglazial hier: Von Beginn des endgltigen Eisrckzuges von Jungmornen bis zum Beginn der ersten Wiederbewaldung im Allerd (oder Blling?).\

126459	Schneckendiagramm zum Lprofil Kitzingen und - Tabelle zu Profil Estenfeld nrdl.Wrzburg.\

18434	Terrassen der Isar:\
 1) Altstadt-Stufe: Auf Schotter bis 60cm Lehm. Meist entkalkte Lehme, auch noch Schotter oben angewittert. In Anwitterungszone aber noch 45% Kalk. Sptglazial, Ammersee-Stadium.\
 - 2) Neufahrn-Stufe: Wohl gleich frhes Postglazial; Datierung hier nicht mglich. Vorher, also 1a), Einger Lohe Stufe gleich Jngere Tundrenzeit, nur so eingeordnet, da zwischen 1 und 2.\
 - 3) Pulling-Stufe: Meist auf den eigenen Schottern 30-60cm Flulehm. In 3.0-4.5m Tiefe bei Bahnhof Pulling schwach eingeregelte, bis 30cm starke Stmme von Kiefer und Wacholder: 4280 +/- 110 v.h. Oben drauf "Pechanmmoor" zeitweilig austrocknender "Wiesenboden". Gelegentlich berschwemmt, mit Sedimentation mineralischen Materials.\
 - 4) Lerchenfeld-Stufe: Flulehme lagern randlich auf Sedimenten der Pullingstufe auf. Nach Analogie zu Lechtal: mittelrmische Kaiserzeit.\
 - 5) Dichtl-Stufe: abgerundete Ziegelbrocken und Holzreste. Z.T. in 3m Tiefe aufrechtstehende Eichenstubben. Wohl Mittelalter bis beginnende Neuzeit.\
 - 6) Auwald-Stufe: Bett bis zur Isarbegradigung.\
 - Offenbar Annahme jeweils neuer Tiefenerosion und anschlieender Akkumulation.\

10513	Bemerk.: Bd.22\

10516	Terrassenmorphologie, Bden, Sedimentpetrographie.\

10518	Pliozne Nabden:\
1)Sandsteinkeuper; westliche Hlfte des Blattes Rotal, Blatt Heilsbronn und Blatt Ansbach-Nord: Bis 2-3m mchtige Verwitterungshorizonte, als Go-Horizont von Gleyen angesehen. Stimmt das, dann: a) Weitgehend eingeebnete Landoberflche, b) wechselfeuchtes oder humides Klima; c) eventuell Rckstau der Entwsserung infolge tektonischer Bewegungen am Alb-Rand.\
Auf jeden Fall wohl oberflchennahes, wenig schwankendes Grundwasser: Weites Einzugsgebiet des Urmain? Sicher vor quartrer Tiefenerosion.\
2)Liasvorland: Noch fraglich. Pseudogley-hnliche Bildungen, aber nicht sicher, ob alt oder jung.\
Terra rossa im Gebiet nur bis Obermiozn. Danach Bden, die auch in Interglazialen gebildet worden sein knnten ( im Jungtertir).\

10514	Setzt 11 bei H.Reich gleich Amersfoort, 13 gleich Brrup. Sonst Verknpfung mit Schottern usw. Generell unteres, kalkreicheres Seetonlager; dann Schieferkohlen; dann oberes, kalkrmeres Seetonlager. Zone 12 (nach Reich) bei neuen Grabungen als kryoturbat verwrgt erkannt. Gleichzeitig erneuter Aufstau des Sees, nachdem er vorher an Grenze 7a/7b ausgelaufen war. \
Beides mglicherweise von allgemeiner Bedeutung?\

10687	Nur Boden einer einzigen Landoberflche erkennbar: Parabraunerde, bzw. standortsbedingte Modifikation. Dieser Boden stellenweise gekpft und solifluidal verlagert. Zwischen den morschen Schottern im Liegenden und den hangenden Vorstoschottern oder der Morne Erosionsdiskordanz. Fossiler Boden, wo erhalten, bis 2m mchtig. Rezenter um 1m.\

10515	Grenzbereich der Bltter Sulzbach-Rosenberg Nord und Hirschau. 90m ber der Vils. Hier altes Schotterfeld, gleich Mittlerer Hochschotter. Schotter liegt hier auf rotem sandigem Ton; dies auf dem Keuper-Burgsandstein. In dem sandigen Ton u.z.T. auch im Burgsandstein Frostspalten; im hangenden Schotter nicht. Offenbar ltestpleistozne Bildungen.\

13031	35km stl.von Nrnberg. Einheitliches Ri, auer interstadialer Vernssungsphase im oberen Teil des Frostschuttes.\

13038	Nach Freising (1949) in Sddeutschland Eiszeit eingeleitet durch Phase soliflukt. Verlagerung; spter L. \
Sonst gewohnter berblick, einschlielich Gliederung Frh-, Hoch-, Sptglazial.\

10494	Bemerk.: engl.Zusfassung, Abb.\
\
3-Teilung des Pleistozns: Unter-Pleistozn: Gnz und Gnz/Mindel; Mittel-Pleistozn: Mindel, Mindel/Ri und Ri; Ober-Pleistozn: Ri/Wrm und Wrm. Anhnger der Milankovich-Kurve. Diagramme leider nicht vorhanden!!\
\
Bergumerheide: Zusammengestellt aus 20 Bohrungen! Diagramm beruht im wesentlichen auf Torflinsen. Unterster Teil: (5 Spektren) 165.25-115.15m Tiefe. Lehm, unten sandig. Pinus als Dominante durch Alnus ersetzt. Parallel mit Pinus Abnahme auch Picea Abnahme. Andere Bume nicht derartige Vernderungen. Im untersten Spektrum Alnus, Carpinus und EMW zusammen bei 4%, oben 8%, dazwischen 2 und 7%. Kreuzung Pinus/Alnus wohl klimatisch. Insgesamt aber Klima gnstig fr Thermophile.\
 - 30m Hiatus.\
 - 125.25-108.75m (7 Spektren) ausgesprochen mildes Klima: Alnus stets vorherrschend. Pinus durch starke Thermophile zurckgedrngt. Carpinus erreicht ungewohnt hohe Werte (bis 30%, bei 110m).\
 - Hiatus von 10m.\
 - 98m-Spektrum dem von 108.75 noch sehr hnlich. Pinus nimmt jetzt aber nach Alnus 2.Platz ein. EMW behauptet sich noch, aber Carpinus starker Rckgang.\
Bei 91m Corylus-Maximum. Aber 98 - 88m noch gemigtes Klima. Bei 87.1, besonders bei 86.8m, aber nderung: Carpinus verschwindet, Pinus mehr als Alnus, spter aber auch Betula mehr als Pinus (86.8m). Salix erscheint.\
 - Beide folgenden Spektren wieder Alnus-Dominanz und Rckkehr der Thermophilen (83.25m). Dann abermals Pinus starker Anstieg, danach Betula und Picea: Deutliche Kaltzeit, mit Hhepunkt bei 71.10m. Im nchsten Spektrum (65m) Alnus wieder Pinus angenhert, EMW und Corylus anwesend. Bei 62m wieder gemigtes Klima. In dieser Tiefe Unterkante der "marinen Einschaltung in Hochterrasse" (Tesch). \
Deren Oberkante bei ungefhr 46m. Diese Lage i.a. gemigtes Klima, Alnus herrscht vor, vielleicht durch Seenhe im damaligen stuar? EMW meist mehr als 10%; Carpinus und Abies anwesend. Sehr merkwrdige Pinus-Maxima (bis 90%) in 57.80 und 49.40m Tiefe. Drber Pinus weiterhin dominant; auch Picea Anstieg.\
 - Oberster Teil: Deutlich allgemein khleres Klima. Pinus 80-90%. EMW verschwindet nicht ganz. Sonst noch Betula, Picea, Alnus. Bei 22.60m abweichendes Spektrum.\
 Ebenso oberstes Spektrum abweichend: Pinus zwar noch dominant; Unterschied gegen Alnus aber nicht mehr gro.\
\
Auerdem Carpinus und Abies erneut anwesend. Auch in anderen Profilen hnliches nicht weit unterhalb des Geschiebelehms gefunden.\
 - Sneek: Direkt in Randzone der mittelpleistoznen marinen Transgression. Auerdem hier mchtige Lehmlage unter diesem Niveau. Basis des Lehms bei 130.50m noch nicht erreicht. Unten viel Pollen, oben pollenfrei, obwohl kein Unterschied im Lehm zu erkennen. \
Alle Spektren unter 84m mit tertiren PK und Hystrix: Verunreinigungen, wie in Assen und Winschoten. Pinus stets dominant, Alnus und Betula immer gut vertreten. EMW dort, wo Pinus geringer 80%. Oberhalb 84m PK gut erhalten aber auerordentlich selten; also insgesamt pollenarme Zeit? Oberer Teil der Lage zwischen 31 und 54m marin. \
Bei 37.50m Alnus grer als Pinus. Drber Pinus dominant, mit 2 deutlichen Maximis, die gleichzeitig NBP-Maxima sind. Bei Pinus-Minimum (24.50 und 26.0m) Carpinus vorhanden. Picea und Abies in diesem ganzen Diagrammastck gut vertreten. Carpinus und Abies verschwinden bei 24m, EMW und Picea bei 23m; darber nur noch mit geringen Prozenten Alnus als letzte Thermophile vertreten.\
Spannenburg: Unterhalb 211.90m konstanter und miger Prozentsatz von Thermophilen, beherrscht von Pinus. EMW einige Male grer 10%; Carpinus und Abies aber nicht durchlaufend anwesend. Vereinzelt Pterocarya. Picea schwankt stark, erreicht teils 20-30%; bertrifft dann die sonst an 2.Stelle stehende Alnus.\
 - 187.15-197.90m im wesentlichen selber Charakter; in untersten drei Spektren Alnus am wichtigsten, ohne da gleichzeitig brige Thermophile ebenfalls ansteigen.\
Bei 192.40m Pinus wieder dominant. Carpinus tritt zuletzt auf. Abies verschwindet im nchsten Spektrum: Zunehmender Klteeinflu.\
- In nchsten 100m nur einzelne Spektren, aber Entwicklung zu oberem Teil: Bei 88m alle Spektra recht kaltes Klima. Stets Pinus dominant, auer bei 96.90m, wo Betula herrscht. Nur noch Quercus und Ulmus mit geringen Prozenten vorhanden. Bei 87.65m neuer Wechsel: Alnus grer Pinus, um einige Prozent. Abies und Carpinus treten wieder auf: bergang zu gemigtem Klima. \
Spektren in 60.65 und 47.50m keine Vernderungen demgegenber. Ab 47.50m viele Spektren: Pinus und Alnus lsen sich fortwhrend ab ohne Schwankungen in Kurvenverlauf anderer Arten. Picea sehr wichtig, berflgelt Pinus und Alnus bei 39.40m einmal. \
Abies und Carpinus bis 20.40m anwesend, Abies durchlaufend, Carpinus mit einigen Unterbrechungen. EMW fast stets anwesend, aber nur einige Male grer 10% (auch Tilia vorhanden): 87.65-20.40m gemigt. 20.40m Verschlechterung: Pinus bis 90%, Abies und Carpinus verschwinden. Dann Betula dominant, schlielich bei 15.70m Pinus. \
Oberste 2 Spektra erneut Entwicklung zu gemigtem Klima: Pinus auf 6%, Alnus beinah 50%; EMW bis 10%; Corylus mit fast 40% hchste Werte berhaupt.\
Bantega: vergleiche Profil bei Burck u.a.. Gemeinde Lemsterland. Hier mittelpleistozn ungewohnt dickes und weit verbreitetes Torfgebiet. Dicke nimmt nach Sden zu. Torf wechselt mit Lehm ab. Hier kurz vor Eisbedeckung keine Phase thermophiler Bume: Erodiert?\
Lemsterland: Zusammengestellt. Unterhalb 154 marines Unter-Pleistozn, Icenian. Direkt drber 2 Lehmlinsen (153.40 und 148.83m). In beiden Alnus-Dominanz. Daneben betrchtlicher Gehalt an Thermophilen. Unten auch Pterocarya. \
Unteres Spektrum sicher mildes Klima. Oberes aber durch Fehlen von Abies, Pterocarya und Carpinus wohl Ende einer Warmzeit. Spektren 141.95 und 138.0m khlerer Einschlag. 119.48, 88.78, 54.47 m (3 nchste Spektren) alle Pinus-Dominanz, nach oben nimmt aber Alnus zu. Bei 37.12m Alnus dominant. Ab 54.47 EMW wieder anwesend, nehmen jetzt zu. So auch in 20.45m. Dort tritt Carpinus auf. \
Oberste 6 Spektra, die dann folgen, Pinusdominanz, gefolgt von Picea, spter von Betula. Gleichzeitig Alnus- und Corylus-Anstieg. Drber Grundmorne.\
Gasselte-Drouwen: Gasselte: Unten und oben mit geringer Sekundr-Verunreinigung. 29.5-56.31 ohne diese.\
 - Unterster Teil Pinus dominant, EMW aber nicht vllig fehlend. EMW aber mit einigen Unterbrechungen. Bei 44.76m Alnus Anstieg kreuzt Pinus Rckgang. Alnus bei 39.63m Maximum, gleichzeitig mit EMW (ca.10%); auerdem Carpinus vorhanden. Abies und Picea kleiner Gipfel bei 29.5m. Diese obere warme Phase in oberstem Teil grober Zone. Drber Feinsand bis zur Morne.\
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Aus dieser Feinsandzone 1.5km sdlicher Lehmlage mit Pinusdominanz, ohne da EMW vllig fehlt.\
Assen: Von unten nach oben Pinusdominanz, da nach oben mit Unterbrechungen zunimmt. Parallel hierzu NBP Anstieg. Sonst wichtig Betula, Alnus, Picea. Alles sehr uniform. Sehr viel tertire Pollen und Hystrix.\
Winschoten: Ebenfalls meist verunreinigt. hnlich Assen, aber nicht so eintnig. Pinus stets vorherrschend. Aber auch alle anderen da, mit Ausnahme von Carpinus. Bei Zuidbroek zwischen 93.17 und 93.27m Torflage. Diese ohne Lehmbestandteile, also wohl zuverlssig. Keine Hystrix und keine tertiren Pollen in ihr. Pinus 45, Picea 1, EMW (Quercus) 1, Salix 1, Alnus 52, Corylus 1, NBP 10. Aber 2% Tsuga. Da hier umgelagerte Pollen nicht denkbar, mu Tsuga damals in Umgebung gewachsen sein. \
Spektrum von Zuidbroek sonst gleich Winschoten.\
Aus Elster/Saale Quakenbrck und Ummendorf (Nadelholzphase, besonders Picea; EMW-Phase; Carpinus-Phase; Picea-Abies-Carpinus-Phase). Durch Fehlen lterer Picea-Phase und der Carpinus-Phase Starup und Harreshov (Jessen und Mithers) wohl nicht in Elster/Saale.\
 - Fr groes Interglazial scheint charakteristisch zu sein, da Abies und Carpinus bedeutungsvoll werden, nachdem EMW-Maximum berschritten war, und da Picea-Phase zwischen dieser Laubholzphase und erneuter Pinusdominanz auftrat.\
 - In Interstadialen scheine Pinus vorherrschender Baum gewesen zu sein, wenn auch Thermophile nicht ganz fehlten. Vielleicht lokal Alnus wichtiger als Pinus.\
Warmphase von Bantega entspreche Elster/Saale. Carpinus-Phase wegen zu westlicher Lage nicht richtig ausgebildet. Beginn aber nicht vorhanden. In selbes Interglazial warme Phasen von Bergumerheide und Spannenburg. Ebenso Gasselte und Lemsterland (nur unvollstndig). \
Wenn das so, dann Warmphase, nach Kaltphase, direkt vor Geschiebelehm (Bergumerhaide und Spannenburg) aus Ri-Interstladial.\
 - Unter Elster/Saale Interglazial in Bergumerheide, Spannenburg und Lemsterland sehr pollenarme Zone mit Pinus-Dominanz und viel Torflinsen: Ergebnis des Dauerfrostes.\
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(Spannenburg 88-185m; Lemsterland 50-145m). Unterste Warmphase in Spannenburg und Lemsterland (mit Pterocarya) als Tegelen angesehen. In Bergumerheide aber in 72.75 und 86.80m Tiefe Kltephase, getrennt durch Alnusphase. 70-87m wohl Mindeleiszeit; Alnusphase gleich Mindelinterstadial (79-84m). \
Unterhalb 87.10m recht mildes Klima. 98-108m Hiatus, aber fraglich, ob Kaltzeit. 108.75 bis 125.25 ungewohnt viel Carpinus und EMW. Drunter bei 155-157m Azolla tegeliensis. Wenn dies also Tegelen und Tegelen gleich Gnz-Interstadial, dann 88-125 Gnz/Mindel-Interglazial.\
In Bergumerheide und Sneek marine Lage. Dies vielleicht zweigeteilt durch kurze Regression bei Sneek. Transgression umfate EMW-Phase, also Klimaoptimum und 2.Hlfte des Interglazials. "Marine Einschaltung" in Hochterrasse also Mindel/Ri-Interglazial. Marine Faune aber khl: Transgression kam von Norden und Pas de Calais bestand noch nicht.\

10496	Definition: Permafrost: Gebiet, in dem ber viele Jahre Bodentemperatur kleiner 32 F. Hierbei noch nicht alles Wasser gefroren. Besser: Perennierend gefrorener Boden als ewig gefrorener Boden, da Permafrost nicht notwendig permanent vorhanden. \
Auftauschicht entspricht active layer. Annahme, da mit Beginn des Pleistozns entstanden, seither pulsierende Gebietsvernderungen. Aus Wrmeleitung gefolgert, da in Resolute, NWT, auf Cornwallis Island etwa 10 000 Jahre bentigt fr Entstehung der dortigen 1300 feet Permafrost.\
 - 20% der Erdoberflche Permafrost! Grenze geschlossener Permafrost gegen Gebiet mit Auftaubodeninseln nach Russen bei -5C mittlere Bodentemperatur direkt unter Zone jhrlicher Temperaturschwankungen. Permafrostdicke etwa 200 feet an Sd-Grenze des geschlossenen Permafrostgebietes, bis mehr als 1000 feet im Norden. \
Active layer dieser Zone 1.5-3.0 feet. Temperatur des Permafrostes dort, wo Jahresschwankungen der Temperatur nur noch kleiner 0.1F (entspricht level of zero annual amplitude) zwischen 23F und 5F. \
In diskontinuierlicher Zone active layer nicht stets bis Obergrenze des Permafrostes. Temperatur an Obergrenze zwischen 32 und 23F. Maximale Mchtigkeit des Permafrostes in Canada (Winter Harbor, NWT) 1500 feet; 500 miles nordwestlich Jakutsk 5000 feet. \
In geschlossenem Permafrostgebiet Absinken der Jahresmitteltemperatur von Bodenoberflche bis 20-50 feet Tiefe (entgegen Abb.6! Fr.). Dann wieder Anstieg. Sdlich der Sd-Grenze des Permafrostes steigt Untergrenze des Permafrostes im Gebirge an: Im nrdlichen British Columbia Untergrenze bei 4000 feet im Gebirge (5430'n) bis 7000 feet bei 49 n .Br.\
 - Oberflchenformen: Patterned ground nicht an Permafrost gebunden. Pingos an Permafrost gebunden. Closed system pingos in Seebecken in geschlossenem Permafrostgebiet; open system pingos auf diskontinuierlicher Gefrornis ber Quellen.\
 - Thermokarstform aus Eispolygonen: Baidzarachi (gleich Grabhgel).\
 - In tonigen Bden Eisvolumen bis 6x dem des Bodens! Sande durch Eis strker zementiert als Tone, da in letztem oft noch viel H2O.\
- Sd-Grenze des Permafrostes koinzidiert grob mit 30F mittlerer jhrlicher Lufttemperatur. Zwischen 30 und 25F mittlerer Jahresluft-temperatur Permafrost in Regel nur in trockenen Torflagen. Grenze diskontinuierlicher/ kontinuierlicher Permafrost etwa bei 17 F mittlere jhrlich Lufttemperatur, entspricht 23 F Bodentemperatur.\
 - Gletscher nicht unbedingt stets auf Auftauboden: Polare Gletscher durch und durch gefroren und auf gefrorenem Boden.\

10497	Silverton Quadrangle, Colorado: Blockstrme auf Eis; gedeutet als Reste kleiner Kargletscher, die von Bergrutschen bedeckt wurden. Hier Hurricane Basin, San Juan Region. Hier mehr oder weniger horizontaler Tunnel durch Blockstrom gegraben:\
Anfangs loses Blockmaterial, dann 300 feet durch Eis verbackene Blcke, dann 100 feet sehr klares Eis. Annahme: Gletschereis. Knnte aber auch groes Firnfeld sein, das von Bergsturz bedeckt wurde. \
Dies aber hier nicht recht mglich, da sich derartige Schneemassen mehr am Hang bilden, nicht aber auf festem Fels, wie es hier der Fall ist. Auerdem hier in Spalten (vugs) bis in Tiefe von mehr als 300 feet Eis. Hurricane Basin sei groer Circusfrmiger Talschlu, in dem sich Eiszeiteis erhalten habe.\

10498	Starke Entlaubung vermindert Zuwachs um 75-90%. Nach maximaler Entlaubung Zuwchse in 3-4 Jahren wieder normalisiert. Einflu leichter Entlaubung unklar.\

10499	Seismic zur Eisdickenmessung. Reflexionen der Eis/Fels-Grenzflche traten auf bei: 7740'N; 4756'W; 7702'N, 4508'W; 7613'N, 4422'W. \
Keine Reflexionen traten auf: 7756'N, 4627'W; 7712'N, 4402'W 7626'N, 4336'W. \
Entfernungen jeweils zwischen den Mepunktpaaren ca.35km. Eisdicke in Reihenfolge der zuerst genannten Stationen: 2700m, 2650m, 2950m. Felsuntergrund steigt westlich der ersten 3 Stationen mit ca. 10m/1000m an. Auch Sprung in der Gravitt zwischen erster Station mit und 1.Station ohne Reflex: Differenz von 4 mgel. Im W hher als im O.\

10495	Auf Barrow-Halbinsel pleist. " Gubik-Formation"; besteht aus: ltester Skull Cliff unit, danach Meade River unit, gefolgt von Barrow unit. Barrow unit marin und terrestrisch.  \
Polygone: Organisches Material eines begrabenen Polygons. 14000 Jahre, bzw. 8200 v.h. Jngere Eiskeile 9550 +/- 240 und 1775 +/- 120 v.h. - Auf Strandwall A1-Horizont eines arctic brown soil: 3000 +/- 130 v.h. Seither also Strandwall mindestens ruhend. \
Fossiler Boden, humoses Material: 8715 +/- 250, 9155 +/- 300, 10700 +/- 350 v.h. Torf unter Lehm, z.T. humifiziert. Nachher also vielleicht strkere olische Ttigkeit oder strkeres Auftauen.\
Spit of Barrow nach Pw und Church 2 C14-Daten von ca. 1100 v.h.\
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Nach Sturm jetzt aus tieferem Horizont: 5560 +/- 375 v.h.\

13508	Januar- Mittel 6.3 C, 1140 bis 819 mm. 280 Tage mehr als 6 C Tagesmittel. Blanket bog in Dartmoor oberhalb 460m, bei 1778mm. \
Heute kein aktives Wachstum mehr, schnell erodiert. Auf Bodmin Moor blanket bog, selten. Sehr dnner blanket peat auf Hgelflanken: Jnger als 500 v.Chr.!\
 - Pollen assemblage zones als biostratigraphische Einheiten herausgestellt. 16 14C-Proben. Daraus, und aus absoluten Pollenzahlen, Influxraten /cm2 x Jahr ermittelt. Diese fr Sptglazial vergleichbar mit nordamerikanischen, auch mit Beelham Bog. Frhes Postglazial aber geringere Werte, offenbar wegen der offenen Vegetation ohne Wald, im Gegensatz zu amerikanischen Werten.\
1)Late Devensian a)Hawks Tor: p.a.z. HT1, Cyperaceen-Potentilla-Zone; Viel Potentilla palustris und Birken-Holz im Niedermoortorf, vor 11069 +/- 220 v.h. Offenbar groes Niedermoor, da reiche derartige Vegetation und da keine Pflanzen trockener Landstriche.\
 - p.a.z. HT2, Cyperaceen-Rubiaceen-Zone. Humifizierter Seggentorf und dunkler Schluff. Potentilla-Typ und Betula Abfall; Filipendula, Valeriana officin., Menyanthes erscheinen. Caryophyllac. (u.a. Lychnis flos-cuculi), Artemisia vulgaris-Typ und Rubiaceen hufiger als vorher: bergang von mig basenreichem Bruchwald zu mesotrophem Seggenmoor. Vegetation offener Hgel vorhanden.\
 - HT3a, Saxifraga-stellaris-Unterzone: Helle und dunkele organische Schluffe mit Schotterlinsen. Basaler Schluff 10884 +/- 210 (tatschlich oberer Teil von HT2). Wasserpflanzen und Potentilla palustris-Typ weiterer Rckgang; Filipendula Anstieg. Solifluktion: Kryoturbation nachweisbar und Reste von terrestrischen-Pflanzen drin: Calluna, Empetrum, Artemisia norveg., Saxifraga stell., Helianthemum; viel beschdigter Pollen. \
Vielleicht Datum lter als Sedimentalter? Grenze HT3a/3b von Datum 9654 +/- 190 v.h. berspannt.\
 - HT01, Cyperac.-Ranunculus acris-Zone: Unterste Schluffe und Kaolin, Beginn mindestens 13000 v.h. Klares,ruhiges, vielleicht mesotrophes, aber torfiges Wasser: Callitriche intermedia, Batrachium, Sparganium cf.angustif., Alisma plantago; Subularia. Viel Gramineen und Cyperaceen, reiche Kruterflora offenen Graslandes, wohl sehr feucht in Tlern. Wichtig PK von Ranunculus acris- und Rumex acetosa-Typ. \
Armeria, Helianthemum, Botrychium, Chenopodiacea, Artemisia vulg.-Typ, Artemisia norveg., Ligulifl., Caryophyll., Matricaria-Typ. Hochstaudenfluren fehlten. Gestrte Bden. Astragalus alp. nur in dieser Zone und in zonule HT02ai.\
 - HT02: Umbellif. -Junip.-Zone: Schluff, Schotter, bis (oben) mig humifizierter Seggentorf.\
 - HT02ai: Viel Wasserpflanzen, dazu biconvexe Carex-Frchte, Hippuris vulg., Potentilla pal.. Gegen 12600 v.h. See flacher geworden. Caltha-Typ taucht auf. Cyperac. Anstieg. Seggenmoor beginnt.\
 - HT02aii: Mig humifizierter Seggentorf ohne Holz. Basis gegen 12300 v.h. gebildet. Menyanthes und biconvexe Carices im unteren Teil. Fehlen oben. Dort viel dreieckige Carex-Frchte. Wasserpflanzen, auer Menyanthes und Typha latifol., selten. Sph., Caltha-Typ, Valeriana off., Succisa erscheinen. Cyperac. Rckgang: Sedimentation unter reicher Hochstaudengesellschaft. Kruter von HT01 halten durch, Juniperus breitet sich aus, mit geschlossener Kurve.\
 - Im oberen Teil von HT02 Birken-Holz: Jetzt Birken-Bruchwald.\
 - HT03: Birken-Rubiaceen-Juniperus-Zone: Oberer, mig humifizierter Seggentorf mit frischem Holz. Sediment unmittelbar unter HT03: 11553 +/- 280 v.h. Viel dreieckige Carex-Nsse und Potentilla palustris.\
Wasserpflanzenpollen fehlt. Filipendula Anstieg: Wasserspiegel weiter gesenkt. Gramineen und Birken Anstieg. Sonst noch Artemisia vulg. -Typ, Chenopodiaceen, Rubiac.: Geschlossener lokaler Wald.\
 - HT001: Gram.-Cyperac.-Umbellif.-Zone: Viel Carex-Frchte, sowie Juncus effusus und J.conglomeratus. Flaches Wasser. bergang von ganz anorganischer zu teilweise organischer Sedimentation. Bodenbewegung noch vorhanden. Wegen viel Gram. und Cyperac. Sedimentation in offener, baumloser Vegetation. Tal-Flachmoore, vielleicht einzelne Weiden-Gebsche, Empetrum-Heiden, Juniperus-Gebsch und offene Vegetations-Typen. \
In Zone groer Hiatus: HT01 direkt vergleichbar mit HT2 und 3a und Teil ber HT03. HT001 ber Diskordanz nach 11069 +/- 220 v.h.; unter Diskordanz direkt vergleichbar mit HT01 und 02, also vor Allerd.\
b)Parsons Park: PP1: Cyperac.-Umbellif.-Zone: Detritusmudde. Viel Carex, Myriophyllum spicat., Valeriana offic., Umbellif.: Mig basenreiche Hochstauden-Niedermoorgesellschaft. Vorhanden Eu-Potamogeton, Potent.-Typ, Thalictrum. BP fehlen; vorhanden Juniperus, Artemisia, Chenopodiaceen, Caryophyllac., Matricaria.\
 - PP2: Cyperac.-Betula-Empetrum-Zone: Niedermoor und organ.Schluffe. Erioph.vaginat.: Basengehalt Rckgang. Wegen Eu-Potamogeton, Valeriana off., Sparganium, Hydrocotyle; hoher Wasserstand. Daneben Birken-Bruchwald. Hochflutlehme. Vielleicht lokale Haine von Myrica? \
Hochstauden nachgewiesen durch Umbelliferen, Rubiaceen, Potentilla-Typ, Matricaria-Typ, Caryophyll., Rumex acetosa-Typ. Helianthemum: offene Vegetation auf Hgeln.\
Empetrum erreicht Maximum.\
 - PP3: Cyperac.-Artemisia-Zone: Stark humifizierter Seggentorf. Cyperaceen, Gramineen, Artemisia weitaus am strksten. Birke sehr niedrig: Seggenmoor, vielleicht mit einzelnen Salices, anstelle des Birken-Bruchwaldes. Dazu grasbedeckte, kruterreiche Abhnge.\
 - Insgesamt 150 Arten aus Late Devensian nachgewiesen. Hier Allerd durch Birken-Kurve definiert: Von mehr als 5% Birke bis Birken Rckgang. Dortige Vegetation vor und nach so definiertem Allerd sehr hnlich heutigen Schneetlchen, Quellfluren und Flechten/Moos-Heiden des Schottischen Hochlandes. \
Gleichzeitig auch Solifluktion (amorph). Aber nicht exakte Analogie, da wichtige Konstituenten fehlen, wie Lycopod.annotinum, L.alpinum, L.selago, Cryptogramma, Dryas, Juncus trifidus.\
 - Erster zusammenhngender Juniperus-Nachweis dort 1000 Jahre vor maximaler Entwicklung des Allerd-Birken-Bruchwaldes: Offenbar Klimaverbesserung, da Juniperus heute in Schottland ca. 300m unter Zone der Schneetlchen und alpinen Flechten-/Moosheiden. Vielleicht aber auch Juniperus viel frher vorhanden, doch wegen ungnstigen Klimas geringe Blte. Bei Klimaverbesserung starke Blte? \
Hiergegen sreche aber Boden-Unstabilitt. Sagittaria-Nachweis kurz vor Beginn der Juniperus-Kurve zeigt auch Klimaverbesserung an. Damals begrenzende Isotherme +22.5 C. Heute mittlere maximale Sommertemperatur dort +25C. Also Depression der mittleren maximalen Sommertemperatur damals etwa 2.5C gegenber heute.\
 - Nach Diatomeen-Analyse von Ross vorherrschend gemigte Flora; arkt.-alp. und gemigt-arkt. aber nur sehr selten: Nach begleitender Makro-Flora wohl gleich HT01. Hier also in Wasserflora schon etwas frher Klimaverbesserung nachweisbar als durch Landpflanzen.\
 - Allerd: Birken-Anstieg auf mehr als 5% und dann Abfall eingegrenzt durch 11553 +/- 280 und 11069 +/- 220 v.h., also nur zweiter Teil des Allerd (12000 bis 10800 v.h.). Hierhin HT1, HT03, PP2. Maxima des Sommermittels wohl 25oC (dies geschtzt, ohne genaue Anhaltswerte).\
 - Geringe Juniperus-Werte knnen nichts ber etwa geringe Erwrmung vor Birken-Waldphase aussagen. So dort auch nicht im Flandrian Kiefer vorhanden. Innerhalb der 1000 Jahre Juniperus vor Birken-Herrschaft kein Hinweis auf zwischengeschaltete Abkhlung. Damit kein Hinweis auf Blling. Hier, wie Beelham Bog, reicher Hinweis auf Erwrmung gegen 13000 v.h. Pollenfhrende Schichten vor 13000 fehlen aber in Hawks Tor.\
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Amorphe Solifluktion vor und nach Allerd gedeutet als Ergebnis ozeanischen Klimas, bei jhrlicher Bodenmitteltemperatur von mehr als 0C. Schneefallmenge sei gesteigert worden, so da Hgelvegetation fast vollstndig zerstrt. (Schlufolgerung  m.E. zu weit: a nicht Nachweis, ob amorph oder nicht; b amorphe Solifluktion klimatisch recht weit und, falls Kryoturbation nachgewiesen, sicher recht winterkaltes Klima.).\
 - Besprechung interessanter sptglazialer Sippen.\
 - 2)Flandrian: a)Dosmary Pool: DP1: Gram.-Zone: Schluffige Detritus-Mudde, ab 9053 +/- 120. Isoetes lakustris und echinospora, Nitella-Typ, Elatine hexandra, Luronium natans, Potentilla natans, Sph.: Flacher Klarwasser-See, basenarm. Litorella, Eu-Potamogeton, Polgyon.amphib. Viel Gram., wenig Birke und Eiche, reiche Kruterflora mit Poterium sanguisorba: Offene regionale Vegetation; kleine Wlder oder Wlder weiter entfernt.\
 - DP2: Corylus-Typ-Gramin.-Zone. Detritus-Mudde. Anfangs Hydrocotyle, Litorella, Menyanthes: telmatisch. Isoetes starker Rckgang.\
 - Subzone DP2a, Cyperac.-Zone: Cyperac. Anstieg, cf. Carex nigra; viel Sphagnum-sporen; meiste Wasserpflanzen fehlen; Sph.-Moor entstand. 8829 +/- 100v.h. erscheint Ulme. Corylus weiter Anstieg. Noch viel Kruter und Gram.: Gehlze wohl nur an geschtzten Stellen!\
 - DP3, Salix-Zone: hnlich DP2a, aber Salix bis 40%: Bruchwald. Auch mehr Birke.\
 - DP4: Corylus-Typ-Zone: Viel Birke und Weide um 7925 +/- 100 v.h.: Bruchwald. Anschlieend viel Sph. und Beginn Calluna (DP4a): Hochmoor berwuchs den Bruchwald. Artenreiche, aber Individuen-arme Kruterflora. Quercus und Ulme wohl in lichten Wldern; breiten sich aus.\
 - DP5: Corylus-Typ-Pteridium-Zone: Humifizierter Seggentorf bis basale Teile der Sph./Eriophorum vaginatum-/Calluna-Torfes. Untergrenze anscheinend jnger als 6793 +/- 70 v.h. (Text ungenau, Fr.). Mglicherweise Gehlze durch Feuer beeintrchtigt; Pteridium, Betula, Gramin. breiten sich aus.\
 - DP5a Calluna-Alnus-Subzone: Untergrenze = 6451 +/- 65 v.h. = Untergrenze des Hochmoores. Calluna jetzt strker. Dazu viel Eriophorum vaginatum. Alnus erscheint, zusammen mit Fraxinus und Tilia cordata: Beginn milden, feuchteren Klimas. Quercus und BP Rckgang: Wald zieht sich wegen Staunsse zurck.\
 - In Hawks Tor, fehlt Zone von 9053 bis 6451, also 2600 Jahre. In Parsons Park wahrscheinlich noch mehr!\
 - b) Hawks Tor: HT3b, Rumex acetosa-Subzone: Basis 9654 +/- 190 v.h.; mig humifizierter Seggentorf. Potentilla-Typ, Filipendula und Salix wenig. Sphagnum starker Anstieg. Gramineen sehr hoch. Cyperac. starker Rckgang. Sph.-Seggen-Moor entsteht lokal.\
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Empetrum und Calluna Anstieg, Juniperus Maximum. Birke nur geringer Anstieg: Offene Vegetation mit Juniperus-Gebsch und Zwergstrauchheide. Juniperus-Gipfel 9544 +/- 180 v.h.\
 - HT3c Empetrum-Subzone: Mig humifiz.Seggentorf 9295 +/- 180. Birken-Holz. Sph.- und Empetrum Gipfel. Juniperus fehlt. Weiter Moorwachstum, Empetrum auf gut bewachsenen Hgeln unter ozeanischem Klima.\
 - HT4 Birken-Borylus-Typ-Zone: Seggentorf und humifizierter, schwarzer Hochmoortorf. Viel verkohltes Material. Viel Birke. Dichter Birken-Weiden-Bruchwald, mit dichtem Unterwuchs von Farnen auf dem Moor. Beginn des Corylus Anstieges 9295 +/- 180 und 9061 +/- 160 v.h. (zwischen!). Quercus erscheint bei letztem Datum. Da noch viel Empetrum, war Wald sicher nicht dicht und komplett. Danach Unterbrechung von 2600 Jahren!\
 - c) Parsons Park: PP4, Cyperac.-Empertrum-Zone. Sph.-Seggenmoor auf Talboden, Ausbreitung von Calluna-Empetrum-Heiden auf Hgeln.\
\
PP5, Betula-Empetrum-Zone: Stark humifizierter Torf, verkohltes Material, unter frischen Weiden-Zeigen. NBP wie vorher, aber Birke Anstieg und Farne Anstieg: Birken-Weiden-Bruchwald dehnt sich aus. Empetrum Rckgang vielleicht nur durch Abschirmen durch Bruchwald? Danach Diskordanz.\
 - Juniperus Maximum um 9544 +/- 180 sei erster Hinweis auf postglaziale Klimaverbesserung. Hedera in Hawks Tor gegen 9200 v.h., noch vor Ausbreitung von Corylus: Hinweis auf weitere Klimaverbesserung. Langsamer Corylus-Anstieg, trotz offener Vegetation, zeige wohl exponierte Hochlandsituation mehr an, als langsamere Klimaverbesserung. Flacher werden des Dosmary Pools: Entweder Rckgang des Niederschlages oder Anstieg der Evapotranspiration. \
Wohl Rckgang des Niederschlags wichtiger. "Trockenes" Klima auch durch Diskordanzen in HT und PP angezeigt (das mu ja dann schon sehr trocken gewesen sein, Fr.). Am Ende dieser Trockenzeit, gegen 6800 v.h. viele Feuer, die Wald zerstrten : Trockenste Zeit der ersten 3000 Jahre des Postglazials! -Falls Postglazial 10300v.h. begann, dann Sedimentlcke hier bis ca. 9600 v.h.. Erklrung offen! Annahme, da Gebiet im Boreal unter Einflu warm-trockenen kontinentalen Klimas stand.\
 - Im frhen Atlantikum Corylus 4x den Wert von Eiche; diese ungefhr gleich Betula: Offenbar ausgedehnte Haselgebsche.\
 - Stets im W (Wales und Cornwall) BP im Flandrian nur etwa 20-40%. In S-England gegen 90-95%!\
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Im Flandrian im SW demnach offenbar nur Haine. - Oberflchenproben (S.298). Bume offenbar nur in geschtzten Tlern.\
 - 3)Atlantikum und spter: a)Hawks Tor: HT5, Corylus-Typ-Zone: An Basis schwarzer Hochmoortorf mit viel verkohltem Material. Drber Schluff mit Birke und Juncus: berflutet? Drber unhumifizierter Sphagnum/Eriopherorum vaginatum-Torf. Drber stark humifizierter cf.Eriophorum-Torf. Hochmoor von offenem Waldland beschrnkter Ausbreitung umgeben. Sicher auch Bruchwald. Gramin. stets Anstieg bis 50%. BP und Strucher Rckgang. Stets wenig Plantago lanceolata.\
 - HT5a, Calluna-Subzone: Viel Call. und Ericales: Lokal auf Moor: Oberflche recht trocken. Polypodium, Alnus, Ulmus, Tilia, Fraxinus, Hedera: Mildes, feuchtes Klima. Polypodium wohl epiphytisch.\
 - HT5b1:Lotus-Typ Zonule: Weniger Calluna und Ericales. Filipendula, Lotus-Typ, Succisa, Potentilla-Typ erscheinen. Dazu Makrofossilien Potentilla cf.erecta, Erica cf.tetralix, unhumifiz.\
Torf. Feuchtere Mooroberflche.\
 - HT5b2:Salix-Lotus-Filicales-Zonule: Oberer Teil des cf.Eriophorum-Torfes. Starker Lotus-Gipfel, so auch Weide und Farne. Wasserpflanzen (Sparganium-Typ und Typha latifolia) beginnen zu erscheinen: Mooroberflche viel feuchter geworden. Fluktuation nicht im Parsons Park! Viel Sph.-sporen zeigen hohen Wasserstand an. Hohe Alnus/Birken- Verhltnisse zeigen ideale Verhltnisse fr Alnus-Blte: Viel Bodenwasser vorhanden.\
 - HT6: Plantago lanceolata-Zone: Sph./Erioph.-Torf, der nach oben immer weniger humifiz.ist. Viel Sph.papillosum und Drepanocladus fluitans. Sehr nasse Sph./Cyperac.-Vegetation auf ehemaligem Hochmoor. Eu-Potamogeton vorhanden: Moorteiche. In HT6a langhingezogener BP Rckgang; Sphagnum +/- gleichgeblieben. Gramineen Anstieg, Corylus Rckgang. Polypodium verschwindet. Blanket bog dehnte sich vielleicht aus und schrnkte Wlder ein. Plantago lanceolata, Rumex acetosa, Pteridium haben hchste Werte in HT6; Getreide, Urtica, Valerianella, Centaurea cyanus: Ackerbau. Chenopodiaceen und Cruciferen am hufigsten in 6a. Tilia fehlt, Genista-Typ vorhanden.\
 - Da Moor in HT5 und 6 feuchter geworden, da aber keine Barriere fr Abflu dort, dies wohl durch Anstieg des Niederschlag/ Evapotranspirations- Verhltnis. Schlielich nach berschreiten eines Schwellenwertes: blanket bog. Da Tilia und Hedera in HT6a fehlen, mu mindestens Sommer, wenn nicht ganzes Jahr klter geworden sein. HT5 gleich Zone VII. Grenze zu blanket bog erst gegen 1100 v.Chr. erreicht, d.h. deutlich spter als in Dartmoor (VIIa/b).\
\
b)Parsons Park: PP6 Corylus-b)Pearsons park: PP6 Corylus-Typ-Betula-Zone: Grter Teil des humifiz.Monocotylen-Torfes mit verkohltem Material. Stets Potentilla-Typ, Eu-Potamogeton, Myriophyllum, Drosera intermedia. Sph.geringer als unter Diskordanz: Wohl Hochmoor, und zwar Lagg. Viel Corylus, stets wenig BP, durchlaufend Empetrum: Offene regionale Vegetation; Hedera, Lonicera und Polypodium verweisen auf Nhe der Gehlze.\
 - PP7: Plantago lanceolata-Rumex acet.-Zone: In fortlaufend weniger humifiziertem Torf (Sph./Erioph., mit Sph.papillosum, S.palustre, Aulacomn.palustre). Potentilla-Typ, Menyanthes, Filip. Anstieg. Stets Hydrocotyle: Feuchter. BP Rckgang, Gram.Anstieg. Sph. gleichbleibend: Wald Rckgang, Vegetation aufgelockert. \
Corylus-Typ fehlt. Ulme verschwindet. Eiche Anstieg; Polypodium verschwindet, Li fehlt. Plant.lanceolata und Rumex acetosa werden hufiger. Getreide vorhanden.\
 - PP7a, Cyperac.-Subzone: Erioph.vaginatum dehnt sich auf Moor aus.\
 - Zunehmendes Hochmoorwachstum zeige Klimarckgang an. Bei PP aber stabiler als bei HT. Keine 14C-Datierung vorhanden, da moderne Wurzeln. Beginn schnellen Torfwachstums in allen 3 Profilen an +/- gleicher Kurvensituation. \
Annahme, gleich RY III. In HT und PP kein Hinweis auf Ulmen-Rckgang. In DP schwach und, falls gleichmige Sedimentationsgeschwindigkeit, ungefhr richtig.\
 - Mesolith. 30-40 Fundpltze. Einer in Dosmary Pool.\
 - Neolith.: berlappte anscheinend z.T. mit Mesolith. Besonders auf Land's End Halbinsel. Aber auch in Bodmin Moor. Ackerbau und Viehzucht, Triticum dicoccum und Hordeum-Bronzezeit: Zwischen 1700 und 1500 v.Chr. in Bodmin Moor 9 Steinringe. 1300-500 v.Chr., lange, stabile Zeit mit Ausbau der Siedlungen. Diese dort brigens sehr reich. Im wesentlichen aber Weidewirtschaft, mit etwas Ackerbau. Dazu hufig Zinnschmelzen.\
 - Eisenzeit: La Tne I vorherrschend; kamen gegen 200-100 v.Chr. von Frankreich her an. Bronzezeit geht in Moors in Eisenzeit flieend ber. Bodmin Moor also wahrscheinlich konstant ab Bronze kolonisiert. Insgesamt Getreidepollen sehr gering.\
 - Diskussion der Beobachtungen Simmons'am Dartmoor: Mesolithiker und Neolithiker haben nicht gerodet, zumal da Vegetation offen gewesen sei.\
 - Hier Neufund von Roggen in Cornwall, bisher dort nicht nachgewiesen. In Bronzezeit und spter sehr viel Pteridium; viel mehr als heute, obwohl auch heute dort viel Pteridium vorhanden: Extensive Weidewirtschaft?- Castanea 2x in HT6 und HT6a2: Lokal in oder vor Bronzezeit vorhanden, vielleicht vom Menschen eingefhrt?\
  - Fagus nach RY IV,wohl in Pollenzone VIII, infolge Strungen des natrlichen Eichen-Waldes durch eisenzeitlichen Menschen.\

286325	3412'N, 10931'E; AMS-Datierungen, auch TL. Nach Kalibration passen Daten zu SPECMAP. In letzten 130000 BP Jahren mittlere Sedimentationsgeschwindigkeit von 9,16 mm/100a. Nach dieser Sedimentationsgeschwindigkeit Basis von S0 = 12500 BP Jahre. Oberkante L1-2 und Unterkante von L1-4 danach 25370 BP bzw. 60000 BP. Grenze L1 gegen S1 und zwischen S1 und L2 bei 74220 BP, bzw 128870 BP. Danach L1 vielleicht = Tiefseestadien 2-4. S1, der sehr stark pedogenetisch geprgt ist, in 3 Unterschichten teilbar, wohl = 5. 650m hoch. Profil von L2 bis S0 13,7 m mchtig. Alter siehe Datentabellen.
276072	The dating quality of Middle and Upper Pleistocene times causes some problems, because various dating techniques are used for this period. To avoid the problems involved by this fact Martinson et al. <9766> attempt to use orbital parameters for giving accurate dates. This is a very comprehensively, cautiously and well done investigation. The parameters used are changes in the solar radiation caused by changes in obliquity and precession. Excentricity is not used. On the other hand stacked benthic foraminifera profiles (Pisias et al. (1984)) and the planctonic deepsea profile RC 11-120 from the southwestern subpolar Indic Ocean are taken at the starting points. In total four attempts are made independently to answer the question about the reliabilty of the dating techniques involved. In the deepsea core RC 11-120 five independent parameters are investigated: 1) planctonic and to some extent benthic #327#29518#296O-foraminifera values; 2) the relative abundance of the radiolarien Cycladophora davisiana; 3) estimations of the summer seasurface temperatures; 4) #327#29513#296C and 5) the CaCo#2973#298. In total it turnes out, that of course the dating quality for different times is different. Yet the standard deviations never are bigger than #177 9870 years (see table). Between 300000 and approximately 800000 one should refer to Imbrie & Imbrie <20182>. As a result of the investigations made it can be said that there does exist now a relatively reliable chronostratigraphy for at least the last 300000 years, based on calenderyears. Yet this attempt is only successfull, where excellent and uninterrupted deepsea core profiles are available. Moreover it must be stated, that the dating quality is repeatedly not good enough to reliably differentiate between lead and lag in events of the climate system, nore is it always possible to reliably correlate deepsea events with those on the continents, due to the other dating procedures involved on the continents. As an example see Weimller (1997, PKDB-Nr. <197249>), or Brook et al. (1996, PKDB-Nr. <211731>). In the PKDB for the time from deepsea stage 6 to deepsea stage 1 the data given by Weimller (1997, PKDB. <197249>) are used. Yet it must be admitted that the age data from the beginning of the deepsea stage 5d to the end of deepsea stage 5a (counted from the older time) are evaluated by Weimller only.\
\
Table of Martinson et al. <9766>: Age estimates, based on the final chronology determined for the stacked isotope record of Pisias et.al. (1984)\
\
Event     Depth (cm)     Age (yr)      Error (yr)       Delta 18 O (normalized)\
             2,6           210         1070              0,92\
1.1         13,0          2320         2110              0,86\
            13,8          2480         2200              0,86\
            22,3          4200         3050              0,86\
            34,4          6270         3730              0,78\
            44,5          7810         4020              0,82\
            54,7          9140         3990              0,53\
            64,5         10310         3760              0,31\
            74,6         11440         3390              0,00\
2,0         80,0         12050         3140             -0,06\
            84,7         12580         2930             -0,12\
            94,5         13700         2420             -0,42\
           105,3         14990         1850             -0,62\
           114,6         16160         1480             -0,77\
           123,5         17310         1400             -0,85\
2,2        129,0         17850         1370             -0,84\
           133,7         18310         1340             -0,83\
           144,7         19130         1370             -0,76\
2,21       146,0         19220         1390             -0,76\
           152,8         19690         1470             -0,76\
           164,4         20330         1860             -0,77\
           174,4         20860         2270             -0,79\
           184,7         21400         2720             -0,71\
           194,9         21940         3170             -0,79\
           203,4         22380         3540             -0,70\
           212,6         22850         3930             -0,66\
2,23       219,0         23170         4190             -0,65\
           222,8         23360         4340             -0,65\
           234,3         23930         4790             -0,60\
3,0        238,0         24110         4930             -0,60\
           245,1         24460         5190             -0,59\
           253,4         24860         5490             -0,49\
           263,3         25350         5870             -0,42\
3,1        264,0         25420         5900             -0,42\
           274,8         26500         6330             -0,42\
           285,2         27950         6660             -0,48\
           294,2         29730         6580             -0,42\
           302,9         31450         6660             -0,44\
           313,6         33210         6970             -0,38\
           324,0         35560         7280             -0,45\
           334,5         37370         7740             -0,38\
           344,8         39690         6690             -0,43\
           354,2         41000         6210             -0,31\
           364,5         42930         4970             -0,31\
3,13       375,0         43880         4710             -0,34\
           375,7         43940         4690             -0,34\
           385,3         44820         4500             -0,37\
           392,2         45570         4280             -0,37\
           404,4         47300         3610             -0,26\
           414,6         48900         3520             -0,21\
3,3        423,0         50210         3850             -0,17\
           424,2         50390         3900             -0,16\
           434,6         51570         4210             -0,36\
           444,6         52670         4450             -0,29\
           453,7         53690         4660             -0,28\
           463,8         54840         4910             -0,16\
3,31       469,0         55450         5030             -0,17\
           474,2         56050         5150             -0,17\
           485,2         57600         5430             -0,20\
           494,8         58930         5560             -0,32\
4,0        495,0         58960         5560             -0,32\
           504,9         60440         5680             -0,41\
           515,1         62970         6590             -0,39\
4,22       520,0         64090         6350             -0,43\
           525,0         65220         6110             -0,48\
           534,9         66970         5000             -0,45\
           544,8         68250         4350             -0,39\
4,23       550,0         68830         4200             -0,35\
           553,2         69190         4120             -0,33\
           564,0         70240         4040             -0,37\
4,24       570,0         70820         3950             -0,40\
           573,1         71120         3910             -0,42\
           583,5         72230         3370             -0,25\
           593,4         73250         2870             -0,25\
5,0        600,0         73910         2590             -0,18\
           604,3         74340         2410             -0,14\
           614,2         75320         2160              0,00\
           624,9         76370         2170              0,04\
           634,7         77310         2450              0,10\
           644,7         78300         2920              0,21\
5,1        651,0         79250         3580              0,22\
           653,7         79660         3870              0,22\
           663,6         81790         5270              0,07\
           673,5         84130         6200              0,09\
           681,6         86310         6670              0,01\
           695,3         90100         7080             -0,12\
5,2        699,0         90950         6830             -0,11\
           704,6         92230         6440             -0,09\
           714,0         94060         5830              0,02\
5,31       724,0         96210         5080              0,18\
           724,8         96380         5020              0,19\
5,3        733,0         99380         3410              0,14\
           734,6         99960         3100              0,13\
5,33       743,0        103290         3410              0,21\
           744,3        103800         3460              0,22\
           754,4        105080         3740              0,10\
           763,1        106050         4000              0,04\
           772,6        107550         4510             -0,02\
5,4        780,0        110790         6280             -0,02\
           783,4        112280         7100             -0,02\
           795,0        115910         6280              0,25\
           804,4        118690         4910              0,57\
           816,0        122190         2350              0,76\
5,51       818,0        122560         2410              0,74\
           824,7        123790         2610              0,69\
5,5        825,0        123820         2620              0,69\
           834,8        125000         2960              0,72\
5,53       836,0        125190         2920              0,66\
           844,6        126580         2640              0,27\
           855,3        128310         2670             -0,04\
           864,1        129700         3020             -0,25\
6,0        865,0        129840         3050             -0,28\
           873,3        131090         3360             -0,57\
           884,9        132810         3730             -0,37\
           884,9        134230         4090             -0,71\
6,2        901,0        135100         4240             -0,80\
           902,7        135340         4290             -0,83\
           912,1        136590         4150             -0,70\
           923,5        137970         3900             -0,69\
           933,5        139020         4190             -0,78\
           942,4        139980         4720             -0,73\
           954,1        141330         5580             -0,41\
6,3        959,0        142280         5280             -0,50\
           961,7        142810         5120             -0,55\
           974,0        145240         4740             -0,62\
           983,6        147110         5150             -0,64\
           994,5        149340         6290             -0,78\
          1003,5        152140         9920             -0,73\
6,4       1005,0        152580         9910             -0,73\
          1013,5        155090         9870             -0,71\
          1020,0        157100         9290             -0,78\
          1030,7        159890         9050             -0,52\
6,41      1041,0        161340         8860             -0,51\
          1044,5        161830         8800             -0,51\
          1053,5        162790         8490             -0,42\
          1062,3        164110         8010             -0,54\
6,42      1069,0        165350         8390             -0,53\
          1072,5        165990         8590             -0,52\
          1082,7        167770         9280             -0,39\
          1090,0        168890         9200             -0,52\
          1103,0        171370        10430             -0,30\
          1112,5        173670        10970             -0,31\
6,5       1117,0        175050         9840             -0,36\
          1123,0        176900         8330             -0,42\
          1130,0        179730         4690             -0,48\
          1141,5        180910         4750             -0,47\
          1150,0        181700         4910             -0,45\
          1160,0        182640         5100             -0,41\
6,6       1170,0        183300         5740             -0,48\
          1171,0        183370         5810             -0,49\
          1183,5        184170         6720             -0,45\
          1190,0        185190         6260             -0,46\
          1200,0        188290         3240             -0,14\
7,0       1205,0        189610         2310             -0,02\
          1210,5        191080         1290              0,12\
7,1       1220,0        193070         2020              0,38\
          1220,5        193180         2060              0,38\
          1230,5        196070         3080              0,29\
7,2       1240,0        200570         4960              0,13\
          1250,0        205530         6350              0,39\
          1260,0        210800         4030              0,43\
7,3       1270,0        215540         1420              0,73\
          1281,7        220140         1770              0,35\
          1290,0        222520         1360             -0,05\
7,4       1299,0        224890         1210             -0,40\
          1300,0        225160         1190             -0,44\
          1311,5        227360         1220             -0,32\
          1323,0        229790         1510             -0,19\
          1334,0        231850         2500             -0,05\
          1340,0        233200         3390              0,08\
          1350,5        237030         4920              0,48\
7,5       1359,0        240190         6340              0,53\
          1361,7        241190         6780              0,55\
8,0       1370,0        244180         7110             -0,11\
8,02      1380,0        247600         6250             -0,43\
          1392,5        250370         6950             -0,12\
          1404,5        253430         9610             -0,58\
          1410,0        254620         9870             -0,42\
          1422,0        257180        10160             -0,43\
          1434,5        259820        10730             -0,46\
          1440,0        260680        10860             -0,54\
          1452,3        263900         8160             -0,38\
8,4       1460,0        265670         7720             -0,44\
          1464,5        266700         7450             -0,48\
          1470,0        267480         7810             -0,64\
          1483,3        269820         9540             -0,55\
          1494,0        271680        11010             -0,04\
          1500,0        273420        10960             -0,51\
          1514,0        275840         8650             -0,49\
          1524,0        277360         7070             -0,38\
          1530,0        278370         5850             -0,47\
          1540,0        280160         3710             -0,18\
          1553,0        282330         2480             -0,19\
          1560,0        283330         2650              0,08\
          1571,0        285340         4000              0,21\
          1584,0        288170         3960              0,28\
8,5       1585,0        288540         3520              0,27\
          1593,0        291460            0              0,15\
\
Events are those indicated in Fig. 18. Additional events frequently appear in high resolution records see Pisias et al. (1984; their Table II). Error estimates given are for the error envelope of Figure 17. These reflect an estimate as to how the +/- 5000 year absolute error is distributed over the length of the chronology
162115	Emys kann winters fr kurze Zeit einfrieren, mu aber Eier im Sommer ber zwei Monate an Sonne ausbrten lassen. Also wrmster Monat im Mittel 20 C und mehr (Anm.: Nichts ber Mikroklima auf Travertin gesagt). - Eem sei vor etwa 75.000 Jahren zu Ende gegangen. - Holstein = Warmzeit von Steinheim a.d. Murr = etwa 250.000 Jahre. - Keine Werkzeuge von Steinheim gemeldet. Es sei fraglich, ob Cannstatter Saurewasserkalk mit Homo steinheimensis zusammenzubringen sei, eher mit Bilzingsleben. - Nimmt damalige Grassteppe der Muschelkalklandschaft an, wegen Dicerorhinus hemitoechus.\
Florenliste: Linksuferige Neckarhalde, Holstein: Quercus robur, Carpinus betulus, Ulmus sp., Pterocarya fraxinifolia, Buxus sempervirens, Salix sp., Fraxinus excelsior, Tili cf. cordata, Prunus avium avium. - Ebenfalls Holstein, doch etwas lter, Cannstatter Sulzerrain: Phyllitis scolopendrium, Abies alba, Quercus sp., Quercus robur, Alnus sp., Carpinus betulus, Corylus avellana, Ulmus sp., cf. Pterocarya fraxinifolia, Acer pseudoplatanus, Cornus sanguinea, Hedera, Euonymus europaea, Frangula alnus, Rhamnus cathartica, Buxus sempervirens, Populus alba, Populus tremula, Salix sp., Salix fragilis, Fraxinus excelsior, Ligustrum vulgare, Phragmites australis. - Steppennagerschicht im Biedermannschen Steinbruch zeige keine Eiszeit an, nur kontinentales Klima. Unterer und Oberer Travertin dort ein zusammengehriges Interglazial. - Faunenliste, linksuferige Neckarhalde, Holstein: Emys orbicularis, Canis lupus, Ursus cf. arctos, U. cf. spelaeus, Meles meles, Panthera leo, Elephas antiquus, Dicerorhinus kirchbergensis, Dicerorhinus hemitoechus, Equus sp., Sus scrofa, Dama sp. Cervus elaphus, Bos primigenius, Bison sp., Talpa sp., Dama cf. clactoniana (Leitart des Holstein).\

18243	Krber-Grohne:\
\
Vollneolithikum (Neolithikum 1):\
hringen/Wrttemberg, Wohngrube: Triticum dicoccon, T. monococcum, T. compactum, Hordeum vulgare, H. nudum\
Bcklingen bei Heilbronn, im Haus: T. dicoc., T. monoc., H. nudum, H. vulgare\
Bttelbronn, bei Knzelsau, Spiralkeramik: T. dicoccon\
\
Mittel- und Sptneolithikum:\
Heilbronn, Rssener Siedlg.: T. dicoccon, T. monococcum, T. compactum, H. nudum, H. vulgare\
Pfahlbau Egelsee b. Ruhestetten/Hohenzoll.: T. dicoccon, T. monoc., T. compactu\
Pfahlbauten am Bodensee:\
Nudorf: T. dicocc., T. monococc., T. compactum, H. hexastichum\
Unteruhldingen: T. dicocc., T. compactum, H. nudum, H. hexastichum  \
Bodman: T. dicocc., T. momoc., T. compactum, H. hexastichum\
Hornstaad: T. dic., T. monoc., T. compactum, H. nudum, H. distichum, H. hexast.\
Michelsberg bei Bruchsal: T. momoc., H. vulgare\
\
Bronzezeit:\
Sirgensteinhhle bei Schelklingen/Wrtt.: T. dicoccon\
Pfahlbau Bodman/Bodensee: T. dicocc., T. monococc., T. compactum\
Heilbronn, Urnenfelderbestattung: T. dicocc., T. monoc., T. compactum, H. vulg. Dttingen Kr. Knzelsau, Sptbronze: T. dicocc., H. vulgare\
Kapellberg bei Fellbach/Wrtt.: T. dicocc., H. vulgare\
Pfahlbau Rauenegg bei Konstanz: H. hexastichum\
Neckarwestheim bei Heilbronn: H. vulgare\
Phl bei Plauen/Vogtland, Siedlung 1000-800: T. dicocc., T. monoc., H. vulg., Avena fatua\
Taltitz bei Plauen, Brandgrber, Urnenfelder 1200-100: T. dicocc., T. monococc., T. compactum\
Dobeneck bei Plauen, Siedlung, Bronze 100-800: T. dicocc., T. monococc.\
\
Hallstattzeit:\
hringen/Wrtt.: T. monococc., T. compactum, H. vulgare\
Unterjesingen, Kr. Herrenberg, Vorratsgrube: T. monococc., H. vulgare\
Dietenheim a. d. Iller, Grabhgel: T. monococc.\
Wurmlinger Kapelle b. Tbingen (darunter), 700-500 v.Chr.: 1 Secale cereale KornSchwbisch Hall, kelt. Siedlung: H. vulgare\
Hhlen im Hnnetal/Westf. (Karhof-, Balver-, Burg-, Hoherthhle): T. monoc., H. vulgare, S. cereale, T. compactum\
\
La Tne:\
Karhofhhle: H. nudum, H. vulgare, Avena sativa, Panicum miliaceum\
Siedlung am Schloberg von Neuenburg/Wrtt.: T. monoc., T. dicoc., H. vulgare\
Schwbisch Hall, kelt. Siedlung: H. vulgare\
Hhle von Hausen bei Immendingen/Baden: H. vulgare\
\
Rmerzeit:\
Garstedt, Kr. Harburg, um Chr. Geb.: Secale cereale im Lehm eines Backofens\
Horst, Kr. Harburg, 1. Jh. v. Chr.: H. vulgare\
Rottweil, rm. Brandschicht in der Legionsstr.: T. monoc., S. cereale, H. vulg.\
Tuttlingen, rm. Keller: S. cereale, T. monoc., T. compactum, H. vulgare\
Bregenz/Bodensee, Herdstelle: ?\
\
1. Hlfte des 4. Jahrhunderts:\
Kempten/Allgu, rm. Siedlung, 3. Jh.: T. monoc., T. compactum, H. nudum, H. vulg., A. sativa\
b. Aachen, berg. d. Rmerstr. Kln-Bavai ber die Wurm: T. compactum, H. vulg.\
Wulmsdorf, Kr. Harburg, 2. Hlfte 1. Jh n. Chr.: H. nudum, H. vulgare\
Xanthen/Rhein, Hafenanlage der Colonia Traiana: H. vulgare\
Garstedt, Kr. Harburg, 1. Jh. n. Chr.; Avena sativa\
Lysten-Lychow/Niedersachsen, altgermanisches Silo: H. vulgare\
\
Romanische Zeit/Mittelalter:\
Rottweil/Neckar: Secale cereale in romanischem Bau\
Horb/Neckar, Mittelalter: H. nudum \
 \
 
161492	Krber-Grohne:\
\
1689 Schloturm ausgebrannt. Darin vor allem verkohltes Getreide:\
Secale cereale\
Pisum sativum und Pisum arv.\
Juglans regia\
\
Keine nheren Angaben.
313860	Krber-Grohne:\
\
Hordeum hexastichum      :  68% des Getreides\
Triticum monococcum      :  15% "      "\
T. dicoccon              :  14% "      "\
T. spelta u. T. compactum:   3% "      "\
\
Ein paar Kerne von Malus communis, sowie Sammelfrchte, Unkruter, darunter Polygonum convolvulus, an 2 Stellen je 1 Liter! 
161404	Krber-Grohne:\
\
Lampoldshausen (Kr. Heilbronn): In einer Brandschicht des rmischen Gutshofes lagern 1500 g verkohltes Getreide:\
\
Triticum spelta (Hauptmenge)\
T. aestivum, T. aest.-compactum (wenige Krner)\
Secale cereale (wenige Krner)\
Hordeum vulgare (1 Stck)\
\
Unkruter, Medaten.
313755	Krber-Grohne:\
\
Butzbach, Kreis Friedberg (nrdl. des Mains): Bandkeramik Schrenzerschule,\
verkohlte Krner von 2 Fundstellen:\
\
Triticum dicoccum (vorwiegend)\
T. monococcum (2 Stck)\
\
Nieder-Weisel, Kr. Friedberg: Bandkeramik:\
T. dicoccum\
\
\
Medaten\

161347	Krber-Grohne:\
\
Ehrenstein bei Ulm an der Blau, sptneolithisch, 70 Proben mit vielen Kg verkohltem Getreide:\
\
Triticum dicoccon  66%\
T. monococcum      24%\
T. aestivum         4%\
Hordeum nudum       3%\
T. compactum        1%\
H. vulgare         <1%\
T. cf. spelta      <1%\
Malus comminus, Prunus insititia 
110055	Krber-Grohne:\
\
Unterregenbach/Wrtt. Mittelalter:\
Ein Klumpen verkohlten Strohs mit einzelnen Getreidekrnern. \
"Mit einiger Wahrscheinlichkeit Triticum dicoccon... es knnte auch eine kleinfrchtige Form von T. aestivum sein".
150030	Krber-Grohne:\
\
Sipplingen am nrdlichen Bodenseeufer, Sptneolithikum\
\
Triticum compactum\
Hordeum hexastichum\
Panicum miliaceum\
Pisum sativum\
Papaver somniferum\
Linum usitatissimum\
Petroselinum crispum\
Malus communis\
Prunus insititia\
\
(jeweils einige Exemplare)
151118	Krber-Grohne:\
\
Riedschachen bei Schussenried/Federsee, Neolithikum 2\
\
Triticum compactum\
T. monococcum\
Hordeum vulgare\
T. aestivum (nicht ganz sicher)\
Papaver somniferum\
Lens culinaris\
Linum usitatissimum\
\
(jeweils einige Krner bzw. hrchen)
313756	Krber-Grohne:\
\
Einbeck/Niedersachsen, ltere Eisenzeit\
\
obere Schicht einer bandkeramischen Siedlungsgrube\
Httenlehmbrocken mit Spelzresten:\
Hordeum vulgare (wenig)
13319	Krber-Grohne:\
\
Haithabu bei Schleswig, Frhmittelalter (800-1050)\
\
Hordeum vulgare  80,1% Gewichtsprozente\
Secale cereale   10,4%\
Avena sativa      4,8%\
Triticum aestivum 0,6%\
Unkruter        <1,0%\
\
Linum usitatissimum (viel)\
Vicia faba 3,3% (innerhalb der Gewichts% des Getreides)\
Prunus insititia, Juglans regia, Malus communis, Prunus spinosus, Prunus avium, Sammelfrchte\
\
 
16131	Krber-Grohne:\
\
Jemgum bei Leer/Ems, um Chr. Geb.\
\
Hordeum              122 verkohlte Krner\
Panicum miliaceum    307    "        "\
Triticum dicoccum     48 Spelzgabeln, 577 Krner\
Camelina sativa      308 Frchte und Samen\
Linum usitatissimum 1704 Frchte, Samen und Stengel\
Vicia faba          vorhanden
313757	Krber-Grohne:\
\
etwa 300 Abdrcke in Tongefscherben aus 2 Megalithgrbern:\
\
Hordeum nudum     53 Abdrcke\
H. vulgare        54    "\
Hordeum sp.       18    "     (nicht nher bestimmbar)\
Triticum dicoccum 12    "\
\
Kerne von Malus communis, Leguminosen, Steinobstkerne 
16123	Krber-Grohne:\
\
Panicum miliaceum\
Obstkerne
313758	Krber-Grohne:\
\
Dtlingen bei Oldenburg/Niedersachsen, Neolithikum 2:\
\
Abdrcke in Scherben aus Megalithgrab:\
Hordeum nudum    32%\
H.      vulgare  22%    Gerste: 60%\
H. indet.         6%\
\
Triticum monoc.  19%\
T. dicocc.       16%    Weizen: 40% \
T. indet.         5%  
313759	Krber-Grohne:\
\
Duderstadt/Niedersachsen, Neolithikum, Bandkeramik:\
\
3 hrchen von Triticum dicoccum 
14629	Krber-Grohne:\
\
Kleve/Niederrhein, rmisch:\
\
Kastell bei Altkalkar:\
Triticum spelta mit Spelzen und hrchen 37,5%\
Avena sativa          3,7%\
Secale cereale        2,5%\
Hordeum vulgare       2,5%\
T. monococcum         jeweils wenig\
T. aestivo-compactum   \
\
Colonia Traiana, Gem. Xanthen:\
T. spelta\
T. dicocc.\
Panicum miliaceum\
T. aestivo-compactum\
Hordeum nudum\
H. vulgare\
wenig vorhanden: Avena sativa, Pisum sativum
313863	Krber-Grohne:\
\
Burgdorf bei Goslar, Neolithikum, Bernburger Stufe (2600-2400):\
\
Triticum monoc.             63 % \
T. dicocc.                  33 %\
Hordeum vulgare u. H. nudum  2,4%\
Linum usitatissimum
14626	Krber-Grohne:\
\
Rdingen, Kreis Jlich/Rheinland, Neolithikum, Bandkeramik,\
als Spelzenabdrcke im Httenlehm eines bandkeramischen Hauses:\
\
Triticum monoc. 8\
T. dicocc.      2\
T. spec.        6\
Hordeum vulgare 3\
\

313760	Krber-Grohne:\
\
Snninghausen, Kreis Beckum, Eisenzeit,\
Rotlehm und Keramik mit Abdrcken in Grube:\
\
Avena sp.       1\
Hordeum vulgare 1\
Linum sp.       1
82431	Krber-Grohne:\
\
Colonia Traiana bei Xanthen, rmisch:\
\
Triticum dicocc.             90%\
T. aestivo-compactum         \
T. cf. aestivum              zusammen ca. 9% \
Hordeum (mehrzeilige Gerste) ca. 1%
14215	Krber-Grohne:\
\
Tornow, Kr. Calau, Niederlausitz:\
\
1 Grabgef nur mit Vicia faba (37g)
14217	Krber-Grohne:\
\
Tornow, Kr. Calau, Niederlausitz, 7.-9. Jh., slavisch:\
Burg\
\
50 Secale cereale\
20 Hordeum vulgare\
15 Triticum aestivum\
 3 T. spelta\
10 Avena sativa\
20 Panicum miliaceum\
\
57 Pisum sativum\
 4 Linum usitatissimum\
\
46 Vicia sativa\
 1 Prunus avium
313761	Krber-Grohne:\
\
Melzingen, Kr. lzen, Neolithikum 2,\
Abdrcke in Megalithgrbern:\
\
Hordeum vulgare 1\
Triticum dicoc. 1
313762	Krber-Grohne:\
\
Berkum, Kr. Peine/Niedersachsen, 1.-2. Jh. n. Chr.,\
17 identifizierbanre Abdrcke in Scherben:\
\
6 Hordeum nudum\
2 H. vulgare            zus. 66,7%\
4 T. dicocc. oder T. spelta  26,7%\
1 Secale cereale              6,6%\
1 Panicum miliaceum (unsicher)\
1 Lens culinaris        
107305	Krber-Grohne:\
\
Bei Neu am Rhein:\
\
   55,0%  Hordeum spec. (darunter H. hexastichum)\
   12,0%  Triticum aestivum\
   12,0%  T. spec.\
    8,7%  T. spelta\
    5,7%  T. dicoccum\
    0,6%  T. monococcum\
ca. 0,1%  Avena fatua und A. sativa\
ca. 0,1%  Secale cereale\
ca. 0,1%  Panicum miliaceum und Setaria italica\
196 Krner Oryza sativa\
\
Fabaceae:\
50970 Vicia faba\
2261 Lens culinaris\
2632 Pisum sativum\
 155 Vicia sativa\
   9 Vicia ervilia\
 764 Cicer arietinum\
\
Gemse und Salat:\
1626 Amaranthus lividus\
  12 Brassicaceae spec.\
   6 Beta vulgaris\
  34 Zehen Allium sativum\
   7 Portulaca oleracea\
\
l- und Gespinstpflanzen:\
1141 Camelina sativa\
  53 Linum usitatissimum\
  44 Papaver somniferum\
   9 Olea europaea\
   1 Cannabis sativa\
\
Gewrzpflanzen:\
1935 cf. Sinapis arvensis\
 539 Anethum graveolens\
 488 Gewrz (?)\
 207 ??\
 350 Thymus serpyllum\
 179 Coriandrum sativum\
 100 cf. Satureja hortensis\
  70 Apium graveolens\
\
Nsse:\
179 Corylus avellana\
  4 Juglans regia\
\
Obst:\
1096 Sambucus nigra\
 138 Kirsche (Prunus avium?)\
  54 Sambucus cf. ebulus\
  32 Rubus idaeus\
  16 Rubus frutticosus\
  24 Ficus carica\
   7 Prunus spinosus\
   8 Prunus persica\
  22 Prunus domestica\
   2 Vaccinium cf. myrtillus\
   3 Pyrus cf. communis\
\
Heilpflanzen:\
200 Centaurium umbellatum\
157 Hyoscyamus niger\
 40 Trigonella foenum-graecum\
 54 Hypericum perforatum\
 25 Verbena officinalis\
\
Frbepflanzen:\
3 Reseda luteola\
\
sehr viele Wildpflanzen, gruppiert nach Halmfruchtunkrutern, Hachfruchtunkr., Ruderalpflanzen, Grnlandpfl., Sumpf- u. Uferpfl., Wald- u. Waldrandpfl.   
313763	Krber-Grohne:\
\
Langweiler, Kr. Jlich, Neolithikum, Bandkeramik,\
aus Gruben der Siedlung verkohltes Getreide, Spreu und Unkruter:\
\
Triticum monococc.\
T. dicocc.          beide hufig\
\
\
derselbe Fundplatz, Bronzezeit, Urnenfelder:\
\
Hordeum hexastichum      Hauptmenge\
Triticum spelta/dicocc.  viel\
T. spelta                etwas\
Avena sp.                mig\
Avena fatua              mig 
84189	Krber-Grohne:\
\
In Siedlungsgrube 45 g verkohltes Getreide:\
Triticum aestivum, T. a. ssp. aestuivum, T. a. aestivo-compactum 
313764	Krber-Grohne:\
\
Klein-Kedingshagen, Kr. Stralsund, Kaiserzeit:\
\
cf. Triticum dicoccum  Hauptmenge\
cf. Triticum aestivum  wenig\
Avena sativa           wenig  \
Secale cereale         wenig 
313765	Krber-Grohne:\
\
Bderich/Rheinland, 11./12. Jh. n. Chr., Hohes Mittelalter:\
Motte am Rhein:\
\
Avena sativa        13 (81,3%)\
Panicum miliaceum    3 (18,8%) \
Linum usitatissimum  1\
\
verschiedene Obstkerne
313877	Krber-Grohne:\
\
Haus Meer bei Bderich/Rheinland, 11./12. Jh. n. Chr.,\
Motte am Rhein (hier nur die Obstfunde):\
\
1148 Prunus avium\
 108 Prunus insititia mit 3 Varianten\
  89 Prunus persica\
  59 Prunus spinosa\
  11 P. domestica ssp. oeconomica\
  10 Kerne von Malus domestica\
  38 Kerne von Pyrus communis\
  27 Mespilus germanica\
  10 Sambucus nigra\
  11 Sambucus ebulus\
\
288 Rubus frutticosus\
107 Rubus idaeus\
  2 Rubus caesius\
 60 Fragaria vesca\
 52 Vitis vinifera\
 11 Rosa spec.\
  2 Vaccinium cf. myrtillus\
  2 Crataegus monogyna\
Frchte von Corylus avellana, Juglans regia, Fagus sylvatica, Castanea sativa, Quercus
107301	Krber-Grohne:\
\
Wurt Feddersen Wierde zwischen Wremen und Dorum stl. Bremerhaven, 1. Jh. v. - 3. Jh. n. Chr.:\
\
75% Hordeum (v. a. H. vulgare)\
23% Avena (A. sativa, A. fatua u. bergangsformen)\
 1% Triticum dicoccum\
 1% T. aestivum\
 = Mittel aus 25 Proben mit verkohltem Getreide (nur von den Teilprobne Nr. 104 und 302 je nur 1 Probe enthalten)\
\
ferner unverkohlt:\
Panicum miliaceum   wenig\
Secale cereale      sehr viele Druschreste\
Linum usitatissimum viel\
Camelina            viel\
Vicia faba          viel\
Feldkohl (?)        etwas \
Frberwaid (?)      etwas
6769	Krber-Grohne:\
\
Gttingen, Neolithikum, Linearbandkeramik (4498 v. Chr.):\
\
Herdgruben der Siedlung mit Asche, Holzkohlen, Knochen von Rindern und Schweinen\
Samen von Wild- und Kulturpflanzen:\
Triticum dicoccum  17 Krner\
T. cf. dicocc.      3 Krner\
T. monococcum       1 Korn\
T. cf. monoc.       4 Krner\
Bruchstcke von 40 Getreidekrnern mit Hauptmenge vermutlich T. dicoccum\
T. compactum od. aestivum  4 Krner\
Pisum sp.                  7 Stck. 
83432	Krber-Grohne:\
\
Burgliebenau bei Merseburg/Sachsen, Neolithikum:\
\
Triticum dicoccum  83%\
T. monococcum       2%\
\
zahlreiche Unkruter
313892	Krber-Grohne:\
\
Dmmersee/Niedersachsen, Neolithikum 2,\
Siedlung:\
\
Triticum monococcum   hufigst\
T. compactum\
T. dicoccum\
Hordeum sativum       wenige Krner\
\
Apfel                 5 Kerne\
Prunus avium          1 Kern\

313766	Krber-Grohne:\
\
250-300 n. Chr.,\
Getreideabfallgrube in derNhe einer rmischen Villa rustica:\
\
Triticum spelta      405 St.\
Hordeum tetrastichum  58 St.\
T. dicocc.            wenig\
T. monococc.          wenig\
Avena fatua           wenig\
\
Pisum spec.           wenig  \
Lens culinaris        wenig\
\
Juglans regia, viele Unkruter
313767	Krber-Grohne:\
\
etwa zwei Drittel Triticum spelta, ca. ein Drittel T. monococcum (Spelzen)\
Hordeum vulgare    2 St.\
Panicum miliaceum  2 St.\
cf. Pisum          1 St.\
Papaver           12 St.\
Camelina           1 St.\
Cannabis           1 St.\
Coriandrum         3 St.\
\
Obst, Nsse, Heil- und Frbepflanzen, sehr viele Unkruter         
313893	Krber-Grohne:\
\
2 Latrinen, 1 Steinbrunnen. Baggerproben, 17 Proben geschlmmt u. getrocknet: 16640 Sa.?\
\
Getreide:\
Avena sativa         228 Krner (61%)\
Panicum miliaceum     76   "    (20%)\
Hordeum tetrastichum  62   "    (17%)\
Secale cereale         5   "    ( 1%)\
\
Steinobst:\
Prunus avium        1021 Kerne\
P. spinosa            48   "\
P. insititia          42   "\
Cornus mas             1 Kern\
\
Kernobst: \
Ficus carica        2637 Kerne\
Malus domestica      273   "\
Mespilus germanica    23   "\
cf. Pyrus communis    15   " \
\
Nsse:\
Corylus avellana       3 Schalenstcke\
Juglans regia          1 Schalenstck\
\
Beerenobst:\
Fragaria vesca          4389\
Vitis vinifera          1446\
Rubus frutticosus       1347\
Vaccinium cf. myrtillus  407\
Rubus idaeus             123\
R. caesius                75\
Morus nigra               26\
Sambucus ebulus           20\
S. nigra                  10\
\
lpflanzen:\
Papaver                  167 Samen\
Linum                      3 Samen\
\
ferner: Gemse-, Gewrz-, Heil-, Zierpflanzen   
313768	Krber-Grohne:\
\
Rosdorf bei Gttingen, Bandkeramik, 14C: 4400 v. Chr.,\
verkohlte Pflanzenreste aus 19 Gruben:\
23 Hordeum vulgare\
 7 H. nudum\
15 H. spec.\
45 Gerste\
41 Triticum dicocc.\
10 T. monococc.\
 2 T. spec.\
\
67 Pisum sativum und viel Bruch
13302	Krber-Grohne:\
\
um Gttingen\
Linienbandkeramik, 4400/4498 v. Chr.:\
Triticum dicocc.\
Hordeum nudum, H. hexastichum, H. vulgare\
T. monococc.\
Pisum sativum\
\
Bronzezeit, 1352 v. Chr.:\
Triticum compactum\
Hordeum vulgare\
Pisum sativum\
\
Eisenzeit, 331 v. Chr. - 24 n. Chr.:\
Triticum dicocc.\
Hordeum (u. a. H. hexastichum)\
T. monococc.\
Secale cereale\
Avena sativa\
Panicum miliaceum
313769	Krber-Grohne:\
\
Spandau (Berlin), frhgeschichtlich:\
Secale cereale    60 ccm\
Hordeum vulgare   1 Abdruck\
Avena sativa      1\
Panicum miliaceum Spelzen
83685	Krber-Grohne:\
\
Wahlitz bei Magdeburg, Neolithikum, 3 Stufen:\
\
1. Rssen, 3585 v. Chr.:\
Triticum dicocc. als Hauptgetreide\
T. monococc.     wenig\
Hordeum          wenig\
\
2. Schnfelder Kultur:\
T. monococc.   viel\
T. dicocc.     wenig\
T. compactum   wenig\
\
3. Ausgehendes Neolithikum/Anfang Bronzezeit:\
T. compactum   hauptschlich\
t. monococc.   wenig\
T. dicocc.     wenig\
Hordeum        als Unkraut 
11478	Krber-Grohne:\
\
Eisenberg/Thringen, Bandkeramik:\
Triticum dicocc.   60%\
Hordeum vulgare    24%\
T. monococc.       10%\
Panicum miliaceum u. Setaria italica 10% (zusammen 3692 verkohlte Krner)\
Pisum sativum       1 Samen\
Lens culinaris    500   "\
Springlein          6   " \
\
Westerregeln bei Halberstedt, Bandkeramik, 4487 v. Chr.:  \
T. monococc.       68%\
T. dicocc.         32%  (zus. 3700 Krner)\
Pisum sativum    2700 Samen  \
\
Zwenkau/Sachsen, Bandkeramik, ca. 4000 v. Chr.:\
T. dicoccum    78%\
T. monococc.   22%  (zus. 80 Krner)\
Pisum sativum  12 Samen\
\
Leinawald bei Altenburg, Bandkeramik: \
T. dicocc.     82%\
T. monococc.   12%  (zus. 95 Krner)\
\
Trbsdorf/Nebra a. d. Unstrut, Bandkeramik:\
T. dicocc.    14 Krner\
Pisum sativum  5 Samen
313770	Krber-Grohne:\
\
Bsenburg bie Eisleben/Sachsen-ANhalt, stl Vorland des Harzes, frhe Eisenzeit:\
Hordeum vulgare  Hauptgetreide\
Triticum dicocc.\
T. monococc.\
T. spelta\
Panicum miliaceum\
\
Linum usitatissimum\
Vicia faba
84190	Krber-Grohne:\
\
Magdeburg, wahrscheinlich Mittelalter,\
Grube mit verkohltem Getreide:\
\
          Stelle 1:    Stelle 2:     Mittel:\
Triticum   28,6%        72,2%         ca. 50%  \
Secale     69,5%        24,5%         ca. 47%    \
Avena       1,8%         3,3% \
Hordeum     0,02%         -\
\
Roggentrespe und Agrostemma githago
313771	Krber-Grohne:\
\
Nebra a. d. Unstrut, Jungbronzezeit:\
\
Vicia faba       400 ccm (zweithufigste Art)\
Pisum sativum     90 ccm\
Lens culinaris    80 Samen\
Hordeum vulgare  455 ccm (hufigste Art)\
Triticum dicocc.  11 Krner\
\
und Unkruter, die hier nicht genannt sind
313772	Krber-Grohne:\
\
12 Burgen: unverkohlte Samen aus Mistlagern\
\
Hirse\
Lein\
Obst
313773	Krber-Grohne:\
\
Vipperow, Kr. Rbel/Mecklenburg, slavisch (350-750 n.Chr., Vlkerwanderungszeit)\
Burgwallsiedlung\
Secale cereals und Panicum miliaceum Hauptgetreide\
Hordeum vulgare wenig\
\
Vicia faba  viel         \
Linum usitatissimum 1 Samen 
342616	Krber-Grohne:\
\
Kablow bei Knigs-Wusterhausen/Mark, spte Kaiserzeit (0-300 n. Chr.),\
Germanische Siedlung, Getreidespeicher in ostgermanischen (burgundischen) Gehften:\
\
Hordeum distichum  38%\
H. hexastichum      3%\
Secale cereale     29%\
Panicum miliaceum  24%\
Triticum dicocc.    9% \
\

313774	Krber-Grohne:\
\
Essen, Ende Neolithikum, Rssen:\
\
Hordeum tetrastichum   4849 Krner\
H. nudum                837   "      65% Gerste\
H. hexastichum          201   " \
\
Triticum dicoccum      3129 Krner   35% Emmer\
\
Wildapfel   sehr viele      
313775	Krber-Grohne:\
\
Neolithukum: Schnurkeramik, Abdrcke\
\
Braunsdorf, Kr. Merseburg:     2 hrchen von Tritiucum monoc.\
Zipsendorf, Kr. Altenburg:     2 Hordeum\
Brcken, Kr. Sangerhausen:     1 Hordeum\
Drosa, Kr. Kthen:             1 hrchen von T. monoc.\
Edersleben, Kr. Sangerhausen:  3 Hordeum\
Eisleben, Kr. Eisleben:        1 Hordeum\
Weiandt-Glzau, Kr. Kthen:   1 T. dicocc.\
Hardisleben, Kr. Smmerda:     1 Hordeum\
Kmmeritz, Kr. Sangerhausen:   1 Hordeum\
Kayna, Kr. Zeitz:              2 T. dicoccum\
Riethnordhausen, Kr. Sangerh.: 1 Hordeum\
Schkopau, Kr. Merseburg:       1 Hordeum\
Schkortleben, Kr. Weiengels:  1 T. dicocc.\
Schralau, Kr. Querfurt:       1 hrchen von T. dicocc.\
Stafurt:                      1 T. dicocc.\
Steinthaleben, Kr. Artern:     1 T. dicocc.\
Esperstedt, Kr. Querfurt:      1 Hordeum\
Voigtstedt, Kr. Artern:        2 T. dicocc. und 2 hrchen von T. dicocc.\
Volkstedt, Kr. Eisleben:       1 T. monococc.\
Weienfels, Kr. Weienfels:    2 hrchen von T. dicocc. und 2 Hordeum\
Zorbau, Kr. Hohenmlsen:       1 Hordeum\
Zrbig, Kr. Bitterfeld:        1 T. dicocc.\
\
Einzelgrabkultur:\
\
Riebau, Kr. Salzwedel:         1 Hordeum, 1 hrchen von Hordeum\
nglingen, Kr. Stendal:        1 T. dicocc.\
\
Schnfelder Kultur: \
Wahlitz, Kr. Burg:             1 Hordeum\
\
Glockenbecherkultur:\
Osterhausen, Kr. Querfurt:     1 T. dicocc.\
Roleben, Kr. Artern:          1 Apfelkern        \
          
313776	Krber-Grohne:\
\
Neolithikum: Schnurkeramik, Abdrcke:\
Bitterfeld, Kr. Bitterfeld:        1 hrchen von Triticum dicocc.\
Dederstedt, Kr. Eisleben:          1 hrchen von T. monococc.\
Deersheim, Kr. Halberstadt:        1 Hordeum\
Freyburg, Kr. Nebra:               1 Hordeum\
Krumpa, Kr. Merseburg:             1 Hordeum\
Merseburg:                         1 hrchen von T. monococc.\
Niederrblingen, Kr. Sangerhausen: 1 hrchen von T. monococc.\
Obhausen, Kr. Querfurt:            1 T. dicocc.\
\
Aunjetitzer Keramik:\
Allstedt, Kr. Sangerhausen:        1 Hordeum\
Brachwitz, Saalkreis:              1 hrchen von T. monococc.\
Derenburg, Kr. Werningerode:       1 Hordeum\
Helfta, Kr. Eisleben:              1 T. monococc.\
Krllwitz, Stadtkreis Halle:       1 Hordeum\
Merseburg:                         1 Hordeum\
Tollwitz, Kr. Merseburg:           1 Hordeum\
Uftrungen, jetzt Berga, Kr. Sangerh. 1 T. dicocc.  
342625	Krber-Grohne:\
\
Tnning/Eidermndung, 2.-3. Jh. n. Chr.:\
\
Linum usitatissimum  33 Samen\
Hordeum vulgare       1 Spindelstck\
\
4./5. Jh. n. Chr.:\
Hordeum vulgare       1 Korn  
342626	Krber-Grohne:\
\
Neolithikum, Schnurkeramik, Abdrcke:\
\
Ammendorf, Stadtkr. Halle:       1 Hordeum \
Ammendorf-Osendorf, Halle:       2 H. \
Aschersleben, Kr. Aschersleben:  2 H.\
Bottendorf, Kr. Artern:          2 H.\
Crmigk, Kr. Bernburg:           1 H.\
Cochstedt, Kr. Aschersleben:     2 H.\
Domnitz, Saalkreis:              1 Triticum dicocc.\
Dorndorf, Kr. Nebra:             1 T. dicocc.\
Drosa. Kr. Kthen:               1 hrchen von T. monococc.\
Freyburg, Kr. Nebra:             1 T. dicocc. \
Halle, Stadtkr. Halle:           1 T. dicocc.\
Heteborn, Kr. Aschersleben:      1 H.   \
Mutschau, Kr. Hohenmlsen:       1 T. dicocc.\
Latdorf, Kr. Bernburg:           1 T. dicocc.\
Neumark, Kr. Merseburg:          1 T. dicocc.\
Neundorf, Kr. Stafurt:          1 H. \
Nienburg, Kr. Bernburg:          1 H.\
Beuna, Kr. Merseburg:            1 H. \
Esperstedt, Kr. Querfurt:        1 H.\
Wnsch, Kr. Merseburg:           1 H.\
Quedlinburg:                     1 T. monococc. \
Radegast, Kr. Kthen:            1 H.  \
Rssen in Leuna, Kr. Mersebg.:   1 H.\
Frankleben, Kr. Merseburg:       1 H.  \
Schafstdt, Kr. Merseburg:       2 T. dicocc., 2 T. momococc. \
Bad Lauchstdt, Kr. Merseburg:   1 H.\
Sten, Kr. Hohenmlsen:         1 T. monococc.\
Kloschwitz, Saalkreis:           1 H. \
Esperstedt, Kr. Querfurt:        1 T. monococc.\
Wallendorf, Kr. Merseburg:       3 Apfelkerne, 1 H.\
Wansleben, Kr. Eisleben:         1 H.\
Weiensee, Kr. Smmerda:         1 T. dicocc.\
Welbsleben, Kr. Hettstedt:       1 hrchen von T. dicocc.\
Zerbst, Kr. Zerbst:              1 hrchen von T. dicocc.
313777	Krber-Grohne:\
\
Wohngruben einer Siedlung:\
\
Triticum  10 Samen\
Avena fatua vorhanden (sehr viel, es kann auch A. sativa dabei sein)\
\
vorhanden:\
Linum usitatissimum\
Camelina\
Vicia faba
313778	Krber-Grohne:\
\
Aschberg bei Dillingen a. d. Donau, rmisch,\
verkohlte Getreidereste in rmischem Wohnhaus:\
\
Triticum vulgare   8-9g\
T. compactum       3-4g\
Secale cereale     3 Krner\
Hordeum            3 Krner\
\
Vicia faba     ca. 6g 
151191	Krber-Grohne:\
\
Reute bei Bad Waldsee, Sptneolithikum,\
Pfahlbau im Moor:\
(ohne Mengenangaben)\
 \
Hordeum hexastichum   am hufigsten\
Triticum monococc.\
T. compactum\
T. dicocc.\
\
Linum usitatissimum\
Pisum sativum
313779	Krber-Grohne:\
\
Boomberg/Hatzum/Emsmndung, 6. Jh. v. Chr.:\
\
Linum usitatissimum  wichtigste Art\
\
Vicia faba\
Comelina             beide vorhanden           \
\
Hordeum\
Triticum dicocc.     beide sehr wenig
313794	Krber-Grohne:\
\
Trebus, Kr. Lebus, Mark, Neolithikum,\
grerer Krnerfund der Siedlung:\
\
Hordeum (vierzeilig) 90\
Triticum dicocc.     70\
\
Hordeum hexastichum  wenig\
   \
 
313797	Krber-Grohne:\
\
Kln-Lindenthal, Bandkeramik,\
groe Siedlung, Abdrcke im Baulehm der Huser:\
\
1 cf. Triticum dicocc., Spelzen ("Veesen")\
Linum, groer Klumpen\
1 Hordeum cf. nudum\
1 H. cf. bespelzt 
313795	Krber-Grohne:\
\
- Kyffhuserburg im Kyffhusergebirge, 10.-16. Jh.,\
- Burg von Burgheler bei Bad Ksen a. d. Saale, zerstrt 1342\
- Altenburg in Merseburg, vor 900 n. Chr.\
\
in allen drei Burgen Secale cereale (Hauptgetreide) und Triticum compactum (wenige)
313796	Krber-Grohne:\
\
Frankleben, Nhe Merseburg, Hallstatt,\
in Wohngrube:\
\
Secale cereale (hauptschlich)\
Triticum vulgare und T. vulgare/compactum (etwas)\
\
Lens culinaris
16136	Krber-Grohne:\
\
Middels, Stadt Aurich/Ostfriesland, Mittelalter:\
\
Secale cereale     12616 Krner  = 89% des Getreides\
Avena strigosa       324   "\
A. sativa            249   "     = 10% (Avena insgesamt) des Getreides\
A. sp.              2475   " \
Hordeum (4zeilig)    361   "     =  1% des Getreides\
\
Linum usitatissimum 2633 Krner   
342632	Krber-Grohne:\
\
Lanze, Kr. Lauenburg/Unterelbe, Eisenzeit,\
Abdrcke in Gefscherben im Urnenfriedhof:\
\
3 Hordeum vulgare\
1 H. nudum\
2 Triticum dicoccum
313798	Krber-Grohne:\
\
1-2 l verkohltes Getreide auf de Lehmschicht der Siedlung:\
\
Triticum vulgare       Hauptmenge\
T. vulgare/compactum   vielleicht einige\
T. monococcum          etwas\
T. spelta              1 hrchen, vllig bespelzt und mit den 2 Krnern;\
                       2 nackte Krner          \

342633	Krber-Grohne:\
\
Hnenburg bei Rinteln, 10., Anfang 11. Jh. n. Chr.,\
Getreidekrner, Holzkohlen, 1 Gewebe. Brand der Burg:\
\
Triticum vulgare   ganze Klumpen\
T. compactum       an mehreren Stellen\
Secale cereale     mehrfach\
Hordeum (4zeilige und einige 2 zeilige) \
Avena sativa       wenig\
\
Pisum sativum\
\
Juglans regia\
Corylus avellana\
1 Stein von Prunus insititia\
Unkrautsamen, Holzkohlen
45080	Krber-Grohne:\
\
Dullenried/Federsee, Neolithikum 2:\
\
Triticum dicoccum\
T. monococcum\
T. compactum\
Hordeum vulgare\
H. hexastichum\
Papaver \
Linum usitatissimum
84204	Krber-Grohne:\
\
Hetzdorf, Kr. Strasburg (ehem DDR), jng. vorrmische Eisenzeit, Getreidespeicher:\
\
92,6% Hordeum vulgare und H. nudum\
 5,4% Triticum dicoccum\
 1,8% Avena cf. sativa\
\
Camelina    3 Samen (wenig)\
Vicia faba  1 Samen (wenig)\
\

342634	Krber-Grohne:\
\
Langendorf bei Weienfels/Saale, Vlkerwanderungszeit u. frhes Mittelalter:\
Panicum miliaceum\
\
Potsdam, slavischer Pfahlbau, 9. Jh. n. Chr.:\
Panicum miliaceum\
\
Schloberg bei Burg im Spreewald, slavisch:\
Panicum miliaceum\
\
Schlieben a. d. Schwarzen Elster, Burgwall, vorslavische, germanische Zeit:\
Panicum miliaceum 
313799	Krber-Grohne:\
\
?, Kurische Nehrung, Neolithikum:\
1 Kornabdruck in Gefscherbe: Hordeum, wahrscheinl. H. polystichum var. nudum\
\
Pillkoppen (Kurische Nehrung), Neolithikum (Schnurkeramik):\
1 Abdruck in Scherbe: Spelzweizen, wahrscheinl. T. dicocc. oder. T. monococc.\
\
Flensburg, Neolithikum 1 (Bandkeramik),\
1 Scherbenabdruck: Triticum vulgare cf. compactum\
\
Knigsberg (Ostpreuen): Bronzezeit:\
T. dicocc. (det. sarauw)\
\
Klein-Kuhren, Kr. Smland, frhe Eisenzeit:\
"Einige hundert verkohlte, stark beschdigte Krner zusammen mit einem Tongef": T. dicoccum\
\
Sternwalde, Kr. Semsburg, Ostpreuen, 5.-8. Jh. n. Chr.:\
1 Abdruck in Scherbe: Hordeum vulgare
18186	Krber-Grohne:\
\
Rottweil, rmisch:\
\
48 Prunus avium, Kerne (Skirsche)\
22 P. domestica ssp. insititia (Pflaume) in 3 trennbaren Varietten\
15 P. domestica ssp. italica (Rundpflaume)\
15 P. domestica ssp. oeconomica (Zwetschge)\
58 P. spinosa (Schlehe)\
 1 P. persica (Pfirsich)\
 5 Malus communis (Apfel), keine Unterscheidung vom Wildapfel mglich\
18 Sorbus aria\
\
groe Mengen Rubus caesius\
29 R. idaeus\
 9 R. frutticosus\
sehr viel Fragaria vesca\
 3 Ficus carica\
 1 Papaver somniferum\
 1 Juglans regia\
 1 Corylus avellana\
\
 2 Coriandrum sativum \
12 Aethusa cynapium (Hundspetersilie)\
 9 Alliaria officinalis\
\
viele Unkruter\

17793	Krber-Grohne:\
\
Langweiler, Kr. Dren, Eisenzeit (Hallstatt):\
\
1116 Setaria italica\
 255 Panicum miliaceum\
135 Hordeum vulgare\
  52 Triticum spelta\
  48 T. dicoccum\
  11 T. compactum\
  39 T. spec.\
  94 Avena fatua\
   1 Secale cereale\
\
dazu viele hrchenbasen, Spelzenbasen, Spindelstcke, Grannenteile\
\
53 Camelina\
40 Lens culinaris\
25 Pisum sativum\
 8 Phaseolus vulgaris\
 5 Linum usitatissimum\
\
viele Unkruter\

84195	Krber-Grohne:\
\
Mecklenburg/Dorf, Kr. Wismar, slavisch, wahrscheinl. 9./10. Jh. n. Chr.,\
Getreide in Leinenbeutel in Holzgef (Ahorn), alles verkohlt auf dem Flechtwerkfuboden eines Blockhauses:\
\
52,5 g verkohltes Getreide (ca. 3500 Krner)\
fast nur Hordeum vulgare\
Triticum aestivum   5 Krner\
T. dicoccum         1 Korn\
Secale cereale      1 Korn\
 
313802	Krber-Grohne:\
\
Bergheim, Erftkreis (Rheinland), spthallstattlich, 6. Jh. v. Chr.,\
4 Abfallgruben mit verkohlten und unverkohlten Resten von Kultulr- und Wildpflanzen\
\
33% Setaria italica\
19% Triticum dicoccum\
15% Hordeum vulgare\
13% T. spelta\
11% Panicum miliaceum\
 8% T. spec.\
 1% Avena fatua\
 1% T. compactum\
\
(insgesamt 800 Reste, wobei Krner, hrchen, Spindelglieder und Spelzen in die Prozentzahlen aufgenommen worden sind)\
\
ferner mittelviel:\
Linum usitatissimum\
Comelina\
Papaver somniferum\
Vicia faba\
\
sehr viele Arten von Unkrutern
313803	Krber-Grohne:\
\
Neu/Rhein, Mittelalter (18. Jh. hier nicht aufgenommen), \
7 Fkalien- und Abfallgruben:\
\
nur Krner               12. Jh.        14./16. Jh.\
                      \
Avena sativa             85%              59%\
Fagopyrum esculentum                       2%\
Panicum miliaceum                         19%\
Hordeum vulgare           0,3%            15%\
Secale cereale           10%               2%\
Setaria glauca            0,1%             0,2%\
Triticum aestivum        <0,1%             \
T. compactum              0,2%\
T. spelta                                  2%\
\
lpflanzen:\
Brassica cf. rapa  32 Samen und viele Schalenfetzen in allen Fkaliengruben\
Papaver somniferum und Linum usitatissimum selten\
\
Obstkerne, 14./16. Jh.:\
Ficus carica        mehrere Tausend\
Malus spec.         300 Kerne\
Mespilus germanica   48\
Pyrus communis      124\
cf. Sorbus domestica 28\
Prunus avium       1000\
P. domestica         28\
P. insititia         62 (im weiteren Sinn)\
P. spinosa           56\
Cornus mas            7\
\
sehr viele Wildpflanzen, Unkruter gesondert aufgefhrt         
313804	Krber-Grohne:\
\
Bedburg-Garsdorf, Kr. Bergheim/Erft, Neolithikum (Bandkeramik),\
8 Gruben der zugehrigen Siedlung:\
\
 154 Triticum dicoccum\
 127 T. monococcum\
3184 T. monococcum od. T. dicoccum (hrchenbasen, Spelzreste u. Spindelteile)\
\
9 Linum usitatissimum\
6 Pisum sativum\
1 Prunus insititia (Haferpflaume)\
\
und viele Wildpflanzen
313805	Krber-Grohne:\
\
Frixheim-Anstel, Kr. Grevenbroich, Eisenzeit (Hallstatt D):\
\
14 Hordeum (4zeilig)\
11 Triticum cf. dicoccum\
 1 T. cf. dicoccum (Spelzenbasis)\
 5 Avena spec.\
 4 Setaria cf. italica\
 3 Panicum miliaceum\
\
172 Camelina\
  2 Linum usitatissimum\
  4 Lens culinaris\
  3 Pisum sativum
313806	Krber-Grohne:\
\
Archsum/Sylt, Bronze- bis Wikingerzeit, 137 Proben:\
\
Bronzezeit:\
Hordeum vulgare    11\
H. nudum            1\
Triticum dicoccum  81\
\
um Chr. Geb.:\
H. vulgare         16\
H. nudum           84\
\
1. Hlfte des 2. Jh. n. Chr.:\
H. vulgare         49\
H. nudum           51 \
T. aestivum         r\
Linum usitatissimum +\
\
2. u. 3. Jh. n. Chr.:\
H. vulgare         99,7-100\
H. nudum            0-0,3\
Camelina sativa     +\
\
Vlkerwanderungszeit:\
H. vulgare         57 \
Avena sativa       11\
Secale cereale     17\
\
Wikingerzeit:\
H. vulgare         38 (4-79)\
T. aestivum         r\
Avena sativa       29 (2-79)\
Secale cereale     32 (0-94)\
Linum usitatissimum +  \
Vicia faba          +\
\
Art der Funde:\
T. dicoccum:     Krner und Spelzengabeln\
Secale cereale:  Krner und Spindelglieder\
Avena sativa:    berwiegend entspelzt, an wenigen bespelzten Saat- und Sandhafer nachgewiesen\
Linum usitatis.: wenige unverkohlte Samen und Kapselstcke\
Vicia faba:      2 verkohlte Cotyledonen in einer hagerreichen Probe\
Camelina sativa: 141 verkohlte Samen in einer Probe des 3. Jh. v. Chr. \
\

13515	Krber-Grohne:\
\
Giengen/Ostalb, 13. Jh.,\
Keller mit verkohltem Getreide; Grubeninhalt:\
\
Secale cereale       92% (Volumenprozent)\
Triticum aestivum   5,2%\
T. spelta           1,2%\
Avena fatua und wenig A. sativa 1,2%\
Hordeum vulgare     0,2%\
\
33 Unkrautsamen  
161387	Krber-Grohne:\
\
Ammerbuch-Reusten, Kr. Tbingen, Michelsberger Kultur,\
83 Getreideabdrcke in Httenlehm, bestehend aus:\
\
Triticum dicoccum     32 (38%)\
T. monococcum         18 (22%)\
Hordeum vulgare        3 ( 3%)\
H. nudum               1 ( 1%) \
T. dicocc. od. monoc. 11 (13%)\
T. cf. monoc.          8 (10%)\
T. cf. dicocc.        10 (12%) 
342648	Krber-Grohne:\
\
Knbling bei Cham/Oberpfalz, Endneolithikum,\
unter 990 Tonscherben, Webgewichtsfragmenten und Httenlehmbrocken enthielten nur 3 Scherben Abdrcke:\
\
2 Hordeum (mehrzeilige)\
1 Triticum monococcum
84209	Krber-Grohne:\
\
Ragow, Kr. Calau:\
\
Spelzen von Panicum miliaceum
313807	Krber-Grohne:\
\
Wurt Elisenhof/Eidermndung, 8.-10. Jh. n. Chr.,\
Viehzucht berwiegend:\
\
Hordeum hexastichum  hufigstes Getreide\
Avena sativa         nicht hufig, aber regelmig\
Triticum aestivum    1 Korn\
Secale cereale       2 Krner\
Vicia faba           sehr hufig\
Linum usitatissimum  sprlich, aber regelmig\
Camelina sativa      selten\
\
Ackerbau (auch Pflugfurchen) bei der Wurt\
\
Viele Wild- und Sammelpflanzen               \
\
\

313808	Krber-Grohbe:\
\
Grfenheinichen, Kr. Bitterfeld (ehem. DDR), \
Siedlungsgrube, Lehmbewurf mit viel Getreidespreu von nur\
Triticum aestivum/compactum\
\
Halle, frheisenzeitliche Siedlung, \
Tonsttzen, gemagert mit Spreu von\
Triticum spelta 
979	Krber-Grohne:\
\
Amrum, 50 v. - 50 n. Chr.\
10 kg verkohltes Getreide in einem Haus\
nur Hordeum:\
85% Hordeum nudum\
15% Hordeum vulgare, Krummschnbel dabei;\
Krner klein und dnn\
 
13481	Krber-Grohne:\
\
Jettenhhle bei Osterode/Harz, Mittel- bis Sptlatne,\
Abflle in der Hhle, 1 m unter Oberflche:\
\
Panicum miliaceum   16 Krner\
Hordeum vulgare      3   "\
Linum usitatissimum  1 Samen\
\
und Unkruter  
313809	Krber-Grohne:\
\
Butzbach/Hessen, verschiedene Perioden:\
\
Bandkeramik ca. 2500 v. Chr.:\
Triticum dicoccum    mehrere\
Triticum monococcum  2\
Coenococcum geophilum\
Unkruter\
\
andere Stelle, dieselbe Zeit:\
T. cf. dicoccum      1 Korn\
\
Becherkultur, ca. 2000 v. Chr.:\
1 Steinkern, vielleicht Rosaceae\
\
Hgelgrberbronze (ca. 1500 v. Chr.):\
T. aestivo-compactum 1\
\
Frhe Urnenfelder-Kultur, ca. 1300 v. Chr.: \
cf. Cornus sanguinea 1\
\
Urnenfelderkultur:\
T. dicoccum          1 Korn\
T. aestivum          1  "\
Hordeum nudum        1  "\
\
\
\
 
313831	Krber-Grohne:\
\
Deiringen/Westfalen, Rssen (Neolithikum),\
Httenlehm: 17 Abdrcke und 11 Einschlsse:\
Triticum monococcum 12\
T. dicoccum         10\
nicht nher bestimmt: 4 \
\

13482	Krber-Grohne:\
\
Braburg b. Fritzlar, Frhmittelalter, 700-800 n. Chr.,\
insgesamt 29 Getreidekrner:\
\
2 Hordeum vulgare\
2 Hordeum\
2 Secale cereale (+ 2 cf.)\
1 Avena sativa\
1 Triticum aestivum\
1 cf. Triticum dicoccum\
\
+ Wildpflanzensamen\
\

84238	Krber-Grohne:\
\
Karow (Kr. Berlin-Pankow), vorrmische Eisenzeit:\
1 Hordeum vulgare\
\
Lehsen (Kr. Hagenow), Sptlatne:\
13,2 g verkohltes Linum usitatissimum\
\
Zedau (Kr. Osterburg), vorrmische Eisenzeit, 2. Jh. v. Chr.:\
reines Hordeum vulgare + 1 Triticum dicoccum\
\
Sudenhof (Kr. Hagenow), Sptlatne-Siedlung:\
1 groer Klumpen Linum usitatissimum, beigemischt:\
24 Camelina sativa, 4 Hordeum vulgare, 1 Triticum dicoccum, 2 cf. Lens culinaris (Fragment)\
\
Gramnitz (Kr. Hagenow), sptrmische Kaiserzeit (Germ.)\
1 Avena cf. sativa 
313832	Krber-Grohne:\
\
Langweiler, Gem. Aldenhoven, Kr. Dren/Rhld., Bandkeramik,\
58 Bodenproben mit verkohlten Resten:\
\
Triticum monococcum:  27 Frchte\
                     278 hrchenbasen  zusammen: 1780 = 65%\
                    1475 Spelzenbasen\
Triticum dicoccum:    42 Frchte\
                     129 hrchenbasen  zusammen:  934 = 35%\
                     763 Spelzenbasen  \
T. monoc./dic.:      324 Frchte\
                      88 Spindelstcke zusammen:   88\
\
Pisum sativum         3 Samen \
Linum usitatissimum  20   "\
Papaver setigerum     4   "\
Malus                19 Kerne\
Prunus spinosa       54\
Corylus avellana     47\
\
viele Unkruter 
16122	Krber-Grohne:\
\
Betumersiel/Unterems, ab 100 v. Chr.,\
Siedlung mit viel unverkohlten Pflanzenresten:\
\
Linum usitatissimum 2741 Samen/Kapselstcke, Stengelreste\
Camelina sativa      144 Frchte, Samen, Gabeln\
Triticum dicoccum    354 Spelzengabeln\
Hordeum spec.          6 Fr. Spindelglieder\
Panicum miliaceum     12\
Vicia faba             1\
\
Sehr viele Wildpflanzensamen, die eine Rekonstruktion der Umgebung erlauben  
19633	Krber-Grohne:\
\
Samen:\
Avena sativa         1\
Triticum spelta      2\
Papaver somniferum   7\
Linum usitatissimum  1\
Malus domestica     16\
Vitis vinifera       1\
Prunus avium\
P. cerasus\
P. domestica (3 Sorten)\
Juglans regia\
Corylus avellana\
\
Pollen:\
Secale  etwas\
Hordeum\
Triticum\
Fagopyrum\
Pisum sativum   
313833	Krber-Grohne:\
\
Striegau/Schlesien, Hallstattzeit,\
Ringwall auf dem Breiten Berge; eine Probe mit verkohlten Samen:\
Triticum compactum (Hauptmenge)\
darin wenige Krner von:\
Secale cereale\
Hordeum sativum\
Pisum sativum\
Lens culinaris\
\

313834	Krber-Grohne:\
\
Ichtershausen, Kr. Arnstadt/Thringen, Endbronzezeit (Urnenfelder), 910 +/- 120 J. v. Chr.,\
Grube in Siedlung:\
\
Triticum dicoccum  815 ccm  =  58% des Getreides\
T. monococcum      140 ccm  =  10%\
Hordeum s. lat.    450 ccm  =  32%\
Lens culinaris      39 Samen\
Bromus secalinus   115 Fr.\
Polygonum convolvulus 15 Fr.  zusammen: 131 Samen\
Vicia spec.\
\
Bruch 1145 ccm 
313835	Krber-Grohne:\
\
Hienheim/Donau (zw. Neustadt und Kelheim), Linearbandkeramik,\
verkohlte Reste aus 37 Proben:\
\
Triticum monococcum   280 Krner = 63% des Getreides\
T. dicoccum           161   "    = 37% des Getreides\
Mengen an hrchengabeln und sehr viele Getreidekrner nicht spezifiziert\
\
Pisum sativum    3237\
Lens culinaris      6\
Linum usitatissimum 3\
Schalen von Corylus avellana udn sehr viele Unkruter 
161405	Krber-Grohne:\
\
Heilbronn, 885 +/- 50 n. Chr., karolingisch, \
im Brunnen unter dem heutigen Marktplatz:\
\
hauptschlich Secale cereale\
10 Krner Triticum aestivo-compactum 
313839	Krber-Grohne:\
\
Schlesien: Queitsch, Kr. Schweidnitz, Neolithikum:\
Triticum compactum\
\
Adanowitz, Kr. Strehlitz, Jngste Hallstattzeit,\
in Grab I viele Polygonum convolvulus, dazwischen 1 Agrostemma ("wilder Buchweizen")\
\
Michsledorf, Kr. Schweidnitz, ltere Bronzezeit,\
verbrannte Samen in Knochenurne, und zwar grere Mengen an Polygonum convolvulus, vermischt mit P. lapathifolium und Chenopodium album\
\
Gro-Sgewitz, Kr. Breslau, jngere La Tne,\
in Tongef schlackenartig zusammengebacken\
Camelina sativa, dazwischen Spergula arvensis\
\
Ober-Poppschptz, Kr. Freistadt, slavischer Burgwall, 10.-11. Jh.:\
Secale cereale, Panicum miliaceum, Pisum sativum\
\
Ostro/Oberlausitz, Burgwall Hallstattzeit von Ostro-Jiedlitz bei Kamenz:\
100 m langes Getreidemagazin, vierfach ber- und hintereinanderliegende Zellen; in jeder Zelle ein groes mit Getreide geflltes Tongef;\
auerdem noch kleinere Gefe; 9 Proben\
Triticum conpactum\
Panicum miliaceum   zusammen Hauptgetreide\
Hordeum\
\
ferner Secale cereale, Camelina sativa, Lens culinaris, Pisum sativum, Vicia faba\
Alle waren wor dem Einfllen gerstet worden\
\

313838	Krber-Grohne:\
\
Sachsen, Bandkeramik:\
Kmehlen, Kr. Groenhain, Gruben der jngeren Stichbandkeramik, Gatereslebener u. Jordansmhler Gruppe, 3410 v. Chr.:\
920 Triticum dicoccum\
\
Gnitz, Kr. Schmlln, Lilien- und Stichbandkeramik:\
510 T. dicoccum\
 30 T. monococcum\
\
Dresden-Nickern, 200 Siedlungsgruben untersucht, davon 4 fndig:\
eine nur mit Erbsen in 38 cm dicker Schicht: Pisum sativum, auerdem 4 Wilderbsen = P. elatius mit fein warziger Oberflche\
174 T. dicoccum\

342897	Krber-Grohne:\
\
Braunschweig, frhmittelalterlicher Brunnen:\
Triticum aestivum, T. aestivo-compactum, Hordeum vulgare, Avena sativa, Secale, Linum, Prunus avium, Fragaria vesca, Rubus idaeus, R. frutticosus, R. caesius, Sambucus nigra, Corylus, 28 Wildpflanzenarten, aber keine Gramineen; keine Mengenangaben, nur +\
\
Medenheim, Kr. Northeim, Dorf des Frh-, Hoch- und Sptmittelalters, verkohlt:\
T. dicoccum, T. aestivum, T. aestivo-compactum, Hordeum, Avena sativa, Secale cereale, Linum usitatissimum; alle nur mit +. 8 Wildpflanzenarten.\
\
Gttingen-Grone, frhmittelalterlicher Knigshof:\
T. aestivum, T. aestivo-compactum, Hordeum, Avena sativa, Secale cereale, Linum usitatissimum, Corylus avellana, 2 Arten von Wildpflanzen\
\
Braburg, Kr. Fritzlar, frhmittelalteliche Burganlage:\
T. aestivum, Hordeum, Avena sativa, Secale cereale\
\
Oldendorp, Kr. Einbeck, Dorf, Hoch- und Sptmittelalter:\
T. dicoccum, T. aestivum, T. compactum, Hordeum, Avena sativa, Secale cereale\
\
Leisenburg, Kr. Northeim, Dorf, Sptmittelalter:\
T. aestivum, T. compactum, Avena, Hordeum, Secale cereale, Linum usitatissimum, Prunus avium, Pyrus domestica, Fragaria vesca, Rubus idaeus, R. frutticosus, R. caesius, Prunus spinosus, Sambucus nigra, Corylus avellana, 37 Arten Wildpflanzen\
\
Braunschweig, Sptmittelalter:\
T. aestivum, T. compactum, Hordeum, Avena sativa, Secale cereale, Vicia faba\
\
Northeim, Klosterhof, Hoch- und Sptmittelalter:\
T. dicoccum, T. aestivum, T. compactum, Hordeum, Avena sativa, Sceale cereale, Linum u., Prunus avium, P. cerasus, P. domestica, Wildapfel, Pyrus domestica, Juglans regia. Alle Sammelfrchte\
\
Gttingen, Altstadt, Hoch- und Sptmittelalter:\
T. aestivum, T. compactum, Hordeum, Avena sativa, Secale cereale, Linum u., alle Obstarten, incl. Weintrauben (Vitis vinifera) und Ekastanien (Castanea sativa). Alle Sammelfrchte   \
\
Rotenburg/Fulda, Burg, Hoch- und Sptmittelalter:\
T. aestivum, T. compactum, Hordeum, Avena sativa, Secale cereale. 3 Arten Wildpflanzen\
\
Nirgends Mengenangaben oder Art der Reste, nur + (Anwesenheit).
342898	Krber-Grohne:\
\
Oldendorp bei Einbeck, Mittelalter,\
Httenlehm und Grubeninhalt, Abdrcke, verkohlt und unverkohlt:\
\
Hordeum            28 = 31,8%\
Secale cereale     18 = 20,5%\
Triticum compactum 21 = 23,9%\
T. aestivum         6 =  6,8%\
Avena sativa        6 =  6,8%\
T. dicoccum         9 = 10,2%\
\
Vicia faba 8\
hrchenbasen und Kornreste nicht bestimmt, 23 Gramineen nicht bestimmt, 7 Arten von Wildpflanzen, Leguminosen nicht bestimmt  
342899	Krber-Grohne:\
\
Baalberger Gruppe (Neolithikum 2):\
- Lettin, Stadtkr. Halle:\
  1 Triticum dicoccum/monococcum\
\
- Wallendorf, Kr. Merseburg:\
  1 T. dicoccum\
\
- Bitterfeld, Kr. Bitterfeld:\
  1 T. dicoccum\
\
Salzmnder Gruppe (Neolithikum 2):\
- Schiepzig, Saalkreis:\
  1 T. dicoccum\
- Tagewerben, Kr. Weienfels:\
  1 T. dicoccum\
\
Trichterbecher-Kultur (Neolithikum 2):\
- Halle-Heide:\
  1 1/2 hrchen von T. dicoccum\
  1 T. dicoccum\
  1 hrchen von T. monococcum\
\
Walternienburger Gruppe (Neolithikum 2):\
- Lettin, Kr. Halle:\
  1 T. dicoccum\
 - Hemleben, Kr. Artern:\
   1 Apfelkern\
\
Bernburger Gruppe:\
- Ngelstedt, Kr. Langensalz:\
  1 T. dicoccum\
  1 T. dicoccum/monococcum
161495	Krber-Grohne:\
\
Steinsfurt, Kr. Sinsheim, rmisch,\
grere Mengen verkohltes Getreide in rm. Villa:\
\
Hauptmenge Triticum aestivum\
\
Unkruter\

342900	Krber-Grohne:\
\
Langweiler, Kr. Jlich/Rheinland, Bandkeramik, 10 Gruben:\
 23 Krner Triticum monococcum    8,5%\
 27 Krner T. dicoccum            9,5%\
222 Krner T. monoc. od. dicoc.  82%\
\
von allen sehr viel, zahlenmig angegebene hrchenbasen und Spelzenreste.\
181 Roggentrespe\
1 Pisum sativum\
1 Papaver setigerum\
1 Panicum spec.\
2 Schalenstcke Corylus avellana\
9 Arten von Wildpflanzen\
\
dieselbe Stelle, Urnenfelderzeit, 4 Pfostengruben eines Speichers :\
1402 Krner Hordeum hexastichum  79%\
 225   "    T. spelta oder T. dicoccum  12,6% \
  13   hrchenbasen von T. spelta\
  27   cf. T. dicoccum\
 129 Avena fatua   7,8% (hrchenbasen, Grannenfragmente)\
  13 A. sativa     hrchenbasen\
   4 Setaria cf. italica\
\
von Hordeum und Triticum viele hrchenbasen, Spelzenbasen und Spindelfragmente, zahlenmig angegeben\
12 Arten von Wildpflanzen\

161346	Krber-Grohne:\
\
Bandkeramik:\
- Erfurt am Steiger: Hordeum spec., Camelina sativa, Cormus mas, Agropyron repens\
\
Neolithikum:\
- Linsenbhl b. Riegel: Hordeum\
\
Bronzezeit:\
- Erfurt-Nord: Panicum miliaceum\
- Erfurt, Roter Berg: Hordeum\
- Leipzig: Camelina sativa\
\
Lannezeit:\
- Weienfelde b. Harsefeld, Kr. Stade, Back- oder Rstofen: Secale, Claviceps pu  rpurea, Avena sativa, Triticum dicoccum, T. aestivum, Hordeum spec.\
- Helmste, Kr. Stade, Back- oder Trockenofen: Secale, Hordeum, Unkruter\
\
Slavische Zeit (6. -11. Kh.):\
- Ostro, Burgwall: Secale, Hordeum, Linum usitatissimum, Triticum aestivum, Eic   heln (Quercus spec.)\
- Spittwitz: Secale, T. dicoccum, T. aestivum, Pisum sativum, Unkruter 
126493	Krber-Grohne:\
\
Karhofhhle/Westfalen, Bronzezeit:\
\
Krner von Panicum miliaceum
10452	Krber-Grohne:\
\
Oldendorp bei Jemgum, Kr. Leer/Umterems, 8.-5. Jh. v. Chr., ltere vorrmische Eisenzeit:\
Mistschichten mit Swasservegetation, 3 Proben:\
Triticum dicoccum 65%\
Hordeum vulgare   36%\
sehr viel Linum usitatissimum: 891 Samen\
Camelina sativa  256 Samen\
Vicia faba als Pollen
8162	Krber-Grohne:\
\
Archsum, Sylt:\
Eisenzeit: Hordeum vulgare und Linum usitatissimum\
\
Vlkerwanderungszeit: Secale cereale und Avena sativa\
\
Da es sich um Plaggenbden handelt, sind in starkem Mae die Wildpflanzen bearbeitet.
8163	Krber-Grohne:\
\
Lbeck, Stadtkern, 13./14. Jh.,\
groe Mengen bestens erhaltener, unverkohlter Skirschen (Prunus avium) und Sauerkirschen (P. cerasus). Erstere nehmen gegen das 16. Jh. rasant zu. Keine Zchtung besserer Sorten, doch sind alles Kulturkirschen. Vorbildliche Verwertung der Medaten durch Kurvendarstellung.\
Abb. eines S- und Sauerkirschensteins.   
13599	Krber-Grohne:\
\
Haithabu, 800-1066 n. Chr.:\
ber 800 Pflaumensteine (Prunus domestica ssp. insititia), 2 Sorten, belegt durch From, Oberflchenstruktur und Mereihen (bes. indica)\
\
Alt-Schleswig, 11.-16./17. Jh:\
zwei weitere Sorten, sowie die Zwetschge (P. domestica ssp. oeconomica) kommen hinzu, letztere bleibt bis 16./17. Jh. sprlich.\
Alle Prunus domestica-Funde sind Kulturformen. Keine Verbesserungen in diesem Raum. Weit hufiger als P. domestica sind Steine von Prunus spinosa. Auch viele Kirschkerne, diese noch nicht bearbeitet.
126502	Krber-Grohne:\
\
Nerkewitz, KR. Jena, Bandkeramik,\
Abdrcke in Keramik:\
\
18 Triticum dicoccum  (75%)\
 3 T. monococcum\
 3 Hordeum\
\
 4 Pisum sativum\
 1 Lens culinaris\
 1 Apfelkern
126510	Krber-Grohne:\
\
Emmeln, Kr. Meppen/Emsland, Neolithikum 2, Megalithkultur,\
Abdrcke von Keramika aus 2 Megalithgrbern:\
44 Hordeum vulgare\
53 Hurdeum nudum       zus. 85%\
18 Hordeum indet.\
12 Triticum dicoccum         9%  \
 9 T. spec.                  6%\
\
Ferner Grasfrchte, Eicheln, Apfelkerne, Steinkerne von Steinobst, Leguminosensamen    
84245	Krber-Grohne:\
\
Grube:\
164 g Hordeum\
0,7 g Panicum miliaceum\
45 Krner Avena sativa\
1 x Linum usitatissimum\
1 x Secale cereale\
9/2 Lens culinaris\
3 Vicia faba\
\
2 Hausfubden (Brandschicht):\
je ber 99% Secale cereale, darin wenig Triticum aestivum, Hordeum, Panicum miliaceum, Avena sativa, Hlsenfrchte\
\
Zirzow (Kr. Neubrandenburg), 11.-13. Jh.,\
Sand mit hohem Kalkgehalt:\
3 Krner T. aestivo-compactum\
1 T. aestivum\
1/2 Lens culinaris\
\
in weiteren 5 Gruben verbackene Klumpen von Linum us. und Panicum m., sowie Eicheln
14953	Krber-Grohne:\
\
Ludwigsburg-Schllesfeld, Neolithikum 2 (Schussenrieder Stufe),\
10 Gruben mit Erdproben:\
22 Triticum monococcum  aus 8 Gruben   26%\
33 T. dicoccum          aus 7 Gruben   38%\
29 Hordeum nudum        aus 8 Gruben   34%\
 2 T. aest. aest.-comp. aus 1 Grube     1%\
10 Bromus cf. secalinus, 5 Polygonum spec., 1 Chenopodium album\
\
Holzkohle nur von Laubbumen: Quercus vorherrschend, Fraxinus, Rosaceen, Viburnum opulus, Corylus avellana   
126535	Krber-Grohne:\
\
Dormagen/Rheinland, rmisch (1. Hlfte des 2. Jh.),\
verkohlte Reste im Stall eines Reiterlagers:\
Hordeum vulgare  141 Krner\
Triticum dicoccum  2 Krner\
T. cf. spelta      2 Krner und 2 Spelzen\
\
1 cf. Brassica (Kohl)\
2 Vicia faba\
\
Unkruter und artenreiche Heureste
158851	Krber-Grohne:\
\
Grevenbroich-Gustorf, Kr. Neu, Latne,\
16 Wohnstallhuser, Wohngebude, Speicher; Proben aus 17 Gruben, diese in Gruppen zu den zugehrigen Husern zusammengestellt:\
\
Triticum spec.       13 Krner + Spelzen\
T. cf. compactum      3   "\
T. dicoccum          32   "\
T. spelta            10   "\
Hordeum vulgare       8   "\
Hordeum nudum         8   "\
Trit. od. Hordeum    89   "\
Avena spec.          16   "\
A. fatua              7   "  \
Setaria cf. italica  11   "\
Panicum miliaceum     5   "\
Bromus secalinus     19   "\
\
Lens culinaris      108\
Pisum sativum         1\
Vicia ervilia         ?\
Comelina sativa       ? \
Linum usitatissimum   ?\
\
Corylus avellana\
Prunus cf. sp.?\
\
Daucus carota und viele Unkruter
342901	Krber-Grohne:\
\
3 Walnsse und 1 Ekastanie\
genaue Beschreibung und Mewerte\
\
1 Hordeum vulgare-hre\
1 Secale-hre
342902	Krber-Grohne:\
\
Siedlung Bdelsdorf, Kr. Rendsburg-Eckernfrde, Frhes Mittel-Neolithikum (in Neolithikum 2 einordnen),\
befestigte Siedlung der Trichterbecherkultur\
0,3% verwertbare Abdrcke (=39 Stck) in Keramikscherben:\
\
Triticum dicoccum        22\
Hordeum vulgare u. nudum  5\
\
cf. Apfel     5 \
Tilia-Frchte 2\
\
Unkruter
19610	Krber-Grohne:\
\
Endersbach, Rems-Murrkreis, Rssen, 2500 v. Chr.,\
1 Grube:\
\
Triticum monococcum    12 Krner  = 70%\
T. dicoccum             2   "     = 12% \
T. mono. od. spelta     2   "     = 12%\
Hordeum nudum           1 Konr    =  6%\
\
Pisum sativum   6\
Corylus avellana\
Unkruter\
\
Ilsfeld, Kr. Heilbronn, Michelsberger Kultur, ca. 2300 v. Chr.,\
Inhalt von 2 Gruben:\
599 bestimmbare Krner von Hordeum nudum\
(127 unbestimmbare Getreidekrner)
6034	Krber-Grohne:\
\
Brill, Kr. Wittmund, Jungbronze (Hallstatt A/B, zwischen 1180 u. 1020 v. Chr.),\
5 Proben aus einer Grube aus verschiedenen Tiefen:\
16000 Krner entspelzte Hordeum vulgare  89,4%\
 2000   "    Triticum dicoccum           10,6%\
\
Hordeum vulgare mehrzeilig; sehr wenig Unkruter; Getreide nach Drusch sorgfltig gereinigt. 
322	Krber-Grohne:\
\
Bandkeramik, 16 Proben:\
61 Krner Triticum dicoccum\
21   "    T. monococcum     (von beiden zahlreiche Spelzenreste u. hrchen) \
1 Apfelkern, 12 Stcke Corylus avellana\
\
Hallstattzeit (500 v. Chr.), 5 Proben:\
29 Krner T. dicoccum  + hrchenbasen und Spelzen\
20   "    T. spelta    +      "        "    "\
 4   "    T. compactum + Spindelglieder\
14   "    Hordeum nudum\
18   "    Hordeum vulgare\
 5   "    Avena spec.\
13   "    Panicum miliaceum\
52   "    Setaria italica\
 6 Samen  Camelina sativa, Unkruter\
\
Latnezeit (200 v. Chr.), 7 Proben:\
20 Krner T. dicoccum  + hrchenbasen u. Spelzen\
19   "    T. spelta    +      "       "    "\
 3   "    T. compactum\
29   "    "bespelzte Mehrzeilgerste"\
 3   "    Hordeum nudum\
 3   "    Avena fatua\
 3   "    A. sativa\
22   "    A. spec.      \
34   "    Panicum miliaceum\
13   "    Setaria italica\
 2        Lens culinaris \
 2 Stcke Corylus avellana\
\
Rmerzeit (4. Jh. n. Chr.), 5 Proben:\
581 Krner T. spelta\
629   "    T. aestivo-compactum\
  3   "    Hordeum vulgare\
  4   "    Avena spec.\
  2   "    Panicum miliaceum\
\
Frankenzeit (600 n. Chr.), 5 Proben:\
  1 Korn   T. dicoccum + hrchenbasen u. Spelzen\
  7 Krner T. spelta   +      "       2     "\
 18   "    T. compactum\
  6   "    T. aestivum\
  4   "    Hordeum nudum + Spindelglieder\
 51   "    A. spec.\
240   "    Secale cereale + Spindelglieder\
  2   "    Setaria italica\
  3 Pisum sativum\
  1 Corylus avellana\
\
Karolingerzeit (9. Jh. n. Chr.), 2 Proben:\
1 Spelzenrest T. spelta\
2 Krner T. compactum\
4   "    Hordeum nudum\
2   "    Hordeum vulgare  \
6   "    Avena spec.\
3   "    Secale cereale\
4   "    Setaria italica\
1 Pisum sativum\
\
Mittelalter (13. Jh.), 10 Proben:\
38 Krner T. compactum + Spindelglieder\
  3   "    T. aestivum\
  2   "    Hordeum nudum\
 32   "    H. vulgare\
 18   "    Avena satica\
184   "    Secale cereale + Spindelglieder\
 8 Pisum sativum\
 7 Corylus avellana\
10 Juglans regia\
 1 Linum usitatissimum
13198	Krber-Grohne:\
\
Gttingen (Stadtgebiet), jngere vorrmische Eisenzeit,\
3 Gruben in eisenzeitlicher Siedlung:\
 1 Korn  T. monococcum\
 1  "    T. dicoccum\
16 Spelzenbasen T. monoc. und T. dicocc.\
1 Korn   Hordeum vulgare\
1  "     Hordeum spec.\
1  "     Panicum miliaceum\
8 Krner Getreide, nicht nher bestimmbar\
\
Unkruter, darunter 30 Chenopodium album\
zahlreiche Schneckenarten, 60 Stck Holzkohle\
 \

342905	Krber-Grohne:\
\
Manching b. Ingolstadt, Latnezeit (1. Jh. v. Chr.),\
Abdrcke in Keramikscherben, meist zerschlagene hrchen, nur 2 x Krner\
5 Triticum dicoccum\
2 T. dicoccum/T. monococcum\
7 T. spec.\
1 Korn Hordeum vulgare\
1 Korn Hordeum nudum 
8185	Krber-Grohne:\
\
Kirchen, 12. Jh., Ostfriesland:\
\
                     Timmel    Wiegboldsbur    Etzel  \
Secale cereale       52,8%        80,1%         96,7%\
Aven sativa           1,6%         1,3%          0,1%\
Sandhafer             0,1%         0,1%          --\
Avena spec.          23,2%         7,2%          2,4% \
Hordeum              11,9%        11,2%          0,2%   \
Trit. compactum       1,5%         --            --\
\
 622 Vicia faba\
  77 Vicia sativa\
   4 Pisum sativum\
2972 Linum usitatissimum in Timmel,\
   1  "          "       in Wiegboldsbur,\
  12  "          "       in Etzel   \
      
342956	Krber-Grohne:\
\
Hamburger Altstadt, Mittelalter, mehrere einzelne Fundstellen:\
\
8.-9. Jh. im Lehm eines Backofens Krner von Secale cereale mit Hcksel und 74 Samen von Rumex acetosella\
\
Grabung Kleine Bckerstrae: Getreidefund:\
42,5% Secale cereale\
30 % Triticum\
25 % Hordeum\
2,5% Avena\
Vicia faba, Pisum sativum\
\
11./12. Jh.:\
in Torfschicht 1 Schotenglied Hederich, galeopsis speciosa, Kapseln von Linum usitatissimum mit Leinsamen\
\
13. Jh.:\
Kirschkerne, 1628 Mandeln, Walnsse, Pflaumensteine
20433	Krber-Grohne:\
\
Bondorf, Kr. Bblingen, Latnezeit (400 v. Chr.):\
Hordeum vulgare   35,5%\
Triticum spelta   32,6%\
T. dicoccum        2,4%\
T. spec.          10,6%\
Secale cereale     6,7%\
T. monococcum      2,4%\
T. mon. od. dic.   7,8%\
T. aest.-compactum 2,1%\
\
= 614 Getreidekrner;\
4 Lens culinaris\
Unkruter\
\
Bondorf, rmischer Gurshof, 1. Periode ca. 90 n. Chr.:\
Hordeum vulgare   6 Krner\
Hordeum spec.    29   "\
Unkruter\
\
Bondorf, rmischer Gutshof, 2. Periode 150 - ca. 2?? n. Chr.,\
- Getreide im Keller:\
T. spelta          73  %\
T. dicoccum         1,5%\
T. spelta/dicocc.  22,5%\
Secale cereale      2,2%\
T. monococcum       0,5%\
Avena spec.         0,2%\
Hordeum vulgare     0,1%\
T. aest.-compactum  0,1%\
T. spec.            0,2%\
\
= 33354 Getreidekrner,\
zahlreiche Spelzen\
Unkruter\
\
- in Abfallgrube:\
33 Krner T. spelta\
24   "    Secale cereale\
11   "    T. monococcum\
 1 Korn   Hordeum nudum\
 3 Krner T. aestivum\
42   "    Weizen oder Gerste\
\
129 Pisum sativum\
  4 Lens culinaris\
Unkruter   \
 \
 
342957	Krber-Grohne:\
\
ehem. DDR, verschiedene Orte, Schnfelder Kultur (Neolithikum 2),\
Abdrcke in Keramikscherben:\
1. Dobbrun, Kr. Osterburg: 1/2 Korn Triticum dicoccum\
2. Hohenwartsleben, Kr. Wolmirstedt: 1 Korn T. monococcum\
3. Gro Sschwechten (?), Kr. Stendal: 1 Korn T. dicocc., 1 hrchen T. monoc.\
4. Klein Mrigen, Dr. Stendal: cf. Bromus secalinus\
5. Magdeburg: 1 Korn T. dicoccum, 1 hrchen T. monococcum\
6. Menz, Kr. Burg: 1 bespelztes Korn von Hordeum vulgare\
7. Polkern, Kr. Osterburg: 1 Hlse medicago\
8. Randau, Kr. Schnebeck: 1 Lens culinaris\
9. Rogtz, Kr. Wolmirstedt: 1 Kirschstein\
10.Wahlitz, KR. Burg: 1 Korn Hordeum, 1 Korn T. compactum  \
  \

342958	Krber-Grohne:\
\
Mnchengladbach-Rheydt, 2 Gruben:\
Triticum monococcum   1 Korn\
T. cf. dicoccum       1 Korn + 1 Spelze + 2 hrchenbasen\
Hordeum hexastichum nudum 2 Krner\
Trit./Hord.          11 Krner\
Panicum miliaceum    10 Krner\
Corylus avellana      4\
Unkruter\
\
Eschweiler-Lohn, Kr. Aachen, Urnenfelder (Hallstatt A/B):\
T. monococcum  1 Korn\
Panicum mili.  1  "\
Unkruter\
\
Neu-Selikum, Eisenzeit (Hallstatt D):\
T. dicoccum  1 Korn + 1 hrchenbasen + 3 Spelzen\
Avena spec.      1 Korn\
Setaria italica  1   "\
cf. Pisum sativum\
Unkruter\
\
Aldenhoven-Niedermerz, Kr. Dren, Eisenzeit (Hallstatt C/D),\
9 m breite Grube mit kohliger Einfllung, 2 Proben zusammen:\
T. dicoccum  28 hrchenbasen + 155 Spelzen\
T. spelta    15 Krner + 10 hrchenbasen \
Setaria italica  73\
Panicum miliaceum 9\
Hordeum          41\
Avena fatua   4 hrchenbasen\
A. cf. fatua 41     "\
Pisum sativum 5\
Vicia faba   41\
Cannabis sativa  100 Samen\
\
viele Wildpflanzen\
 
342959	Krber-Grohne:\
\
Bergheim-Zievenich/Erftkreis, Bandkeramik,\
Abfallgruben:\
\
Triticum dicoccum       11 Krner + 1 hrchenbase + 15 Spelzen\
T. monococcum            1 hrchenbase\
T. monoc. od. dicocc.  152 Splitter + Krner\
Lens culinaris 1\
\
Bromus cf. secalinus 4\
Unkruter
342960	Krber-Grohne:\
\
Wanlo (Stadt Mnchengladbach), Bandkeramik,\
47 Proben aus 36 Gruben (Tab. 1), hier nur die Summe:\
Triticum monococcum  (Krner + hrchenbasen + Spelzen)  1483\
T. dicoccum          (  "    +      "       +   "    )   320\
T. cf. dicoccum                                           58\
T. dicoc. od. monoc.                                     443\
Papaver setigerum   62\
Linum usitatissimum 41\
Pisum sativum        5 Samen + 3 Nabel\
Bromus secalinus  402\
Pirus malus         9 Samen\
Sorbus aria         1   "\
Corylus avellana   >72  Schalenstcke\
sehr viele Unkruter\
    
342961	Krber-Grohne:\
\
Burg Brggen, Kr. Viersen, 14.-16. Jh.,\
Abfallgrube (14.-16. Jh.) u. Latrine (um 1500), unverkohlte Pflanzenreste:\
Hordeum spec.  2 Fr.hute\
Secale cereale 3   "      + 25 Rhachisglieder\
Pisum sativum  1 Samen\
Linum usitat.  2   " + 9 Schalen\
Papaver somniferum 3 Samen\
\
Betula vulgaris     3 Fruchtknuel\
Anethum graveolens  5 Teilfrchte\
Brassica cf. rapa  44 Samen\
Coriandrum sativum  8 Frchte + Samen\
Foeniculum vulgare  9 Frchte\
Myrica gale        44 Frchte\
Petrosileum crispum 2 Teilfrchte\
Juglans regia       2\
Ficus carica      258\
Fragaria vesca     90\
Malus domestica    18 Samen + 116 Spelzen\
Mespilus germanica  6\
Prunus avium      121\
Prunus cerasus     19 (Sauerkirsche)\
P. cf. domestica   13 (Zwetschge)\
P. insititia var. iuliana   45 (Haferpflaume)\
P. insititia var. oxycantha  1 (Ovalpflaume)\
P. ins. var. subrotunda      7 (Rundpflaume)\
P. spinosa                  2?\
P. fruticans                 4 (Sschlehe)\
Pyrus communis              17 Samen + 302 Steinzellen\
Vitis vinifera              33\
Rubus idaeus\
Sambucus\
Rubus frutticosus\
Vaccinium myrtillus\
zahlreiche Unkruter          \
\

342962	Krber-Grohne:\
\
Neu, Quirinstrae, ausgehendes 13.-16. Jh.,\
Fkaliengrube:\
Vitis vinifera    14\
Ficus carica      22 Kerne\
Rubus frutticosus 33\
R. idaeus          2\
Pyrus malus        2 (Apfel)\
\
Knochenreste, Fischwirbel, Fischschuppen
15946	Krber-Grohne:\
\
Meetschow b. Lenzen, 1000-1200 n. Chr.,\
Graben von slawischem Burgwall:\
\
Secale cereale und Hordeum vulgare  hufig\
T. dicoccum       wenig\
T. compactum        " \
Avena sativa        "\
Panicum miliaceum   "\
\
Unkruter
342963	Krber-Grohne:\
\
Lbeck, 13./14. - 16. Jh.\
kg-weise Steine von S- (Prunus avium) und Sauerkirsche (P. cerasus)\
5 Formenkreise der Pflaume (4 davon nach Behre 1978 aus Schleswig)\
Schlehe (Prunus spinosus)\
\
Grenmessungen, graph. Darstellung 
342964	Krber-Grohne:\
\
Handschuhsheim b. Heidelberg, Bandkeramik:\
Triticum dicoccum
342965	Krber-Grohne:\
\
Aldenhoven, Kr. Jlich, Linearbandkeramik,\
2 Proben aus 2 Gruben:\
\
Tritidum monococcum (Krner + hrchenbasen + Spelzen)   3    6%\
T. dicoccum         (   "   +     "        +   "    )   5   10%\
Triticum spec.      (   "   + Spelzen)                 44   85%\
Lens culinaris    2\
Sammelpflanzen, Unkruter\
\
Lamersdorf, Kr. Dren, Linearbandkeramik,\
20 Proben aus 3 Gruben\
\
T. monococcum (Krner + hrchenbasen + Spelzen)  300   9,0%\
T. dicoccum   (   "   +     "        +   "    )  214   6,5%\
Triticum spec.(   "   + Spelzen)                2764  84,0%\
Pisum sativum  20\
Lens culinaris  7\
Linum usitatissimum ssp. crepitans (Samen) 1347\
Papaver setigerum (Samen) 2\
Sammelpflanzen, Unkruter\
\
\
Meckenheim, Kr. Bonn-Land, Linearbandkeramik,\
8 Proben aus 5 Gruben:\
T. monococcum (Krner + hrchenbasen + Spelzen)  202   42%\
T. dicoccum   (  "    +      "       +    "   )   75   16%\
Triticum spec.(  "    + Spelzen)                 200   42%\
Pisum sativum  1\
Unkruter\
\
\
Mengenich, Stadt Kln, Linearbandkeramik,\
5 Proben aus 3 Gruben:\
\
T. monococcum (Krner + hrchenbasen + Spelzen)  11   13%\
T. dicoccum   (  "    +      "       +   "    )   7    8%\
Triticum spec.(  "    + Spelzen)                 65   78%\
Pisum sativum  3\
Unkruter\
\
\
Rdingen, Kr. Jlich, Linearbandkeramik,\
4 Proben aus 2 Gruben:\
\
T. monococcum (Krner + hrchenbasen + Spelzen)  76  19%\
T. dicoccum   (  "    +      "       +   "    )  63  16%\
Triticum spec.(  "    + Spelzen)                259  65%\
Pisum sativum  3\
Lens culinaris 1\
Unkruter     \
\
   \

342966	Krber-Grohne:\
\
Laurenzenburg, Kr. Aachen, Latnezeit, 125-100 v. Chr.,\
aus 67 Gruben einer Siedlung 73 Bodenproben, 26 in Tab. 1 spezifiziert, hier nur die Endsumme in %:\
76,0 % Hordeum (h. vulgare 5889 Krner, H. nudum 606 Krner)\
12,7 % Avena fatua u. sativa \
11,3 % Triticum dicoccum\
<1% je T. spelta, cf. T. monococcum, cf. T. aestivum, cf. Secale\
\
5 Pisum sativum\
4 Comelina sativa\
Prunus spinosus, Corylus avellana, viele Unkrautarten, Weidepflanzen
342968	Krber-Grohne:\
\
Colonia Ulpia Traiana b. Xanten, Rmisch,\
verkohltes Getreide aus einer mglichen Darre + 15 andere Stellen. Getreide un Wildpflanzen detailliert aufgefhrt. Hier nur die Summen aus 4 Proben, incl. "Darre":\
Triticum spelta   45%\
Panicum miliaceum 25%\
Hordeum           24%     addiert Krner + Spelzen, keine Grannen\
Avena              1,8%\
T. monococcum    < 1% \
T. dicoccum      < 1%\
\
viele Wildpflanzensamen   
342969	Krber-Grohne:\
\
Neu\
Grab Nr. 18, rmisch, Ende 2./Anf. 3. Jh.:\
139 Pisum sativum (auf dem Boden zwischen 2 Gefen)\
Ferner verstreut:\
1 Hordeum\
1 Triticum aestivum\
2 Spelzenbasen von T. spelta\
5 Triticum/Hordeum\
1 Avena\
1 Camelina sativa\
\
Grab Nr. 26: 1. Hlfte 4. Jh.:\
verstreute Getreidekrner: \
1 Hordeum\
2 T. spec.\
5 Spelzen von T. spelta\
2 Triticum/Hordeum\
1 Panicum miliaceum\
\
Sptes Mittelalter (15. Jh.): Abfall:\
Rubus frutticosus\
Corylus avellana\
Vitis vinifera\
Kirsche od. Pflaume\
Triticum/Hordeum\
einige Wildpflanzen\
sonstige Abflle\

342971	Krber-Grohne:\
\
Berndorf, Landkr. Kulmbach, Hallstatt-Latnezeit,\
6 Scherben mit 5 Abdrcken und 3 Getreidehrnern (Hordeum vulgare)
200734	Krber-Grohne:\
\
Butzbach (Lachenweg in der Stadt), Hessen, 2. Jh. n. Chr.,\
holzverschalte Grube: Flle von Obstarten, Gewrzen, Getreide, Unkrutern, \
hier nur das Getreide, Hlsen- und lfrchte:\
\
53 Panicum miliaceum\
 1 Hordeum sativum\
 1 Triticum aestivum ssp. compactum\
 1 Avena sativa vel fatua\
3/2 Pisum sativum\
113 Papaver setigerum\
\
aus Aufarbeitung lterer Funde von Vitis bezglich Wild/Kultur (?) 
342976	Krber-Grohne:\
\
Schmalstede, Kr. Rendsburg-Eckernfrde, Bronzezeit,\
Grube 3:\
3 Proben mit 26, 15 und 5 g verkohltem Getreide (Hordeum nudum)\
\
Grube 8:\
200 g verkohlter halbieter pfel (Malus sylvestris)\
 35 g verkohlter Hlften von geschlten Eicheln
342978	Krber-Grohne:\
\
Campodunum b. Kempten, rmisch (1. Jh. n. Chr.),\
verkohlte Pflanzenreste aus 4 Brandgrbern von rmischem Friedhof:\
Castanea sativa      1/2 Fruchtschale\
Corylus avellana     49 + 1/2 Schalenstcke\
Ficus carica          2 Bruchstcke von Sykonien\
Phoenix dactylifera  1+3 Samenstcke und 5+4 Fruchtfleischstcke\
\
Beschreibungen, Abbildungen\
Verbreitungskarte Mitteleuropas ber Frchte aus rmischer Zeit 
342980	Krber-Grohne:\
\
Eisleben, Kr. Wanzleben, Linienbandkeramik,\
in befestigter bandkeramischer Siedlung zahlreiche kleine Einzelfunde:\
Triticum dicoccum in 11 Proben\
Pisum sativum     in  4   "\
\
Mittelneolithikum (Bernburger Gruppe):\
Linum usitatissimum 1
13480	Krber-Grohne:\
\
Pipinsburg bei Osterode/Harz, Latnezeit:\
Hordeum vulgare\
Triticum dicoccum\
T. spelta\
T, aestivum\
T. aestivum ssp. aestivo-compactum\
Panicum miliaceum\
\
Pisum sativum\
Vicia faba\
Linum usitatissimum\
\
(alles ohne Mengenangaben) 
342982	Krber-Grohne:\
\
Aachen-Butscheid, rmisch, 1. u. 2. Jh.\
rmische Schichten im Grundwasserbereich, unverkohlte Pflanzenreste, 4 Proben:\
\
Prunus insititia\
Ficus carica\
Olea europaea\
Apium graveolens\
Anethum graveolens\
\
Lens esculentum\
Avena sativa\
\
Corylus avellana, verschiedene wilde Beerenarten\
viele Arten von Unkruter, Feuchtpflanzen, Grnlandpflanzen, Moose\
\
alles in kologische Gruppen aufgeteilt
342983	Krber-Grohne:\
\
Bosau, Kr. Ostholstein, Neolithikum, 2060-2170 v. Chr.,\
Inhalt einer Grube mit 6 Proben, diese addiert:\
Triticum aestivum s.l.  5339 Krner  87%\
Hordeum nudum            801   "     13%\
\
3 Cornus sanguinea\
1 Corylus avellna\
1 Stellaria media\
\
lsby Kr. Schleswig, vorrmische Eisenzeit (1. Jh. n. Chr.),\
Getreide aus Vorratsgrube:\
Hordeum hexasticha  10144 Krner  75%\
H. nudum             3232   "     24%\
Avena fatua + sativa   16   "      1%\
+ Unkruter\
\
Stelle, Lkr. Harburg, Vorrm. Eisenzeit (1. Jh. v. Chr.),\
verkohlter Hirsevorrat in Siedlung:\
Panicum miliaceum   16524 Krner   98%\
Hordeum vulg. nudum   342   "       2%\
H. vulgare vulgare     11   "       r\
Triticum dicoccum       1   "       r\
Avena spec.             1   "       r\
+ Unkruter\
\
Archsum/Sylt, Eisenzeit, um Chr. Geb.,\
Grogef mit verkohlten Krnern in abgebranntem Haus:\
Hordeum nudum   1502 Krner   74%\
Hordeum vulgare  542   "      26%\
Hordeum spec.     30   "       1%\
Avena spec.        1 Korn      r\
\
Linum usitatissimum  59408 Samen\
Camelina sativa      22221   "\
viele Unkruter\
\
Rullstorf, Kr. Lneburg, Vorrm. Eisenzeit (1. Jh. v. Chr.),\
Grube unter einem Haus, vorrat bespelzten Saathafers\
Avena sativa         12124 Krner   99%\
T. dicoccum             74   "       +\
4-zeil. Nacksgerste     19   "       r  \
4-zeil. Spelzgerste      1 Korn      r\
Panicum miliaceum        3 Krner    r\
Unkruter, darunter Centaurea cyanus\
\
Osterrnfeld, Kr. Rendsburg-Eckernfrde, frhes Mittelalter (8. -10. Jh.)\
Secale cereale      54813 Krner  100%\
Hordeum hexastichum    23   "      r\
+ Unkruter\
 
16361	Krber-Grohne:\
\
Marbach am Neckar, Bandkeramik,\
verkohlte Reste aus mehreren Gruben:\
Triticum dicoccum  31 Krner   29,0%\
T. monococcum      19   "      17,8% \
T. monoc./dicoc.   55   "      51,4%\
Secale spec.        1 Korn\
Unkruter\
\
Weiler zum Stein, Gem. Leutenbach, Bandkeramik\
\
T. dicoccum   119 Krner     70,2%\
T. monococcum  50            29,8%\
Pisum sativum 7, Bruchstcke 36\
Unkruter\
\
Ludwigsburg-Oweil, Bandkeramik:\
Hordeum vulgare   243 Krner  91,0%\
T. dicoccum        18   "      6,7%\
T. monococcum       2   "      0,8%\
T. monoc./dicoc.    4   "      1,5%\
Lens culinaris 1\
Vicia ervilia  5\
\
Endersbach, sptes Rssen (ca. 2500 v. Chr.),\
1 Grube mit Getreideabfllen (hier alle Reste fr Prozent-Berechnung):\
T. monococcum   577 hrchengabeln\
                370 Spelzenbasen   zusammen: 80,4%\
                  5 Krner      \
Hordeum nudum   105 Krner\
H. nudum/vulgare 25   "            zusammen: 12,9%\
T. dicoccum       2 Krner\
                 10 hrchengabeln  zusammen:  6,7%\
                 67 Spelzenbasen \
sehr viele Unkruter\
\
Heilbronn-Neckargartach, Hallstatt A (ca. 1000 v. Chr.),\
1 Grube, nur verkohlte Hlsenfrchte:\
Pisum sativum   61 + 87 halbe\
Lens culinaris  73 + 43 halbe\
Vicia faba      21 +  8 halbe\
\
Tamm-Hohenstange, Hallstatt D (ca. 600 v. Chr.),\
1 Grube:\
T. spelta          2552 Krner   73,0% + 314 hrchengabeln + Spelzenreste\
T. dicoccum         202   "       5,8% + 196    "      + Spelzen\
T. spelta/dic.       38   "       1,1%\
T. mon./dic./spel.  169   "       4,8% + 418    " \
cf. T. mono.          2   "\
H. vulgare          194   "       5,6%\
H. nudum/vulgare     46   "       1,3% \
Secale cereale       16   "       0,5%\
T. aestivum           6   "       0,02%\
Panicum miliaceum   270   "       7,7%\
Lens culinaris        2\
wenig Unkruter\
\
Ilsfeld, Frhlatne (ca. 400 v. Chr.),\
1 Grube:\
H. vulgare      711 + 167 halbe Krner   66,7%\
T. spelta       235               "      19,7%\
T. aestivum      54               "       4,5% \
T. monococcum     6               "       0,5%\
Secale cereale    1             Korn      0,1%   \
T. spelta        22 + 158 halbe Krner    8,5%\
\
\
Rmische Funde:\
Bad Mergentheim, 2. Jh. n. Chr., Grube:\
T, monococcum   189 Krner  41,7%   + 11 Spelzen + 3 hrchengabeln\
T. dic./spelta  169   "     31,4%\
T. dicoccum      20   "      3,7%  \
H. vulgare       44 + 38/2  11,7%\
Secale cereale   42 + 16/2   9,3% \
Panicum mil.     12          2,2%\
Pisum sativum     1 + 5/2\
Lens culinaris    2\
wenig Unkraut\
\
Lampoldshausen, Kr. Heilbrionn, 200 n. Chr.,\
Rm. Gutshof, 40 kg verkohltes Getreide, 10 Stichproben  100 g:\
nur Secale cereale (ca. 8000 Krner)\
wenig Unkraut\
\
Lauffen/Neckar (ca. 150 - 260 n. Chr.),\
Rm. Gutshof, Holzkiste mit:\
Vicia faba   659 + 355 halbe\
Pisum sativum        2 halbe\
Lens culinaris 2 \
Hordeum nudum  1\
\
Buch, Gem. Rainau, 140 - 260 n. Chr.,\
Gruben, Erdkeller v. Zivilsiedlung:\
cf. T. spelta   3\
T. dic./spelta  9 + 3 halbe\
Lens culinaris  1\
\
Oberkochen, 2. Jh., rm. Gutshof:\
T. spelta      1895 Krner   79,3% + 39 hrchengabeln\
T. monococcum    41   "       1,8% \
cf. T. monoc.    28   "       1,1%\
T. spelta       127   "       5,4%\
T. aestivum       1   "       0,04%\
H. vulgare       50 + 8/2 K.  2,4%\
Secale cereale  186 + 50/2 K. 9,9%\
Avena sativa      2           0,08%
15473	Krber-Grohne:\
\
Braunschweig, Schlopark, etwa 10. Jh.,\
Kastenbrunnen mit verkohlten und unverkohlten Pflanzenresten;\
hier nur die verkohlten als vorlufige Mitteilung:\
\
Avena sativa\
Hordeum hexastichum\
Secale cereale\
Unkruter\
(alles ohne Mengenangaben) \

343072	Krber-Grohne:\
\
Rheinland, Mittelalter, 4 Fundstellen:\
\
Elten, 11. Jh.\
Secale cereale      viel\
Hordeum vulgare     wenig  \
Triticum compactum  wenig\
Avena sativa        wenig\
\
Dsseldorf-Lohhausen, 15. Jh.:\
Secale cereale      etwas\
\
Neu, Stadtkern, 15. Jh.:\
Hordeum vulgare   viel\
Panicum miliaceum viel\
Avena sativa      viel  
343073	Krber-Grohne:\
\
Hamburg, 9. Jh.:\
Vicia faba  1 Same   
343074	Krber-Grohne:\
\
Dannau/Ostholstein, Trichterbecherkultur (Mittelneolithikum),\
10 Proben aus Siedlung:\
Hordeum nudum     5594 Krner  80%\
Triticum dicoccum 1887   "     20%\
\
ferner: Hordeum Spindelglieder    4\
        T. dicocc. Spelzenbasen 699\
        T. monococcum   "         4\
\
Corylus\
Rubus idaeus\
Sambucus nigra\
Unkruter   
343076	Krber-Grohne:\
\
Berlin-Spandau, 9.-11. Jh.,\
Slavischer Burgwall in den feuchten, noorigen Havelwiesen;\
Faulschlammklumpen von der Basis des Burgwalls:\
Panicum miliaceum  viele Spelzen\
ferner eine Anzahl Wildpflanzen
343078	Krber-Grohne:\
\
Magdeburg, Stadtkern, Mittelalter,\
1 Probe mit verkohltem Material:\
Pisum sativum hauptschlich, darin 5% Getreide:\
Triticum aestivum  am meisten\
Secale cereale     wenig\
Avena spec.          "\
Hordeum sativum      "  \

343079	Krber-Grohne:\
\
Frankfurt/Oder, sptslawische Zeit,\
Sieglung, darin eine mit Lehm verstrichene Grube; auf deren Grund verkohlte Krner von:\
Triticum dicoccum\
Secale cereale      det. Rothmaler, keine Mengenangaben\
Hordeum        \
\
Pisum sativum
343080	Krber-Grohne:\
\
Pforzheim, Frhes Mittelalter (Zeit vorsichtig behandeln!),\
in der Altstadtkirche zwischen Grbern, grere Menge von verkohltem Getreide:\
Triticum spec.    grter Teil\
Panicum miliaceum etwas dazwischen\
\
Samdn von Agrostemma githago\
  
19606	Krber-Grohne:\
\
Ilsfeld, Kr. Heilbronn, Neolithikum, Rssen (ca. 2500 v. Chr.),\
3 Gruben, insgesamt 3 Proben, hier nur die Krner, wegen Spelzen und hrchengabeln siehe Tab. 1, halbe Krner fr % zu ganzen ergnzt:\
\
Triticum monococcum  1794 Krner   43,0%\
T. dicoccum           268   "       6,5% \
T. monoc./dicoc.      149   "       3,6% \
T. aestivum           966   "      23,2%\
Hordeum nudum         975          23,4%  \
H. vulgare              3   "       0,1%\
\
Unkruter
20430	Krber-Grohne:\
\
Oberflacht bei Tuttlingen, 6. und 7. Jh.,\
Alamannenfriedhof, Krperbestattung in Holzsrgen:\
\
27 kultiv. Prunus avium, Grab 11  Mewerte\
 1 Stein von Prunus insititia, Grab 27  Mewerte\
 4 Juglans regia, Grab 29 und 2\
 7 Frchte von Pyrus communis, Grab 14; braun und zusammengeschrumpft\
 1 durchlcherter Stein von Prunus persica, zusammen mit Glas- und Bernsteinperl   en (wohl importiert)\
sehr viele Frchte von Corylus avellana\

343086	Krber-Grohne:\
\
Berlin-Spandau, ca. 100 n. Chr.,\
in Siedlung des german. Stammes der Semnonen mehrere ca. 1,6 m tiefe Brunnen; \
in einem eine kleine Menge von Flachsstengeln (Linum usitatissimum)\
keine nheren Angaben, wird als Brunnenopfer gedeutet 
161388	Krber-Grohne:\
\
Wolpertswende-Schreckensee, Kr. Ravensburg, Neolithikum (Pfyn),\
Magerung eines Gutiegels fr Kupfer mit viel Spreu von:\
Triticum monococcum (vorwiegend)\
T. dicoccum         (wenig)\
\
Bodman-Weiler, Kr. Konstanz,\
Magerung nur mit Spreu von:\
Hordeum vulgare 
16138	Krber-Grohne:\
\
Lneburg, St. Michaelis-Kloster, um 1400,\
vermutliche Fkaliengrube, \
Zahl der Reste/Zahl der Proben:\
                           bis 1376          1376-1421\
Secale cereale (verkohlt)     1/1               1/1\
Avena spec.                   1/1               -- \
Panicum miliaceum             --                3/2 \
\
Linum usitatissimum           5/3              10/3\
Cannabis sativa (Samen)       --                1/1\
\
Prunus insititia              3/3               -- \
Prunus avium                  --                2/2  \
Malus cf. domestica           6/3               5/3 \
Juglans regia                 2/1               5/3\
\
Sammelpflanzen:\
Corylus avellana              7/7               7/4\
Humulus lupulus (Samen)      22/8              14/4 \
Myrica gale, Gagel (Samen)   14/2               4/6\
Fragaria vesca               26/3               4/1 \
Rubus frutticosus             5/4               2/1  \
Sambucus nigra              220/10              4/2\
cf. Vaccinium myrtillus       --                8/1  \
\
Samen von Unkrutern und Wildpflanzen, sehr viele Arten,\
mehrere Tausend Exemplare\
   
84351	Krber-Grohne:\
\
Csitz, Kr. Kthen, slav. Burg, 8.-10. Jh.,\
Zahlen in Gramm:\
                        Grube 1         Grube 2        %\
Triticum aestivo-comp.   3,64            0,66         48,2  \
T. dicoccum              1,22            0,07         14,4\
Hordeum vulgare          1,58            0,04         18,1 \
Secale cereale           0,64            0,32         10,8   \
Avena cf. sativa         0,51            0,25          8,5\
Summe Getreide                                       100,0\
\
Pisum sativum            0,52  \
Vicia faba               0,22\
Lens culinaris           0,05\
\
Apium graveolens       1 Stck\
\
\
Tilleda, Pfalz, 10.-12. Jh.,\
Gruben, Angaben in Gramm:\
                           A             C             %\
T. aestivo-compactum     15,42          0,04          57,9\
Secale cereale            6,46          0,09          24,5\
Hordeum vulgare           2,14          0,85          11,2\
Avena sativa              1,37          0,32           6,3 \
Summe Getreide\
\
von beiden Stellen sehr viele Wildpflanzensamen (Unkruter, Ruderal, Wald, Wiese usw.) in Tab. 1, aber nicht untergliedert\
   \
                       \
\

343087	Krber-Grohne:\
\
Usedom, Kr. Wolgast, sptslawisch,\
Siedlung mit Burgwall in der Seeniederung,\
Reste eines Holzkastens (0,5 - 0,9 m) aus Kiefernholz, enthielt hauptschlich:\
Hordeum vulgare (22g)\
Avena sativa     12 Krner\
(det. K.-D. Jger, Berlin)
343122	Krber-Grohne:\
\
Oberaden bei Lnen/Lippe, rm. Kastell, 1. Jh. v. Chr.,\
Grabungen 1976, 77, 78; gut erhaltene unverkohlte Pflanzenreste aus mehreren Abfall- und Vorratsgruben:\
\
Triticum sp.      Fruchtwandreste\
T. sp.            Spelzenbasen 910\
Panicum miliaceum Krner       107\
Hordeum vulgare   Krner         2\
\
Linum usitatissimum   72 Samen\
Lens culinaris         3\
Vicia faba             1\
\
Ficus carica               3310\
Amygdalus communis (Mandel)   1\
Olea                         18\
Vitis vinifera ssp. sativa   40  (Import)\
\
Kruter:\
Anethum graveolens     1\
Apium graveolens     233\
Coriandrum sativum   221\
\
Wildfrchte:\
Corylus avellana       6\
Crataegus laevigata   15\
C. monogyna            6\
Malus cf. sylvestris 138\
Prunus spinosus      143\
Quercus (Eicheln)    445  (davon die meisten in einer Grube)\
Rubus frutticosus     10\
Rubus idaeus           4\
Rosa spec.             4\
Sambucus nigra         3\
\
Wildpflanzen: \
am meisten Getreide- und Gartenunkruter; Grnland von trockeneren und feuchten Stellen    \
  
343142	Krber-Grohne:\
\
Stift Elten, Kr. Rees/Niederrhein, Mittelalter,\
rechtes Rheinufer, gegenber Kleve), Ende 9./Beginn 10. Jh. n. Chr.,\
Getreidevorrat in abgebranntem Haus\
\
Secale cereale           Krner    1402       98,7%\
Avena sativa               "         14        0,9%\
Avena sativa             Spelzen     14\
Triticum cf. compactum   Krner       5        0,4%\
Hordeum cf. tetrastichum Spelzen      1\
gesamt:                  Krner    1421 \
\
sehr viele Unkruter, besonders Agrostemma githago
16370	Krber-Grohne:\
\
Lauffen/Neckar, Kr. Heilbronn, Frhlatne, ca. 400 v. Chr.:\
\
Fundstelle                       Grube 5\
untersuchte Probenmenge in ccm    1750          %\
\
\
Kulturpflanzen:\
\
Triticum spelta L.\
  - Krner                         623         37,6\
  - hrchengabeln                   19\
  - Spelzenreste                    29\
T. dicoccum Schr. \
  - Krner                         164          9,9\
  - hrchengabeln                    3\
  - Spelzenreste                    14\
\
T. cf. dicoccum\
  - hrchengabeln                    3 \
  - Spelzenreste                     1\
T. spelta/dicocc. indet          \
  - Krner                         173         10,5   \
  - hrchengabeln                   17\
  - Spelzenreste                    14\
T. monococcum L.\
  - Krner                         163          9,8  \
  - hrchengabeln                   23\
  - Spelzenreste                    25\
T. cf. monococcum\
  - hrchengabeln                   14 \
  - Spelzenreste                     5\
T. monoc./dicoc.\
  - Krner                          92          5,5\
T. aestivum L. s.l.\
  - Krner                         101          6,1\
T. spec.\
  - Krner                         238         14,3\
Hordeum vulgare L.\
  - Krner                          90          5,4  \
      darunter Spelzgerste:         35\
cf. Secale cereale L.                2          0,1\
Panicum miliaceum L.                11          0,7\
\
Summe d. bestimmbaren Kulturpfl.  1644        100,0\
\
Setaria italica (L.) P.B./S. viridis (L.) P.B.   8\
\
Getreide und Bruchstcke, indet. >1066\
\
\
Wildpflanzen, Samen und Frchte:\
\
Echinochloa crus-galli (L.) P.B.     1\
Polygonum convolvulus L.             2 \
Galium sp.                           2\
Vicia cf. tetrasperma L.             3+11/2 \
Veronica hederaefolia L.             1\
Poa annua L.                        12\
Apera spica-venti (L.) P.B.          6\
Bromus tectorum/B. erectus L.        7/2
107304	Krber-Grohne:\
\
Aachen-Hof, Rmisch (1. Jh. n. Chr.):\
\
3 Hordeum vulgare  verkohlte Krner\
2 Avena sp.            "       "\
1 Triticum spelta      "       "\
\
2 Vicia faba       verkohlt\
\
63 Schalenstcke von Corylus,\
viele Obstkerne und Gewrze 
343145	Krber-Grohne:\
\
Zitz, Kr. Brandenburg, Jngere Bronze (Urnenfelderzeit),\
Siedlungsgrube mit 10670 cm Samen von nur Vicia faba (wahrscheinlich noch mehr), verkohlt, 2 sehr gute Fotos \

343146	Krber-Grohne:\
\
Morken, Kr. Bergheim/Erft, Bandkeramik:\
verkohlte Samen von Linum usitatissimum in Grube 26\
keine Mengenangaben
20437	Krber-Grohne:\
\
Hundersingen (Donau, Kr. Sigmaringen, Heuneburg), Hallstattzeit,\
Abdrcke in Keramik:\
107 Hordeum \
 23 Triticum spelta\
 16 T. dicoccum\
 16 T. monococcum\
 49 Triticum indet\
 10 T. aestivum\
  5 T. spec.\
 20 Avena sativa\
 15 Secale cereale\
\
  6 Camelina sativa \
  1 Linum usitatissimum\
  6 Isatis\
  \
  21 Lens culinaris\
  14 Pisum sativum Hlften\
   1 Vicia faba
343148	Krber-Grohne:\
\
Scharmbeck, Stadt Winsen/Luhe, Rm. Kaiserzeit (1.-2. Jh. n. Chr.):\
192,0 g Panicum miliaceum\
  7,8 g Hordeum vulgare\
  2,4 g H. nudum\
  0,9 g Triticum aestivo-compactum\
  0,2 g + 40 T. dicoccum\
           1 T. monococcum\
\
 12,6 g Pisum sativum\
Unkruter
343149	Krber-Grohne:\
\
Pipinsburg, Kr. Osterode/Harz, Latne:\
98 Triticum compactum\
54 T. dicoccum\
 1 T. monococcum\
 4 Hordeum vulgare\
 1 H. spec.\
 2 Secale cereale\
\
Mainz, rm. Kaiserzeit (1.-2. Jh.):\
ca. 50 Vitis vinifera\
ca. 5 Malus communis\
ca. 10 Pyrus communis\
ca. 21 Prunus avium\
     6 P. insititia\
     5 P. spinosa\
       Corylus\
       Sambucus\
    10 Iris pseudacorus\
Juglans-Schalenstcke, Pinus pinea-Zapfen u. Zapfenschuppen, 14 Pinus pinea-Kerne, Rosa canina, Vitis vinifera\
\
Mainz, 2.-3. Jh.:\
Prunus avium\
Juglans regia-Schalen\
 \
\
Bandkeramik:\
\
Bracht, Kr. Marburg-Biedenkopf, Abdrcke (Kat.Nr. 38):\
3 Triticum monococcum (Krner, Spindelglieder)\
2 T. dicoccum (Spindelgabeln, Spindelglieder)\
1 Hordeum spec.\
\
\
Trichterbecherkultur:\
\
Berlin-Britz (Kat.Nr. 22):\
2 Triticum cf. monococcum (Sp.gabeln, Hllsp.)\
1 T. dicoccum (hrchen)\
1 Hordeum vulgare\
3 H. nudum\
\
Denhoog (Wenningstedt, Sylt), Abdrcke (Kat.Nr. 60):\
2 Triticum compactum\
2 Hordeum nudum\
2 H. spec.\
\
Falschheide, Kr. Oldenburg, Abdrcke (Kat.Nr. 95):\
3 T. monococcum (Krner, Hllspelzen, hrchen)\
2 H. nudum\
2 H. vulgare\
2 T. dicoccum (Krner, Hllsp.)\
\
Flensburg, Abdr. (Kat.Nr. 98):\
7 H. nudum\
1 H. vulgare\
3 Hordeum indet.\
2 T. compactum\
\
Gro-Beren, Kr. Meppen, Abdr. (Kat.Nr. 120):\
14 H. nudum  (Krner)\
 6 T. spec.  (Krner, hrchen)\
\
Hamburg-Gro-Flottbeck, Abdr. (Kat.Nr. 133):\
24 H. nudum   (Krner)\
14 H. vulgare (Krner)\
 4 H. spec.\
11 T. dicoccum  (Krner, hrchen)\
 3 T. monococcum (Krner)\
 2 T. compactum  (Krner)\
\
Hamburg-Marmstorf, Abdr. (Kat.Nr. 135):\
13 H. nudum  (K.)\
 5 H. vulgare (K.)\
 5 T. monoc. (K., hrchen)\
 3 T. monoc. (K.)\
\
Heidmoor, Kr. Segeberg, Abdr. (Kat.Nr. 141):\
22 T. monoc. (K., hrchen, Spindelglieder)\
28 T. dicoccum (K., hrch., Spgl.)\
 7 T. compactum (K., hrch.)\
12 T. spec. (hrch., Hllsp.)\
11 H. vulgare (K.)\
17 H. nudum (K.)\
 6 H. spec. (K.)\
 1 Pisum spec\
Obst, Unkruter\
\
Hermstedt, Kr. Hermstedt (Kat.Nr. 143):\
1045 T. dicocc.\
 262 T. monoc.\
 8 T. aestivo-compactum  (alles verkohlte Krner)\
\
Kampen/Sylt, Abdr. (Kat.Nr. 168):\
3 T. monoc. (K., hrch.)\
4 T. dicocc. (K., hrch.)\
2 T. compactum (K., hrch.)\
2 Hordeum vulgare (K.)\
4 H. nudum (K.)\
2 H. spec.  \
Galium\
\
Kleinkneten, Gem. Wildeshausen, Kr. Oldenburg, Abdr. (Kat.Nr. 178):\
 6 T. monoc. (K., hrch., Hllsp.)\
 7 T. dicocc. (K., hrch., Hllsp.)\
 1 T. compactum (K.)\
 6 Hordeum vulgare \
10 H. nudum (K.)\
 2 H. spec.\
\
Lauenburg/Elbkamp, Kr. Herzogtum Lauenburg:\
 6 T. monoc. (K., hrch., Hllsp.)\
 2 T. dicocc. (hrch.)\
 3 T. spec. (hrch., K., Hllsp.)\
10 H. vulgare (K.)\
 7 H. nudum\
 2 Malus-Abdr.\
\
Oldenburg, Kr. Ostholstein, Abdr. (Kat.Nr. 258):\
 7 T. monoc. (K., hrch., Spindelgl.)\
10 T. dicocc. (K., Spgl., hrchengabeln)\
 1 T. cd. compactum (Korn)\
 5 H. nudum (K.)\
\
Sandhatten, Kr. Oldenburg, Abdr. (Kat.Nr. 297):\
7 H. vulgare (K.)\
9 H. nudum (K.)\
2 H. spec. (K.)\
3 T. dicocc. (K., hrch., Hllsp.)\
\
Schnau, Gem. Schnningststedt, Kr. Stomarn, Abdr. (Kat.Nr. 305):\
3 H. vulgare (K.)\
2 H. nudum (K.)\
2 T. dicocc. (K.)\
\
Stade, Kr. Stade, Abdr. (Kat.Nr. 319):\
1 T. monoc. (Korn)\
1 T. cf. spelta (hrch.)\
1 H. vulgare (Korn)\
1 H. nudum (Korn)  \
\
Sdensee, Kr. Flensburg, Abdr. (Kat.Nr. 326):\
3 T. dicocc. (K.)\
1 T. spec.\
1 H. vulg. (K.)\
2 H. nudum (K.)\
\
Sdensee-Fuchsberg, Kr. Flensburg, Abdr. (Kat.Nr. 328):\
3 T. dicoocc. (K.)\
2 H. nudum (K.)\
1 T. monoc. (Korn)\
\
beide Sdensee zusammen:\
6 T. dicoccum\
1 T. monococcum\
1 T. spec.\
5 Hordeum\
\
Uelsen, Kr. Grafschaft Bentheim, Abdr. (Kat.Nr. 345):\
8 T. spec. (K.)\
4 H. nudum (K.)\
\
Wechte, Kr. Tecklenburg, Abdr. (Kat.Nr. 363):\
3 H. vulg. (K.)\
3 H. nudum (K.)\
1 H. cf. nudum (Korn)\
1 T. monoc. (Ko.)\
3 T. spec. (Hllsp., hrch.)\
\
Wolkenwehe, Kr. Stormarn, Abdr. (Kat.Nr. 376):\
 8 H. vulgare (K.)\
11 H. nudum (K.)\
 3 H. spec. (K.)\
 2 T. monoc. (K.)\
 8 T. dicocc. (K.)\
 5 T. compactum (K.)\
\
Andernach, Kr. Mayen-Koblenz, Abdr. (Kat.Nr. 9):\
7 T. dicocc.\
1 T. compactum\
1 H. vulg.\
3 H. nudum \
  \
\
Jungneolithikum:\
\
Baalberger Kulturgruppe,\
Burgdorf, Kr. Goslar, Abdr. (Kat.Nr. 48):\
3 T. monoc. (K., Spgab., Spindelglieder)\
1 H. vulgare\
1 H. nudum\
\
Bernburger Kulturgruppe,\
Derenburg, Kr. Wernigerode/Harz:\
20 T. dicocc.\
14 T. monococc.\
\
\
Neolithikum (nicht weiter unterteilt):\
\
Urmitz, Kr. Mayen-Koblenz, Abdr. (Kat.Nr. 348):\
3 H. dicocc. (K.)\
2 H. vulgare (K.)\
\
\
Bronzezeit:\
\
Bordesholm-Schmalstede, Kr. Rendsburg-Eckernfrde, verk. Reste (Kat.Nr. 33):\
346 H. vulgare var. nudum\
ca. 200 g Malus communis\
     40 g Eicheln\
\
Hnzingen, Kr. Rotenburg, verk. Reste (Kat.Nr. 157):\
350 T. dicocc.\
 27 H. vulgare\
  1 Avena spec.\
\
Morsum/Sylt, lt. Bronze, Abdr. (Kat.Nr. 229):\
3 H. vulgare\
3 H. nudum\
1 T. dicocc. (hrchenbas.)\
\
Butzbach, Wetteraukreis, jng. Bronze (1000 v. Chr.) (Kat.Nr. 51):\
15 T. dicocc.\
14 T. compactum\
 5 T. aestivum\
 3 H. vulgare\
 6 H. nudum\
Bucheckern\
\
\
ltere vorrmische Eisenzeit:\
\
Kyffhuser Oberburg, Bad Frankenhausen, Kr. Sangerhausen, verk. Reste (Kat.Nr. 196):\
mind. 60 Secale cer. + hrchenspindeln\
ca.   50 T. compactum\
       5 H. vulgare\
       6 H. nudum\
\
Mardorf, Kr. Marburg-Biedenkopf (Hallstatt), verk. Reste (Kat.Nr. 216):\
144 T. dicocc.\
  6 T. cf. aestivum\
213 H. vlugare\
 10 H. nudum\
  9 Avena spec. \
\
\
Jngere vorrmische Eisenzeit:\
\
Braderup/Sylt, verk. Reste (Kat.Nr. 38):\
ca. 200 H. nudum\
ca.   7 kleine H. nudum\
\
Christenberg, Kr. Marburg-Biedenkopf (Latne), verk. Reste:\
830 H. vulgare\
240 T. spec.\
 34 T. dicocc.\
 27 T. compactum\
490 Pisum sativum\
110 Vicia faba\
350 Lens culinaris\
\
Dnsberg, Kr. Gieen (Latne), verk. Reste (Kat.Nr. 76):\
9700 H. vulgare\
 304 Avena fatua\
  83 T. aestivum\
   1 T. dicocc.\
 312 Pisum sativum\
   2 Lens culinaris\
Unkruter\
\
Garstedt, Kr. Harburg, verk. Reste (Kat.Nr. 109):\
5 H. vulgare\
5 Avena sativa\
1 T. aestivum\
1 Secale cereale\
\
Kassel-Oberzwehren, Kr. Kassel (Latne), verk. Reste:\
 89 g H. vulgare\
  1   T. aestivum\
257 Avena fatua   \
Lens culinaris\
\
Mnster, verk. Reste (Kat.Nr. 231):\
50 H. vulgare\
10 T. dicocc.\
70 T. aestivum\
\
Potsdam, Stadtkr. Potsdam (Latne), Abdr. (Kat.Nr. 274):\
13 H. vulgare (K.)\
 6 H. nudum (K.)\
 4 H. spec. (K.)\
 3 Avena spec. (K.)\
 2 T. spec. (hrch.)\
\
\
Rmische Kaiserzeit:\
\
Asberg, Stadt Moers, verk. Reste. (Kat.Nr. 78):\
ca. 400 T. dicoccum\
ca. 240 H. vulgare\
      5 H. vulg. nudum\
     21 Avena spec.\
      2 T. monococc.\
      1 T. aestivo-compactum \
Unkruter\
\
Mllnknob b. Archsum/Sylt, verk. Reste (Kat.Nr. 227):\
336 g H. vulgare\
 15   H. nudum\
Unkruter\
\
Braderup/Sylt (Kat.Nr. 38):\
30 H. vulgare\
49 H. nudum\
 1 T. aestivo-compactum\
1 Secale cereale\
\
\
Mittelalter:\
Amneburg, Kr. Marburg-Biedenkopf (Kat.Nr. 9) \
\
\
Vlkerwanderungszeit (300-700):\
\
??\
\
\
9.-12. Jh.:\
\
Haaren, Wstung "Schwafen", Kr. Bren i. W., verk. Reste (Kat.Nr. 122a):\
304 H. vulgare\
 16 H. nudum\
 62 Avena sativa\
  4 T. dicoccum\
  1 T. aestivum\
  2 Lens culinaris\
  2 Pisum spec.\
Unkruter\
\
\
Hochmittelalter:\
\
Celle, Kr. Celle, 1300 n. Chr. (Kat.Nr. 53):\
18 Secale cereale\
 2 H. vulgare\
Unkruter\
\
Mainz (13. Jh.), verk. Reste (Kat.Nr. 213):\
20 Secale cereale\
 1 T. aestivum\
 8 H. vulgare\
 5 Avena sativa 
343160	Krber-Grohne:\
\
Elchinger Kreuz, Ldkr. Neu-Ulm, Bronzezeit (Urnenfelder),\
in Tpferofen:\
3 Triticum monococcum hrchen u. Spelzengabel\
1 Hordeum vulgare\
\
1 Stck Holzkohle
343147	Krber-Grohne:\
\
Langweiler, Kr. Dren/Rheinland, Bandkeramik:\
Triticum cf. dicoccum  sehr viel\
T. monococcum          viel\
\
Lens culinaris         wenig           \
Linum usitatissimum    wenig\
\
Bromus secalinus       viel\
Apfel (Malus sp.)\
Corylus avellana \
Prunus spinosus\
\
viele Unkruter 
343161	Krber-Grohne:\
\
Schningen, Kr. Helmstedt, Jngere Vorrmische Eisenzeit (3.-2. Jh. v. Chr.):\
200 g Hordeum vulgare\
  7   Triticum dicoccum\
  4   cf. T. aestovi-compactum\
  9   Avena fatua\
\
  4 Pisum cf. sativum\
  1 Prunus sp.\
Corylus avellana Schalenstcke\
\
Unkrautsamen\
Kat. Nr. 306\

161403	Krber-Grohne:\
\
Riedschachen, Aichbhl und Schussenried, Neolithikum 2\
(C14: 3440 +/- 160 v. Chr.\
      3175 +/-  75 v. Chr.)\
11 Proben mit insgesamt ca. 6000 Getreideresten:\
Triticum monococcum   929         9,0%\
T. dicoccum          3590        34,8%\
T. aestivum          1491\
T. compactum         2691   zus. 40,0%\
T. spelta             901         8,7%\
Hordeum vulgare       566\
H. nudum              160   zus.  7,0%\
\
2 Apfelhlften, keine Kulturleguminosen \
\
\

20415	Krber-Grohne:\
\
Welzheim, Rems-Murr-Kr., rmisch,\
Kastell; verkohlte und unverkohlte Reste; deren Prozente errechnet aus 2 Brunnen u. 6 Gruben; hier nur die Kulturpflanzen (bei Spelzgetreide und Hirse waren die unverkohlten Spelzenreste Grundlage der Prozentberechnung, Dinkel, Emmer, Eink. und Hirse mal 6 genommen, vgl. Tabellen):\
\
Triticum spelta     85,2%   Spelzen, (unverk.) Krner, hrchengabeln und\
T. dicoccum          8,4%   Hllspelzen (verkohlt)\
T. aestivum (comp.)  2,3%   Krner, verkohlt \
Hordeum vulgare      1,05%  Frchte, verkohlt und unverkohlt\
Panicum miliaceum    1,0%   Spelzen, unverkohlt\
Avena spec.          0,2%   Frchte, verkohlt und unverkohlt\
Secale cereale       1,5%   Krner, verkohlt \
T. monococcum        0,4%   Krner, verkohlt; Spelzen, unverkohlt  \
\
Vicia faba\
1 Pisum vel Lens\

343162	Krber-Grohne:\
\
Xanten, Rheinland, rmisch (1.-4. Jh. n. Chr.),\
von 53 Fundstellen auf dem Land und im Hafen:\
Avena sativa, Krner         334     2,9%\
  27 hrchenbasen, 55 Grannen\
Hordeum vulgare, Krner     3376    29,7%\
  47 Spindelglieder, 1 Granne\
H. vulg. var. nudum, Krner   32     0,3%\
Setaria italica\
     hrchenbas. unverk.       2     0,01%\
Triticum dicoccum, Krner   2597    28,8%\
 400 .bas., 7614 Sp. bas.  \
T. spelta, Krner           4850    42,5%\
T. aestivo-comp., Krner      56     0,5%\
T. monococcum, Krner          3     0,01%\
\
Camelina sativa     5 Samen\
C. microcarpa       1   "\
Lens culinaris      9 unverk., 5 verk. Samen\
Pisum sativum       15 unverk., 7 verk. Samen\
Linum usitatissimum 28 unverk., 2 verk. Samen, 1 Kapselbruchstck\
\
viele Arten Obst, Gewrze, Wildpflanzen        
343163	Krber-Grohne:\
\
Hambach, Kr. Dren, rmisch, 2.-4. Jh. n. Chr., Brunneninhalt:\
Avena sp., Fr.                 10     2,2%\
Hordeum vulgare, Fr.           17     3,7%  \
Triticum aestivum, Fr.         13     2,8% \
                   Spindelst.   5\
                   Grannen     14\
T. aestivo-comp.               15     2,3%\
T. monococc., Fr.               1     0,2%\
              bas.             1\
T. dicocc., Fr.                 1     0,2% \
            bas.               1\
            Spelzen             6    \
T. spelta, Fr.                291    63,5%  \
           bas.              848   \
           Spe.              1450 \
           Spindelst.         285\
T. spec., Fr.                 110    24,0%\
Panicum miliac.  1 unverk.            0,1% \
\
Lens culinaris       5 Samen\
Pisum sativum        3   "\
Camelina sativa      1   "  (unverk.) \
Linum usitatissimum 31   "  (  "    ) \
\
sehr viele Unkrautsamen  
151189	Krber-Grohne:\
\
Heidelberg, 15./16. Jh.,\
Fkaliengrube:\
Panicum miliaceum  3 Fr.\
Triticum spelta    8 Fr.\
\
Papaver somniferu,  28 Samen\
ferner viele Kruter, Gewrze, Obst\
\
in Ladenburg nur Kruter, Gewrze, Obst 
343164	Krber-Grohne:\
\
Duisburg, Alter Markt, verkohlte und unverkohlte Pflanzenreste, Mittelalter:\
                     9./11.        12./13.         16.Jh.\
Avena sp.             +++           +++\
A. sativa              +\
Hordeum vulgare       +++            +  \
Secale cereale        +++            +\
Triticum aestivum                    +\
Panicum miliaceum                    +               +   \
Pan. mil./Setaria                    +\
ital./S. viridis       ++           +++             +++\
\
Fagopyrum esculentum                                +++\
Camelina sativa                      +\
Linum usitatissimum   +++            ++             +++\
Papaver somniferum     ++            +              +++  \
Pisum sativum                                        ++\
\
ferner Amaranthus lividus\
Apium graveolens\
Betula vulgaris\
Brassica sp.\
Nsse, Obst, Beerenfrchte, Wildpflanzen\
          
84371	Krber-Grohne:\
\
Gro Raden, Kr. Sternberg, ehem DDR, 9. Jh.,\
Hausboden eines Flechtwerkhauses, 3 Fundstellen, hier zusammengezogen:\
\
Panicum miliaceum  15,5 g  13,6 g   13,3 g\
meist Spelzen\
\
in Abfallschichten des 9./10. Jh. Beerenobstkerne, Haselnsse, 1 Apfel
343166	Krber-Grohne:\
\
Haithabu bei Scleswig, 811-1066, Frhmittelalter (Wikingerzeit),\
verkohlte Getreidekrner in 16 Proben, Hirse unverk., in 1 Probe Prozente nur auf Getreide und Hirse, diese reduziert, Originaltabelle S. 55:\
\
Hordeum vulgare (4 zeil.)   49449    78-79%\
Secale cereale               9174    13-14% \
Avena sativa u. A. spec.     2943     3-4 % \
Panicum miliaceum            5156     2-3 % \
Triticum aestivum s.l.         91       0,1%\
\
Linum usitatissimum  6475 Samen u. Kapselstcke\
Vicia faba             46   "  , verkohlt\
\
ferner sehr viele weitere Nutz- und Wildarten \

343174	Krber-Grohne:\
\
Aachen, Mittelalter (12. Jh. und spter):\
Linum usitatiss.  7 Samen, 5 Kapselstcke\
Cannabis sativa   1/1 Fruchtschale + 2 Schalenstcke (12.Jh.)\
\
ferner: Reseda luteola       1 Samen\
        Isatis tinct.        2 Karpelle\
        Polytrichum commune  10 m langes Seil    
18638	Krber-Grohne:\
\
Bodensee, Hornstaad Hrnle I, Jungneol., untere Kulturschicht (AH2 u. AH1):\
Triticum aestivum/durum  262   68%\
T. monococcum             54   14,6% (davon 50 an 1 Stelle)\
T. dicoccum                5    1,4%\
T. spec.                  40   10,8%         \
Hordeum vulgare           19   15,1% (nicht nher det.)\
\
viel Linum usit. und Papaver somniferum\
\
Obere Siedlung (dauerte 300-600 Jahre):\
gleiches Spektrum
343182	Krber-Grohne:\
\
Hain, Kr. Borna, Jngere Linearbandkeramik, Siedlungsgruppe 7:\
Triticum monococcum, T. dicocc., T. aestivo-compactum, Pisum sativum\
(ohne Mengenangaben)\
\
Lehma, Kr. Altenburg, Jngere Bronze:\
T. spelta\
T. aestivo-compactum        viel\
T. monococcum und dicoccum  wenig\
\
Niedergurig, Kr. Bautzen, Jngere Bronze, Siedlungsgrube:\
Hordeum vulgare   95%\
T. aestivo-comp.\
Avena              5%\
\
Leuben, Kr. Oschatz, spte rmische Kaiserzeit:\
Grube 21:     Linum usitatissimum\
Grubenhaus 3: Hordeum vulgare      63%\
              Avena fatua (Saath.) 25%\
              T. aestivo-comp.     12%\
              Linum usit.        1 Same\
\
Mutzschen, Kr. Grimma, Mittelalter (um 1430):\
T. dicoccum\
T. aestivo-compactum\
\
Magdeborn, Lkr. Leipzig, Slawische Wallanlage,\
Getreidesilogruppe 1000 Getreidekrner bestimmt:\
T. aestivo-comp.     88,5%\
Avena fatua (Saath.) 10,0%  \
Hordeum vulgare       1,0%  \
Pisum sativum         2  \
\
"saathafer" ist hier unter der neuen Sammelbezeichnung A. fatua verstanden, es wurde aber nicht nher zwischen den beiden Arten Flug- und Saathafer unterschieden. 
343356	Krber-Grohne:\
\
Hambach, Kr. Dren und Frimmersdorf, Kr. Bergheim,\
Abfallgruben aus verschiedenen eisenzeitlichen Fundpltzen (Ha D bzw. Ha D/Frhlatne bzw. Sptlatne):\
Avena fatua/sativa Fr. (+Gra. 5)   23    11,9%\
A. fatua hrchenbas.                3\
Hordeum vulgare s.l. Fr. (+Spi. 6) 20    10,4%\
H. vulgare nudum Fr.               13     6,7%\
Triticum aestivum Fr.               2     1,0%\
T. dicoccum Fr.                    37    19,2%\
T. dicocc. hrchenbas.             31\
T. dicocc. Spelzen                 61\
T. monoc. Fr.                       1     0,5%\
T. spelta Fr.                      12     6,2%\
T. spelta hrchenbas.              22\
T. spelta Spe.                     44  \
T. spec. Fr.                       12 \
T. spec. Spe.                      19\
Echinochloa crus-galli Fr.         32\
Panicum miliaceum Fr.              24    12,4%\
Setaria cf. italica Fr.            49    25,4%\
\
Lens culinaris       20 Samen (+8 Samen cf. L. culin.)  16,0%\
Pisum sativum         5   "                              2,9%   \
Vicia cf. ervilia     1   "                              0,6%\
Camelina sativa     139   " (+ 4 Scha.)                 79,4%\
Linum usitatissimum   2   "                              1,14%\
\
ferner: Corylus avellana 4 Schalen\
        Quercus sp.      1 Samen\
        viele Wildpflanzen             
343360	Krber-Grohne:\
\
Schernau, Ldkr. Kitzingen, Mittelneolithikum, spte Rssener Kultur (Bischheimer Gruppe), verkohlte Smereien und Holzkohle aus 2 Gruben. Hier Kulturpflanzen zusammengezogen:\
Triticum monococcum  396 Krner   42,0%\
T. dicoccum          155   "      16,5%\
T. aestivum          120   "      12,8%  \
T. cf. spelta         43   "       4,6%\
Hordeum nudum         38   "       4,05%\
H. vulgare           186   "      19,7%      \
\
Papaver somniferum  2\
Linum usitatissimum 1\
Tritic. Spelzengabeln und Kornbruch vorhanden\

11305	Krber-Grohne:\
\
Wiesens, Aurich (Ostfriesland), jngere Bronze, 14C: 2550 +/- 355 Jahre BP:\
Hordeum nudum 4670 Krner (+ Bruch + Klumpen)\
H. vulgare       1 Korn \
Unkruter\
\
Harkenbleck (Gem. Hemmingen, Ldkr. Hannover), etwas sdlich von Hannover, Wende spte Bronze/frhe Eisenzeit, 14C: 2735 +/- 65 Jahre BP:\
Triticum dicoccum              3678   92,0%\
T. dic. Spelzengabeln            45  \
T. cf. monoc., Krner             2   <0,1%  \
Hordeum vulg. (mehrz.), Krner  240    6,0% \
H. vulg. nudum                    2   <0,1%\
Panicum miliaceum                80    2,0%          
343379	Krber-Grohne:\
\
Burgerroth, Unterfranken, sptes Jungneolithikum (Neolithikum II),\
Scherben mit Getreideabdrcken:\
2 hrchen von Triticum dicoccum
16371	Krber-Grohne:\
\
Bchel, Kr. Cochem-Zell, 50-60 n. Chr., rmischer Grabhgel, 3 Fundstellen:\
Triticum aestivum (incl. compactum)  67-80 % (Mittel 77%)\
T. dicoccum, Krner                   1,5-1,9%\
T. monococcum, Krner                 3,0-4,9%        \
Secale cereale, Krner                0,7-1,5%   \
Avena sativa                          2 Krner\
Hordeum                               6 Krner\
\
(beim Emmer auch einkrnige)\
Eicheln, Hlften\
nur sehr wenig Unkrautsamen
343400	Krber-Grohne:\
\
Gittrup (Mnster/Westfalen), Bronzezeit, 3 Proben:\
Panicum miliaceum   953 Krner       73,0%\
Triticum dicoccum   164   "          12,6%\
T. compactum        140   "          10,7% \
Hordeum vulgare      43   "           3,3%\
\
viele Wildpflanzen\
\
Frhmittelalter, 30 Proben:\
Secale cereale     1012   Krner     77,0%\
Avena sativa        232     "        17,5%  \
H. hexastichum       71     "         5,4%\
T. aestivum           9     "         0,7%\
Pisum sativum         2\
Vicia faba var. minor 2\
Papaver somniferum    1\
Camelina sativa       1\
Linum usitatissimum   3\
\
viele Samen und Wildpflanzen
8742	Krber-Grohne:\
\
Esbeck, Stadt Schningen (Ldkr. Helmstedt), Linienbandkeramik, \
verkohlte Pflanzenreste in Siedlung in Grube:\
\
Triticum dicoccum   Hauptgetreide  +++\
T. monococcum       wenig           + \
Hordeum hexasticha  wenig           +\
\
Pisum sativum     1 x grere Menge\
Lens escul.       + wenig\
Linum usit.       +       \
\
Keine Zahlenangaben\
17 Arten Unkruter
343406	Krber-Grohne:\
\
Dresden-Nickern, Aunjetitzer Kultur, Neolithikum, Grube 5:\
Hordeum vulgare   1500-1800 Krner\
Avena                    90   "\
Triticum dicoccum        37   "\
T. monococcum            35   "\
\
Grosteinburg, Kr. Grimma, mittl. Bronze, etwa 1200 v. Chr.:\
T. aestivum    5 Krner\
Pisum sativum  45 ganze und 15 halbe\
\
\
Hahnefeld, Kr. Riesa, Jngere Bronze, etwa 1200/1100 v. Chr., Urnengrab:\
Hordeum vulgare   9\
T. monoc.         4\
T. dicocc.        5\
T. aest.-comp.    5\
+ 50 Fragmente von Getreidekrnern\
\
Bautzen (Proitschenberg), Jngere Bronze, Grube 7:\
T. aest.-comp.   48\
T. momoc.        26 \
Hord. vulg.      30 \
Panicum mil.     53\
T. sp.           35\
Vicia faba        8\
Pisum sativum     1\
\
Grube 12: ca. 400 ccm 175 Pisum sativum (?)\
Grube 14 und 15: 150 ccm. Panicum miliac. allein\
\
Leuben, Kr. Oschatz, ltere rmische Kaiserzeit, sptes 1. Jh. n. Chr.;\
T. aest.-comp.  418    41,8%\
T. monoc.       222    22,2%  \
T. dicocc.      200    20,2%\
Avena           160    16,0%\
Linum usitat.    17 Samen\
\
Ders, Ort, Jngere rmische Kaiserzeit, 3. Jh.:\
H. vulgare      970    97,0%   \
Avena            30     3,0%\
T. aestivo-comp.  1\
\
Sornzig, Kr. Oschatz, frhdeutsch, 12./13. Jh.\
H. vulgare      760 \
Avena            10\
\
alle Proben mit Unkrautsamen, Arten angegeben
161496	Krber-Grohne:\
\
Hochdorf, Schussenrieder Kultur, Neolithikum 2, ca. 3000 v. Chr. (vorlufige Datierung), verkohlte Pflanzenreste aus 142 Proben:\
T. monococcum       24790 Krner   68,8%\
H. vulg. var. nudum 10609   "      29,4% \
T. dicoccum           537   "       1,5%  \
T. aestivum            56   "       0,15% \
T. sp.                 63%  "       0,17%   \
Setaria italica         1   "       0,002%\
(Spelzen von allen Getreide-Arten)\
\
Papaver somniferum   121 Samen\
Pisum sativum         32   "\
Linum usitatissimum    1   "\
Petroselinum crispum 126   " \
\
ferner:\
Corylus avellana\
Fragaria vesca\
Malus sylvestris (Fruchthlften und Samen)\
Sambucus \
viele Wildpflanzen\
    \

19603	Krber-Grohne:\
\
Grosachsenheim, Kr. Ludwigsburg, Neolithikum 2, Mittelneolothikum, Schussenrieder Kk., Lboden, Aus drei Gruben. Spelzenreste herrschen vor, hier nur Krner eingetragen:\
\
Triticum monococcum  81 Krner  46,0% \
T. dicoccum           7   "      4,0%   \
T. monoc./dicocc.    10   "      5,7%  \
T. aestivum           4   "      2,3% \
T. spec.             46   "     26,4%\
Hordeum nudum        18   "     10,3%\
Hordeum vulgare       9   "      5,1%\
\
Pisum sativum  3  \

16375	Krber-Grohne:\
\
Aldingen, Kr. Ludwigsburg, Neolithikum 2 (Schwieberdinger Gruppe)\
10 Gruben. L, verkohlte Vorrte aus Gruben:\
Grube 131: Triticum sp.  93%\
Gruben 109 und 107: T. moncoccum  78 und 95%\
Grube 76:  Gemisch T. monoc./dicocc.\
Grube 60: Nacktweizen (?) 100%\
\
% Krner aus 5 Gruben:\
\
T. monoc.     44,2%\
Hordeum nudum 20,4%\
T. aestivum   18,7%\
T. dicoccum   11,9% \
T. spec.       2,4%\
\
wenig Unkrautsamen\

343425	Krber-Grohne:\
\
Hamburg-Langenbek (direkt sdlich der Stadt), ltere Eisenzeit, Geestboden, 4 Fundstellen, hier die Summe, alles verkohlt, % fr Krner:\
\
Hordeum vulgare        10658    41,2%  \
H. nudum                7835    31,2% \
Triticum spelta         3639    14,2%\
T. dicoccum             2056     7,7%\
T. aestivum/compactum   1465     5,5%\
T. monococcum              1    <0,1% \
Avena sp.                243     0,9%\
Panicum miliaceum          2    < 0,1\
\
Camelina sativa sehr viel in einer Fundstelle\
Unkruter  
8745	Krber-Grohne:\
\
Hxter/Weser, 1200-1500. Kloake:\
\
Secale cereale        +\
Triticum sp.          +\
\
Linum usitatissimum  ++\
Papaver somniferum   ++\
Cannabis sativa     +++ (Frchte)\
\
Gemse:\
Amaranthus lividus\
Beta vulgaris\
Brassica sp.\
Portulaca oleracea\
\
Gewrze:\
Anetum graveolens\
Brassica nigra\
Petroselinum crispus\
\
Kulturobst (einheimisch):\
Juglans regia\
Malus sylvestris\
Morus nigra\
Prunus-Arten: P. cerasus, P. domestica, P. insititia, P. persica  \
Pyrus communis\
Vitis vinifera\
\
Kulturobst (importiert):\
Castanea sativa\
Ficus carica\
\
Wildobst: 10 Arten aufgefhrt\
\
Getrnkepflanzen: Humulus lupulus, Myrica gale\
\

151173	Krber-Grohne:\
\
Allensbach/Bodensee, Jungneolithikum (Horgener Kultur),\
Krner + Spindelglieder + hrchengabeln\
\
                   untere Kulturschihct          obere Kulturschicht\
Triticum dicoccum       55,2%                         4,5%\
T. aest./durum          34,9%                        45,5%      \
Hordeum vulgare          9,4%                        49,7%\
T. monococcum            0,7%                         0,3%\
\
Linum usit.            5226 Samen                  10634 Samen   \
Papaver somniferum     4421   "                     5326   "\
Pisum sativum             --                          14 Hlften\
\
sehr viele Wildpflanzen, auch Sammelpflanzen \
\
Piening:\
\
Allensbach-Strandbad, 2 Siedlungen d. Horgener Kultur (ca. 3100-2900 v.Chr.); verk.+unverk. Pflanzenreste aus 3 Profilkolonnen+1 Flchenprobe\
                                    %\
Triticum dicoccon                  34,5\
Triticum aestivum, Triticum durum  40,0\
Hordeum vulgare                    24,5\
Triticum monococcon                 0,83\
\
Ferner: 14 verk. Pisum sativum, Papaver somniferum Samen: 9747 (unverk.+verk.), Linum usitatissimum 10009 (unverk.+verk.) + 3323 Kapselfragmente.\
Zahlreiche Sammelfrchte (verk. pfel/Malus, Fragaria, Rubus idaeus, Rubus fruticosus, Corylus avellana, Prunis spinosus, Hagebutte u.a.) sowie viele Unkruter.
11595	Krber-Grohne:\
\
Horsten (ca. 15 km SW Wilhelmshaven), Geestboden, Mittelalter, in Kirche,\
12. Jh.:\
Hordeum vulgare (4zeilig) 4324 Krner    49,2%\
Secale cereale            2130   "       24,2%\
Avena spec.               2089   "       23,8%\
A. sativa bespelzt         188   "        2,1%     \
A. strigosa bespelzt        36   "        0,4%  \
T. aest. (Zwergweizen)       3   "        0,1%\
\
Linum usitatissimum         21 Samen\
\
15. Jh.:\
Secale cereale            1474 Krner    58,5%      \
Avena spec.                987   "       39,2%\
Hord. vulg (4zeilig)         2   "        0,1% \
Avena sativa                13   "        0,5%\
A. strigosa                 30   "        1,2%\
\
Linum usit.                 14 Samen       
18194	Krber-Grohne:\
\
Fundorte in Bayern s. Karte:\
\
Linearbandkeramik:\
\
Aiterhofen:\
Triticum dicocc. 91\
T. momococc.      7  \
Linum usit.      32 \
Pisum sativum     4\
\
Berg ober Landshut:\
T. dicocc.        1\
\
Leitenhausen:\
T. monococcum     2\
\
Oberpiebing:\
T. monococcum     1\
\
\
Neolithikum II, Michelsberg und Schussenried:\
\
Altdorf:\
T. monoc.         1\
\
Wallersdorf:\
T. monoc.         1\
\
\
Bronzezeit:\
      \
Altdorf:\
T. dicocc.        6\
  \
Urnenfelderkultur:\
\
Lagenisartofen:\
\
T. dicocc.        1\
T. monoc./dicocc. 2\
\
\
Eisenzeit, Hallstattzeit:\
\
Aiterhofen:\
T. dicocc.        1\
\
\
Eisenzeit, Hallstatt/Frhlatne:    \
 \
Wisselsing:\
T. dicocc.        1\
\
\
Rmerzeit:\
\
Ergolding:\
Pisum sativum     1 \
ferner Unkruter   \
\
in fast allen Proben viel hrchenbasen von T. dicocc./monococc.  
343463	Krber-Grohne:\
\
Passau, rmisch,\
im horreum (getreidespeicher) des rmischen Kastells:\
\
Triticum aestivum   90%, verkohlt\
Secale cereale      10%\
T. dicoccum         etwas\
\
Lens culinaris       1\
\
Weizen und Roggen haben nur kleine Krner; soll schlechte Wachstumsbedingungen gehabt haben. \

343469	Krber-Grohne:\
\
Sckingen/Baden, Urnenfelderzeit,\
verkohltes Getreide und Hlsenfrchte:\
\
ca. 24 Hordeum vulgare polystichum (darunter vielleicht 8 H. nudum)\
    15 Triticum dicoccum\
\
     1 Vicia faba\
\
Unkruter\
\

11890	Krber-Grohne:\
\
3 Fundorte auf dem linken Emsufer der Unterems, Mittelalter, meist unverkohlt:\
\
Hatzum-Langwurt, 8. Jh.:\
Hordeum vulgare       2997 Reste   ca. 91%\
Triticum dicoccum      265   "          9% \
Avena sativa + A. sp.    1   "\
\
Vicia faba              29   "\
Linum usitatissimum    162 Samen u. Kapselstcke\
Camelina sativa          2 Samen\
\
Hatzum-Burg, 8./9. Jh. - 13./14. Jh.\
T. dicoccum            300 Reste   71% \
H. vulgare             122  "      29%\
Avena sativa + A. sp.    2  " \
Secale                   1  " \
\
Linum usit.           1554 Samen und Kapselfrchte  \
Camelina sativa         19  \
Vicia faba              10\
\
Klunderborg, 9./10. Jh.\
T. dicocc.              10 Reste   99%  \
H. vulgare               1   "     \
\
Linum usit.              6   \
Vicia faba               3\
\
In allen Fundstellen:\
Hordeum vulgare fo. tetrastichum (mehrzeilige Spelzgerste)\
\
T. dicocc.:      hrchen und Spelzbasen\
Linum usit.:     Samen und Kapselfrchte\
Vicia faba:      Samen, Hlsen, Stengel- und Wurzelreste\
Camelina sativa: Samen und Schotenhlften\
\
auch etwas Rubus frutticosus, R. idaeus, Sambucus nigra, Corylus avellana, Humulus lupulus, viel Myrica    
343482	Krber-Grohne:\
\
Schmergow, Kr. Potsdam-Land, Mittelalter, sptslawisch (ca. 11./12. Jh.),\
Bodenproben aus 9 Siedlungsgruben (Silos):\
\
Triticum aestivum  172 Krner    26,6%\
cf. T. dicoccum     41   "        6,4% \
Hordeum            152   "       23,5%\
Secale cereale     153   "       23,5%\
Avena              126           19,6%\
\
Pisum sativum      250 \
Vicia faba          11\
\
Unkruter  
343490	Krber-Grohne:\
\
Hienheim, Ldkr. Kelheim, Neolithikum, Lboden:\
\
1. Linearbandkeramik 4200-4040v. Chr.:\
\
Triticum monococcum  280 Krner   aus 77 Proben\
T. dicoccum          161 Krner \
T. monoc./dicocc. hrchenbasen viele)\
\
Pisum sativum  3187 Samen\
Lens culinaris    6   "\
Linum usitatiss.  3   "\
\
2. Neolithikum 2:\
\
              Mittelneol.          Chamer Gr.\
T. monoc.      7 Krner               --\
T. dicocc.     1 Korn                  1 Korn\
Hord. vulg.      --                 1000 Krner   \
Pisum sat.    14 Samen                13 Samen\
\
in allen Proben viele hrchenbasen von T. monoc. oder T. dicocc.\
     
343495	Piening:\
\
Deggendorf, 11 Erdproben aus Brunnenfllung, \
14./15. Jh. (Sptes Mittelalter), unverkohlt:\
\
Hordeum vulgare    11 Krner   6,7%\
Panicum miliaceum 139   "     85,3% \
Setaria italica    11   "      6,7% \
Triticum sp.        2   "      1,2 %\
\
Cannabis sativa  8 Samen\
Linum usit.      1   "\
Papaver somnif. 61   "\
Fagopyrum escul. 1   "\
\
ferner:\
Gurke            1 \
Homulus lupulus  1   \
Pastinak         2\
\
Bohnenkraut      1\
viele Grnlandpflanzen\
Ufer- und Sumpfpflanzen, sowie Waldpflanzen \
auch Obst (z.B. Feigen)   
12067	Piening:\
\
Burkheim/Kaiserstuhl (Lkr. Breisgau-Hochschwarzwald),\
Gruben aus Sptbronzezeit, d.h. Hallstatt B (jngere Urnenfeldkultur),\
Hhensiedlung:\
\
Hordeum vulgare    34 Krner   9,4% (+ Spelzen)\
Triticum aestivum   1 Korn     0,3%\
T, dicoccum        15 Krner   4,1% (+ Spelzen)\
T. monococcum       9   "      2,5% (+ Spelzen)\
T. spelta           1 Korn     2,2% \
T. spelta          17 Spelzen\
T. spec.           64    "     8,8%\
Panicum miliac.    88 Krner  24,3%\
Setaria italica   175   "     48,3%\
\
ferner:\
Pisum sativum           1 \
Linum usitatissimum     1  \
Papaver somniferum      2\
zahlreiche Wildpflanzen    
20530	Piening:\
\
Bad Drkheim (Pfalz), rmisch\
\
1. Villa rustica "Weilberg"; 2 Proben (Kelterhaus = Bau 6 bzw. Brandschicht eines vermutl. Getreidespeichers = Bau 14)\
\
                                  Bau 6       Bau 14 \
Probenbezeichnung                   6d           14b\
untersuchte Probenmenge in cm      1000         1930  \
unters. Anteil am Gesamtmaterial    11,1%        19,4%  \
                                                               gesamt  Prozent    \
Kulturpflanzen:      \
Triticum aestivum s.l.  \
- Krner                   282+74/2  64,1%   1500+457/2   82,3  2048    78,7%   - darunter compactum -Typ   37        7,4%    125          5,9\
T. monococcum\
- Krner                    21+10/2   5,2%     61+39/2     3,8%  107     4,1   \
- hrchengabeln              3                  1                  4 \
- Spelzenbasen               5                  4                  9\
T. dicoccum\
- Krner                     7        1,5%      -                  7     0,3% \
T. cf. dicocc.\
- hrchengabel               1                  -                  1\
T. spelta\
- hrchengabeln             10                  -                 10\
- Spelzenbasen               2   zus. 4,4%      2          0,1%    4 zus. 0,9%   T. spelta/dicoc., indet.\
- Krner                     9        1,8%      8          0,4%   17      0,7  \
- hrchengabeln              5                  -                  5           \
- Spelzenbasen               4                  1                  5\
T. sp. indet.\
- Krner                    41+38/2  12,0%      52+100/2   4,9%  162      6,2%  Secale cereale\
- Krner                    19+ 4/2   4,2%     150+49/2    8,3%  196      7,5%\
Hordeum vulg. var. nudum\
- Krner                     2        0,4%       4         0,2%    6      0,2%\
cf. Pisum sativum           64/2      6,4%       -                32      1,2% \
Lens culinaris               4        0,8%       -                 4      0,2%             \
Summe bestimmb. Kulturpfl. 415+180/2 100,0%   1783+645/2  100,0%  2617  100,0%\
unbest. Bruchstcke        viele              viele               viele\
\
Wildpflanzen\
Vicia hirsuta                -                   24                24  \
Galium aparine               43                   -                43\
Agrostemma githago            6                   5                11\
Hyoscyamus niger             -                    1                 1\
\
\
2. Villa rustica "Osthof"; 2 Proben (Gebude 2 bzw. Porticus Sdrand)\
\
                                  Gebude 2     Portikus Sdrand   \
Probenbezeichnung              4m Ecke Sdwart  Portikus Sdrand\
untersuchte Probenmenge in cm      650          1100  \
unters. Anteil am Gesamtmaterial    56,5%        19,6%  \
                                                               gesamt  Prozent    \
Kulturpflanzen      \
Hordeum vulgare  \
- Krner                        1    0,3%    175+37/2   33,8%    195   zus. \
H. vulgare indet.               -            245+133/2  54,5%    311   52,5%                 \
T. aestivum\
- Krner                        -              4         0,7%      0    0,4%\
T. spelta/dicoc., indet.\
- Krner             186+50/2(gekeimt) 54,0%  12         2,1%    223   23,2%    T. spelta\
- hrchengabeln                 2              -         -        22     \
- Spelzengabeln                96              -         -        96 \
T. cf. spelta   \
- hrchengabel                  1  zus. 36,2%  -         -         1 zus. 14,6% T dicoccum       \
- Krner                        -              3                   3           \
- hrchengabeln                 1              9                  10\
- Spelzengabeln                34  zus.  9,2%  7   zus. 4,9%      41 zus. 6,6%\
T. spec. indet.\
- Krner                        -              18+5/2   3,6%      21      2,2%  Secale cereale                  \
- Krner                        1   0,3%         -       -         1      0,1% \
Lens culinaris                  -               2+1/2   0,4%       3      0,3%                              \
             \
Summe bestimmb. Kulturpfl. 342+50/2 100,0%    475+176/2  100,0%   931  100,0%\
unbest. Bruchstcke        viele              viele               viele\
\
Wildpflanzen\
Chenopodium album               -              19                  19  \
Chenopodiaceae indet.           -               3/2                 3/2  \
Polygonum aviculare             -               2                   2  \
\
\
\
   
19637	Piening:\
\
Stuttgart-Mhlhausen, Urnenfelder- u. Frhlatnezeit (B1) (HaA),\
(2 bzw. 4 Gruben):\
\
Zeit        Urnenfelderzeit               Frhlatnezeit\
Fundstelle  Gr.180   Gr.175  Summe  Gr.151   Gr.190   Gr.259   Gr.1   Summe\
            Fl.11b   Fl.11a         Fl.9,    Fl. 11e  Fl. 13d  Fl. 5\
                                    Sch.1  \
unters. Pro-\
benmenge     3000     3000          3125     3125     2000     1375\
in cm\
\
Hordeum vulgare\
- Krner       -         1      1   16+4/2    3+2/2     1      2+2/2   22+8/2   H. vulg. var. nudum\
- Krner       -         -            -        -        -      2+1/2    2+1/2   \
H. vulg. indet.\
- Krner       -         -      -     1        -        2      5+2/2    8+2/2  \
- Spindelgl.   -         -      -     -        -        -      4        4      \
           \
Triticum aestivum s.l.\
- Krner       -         -      -     8        -        1      2       11\
 T. dicoccum\
- Krner       -         -      -     6        -        -      -        6\
- hrcheng.    -         -      -     1        -        -      -        1  \
- Spelzenbasen -         -      -     2        -        2      7       11        \
T. cf. dicocc.\
- hrcheng.    -         -      -     -        -        -      1        1    \
- Spelzenb.    -         -      -     2        -        -      -        2\
\
T. monococcum\
- Krner       -         -      -     3        -        -      -        3 \
- hrcheng.    -         -      -     -        1        -      3        4\
\
T. monoc./dic. indet.\
- hrcheng.    -         -      -     -        -        -      4        4\
- Spelzenb.    -         -      -     -        1        -      4        5\
\
T. spelta\
- Spelzenb.    -         -      -     -        -        -      3        3\
\
T. spelta/dicocc. indet.\
- Spelzenb.    -         -      -     -        -        -      2        2   \
\
T. spec. indet.\
- Krner    1+1/2            1+1/2   27+2/2    -        -    1+1/2   29+3/2     \
Panicum mil.   -         1      1     -        -        -      -        -     \
  \
Pisum sativum  1         -      1     -        -        -      -        -\
Pisum Bruchst. -         -      -     2        -        -      -        2 \
Lens culin. 1+1/2        -   1+1/2    1        -        -      1/2     1+1/2 \
 \
Summe der bestimmbaren Kulturpflanzenreste: \
            3+2/2        2   5+2/2   65+6/2  11+2/2     6   40+7/2   132+15/2\
Bruchstcke   1          -      1    63       11        2      10       86        
11203	Piening:\
\
Mainhardt, Rmerzeit (1. Hlfte 3. Jh. n. Chr.),\
Probe aus unterem Teil eines Brunnens; unverk. Pflanzenreste:\
\
Triticum spelta, Hllsp.       9        47,4% \
T. dicocc., Hllsp.            5        26,3%\
T. monoc./t. dicocc., Hllsp.  2         5,3%\
Panicum miliac., Spe.          3        15,8%\
Hordeum vulgare                1         5,3%\
Papaver somniferum             1\
\
zahlreiche Unkruter:\
A. Acker, Garten, Siedlung\
B. Ruderalstandorte (meiste von Grnland, trocken bis frisch); Flach- und Quellmoor, Bach usw. 
12072	Piening:\
\
Niedererlbach (Kr. Landshut) Hallstatt D/Latne A (aus Erdwerk I):\
\
Pflanzenart             Summe aller Funde    % der Getreidekrner\
Hordeum vulgare                 6                    1,5%  \
H. vulg. var. nudum           372                   93,2% \
H. spec.                        2                    0,5%\
Summe Hordeum                 380                   95,2%   \
Avena spec.                     1                    0,3%\
Triticum monoc./dicocc.         1                    0,3%  \
T. dicoccum                     8                    2,0% \
T. aestivum                     6                    1,5%    \
Panicum miliac.                 3                    0,8% \
Summe bestimmb. Getreidek.   399                  100,1% \
\
Vicia faba                      5 \
Pisum sativum                  10     \
Lens culinaris                 26\
Summe Leguminosen              41
343511	Piening:\
\
Quellberg bei Weingarten/Baden, Bandkeramik (jngere Bandkeramik, ca. 300 v. Chr.), verk. Pflanzenreste aus 1 Grube:\
\
Triticum monoc/dicocc.    ca. 150 Krner\
Pisum sativum                 145 Samen\
cf. Lens culinaris              1/2 Same\
(detaillierte Abmessungen der Erbsen u. der Zellen im Vergl. mit heutigen; Unterscheidung zwischen endstndigen und mittleren Samen) 
19640	Piening:\
\
Freiberg-Geisingen(Kr. Ludwigsburg),\
jeweils 4 Gruben aus der Spten Hallstattzeit (Ha D) und Schussenrieder Kultur:\
\
                                Neol. 2 %        HaD %       \
Hordeum vulgare, K.            -                64,1\
Hordeum nudum, K.              27,1             -    \
Triticum monoc., Spe.+K.       60,9             14,0 \
T. dicocc., Spe.+K.             1,7              5,2\
T. monoc/dic.indet, Spe.         0,1              1,2 \
T. spelta, Spe.                  -                9,0 \
T. dicocc./spelta, Spe.          -                3,3\
T. aestivum, K.                 7,7              2,5\
T. spec., K.                    2,4              0,5  \
Pisum sativum                    1/2              1/2  
20539	Piening:\
\
Bruchsal, Mittelalter (2. Hlfte 11. Jh. - 1100 n. Chr., 2 Proben; 12, bis Mitte 14. Jh. n. Chr. 2 Proben, 13.-14. Jh. 2 Proben)\
\
\
2. Hlfte 11. Jh. - 1100 n. Chr., frhes Mittelalter:\
\
Secale, Spindelgl.             5     41,7%\
Triticum spelta, hrchenb.     5     41,7%\
Avena spec., Ko.               1      8,3% \
Panicum miliac., Fr. besp.     1      8,3%  \
Linum                          5\
\
12. Jh. - Mitte 14. Jh. n. Chr. u. 13.-14. Jh., Hohes Mittelalter:\
\
Secale, Spindelgl.             4     33,3%  \
T. spelta, hrchenb.           4     33,3%    \
T. spelta od. dicocc., K.     3     25,0%  \
Hordeum vulgare, Spindelgl.    1      8,3%\
(verk.)\
Linum us.                      8\
\
ferner: Grnlandarten; Gewrze (Anethum graveolens, Petroselinum crispum; Sammelpfl. (Sambucus, Corylus avellana, Echte Brunnenkresse, Vitis vinifera (Kultur- und Wildrebe)  
20525	Piening:\
\
Uhingen, Kr. Gppingen, (mittlere) Bronzezeit,\
2 Bodenproben aus Abfallschichten mit verkohlten Pflanzenresten (davon 68% Druschreste):\
\
Triticum monococcum        6,3%\
T. dicoccum               74,5%\
T. spelta (cf.2 K.+Spe)   9,4%\
T. aestivum/durum          0,5%\
Hordeum                    9,1%\
Panicum miliaceum          0,2%
84282	Piening:\
\
Magdeburg, Mittelalter:\
\
Frhes Mittelalter (9./10. Jh. + 10. Jh.), 2 Fundpltze:\
\
Avena sativa            1478   17,9%\
Secale cereale          1507   18,2%\
Trit. aestivo-compactum 5238   63,3% \
Hordeum vulgare           49    0,6%   \
\
Pisum sativum          13568\
Lens esculenta             1\
\
Hohes Mittelalter (12./13. Jh. + 11./12.-13./14. Jh.), 2 Fundpltze:\
\
Panicum miliaceum          ?\
Haupts. Obstarten, einige Sammelpflanzen\
Gurkenkerne                3     
343531	Piening:\
\
Zons (bei Dormagen), Sptes Mittelalter (15. Jh.):\
\
menschliche Fkalien (fast 2 cm dick) aus einer gemauerten Schachtlatrine im Bereich von Schlo Friedestrom; 79 Pflanzenarten, davon ber 70% Wildpflanzen; zahlr. Testafetzen von Gtreidekrnern, indet.\
\
Hordeum, Spi.   4\
Secale, Spi.    4\
\
ferner:\
Papaver somniferum   4 Samen\
Pisum                2 Nabel\
\
14 Obstarten, z.T. kleinfrchtiger als heute: Segetalunkruter sehr hufig, u.a. vor allem Agrostemma githago! (keine weitere Aufschlsselung der Unkrautarten; keine Abb.)  
12066	Piening:\
\
Ergolding, Lkr. Landshut, 4865 +/- 40 BP und 4725 +/- 40 BP (unkalibr.);\
38 Bodenproben aus Siedlungsschichten der 1. Hlfte des 3. Jh. v. Chr.:\
\
Hordeum vulgare, Krner              0,03%\
Panicum miliaceum, unverk.           0,2 %\
Triticum dicocc., K. + Spe., verk. 10,3 %\
T. monococc., K. + Spe., verk.     28,9 %\
T. di-/monococc., K. + Spe., verk. 59,8 %\
T. spelta, Spe., verk.               0,16% \
T. spec., K., verk.                 0,7 %\
\
zahlreiche Wildpflanzen, u.a. Agrostemma githago
12573	Piening:\
\
Bietigheim-Bissingen, Kr. Ludwigsburg,\
Bandkeramik (auch lteste Linearbandkeramik darunter), 53 Proben aus 28 Gruben mit verkohlten Pflanzenresten (52 Proben mit berwiegend Streufunden, 1 Vorratspr.); nur sehr vereinzelt Unkruter:\
                           \
                           Vorratsprobe   alle brigen   Proben\
                           Nr. 122-88     Proben         insgesamt\
Tritic. monococc.            53,8%         38,4% *         52,4% **\
T. dicocc.                   32,7%         23,6% *         31,9% **\
T. cf. dicocc.                1,9%          8,5% *          2,4% **\
T. monoc./dicocc.indet.       9,2%         25,5% *         10,6% ** \
T. aestivum                   0,2%          0,7%            0,3% \
T. spec.                      2,0%          1,5%            2,0% \
Hordeum vulg.var.nudum        0,14%         0,7%            0,2%  \
H. vulg. indet.               0,05%         -               0,06%\
T. spec./H. vulg.\
   var. nudum indet.          0,04%         0,4%            0,06%\
\
Pisum sativum                 -             0,7%            0,06%   \
\
\
*  diese Berechnung basiert hauptschlich auf den Spelzenresten, da nur wenige K   rner vorhanden waren\
** in diese Werte sind auc hdie Spelzenreste aller Proben (auer 122-88) einbezo   gen\
\
\
Stetigkeit des Vorkommens sicher bestimmter Kulturpflanzenarten (incl. Spelzenreste) in den Proben von Bietigheim-Bissingen:\
\
                        in Anz. der Proben     in % der Proben \
T. monoc.                 40                       75,5%\
T. dicocc.                17                       32,1% \
T. aestivum                2                        3,8%\
H. vulg. var. nudum        3                        5,7%    \
Pisum sativum              1                        1,9%   
19645	Piening:\
\
Kngen, Kr. Esslingen, Rmerzeit (ca. 160 n. Chr.),\
9 Bodenproben aus Verfllschichten des Brunnens vom Kastelldorf mit haupts. unverk. Resten (ca. 80% Siedlungsabflle, darunter fast 70% Mahlrckstnde von Getreide):\
\
Triticum spec., Testastcke indet.   11426      99,6 %\
T. spelta, K.                  9\
T. spelta, Sp.bas. + unverk.   20  zus. 29       0,25% \
Hordeum vulgare, K. verk.               2       0,02%         \
Secale cereale, K. verk.                2       0,02%\
Panicum miliaceum, K.                  13       0,1 %  \
\
Vicia faba            2 Samen\
Papaver somniferum  107   "\
Linum usit.           2   "\
\
zahlreiche Obstkerne u.a. Smereien, ca. 25% Holzabflle  
84289	Piening:\
\
Drense, Kr. Prenzlau, Frhes Mittelalter (9. + 11. Jh.),\
7,5 kg gedroschenes und entspelztes, verkohltes Getreide in mit Holz verkleideter Tonwanne aus Vorburg (11. Jh.). Haupts. unverk. Nchen von Lithospermum arvense in Abfallgrube unter Wall (9. Jh.):\
\
Hordeum vulgare (4 zlg), K. 3927     51,8 %\
Avena, K.                   3602     47,5 %      \
Secale, K.                    45      0,6 % \
Triticum dicocc., K.           8      0,1 %\
T. aestivum s.l., K.           3      0,03% \
Panicum miliac., K.            3      0,03%\
\
Comelina sativa  8 Samen\
Pisum sativum    1/2 Same  
21912	Piening:\
\
Treffensbach, Gde. Berghlen, Alb-Donau-Kreis,\
2 Bodenproben aus Verfllschihct einer Siedlungsgrube:\
\
Triticum dicocc, Ko.           1    7,7%\
T. monoc./dicocc.,\
  halbe hrchengabeln          2   15,4%  *  \
T. dicocc./spelta, Hllsp.bas. 2   15,4%  *\
T. aestivum s.l., Ko.          1    7,7%\
Hordeum vulgare, K.           7   53,8%\
\
Vicia faba      1 Nabel  \
\
* Spelzenbasen in Berechnung einbezogen\
\
sehr wenige Unkruter, einige Stcke Holzkohle > 1 cm:\
Fagus      23\
Pomoideae  10\
Laubholz    1
343532	Piening:\
\
denahlen (Federsee), Kr. Biberach, Ende Jungneolothikum (1. Hlfte 4. Jh. v. Chr.); 10 Profilkolonnen und 122 Einzelproben; haupts. unverk. Drusch- und Entspelzungsreste von Nackt- und Spelzweizen; weniger Gerste (v.a. in Einzelproben); Hauptmenge davon aus Schichten direkt auf d. Torf und unterhalb des ersten Hausestriches; mehr als 90% Nacktweizen, Typ T. durum/turgidum\
\
Triticum aestivum/durum   67,5% *\
T. monococc.              14,5%\
T. dicocc.                 5,8%\
T, monoc./dicocc.          1,8%\
T. spec.                   8,2%\
Hordeum vulgare            2,2%\
\
ferner:\
Linum usitatiss. sehr wichtig (haupts. unverk. Kapselstcke) + Leinscheben\
Papaver somniferum gering: 202 Samen  \
Sammelpflanzen, z.B. Malus sylv., Samen unverk. + Fr. verk.\
Trapa natans\
Brassica campestris\
\
* Berechnungsgrundlage hier nur bestimmbare Kulturpfl., im Gegensatz zum Original
343533	Piening:\
\
Inden, Kr. Dren, Rmerzeit (1. - Anfang 4. Jh. n. Chr.),\
3 Bodenproben mit unverkohlten Pflanzenresten aus rm. Brunnenschacht; untere Fllung (Weisweiler 87/65):\
\
Triticum dicocc., Spe.      7         22,6%\
T. spelta, Spe. (1 verk.)  23         74,2% \
T. spec. , Spi.             1          3,2%\
\
% = Spelzen!\
Linum usitatiss.     1 Kapsel\
Papaver somniferum   1 Same  \
\
ferner Gewrzpflanzen, Heilkruter (u.a. Rm. Kamille), Kulturobstarten, Wildobstarten, zahlreiche Wildpfl., z.B. auch Buxus sempervirens
343534	Piening:\
\
Neuss, Sptmittelalter (sptes 15. Jh. und frhes 16. Jh.),\
4 Proben von versch. Stellen aus einer Schachtlatrine:\
\
Avena spec., Fr. verk.      1   20%\
Secale, Spi.                2   40%\
Trit. aestivum, Fr. verk.   1   20%\
T. dicocc., Spe.            1   20%\
\
Fagopyrum esculentum, Fr.   22\
Papaver somniferum, Samen   19\
\
ferner:\
Sinapis arvensis    sehr viele Samen und Samenschalenfragmente\
Myrica gale         Frchte\
sehr viele Kerne von Vitis vinifera unter dem Kulturobstarten       \

343535	Piening:\
\
Kln und Umgebung, verschiedene Fundpltze vom Neolithikum bis zur Neuzeit (Bandkeramik bis 17./18. Jh.):\
\
1. Bandkeramik Siedlung von Kln-Mengenich (um 4100 v. Chr. unkalibr.)\
\
Triticum monococc., K.     2\
   "        "     , bas.   9  \
T. dicocc., K.             2\
T.   "    , bas.           5\
T. spec. (monoc. od. dic.,\
Krner zerbrochen)         23\
T. spec. , Spelzenreste    42\
\
Pisum sativum, Samen zerbr.   3\
ferner: sehr wenig Unkruter: Bromus secalinus (19 K.) zu den Kultur- und Nutzpflanzenarten\
\
\
2. Sptlatnezeitl. Siedlung (ca. 100 v. Chr.) in Porz-Lind:  \
(vorlufige Zusammenstellung, da noch nicht alle Proben vollst. bearbeitet):\
\
Hordeum vulg., Fr.      1   3,8%\
H. vulg., Spi.          1   3,8%\
Panicum miliac., Spe.  14  26,9%\
Secale cereale, Pollen  ?   ? \
T. cf. dicocc., bas.   4   ?\
T. cf. dicocc., Spe.   10   ?\
\
Camelina sativa   1 Samen (+ 4 Fruchtschalen)\
Linum usitatiss.  4   "   (+ 3 Kapselstcke)\
Papaver somnif.   1   "\
\
ferner: Gemsepflanzen, Wildobst, recht groe Anzahl von Wildpfl. mit Zeigerwertangabe nach Ellenberg und Oberdorfer\
\
\
3. Rmerzeit (1. und 1./2. Jh. n. Vhr.), versch. Fundpl. mit versch. Ablagerungen, verkohlt und unverkohlt:\
\
Avena sativa/fatua, Fr. verk.       7     0,05%\
H. vulgare, Fr. verk.              14     0,09%  \
Panicum miliac., Fr. verk.          1     0,01%  \
   "      "    , Spe.             106     0,36% *  \
Secale cereale, Fr. verk.           1     0,01%   \
T. aest. + compact., Fr. verk.  12578    84,2 %\
T. dicocc., Fr. verk.             815     5,5 %\
T. monococc., Fr. verk.             1     0,01%  \
T. spelta, Fr. verk.             1436     9,6 %\
T. spec., Fr. verk.                 3     0,02%\
T./Hord., Fr. verk.                23     0,15%  \
(von fast allen Getreidearten auch Spelzen)    \
\
Camelina sativa      3 Samen\
Linum usitat.        7   "\
Papaver setigerum   13   "\
\
ferner: zahlreiche Obstarten, Gemse- und Salatpflanzen, l- und Gespinstpfl. sowie Unrkuter mit detaillierter Untergliederung in die einzelnen Gesellschaften  \
* Spelzen in die Berechnung einbezogen\
\
\
4. Mittelalter in Kln (10. Jh. - 13. Jh. = Frhes Mittelalter)\
\
Avena sativa od. fatua, Fr. verk. 12   12,?%\
H. vulgare, Fr. verk.             65   50,?%\
Secale cereale, Fr. verk.          7    5,?%     \
T. aest. + comp., Fr. verk.       22   23,?%\
\
 - Fortsetzung nicht vorhanden -        \
        
84685	Piening:\
\
Ellingen (Lkr. Weienburg - Gunzenhausen),\
Rmerzeit (Kastell bestand von 115/125 n. Chr. bis ins 1. Drittel des 3. Jh.),\
haupts. unverkohlte Pflanzenreste aus 2 Brunnen:\
\
Triticum monoc./dicocc., Spe.       149     51,0% *\
T. spelta, Spe.                     118     40,4% * \
T, dicocc., Spe.                      1      0,3% *\
T. monoc./dicocc./spelta, Spe.        3      1,0% *\
Secale cer., Fr. verk. (+ T. d. .)   2      0,7%\
cf. H. vulgare, Fr. verk.             1      0,3%\
T. spec. (Testa + Pericarp)           1      0,3% \
Panicum miliac., Fr.                 17      5,8% \
Panicum miliac., Spe.               147 \
\
auerdem sehr viele Testareste von Getreidearten (5-75% in den einzelnen Proben)\
\
ferner: \
Papaver somniferum  191\
Linum usit.           2\
Lens culinaris        1\
\
auerdem Gewrze, viel Obst (vor allem Prunus spinosus) und zahlreiche Wildpfl. (Einteilung in kologische Grupen) sowie Hozreste,\
Betrachtung der zoologischen Nachweise\
\
* Spelzenreste in die Berechnung einbezogen
343536	Piening:\
\
Tbingen, 2 Siedlungsgruben (Hohes Mittelalter):\
\
Kulturpfl. < 10% (ohne Mengenangaben)\
Secale (hufigste Getreideart), Hordeum, Triticum aestivum, Panicum miliaceum, T. dicoccum, T. spelta\
\
ferner: Linum usit., Papaver somniferum (sowie Rbsen), Getr. lpfl., Hlsenfr. zusammen ca. 5% = Gr. 1, ca. 20% = Gr. 2\
\
ferner: Gemse- bzw. Gewrzpfl., Kultur- und Sammelobst, sogen. Heil- und Zierpfl. (mit Vorbehalt); groe Menge Wildpfl., haupts. frischer bis nasser Ruderalfluren, auch ein paar Wintergetreide-Arten\
 
84687	Piening:\
\
Hilzingen "Forsterbahn", Bandkeramik, Siedlung auf Kiesrcken aus wrmeiszeitlichem Geschiebemergel: 20 Gruben,\
Rottenburg: 5 Proben aus Grube der ltestbandkeramik\
Herrenberg-Affsttt: 1 Grube, keine nhere Datierung der Bandkeramik,\
alles verkohlte Prlanzenreste:\
\
                       Hilzingen      Rottenb.      Herrenb.\
Hordeum vulgare\
(+ var. nudum)           0,4%            -            1,2%\
Trit. aestiv. s.l.       0,6%            -            -\
T. durum s.l.           \
T. monoc. (incl. cf.\
2-k. Form)             16,0%           13,0% *       40,3%\
T. dicocc.              23,9%           23,7% *       35,0%\
T. monoc./dicocc.       29,0%           63,3% *       23,5%\
T. spec.                30,0%            -            -\
\
Linum usit.     25 Samen\
Pisum sativum 3566 Samen\
\
* Spelzen im Berechnung einbezogen      \

22857	Piening:\
\
Rullstorf, ltere und jngere vorrmische Eisenzeit (1. Jh.v.Chr. und 6.-2.Jh.v.Chr.). 3 Proben aus Vorratsgruben bzw. berreste von Erdsilos und 2 Proben aus Darrfen mit verkohltenPflanzenresten.\
                                              %\
Hordeum vulgare, Hordeum nudum               61,1\
Avena sativa + Avena sp. (cf. sativa)        30,2\
Triticum dicoccon Schr.                       3,9\
Triticum monococcum L.                        0,06\
Triticum aestivum L., Triticum compactum      1,1\
Panicum miliaceum                             3,6\
\
Ferner: Linum usitatissimum ca. 260 Sa., Pisum sativum 25 Sa., einige Unkrautarten (hauptsachliche solche mit Verbreitungsschwerpunkt Sommergetr.; auerdem Mutterkorn. Gute Abb., gut beschrieben.
12752	Piening:\
\
Bodman-Blissenhalde, Pfyner Kultur (kalibr. 3700-3500 v.Chr.)\
\
Von 16cm hohem Bohrkern (untere Hlfte=siltige Seekreide, obere Hlfte =versplter organ. Detritus) Pollen- und Grorestanalyse. (>80% d. Getr.re..=unverk.; grte Menge=indet.)\
                                                          %\
Hordeum vulgare                       Spindelglieder ca.  7,1\
Triticum aestivum, Triticum durum     Spindelglieder ca.  9,5\
Triticum dicoccon Schr.               Spindelglieder ca. 31,0\
Getr. indet.                                         ca. 52,4\
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Anteile der Kulturpfl.: Getreide ca. 27%, Flachs/Linum usitatissimum ca. 63% (Sa., Kapselsegm., Pollen), Papaver ca. 10%. Ferner Frchte von Bumen und Struchern (Malus sylvestris, Corylus avellana, Fragaria, Rubus fruticosus, Rubus idaeus). Waldweide; Wald-, Wasser- und Uferpflanzen.
343537	Piening:\
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Lauchheim, Gewann Mittelhofen, Siedlung Frhes Mittelalter. Verkohlte oder mineralisierte Pflanzenreste aus 8 Grubenhusern.\
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Avena sativa                           ca. 37\
Triticum spelta                        ca. 25\
Triticum aestivum, Triticum durum      ca. 18\
Hordeum                                ca. 12,5\
Secale cereale                         ca.  2,5\
Triticum monococcum, Triticum dicoccon ca.  5,0 \
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Ferner: Linum usitatissimum, Lens culinaris, Pisum sativum; Sammelobst (Corylus avellana, Prunus spinosus, Malus, Pyrus communis, Rubus idaeus, Rubus fruticosus, Fragaria, kultiv. Haferpflanzen); ber 60% Wildpflanzen (Unkruter, hauptschlich Ackerunkruter = berwiegend Hackfrucht- und Sommergetreidearten, Triftges., Grnland (darunter Nssezeiger)
343538	Piening:\
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Xanten, rmisch, aus Gebuden des 1.Jh.n.Chr.\
acht Proben mit hauptschlich verkohlten Pflanzenresten\
                                                     %\
Hordeum vulgare, Fr.                                56,3\
Triticum spelta, Fr.                                21,3\
Triticum aestivum, Triticum aestivo-compactum, Fr.  11,1\
Triticum monococcum, Spelzenreste umger.             5,5\
Avena sp. (Avena sativa hrchenb.)                  2,93\
Triticum dicoccon, Fr.                               2,0\
Secale cereale, Fr.                                  0,83\
Panicum miliaceum, Fr.                               0,02\
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Ferner: Bryonia, Corylus avellana, cf. Prunus spinosus, Prunus persica (Pfirsich-Landsorte); zahlreiche Unkruter (z.B. von wahrscheinlich bewirtschaftetem Grnland, vielleicht aus Heuvorrat zeitweilig bewirtschafteter Mhwiesen).
151178	Piening:\
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Sipplingen, Sptneolithikum (Horgener Kultur, ca. 3200-2800 v.Chr.); unverkohlte + verkohlte Pflanzenreste aus Profilsule mit 19 Proben\
                                                         %\
Triticum dicoccon, hrcheng. unverk.+verk.              76,3\
Triticum monococcum, hrcheng. unverk.+verk.             1,8\
Triticum monococcum/dicoccon, hrcheng. unverk.+verk.    6,7\
cf. Triticum spelta, hrcheng. unverk.+verk.             4,5\
Triticum aestivum /Triticum durum, verk. K. (+Spi.gl.)  0,6\
Triticum sp.                                             0,5\
Hordeum vulgare verk. K.                                9,6\
(hier nur hrcheng. zur Berechnung herangezogen, da zu wenige Krner)\
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Ferner: Linum usitatissimum 8570 Sa.+zahlreiche Kapselteile, Papaver 19079 Sa.; zahlreiche Unkruter nach kolog.+pflanzensoziolog. Kriterien aufgeteilt. 
343539	Piening:\
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Knigshoven, Mittelalter (Hohes=12./13.Jh.)+(Sptes=15.16.Jh). 2 Proben\
                                 %                   %\
Avena sp., Fr. (2)              3,9           (1Fr.) 7,1\
 (+Avena sativa hrchenb.) \
Hordeum vulgare\
Hordeum vulgare Spindelgl. 2   11,8           (1Fr.) 7,1\
Secale cereale, Spindelgl. 21  82,4          (3Fr.) 21,4 \
Triticum aestivum, 1 hrchenb.  2,0    (9K.zerbr.) 64,3\
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Ferner: Linum usitatissimum 1 Sa. + Kapselstr., Papaver somniferum 1 Sa., Pisum sativum 1 Sa.; einige Obstarten und Wildpflanzen (Trift-, und Ruderalpflanzen sowie Garten- und Hackfruchtunkruter).
343614	Piening:\
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Gemeinde Aldenhoven, Kreis Dren, Bandkeramik und Hallstatt C\
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1. Bandkeramik: Verkohlte Pflanzenreste aus 109 Gruben\
2. Hallstattzeit: Verkohlte Pflanzenreste aus 5 Gruben\
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1. Bandkeramik                 %        2. Hallstatt C                      %\
Triticum monococcum           64,2*     Triticum monococcum, Spere.         2,4\
Triticum dicoccon             22,5*     Triticum dicoccon                  47,1\
Triticum monoc./dic.          13,3      Triticum spelta                     7,1\
Triticum aestivo-compactum Fr. 0,02     Trticum sp. oder Hordeum, Fr.      23,5\
                                        Hordeum sp., Fr.Spi.                4,7\
                                        cf. Secale cereale, Fr.             1,2\
* Spelzenreste einbezogen, da           Avena sp., Fr.                      1,2\
berwiegend                             Panicum miliaceum, Setaria italica 12,9\
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Ferner: Papaver stigerum 24 Sa., Linum\
usitatissimum17 Sa., Pisum sativum 11 Sa.;\
Auerdem Malus, Sambucus, Corylus avellana\
sowie einige Wildpflanzen. Spelzen
